Übersäuerung: Natriumbikarbonat bei Niereninnsuffizienz?

Passend zum letzten Blogbeitrag erhielt ich folgende Frage eines Lesers:

Hallo Her Gräber,
beim durchforsten der Webseite „Naturheilt.com“ bin ich auf die Berichte von Hermann Kaufmann,Naturarzt über Übersäuerung gestoßen.Ein für mich mehr als interessantes Thema, da ich beim Selbsttest einen Ph-Wert von 5,6 – 6,5 im Urin habe. Zur eigenen Therapie hatte ich die „radikalere Kur von Frau Ingeborg Oettinger“ ins Auge gefasst, vermisse aber jeglichen Hinweis darauf, ob und wie Natriumbikarbonat bei Niereninsuffizienz einsetzbar ist. Für einen kurzen Hinweis bin ich sehr dankbar.

Antwort:

Es kommt auf die Dosis an. Eine zu hohe Dosis und damit verbundene hohe Resorption von Natriumbicarbonat (allgemein auch als Natron bekannt), kann zu Hypernatriämie mit entsprechender Flüssigkeitsretention und zur Ausbildung einer metabolischen Alkalose führen.

Kalium würde vermehrt in den Intrazellulärraum verschoben und zusätzlich als Gegenion zu Bicarbonat über die Nieren ausgeschieden, wodurch sich eine Hypokaliämie ausbilden kann.

Eine bereits bestehende Hypokaliämie oder Hypocalcämie könnte so theoretisch durch die Natriumbicarbonat-Therapie klinisch manifest werden.

Wie gesagt: das Problem ist die Dosis… und es kommt letztlich darauf an, welcher Grad der Nierenisuffizienz vorliegt. Das ist etwas, was man nicht vom grünen Tisch aus entscheiden sollte.

Noch eine Anmerkung zur ph-Urin-Messung:

Die alleinige ph-Teststreifen-Messung ist nur bedingt aussagefähig. Über das Problem wurden alleine schon ganze Bücher geschrieben. Ein bereits vor hundert Jahren verwendeter Test ist etwas aussagekräftiger: Man nimmt einen Esslöffel Natron. Innerhalb von einer Stunde muss der Urin-PH basisch werden, sonst kann man auf eine verstärkte Übersäuerung schließen.

René Gräber

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4 Kommentare Kommentar hinzufügen

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    christian schott

    14. August 2010 um 23:12

    hallo, rené…
    ich bin 34 j. alt…
    mitte 2004, beginnt bei mir ein rätselhafter zerfall, kein arzt kennt meine „sache“…
    trüber urin, starke venensichtbarkeit, die venen schauen dunkelblau durch, als habe mein gewebe material, also an substanz verloren, so das man durschauen kann und die venen total sieht, dermographismus stark gestiegen, tiefrote matschige abdrücke, verliere immer mehr haare, nägel weich wie wachs, haut immer dünner und weicher, kann nicht mehr duschen, weil sich die haut bei wasserkontakt in form einer weichen klebrigen paste auflöst und abgeht… HORROR!!!… der körper schläft mir ein, kaltes kribbeln, schmerzen, stechen, brennen… usw. die liste ist noch länger…. kurz: etwas zerfrisst mich… was könnte es sein???? niemand kennt mein „ding“… 6 jahre schon, 40 ärzte und keine antwort!!!… hab „tonnenweise“ baso-sana von bodymed genommen zum zeitpunkt als dies began,… zufall??… hatte auch einen stich, der so aussah, wie der zeckenstich beschrieben wird… werde mich mit der PCR methode nach viren testen lassen… was könnte es sein… die alkalis, die ich zusammen mit lansoprazol (30 mg.) einnahm???? also keine magensäure um das viele baso-sana zu neutralisieren, direkt ins blut… MFG: CHRISTIAN

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    Hallo, Christian, wie geht es Dir, Dein Eintrag vom 14. August.2010 ist sicherlich nicht mehr aktuell. In der Hoffnung, dass Du einen Weg gefunden hast und es Dir gut geht

    vom Herzen liebe Grüße

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    Hallo Christian, falls du noch liest – mir fiel hier siliciummangel ein. Kieselsäure. Sorgt für Körperfestigkeit.Gewebe frisst sich an, auch Säure, also Harnsäure bedenken, Niere.. Ansonsten klingts auch nach Hormonen, wie Schilddrüse und Parathormon.. LG

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    Hallo Herr Gräber, ich bin etwas verunsichert, da ich meinen Mann Nephrotans 50o mg gebe und ich gelesen habe, dass Übersäuerung verantwortlich für viele Krankheiten ist. Er nimmt zw. 2-3 Tabletten und kommt nicht in den PH-Bereich wo man von Basisch spricht. Ich möchte gerne wissen, was Sie über diesen Professor wissen. Der ja einen ganz anderen Weg gegangen ist – und warum es nicht angewandt wird. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören. Gruß Gaby kf-kopp.de/publikationen/die-praeterminale-niereninsuffizienz/

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