Ärztestreik = Weniger Tote?

Ich gebe zu: Der Titel scheint makaber. Schließlich gelten Ärzte als „Lebensretter“. Umso überraschender ist es, wenn man sich einige (mögliche) Zusammenhänge ansieht. Ich schreibe hier jetzt mal nicht meine persönliche Einschätzung zu diesem Thema, sondern beziehe mich einmal auf eine Veröffentlichung der Süddeutschen Zeitung: Schaden Ärztestreiks den Patienten? (sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-schaden-aerztestreiks-den-patienten-1.2753746).

Der Beitrag stammt von einem Arzt und Wissenschaftsjournalist, Dr. Werner Bartens. Trotz des Beitragtitels scheint der Mediziner keineswegs in die Kategorie „alternativ“ zu passen. Dagegen spricht unter anderem auch seine ablehnende Haltung der Homöopathie gegenüber. Klar kann jetzt gleich fragen, ob man überhaupt gegen Homöopathie sein kann… Aber darum geht es in diesem Beitrag jetzt nicht. Außerdem habe ich diese Frage bereits in einem anderen Beitrag behandelt: Kann man auch gegen Homöopathie sein?

Also weiter mit Dr. Bartens: Was also hat der skeptische Wissenschaftsjournalist zu sagen, wenn es um einen „Ausfall“ der Ärzteschaft geht? Wird ein Streik der Ärzte Tausende von Toten fordern?

Wenn man das Selbstverständnis großer Teile der Schulmedizin betrachtet, dann gewinnt man den Eindruck, dass wir ohne ärztliche Versorgung so gut wie dem Untergang geweiht sind. Daher ist ein Ärztestreik undenkbar, ja direkt verantwortungslos.

Wenn man sich aber einmal einige Studien zu diesem Thema ansieht, kommt man zu einem vollkommen gegenteiligen Schluss.

Dr. Bartens scheint das getan tu haben. Er bezieht sich auf eine Veröffentlichung im „British Medical Journal“ (What are the consequences when doctors strike?), in dem tatsächliche durchgeführte Ärztestreiks und deren Auswirkung auf die Todesrate während der Streikzeit untersucht worden waren.

Ärztestreik = weniger Tote?

Hier erfahren wir, dass es 1976 einen Ärzte-Streik in Los Angeles gab, der fünf Wochen dauerte und an dem sich die Hälfte aller Ärzte beteiligt hatte. Einfluss auf die Sterberate während dieser Zeit: Es starben weniger als zu Zeiten ohne Streik.

In Jerusalem streikten rund drei Viertel aller Ärzte im Jahr 1983. Dauer: 4 Monate: Sterberate: Weniger als zu normalen Zeiten. Ein ähnlicher Streik in Jerusalem im Jahr 2000 zeigte das gleiche Ergebnis.

In Spanien kam es 1999 zum Streik junger Assistenzärzte. Dauer: 9 Tage. Ergebnis: Keine Veränderung der Sterberate unter Streikbedingungen.

Im Jahr 2012 kam es in Großbritannien zum Ärztestreik. Auch hier kein Anstieg der Sterberate während der Streikzeit. Ein Streik in Kroatien im Jahr 2003 hatte ebenfalls keinen Anstieg zur Folge.

Keine Regel ohne Ausnahme. Die bislang einzige Ausnahme ist der 20 Tage dauernde Ärztestreik in Südafrika im Jahr 2010. Hier stieg die Sterberate während der Streikzeit deutlich an.

Für Dr. Bartens liegt die Erklärung dieses Phänomens in der Tatsache, dass selten alle Ärzte streiken und die Notfallversorgung nicht vom Streik betroffen ist. Außerdem sind nicht alle angeblichen Notfälle auch wirkliche Notfälle. Warum die Sterberaten während er Streikzeit nicht ansteigen liegt auch in der Natur der Schulmedizin. Dr. Bartens gibt meines Erachtens die richtige Erklärung: „Die Medizin in wohlhabenden Ländern besteht hauptsächlich in der Betreuung von chronisch Kranken und erfordert nur selten eine sofortige Intervention.“

Und hier kommt ein besonderer Aspekt hinzu, der Teile der Schulmedizin fragwürdig erscheinen lässt: Die Überversorgung. Für Dr. Bartens ist es klar, dass die Überversorgung nur Schaden anrichtet anstatt zu nutzen. Somit ist es auch einleuchtend, dass während der Streikzeit keine Überversorgung mehr stattfindet und somit weniger Schaden angerichtet werden kann.

