Es gibt Meldungen, bei denen man zweimal hinschauen sollte. Nicht weil sie offensichtlich falsch wären, sondern weil die Größenordnung beinahe zu gewaltig klingt: Der durchschnittliche Testosteronspiegel von Männern soll innerhalb von knapp fünf Jahrzehnten um mehr als die Hälfte gesunken sein.

Genauer gesagt: um 54 Prozent zwischen 1972 und 2019.

Die Zahl stammt aus einer neuen systematischen Auswertung, die im Juli 2026 auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für menschliche Fortpflanzung und Embryologie, kurz ESHRE, in London vorgestellt wurde. Der Titel der Arbeit lautet: „Temporal trends in total and free testosterone (1972–2019): a systematic review and meta-trend analysis“ (LINK)

Federführend war Professor Hagai Levine von der Hebrew University in Israel. In die Analyse flossen sechs längerfristige Untersuchungen mit insgesamt 118.593 Männern aus Israel, den USA, Brasilien, Finnland und Dänemark ein. Alle sechs Studien berichteten sinkende Testosteronwerte. Zusammengenommen errechneten die Forscher einen Rückgang von rund 54 Prozent, wobei sich die Entwicklung nach dem Jahr 2000 offenbar noch beschleunigte.

Das ist zunächst eine Kongresspräsentation. Eine vollständig veröffentlichte Facharbeit mit allen Tabellen, Einschlusskriterien und statistischen Einzelheiten liegt derzeit noch nicht vor. Man sollte die Zahl daher nicht wie eine in Stein gemeißelte biologische Konstante behandeln. Als bloßes Zufallsprodukt lässt sich die Entwicklung allerdings ebenfalls kaum abtun. Dafür zeigen zu viele Untersuchungen aus verschiedenen Ländern in dieselbe Richtung.

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Nicht nur eine Frage des Alters

Natürlich sinkt der Testosteronspiegel bei vielen Männern mit zunehmendem Alter. Darum geht es hier aber gerade nicht.

Die entscheidende Beobachtung lautet: Ein heute 50-jähriger Mann kann im Durchschnitt einen niedrigeren Testosteronwert aufweisen als ein 50-jähriger Mann vor drei oder vier Jahrzehnten. Es handelt sich also nicht nur um einen Alterseffekt, sondern offenbar auch um einen Generationen- und Zeiteffekt.

Männer werden nicht einfach älter. Männer desselben Alters scheinen heute hormonell anders aufgestellt zu sein als frühere Generationen.

Die Massachusetts Male Aging Study

Eine der bekanntesten Arbeiten, die in diesen Zusammenhang gehört, stammt aus den USA. Thomas Travison und seine Kollegen werteten Daten der Massachusetts Male Aging Study aus.

Die Männer waren in drei Erhebungszeiträumen zwischen Ende der 1980er-Jahre und 2004 untersucht worden. Dabei zeigte sich ein deutlicher Rückgang des Gesamt- und freien Testosterons, der sich durch das zunehmende Alter der Teilnehmer allein nicht erklären ließ.

Die Forscher berücksichtigten unter anderem Übergewicht, Rauchen, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme. Dennoch blieb ein erheblicher zeitlicher Rückgang bestehen. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass es in der männlichen Bevölkerung einen altersunabhängigen Rückgang des Testosterons gegeben hatte, dessen Ursache durch die erfassten Gesundheits- und Lebensstilfaktoren nicht vollständig erklärt werden konnte.

Das war im Jahr 2007. Die Entwicklung kommt also keineswegs überraschend aus dem Nichts. Sie wurde nur lange erstaunlich wenig beachtet.

Finnische Männer: gleiche Lebensjahre, andere Hormonwerte

Besonders eindrucksvoll ist eine finnische Untersuchung von Perheentupa und Kollegen.

Die Forscher verglichen Männer verschiedener Geburtsjahrgänge miteinander. Bei den 60- bis 69-Jährigen sank der durchschnittliche Testosteronwert von 21,9 nmol/l bei Männern der Geburtsjahrgänge 1913 bis 1922 auf nur noch 13,8 nmol/l bei Männern, die zwischen 1942 und 1951 geboren worden waren.

Das entspricht keinem kleinen Laborunterschied, sondern einem erheblichen Abstand.

Bemerkenswert ist zudem: Der Unterschied blieb auch bestehen, nachdem die Forscher den Body-Mass-Index rechnerisch berücksichtigt hatten. Die Autoren sprachen ausdrücklich von einem altersunabhängigen Geburtskohorteneffekt.

Mit anderen Worten: Die später geborenen Männer hatten bei gleichem Alter erheblich niedrigere Hormonwerte.

Auch Israel meldet einen deutlichen Rückgang

Eine weitere große Untersuchung wurde 2020 aus Israel veröffentlicht. Dabei analysierten die Forscher Testosteronmessungen aus den Jahren 2006 bis 2019.

Auch dort zeigte sich ein deutlicher Rückgang über die Zeit, und zwar in verschiedenen Altersgruppen. Bei 21-jährigen Männern sank der durchschnittliche Wert beispielsweise von etwa 19,68 nmol/l in den Jahren 2006 bis 2009 auf etwa 17,76 nmol/l zwischen 2016 und 2019.

Der Trend blieb nach Berücksichtigung des Alters und des BMI bestehen. Die Autoren hielten es deshalb für unwahrscheinlich, dass die Zunahme des Übergewichts allein den Rückgang erklären könne.

Übergewicht, Diabetes und das metabolische Syndrom

Über die Ursachen wird nun gestritten. Das ist wissenschaftlich richtig und auch politisch vermutlich unvermeidlich.

Übergewicht ist ohne Zweifel ein wichtiger Faktor. Fettgewebe ist kein passiver Energiespeicher. Es greift aktiv in den Hormonstoffwechsel ein. Unter anderem kann dort über das Enzym Aromatase Testosteron vermehrt in Östrogene umgewandelt werden.

Hinzu kommen Insulinresistenz, chronisch erhöhte Entzündungswerte, Fettleber, Schlafapnoe und Bewegungsmangel. Auch Diabetes und das metabolische Syndrom gehen häufig mit niedrigeren Testosteronwerten einher.

Professor Levine schätzt, dass möglicherweise ein Viertel bis die Hälfte des beobachteten Rückgangs durch Übergewicht und Stoffwechselstörungen erklärt werden könnte. Andere Fachleute halten sogar einen noch größeren Anteil für möglich. Bewiesen ist eine solche vollständige Erklärung bisher jedoch nicht.

Wahrscheinlich ist für mich, dass mehrere Entwicklungen zusammenwirken…

Endokrine Disruptoren: Hormone aus der Umwelt

Ich habe auch hormondisruptive Substanzen in Verdacht wie Weichmacher etc.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Belastung mit hormonell wirksamen Substanzen zu einem ernsthaften Forschungsgebiet geworden.

Dazu gehören beispielsweise bestimmte Phthalate, Bisphenole, Pestizide, PFAS und andere Industriechemikalien. Solche Stoffe können hormonelle Signalwege beeinflussen, die Testosteronproduktion stören oder bereits während der Schwangerschaft und frühen Kindheit in die Entwicklung des männlichen Fortpflanzungssystems eingreifen.

Das bedeutet nicht, dass jede Kunststoffverpackung einen Testosteronmangel verursacht. So simpel funktioniert Biologie nicht. Die mögliche Wirkung entsteht vielmehr durch langfristige Belastung, Stoffgemische, empfindliche Entwicklungsphasen und individuelle Unterschiede.

Die neue Meta-Auswertung beweist nicht, dass endokrine Disruptoren den 54-prozentigen Rückgang verursacht haben. Sie macht die Frage aber dringlicher. Wer sie vorschnell beiseiteschiebt, weil sich nicht jede einzelne Chemikalie sauber einem bestimmten Hormonwert zuordnen lässt, verwechselt fehlende Vollständigkeit mit Entwarnung.

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Was außerdem den Testosteronspiegel drückt

Der moderne Mann lebt hormonell nicht unbedingt in einer besonders günstigen Umgebung.

Viele bewegen sich zu wenig, verlieren Muskulatur, schlafen schlecht und verbringen ihre Tage unter Kunstlicht vor Bildschirmen. Dazu kommen Alkohol, chronischer Stress, bestimmte Medikamente, Schlafapnoe und eine Ernährung, die zwar reich an Kalorien, aber nicht zwingend reich an Vitalstoffen ist.

