Schweiz: Das 5G-Debakel – ein Festival von falschen Erklärungen und Halbwahrheiten

Frau beeinträchtigt durch EMF Felder, Wlan usw.

Im „Corona-Tumult“ scheint die Diskussion um die Installation von 5G ein wenig in den Hintergrund gerückt zu sein. Zuvor hatte ich einige Beiträge geliefert, die gezeigt haben, dass die Installation von 5G möglicherweise bis sehr wahrscheinlich mit negativen Auswirkungen für die Gesundheit der Bevölkerung, die dieser Strahlung ausgesetzt sein wird, verbunden ist.

Und ein Beitrag vom 22. März 2020, der sich auf die Ereignisse des Schweizer Kantons Genf bezieht:

5G-Neuigkeiten aus der Schweiz

Etwas untergegangen zu sein scheinen die Informationen, die sich auf 5G und die Schweiz beziehen. So gab es einen interessanten Beitrag im Oktober 2020, der mit einem „merkwürdigen“ Statement des Geschäftsführers von Sunrise begann: „So hatten wir uns das nicht vorgestellt(Link zum Beitrag).

Laut eigenem Bekunden ist Sunrise das „größte nicht staatlich kontrollierte Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz, welches mobile Kommunikation, Internet, TV und Festnetzdienste anbietet.(Link zum Beitrag)

Zum 5G weiß das Unternehmen zu berichten, dass es sich hier „praktisch um ein Glasfaser-Internet durch die Luft“ handele. Und auf der entsprechenden Seite erfährt der Leser, dass seit Februar 2021 angeblich 713 Städte in der Schweiz bereits mit 5G versorgt werden (Link zum Beitrag).

Dann sollte eigentlich die Welt von Sunrise in Ordnung sein. Warum dann die Klage des Sunrise-Geschäftsführers André Krause?

Wie es aussieht, wird die Luft für die 5G-Industrie in der Schweiz immer dünner. Aus diesem Grunde hatten sich die Chefs der Schweizer Kommunikationskonzerne an die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gewandt mit der Bitte, das Limit für die Strahlenbelastung zu erhöhen, um ein reibungsloses Funktionieren der 5G-Technik zu gewährleisten. Diese Erhöhung des Limits würde die 12,4-fache Belastung dessen mit sich bringen, was im Augenblick an Strahlung emittiert wird.

Der Schweizer Bundesrat jedoch scheint momentan zumindest davon nichts wissen zu wollen. Denn eine technikgerechte Implementierung von 5G würde mit dem Aufstellen von 20.000 weiteren Antennen einhergehen müssen, was bislang durch Moratorien und Einwände verhindert werden konnte.

Die Handy-Industrie dagegen behauptet kühn, dass von den 5G-Antennen sogar noch weniger Strahlung ausginge als von den alten Antennen. Kein Wunder also, dass die Industrie eine Erhöhung des Power-Outputs für die neuen Antennen fordert, wenn diese doch angeblich so schwach sind.

Aber sind die neuen Antennen wirklich so schwach auf der Brust? Oder haben wir es hier wieder einmal mit einer Aktion seitens der Kommunikationsindustrie zu tun, die auf geschönten oder gleich gefälschten Darstellungen beruht?

Wenn alles so toll ist, warum zögern die Schweizer Behörden?

Der ultimative Tritt in den Allerwertesten

Nicht nur eine Reihe von Schulmedizinern wenden sich entschieden gegen 5G. Nicht nur die Stadt Brüssel wehrt sich gegen 5G. Und nicht nur 180 Wissenschaftler aus 36 Ländern wehren sich gegen 5G (siehe Links eingangs dieses Beitrags). Neben der Schweizer Regierung sind es jetzt sogar die Angestellten der Kommunikationsfirmen, die einen Stopp der drahtlosen Kommunikationstechnologie fordern.

Wer sind diese Störenfriede? Es sind rund 1000 Angestellte von Orange, dem größten Kommunikationskonzern in Frankreich. Auf der Webseite von Robert F. Kennedy „Children’s Health Defense“ (Link zum Beitrag) wurde am 22.September 2020 berichtet, dass die Angestellten von Orange einen Stopp von 5G von ihrer Geschäftsleitung forderten. Denn diese neue Technologie würde Milliarden von neuen Antennen weltweit erforderlich machen, die den Energieverbrauch hierfür exponentiell in die Höhe schießen lassen würden.

Das ist das erste Mal in der Geschichte, dass Angestellte einer Kommunikationsfirma den Ausbau der eigenen Technologie verhindern wollen. Und das ist der ultimative Tritt in den Allerwertesten der 5G-Technologie.

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Das 5G-Debakel – ein Festival von falschen Erklärungen und Halbwahrheiten

Der Datenkonsum von Mobilfunknetzwerken verdoppelt sich mit jedem Jahr. Dank der Corona-„Pandemie“ gibt es jetzt noch den Trend zum „Home Office“ und „Schule von zu Hause“. Und ein erhöhter Datenkonsum und eine damit einhergehende Auslastung der bestehenden Kapazitäten ruft da natürlich nach einer Erhöhung solcher Kapazitäten, zum Beispiel über 5G, welches angeblich hundertmal mehr Daten verarbeiten kann als das jetzige Netzwerk. Diese Menge an Daten/erhöhte Kapazitäten sollen sogar in einem Zehntel der Zeit durchgeführt werden können als dies im Moment der Fall ist. Das wäre also eine Erhöhung um den Faktor 1000.

Wer bekommt da nicht einen wässrigen Mund?!

