Medizinprodukte – Evidenzbasierte Katastrophen der Schulmedizin?

Wer sich krank fühlt, der geht zum Arzt. Der verschreibt dann ein Medikament und schaut, wie es weitergeht. Immerhin kann der Patient davon ausgehen, dass das Medikament, das er verschrieben bekommt, eine höchst staatliche Zulassung durch die Zulassungsstelle BfArM bekommen hat und somit sicher und wirksam ist.

Aber trotz Zulassung und klinische Studien gibt es immer wieder in diesem Bereich eklatante Fehler oder Versäumnisse, bei denen an der Effektivität dieser Kontrollinstanz zweifeln muss. Zahlreiche Beispiele dafür hatte ich bereits mehrfach beschrieben:

Aber verlassen wir die medikamentösen Therapieverfahren der Schulmedizin für einen Augenblick und schauen uns einmal die chirurgischen Verfahren an, also Operation – und hier die Operationen, die eine Reihe von Implantaten in den Patienten einbauen. Beispiele wären hier künstliche Gelenke an Hüfte, Ellenbogen, Knie und so weiter, Silicon als Brustersatz, Herzschrittmacher, Defibrillatoren, künstliche Bandscheiben und etliches mehr.

Ich mutmaße jetzt einmal Folgendes: Wenn die zentrale Zulassung von Medikamenten ein solches Tollhaus zu sein scheint, dann findet dieses Tollhaus bei den „Medizinprodukten“ seine logische Fortsetzung. Eins voraus: Leider liege ich mit meiner Vermutung vollkommen daneben…

Zulassung hier und Zulassung da

Die Zulassung für neue Medikamente ist wie ein Buch mit sieben Siegeln. Was dafür notwendig ist, kann man auf Wikipedia nachlesen: Arzneimittelzulassung. Zentrale Notwendigkeit für die Zulassung eines neuen Medikaments ist eine Arzneimittelstudie, die bei der Entwicklung des neuen Medikaments in 5 Phasen abläuft (Phasen einer Arzneimittelstudie). Der Aufwand scheint überwältigend. Da kann man nur denken müssen, dass alles Erdenkliche für die Unbedenklichkeit und Sicherheit von neuen Medikamenten getan worden ist. Aus dem Wikipedia-Artikel erfahren wir, dass die letzte Entscheidung für oder gegen das neue Medikament von der BfArM kommt. Die BfArM kann auch schon im Markt befindliche Medikamente, die sich als schädlich oder unsicher erwiesen haben, wieder vom Markt entfernen.

Eine Reportage des ZDF im Jahr 2015 („Risiko Implantate“) zeigte einer breiten Öffentlichkeit bereits, dass die Zulassungen hier ganz anders verlaufen als die für die Medikamente. Ich habe einmal die Graphik aus diesem Fernsehbeitrag „entlehnt“ und zur besseren Verständlichkeit hier eingefügt:

ZDF-BFARM

Zulassung von Medizinprodukten über CE-Zeichen

Hier verläuft die „Zulassung“ von Medizinprodukten über die Vergabe von CE-Prüfzeichen. Diese Prüfzeichen werden nicht von der BfArM erteilt, sondern von sogenannten „Benannten Stellen“. Dies sind privatwirtschaftliche Zulassungsstellen, die sich über die Zulassungsgebühren finanzieren, also ihre Arbeit nach wirtschaftlichen Kriterien ausrichten.

Insgesamt gibt es 75 dieser Zulassungsstellen in der EU, die sich zudem noch gegenseitige Konkurrenz machen. Dies kann man auch an den Gebühren ablesen, die so unterschiedlich ausfallen wie die Beurteilung und die Anforderungen für die Zulassung selbst – zwischen 3000 und über 40.000 Euro für ein und dieselbe Zulassung eines Produkts.

