Virologe nennt Lauterbachs Corona-Warnungen „hochgefährlich“

Ein etwas überraschender Beitrag erschien in der „Welt“[1] am 9.7.2020. Überraschend deshalb, weil dort die „Reinkultur der Corona-Panikmache“ des SPD-Politikers Kurt Lauterbach kritisiert wurde.

Wer übte hier Kritik?

Antwort: Der Hamburger Virologe Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Was wurde kritisiert?

Antwort: Lauterbachs „breit gestreute Warnungen“ zum Coronavirus.

Kritisiert wird, dass Lauterbach zu viel warnt und mit seiner Hardliner-Ansicht in Bezug auf die Maßnahmen der Regierung (langsam) beginnt, unglaubwürdig zu werden. Seine Warnungen seien alles andere als neu und würden von ihm wiederholt, als wenn eine kaputte oder alte Schallplatte abgespielt würde.

Der Virologe aus der Tropenforschung warnt deshalb seinerseits, dass die ewigen Wiederholungen von ein und denselben Warnungen zur „Daueraufgeregtheit und Corona-Müdigkeit“ führen können. Und das wiederum sei „hochgefährlich“.

Was allerdings der Tropen-Virologe nicht kritisiert, sind die inhaltlichen Aussagen von Lauterbach. Die Kritik bezieht sich ausschließlich auf die immer wiederkehrenden alten „Argumente“ von Lauterbach zum Corona-Geschehen. Es ist ja in der Tat so, dass man bei Interviews mit Lauterbach immer schon im Voraus weiß, welche Meinung er vertritt und dass er seine Meinung mit „Argumentation“ verwechselt.

Dass der Tropen-Virologe im Prinzip die gleiche Auffassung vertritt wie Lauterbach, wird erst am Ende des Artikels deutlich. Er glaubt zwar nicht, dass es auf die Schnelle einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geben wird und meint, dass wir „lernen müssen, mit dem Virus zu leben“. Das heißt also, dass wir in der sogenannten „neuen Normalität“ lernen müssen, die staatlichen Gegenmaßnahmen gegen die Pandemie zu verewigen.

Und wenn ein Herr Lauterbach mit seiner ungeschickten Argumentation diese „Corona-Müdigkeit“ provoziert, dann ist die notwendige „Lernbereitschaft“ der Bevölkerung in Gefahr.

Für mich ist es wiederum unvorstellbar, warum ein Virologe, der glaubt, „lernen zu müssen, mit dem Virus zu leben“, noch nichts von dieser Nachricht gehört zu haben scheint: Das Corona-Virus Sars-CoV-2 ist angeblich gar nicht so neu.

Oder mit anderen Worten: Wie es aussieht, hat unser Immunsystem bereits den Lernvorgang vollzogen und abgeschlossen. Was wir hierbei lernen können, das ist, wie wir mit einem gut funktionierenden Immunsystem dieses Virus und andere Viren so kontrollieren können, dass sie uns nicht gefährlich werden:

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Der „seltsame Professor“

Es ist in der Tat auffallend, dass die bloße Wiederholung alter „Glaubenssätze“ und die immer wiederkehrende Warnung vor der Nichterfüllung dieser „Glaubenssätze“, in keinem Bezug zu einer wissenschaftlich fundierten Argumentation steht.

Dennoch ist Herr Lauterbach seit 1998 Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität Köln[2]. Die dazu notwendige Habilitation, die angeblich an der Harvard Universität erstellt wurde, war lange Zeit unter Verschluss. Da fragt man sich, warum das? Denn Habilitationen sind Veröffentlichungen und eine Veröffentlichung ist, wie das Wort selbst zum Ausdruck bringt, öffentlich. Das ist eine Grundvoraussetzung wissenschaftlichen Arbeitens. Wer dagegen verstößt, der arbeitet nicht wissenschaftlich.

In seiner Position als Professor für Gesundheitsökonomie fiel Lauterbach dann in den folgenden Jahren durch seine industriefreundliche „Arbeit“ auf. Er war dann in die Skandale um Lipobay und Reductil (einem Appetitzügler) involviert. Zum Lipobay-Skandal hatte ich vor einigen Jahren bereits veröffentlicht: SAUEREI! Der Lipobay-Skandal und die Todesfälle

Die industriefreundliche „Forschungsarbeit“ begründet Herr Lauterbach immer wieder mit Studien, die seine Position unterstützten, auch wenn es sich um praktisch unwissenschaftliche Veröffentlichungen handelte. Hochwertige Studien mit gegenteiligen Ergebnissen wurden ausgeblendet.