Überversorgung vor dem Streik und nach dem Streik

Ein Artikel über Dr. Bartens im „Medical Tribune“ macht seinen Standpunkt deutlicher. Für Dr. Bartens macht mehr Medizin die Menschen nicht zwangsläufig gesünder. Im Gegenteil – sie macht sie krank. Grund dafür ist weniger eine hilflose Schulmedizin, die nicht zu wissen scheint, was sie tut. Vielmehr liegt die Ursache in der Frage, warum es die Schulmedizin gibt. Natürlich um Menschen von Krankheiten zu befreien, oder? Nein, wenn dem so wäre, dann gäbe es weniger chronische Erkrankungen, von denen die meisten auch noch zunehmen. Dr. Bartens Erklärung trifft auch hier wieder den Nagel auf den Kopf (meines Erachtens):

Da mit der Untersuchung und Behandlung Gesunder wie Kranker viel Geld zu verdienen ist, haben Kaufleute die Medizin zu einer Industrie gemacht und die Krankenbehandlung ökonomisiert. Weder Patienten noch Ärzten ist das gut bekommen.“

Die Schulmedizin wird für das „gemeine Volk“ als Retter und Heilsbringer dargestellt. Die treibende Kraft jedoch, die die Schulmedizin am Laufen hält, kümmert sich nur wenig um Rettung und Gesundmachung. Denn die Schulmedizin wird „nach Kriterien von Markt und Wachstum bemessen“. Damit ist sichergestellt, dass mehr Umsatz gemacht werden muss, um „rentabel“ zu sein. Und rentabel sein und marktorientiert arbeiten bedeutet immer, dass die Ausgaben für das Gesundheitswesen stetig steigen, obwohl alle Welt und Politik beschwörend eine „Kostendämpfung“ fordern. Für die Betroffenen, die Kranken, hat dies üble Folgen. Denn: „Für Kranke wichtige Werte wie Zeit, Geborgenheit und Barmherzigkeit bleiben in der Medizinwirtschaft auf der Strecke.“

In diesem Artikel kommen noch weitere „Unarten“ der Schulmedizin zur Sprache, die die Überversorgung und somit der Umsatz sicherstellen sollen. Da ist die „Vermehrung der Behandlungsanlässe durch Absenken von Grenzwerten und die Definition von Prä-Stadien, Überdiagnosen und Übertherapien.“ Weiter gibt es überflüssige Kontrollen, neue Therapien ohne „evidenzbasierten“ Nutzen für den Patienten und Operationen, die die Ärzte ihren Patienten, aber nie sich selbst oder ihren Verwandten zumuten würden. Zum letzten Punkt hatte ich einen kurzen Beitrag geschrieben: Würde Ihr Arzt selbst nehmen was er Ihnen verschreibt?

Fazit

Die Schulmedizin ist ein Industriebetrieb, der im Falle des Aussetzens durch einen Ärztestreik viel weniger Schaden anrichtet, als ein Streik der Müllabfuhr. Immerhin zeigt der Streik der Müllabfuhr wie wichtig diese Menschen für unser Leben sind. Ein Streik der Ärzte jedoch zeigt, wie bedenklich der medizinische Industriebetrieb für die Gesellschaft zu sein scheint. Wie bedenklich das Ganz in unserer „Wohlstandsgesellschaft“ bereits geworden ist habe ich ja bereits in anderen Beiträgen zu zeigen versucht. Wenn Sie davon noch nicht genug haben, dürfen Sie gerne hier weiterlesen:

Vorsicht Arzt! Da kommen zum Beispiel „Spezialisten“ zum Einsatz, die Patienten Therapien verpassen, die sie überhaupt nicht zu Gesicht bekommen haben…

Medikamente: Nebenwirkung Tod. Mehr muss ich dazu nicht sagen…

Das Pharmakartell – Wie wir Patienten belogen werden.

Fazit vom Fazit: Haben wir überhaupt im Falle einer Erkrankung jemanden, der sich um die Erkrankung kümmert und nicht diese Erkrankung zum Anlass nimmt, einen Industriebetrieb aufrechtzuerhalten?

Meine Antwort: Ja, die gibt es. Engagierte Ärztinnen und Ärzte, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, sowie viele weitere im Gesundheitswesen tätige Menschen, die mit viel Idealismus versuchen, das Beste für ihre Patienten zu tun… Allerdings bleibt die Frage: Wer macht in diesem Industriebetrieb Medizin denn eigentlich mit?

Datum: Donnerstag, 3. Dezember 2015
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29 Kommentare

  1. 1

    Für mich liest sich der Artikel so als sollte man nicht zum Arzt gehen, damit er kein Unheil anrichten kann,das kann es ja wohl nicht sein? Schwerstkranke oder chronisch Kranke müssen zum Arzt, sie sind darauf angewiesen. Und eine Ärztestreik kann schlimme Folgen haben. Auch wenn ich der Meinung bin das weder der Arzt noch die Krankenkasse oder Staat daran Interesse haben das Patienten gesund werden.Was ja auch Sinn der ganen Sache ist ,den es gibt nichts was man nicht heilen könnte, wenn man es nur wollte.

    Antwort René Gräber:
    Sie haben vollkommen Recht! Natürlich müssen Kranke etwas „ändern“. Und dafür sollen Ärzte auch da sein: um zu helfen und zu heilen. Leider haben wir es in vielen Bereichen unserer Medizin mit Auswüchsen zu tun, die nicht zum Wohle der Patienten gereichen. Klar: Auch die Patienten machen da mit und wollen lieber rasch ein Symptom beseitigt haben, als etwas an der Ernährung oder ihrem Verhalten zu ändern. Insofern ist mein Beitrag zum „Ärztestreik“ eine Anregung zum „nachdenken“ und natürlich keine Aufforderung NICHT zum Arzt zu gehen.