Für die Hersteller sind hier natürlich auch wirtschaftliche Überlegungen ausschlaggebend. In erster Linie steht hier der Aufwand und die Zeit, die für die Zulassung zu veranschlagen ist. Je weniger von beiden, desto besser. Wenn dann noch der Preis stimmt, dann kommt man ins Geschäft mit der „Benannten Stelle“. Da kann man auch schon einmal zu einem CE-Zeichen für einen Schnäppchenpreis kommen, wenn man zum Beispiel in den osteuropäischen Raum ausweicht.

„Wir wissen nicht, was unseren Körpern eingesetzt wird“

Das Wichtigste ist aber, dass ein Produkt überhaupt auf den Markt kommen darf. Und wenn ein Hersteller dann bei Eurofins, TÜV oder Dekra Pech hat und das „OK“ wird verweigert, na dann geht man eben ein Haus weiter! Solche kleinen Stolperfallen kommen aber nicht so oft vor. Von 2010 bis 2018 wurden in Deutschland über 10.000 neu Medizinprodukte auf dem Markt platziert.

Im gesamten Verlauf aller Zulassungsverfahren kam es dabei nur zu 84 Ablehnungen. Das ergaben die Ermittlungen des Implant-Files-Teams. Der Zusammenschluss internationaler Medien hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Unregelmäßigkeiten auf dem Implantate-Markt aufzudecken. Das Magazin ZEIT-online, das den Dauer-Skandal verfolgt, resümierte im November 2018: Wir wissen nicht, was unseren Körpern eingesetzt wird“.

Bei so einer maroden Zulassungspraxis muss es dann einfach passieren: Weil es ums Geld geht, bleibt die Qualität der Produkte auf der Strecke und Implantate versagen nach einiger Zeit.

Und jetzt kommt eine Geschichte, die man nur fest angeschnallt ertragen kann:

Während bei einem Medikament wie Vioxx das BfArM das Recht hat, zu intervenieren, gibt es für Medizinprodukte kein solches Recht. Die Grafik zeigt, dass der Hersteller das BfArM informiert (wenn er Lust dazu hat). Die BfArM stellt dann einen Warnhinweis in ihre Webseite und macht danach Urlaub, nichts weiter.

Der Hersteller sollte jetzt (wenn er Lust hat) seine Kunden, also Krankenhäuser und Ärzte, benachrichtigen, dass etwas mit dem Produkt nicht stimmt. Die Krankenhäuser und Ärzte sollten (wenn sie Lust haben) ihre mit dem Produkt versorgten Patienten benachrichtigen, das mit dem Produkt was nicht stimmt. Wahrlich ein Schlaraffenland für die Hersteller von Medizinprodukten!

Die Zahl der Meldungen steigt

Doch die Ärzte und Mediziner werden immer meldefreudiger, wenn es um gefährliche Implantate geht. Sicher nicht, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil sie einen veritablen Grund für eine Warnmeldung sehen. Und das sind, wie die Süddeutsche Zeitung im November 2018 berichtete, „immer mehr Verletzte und Tote durch Medinzinprodukte“. Waren es laut BfArM 2016 noch „schlappe“ 12.000 Meldungen, stieg die Zahl 2017 auf über 14.000.

Die Mitarbeiter des Institutes sind aber keineswegs beunruhigt. Denn erstens nähme die Zahl der Medizinprodukte stetig zu und zweitens sei das Meldeverfahren optimiert worden. Das letzte Argument ist abenteuerlich. Ein Alarmsystem wird verbessert und wenn ein Alarm losgeht, liegt‘s am System und nicht am Notfall! Doch mit diesen merkwürdigen Beschwichtigungen nicht genug. Laut BfArM seien die sogenannten „Vorkommnisse“ in 40 % aller Fälle gar keine solchen, weil die Gefährdung gar nicht vom Medizinprodukt verursacht worden sei. Wie das zu verstehen ist, bleibt schleierhaft.

