Milch Trinken? Ist das noch GESUND?
Während der Heilpraktiker-Ausbildung habe ich bereits gelernt: Milch kann problematisch sein. Bei Erwachsenen durch eine Milchzuckerunverträglichkeit und auch eine Milchallergie, bei Kindern aber scheint es vor allem eine Unverträglichkeit zu sein.
“Milch verschleimt” ist ein gängiges Postulat in der Naturheilkunde, das ich aber lange nicht belegen konnte…
Die Beobachtungen in der Praxis sind stets so gewesen, dass gerade Kinder mit vielen Entzündungen (v.a Mittelohrentzündungen) starke Milchtrinker sind. Meine Empfehlung den Kindern keine Milch und Milchprodukte mehr zu geben löste weitgehend Unverständnis aus.
Da mir während der Ausbildung auch wenig physiologische Zusammenhänge geliefert wurden, berief ich mich immer auf Erfahrungswerte. Schließlich ist Medizin auch immer eine Erfahrungsheilkunde: sowohl in der Naturheilkunde, als auch in der Schulmedizin.
Also fing ich an nach Belegen zu suchen, die einen Zusammenhang zwischen Milch und der “Verschleimungstheorie” darlegen.
Viele Kinder (und auch Erwachsene) leiden an einer Kuhmilch-Unverträglichkeit, die sich durch eine chronisch laufende Nase, Verstopfung, Koliken und Ohreninfektionen äußert. Bei dieser Art der Lebensmittelallergie können auch chronischer Husten und Nasennebenhöhlenentzündungen, sowie Asthma auftreten. Diese Krankheiten treten auf, da bei betroffenen Personen durch die Milch eine übermäßige Schleimproduktion hervorgerufen wird.
Laut einem Bericht der American Academy of Allergy and Immunology, Commitee on the Adverse Reactions of Food (Teil des National Institutes of Health) traten bei bis zu einem Drittel der betroffenen Kinder keine Komplikationen mehr auf, nachdem sie gänzlich auf Milch und Milchprodukte verzichtet hatten.
Das Verheerende bei einer nicht diagnostizierten Allergie ist, dass Kinder, die häufig an Atemschwierigkeiten, Reizhusten und verstärkter Schleimbildung leiden, oft überflüssige Medikamente gegen Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege und Lungenentzündung bekommen, da die Symptome darauf zurückgeführt werden, obwohl eine Allergie der Auslöser dafür ist.
Die wichtigste Maßnahme bei einer Kuhmilch-Allergie ist das sofortige Entfernen aller Milchprodukte vom Speiseplan des betroffenen Kindes oder Erwachsenen. Dadurch bessern sich Asthma und Rhinitis (Niesen, Nasenverstopfung, Schleimausstoßung).
Warum ist gerade Kuhmilch der Auslöser für diverse Allergien?
Laut Dr. Michael Klaper vom Institute of Nutrition and Research kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, wenn ein artfremdes Protein (wie das in der Kuhmilch enthaltene Protein) in den menschlichen Körper eindringt. Dadurch wird vermehrt Schleim gebildet, was dann zu den eingangs erwähnten Symptomen und Krankheiten führen kann.
Eine Kuhmilchallergie zeigt sich meist in den ersten drei Lebensmonaten, sie kann aber auch erst im Erwachsenenalter auftreten.
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Mittwoch, 30. Dezember 2009 14:59
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Donnerstag, 31. Dezember 2009 2:10
Hallo,
sehr intressanter Beitrag! Unsere 4 jährige Tochter liebt Milch, Käse und Joghurt. Allerdings hat sie tatsächlich Asthma, sehr häufig Schnupfen und ab und an auch Ohrenentzündungen.
Auf Milch haben wir aus dem Bauch heraus zumindest schon immer bei Infekten verzichtet… wegen der Verschleimung.
Wir werden in Zukunft mal gänzlich auf Milchprodukte verzichten und das Ergebnis mitteilen.
Vielen Dank für die Info
Marc
Freitag, 5. November 2010 18:23
Hallo, bin auf Ihre Webseite gestoßen, weil ich Infos über Milchunverträglichkeit gesucht hatte, meine Tochter kanpp 4 Jahre alt war seit 3 Monaten chronisch verschleimt, bis hin zu Ohrentzündung und Hörbeschwerden, sodass ich jetzt seit 1 Woche Milchprodukte weglasse und alles bessert sich! Ich finde Ihre Beiträge zum Thema Milch sehr gut weil ich das genauso sehe.
Donnerstag, 22. März 2012 22:03
Danke für die interessanten Informationen.
Ich kann das bestätigen. Bin 57 Jahre alt und leide seit ca. 1 1/2 Jahren, seitdem ich Laktose-freie Milchprodukte zu mir nehme, an chronisch laufender Nase, geschwollenem Gesicht und Schmerzen in den Nasennebenhöhlen. Vorher hatte ich Milchprodukte gemieden und nur Schafs- und Ziegenkäse verwendet.
Verwende mittlerweile nur noch Produkte aus Schafs- und Ziegenmilch und bin fast beschwerdefrei. Um Ziegenmilch zu mir nehmen zu können, verwende ich Laktase.
Ist schon interessant, wie wenig bekannt diese Zusammenhänge sind. Wurde vor 30 Jahren wegen chron. NNH-Entzündungen an der Nase operiert.
Vielleicht wäre das auch nicht nötig gewesen.
Dienstag, 8. Mai 2012 12:28
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