So versprach Urs Schaeppi, der Geschäftsführer von Swisscom, seinen Kunden, dass bis zum Dezember 2019 90 % der Schweiz mit 5G versorgt sein würde.

Sunrise rühmte sich, die erste 5G-Firma zu sein, die in 150 verschiedenen Orten 5G im Einsatz hätte.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Wie in meinem Beitrag zum 5G im Kanton Genf bereits näher ausgeführt, wurde 5G in der Schweiz blockiert, was die vollmundigen Versprechungen der Schweizer Kommunikationsfirmen ins Leere laufen ließ. Die wussten sich nicht anders zu behelfen, als die Software für das derzeit bestehende Kommunikationsnetzwerk so zu verändern, dass man es als „superschnelles 5G“ verkaufen konnte, obwohl der Geschwindigkeitsunterschied zum alten 4G nur minimal ist. Auf diese Art und Weise gibt es jetzt 5G in der gesamten Schweiz. Einfach nur toll!

Dabei bräuchte es für das echte und gewollte 5G mindestens viermal mehr Antennen und technisches Zubehör oder aber, um das zusätzliche Aufstellen von weiteren Antennen zu vermeiden oder zumindest einzuschränken, eine Erhöhung der Strahlenwerte um den besagten Faktor von 12,4.

Und weil die heutigen Grenzwerte für die nicht-ionisierende Strahlung in der Schweiz (noch) Bestand haben und das Aufstellen von weiteren 20.000 Antennen die entsprechende Anzahl an Einwänden aus allen Teilen der Bevölkerung nach sich ziehen würde, fangen die Geschäftsführer der Kommunikationsfirmen in der Schweiz an zu jammern, dass die Schweiz in Sachen 5G weltweit das Schlusslicht sei, und dass dies ein Skandal wäre.

Und weil sie wissen, dass dieses Argument an Lächerlichkeit kaum zu übertreffen ist (was hat der normale Schweizer Bürger davon, wenn die Schweiz Spitzenreiter weltweit in 5G wäre?), greifen die Kommunikationschefs noch tiefer in die Trickkiste.

5G ist unbedenklich – angeblich

Seit meinem Beitrag vom Juni 2019 (180 Wissenschaftler aus 36 Ländern fordern einen Stopp von 5G) scheint sich einiges getan zu haben. Denn inzwischen ist die Zahl auf 240 Wissenschaftler aus 40 Ländern angewachsen, die genau eben dies einfordern (Link zum Beitrag). Und die Zahl der Studien zu den möglichen „Nebenwirkungen“ der für den Handybetrieb notwendigen Strahlung liegt inzwischen bei rund 10.000.

Um diesen massiven Balken im Auge der „Strahlen-Leugner“ der Kommunikationsindustrie zu übersehen, behaupten deren Geschäftsführer, wie der bereits genannte Urs Schaeppi von der Swisscom, dass die Schweiz geringere Grenzwerte habe als die WHO sie vorsieht. Oder mit anderen Worten: Ging es nach den Vorgaben der WHO, dann könnte die Schweiz ruhig die Grenzwerte erhöhen.

Auch hier muss wieder ein fieser Trick herhalten, um die Realität zu kaschieren. Laut Angabe der Webseite von „Schutz-vor-Strahlung.ch“ (Link zum Beitrag) sind die Grenzwerte in der Schweiz praktisch identisch mit denen anderer europäischer Länder, auch zum Beispiel mit Deutschland. Dieser Grenzwert liegt bei 61 V/m.

Wo es einen Unterschied gibt, das sind zusätzliche sogenannte Schweiz-spezifische „Anlagegrenzwerte“, die für „OMEN“ gelten. Dieses Akronym steht für „Orte mit empfindlicher Nutzung“, wie zum Beispiel Schlafzimmer, Schulen, Kindergärten und so weiter. Hier hat die Schweiz beschlossen, die Grenzwerte auf nur 6 V/m herabzusetzen. Dazu muss beachtet werden, dass dieser Anlagegrenzwert nur für Innenräume gilt (wer schläft schon im Freien? Schulunterricht im Freien ist auch nur im Sommer eine Gaudi).

Um eine Grenzwerterhöhung heraus zu tricksen bezieht sich die Schweizer Kommunikationsindustrie auf diese Anlagegrenzwerte, die nur ein Zehntel der üblichen Grenzwerte ausmachen und macht Innenräume zu Außenräumen, als wenn es den allgemeinen Grenzwert von 61 V/m nicht gäbe.

Und sie vergessen zudem zu erwähnen, dass sogar der Pate für ihre Argumentation, die WHO, diese Form der Strahlung als „möglicherweise krebserzeugend“ eingeordnet hatte, und das ganz offiziell (Link zum Beitrag): „The electromagnetic fields produced by mobile phones are classified by the International Agency for Research on Cancer as possibly carcinogenic to humans.

Fazit

5G in der Schweiz hat es schwer. Auf Seiten der Bevölkerung und auf Seiten der Wissenschaft gibt es immer mehr Einwände und Befürchtungen gegen eine Ausweitung von 5G. Die stolze Zahl von 10.000 wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben, sollte langsam ausreichen, 5G an die Wand zu nageln.

Denn wenn unsere Regierungen so unendlich um unsere Gesundheit bemüht sind, wie sie in den Äußerungen zu Corona und den damit verbundenen Maßnahmen immer wieder beteuern, dann sollte es ein Leichtes sein, 5G aus eben diesen Gesundheitsgründen in die Tonne zu stampfen.

5 Wundermittel von René Gräber

Dieser Beitrag wurde am 22.02.2021 erstellt.
Beitragsbild: 123rf.com – Monika Wisniewska

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