Es werden also zu viele Vorkommnisse gemeldet, wie das BfArM meint. Ob das stimmt, konnte bis zum November 2018 in Bezug auf Brust-Implantate überprüft werden. In dem Monat veröffentlichte das Implant-Files-Team die Zahl der 2017 entfernten Silikon-Prothesen: 3170 waren es in Deutschland. Gemeldet wurden diese „Vorkommnisse“ aber nur in 141 Fällen. Die Behauptung vom verbesserten Meldesystem darf also als widerlegt betrachtet werden. Nächste Ausrede bitte…

Das evidenzbasierte Schlaraffenland

Die ZDF-Reportage im Jahr 2015 zeigte bereits, dass die Zahl der maroden Produkte gefährlich zugenommen hat. Anfragen der Reporter bei verschiedenen Herstellern, Krankenhäusern und Politikern des Bundesgesundheitsamts wurden abgelehnt beziehungsweise nur kurz und bündig auf schriftlicher Basis erledigt. Die für mich „beste“ Antwort kam von der Politik, die ganz volksnah und am realen Puls der Bürger und Bürgerinnen zu antworten wusste, dass es keinen Grund für Änderungen gäbe, da alles wunderbar bestellt sei. Legoland für Wahlberechtigte.

Da muss man sich schon wundern, wie Politiker zu solchen Aussagen kommen können, wenn sogar Teile der Schulmedizin Alarm schlagen. Dr. Lawrence Dorr ist ein in den USA anerkannter orthopädischer Chirurg und gleichzeitig ein bezahlter Sprecher für die Herstellerfirma Zimmer. Diese Firma stellt künstliche Hüftgelenke her, die den traurigen Ruf erlangten, allzu schnell zu versagen. Dieser Dr. Dorr höchstpersönlich trat auf den Plan und warnte die amerikanische Öffentlichkeit vor den unzuverlässigen Zimmer-Produkten. Zusammen mit anderen Kollegen veröffentlichten die Ärzte eine Arbeit, in der sie die Probleme beschrieben: Failure of the Durom Metasul® Acetabular Component. Von 181 Patienten mit 207 neuen Hüftgelenken wurden nach einer Beobachtungszeit von mindestens 1 Jahr und mehr 29 Patienten mit 30 Hüftgelenken erneut operiert, wovon 21/29 eine röntgenologisch nachweisbare Lockerung der Gelenke erlitten. Von den 151 übrigen Patienten zeigten per Röntgenkontrolle 28 Patienten eine drohende Lockerung; 12 hatten bereits ein klinisches Versagen. Und 8 Patienten mit 9 Hüften zeigten klinisches Versagen und drohendes Versagen aufgrund von röntgenologischen Befunden.

Die Autoren kommen zu dem vernichtenden Schluss, dass im Vergleich zu alten Befunden die klinischen Resultate dieses Medizinprodukts der Firma Zimmer absolut unakzeptabel ausfielen. „Wir empfehlen keinesfalls den Gebrauch des Durom® Implantats“, so die Autoren. Das sieht diesmal für mich nach einer evidenzbasierten Aussage seitens der Schulmedizin aus, der ich allen Respekt zolle.

Im Jahr 2008 musste die Firma ihr Produkt vom Markt nehmen. Aber trotzdem kam die Firma kurz darauf mit dem gleichen Produkt und den gleichen Schwächen wieder auf den Markt. Was hatte sich geändert? Man hatte Veränderung an der Produktbeschreibung vorgenommen und ein Trainingsprogramm für Chirurgen auf die hauseigene Webseite gestellt. Schlaraffenland auf Amerikanisch!

Diese Erfahrungen relativieren natürlich die Aussagen des ZDF-Reports, wo professorale Meinungsbildner die Struktur der Amerikaner als vorbildlich darstellen. Sie ist mit Sicherheit besser als in Europa, da hier die FDA die entscheidende Instanz ist und nicht Privatunternehmen, die Zertifikate verhökern. Aber auch die FDA ist kein Unschuldsengel, wenn es um die Zulassung von fragwürdigen Produkten, wie zum Beispiel die GMOs geht. Da werden auch Augen zugedrückt, wenn es notwendig erscheint: Die besten Medikamente zum Krankwerden?