Auch extreme Diäten können problematisch sein. Testosteron wird aus Cholesterin gebildet. Eine dauerhaft sehr fettarme Ernährung kann deshalb ungünstig sein. Eine Meta-Analyse kontrollierter Ernährungsstudien kam zu dem Ergebnis, dass fettarme Ernährungsformen im Vergleich zu fettreicheren Varianten das Gesamt- und freie Testosteron leicht senken können. Die Zahl der untersuchten Männer war allerdings gering, weshalb daraus keine pauschale Empfehlung für besonders fettreiche Kost abgeleitet werden sollte.

Der Körper braucht weder Dauerfastfood noch hormonelle Askese. Er braucht ausreichend Energie, hochwertige Fette, Eiweiß, Mikronährstoffe, Bewegung, Schlaf und eine funktionierende Stoffwechsellage.

Eigentlich keine spektakuläre Erkenntnis. Nur offenbar eine, die in unserer Lebensweise zunehmend unter die Räder kommt.

Was ein niedriger Testosteronspiegel bedeuten kann

Testosteron wird gern auf Libido und Muskelaufbau reduziert. Das greift deutlich zu kurz.

Das Hormon spielt eine Rolle bei:

  • Muskelmasse und Kraft
  • Knochendichte
  • Blutbildung
  • Sexualfunktion und Spermienproduktion
  • Energie und Antrieb
  • Fettverteilung
  • Stoffwechsel
  • Stimmung und Belastbarkeit

Ein einzelner niedriger Laborwert beweist allerdings noch keinen behandlungsbedürftigen Testosteronmangel. Die Werte schwanken im Tagesverlauf und können durch Schlafmangel, akute Erkrankungen, Kaloriendefizite oder starke Belastungen vorübergehend sinken.

Gemessen werden sollte deshalb morgens, möglichst unter vergleichbaren Bedingungen und bei auffälligem Ergebnis ein zweites Mal. Neben dem Gesamt-Testosteron können je nach Situation auch SHBG, freies oder berechnetes Testosteron, LH, FSH, Prolaktin, Schilddrüsenwerte und Stoffwechselparameter sinnvoll sein.

Testosteron einfach spritzen?

Die naheliegende Antwort der Reparaturmedizin lautet auch hier: Wenn etwas fehlt, führen wir es von außen zu. Das kann bei einem eindeutig diagnostizierten Hypogonadismus medizinisch sinnvoll sein. Es ist aber keine harmlose Lifestyle-Therapie.

Von außen zugeführtes Testosteron kann die körpereigene Hormonachse bremsen. Die Ausschüttung von LH und FSH sinkt, die Hoden produzieren weniger eigenes Testosteron und die Spermienbildung kann deutlich zurückgehen oder zeitweise ganz zum Erliegen kommen.

Gerade Männer mit Kinderwunsch sollten deshalb nicht leichtfertig mit Testosteronpräparaten behandelt werden. Andrologen warnen ausdrücklich davor, die vermeintliche Lösung aus sozialen Medien mit einer echten Therapie zu verwechseln. Der Wert mag auf dem Laborzettel steigen, aber die Fruchtbarkeit kann dabei abstürzen.

Was Männer selbst tun können

Vor einer Hormonersatztherapie sollte nach den Ursachen gesucht werden. Bei Übergewicht kann bereits eine deutliche Gewichtsreduktion den Testosteronspiegel verbessern. Entscheidend ist vor allem der Abbau des viszeralen Bauchfetts. Krafttraining ist besonders wertvoll, weil Muskulatur den Stoffwechsel verbessert und altersbedingtem Muskelverlust entgegenwirkt.

Ebenso wichtig sind guter Schlaf und die Abklärung einer möglichen Schlafapnoe. Wer nachts ständig Atemaussetzer hat, lebt hormonell im Dauerstress.

Hinzu kommen:

  • ausreichend Eiweiß und hochwertige Fette
  • eine gute Versorgung mit Zink, Magnesium und Vitamin D
  • weniger Alkohol
  • Behandlung von Insulinresistenz und Fettleber
  • regelmäßige intensive Bewegung
  • möglichst geringe Belastung durch unnötige hormonaktive Chemikalien (Entgiftung!)

Dabei geht es nicht um die Illusion, man könne sämtliche Umweltstoffe vermeiden. Man kann aber Lebensmittel nicht ständig in Plastik erhitzen, Duftstoffe und Chemikalien wahllos verwenden und anschließend behaupten, Exposition spiele grundsätzlich keine Rolle.

Zwischen Panik und Gleichgültigkeit liegt noch immer die Vernunft.

Fazit

Die neue Auswertung liefert eine beunruhigende Größenordnung: Der durchschnittliche Testosteronspiegel von Männern könnte zwischen 1972 und 2019 um mehr als die Hälfte gesunken sein. Ich halte das für sehr wahrscheinlich, denn meine Praxiserfahrung bestätigt diese Zahlen.

Die genaue Zahl muss nach Veröffentlichung der vollständigen Arbeit noch kritisch geprüft werden. Die grundsätzliche Entwicklung ist jedoch nicht neu. Studien aus den USA, Finnland, Dänemark und Israel zeigen seit Jahren einen altersunabhängigen Rückgang.

Übergewicht, Diabetes und Stoffwechselstörungen gehören mit Sicherheit zu den wichtigsten Ursachen. Ob sie alles erklären, ist offen. Endokrine Disruptoren, Umweltbelastungen, schlechter Schlaf, Bewegungsmangel, Medikamente und veränderte Ernährungsweisen gehören ebenfalls auf den Prüfstand.

Die Nachricht lautet: Mit der männlichen Stoffwechsel-, Hormon- und Fortpflanzungsgesundheit stimmt etwas grundsätzlich nicht mehr.

Und wer bei einem Rückgang um mehr als 50 Prozent lediglich mit den Schultern zuckt, hat möglicherweise nicht nur ein Testosteronproblem.

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Wir diskutieren über Medikamente, Diäten, Bewegung, Insulinresistenz – und übersehen womöglich einen der schlichtesten Einflussfaktoren überhaupt: Licht.

Menschen in westlichen Industrienationen verbringen 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen unter Kunstlicht. Gleichzeitig steigt die Zahl der Typ-2-Diabetiker kontinuierlich. Zufall? Oder unterschätzen wir die biologische Bedeutung des natürlichen Tageslichts für unseren Stoffwechsel?

Eine aktuelle Studie vom Dezember 2025 bringt Bewegung in diese Frage. Sie zeigt: Natürliches Tageslicht kann bei Menschen mit Typ-2-Diabetes die Zeit im normalen Blutzuckerbereich verlängern und den Stoffwechsel messbar verändern. Nicht durch ein neues Präparat. Nicht durch eine Diät. Sondern durch Licht.

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Was das für die Praxis bedeutet, ist überraschend – und möglicherweise relevanter, als viele glauben.

Die Rolle von natürlichem Licht und dessen Bedeutung hatte ich in einigen Beiträgen unter die Lupe genommen: [1] [2] [3] [4]

Am 18. Dezember 2025 erschien eine Arbeit, die einen vollkommen anderen und erstaunlichen Aspekt des Lichts „beleuchtete“, der dem natürlichen Licht noch einmal eine ganz andere Bedeutung gibt: den Einfluss von Licht auf den Stoffwechsel, besonders auf den Glukosestoffwechsel. [5]

Natürliches Licht gegen Kunstlicht

Tageslicht ist bekanntermaßen stimmungsaufhellend und gesundheitsfördernd. Laut dem Forschungsteam verbringen die meisten Menschen in westlichen Gesellschaften jedoch typischerweise 80 bis 90 % ihrer Zeit in Innenräumen unter künstlichem Licht, das nicht so hell und dynamisch wie Sonnenlicht ist.

Dies ist wichtig, da der menschliche Körper von zirkadianen Rhythmen gesteuert wird, einer inneren 24-Stunden-Uhr, die eine Reihe biologischer Prozesse wie Verdauung und Temperaturregulation steuert. Diese Prozesse werden durch Licht synchronisiert, und ein Mangel an natürlichem Licht ist ein Risikofaktor für Typ-2-Diabetes.

Frühere Studien haben gezeigt, dass künstliches Licht in der Nacht diese Rhythmen stört und dass Tageslicht im Freien die Insulinwirkung des Körpers verbessern und so zur Blutzuckerkontrolle beitragen kann. Bisher wurde jedoch nicht untersucht, wie sich natürliches Licht, das durch ein Fenster einfällt, auf Menschen mit Diabetes auswirkt.