  2. 2

    Meine Devise lautet: Arztferne = Gesundheit – so sehe ich das jedenfalls für mich. Ich vermeide seit Jahrzehnten den „Besuch“ beim Arzt und mache auch den Hype der „Vorsorgeuntersuchungen“ nicht mit. Bin 72 Jahre und bei bester Gesundheit – ohne Pharma-Pillen (nehme nur Nahrungsergänzungsmittel). Nur meinen Zahnarzt suche ich regelmäßig einmal im Jahr auf und der freut sich über mein gesundes Gebiss, in dem noch alle Zähne schneeweiß strahlen. Bin seit 20 Jahren Vegetarierin und seit 32 Jahren Nichtraucherin und somit von all den ekligen Fleischskandalen nicht betroffen. Den „Quatsch“ mit den jährlichen Grippeimpfungen mache ich auch nicht mit! Huch, welcher Virus wird es uns denn in diesem Jahr erwischen. Die Aluminium- und Quecksilberbelastung durch die Impfstoffe sind viel gefährlicher. Ein starkes Immunsystem ist das Wichtigste, dann können uns die bösen, bösen Viren auch nichts anhaben. Da es um MEINE Gesundheit geht, bin auch nur ICH dafür verantwortlich und nicht ein von der Pharmalobby gesteuerter Arzt. Unfallchirugie ist eine andere Sache. Schaut euch mal bei YOUTUBE die Beiträge von dem „Gesundheitsrebell“ Robert Franz an – sehr interessant. Der geht für seine Überzeugung sogar ins Gefängnis und wenn er wieder draussen ist, macht er mit seiner Aufklärung weiter, Toller Typ. Also, nehmt die Verantwortung für eure Gesundheit selbst in die Hand und gebt sie nicht ab. Es gibt genug Infos im Internet – sowie z.B. die Superinfos von Herrn Gräber.

  3. 3

    Neulich hörte ich den Spruch: Es geht nie um die Sache, sondern immer um Interessen. Also, der Medizinbetrieb ist schon von Ökonomie bestimmt. Aber meines Erachtens liegt ein Übel unseres Gesundheitssystems noch an einem anderen Phänomen: die zwangsweise, weil gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung führt bei leider zu Vielen zu einem Lebensstil, der kaum Rücksicht gegenüber der eigenen Gesundheit kennt. Nach dem Motto: wenn ich ohnehin mein Leben lang für eine Versicherung zahlen muss, dann möchte ich daraus auch wieder etwas zurück bekommen. Anstatt einer gesunden Lebensweise mit gesunder Ernährung zu folgen, wird das Gesundheitssystem ausgenutzt, wo es nur geht – eine aufwärtsführende Kosten-Spirale!
    Wer nicht weiter denkt, gibt sich dieser Mentalität hin und verursacht auf der Basis einer ungesunden Lebensweise weiterhin Kosten, Kosten zum Nachteil der Allgemeinheit, die demnächst wieder einmal eine Beitragserhöhung in der KV hinnehmen muss. Es wird wohl eine Illusion bleiben, zu glauben, eine ganze Nation könne durch Selbstdisziplin den ganzen teuren, aufgeblähten Gesundheitsbetrieb austrocknen. Die daran verdienenden Lobbyisten werden weiterhin dafür sorgen, dass die Gesetzgebung so bleibt, wie sie ist, und den Markt mit ungesunden „Nahrungsmitteln“ überschwemmen.
    Es bleibt zu hoffen, dass immer mehr Leute erkennen, dass sie selbst für ihre Gesundheit verantwortlich sind und selbst etwas dafür tun müssen. Dank auch an Herrn Gräber, der immer wieder zeitgemäße, kritische Gesundheitsthemen aufgreift und geradezu provozierend dazu beiträgt, dass sich die Leute damit auseinandersetzen.

  4. 4

    Könnte ich, so würde ich sofort auf der Krankenkasse austreten!!! Ich sinniere schon immer darüber, wer das von mir seit Jahrzehnten nicht gebrauchte Krankengeld verbraucht???? Ja, ja ich weiss, es ist eine Solidargemeinschaft und aus dem Topf wird sich eifrig bedient. Mache gehen auch zum Arzt, weil sie gerade nichts Besseres vorhaben und im Wartezimmer Unterhaltung haben – natürlich über Krankheiten aller Art, sozusagen eine Krankheits-Info-Stelle. Und, wer ist nun am kränkesten (weiss nicht, ob es davon eine Steigerung gibt)

  5. 5

    Ist doch eigentlich ne gute Nachricht!
    Ich setze noch provokativ eins drauf:
    Nicht nur der Kranke braucht den Heiler,
    der Heiler braucht auch den Kranken! (und damit meine ich ALLE, auch die ’sanft-alternativen‘). Nur mal so als (selbst-)kritische Motivationsanalyse…
    Buchtip: Huxley/ Isherwood: Jakob der Heiler

  6. 6

    […] solcher Zahlen fallen mir „nur“ ein paar alte Beiträge von mir ein: Ärztestreik = weniger Tote. Sehr makaber, aber wen wundert´s? Oder auch: Vorsicht Arzt! Von falschen Diagnosen und […]

  7. 7

    wenn ich ein medizinisches problem habe, das ich nicht einordnen kann, gehe ich zum arzt. und dann überlege ich, was ich mit der diagnose anfangen kann. ich informiere mich weiter, hole mir ggf. weitere – bevorzugt alternative – meinungen ein. ob ich mich an die empfehlungen bzgl.der behandlung halte, hängt davon ab, ob es sich um eine symptom- oder eine ursachen-behandlung handelt. die meisten ärzte machen eh nur symptombehandlung … das bewirkt wenig bis nichts bzw. ist in vielen fällen ja eher schädlich.

    daher wundern mich die geschilderten folgen eines ärztestreiks überhaupt nicht.