Politik gegen Politik

Die Reaktion des amerikanischen Herstellers ist bezeichnend fürs Schlaraffenland. Hier wird nicht der Fehler in der Produktion des eigenen Produkts gesucht, sondern man geht davon aus, dass die dummen Operateure nicht anständig mit den guten Sachen umgehen können. Daher auch die Veränderung der Produktbeschreibung und die Webseite mit Operationstraining. Aber in Deutschland sind inzwischen mehr als 9000 Fälle mit diesem künstlichen Hüftgelenk alleine bekannt. So viele doofe Chirurgen kann es nicht geben.

Andere Fälle sind bekannt, wo billiges Industrie-Silikon in die Brustimplantate gestopft worden ist, was bei den betroffenen Frauen das Risiko für Brust- und anderen Krebs erneut hat steigen lassen. Wenn man so etwas hört, dann klingt es wie ein evidenzbasiert schlechter Witz, wenn sich Madame Jolie die Brüste durch Implantate ersetzen lässt, um Brustkrebs zu umgehen (Eine prophylaktische Brustamputation (wie Angelina Jolie) – ist das sinnvoll? und Der Angelina Jolie-Effekt – Hollywood-Verstärker für medizinisches Schauspiel).

Und weil es in diesem Bereich so evidenzbasiert drunter und drüber geht, wohlwollend ignoriert von der offiziellen Politik, wie schon so oft zelebriert, sind es Politiker, die sich dann doch Gedanken machen. Wer? Die von der Opposition natürlich!

Im August gab es eine „kleine Anfrage“ (keine Ahnung, warum bei einem so großen Problem die Anfrage klein zu sein hat) im Bundestag seitens der Fraktion der Grünen (Kleine Anfrage). Die Anfrage fiel dann doch etwas umfangreicher aus als befürchtet. Immerhin kamen folgende Punkte zur Sprache:

  • die in den letzten Jahren rasant ansteigende Zahl an Produkten, die sich durch Fehlerhaftigkeit und Kurzlebigkeit auszeichneten
  • die fehlende Transparenz und Dateneinsicht für diese Produkte und deren Zulassungspraxis
  • die Informationssysteme DIMDI und EUDAMED bleiben der Öffentlichkeit unzugänglich
  • die Hersteller können unter den 75 Benannten Stellen die für sie günstigste Alternative auswählen, was immer auf eine Priorisierung von wirtschaftlichen Interessen hinausläuft
  • das vollständige Fehlen von klinischen Prüfungen zur Beurteilung von Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Produkte. Nicht einmal die Mindestanforderungen müssen erfüllt werden, wie Transparenz der Daten, Studiendesign, Beobachtungszeit und so weiter für die betriebsinternen Tests
  • für Arzneimittel gibt es immerhin einen theoretischen Nachweis für Wirksamkeit und Unbedenklichkeit beziehungsweise Sicherheit, der in diesem Segment vollkommen fehlt
  • Beobachtungs- und Meldepflicht beim BfArM besteht (theoretisch) nur für schwerwiegende Fälle, nicht aber für Verdachtsfälle, womit prophylaktische Maßnahmen unmöglich gemacht werden
  • die Beweislast für Fehler beim Produkt und den daraus folgenden Schäden muss der betroffene Patient liefern, nachdem der Hersteller noch nicht einmal die Unbedenklichkeit und Sicherheit seines Produkts beweisen musste

Fazit

Schlimmer geht’s nimmer! Wir haben hier ein medizinisches Marktsegment vor uns, wo es zu 100 Prozent um die Kohle geht. Die Bedürfnisse der Patienten dienen hier nur noch als Mittel zum Zweck. Es gibt praktisch keine Zulassung, nur eine auf dem Papier, die aber keine Zulassung ist, sondern ein weiteres Geschäft mit der Gesundheit.

Die hohe Politik spielt mit, da unsere Volksvertreter nach deren Amtsperiode nicht mehr das Volk, sondern diese Firmen per Beraterverträge vertreten wollen. Da muss man schon während seiner aktiven Zeit in der Politik in Vorleistung gehen und Wohlgefallen erzeugen.

