Studie zu Lungenschäden nach Covid-19 sieht gute Regeneration

Lungenschäden durch Covid-19

Ich hatte bereits das Thema „Langzeitschäden durch Covid-19“ diskutiert:

Selbstverständlich steht dieses Thema auch weiterhin im Zentrum des Interesses, nicht zuletzt deshalb, weil hier schon sehr frühzeitig mutige Aussagen verstreut wurden, die von „irreparablen Schäden“ im ganzen Körper sprachen.

Selbstverständlich sind solche Aussagen bestens geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten und den Glauben an die von der Regierung eingeleiteten Gegenmaßnahmen, wie Masken, Lockdown, Abstandsregeln etc., zu manifestieren.

Aber stimmt das auch?

Besonders hervorgetan hat sich „NTV“[1], die bereits Ende März zu wissen glaubte, dass Covid-19 die Lunge dauerhaft schädige. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ich von der hellseherischen Fähigkeit der Autoren beeindruckt, die keine drei Monate nach Auftreten des „neuartigen Virus“ bereits in der Lage waren, „Langzeiteffekte“ des neuen Virus zu beziffern. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Langzeiteffekte sich nach Jahren bemerkbar machen.

Auch die „Frankfurter Rundschau“[2] blies erst neulich in dieses Panik-Horn. Ende August 2020 wusste die Zeitung davon zu berichten, dass SARS-CoV-2 jetzt auch das Gehirn angreift und „enorme Spätfolgen möglich“ seien. Man könnte hier sarkastisch fragen, ob die ganze „Pandemie“ und die daraus hervorgehenden Maßnahmen vielleicht nur Resultat von Covid-19 geschädigten Gehirnen sein könnte?

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Am 16.9.2020 jedoch kam es zu einer kleinen Wende bei der „Frankfurter Rundschau“, die in diesem Zusammenhang als unerwartet bezeichnet werden muss. Die Zeitung berichtete von einer Studie[3] zu Lungenschäden durch Covid-19, deren Ergebnisse „überraschend positiv“ waren.

Die Arbeit selbst scheint in wissenschaftlichen Fachjournalen noch nicht veröffentlicht worden zu sein. Aber es gibt eine offizielle Stellungnahme der Autoren und der Universitätsklinik von Innsbruck[4], an der diese Arbeit erstellt wurde.

Nähere Angaben zur Studie bezüglich Design, Zielsetzung, Methodik etc. lassen sich hier ermitteln:

Wir sehen hier, dass es sich hier um eine „Beobachtungsstudie“ handelt, bei der Covid-19-Patienten einer Reihe von Tests unterzogen wurden, wie zum Beispiel Lungenfunktionstests, bildgebende Verfahren und Bluttests.

Ein weiteres Ziel war die Aufnahme von 130 Teilnehmern. Laut Angabe der Autoren in ihrer Veröffentlichung auf der Webseite der Uniklinik Innsbruck gab es zu diesem Zeitpunkt nur 86 Patienten. Das lässt die Vermutung zu, dass es sich hier um eine Art vor Veröffentlichung handelt, da das angestrebte Ziel von 130 Teilnehmern noch nicht erreicht wurde.

Was sagt diese Studie?

Sie sagt als erstes, dass die Patienten mit Atemwegsproblemen ein ähnliches Profil aufweisen wie an SARS-CoV-2 Infizierte und angeblich Verstorbene, nämlich dass „die ProbandInnen im Schnitt übergewichtig bis adipös waren, 44 % vormals RaucherInnen waren und ein wesentlicher Teil der StudienteilnehmerInnen kardiovaskuläre Vorerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder Hypercholesterinämie hatte“.

Das heißt mit anderen Worten, dass wir es hier mit einem sehr selektiven Klientel zu tun haben, nämlich Leuten mit Vorerkrankungen oder schlechten Angewohnheiten (Rauchen). Könnte es sein, dass fast die Hälfte der teilnehmenden Patienten Lungenschäden und vielleicht Langzeitschäden durch das Rauchen aufweist? Oder ist das Rauchen jetzt ein zu vernachlässigender Faktor, weil dies den Glauben an die Allmächtigkeit von SARS-CoV-2 relativiert?

Aufgrund dieser Vorbedingungen zeigten rund die Hälfte der hospitalisierten Teilnehmer auch sechs Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin eine Reihe von Symptomen. Ich halte dies für nicht besonders überraschend, wenn Menschen mit Vorerkrankungen eine nicht ganz so schnelle Regenerationsrate im Vergleich zu Gesunden vorweisen.

Worum handelt es sich hier? Kurzatmigkeit bei Belastung (50 %), dauerhaften Husten (15 %) und eine „überdurchschnittlich lange Genesungsphase“, die aber nichtsdestotrotz die Intensität der Beschwerden verminderte.

Weiter beobachteten die Autoren bei 88 % der Studienteilnehmer „anhaltende leicht- bis mittelgradige strukturelle Veränderungen der Lunge“. Aber auch die bildeten sich in der Folge bei den „meisten“ Teilnehmern wieder zurück.

Und ein weiterer Schlüsselsatz fällt hier im Zusammenhang mit den weiter oben zitierten Aussagen von „NTV“, die bereits im März von massiven und dauerhaften Langzeitschäden an der Lunge ausgegangen sind.

Die Innsbrucker kamen zu einem vollkommen anderen Schluss:

Es gibt derzeit keine Hinweise auf fortschreitende Lungenschäden, wie etwa zunehmende Vernarbungen.

Sie räumen allerdings ein, dass die Veränderungen in der Lunge, die man hatte beobachten können, zwar abklingen, aber man wisse noch nicht, ob diese zu 100 % regenerationsfähig seien.