  8. 8

    Katinka finde ich klasse – ist etwa gleichalt und frisch in ihrer Haltung.
    Hätte gerne Kontakt.

  9. 9

    Ich glaube dass ich das mit wenigen Worten erklären klann. In dieser Zeit bekommen die Patienten keine Medikamente die sie umbringen b.z.w.Medikamente mit vielen Nebenwirkungen woran im Jahr durchschnittlich 200 000 Menschen sterben. Für mich ist und bleibt die Schulmedizin immer eine riskante Angelegenheit.

  10. 10

    Ich gehe nur noch zum Arzt, wenn ich so krank bin, dass ich eine Krankschreibung brauche. Ich kuriere mich dann aber lieber selbst. Das ist zum Glück schon seit Jahren nicht mehr vor gekommen.
    Ärzte haben mir mit meinen Gesundheitsproblemen noch nie weiter geholfen. Diverse Ärzte waren nicht in der Lage, eine angeborene Glutenintoleranz fest zu stellen, dabei waren die Symptome, die ich später nachgelesen habe, absolut typisch. Keiner kam auf die Idee, eine Blutuntersuchung zu machen und das zu testen. Ich habe das mit Mitte 40! dann selbst heraus gefunden, dank Heilfasten (DANKE Herr Gräber, Sie haben meine Gesundheit gerettet)und Ausschlussdiät. Von Ärzten gab es nur Säureblocker gegen die Magenbeschwerden und die ganze Medikamentenpalette gegen alles Mögliche und anti-Stress Tipps. Klar, wenn die nicht wissen, was man hat, dann ist es automatisch ein psychisches Problem. Seit ich Ärzte meide, mich glutenfrei ernähre und Vit. D einnehme, bin ich gesund und brauche sowieso keine Ärzte mehr.
    Leider verlassen sich viel zu viele Menschen darauf, dass sie beim Arzt „repariert“ werden und sehen nicht ein, dass sie selber etwas für ihre Gesundheit tun müssen. Krankheiten fallen nicht vom Himmel sondern werden durch etwas verursacht, das es heraus zu finden gilt. Und genau dieses Herausfinden ist es, wo es bei der Schulmedizin hapert…

  11. 11

    René Gräber spricht es aus: unser heutiges medizinisches System gleicht einem Industriebetrieb. Das Ziel eines solchen Betriebes ist Gewinnmaximierung. Aus diesem Grund sind auch mit Einführung der Fallpauschalen bestimmte, sich monetär „lohnende“ Behandlungen unverhältnismäßig angewachsen. Das klingt zynisch, die Zahlen belegen das leider. Das alles kann und darf kein Vorwurf an die Ärzteschaft sein, auch sie finden sich – meist mit bestem Willen Menschen zu helfen und zu heilen – in einem System wieder, dass völlig falsch angelegt ist und das Gewinnstreben fördert.
    Wir müssen radikal Umdenken, wir benötigen ein System, dass nicht die Behandlung von Krankheiten belohnt sondern den Erhalt der Gesundheit. Das sollte sowohl für Ärzte UND Patienten gelten, denn nicht wenige Patienten nehmen lieber eine Pille oder lassen sich operieren, anstatt etwas an ihrem Ernährungs – und Bewegungsverhalten zu ändern. Besonders letzteres Bedarf noch großer Aufklärungsarbeit, denn Gifte wie Nikotin, Koffein und Industriezucker werden an uns Menschen „verfüttert“ werden, ohne uns auf schwer wiegenden gesundheitlichen Folgen hinzuweisen.
    Mein Hausarzt sagte einmal zu mir: „80% meiner Patienten würden gar nicht erst zu mir kommen, wenn sie sich richtig ernähren und etwas bewegen würden.“

  12. 12

    Na ja, ich kann mich da anschließen. Vor einigen Jahren wurde ich ins Krankenhaus überwiesen, da einige Blutwerte (Hämoglobin) nicht stimmten (wurde von meinem damaligen Hausarzt nie überprüft, trotz Vorsorgeuntersuchungen), ich war zwei Monate im Krankenhaus, bei mir wurde rumgeschnippelt, es ging alles schief – was schief gehen konnte. Seither bin ich erwerbsunfähig, da ich mich vor diesem Gruselaufenthalt nie erholt habe. Nachher wurde festgestellt, ich hätte keine OPs benötigt. Jetzt, Jahre später, wurde festgestellt, dass ich anscheinend ein Problem mit Eisen habe, ich muss es immer wieder mal einnehmen.
    Natürlich gibt es auch seriöse Ärzte. Doch manche sind einfach nur geldgierige. Man wird solange untersucht, bis man irgendeine unnötige OP durchführen kann.