Dass diese Praxis Schrottprodukte erzeugt, kümmert niemanden, da die Betroffenen erst einmal die Beweislast auf sich nehmen müssen. Der Rest ist Management der notwendigerweise auftretenden Schäden. Damit wären Die besten Medikamente zum Krankwerden um eine weitere Dimension in der Schulmedizin erweitert.

Medizinprodukte müssen endlich ein Zulassungsverfahren durchlaufen, das diese Bezeichnung zu Recht trägt. Die Prüfung muss durch unabhängige und nicht vom Hersteller bezahlte Stellen erfolgen. Ob das BfArM dazu geeignet wäre, muss zurzeit bezweifelt werden. Bis jetzt müssen die dort tätigen Mitarbeiter lediglich die verharmlosend klingenden „Vorkommnisse“ registrieren. Und noch nicht einmal diese werden im BfArM ernst genommen.

Fazit des Fazits

Medizinprodukte, ihre Qualität und der Umgang mit den Mängeln sind für die Schulmedizin weitestgehend kein Problem. Aber ein Medizinprodukt mit einem CE-Zertifikat aus Osteuropa auszuzeichnen für 3000 Euro ist kein Problem und gilt als anerkannte Zulassung. Gleiches für ein Naturprodukt gilt als nicht evidenzbasiert – wenn es diese Möglichkeit gäbe. Im Gegenteil, für solche Produkte, die es schon seit Jahrtausenden in der Natur gibt, erwartet jeder Betonkopf, dass hier das Rad aufs Neue erfunden wird. Für wie blöd werden wir eigentlich gehalten?

Dass es neben den Medizinprodukten auch in der Chirurgie selber toll zuzugehen scheint, das können Sie hier nachlesen:

Der Beitrag wurde erstmals im Juli 2015 erstellt und im November 2018 aktualisiert.

Datum: Donnerstag, 29. November 2018
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21 Kommentare

  1. 1

    Viele interessante Argumente, über die man sich Gedanken machen sollte. Danke für diesen Artikel.

    Viele Grüße
    Elmar Basse

  2. 2

    Hallo, mein Sohn hat 8 Jahre lang inhaliert, mal mit Cortison, mal ohne, mal mit Bronchienerweiterung mal ohne. Seit ich das Video (1 einhalb Stunden) in YouTube gesehen habe über Impfen, habe ich mich endlich getraut selber zu entscheiden: Absetzen! Denn: ist doch logo, die Hersteller von Impfstoffen waren die selben wie von dem Cortison, das mein Kind 8 Jahre inhaliert hat, wenn sie beim Impfen so mogeln, warum sollen sie es bei Asthma Kindern nicht tun ? Deshalb habe ich mein Kind nicht mehr inhalieren lassen. 9 Monate später waren wir beim Pulmologen, Fazit: mein Kind hatte kein Asthma mehr! Ich fürchte, die Asthma-Medikamente haben erst Recht Asthma gemacht, eine andere logische Schlussfolgerung gibt es nicht!

  3. 3

    Es wird sich auch nicht wirklich etwas ändern. Solange man mit „Kranken“ viel Geld machen kann, tut es die Pharmaindustrie, die Krankenhäuser mit den Geräten, der Arzt der zugesteckt bekommt für die Anwendung von oft unsinnigen Medikamenten. Dosierungen, ja, mal probieren….dass alles im Körper verarbeitet werden muss, ach egal. Es reicht schon der Umgang mit Antibiotika in Arztpraxen. Da fällt einem nichts mehr dazu ein, müssten es Ärzte doch besser wissen. Aber gut, andere Seite – der Patient kommt in die Praxis und will mit einem Rezept gehen. Man ist schon auch selbst verantwortlich, Menschenverstand ist gefragt.Die Naturheilkunde leistet unglaublich viel. Es gibt nicht wenige Mediziner, die das Prinzip anwenden. Warum nicht mal so einen Arzt aufsuchen?