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Ich selbst bin allerdings auch relativ skeptisch, ob bei Rauchern und Menschen mit beträchtlichen Vorerkrankungen diese einmal aufgetretenen Schäden an der Lunge zu 100 % repariert werden können. Aber dazu braucht man sich nicht unbedingt mit SARS-CoV-2 zu infizieren.

Dies ist natürlich auch erst mal nur eine „Vermutung“, da es keine vergleichenden wissenschaftlichen Untersuchungen gibt, wo man ein ähnlich strukturiertes Klientel ohne Covid-19-Infektion, aber mit vergleichbaren Vorerkrankungen und Rauchgewohnheiten untersucht hätte. Aber auch ohne eine solche Studien darf man heute bereits davon ausgehen, dass Rauchen alleine Lungenschäden verursacht. Es dürfte sich daran auch in Zeiten der sogenannten Pandemie nichts geändert haben. Oder vielleicht doch?

Meine Gedanken zu dieser Studie

Die Arbeit ist noch nicht offiziell veröffentlicht, zumindest nicht in einem der wissenschaftlichen Fachjournale. Wir erfahren hier also nichts über die Auswahl der Teilnehmer, außer dass sie eine Covid-19-Infektion hatten. Aus der Webseite, die das Studiendesign und die Anmeldung der Studie beschreibt, geht ebenfalls nicht hervor, wie die Diagnose der Infektion erfolgt ist.

Hier nämlich Bezug auf den PCR-„Test“ nehmen, der als alleiniges diagnostisches Mittel zu fehleranfällig ist, als dass man ihn als zuverlässig bezeichnen könnte, wäre ein fundamentales Manko in der Studie. Was man mit einem nicht geeigneten Test (der eigentlich nicht einmal ein Test ist, sondern ein Labor-Tool) Tolles machen kann, das habe ich hier beschrieben:

Und was allgemein vom PCR-„Test“ zu halten ist, das können Sie hier nachlesen:

Ein weiterer Aspekt zu Studien dieser Art sollte eigentlich sein, dass man andere virale Infektionen bei den Studienteilnehmern ausschließt, um den Effekt von SARS-CoV-2 beurteilen zu können. Es gibt aber keinen Hinweis in dieser Studie, dass dies gemacht worden wäre. Auch hier scheint man einfach davon auszugehen, dass eine positive Polymerase-Kettenreaktion „infiziert“ bedeutet und die beobachteten Symptome ausschließlich auf SARS-CoV-2 zurückzuführen sind.

Und zum Schluss noch einmal das, was ich bereits zuvor umrissen hatte. Das war der allgemeine Gesundheitszustand der Teilnehmer, der von den Autoren als durchschnittlich übergewichtig bis adipös, 44 % Raucher (vormals; oder immer noch?) und ein wesentlicher Teil mit kardiovaskulären Vorerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder Hypercholesterinämie beschrieben wurde.

Ich frage mich, ob es wirklich so verwunderlich ist, dass bereits derartig vorgeschädigte Patienten bei einer Infektion (nicht nur mit SARS-CoV-2) schneller und ausgeprägter Schäden in der Lunge erleiden als Gesunde? Hat es solche Schäden früher nie gegeben und sind jetzt erst mit Covid-19 entdeckt worden?

Fazit

Bei allen Einschränkungen, die ich bei der vorläufigen Veröffentlichung der Studie aus Innsbruck sehe, war ich positiv überrascht, dass hier zur Abwechslung einmal keine Panik erzeugenden Resultate in die Welt gesetzt wurden.

Und ich bin positiv überrascht, dass eine Zeitung aus dem Mainstream diese Studie aufgreift und neutral präsentiert und diskutiert, obwohl man sich einen Seitenhieb auf entsetzliche Spätfolgen im Nervensystem durch Covid-19 dann doch nicht verkneifen konnte. Im Gegenteil, die vorläufigen Ergebnisse sehen den Umständen entsprechend sehr gut aus. Dennoch halte ich „Beobachtungsstudien“, ohne Referenzen und Vergleichsgruppen zu haben, für bedingt aussagekräftig.

Um Langzeitschäden an der Lunge durch SARS-CoV-2 beurteilen zu können, müsste man eine Langzeitstudie durchführen (die den Namen verdient: Lange Zeit), in der Teilnehmer ohne Vorerkrankungen und schlechten Gewohnheiten mit ausschließlich Covid-19 (abgesichert durch eine Reihe von Kontrolltests) verglichen werden gegen eine Gruppe von Teilnehmern, die ebenfalls keine Vorerkrankungen etc. haben und zudem abgesichert an anderen Lungeninfektionen durch andere Coronaviren, Influenzaviren etc. aber nicht Covid-19 leiden. Und eine dritte Gruppe mit Teilnehmern wäre ein großes Plus, die keine oder nur sehr wenig Lungeninfektionen in der Langzeitbeobachtung aufweisen und als Kontrollgruppe dienen.

Eine solche Studie zu machen ist fast unmöglich, nicht zuletzt auch weil es inzwischen an Covid-19-Patienten mangelt.

Dies scheint auch ein Grund zu sein, warum nur 86 anstelle der 130 angestrebten Teilnehmer in die vorläufige Analyse aufgenommen wurden. Dies ist bemerkenswert, weil die Studie am 4. Juni 2020 angemeldet wurde, also jetzt fast schon vier Monate unterwegs ist. In dieser Zeit sollte es doch möglich gewesen sein, von den Hunderttausenden von Infizierten, die es ja auch angeblich in Österreich geben soll, schnell ausreichend hohe Teilnehmerzahlen bekommen zu können?

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Quellen:

René Gräber

René Gräber

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