  13. 13

    Lieber Herr Gräber, diesem Artikel stimme ich vollkommen zu. Und es ist sehr schwierig geworden in dieser Industrie den Patienten noch wirklich Gutes zu tun. Ich nehme mir Zeit und versuche so viel wie möglich den Selbstheilungskräften erstmal zu übergeben, beruhige Patienten, empfehle ihnen auch naturheilkundliche Mittel, die sie nach dem Krankenhausaufenthalt einnehmen können. Dafür mache ich bewusst unbezahlte Überstunden in meiner Freizeit. Und ich bekomme häufiger einen Anschiss von meinem Oberarzt, wenn ich nicht übertherapiert habe oder wenn mal noch Akten auf meinem Schreibtisch liegen, wo die Entlaßbriefe noch fehlen, weil ich gerade einem Patienten mehr Zeit gegeben habe. Ich arbeite auch extra halbtags, um diese Mehrarbeit und Kraft drauf packen zu können, was ich Vollzeit nicht leisten könnte. Es ist für mich der einzig mögliche Kompromiß, in diesem System noch eine gute Ärztin sein zu können. Einen großen Jahresurlaub in die Karibik kann ich nicht machen, wegen des Halbtags-Gehaltes. Aber es geht mir besser, ich bin gesünder, meine Patienten sind gesünder. Ich verstehe auch nicht, wie die „Medizin“ so verkommen konnte, daß man sie kaum noch ein „Heilsystem“ nennen kann. Ich hoffe, daß sich dieses ökonomische System doch bald von selbst abschafft, weil es niemandem mehr hilft. Genauso wie der ökonomische Wahn in allen anderen Lebensbereichen. Viele Grüße

  14. 14

    Guten Tag Herr Gräber. Erst jetzt musste ich wieder erleben das der Mensch nicht mehr als Mensch zählt. Es wird immer schlimmer und man überlegt immer mehr ob man überhaupt noch einen Arzt aufsuchen kann. Dann frage ich mich aber, was für ein Gelübde haben die Ärzte abgegeben? Wenn ich es finanziell könnte würde ich mich nur von einem Heilpraktiker behandeln lassen, aber leider fehlen mir die Mittel. Ich hoffe von ihnen zu hören. Lieben Gruß Ute Moltkau

    Antwort René Gräber:

    Ich weiß um dieses Dilemma. Das ist nicht einfach. Deswegen schreibe ich ja auch so viel. Ich habe das in diesem Beitrag einmal versucht auf den Punkt zu bringen:
    http://renegraeber.de/blog/hilfe-zur-selbstheilung/
    und
    http://renegraeber.de/blog/5-schritte-zur-gesundheit-2014/

  15. 15

    Diese Statistiken wundern mich kein bisschen. Bücher wie „Vergiss Alzheimer“, „Krank durch Medikamente“ und „Patient im Visier“ haben so manchem – wie auch eigene „kranke“ Erfahrungen in diesem noch sehr patriarchalen Machtsystem – die Augen geöffnet hinsichtlich der „Halbgötter in weiß“ und was sie alles anrichten.
    Ich habe auch schon nach dem Schlupfloch gesucht, um aus der Krankenkasse auszusteigen – die heute keineswegs auf seiten der Patienten steht; auch die leben davon, dass möglichst viele krank sind und deshalb möglichst viele Kassenangestellten möglichst viel Umsatz verwalten müssen …

    Wenn wo eine zusätzlich zu der schon bestehenden eine neue Arztpraxis eröffnet wird, dann haben danach nicht jeder Arzt die Hälfte der bisherigen Patienten – sondern die Patienten nehmen dort so zu, dass der erste kaum Abstriche beim Umsatz hinzunehmen hat.

    Ein solches „System“ braucht aber zwei Seiten: Die einen, die es anbieten und die anderen, die es benutzen!
    Ich finde die ÄNGSTE, die ständig in Bezug auf Krankheiten und Lebensgefahren in jeder Form durch die Medien etc. in der Welt geschürt werden, sind auch „nur“ dem (vielleicht ja unbewussten?) Wunsch nach UMSATZSTEIGERUNGEN geschuldet. Drama verkauft sich!

    Man kann sich jedoch auch dazu entscheiden, bewusst aus all dem auszusteigen – dem nicht mehr sein Ohr zu leihen!

    Man darf auch nicht übersehen, dass wir hier in einer christlich geprägten Kultur leben, in der die „Barmherzigkeit, einem Bedürftigen zu helfen“ als ein hohes moralisches Gut gilt – und bewusst, unter- und unbewusst von der Erwartung, „da oben“ dafür belohnt zu werden, getragen ist. Und wenn man schon so „gut“ ist – wieso sollte man dann nicht auch gut verdienen? Ist doch das gute Auskommen auf der Erde für viele längst zum Beweis geworden, dass man „Gnade vor Gott“ gefunden hat. (Ich spreche hier von der kulturellen Ausrichtung, die den meisten so selbstverständlich ist, dass sie eben UNBEWUSST wirkt – auch bei denen, die längst „mit Kirchen nix mehr am Hut“ haben! Gerade deshalb wirkt das so „flächenddeckend“.))