Um dies zu testen, rekrutierte das Forschungsteam 13 Freiwillige mit Typ-2-Diabetes, um zu untersuchen, wie ihr Körper auf natürliches Fensterlicht und künstliches Innenlicht reagiert. Die Teilnehmer verbrachten zwei separate 4,5-tägige Perioden in einer kontrollierten Büroumgebung. In einer Periode saßen sie von morgens bis zum späten Nachmittag an einem Schreibtisch mit Blick auf große Fenster.

In der anderen Periode befanden sie sich im selben Raum, jedoch mit abgedunkelten Fenstern und nur normaler Bürobeleuchtung. Alle Teilnehmer aßen dreimal täglich ähnliche Mahlzeiten und absolvierten in beiden Perioden zur gleichen Zeit die gleichen Übungen. Auch die Einnahme ihrer Medikamente wurde fortgesetzt.

Die Ergebnisse zeigten, dass die durchschnittlichen Blutzuckerwerte zwar in beiden Perioden ähnlich waren, die Teilnehmer jedoch deutlich mehr Zeit im normalen Blutzuckerbereich verbrachten, wenn sie natürlichem Tageslicht ausgesetzt waren. Auch der Stoffwechsel veränderte sich. Bei Tageslicht verbrannten die Freiwilligen mehr Fett und weniger Kohlenhydrate zur Energiegewinnung.

Die Forscher entnahmen außerdem Muskelbiopsien und züchteten Muskelzellen im Labor. Dabei stellten sie fest, dass Gene, die an der inneren Zelluhr beteiligt sind, unter natürlichem Licht besser mit dem Tagesrhythmus synchronisiert waren. Dies deutet darauf hin, dass Sonnenlicht als Signal fungiert, um die Muskeln „im Takt“ zu halten und so die Nährstoffverarbeitung zu verbessern.

Obwohl diese Studie nur wenige Personen umfasste, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass natürliches Tageslicht dazu beitragen kann, die starken Blutzuckerspitzen und -schwankungen zu reduzieren, die häufig bei Menschen mit dieser Erkrankung auftreten. Es bietet eine einfache und natürliche Möglichkeit, Menschen mit Typ-2-Diabetes zusätzlich zu bestehenden Therapien zu unterstützen.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Exposition gegenüber natürlichem Tageslicht einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel von Menschen mit Typ-2-Diabetes hat und die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen unterstützen könnte“, lautete die Schlussfolgerung der Forscher.

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Quellen:

Jedes Jahr das gleiche Ritual: Kaum steigen die Infektionszahlen, werden Tests empfohlen, Tabletten beworben und Impfungen angepriesen. Die Grippe ist plötzlich wieder eine Bedrohung – nicht nur für den Körper, sondern auch für den gesunden Menschenverstand.

Dabei ist Influenza keine neue Erscheinung und schon gar kein medizinisches Mysterium. Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit – der Organismus signalisiert klar, dass er jetzt eines braucht: Ruhe. Stattdessen wird getestet, nachgetestet, behandelt und prophylaktisch medikamentiert.

Die eigentliche Frage lautet nicht: „Was tun bei Grippe?“
Sondern: Warum tun wir so viel, was offenkundig wenig bringt?

Wer nüchtern hinsieht, erkennt schnell: Zwischen sinnvoller Unterstützung des Immunsystems und therapeutischem Aktionismus liegt ein gewaltiger Unterschied. Wenn ich im Folgenden offizielle Empfehlungen hinterfrage, dann aus meiner Erfahrung als Naturheilkundler – nicht als Gesundheitsbehörde.

Die Grippe ist nun wahrlich keine neue Angelegenheit, wo man sich Gedanken machen müsste, was es ist und wie man gegen die Erkrankung vorgehen sollte. Ich hatte dazu bereits einige Beiträge verfasst, die einschlägige Ratschläge enthielten: [1] [2] [3] [4]

Dann gab es da noch die „Experten“, die mit der Grippe versuchten, Panik zu stiften. [5]

Wozu? Ja, um leichter entsprechende Impfungen unter die Leute zu bringen, wie der Artikel schlussfolgerte. Warum das aber keine gute Idee ist, das habe ich hier beschrieben: [6]

Grippe in der USA

In den USA scheint die Weihnachtszeit auch Grippezeit zu sein. Eigens zu diesem Ereignis hat „CNN Health“ einen kleinen Ratgeber herausgebracht, den ich mir einmal vorgeknöpft habe. [7 (Link existiert nicht mehr)]

Weil anscheinend Millionen von Amerikanern zur Weihnachtszeit reisen, kommt es damit auch schneller zur Verbreitung der Influenza-Viren.

Die Grippeaktivität nimmt landesweit bereits zu. In der Woche bis zum 13. Dezember entfielen laut den neuesten Daten des US-amerikanischen „Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention“ (CDC) rund 4 % der Arztbesuche auf Atemwegserkrankungen, und fast 10.000 Patienten wurden mit Grippe ins Krankenhaus eingeliefert. Bislang sind in dieser Grippesaison bereits drei Kinder an den Folgen der Grippe gestorben.

Es ist bekannt, dass Kinder in Sachen Influenza besonders betroffen sind und auch aus virologischer Sicht als „Vektoren“ (Verbreiter) gehandelt werden. Das hatte man sich perfiderweise bei Covid als Argument „ausgeliehen“, um Panik unter den Unwissenden zu schüren. Covid hat einen vollkommen anderen Infektionsweg. Und Kinder sind so gut wie gar nicht betroffen.

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Was tun, wenn es einen erwischt zu haben scheint?

Diese Zahlen bedeuten, dass das Virus vielen Familien näher sein könnte, als sie denken. Bei Weihnachtsfeiern könnten sich unter anderem Menschen befinden, die sich gerade von einer Grippe erholen oder erste Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Sollten sie trotzdem am Weihnachtsmorgen zum Geschenkeauspacken erscheinen? Wie lange sollte ein Besuch bei Oma und Opa verschoben werden, bevor man dort Plätzchen backt?

Wenn ich Symptome habe, wann sollte ich einen Grippetest machen?

In den USA sind verschiedene Grippetests rezeptfrei erhältlich, die wie Covid-19-Tests als Nasenabstrich zu Hause durchgeführt werden können. Viele Ärzte empfehlen, sich testen zu lassen, sobald Symptome auftreten. Natürlich…

Grippesymptome beginnen in der Regel plötzlich mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit, schrieb die Kinderärztin Dr. Pamela Lindor,.

Weiter sagte sie: „Wenn der Schnelltest negativ ausfällt, Ihre Symptome aber schwerwiegend sind, sollten Sie einen genaueren Test bei Ihrem Arzt oder in einer Notfallambulanz durchführen lassen. Grippe ist nicht die einzige Erkrankung, die uns Sorgen bereitet. Vielleicht haben Sie Covid-19. In diesem Fall gibt es ein weiteres Medikament, das Ihnen einen Krankenhausaufenthalt ersparen könnte.“

Meine Meinung zu dieser Meinung:

Warum einen Test machen, wenn man schon die ersten Symptome verspürt? Die Symptome sind doch die klinische Bestätigung, dass man eine Grippe hat, oder zumindest sich was eingefangen hat, das wie eine Grippe aussieht. Da ist ein Test so überflüssig wie ein Kropf.

Und warum dann auch noch einen Test auf Covid-19? Welchen Erkenntnisgewinn erhält man, wenn man weiß, dass man an Influenza und/oder Covid erkrankt ist? Dabei haben wir noch gar nicht über die Zuverlässigkeit der Tests gesprochen.

Für beide Infektionen sieht die Behandlung identisch aus. Nicht jedoch für CNN und seine „Experten“, die gerne Grippeimpfungen, Coronaimpfungen vom Schlag modRNA und antivirale Grippe- und Coronatabletten verkaufen möchten.

Was ich von Grippeimpfungen halte, das habe ich bereits weiter oben preisgegeben. Ähnlich verhält es sich mit den Genspritzen gegen Covid, die nicht wirken, dafür aber selten gut neben-wirken: [8] [9]

Und die antivirale Tablettentherapie schneidet auch nicht besser ab: [10] [11]

Wie blödsinnig das „lasst euch testen“ Argument zu sein scheint, demonstriert die Kinderärztin, die bei Symptomen und negativem Test einen „genaueren Test“ beim Arzt vorschlägt, also die Patienten so lange testen lässt, bis dass ein positiver Test herauskommt. Dann kann man sagen: Siehste! Wäre doch gelacht, wenn man nicht das Testergebnis bekommt, was man haben will!