Diese offensichtliche Parteinahme für die Industrie provozierte dann natürlich die Frage nach seiner Qualifikation. Aufgrund einer Reihe von Anfragen nach der Veröffentlichung seiner Habilitation rückte Lauterbach endlich nach 20 Jahren mit der Veröffentlichung heraus.

Worum ging es in der Schrift? Es ging um das: „Es handelt sich um eine etwa 100 Seiten lange Abhandlung über Moral- und Gerechtigkeitsaspekte innerhalb eines Gesundheitssystems“.

Das sieht nicht nach einer wissenschaftlich reproduzierbaren Arbeit aus, sondern um eine Art Seminararbeit, die der Historiker Professor Michael Wolffsohn nach eigenen Aussagen nicht einmal als Seminararbeit, geschweige denn als Promotion akzeptieren würde.

Diese Art des Arbeitens scheint in Harvard jetzt auch Einzug gehalten zu haben. Denn anders kann man sich nicht erklären, dass Harvard derartige Arbeiten als Habilitation anerkennt: „Wenn es in der Harvard School of Public Health darum geht, Fremdinteressen als Wissenschaft zu verkleiden, um sie in der Medizin durchzusetzen, dann ist Lauterbach ein Musterschüler.

Professor Ioannidis von der Stanford Universität, der meist zitierte Epidemiologe und Autorität seines Fachs, hält große Teile der wissenschaftlichen Arbeiten und fast alle Ernährungsstudien für nicht reproduzierbar und somit dem wissenschaftlichen Anspruch auf Nachprüfbarkeit nicht standhalten können.

Ich weiß jetzt nicht, ob er Lauterbachs „Habilitation“ gelesen hat, als er dieses Statement abgab.

Zweiter Akt: Lauterbach, der Geschäftsmann

Bereits im Jahr 2011 wurde publik[3], dass Lauterbach Aufsichtsratsmitglied bei den Rhön-Kliniken sei. Die Frage nach seinen Bezügen ließ er ebenso unter Verschluss halten, wie seine „Habilitationsschrift“.

Was auffiel, war eine Politik, die darauf abzielte, vor allem kleinere Krankenhäuser so zu benachteiligen, dass sie „leichte Beute“ für private Klinik-Ketten, wie die Rhön-Kliniken, wurden, die dann diese Krankenhäuser aufkauften und schlossen. Inzwischen gibt es sogar eine Universitätsklinik, die den Rhön-Aktionären gehört: Das Universitätsklinikum Gießen-Marburg.

Die Anfragen nach den Nebeneinkünften aus seiner Tätigkeit für die Rhön-Kliniken wurden in der Regel mit ausweichenden Antworten beschieden. Danach kamen Aussagen wie 29.000 EUR im Jahr beziehungsweise auch mal 55.000.- EUR. Dann konnte er sich nicht erinnern, wie viel Einnahmen er erzielte. Im März 2012 gab es dann einen Geschäftsbericht der Rhön-Kliniken für das Jahr 2011, laut dem Lauterbach angeblich 62.000.- EUR erhalten hatte.

Bei einer monatlichen Abgeordneten-Diät von damals knapp 7.700 EUR machten diese Bezüge rund Dreiviertel seines Jahresgehalts als Abgeordneter aus.

Fazit

Herr Lauterbach ist Dauergast in zahlreichen Talkshows und gibt den „Dauermahner“ – manche sagen auch: „Dauer-Panikantreiber“.

Sein SPD-Kollege Dr. Wolfgang Wodarg, der ebenfalls viele Jahre im Deutschen Bundestag und im Europarat saß und für Fragen der Sicherheit, Medizin und Gesundheit zuständig war, wurde als „Corona-Kritiker“ kalt gestellt. Dabei war es genau Dr. Wodarg, der seinerzeit im Zuge der Schweinegrippe 2009 einen Untersuchungsausschuss des Europarates zur Pandemie H1N1  leitete und die Rolle der Impfstoff-Hersteller und der WHO aufdeckte. Komisch… Lauterbach, Drosten usw. lagen bereits damals alle nachweislich falsch mit ihren Dauerwarnungen. Dr. Wodarg deckte die Machenschaften und Verflechtungen in einem Untersuchungsausschuss auf.

Das ist alles schon sehr merkwürdig….

