Die Donald Studie: Dortmund Nutritional and Anthropometrical Longitudinally Designed Study

Die DONALD Studie wurde 1985 am Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) in Form einer Langzeitstudie begonnnen. Sie ist eine offene Langzeitstudie und begleitet Kleinkinder bis ins frühe Erwachsenenalter. Die Probanden werden regelmäßig medizinisch untersucht. Zusätzlich werden Laborparameter und Messungen erhoben. Da die Studie über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird, bietet sie Material für eine Reihe von interessanten Fragestellungen.

Eine wichtige Fragestellung ist die nach dem Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen und deren physiologischen Konsequenzen. Besonders wichtig ist die Frage nach dem Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt des Organismus. Es ist bekannt, dass die Knochendichte von diesem Haushalt mit beeinflusst werden kann, besonders bei hoher Säurebelastung. So wurde im Rahmen der DONALD Studie eine Untersuchung gestartet, die den Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt und dessen metabolische Aspekte untersuchte.

Als Beurteilungsbasis diente dazu die Bestimmung der NAE (net acid excretion) oder die Säureexkretion der Niere. Das Ziel der Untersuchung war, die metabolischen Mechanismen zu evaluieren und die spezifischen Effekte der Proteine auf die Bildung von Ammonium zu studieren. Dies ist insofern besonders von Interesse, da Ammonium in bestimmten Ausmaße in der Lage ist, das säurebildende Potential von Proteinen zu antagonisieren.

Dazu wurden die Ausscheidungsraten von Ammonium und die NAE bestimmt. Die Messergebnisse wurden mit der Höhe des Proteinkonsums verglichen. Zusätzlich wurden Daten von diätetischen Untersuchungen von Erwachsenen und epidemiologische Daten von Kindern (Proteinkonsum, NAE, pH Wert und 24 Stunden Ammoniumausscheidung im Urin) hinzugezogen.

Als Resultat zeigte sich, das die ernährungsbedingte Erzeugung von saurem und basischem Milieu nicht nur durch den Metabolismus (Oxidation) von schwefelhaltigen Aminosäuren und organischen sauren Anionen von Alkalisalzen bedingt ist. Der Gastrointestinaltrakt ist ebenfalls unmittelbar bei der Erzeugung von sauren oder basischen Derivaten aus der Nahrung involviert. Dies lässt sich auf die unterschiedlichen Resorptionsraten der verschiedenen Nährstoffe, wie Proteine und Mineralien, zurückführen. Weitere Analysen der Zusammenhänge von Diät und Säure-Basen-Haushalt zeigten, dass ein gesteigerter Proteinkonsum, trotz des potentiellen Anstiegs von sauren metabolischen Produkten, die Kapazitäten der NAE Ausscheidung durch die Stimulation über Ammonium im Urin verbesserte.

Die Ergebnisse konnten zeigen, dass ein gesteigerter Proteinkonsum nicht notwendigerweise eine gesteigerte endogene Säurebildung zur Folge hat. Dies scheint zwei Gründe zu haben: Zusätzliche alkalische Komponenten in einer balancierten Diät scheinen die Säurebildung bedingt durch Protein- und Aminosäurekatabolismus zu antagonisieren. Des Weiteren scheinen Proteine in einem gewissen Rahmen die renalen Kapazitäten für NAE zu erhöhen. Dies wird erreicht durch das endogene Angebot an Ammonium, welches den hauptsächlichen Wasserstoffionenakzeptor im Urin darstellt.

René Gräber

René Gräber

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