Weiter auf der Tabletten-Leiter

Danach wird die orale Virentherapie beschworen. Man sollte selbige sehr früh beginnen, damit die Tabletten wirken. Und vor allem nebenwirken.

Stimmt, man sollte sehr früh beginnen, aber nicht damit, den Organismus noch zusätzlich mit toxischen Substanzen zu quälen, die nur auf dem Papier eine Wirkung haben, in der Praxis ohne Wirkung sind. Der CNN-Beitrag vermeidet auch geflissentlich, Quellen für seine kühnen Behauptungen anzugeben, was sich inzwischen als „Markenzeichen“ für derartige Darstellungen entwickelt hat.

Wenn mein Test positiv ausfällt, wie lange sollte ich den Kontakt zu anderen vermeiden?

Diese Frage ist an Ahnungslosigkeit kaum zu überbieten. Die darauf folgende Antwort weigert sich eigenartigerweise dann auch, diese Frage zu beantworten. Denn hier spricht der Autor plötzlich von Symptomen, nicht von Testergebnissen.

Er schreibt: „Sobald erste Symptome auftreten, sollte man zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden, um eine Ansteckung zu verhindern. Man kann das Grippevirus bereits einen Tag vor dem Auftreten der Symptome übertragen.

Trotzdem sollte man eine Maske tragen und den Kontakt zu anderen Familienmitgliedern so gut wie möglich meiden, bis die Symptome abklingen und man 24 Stunden fieberfrei ist, ohne Paracetamol einzunehmen.“ Maske? Moment, da kommt noch was…

Laut CDC können Menschen ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen, wenn sie mindestens 24 Stunden fieberfrei sind (ohne fiebersenkende Medikamente) und sich ihr Allgemeinzustand verbessert. Das dauert in der Regel mindestens vier bis fünf Tage. Die Grippe ist am ansteckendsten ab dem Tag vor dem Auftreten der Symptome und hält etwa eine Woche lang an.

Meine Meinung:

Im Prinzip stimme ich dem hier Gesagten zu. Ein Grippekranker braucht keine Tabletten, sondern Ruhe, Bettruhe um es genauer zu sagen. Und wer im Bett liegt, kann niemanden außer Haus anstecken. Mit der Bettruhe wird dem Immunsystem die Gelegenheit gegeben, sich voll und ganz auf die Bekämpfung der Infektion zu konzentrieren. Verminderter Appetit ist ebenfalls eine günstige Begleiterscheinung, weil mit der reduzierten Zufuhr von Nahrungsmitteln das Immunsystem im Darm entlastet wird. Zusätzlich ist es sinnvoll die Grippe biologisch zu behandeln. Wie das gehen kann, zeige ich in Beiträgen wie: Was hilft bei Grippe? Naturheilkunde, Heilpflanzen, Vitamine & mehr beschrieben.

Aber die Maske ist dann das ultimative literarische Highlight des Beitrags…

Darf ich mich in der Nähe anderer Menschen aufhalten, wenn ich eine Maske trage?

Laut vorheriger Aussage soll ich den Kontakt zu anderen meiden und eine Maske tragen. Wozu die Maske? Schützt sie nicht, da ich trotz Maske den Kontakt zu anderen meiden soll? Und wen infiziere ich, wenn ich weitestgehend alleine bin?

Der Autor erklärt auf die Maskenfrage, dass das Tragen von Masken nicht befähigt, an Weihnachtsfeiern teilzunehmen, so sein „Experte“. Weil die Fetzen keine Infektion verhindern, oder?

Der zitierte „Experte“ fährt dann fort: „Selbst wenn Sie sagen: ‚Ich habe zwar diese Symptome, aber ich trage trotzdem eine Maske.‘ Ja, das verringert das Ansteckungsrisiko, aber nicht auf null. Und wissen Sie was? Essen und Trinken mit Maske ist sehr schwierig. Sie werden also tatsächlich andere anstecken. Und wenn Sie dann zu Ihren Familienmitgliedern kommen, werden diese sich umarmen und küssen, selbst wenn Sie eine Maske tragen. Das sind sehr enge Situationen, deshalb müssen Sie sich zurückhalten und Abstand halten, sonst laufen Sie Gefahr, selbst zum gefürchteten Überträger zu werden.“

Oder mit anderen Worten: Weil die Masken nichts taugen, deshalb müssen sie dennoch getragen werden. Einfach toll!

Weitere Ratschläge, die Schläge verdienen

Während der Ratschlag, sich als Infizierter zu isolieren (ab ins Bett), noch vernünftig ist, wird darüber hinaus empfohlen, im Haus Desinfektionsmittel einzusetzen. Weiß man, ob diese überhaupt wirksam sind? Oder ist es nur ein psychologisches Mittel, sich zu beruhigen? Und wie viel Chemie wird da im Haus verteilt, über die Haut aufgenommen, eingeatmet etc.?

Auch antivirale Medikamente als Prophylaxe zu nehmen, entbehrt jeder Evidenz, auf die die Schulmedizin doch so stolz ist.

Und wann soll man ins Krankenhaus gehen? Antwort vom Grippe-Gott: Wenn der Test positiv ist… und wenn man Risikopatient ist. Wenn das Immunsystem bekannt dafür ist, nicht mehr sonderlich effizient zu arbeiten, dann ist immer Achtung erforderlich. Dann ist jede Infektion ein potenzieller Problemfall. Nicht nur die Grippe oder Covid.

Zum bösen Schluss noch einmal ein Lobgesang auf die Impfungen, die es auf keinen Fall zu vermeiden gilt. Hier das Gesangbuch:

„Ist es zu spät für eine Grippeimpfung? Nein, Sie können sich noch gegen die saisonale Grippe impfen lassen, falls Sie es noch nicht getan haben. An alle, die sich noch gesund fühlen: Wenn Sie noch nicht geimpft sind, lassen Sie sich bitte impfen. Zögern Sie nicht länger, sagte Schaffner.

Das ist ein Weihnachtsgeschenk für Sie und alle um Sie herum, sagte er. Es gibt verschiedene Grippeviren, und die Impfung hilft, schwere Erkrankungen durch drei verschiedene Grippeviren zu verhindern.

Lindor sagte, dass der beste Weg, um zu vermeiden, dass die Grippe die Familienfeiern während der Feiertage beeinträchtigt, darin besteht, dass sich alle Familienmitglieder jedes Jahr früh in der Grippesaison impfen lassen“.

Fazit

Tabletten und Impfungen als zentrale Behandlung von Grippe zu verkaufen, ist nichts Neues und scheint sich bis heute in der Schulmedizin und der hörigen Presse etabliert zu haben. Im Nebensatz wird dann doch manchmal etwas Richtiges verbreitet, dass man bei Symptomen zu Hause bleiben, also „sich isolieren“ sollte. Dass man darüber hinaus noch wichtige Dinge gegen die Infektion tun kann, bleibt unerwähnt, wie z.B. ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee trinken, das Immunsystem stärken durch entsprechende natürliche Substanzen (Vitamin C) etc. [12] [13]

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Quellen:

Ein erhöhter Cholesterinspiegel gilt vielen Ärzten noch immer als Warnsignal: „Sie müssen Ihr Cholesterin senken, sonst droht ein Herzinfarkt!“
Und kaum ist das Blutbild ausgewertet, liegen die Rezepte für Cholesterinsenker – meist Statine – schon bereit.

Doch wer genauer hinsieht, erkennt: So einfach ist die Sache nicht. Ein hoher Cholesterinwert ist kein Feind, den man bekämpfen muss – sondern ein Hinweis. Er zeigt, dass im Stoffwechsel etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist: Entzündung, Stress, Leberbelastung, falsche Ernährung oder Bewegungsmangel.

Und genau hier setzt die naturheilkundliche Sicht an: Nicht Cholesterin senken um jeden Preis, sondern die Ordnung im Körper wiederherstellen.

Denn es gibt viele Wege, den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise zu normalisieren – ganz ohne Medikamente, aber mit einem Verständnis für die biologischen Zusammenhänge. Ich zeige Ihnen in diesem Beitrag, welche Rolle Cholesterin wirklich spielt, warum die Zahlen oft falsch interpretiert werden – und mit welchen einfachen Maßnahmen Sie Ihren Stoffwechsel regulieren können.

Was Cholesterin wirklich ist

Cholesterin ist kein „Feind“, sondern ein lebenswichtiger Baustoff. Jede Körperzelle enthält Cholesterin – es stabilisiert die Zellmembranen, ist Grundsubstanz für Hormone, Gallensäuren und Vitamin D. Ohne Cholesterin könnten wir nicht leben.