  4. 4

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    ich bewundere Sie für die Leidenschaft und Intensität mit der Sie gegen die Dummheit und Ignoranz im Medizinbetrieb angehen. Die viele Zeit und Energie die Sie da investieren ist bemerkenswert. Ich selber erlebe immer wieder wie ignorant Mediziner oft sind. Das liegt m.E. an der Auswahl des Menschentyps der Medizin studieren darf: Leidenschaftslose Leute mit hervorragendem Kurzzeitgedächtnis und an Ekelhaftigkeit kaum zu überbietendem Anpassungsvermögen. Ich hoffe daß sich durch die neuen Auswahlkriterien für die Zulassung zum Studium da langfristig doch noch etwas ändert. Es gibt aber noch ein Problem das immer unterschätzt wird: Die Verwalter ! Der Medizinbetrieb ist, da viel Geld im Spiel ist, fest im Griff der Verwaltung. Die muss aber, mangels jeden Vertrauens in andere und in Anbetracht der eigenen Inkompetenz, zum Behufe der unabdingbaren Planabarkeit von allem und jedem ein Monstrum von Bürokratie geschaffen. Die Ärzte können oft gar nicht heilen, denn die Verwaltung kennt keine Individualität. So bleiben Patienten Behandlungen mit oft einfachsten Naturmitteln versagt, stattdessen wird offenen Auges Ungeeignetes angewandt. Die Homöopatie bleibt von diesem Verwaltungswahn, dank ihrer mangelnden Anerkennung, noch verschont. Würde sie sich einmal durchsetzen, wäre sie sofort auch im Fokus der Ordnungswahns. Dann würde auch das sich wieder splitten in „Schulhomöopathen“ und freie Alternative. Die Welt dreht sich überall so. In meinem Bereich (ich bin Chemiker und leite ein Unternehmen im Umweltschutzsektor) ist das teilweise noch schlimmer als in der Medizin. Den Grad der Verlogenheit, Inkompetenz und Niedertracht den wir da haben, ich glaube da muß die Medizin erst noch hin. Denn in der Medizin, da gibt es noch Menschen wie Sie die sich tapfer und unermüdlich der Dekadenz entgegenstellen !

    Machen Sie sich dabei aber nicht selbst kaputt Herr Gräber. Die Welt ist es nicht wert.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft und Gesundheit und bedanke mich recht herzlich für Ihre viele Mühe. Ihre Artikel sind mir schon oft eine große Hilfe gewesen.

    In diesem Sinne alles Gute und schöne Feiertage.

    Stefan Roda

  5. 5

    Lieber Herr Gräber, auch ich danke Ihnen für die unermüdlichen Versuche zur Aufklärung. Schließe mich den vorherigen Kommentaren an, aber: Betonung darauf, dass der Patient der „Kunde“ ist und nein sagen sollte, wenn er dies oder das nicht will. Nicht jeder kann sich Alternativmedizin leisten, leider, aber ich sehe, dass mehr und mehr Ärzte den Weg bestreiten und sich neu orientieren, da die Schulmedizin sich oft auch nicht mehr rechnet, zu bürokratisch ist usw.
    Ich selbst bin „Opfer“ von vier falschen Diagnosen im Verlauf von 30 Jahren, in der Familie gab es gerade zwei tötliche Krankheiten, die nicht erkannt wurden. Also ich gehe fast ausschließlich zur Heilpraktikerin, zum Hausarzt nur noch für Laborwerte, die aber auch mit aller Vorsicht zu interpretieren sind. Darum: danke, Herr Gräber, dass es Sie gibt!
    Frohe Feiertage, und „weiter so“ 🙂
    Karola Bady

  6. 6

    Mit diesem Wissen, weil ich auch seit 20 Jahren auf anderem Wegen bin, wurden wir gezwungen, unseren Sohn einer Chemotherapie zu unterziehen. Nicht nur, dass vieles sinnlos ist, was die Schulmedizin veranstaltet (von Notfallmedizin mal abgesehen), man wird auch noch gezwungen. Bei Kindern darf man als Eltern nicht selbst entscheiden. Lehnt man Chemo ab, wird einem für die Dauer der Therapie das Sorgerecht entzogen. Also musste unser 7 jähriger Sohn 42 Chemos über sich ergehen lassen…Die Überlebensrate bei Chemotherapie liegt bei 2,1 bis 2,3 %!!! Zum Glück hatten wir mehrere Heilpraktiker an unserer Seite, die uns begleitet haben. Entgiftung, Wiederaufbau… Ohne die weiß ich nicht, ob unsere Sohn das überlebt hätte.