    Wer alternativ, auch was die Hintergründe von Krankheiten angeht, unterwegs ist, weiß, wie viele Mitmenschen von einer alternativen Sichtweise NOCH nichts hören wollen; Das hat viel mit dieser christlichen Kultur zu tun, in der die Menschen noch immer Angst vor ihrer vermeintlichen „Schuld“ haben, mit der sie seit Jahrtausenden gegängelt werden; und das Schulmedizinsystem bietet ihnen das Schlupfloch, sich als OPER fühlen zu dürfen = nicht zustöndig zu sein.
    Solche Menschen sind „selig“ wenn sie „so wie alle“ sind und sich so zugehörig fühlen können (= Identifizieren mit der Masse gibt Sicherheit) – und es fehlt auch meist die Zivilcourage, „Halbgötter in weiß“ (also AUTORITÄTEN) mal zu hinterfragen. Nicht wenige sind sogar stolz darauf, wenn ihre Krankheit „so schlimm“ ist, „dass sich EIN HERR PROFESSOR um sie kümmern musste“ – und erzählen das auch rum. (Dadurch will man sich selbst aufwerten! = alles UNBEWUSST.)

    Aber es ist auch die Gier, für seine Krankenkassen-Beiträge „was zurück bekommen zu wollen“.

    Dieses gesamte System gehört auf den Prüfstand – aber wir haben das, was man eine Demokratie nennt, und die Mehrheit bestimmt.
    Es ist schon ein großer Schritt, wenn immer mehr begreifen, dass sie nicht hier sind, um sich verführen zu lassen – egal von wem.

  16. 16

    Ich würde auch auf der Stelle aus der Krankenkasse austreten, wenn man es nur könnte – war seit über 15 Jahren bei keinem Arzt mehr…..
    Falls man sich natürlich was bricht, hat man schlechte Karten und muss alles alleine bezahlen. Das wäre es mir aber wert.
    Aus meiner Erfahrung taugt kein Arzt etwas, alles nur Ablenke mit den Tabletten und Pülverchen, bis die Natur von selbst geheilt hat…..

  17. 17

    Das glaube ich sofort. War 40 Jahre in verschiedenen Abteilungen der FU Brlin tätig. 1970 verlief ich mich in den Gängen und stand plötzlich vor der Tür „Abteilung für medikamentengeschädigte Patienten“. Zu der Zeit musste ich 12 Monate Antibiotika schlucken. Das war für mich wie ein K.O.-Schlag.

  18. 18

    Ihr Artikel spricht mir aus dem Herzen!
    Genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht.
    Kein Arzt konnte mir helfen, man muss sich andere Hilfe suchen und natürlich selbst bezahlen. Und das ist das Problem.

    Darf man den Artikel kopieren und teilen?

    Antwort René Gräber:

    Ja, der Beitrag darf gerne geteilt werden.
    Er darf auch an anderen Stellen zitiert werden.
    Aber bitte NICHT den kompletten Artikel nehmen und an anderer Stelle veröffentlichen…

  19. 19

    Guten Abend Herr Gräber,

    mit Interesse habe ich Ihren Bericht gelesen. Es ist erstaunlich, wie – eigentlich wohltuend – sich so ein Ärztestreik auf die Patienten auswirkt.

    Wenn das, was ich im INET gefunden habe, der Wahrheit entspricht, ist es nicht verwunderlich, wenn in Südafrika ein Ärztestreik sich sehr auf die Mortalitätsrate auswirkt. Demzufolge soll es 200.000 Sangomas aber nur 25.000 Ärzte dort geben.
    http://www.tagesspiegel.de/medien/internet-in-afrika-der-schamane-ist-online/10661574.html

    Das würde ja bedeuten, dass nur sehr schwierige/schwere Krankheitsfälle überhaupt erst in die Hände von Ärzten kämen. Und wenn die dann streiken, hat das fatale Folgen.

    In einem Forum schrieb ein Mitglied, lebt seit über 50 Jahren in Südafrika, dass man SA erst einmal zum Sangoma geht. Daraufhin habe ich nach diesen Heilern/Medizinmännern/Schamanen gegoogelt.

    Vielleicht interessiert Sie ja die kleine Zusatzinformation.

    Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich noch eine angenehme Adventszeit.

    Es grüßt Sie
    Karin

    Antwort René Gräber:

    Danke für Ihre Recherche! Ich denke auch, so wie ich es bereits im Beitrag angedeutet hatte, dass die Notfallmedizin davon eine Ausnahme ist. Und von dieser, sowie den technischen und chirurgischen Fähigkeiten und Möglichkeiten halte ich sehr viel! Wie auch immer: wir brauchen eine sehr differenzierte Betrachtung im Bereich der Medizin…

  20. 20

    Ich bin der gleichen Ansicht wie Katinka.