Der Körper produziert selbst rund 80 % des benötigten Cholesterins in Leber und Darm. Nur etwa 20 % stammen aus der Nahrung. Wenn der Organismus mehr braucht, produziert er mehr – wenn weniger benötigt wird, fährt er die Synthese herunter. Das System reguliert sich also selbst – wenn es in Ordnung ist.

Ein dauerhaft erhöhter Cholesterinwert ist daher meist ein Zeichen gestörter Regulation – etwa durch:

  • chronische Entzündungen,
  • Insulinresistenz (Stichwort: „metabolisches Syndrom“),
  • Stress und Cortisolüberschuss,
  • Bewegungsmangel oder
  • oxidativen Stress durch schlechte Ernährung.

Der kritische Punkt: Oxidiertes LDL

Entscheidend ist nicht, wie viel Cholesterin im Blut ist, sondern in welcher Form. Gefährlich wird Cholesterin erst, wenn es oxidiert – also durch freie Radikale geschädigt wird. Dann kann es sich in den Gefäßwänden ablagern und dort Entzündungen fördern.

Die Lösung ist also nicht, den Cholesterinspiegel künstlich zu drücken, sondern: oxidativen Stress senken und den Stoffwechsel ordnen.

Warum Medikamente nicht immer die Lösung sind

Statine – also klassische Cholesterinsenker – blockieren die körpereigene Cholesterinproduktion. Sie senken die Werte, aber oft um den Preis schwerwiegender Nebenwirkungen: Muskelschmerzen, Müdigkeit, Leberbelastung, Störungen im Zuckerstoffwechsel.

Dr. Volker Schmiedel von der Habichtswald-Klinik in Kassel weist darauf hin, dass viele Patienten zu früh Medikamente erhalten – ohne vorher natürliche Wege auszuschöpfen.

Denn es gibt sie: effektive, sichere und nebenwirkungsfreie Wege, den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise zu regulieren.

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Natürliche Wege zur Cholesterinregulation

Pflanzliche Öle und Fettsäuren

Kaltgepresste Pflanzenöle wie Oliven-, Lein– oder Rapsöl enthalten Phytosterine und ungesättigte Fettsäuren, die die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen und das „gute“ HDL erhöhen. Wichtig ist Qualität: nativ, kaltgepresst, unverarbeitet.

Ballaststoffe und Pektine

Lösliche Ballaststoffe aus Äpfeln, Flohsamenschalen, Hafer oder Hülsenfrüchten binden Gallensäuren im Darm. Dadurch muss der Körper neue Gallensäuren bilden – und nutzt dafür Cholesterin aus dem Blut. Ergebnis: Die Werte sinken auf natürliche Weise.

Antioxidantien

Vitamin C, Vitamin E, Selen, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst, Gemüse, Kurkuma oder grünem Tee schützen das Cholesterin vor Oxidation – und damit die Gefäße vor Entzündung.

Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität erhöht das HDL („gutes“ Cholesterin) und verbessert die Insulinsensitivität. Schon 30 Minuten Gehen am Tag machen einen messbaren Unterschied. Ich rate meinen Patienten diese 30 Minuten aufzuteilen in drei Mal zehn Minuten – idealerweise nach dem Essen.

Fasten und Stoffwechselreset

Wie Studien zeigen, kann Heilfasten die Blutfettwerte deutlich senken und Entzündungsmarker reduzieren – weil der Körper in den Regenerationsmodus schaltet und überschüssige Lipide abbaut.

Leber entlasten

Die Leber ist die zentrale Schaltstelle des Cholesterinstoffwechsels. Und leider leiden viele Erwachsene an einer Fettleber – ohne es zu wissen.

Alles, was ihr hilft, wirkt indirekt cholesterinsenkend:

Alkohol – ja oder nein?

Ein Glas Rotwein kann das HDL erhöhen, doch Alkohol bleibt ein Zellgift. In Maßen mag er positive Effekte haben – in der Praxis überwiegen jedoch meist die Nachteile. Besser: Traubenkernextrakt oder polyphenolreiche Säfte.

Ordnung statt Kampf

Cholesterin ist nicht das Problem. Es ist der Bote. Wenn wir ihn bekämpfen, ohne seine Botschaft zu verstehen, bleibt die Ursache bestehen.

Die Naturheilkunde betrachtet erhöhte Cholesterinwerte als Hinweis auf gestörte Selbstregulation – nicht als Defekt. Ziel ist daher nicht die Unterdrückung, sondern die Wiederherstellung der Ordnung: Entlastung, Entzündung reduzieren, Zellmilieu verbessern, Stoffwechsel aktivieren.

Oder in einem Satz (mein Motto!): Nicht Cholesterin senken – sondern Gesundheit erhöhen.

Mein Vorschlag für praktische Schritte für den Alltag:

  1. Mehr pflanzliche Kost – Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, frisches Obst.
  2. Weniger Zucker und Weißmehl – sie treiben Insulin und fördern Fetteinlagerung.
  3. Natürliche Fette statt Industrie-Fette – Olivenöl, Leinöl, Avocado, Butter.
  4. Ausreichend schlafen – Regeneration senkt Cortisol und stabilisiert den Fettstoffwechsel.
  5. StressreduktionYoga, Atemübungen, Meditation oder Spaziergänge wirken stärker auf Cholesterin als viele Tabletten.
  6. Regelmäßige Bewegung – lieber täglich 20 Minuten als einmal pro Woche drei Stunden.

Fazit

Ein gesunder Cholesterinspiegel ist kein Produkt der Laborwerte, sondern der Lebensordnung. Wenn Leber, Darm und Nervensystem im Gleichgewicht sind, reguliert sich auch das Cholesterin. Medikamente können kurzfristig helfen – aber echte Heilung geschieht, wenn der Körper wieder in seine Ordnung findet. Und das geschieht durch Bewusstsein, Ernährung, Bewegung und naturheilkundliche Unterstützung – nicht durch Zwang.

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Dieser Beitrag wurde im März 2009 erstmalig veröffentlicht und am 15.10.2025 komplett erneuert 🙂

Passend zu meinem letzten Beitrag zum Thema Säure-Basen-Haushalt erhielt ich folgende Zuschrift eines Lesers:

Hallo Her Gräber,
beim durchforsten ihrer Webseite „Naturheilt.com“ bin ich auf die Berichte von Hermann Kaufmann, Naturarzt über Übersäuerung gestoßen. Ein für mich mehr als interessantes Thema, da ich beim Selbsttest einen Ph-Wert von 5,6 – 6,5 im Urin habe. Zur eigenen Therapie hatte ich die „radikalere Kur von Frau Ingeborg Oettinger“ ins Auge gefasst, vermisse aber jeglichen Hinweis darauf, ob und wie Natriumbikarbonat bei Niereninsuffizienz einsetzbar ist. Für einen kurzen Hinweis bin ich sehr dankbar.

Vielen Dank für diese präzise Frage – und vor allem für das aufmerksame Lesen. Das Thema „Übersäuerung“ ist heute aktueller denn je – und gleichzeitig eines der umstrittensten. Zwischen schulmedizinischer Skepsis und alternativmedizinischem Überschwang liegt ein Feld, in dem sich nur wenige wirklich auskennen. Ich habe dazu ja ausführlich hier geschrieben: Übersäuerung enträtselt: Gesundheit zurückgewinnen durch Entsäuerung!

Schauen wir mal genauer hin:

Natron bei Nierenproblemen? Nur mit Bedacht.

Zunächst zum Kern Ihrer Frage: Natriumbicarbonat (Natron) wird in der naturheilkundlichen Praxis gern eingesetzt, um überschüssige Säuren zu neutralisieren. Es ist günstig, wirksam und in vielen Fällen gut verträglich.

Aber (und das ist entscheidend) bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Sache heikel. Warum? Wenn die Nieren nicht mehr richtig ausscheiden können, kann sich das zugeführte Bicarbonat im Blut anreichern. Die Folge: metabolische Alkalose – also ein Zuviel an Basen. Symptome reichen von Muskelkrämpfen über Verwirrtheit bis zu Herzrhythmusstörungen.

Außerdem kommt es zu einer sogenannten intrazellulären Kaliumverschiebung: Kalium wandert in die Zellen, der Kaliumspiegel im Blut sinkt – es droht eine Hypokaliämie, was besonders fürs Herz gefährlich werden kann.

Auch ein bereits bestehender Calcium- oder Kalium-Mangel kann durch die zusätzliche Bicarbonatgabe klinisch manifest werden – also Beschwerden verursachen, die vorher nicht spürbar waren.

