Wenn die Pharmaindustrie als Wohltäter auftritt
Montag, 14. Mai 2012 15:03
Eine Krebserkrankung gehört zu den Krankheiten, deren größter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf “harmloser” reagiert als zum Beispiel auf die nächste “Horror-Schweinegrippe“.
Jedes Jahr sterben erheblich mehr Menschen durch Krebs als durch eine Grippe. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Heilungschancen, trotz großspurigem Marketinggetöse, bei einer Reihe von Krebsarten eher sehr dürftig ausfallen.
In zahlreichen Fällen wird durch den Einsatz der Chemotherapeutika das Leben (und vor allem das Leiden des Patienten) um nur wenige Monate verlängert. Diese wenigen Monate sind statistisch verglichen mit der gesamten durchschnittlichen Lebensdauer eines Mitteleuropäers eher insignifikant - also eigentlich kaum wahrnehmbar.
Aber dennoch wird uns dieser Mangel an Signifikanz immer wieder als „medizinischer Fortschritt“ oder gar „Durchbruch“ verkauft…
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