  21. 21

    ich auch

  22. 22

    Hilfe! Wohne in Bern, (Schweiz) und suche einen guten Heilpraktiker. Der Arzt will mir kein Rezept für Strophanthin geben und Padma 28 sei für die Katze, da könne ich gleich an einer Wurzel kauen. Er diagnostizierte bei mir Angina Pectoris, also: Cholesterinsenker, Aspirin Cardio, Säureblocker (Reflux) und Seretide für mein leichtes Asthma. Ich bin doch nicht verrückt!! Für Hinweise betreffend Heilpraktiker wäre ich dankbar.

    Antwort René Gräber:
    Hier habe ich dazu geschrieben, wie man so jemand findet: http://renegraeber.de/heilpraktiker-finden.html

  23. 23

    Für eine wirkliche Heilung ist es notwendig, auch zu verstehen, was das zugrundeliegende Problem ist, wie es entstanden ist und (unbewusst) aufrechterhalten wird und welche (unbewussten) Kräfte einer Gesundung ggf. entgegenstehen. Leider ist in der kassenfinanzierten Behandlung der dafür erforderliche Aufwand oft nicht zu leisten. Enttäuschungen aufseiten der Patienten – wie auch der Ärzte, die gern mehr tun würden – sind damit unvermeidlich.

    Viele Grüße
    Elmar Basse

  24. 24

    Danke Herr Dr. Elmar Basse! Das haben Sie sehr schlicht und sehr treffend ausgedrückt, finde ich. Es tut gut, auch von anderen Ärzten zu hören, die hier mitlesen und dasselbe empfinden wie ich.

  25. 25

    Meine Meinung hat im Laufe der Jahre eine gewisse Brutalität erreicht und mir ist es absolut gleichgültig, wer sich von einem Arzt verpfuschen lassen will. Ich hab der Toten und verpfuschten Patienten zur Genüge erlebt. Eine tote Ehefrau, eine tote Geliebte und viele verlorene Freunde.
    Ich habe meine Gesundheit vor 30 Jahren selbst in die Hand genommen und bin seither, außer kleinen Unfällen, bei Sport und Arbeit stets top gesund.
    Ich habe meine Ernährung umgestellt, lebe viel von Rohkost und achte auf Vitamine und Mineralien, treibe mit meinen 70 Jahren noch Karate und Qigong.
    Als junger Mensch, von der Mutter stark beeinflusst, welche ständig von Tabletten lebte und Stammgast beim Arzt war, stark beeinflusst, war ich ständig krank.
    Mit 41 Jahren ging es mir derart dreckig, dass ich glaubte zu sterben.
    Ich las zufällig ein Kräuterheftchen von Maria Treben und erholte mich bei der Anwendung zusehends.
    Seither habe ich mich selbst weiter gebildet und ebenfalls meine Tochter, welche nach Angaben von Ärzten sich nicht entwickeln würde und das schon im Mutterleib, ist heute eine Top junge Frau, studiert in Leipzig Pädagogik und hat nie einen Arzt gesehen, außer bei der Geburt. Sie war nicht einmal krank.
    Die ganz Klugen meinen dann… und wenn du doch einmal krank wirst?
    Gibt es nicht, ich werde nicht krank, da ich stets auf die Erhaltung meines Immunsystem achte und meine Psyche stabil sein wird.
    Ja und wenn es soweit ist, schließlich bin ich schon 70…
    Naja, dann will ich in Ruhe sterben, der Arzt kann kommen wenn ich tot bin!
    In diesem Sinne werde ich gleich meine Tasche packen und zum Karate Training fahren.
    Sollte doch einmal etwas sein, habe ich eine Frau Brauner, Heilpraktikerin, mit einer top Resonanz Technik, welche bis in die Gene eine sichere Diagnose estellen wird!

    mit vielen Grüßen
    Karl-Heinz Merbach

  26. 26

    Ich meide so gut es geht jegliche Ärzte. Vor einem Dreivierteljahr war ich bei meinem Arzt wegen einer leichten Schulterverletzung. Er starrte nur immer ungläubig in seinen PC, schüttelte den Kopf und sagte: über 1 Jahr waren Sie nicht hier, DAS glaub ich ja nicht“ Er blätterte immer wieder auf meiner Seite in seinem PC rum und fand nichts. Dann aber wollte er mich so nicht gehen lassen (außer einer neuen Krankengymnastik) und wollte mich in ein Schlaflabor schicken, entweder sofort, aber spätestens in einem halben Jahr, meinte er. Tja, ich hatte ihm von den Schlafproblemen und dem Schnarchen von meinem verstorbenen Mann erzählt, der mittlerweile 17 Jahre nicht mehr lebt. Mich wollte er so ganz einfach in ein Schlaflabor schicken, obwohl dafür überhaupt keine Veranlassung bestand. Aber so hätte er mindestens 50 € daran verdient für diese Sonderleistung. Ich nehme keine Medikamente, sondern nur Nahrungsergänzungsmittel (ein paar) und natürlich meine Heil-Vitalpilze. DA brauche ich keinen Arzt. Wenn ich merke, daß irgendetwas bei nicht stimmt, dann schaue ich in meinen Heilpilzkatalog und weiß dann, was ich brauche. Und somit bin ich jetzt über 75 Jahre alt geworden. Ich laß mich doch von den Ärzten nicht kaputtmachen. Habe ich früher öfter bei Ärzten durch zu großes Vertrauen über mich ergehen lassen müssen, aus Unwissenheit. Nun nicht mehr.Seitdem ich keinen Arzt mehr aufsuche geht es mir viel besser, sehe gesünder und auch jünger aus. Chemie kommt mir nicht mehr in den Körper. Selbst bei meiner Brustkrebs-OP vor einigen Jahren habe ich vehement auf Bestrahlung und Chemo verzichtet. Mein damaliger Frauenarzt sagte: prima. Die Krankenkasse sagte: prima! Es geht auch ohne zum Glück.