Fazit: Natron kann in vielen Fällen hilfreich sein – aber nicht pauschal und nicht in Eigenregie bei Niereninsuffizienz. Hier gilt: lieber einmal zu viel ärztlich oder therapeutisch abklären lassen als später mit gravierenden Nebenwirkungen kämpfen.

Allerdings will ich in diesem Zusammenhang auch auf die Kopp´schen Protokoll bei Nierenversagen hinweisen: Nierenversagen: Was nun?
Das Thema ist also komplex und umstritten…

Und was ist mit dem pH-Wert im Urin?

Viele Leser messen ihren Urin-pH mit Teststreifen. Das ist grundsätzlich nicht falsch (ich mahce das auch), aber es ist auch nicht die ganze Wahrheit.

Denn der pH-Wert im Urin unterliegt starken Schwankungen, je nachdem, was Sie gegessen haben, wie viel Sie getrunken haben oder wie aktiv Ihre Nieren gerade arbeiten. Morgens liegt er oft sauer, nach Gemüse eher basisch. Man muss also schon ein Tagesprofil erstellen und zwar über mehrere Tage. Ich beschreibe das ausführlicher hier: Urin-PH-Werte zur Beurteilung einer Übersäuerung und nach ausführlicher in meinem Buch: Die biologische Entsäuerungstherapie – René Gräber Bücher

Ein ganz einfacher und bewährter Test, den schon Therapeuten vor 100 Jahren verwendeten:

Ein Esslöffel Natron (in Wasser aufgelöst) – und dann innerhalb der nächsten Stunde regelmäßig den Urin-pH messen. Steigt er deutlich ins Basische, funktioniert die körpereigene Regulation noch gut. Bleibt er im sauren Bereich, kann das auf eine gestörte Regulationsfähigkeit hinweisen – also auf eine mögliche latente Übersäuerung.

Dieser Test ersetzt keine umfassende Diagnostik, aber er gibt einen ersten Hinweis auf die Regulationslage – gerade bei chronischer Erschöpfung, Schmerzen, Hautproblemen oder rheumatischen Beschwerden.

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Dieser Beitrag wurde im Jahr 2008 erstellt am 10.6.2025 von mir ergänzt – vor allem, weil es eine häufige Frage ist.

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Manche Symptome sprechen eine so klare Sprache, dass sie keine Labordiagnostik brauchen. Zwei Hautveränderungen gelten heute als starke Hinweise auf eine bestehende Insulinresistenz – also jene stille Stoffwechselstörung, die vielen chronischen Erkrankungen den Weg bereitet: Übergewicht, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettleber, chronische Entzündung.

A) Hautanhängsel (Skin Tags)

Diese kleinen, weichen Ausstülpungen der Haut – oft wie Mini-Pilze geformt – treten vor allem dort auf, wo Haut auf Haut trifft: am Hals, unter den Achseln, in der Leiste, unter der Brust. Medizinisch korrekt heißen sie „Fibrome“ oder „acrochordons“.

Sie gelten in der Dermatologie meist als harmlos und kosmetisch störend.

Aber: Mehrere Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen einer Häufung von „Skin Tags“ und Insulinresistenz.

Insbesondere dann, wenn diese Hautveränderungen gehäuft und ohne familiäre Disposition auftreten, lohnt sich ein Blick auf den Blutzuckerstoffwechsel.

Studienbasis:

  • Thappa, D. M., et al. (2007): „Skin tags as a cutaneous sign of insulin resistance: A marker for early intervention.“ Indian J Dermatol
  • Rasi, A., et al. (2007): „Skin tag as a cutaneous marker for impaired carbohydrate metabolism: A case-control study.“ Int J Dermato

B) Acanthosis nigricans

Die zweite, weitaus markantere Hautveränderung ist Acanthosis nigricans: samtig-dunkle, manchmal leicht verdickte Hautareale mit fettigem Glanz, meist in der Nackenfalte, unter den Achseln oder in der Leistenregion. Die Haut sieht aus wie zerknittertes Seidenpapier.

Sie entsteht, wenn dauerhaft erhöhte Insulinspiegel bestimmte Wachstumsrezeptoren (IGF-1-Rezeptoren) in der Haut anregen – mit der Folge einer verstärkten Zellvermehrung.

Diese Hautveränderung gilt in der pädiatrischen Endokrinologie als Frühzeichen einer beginnenden Insulinresistenz.

Studienbasis:

  • Kong, A. S., et al. (2005): „Acanthosis Nigricans: High prevalence and association with obesity and insulin resistance in elementary school children.“ J Pediatr
  • Burke, J. P., et al. (1999): „Acanthosis nigricans and insulin resistance in children.“ J Pediatr

Was bedeutet das?

Diese beiden Hautveränderungen sind keine kosmetischen Nebensächlichkeiten. Sie sind klinische Marker – also sichtbare Warnzeichen, die ernst genommen werden sollten. Zwar sind sie kein definitiver Beweis für Insulinresistenz, aber die Datenlage zeigt deutlich: Wer viele Hautanhängsel oder dunkle Falten am Hals hat, trägt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gestörte Glukoseverwertung in sich.

Die gute Nachricht: Diese Hautveränderungen können sich zurückbilden – oft erstaunlich schnell, wenn der Insulinspiegel dauerhaft sinkt. Die besten Maßnahmen dafür sind:

  • ketogene oder niedrig-glykämische Ernährung
  • Intervallfasten und Vollfasten
  • regelmäßige Bewegung
  • tiefer, erholsamer Schlaf
  • Verzicht auf Fructose und raffinierte Kohlenhydrate

Schon wenige Wochen reichen oft aus, um erste Veränderungen zu bemerken. Die Haut ist ein reaktives Organ – wenn der Stoffwechsel entlastet wird, reagiert sie schnell.

Fazit

Die Haut ist kein bloßes Spiegelbild unseres Äußeren – sie ist ein Spiegel des inneren Milieus und oftmals auch ein Spiegel der Seele; dazu schrieb ich u.a. hier: Die Haut als Spiegelbild der Seele?

Aber die Haut zeigt uns vor allem die Probleme an, die sich im Inneren abspielen. Wer Hautanhängsel oder dunkle Verfärbungen an Hals und Achseln bemerkt, sollte nicht nur an Kosmetik denken, sondern an seinen Insulinspiegel.
Denn manchmal ist das größte Gesundheitsrisiko nicht das, was weh tut – sondern das, was lange unbemerkt bleibt.

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Eine kurze Sequenz aus meiner Online-Sprechstunde zum Thema „Die Biologische Krebstherapie“.

Krebs – nur ein Gendefekt? in diesem kurzen Ausschnitt aus meiner Sprechstunde beleuchte ich zwei fundamental unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema Krebserkrankungen:

Die Schulmedizin richtet ihren Fokus auf die gezielte Zerstörung des Tumors durch operative Eingriffe, Chemotherapie oder Bestrahlung. Dabei steht der Tumor selbst als lokales Problem im Mittelpunkt der Behandlung.

Die Biologische Medizin hingegen versteht Krebs als systemische Erkrankung, die nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie berücksichtigt Prozesse wie den Zellstoffwechsel, die Funktion des Immunsystems und / oder die Rolle der Mitochondrien – also der „Kraftwerke“ unserer Zellen. Das versucht die Schulmedizin in den letzten Jahren auch, allerdings mit durchwachsenene Ergebnissen. Von den Kosten ganz zu schweigen…

Erfahren Sie, warum das sogenannte „Milieu“ (also das biologische Umfeld, in dem sich Krebszellen entwickeln) von zentraler Bedeutung ist.

Und schließlich eine provokante These, die zum Nachdenken anregen soll:
Ist Krebs möglicherweise ein (paradoxer) Versuch des Körpers, auf tiefgreifende Störungen zu reagieren? Ein Gedanke, der neue Perspektiven eröffnen könnte und Raum für ein umfassenderes Verständnis der Erkrankung schafft.

Wer sich für das Thema Krebs interessiert, hier einige meiner Artikel dazu:

 

Die komplette Aufzeichnung der Online-Sprechstunde finden Sie übrigens hier:

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Dieser Beitrag wurde am 29.4.25 erstellt.

Je tiefer ich mich mit medizinischen Studien und Krebsforschung beschäftige, desto öfter stoße ich auf Ungereimtheiten. Widersprüche, Auslassungen, geschönte Ergebnisse – und das nicht etwa vereinzelt, sondern systematisch.