  7. 7

    Ein kleines Beispiel für Dinge, die wirken und irgendwann nicht mehr zu bekommen sind: Tickner. Das war ein Spray, dass man mit Hilfe eines Sprays mit kreisrunder Vorrichtung um eine Zecke auf der Haut setzte, ihr einen Kältesprühstoß versetzte, woraufhin sie direkt schockgefroren wurde, so dass sie keine Erreger mehr abgeben konnte. Dieses tolle Teil durfte ich noch ca 2008 kennen lernen, es aber kurz darauf aus dem Handel verschwand. Ich habe mir nun ein herkömmliches Kältespray angeschafft, mit dem ich das nächste mal, wenn ich wieder eine Zecke aus dem Wald mitbringe, versuchen werde, sie loszuwerden. Ich musste schon 2 x im Leben Wochen lang Antibiotika schlucken wegen Borrelioseerreger.

  8. 8

    Seit der Kampagne gegen Kokosöl esse ich noch mehr davon. Es ist offensichtlich besonders gut und heilsam.

  9. 9

    Noch mehr „hirnrissiges“ gefällig?
    Sauerstoff in Flaschen bekam ein Verfallsdatum von 10 Jahren…
    Mullbinden für Erste Hilfe Koffer z.B. In Firmen verfallen üblicherweise nach zwei Jahren und MÜSSEN dann erneuert werden – eine pfiffige HerstellerFirma verpackt Mullbinden mit 20 Jahren Mindeshaltbarkeitsdatum etwas teurer aber dann ist auch Ruhe im ErstehilfeKasten…

    Danke für Ihr Engagement bezüglich des nicht auf der Backe herummalen lassen’s Herr Gräber.
    Mal frage ich mich ob „die“ denken, alle wären blöd und keiner merkt es – oder ob die Eigenschaft des selber Denkens und Eigenverantwortung schon längst von einer großen Masse Konsumenten aufgegeben wurde – oder ob sich einfach das fremde Geld immer leichter ausgeben lässt. Fragen über Fragen – deshalb ist es gut initiativ zu werden und sich in der kranken Gesundheitsindustrie auf die „Hinterfüße zu stellen“…

  10. 10

    @Herr Roda
    sie sprechen mir so aus dem Herzen. An einer Position wie Ihrer muss doch ein Hebel anzusetzen sein. Als kleine Hausfrau möchte ich gerne etwas bewirken im Sinne Herrn Gräbers… aber mir hört einfach niemand zu… LG und schöne Feiertage für alle Lieben da draußen Claudia

  11. 11

    Lieber Rene‘ Gräber, ich lese ihre interessanten Beiträge mit großem Interesse. Es ist schon erschreckend wenn man die Beipackzettel bei Medikamenten liestund dsss es soviel Todesfälle im Jahr gibt ist noch viel schlimmer.
    Meine Nachbarin 38j. hat am Fuß Morbus Sudeck. Sie bekommt starke Schmerzmittel die den Magen stark angreifen. Haben Sie einen Rat, was sie noch tun kann um die Schmerzen zu mimimieren und die Krankheit zu verbessern? In München Bogenhausen in der Klinik bekam sie nur Schmerzmittel sonst wurde nichts an ihr getan. Ich freue mich auf ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen Sylvia Bauersachs