  27. 27

    Ich habe das Glück gehabt, schon als Kind homöopathisch behandelt worden zu sein und habe dadurch meine nach schulmedizinischen Befund „vielzu großen“ Tonsillen behalten dürfen, die mir bis heute treue Entgiftungsdienste leisten. Bei der Zahnmedizin hat’s mich dann aber doch noch erwischt. Ich wusste einfach nicht, dass man da so ein hochgiftiges, lebnsgefährliches Zeug wie Quecksilber in die Zähne geschmiert bekommt, das sonst mit Sondermüll entsorgt werden muß! So habe ich 15 Jahre meines Lebens mit schrecklichen Nervenschmerzen verbringen müssen, bis ich als Metallempfindliche endlich selbst ausgetestetes reines Keramikmaterial in die Zähne bekam.Heute weiß ich genug über Gesundheit und meinen Körper, sodass ich nie wieder irgend einen Arzt aufsuchen werde. Wer sich bewusst vegan ernährt und möglichst auch frisch und roh, der kann eigentlich unter gewöhnlichen Umstränden gar nicht mehr krank werden und hat auch kein Übergewicht mehr.

  28. 28

    Liebe Gabriele, ich bin zwar Ärztin (böse 😉 ), aber ich beschäftige mich hauptsächlich mit Naturheilkunde, insbesondere TCM und Ayurveda. Daher eine kurze Anmerkung/Idee von mir für Sie oder Andere: aus Sicht dieser beiden Medizin-Systeme wäre vegane, möglichst rohe Ernährung nicht für alle Typen von Menschen das Beste. Rohkost ist kühl, luftig. Für Menschen, die eher schwerfällig sind und nicht so gut in Gang kommen, evtl. übergewichtig oder Menschen, die innerlich sehr hitzig sind, wäre Rohkost (teilweise) zu empfehlen. Für Menschen, die sehr hager/asthenisch sind, sehr leicht frieren, schnell sind in ihren Gedanken und denen eher die Erdung fehlt, wäre es ungünstig vegan und Rohkost zu essen. Da wären eher warme Dinge wie Kürbissuppe, Kartoffeln, alles was in der Erde wächst zu empfehlen. Evtl. sogar, wenn man sich so entscheidet, selten mal ein Stück Fleisch (alle 1-2 Wochen). Es kommt wie immer auf die eigenen Kostitution/Individualität an, was für einen am Besten ist. Liebe Grüße!

  29. 29

    Sehr gut erkannt oder die Sachlage durchschaut – möchte ich den Artikel bewerten.
    Erfahrungswerte und genügend Einblicke in die Materie der Krankheitsindustrie lassen mich Ärzte meiden (Ausnahmen bestätigen die Regel, wie bekannt). Mit zeitlichem Abstand ein Rezept zu bekommen, betr. Physiotherapie, tauche ich in einer Arztpraxis auf.

    Ein anderes, doch artverwandtes Thema, Zahnarzt, scheint gleichfalls unterschätzt zu sein. Das Aufwachen bei einigen Zahnarzt-Patienten, erfolgt meist „fast zu spät“ – mich selbst eingeschlossen. Ehemals die besten Zähne, die man sich wünschen kann, folgten Jahre mit Dauer-Zahnart-Besuch, incl. Überweisungen an zusammen arbeitenden „Spezialisten“. Ein gebrochener Zahn (den der Zahnarzt schon 10 Jahre zuvor, einschl. dem nebenstehenden Schneidezahn, entfernen und durch einen Kunstzahn ersetzen wollte) sorgte für schockendes Erkennen. Bin immer noch auf der Suche nach einem korrekten Zahnarzt, allerdings inzwischen seit 6 Jahren ohne Zahnbeschwerden, d.h. Zahnarzt.

    Erinnere ich mich zurück, so gab es früher nicht diese Anzahl an Ärzten und Spezialisten, die Leute waren nicht mit so viel Krankheiten belastet und die überfüllten Praxen, langen Wartezeiten nicht zu registrieren (Bevölkerungsdichte oder -zunahme eingeschlossen).

    Es mangelt bereits erheblich in der Arzt-Auswahl beim Ausbildungs-Beginn, die nicht Talente – Fähigkeiten – Neigungen berücksichtigt, sondern bei beiden Seiten weit andere Maßstäbe und Zielrichtungen setzt, in denen Idealismus ein Fremdbegriff bleibt (überschaubare Zufalls-Ausnahmen der Regel eingeschlossen).

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