Ein besonders aufschlussreiches Beispiel stammt aus Großbritannien: Dort wurde eine neue Bestrahlungsmethode gegen Kopf-Hals-Tumoren getestet. Anfangs schien die neue Technik überzeugend – die veröffentlichten Ergebnisse zeigten eine bessere Wirksamkeit als bei der bisherigen Methode. Doch nach einiger Zeit stellte sich heraus: Die Studie war nur zur Hälfte veröffentlicht worden. Und zwar exakt der Teil, der den gewünschten positiven Effekt zeigte. Die restlichen Daten – jene, die keine Überlegenheit der Methode belegten – wurden schlicht weggelassen.

Solche Manipulationen sind keine Einzelfälle. In der medizinischen Forschung spricht man hier von Publication Bias oder Reporting Bias. Also dem gezielten Veröffentlichen positiver Ergebnisse – während die negativen in der Schublade verschwinden. Der Schaden ist enorm: Therapien erscheinen wirksamer, sicherer, innovativer, als sie tatsächlich sind.

Besonders auffällig ist dieses Muster bei industriefinanzierten Studien. Etwa 80?% dieser Studien kommen zu einem positiven Ergebnis für das getestete Medikament oder die neue Methode. Bei unabhängigen Studien liegt die Erfolgsquote dagegen nur bei etwa 50?%. Eine Differenz, die nachdenklich macht – und schwer mit wissenschaftlicher Neutralität zu erklären ist.

Es geht hier nicht um Einzelfehler, sondern um ein strukturelles Problem. Denn mit jeder selektiv veröffentlichten Studie verschiebt sich das Bild dessen, was angeblich „wirksam“ ist. Patienten, Ärzte und Therapeuten treffen dann Entscheidungen auf einer unvollständigen und verzerrten Datenlage.

Die zentrale Frage ist: Warum wird das toleriert? Warum greifen Fachzeitschriften, Ethikkommissionen und Aufsichtsbehörden hier nicht viel konsequenter ein? Und warum fällt es vielen Menschen so schwer zu akzeptieren, dass selbst in der Krebsmedizin wirtschaftliche Interessen die wissenschaftliche Integrität unterwandern können?

Die Hoffnung ruht auf unabhängiger Forschung, auf Transparenz, auf Forschern, die sich nicht kaufen lassen – und auf kritischen Stimmen, die solche Missstände öffentlich machen. Denn Gesundheit verdient mehr als schöngefärbte Daten.

Fälle wie dieser sind eigentlich die harmloseren „Aufreger“. Richtige „Aufreger“ finden Sie in meinem jetzt eigens angelegten Unterverzeichnis: Medikamentenskandal.

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Dieser Beitrag wurde von mir 2008 veröffentlicht und am 15.4.2025 überarbeitet.

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Wenn Allergien wirklich nur vom Frühling kämen, dann müssten die Amischen im Mittleren Westen längst niesen wie wir. Tun sie aber nicht. Kein Heuschnupfen, kein allergisches Asthma, kaum Neurodermitis – und das, obwohl sie inmitten blühender Felder leben. Der Unterschied? Sie leben „natürlicher“ und lehnen vieles ab, was wir als „modern“ bezeichnen.

Diese Beobachtung allein würde reichen, um Alarmglocken schrillen zu lassen. Stattdessen klammert man sich an die Schulmedizin, an nebulöse CO2-Erklärungen und den Klimawandel, als sei der Blütenstaub plötzlich ein politisches Problem geworden. Dass wir mitten in einem beispiellosen Immun-Desaster stecken, das auch durch gentechnisch basierte Injektionen mitverursacht sein könnte – darüber redet niemand.

Ich behandle seit über 25 Jahren Menschen mit Allergien. Was ich (auch) in den letzten drei Jahren gesehen habe, stellt alles bisher Gekannte in den Schatten: Mehr Pollenreaktionen, mehr Kreuzallergien, mehr Hautprobleme. Die Ursache? Liegt tiefer. Und sie lässt sich nicht mit einem Luftfilter aus dem Baumarkt lösen.

Aber der Reihe nach:

Wenn die Diskussion auf eine relativ offensichtliche Ursache für Allergien kommt, dann gibt es besonders starken Widerstand von der Schulmedizin und der Pharmaindustrie. Denn diese Ursache, wenn man sie beseitigen wollte, würde Milliarden an Umsatzeinbußen bedeuten: Studie zeigt: Mehr Allergien und neurologische Störungen durch Impfungen

Aber was deutet darauf hin, dass die Frühlingsallergien jetzt noch stärker zuschlagen als zuvor?

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Klimawandel als Allergie-Ursache?

Bald ist es wieder so weit: Während wir uns von der Erkältungs- und Grippesaison verabschieden, bricht eine neue Welle von Schnupfen und Niesen über uns herein – dank der Frühlingsallergien.

Saisonale Allergien, die von Heuschnupfen über allergische Rhinitis bis hin zu Pollenallergien reichen, scheinen Jahr für Jahr intensiver zu werden und länger anzuhalten. In einigen Teilen Nordamerikas hat sich die Allergiesaison um bis zu drei Wochen verlängert.

Öffentliche Gesundheits- und Forschungsorganisationen wie die „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) und die „Asthma and Allergy Foundation of America“ weisen auf den Klimawandel als möglichen Faktor für die Verschärfung der Allergiesaison hin: Allergens and Pollen | Climate and Health | CDC

Laut CDC soll sogar das erhöhte CO2 für die Allergien verantwortlich sein. Allerdings gibt es keine Erklärung, welcher CO2-Mechanismus hier am Werk ist. Glauben ist mal wieder angesagt, ganz wie bei der „Pandemie“, wo die CDC auch federführend einen Stapel an Märchen produzierte: Krebs durch Impfstoff? Die Selbstzensur bei der CDC

Dass hier die Gen-Injektionen gegen Corona eine Rolle spielen könnten, auf diese Idee scheint niemand kommen zu wollen. Warum die Gen-Injektionen? Weil in den Industrienationen eine Überzahl der Bevölkerung (in Deutschland rund 73 %) diese Tortur über sich ergehen lassen hat und damit mit einer signifikanten Störung des Immunhaushaltes rechnen darf.

Unter diesen Voraussetzungen scheint der Klimawandel und vor allem das „böse CO2“ doch etwas weit hergeholt zu sein.

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Etwas logischer erscheint folgende Erklärung

Bei wärmeren Lufttemperaturen können bestäubende Pflanzen frühere und längere Wachstumsperioden erleben und so mehr Pollen produzieren.

„Der Klimawandel beeinflusst die Allergiesaison, da der gleichmäßige Rhythmus, beispielsweise der Pollenbildung im Frühling, völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gebiete, die zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht bestäubt wurden, bestäuben früher, während andere Gebiete später bestäuben“, erklärte Dr. Frederic Bertley, Präsident und CEO des „Center of Science and Industry“ (COSI).

„Der Trend der letzten Jahre ist eine Zunahme allergischer Reaktionen bei Menschen im Allgemeinen und eine Zunahme allergischer Reaktionen nach Alter“, fügte er hinzu.

Mehr als ein Viertel der Erwachsenen und etwa jedes fünfte Kind in den USA leiden an saisonalen Allergien. Aktuelle Schätzungen beziffern die pollenbedingten medizinischen Kosten auf über 3 Milliarden Dollar jährlich.

Aber selbst bei einer schlimmeren Allergiesaison gibt es wirksame Strategien, um die Pollenbelastung zu verringern und das Allergierisiko zu senken. Hier ist Ihr Leitfaden, um dieses Jahr schnupfenfrei zu bleiben und den Frühling zu genießen:

Akut-Maßnahmen: Reduzieren Sie die Belastung im Haus

Die Begrenzung der Pollenbelastung ist der zunächst beste Weg, um Symptome während der Allergiesaison zu vermeiden. Halten Sie Ihr Zuhause pollenfrei, während Sie sich im Haus aufhalten.

Also die Pollen draußen lassen: Schließen Sie während der Allergiesaison Türen und Fenster, um Pollen fernzuhalten.

HEPA-Filter installieren: Verwenden Sie nach Möglichkeit HEPA-Filter in Ihrer Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlage, um Pollen und andere potenzielle Allergene wie Schimmel aus Ihrem Zuhause fernzuhalten.

Frühjahrsputz: Ein kleiner Frühjahrsputz kann viel dazu beitragen, Allergene in Ihrem Zuhause zu reduzieren. Nehmen Sie sich Zeit zum Staubwischen und Putzen: Staub und Hautschuppen im Haus enthalten Pollen und andere Allergene.