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Quellen:

René Gräber

René Gräber

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4 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar

    Wenn man die letzten Monate die Presse verfolgt hat, so ist einem Dr. Wodarg, seine Meinung und auch seine frühere Rolle im Bundestag bekannt. Dr. Wodarg hat das Thema Covid-19 anfangs auch sehr heruntergespielt, was ich, angesichts der weltweiten Entwicklung, dann leider auch nicht mehr so ernst nehmen konnte.
    Herr Lauterbach hingegen geht mir mit seiner Dauer-Medienpräsenz auch auf den Wecker, allerdings kenne ich auch Menschen, die sagen, sie finden das gut, weil sie das Virus sonst nicht mehr ernst nehmen würden und sich entsprechend lässiger verhalten würden.
    Das Problem für mich ist bis heute, ich weiss nicht wer richtig liegt … aber ich will dieses Virus nicht bekommen! und verhalte ich mich entsprechend.

    Das Ziel Ihres Beitrages ist mir hier nicht klar.

    Antwort René Gräber:
    Gute Frage! Das Ziel des Beitrags:
    1. Reflektion meiner Gedanken zu diesem Thema
    2. Anregung zum Nachdenken für alle Leser (so wie Sie)
    Die Zahlen die vorliegen sind bis jetzt für Deutschland klar: Die Sterblichkeit von Sars-Cov-2 liegt auf dem Niveau einer normalen Grippe.
    Eine schwere Grippe möchte niemand bekommen. Aber machen wir das jetzt bei jeder Grippewelle? Jedes Jahr?

  2. Avatar

    Das ist auch gut so, dass wir uns alle mal Gedanken machen und dieser Artikel von Rene Gräber regt dazu an, liebe Yvonne.
    Das das Virus schon viel länger existiert ist ja wohl schon öfter erzählt worden. Was mir aber immer noch nicht in den Kopf will, wie kann der Virus zeitgleich auf der ganzen Welt sich verbreiten – und das in ganz kurzer Zeit???
    Ich habe ihn wohl Anfang Februar gehabt, ich hatte eine Grippe mit einem äußerst anderen Verlauf als normalerweise – angesteckt von meinen Enkelkindern, die ebenfalls Fieberkrämpfe, sehr schlimmen Husten und völlig appathisch waren. Ich war von so einer Schwäche befallen, dass ich nicht mehr in der Lage war, ein Glas Wasser in die Hand zu nehmen. Ich habe dann am dritten Tag mit Arsenicum Album und Euphatoritum Perfoliatium begonnen und siehe da, es wurde schlagartig besser. Später habe ich dann noch andere homöopathsche Mittel genommen. Nach ca 1 Woche war alles vorbei. Ja es ist eine andere Art von Grippe – aber genauso behandelbar wie alle anderen Viren. Jetzt ist mein Immunsystem wieder einigermaßen im Takt. Liebe Grüße, Sieglinde

  3. Avatar

    Danke, Herr Gräber,
    besonders für Ihren Kommentar unter dem Kommentar vom 21.7.2020 um 19:35!
    Natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben, aber bei diesem Kommentar (nicht Ihrem natürlich) sieht man mal wieder deutlichst, wo sich informiert wurde.
    Unsereins kann es einfach nicht mehr begreifen, dass andere Menschen die offensichtlichsten Lügen noch für absolute Wahrheit halten.
    Ich muss mich leider immer wieder fragen, ob diese Menschen wissen, dass das Gehirn zum Denken da ist…
    Herr Dr. Wodarg hatte damals recht und hat auch jetzt wieder vollkommen recht und er steht damit auch nicht allein da.
    Leider glaubt man lieber einem Herrn Drosten, der sich ständig selber widerspricht.
    Jeder so, wie er denkt.
    Corona ist jedenfalls ein prima Sündenbock für alles, was schief läuft in unserem Land.
    Wer natürlich die „Presse“ verfolgt, der wird vermutlich irgendwann ein böses Erwachen erleben.
    Es ist ja schon ewig bekannt, dass Papier geduldig ist und eine Lüge wird nicht zur Wahrheit, auch wenn 10 Nachrichtensender die gleichen Texte und Bilder in die Köpfe hämmern.

  4. Avatar

    Es war ja Prof. Bhagdi, der sich gewundert hat, dass ein Land, das angeblich so ein gutes Bildungssystem hat, lauter Menschen hervorbringt, die diesen Corona-Unfug der Regierung und der Massenmedien glauben und sich wie Lämmer verhalten.
    Das ist halt genau das, was beabsichtigt ist, wenn man das Buch „Warum die Lämmer schweigen“ liest.

    Manchmal gibt es auch im Mainstream zumindest interessante Infos zu Corona, wie diese hier:
    focus.de/gesundheit/news/forscher-finden-achillesferse-des-coronavirus-und-finden-mechanismus-um-es-zu-zerstoeren_id_12227095.html

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