Wenn Sie ein Haustier haben, ist es vielleicht an der Zeit, Ihren vierbeinigen Freund zu baden. Haustiere können nicht nur durch ihre Hautschuppen bestimmte Allergien auslösen, sondern auch Pollen ins Haus bringen.

Häufig Hände waschen: Das ist für jeden, der die Erkältungs- und Grippesaison unbeschadet überstanden hat, ein Kinderspiel. Wie Viren befinden sich auch Pollen wahrscheinlich auf Ihren Händen. Regelmäßiges Händewaschen verhindert, dass sie an empfindliche Stellen wie Augen, Mund, Nase und Rachen gelangen.

Akut-Maßnahme: Begrenzen Sie die Pollenbelastung, wenn Sie draußen sind

Wenn Sie während der Allergiesaison regelmäßig draußen sind oder Aktivitäten im Freien nachgehen, ist das Risiko einer Pollenbelastung höher. Dennoch können Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Ihre Pollenbelastung zu begrenzen.

Pollenwerte beobachten: Lokale und regionale Wetterdienste sagen regelmäßig die Pollenwerte in der Luft voraus. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, beobachten Sie Wetter und Pollenwerte, um die Belastung zu begrenzen.

Entsprechende Online-Apps bieten eine mehrtägige Allergievorhersage für Baum-, Gräser- und sonstige Pollen.

Duschen nach dem Aufenthalt im Freien: Wenn Sie den Tag draußen verbracht haben, werden Ihre Kleider wahrscheinlich Pollen mit nach drinnen nehmen. Duschen Sie, um Pollen aus Haaren und Körper zu entfernen. Waschen Sie Ihre Kleidung sofort oder bewahren Sie sie getrennt von anderen Kleidungsstücken auf, um die Pollenverbreitung zu begrenzen.

Im Zweifelsfall nicht nach draußen gehen: Wenn Sie eine schwere allergische Reaktion auf saisonale Pollen haben, gehen Sie nicht nach draußen, insbesondere bei hoher Pollenbelastung.

Langfristig: Allergien naturheilkundlich behandeln

Allergien sind kein Zufall und auch keine Laune der Natur – sie sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aus dem Takt geraten ist. Wer sie dauerhaft loswerden will, kommt mit Antihistaminika und Sprays nicht weit.

Diese unterdrücken Symptome, während die eigentlichen Ursachen weiter schwelen. Die naturheilkundliche Therapie setzt tiefer an: Sie stabilisiert den Darm, reguliert die Abwehr, stärkt die Schleimhäute und bringt das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht. Das braucht Zeit, ja – aber es heilt. Wer bereit ist, den Körper nicht nur zu beruhigen, sondern wirklich zu regulieren, wird Allergien nicht mehr als unvermeidliches Übel hinnehmen müssen. Ausführlich lesen Sie dazu in meinem Grundsatzbeitrag: Volksleiden Allergie: Wie Naturheilkunde hilft, wo die Schulmedizin nur Symptome unterdrückt

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Zum Weiterlesen:

Zum Thema „Allergien“ habe ich noch einiges mehr zu Papier gebracht. Die Ursachen für Allergien werden natürlich sehr kontrovers diskutiert. Die Schulmedizin kennt auch in diesem Bereich nur die Behandlung von Symptomen, die für einen satten Umsatz von Medikamenten sorgen.

Dieser Beitrag wurde am 22.3.2025 erstellt.

Beitragsbild: Stockxpert

Wenn man lange genug in der Naturheilkunde tätig ist dann weiß man: Die Fragen ändern sich nicht wirklich. Was mir aber wirklich auffällt: es kommen immer mehr Fragen dazu.

Jüngst wurde ich wieder gefragt: „Was kann ich anstelle von Daosin nehmen?“ Eine berechtigte Frage, die zeigt, wie viele Menschen inzwischen mit einer Histaminintoleranz kämpfen. Dieses Problem war vor fast 30 Jahren so gut wie nicht vorhanden. Heute? Tja…

Doch wie so oft ist die eigentliche Frage nicht: Was nehme ich stattdessen?, sondern: Wie finde ich die Ursache?

Daosin und die DAO-Problematik

Daosin ist ein Markenname. Es handelt sich dabei um ein Mittel, das Diaminoxidase (DAO) enthält – ein Enzym, das beim Abbau von Histamin im Darm hilft. Daosin wird häufig bei Histaminintoleranz eingesetzt, um die DAO-Aktivität zu unterstützen und Symptome zu lindern. Der Markenname gehört zur Firma STADA.

Es gibt auch andere Präparate mit Diaminoxidase von verschiedenen Herstellern, die unter anderen Markennamen verkauft werden.

Wer eine Histaminintoleranz hat, dem fehlt oft genau dieses Enzym oder es funktioniert nur eingeschränkt. Daosin soll helfen, dieses Defizit auszugleichen, indem es vor histaminreichen Mahlzeiten eingenommen wird.

Ein Segen? Ja. Eine Dauerlösung? Nein. Denn wer dauerhaft auf ein Präparat angewiesen ist, um essen zu können, behandelt Symptome – aber nicht die Ursache.

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Die Schulmedizin und ihre Grenzen

Die klassische Medizin betrachtet Histaminintoleranz oft als Randproblem. Sie bietet Antihistaminika an, die Rezeptoren blockieren, oder Daosin, um das Enzym von außen zuzuführen. Selten wird jedoch gefragt: Warum produziert der Körper nicht genug DAO? Die Sache mit dem DAO habe ich auch hier genauer beleuchtet: Diaminoxidase (DAO) erklärt: Enzymaktivität, Histaminabbau und Intoleranz

In meiner Praxis sehe ich oft, dass es nicht mit einer simplen Tablette getan ist. Eine gestörte Darmflora, entzündliche Prozesse oder eine überlastete Leber sind häufige Ursachen. Wer hier nur auf ein Präparat setzt, flickt ein Leck im Boot, ohne das Loch zu stopfen.

Natürliche Alternativen zu Daosin

Vorab: Ausführlich zur Histaminintoleranz habe ich hier geschrieben: Histaminintoleranz – Naturheilkunde und Naturheilmittel, die überzeugen

Glücklicherweise gibt es viele Wege, die eigene DAO-Produktion zu unterstützen.

1. Die richtigen Nährstoffe zuführen

DAO ist ein enzymatisches Arbeitstier – aber wie jeder Handwerker braucht es gutes Werkzeug. Folgende Stoffe sind essenziell:

  • Vitamin B6 (enthalten in Kartoffeln, Fisch, Bananen) – unerlässlich für die Enzymproduktion
  • Kupfer (Leber, Kakao, Nüsse) – ein Kofaktor für DAO
  • Magnesium (Mandeln, grünes Blattgemüse) – wichtig für viele enzymatische Prozesse

2. Histaminabbau natürlich fördern

Es gibt Pflanzenstoffe, die den Histaminabbau unterstützen:

  • Quercetin – ein natürliches Antihistaminikum (reichlich in Kapern, Zwiebeln, Äpfeln)
  • Luteolin – stabilisiert Mastzellen (enthalten in Sellerie, Brokkoli, Kamille)
  • Probiotika – aber Achtung: Nicht alle helfen! Besonders Bifidobacterium longum kann Histaminabbau unterstützen.

3. Den Darm in Ordnung bringen

Die meisten DAO-Probleme sind „Darmprobleme“. Wer hier ansetzt, hat oft nachhaltigen Erfolg:

  • Gluten und Zucker reduzieren – beides kann Darmentzündungen fördern
  • fermentierte Lebensmittel (bei Verträglichkeit) – stärken die Darmschleimhaut
  • Natürliche Bitterstoffe (Artischocke, Enzian, Löwenzahn) – fördern die Verdauung und Leberfunktion

4. Den Stress nicht vergessen

Histamin ist nicht nur ein Nahrungsproblem, sondern auch ein Stressproblem. Chronischer Stress kann die Mastzellen überaktivieren und Histamin freisetzen. Meditation, Spaziergänge im Wald oder einfache Atemübungen sind oft unterschätzte Helfer.

Fazit: Selbsthilfe statt Dauermedikation

Ja, Daosin kann helfen – aber es ist keine Lösung für die Wurzel des Problems. Wer Histaminintoleranz wirklich in den Griff bekommen will, muss ansetzen: Bei der Ernährung, dem Darm, den Nährstoffen und dem Lebensstil.

Mein Rat nach 25 Jahren Praxis: Verlasse dich nicht auf eine Kapsel. Höre auf deinen Körper, finde die Ursache – und gib ihm, was er wirklich braucht.

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