  12. Erwin Schifferdecker
    Mittwoch, 19. Dezember 2018 21:43
    12

    Sehr geehrter Herr Rene Gräber, ich wurde fast von zwei Internisten der eine im Urlaub in Ostfriesland, der andere in Köln mit Antibiotika umgebracht, es wird verschrieben wie Bobons geht Tonnenweise über die Ärztlichen Schreibtische im
    Sinne der Pharmaindustrien. Nach dieser Behandlung kommt Omeprazol und Pantoprazol über den Schreibtisch geflogen damit der Patient noch mehr krank wird und nicht gesund.
    Zum schluss bekommt man von einem Sportarzt den Spruch zu hören, sie werden nie mehr gesund, das war die größte Frechheit die ich je in meinem Leben gehört habe, den müßte man an den Pranger stellen.Für Schmerzen nehme ich nur Homöopatische Mittel keine Chemie können die Ärzte selber einnehmen. Wenn die Herrgötter nicht mehr weiter wissen wollen Sie einen in die Psychatrie überweisen, da gehören die selber hin!Homöopatische Mittel dauern länger bis Sie wirken, die Chemie wirkt auch nicht viel länger.Ärzte haben Verträge mit Pharmaindustrien und lassen täglich tausende von Rezepte in die Kassen der Pharmaindustrien wandern. Das ganze Gesundheitsystem verschlechtert sich in Deutschland immer mehr, der Euro steht im Vordergrund, nicht der Patient mehr. Die Krankenhäuser sind Firmen müssen viele Euros verdienen um Personal zu bezahlen, es werden viele OPs zu schnell gemacht die nicht notwendig wären.Herr Gräber machen Sie weiter so und ich bleibe für meine Rückenschmerzen bei der Homöopathie!
    Ihnen Herr Rene Gräber, FROHE WEIHNACHTEN und EIN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR 2019

  13. 13

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    seit einigen Jahren verfolge ich Ihre hervorragende Arbeit und lese auch gerne die Newsletter (von Ihnen). Auch einige spezielle Reporte habe ich mir schon bestellt. Recht herzlichen Dank für Ihr Engagement, man spürt das Herzblut in Ihren Recherchen.
    Aber ziemlich enttäuscht bin ich nun, dass Ihr Name beim FID-Verlag auftaucht. Ich habe aus Interesse dort einmal einen Bericht angefordert und werde zugeschüttet mit endlosen Texten auf Bildzeitungsniveau. Das ist schade, weil sich sicher viele Wahrheiten darin befinden, mir aber die Art und Weise geistigen Brechreiz verursacht (den kennen Sie ja auch sehr gut…). Ich habe mehrmals versucht, die 3-4 Mails pro Tag abzubestellen, ohne Erfolg. Jetzt landen sie eben im Spam-Ordner und werden sporadisch gesammelt gelöscht.
    Wie schade das Alles!
    Trotzdem ein frohes Weihnachtsfest und ein gute Neues Jahr,
    Heike Schröder

    Antwort René Gräber:
    Ja, ich weiß. Der FID Verlag macht ziemlich viel und ziemlich reißerische Werbung. Ich denke allerdings im Sinne der Sache zu handeln und mehr Leser(innen) zu erreichen…

  14. 14

    Einen wunderschönen Donnerstag….

    Ich wünsche allen ERDBEWOHNER.. sich mehr um sich selbst zu kümmern.GIBT DIE VERANTWORTUNG, NICHT JEMAND ANDERS AB… WIESO LÄSST IHR VON EINER FREMDEN PERSON ENTSCHEIDEN, was ihr eurem Kind/Mann/Frau für Medikamenten geben wollt? FÜR WAS IST UNSERE ERDE DA.sie gibt uns alles, was man braucht… restlos alles. Aber der heutige Mensch,will alles schnell erledigen… zuerst lassen Sie Jahrelang ihr Beschwerden untersuchen.. nichts gefunden..rastlos weiter die Veranstaltung und Verantwortung abgeben. LIEST MAL DAS BUCH „THE CHINA STUDY“.. ihr habt da unendliche AHA-MOMENTEN…unsere „ NEUEN ELTERN“, befassen sich nicht mehr um das Wohl der Familie… die Pille muss her die Creme da..alles was die Krankenkasse zahlt. DOCH WENN EIN NEUES IPHONE, TV ODER SONSTIGE ELEKTRONISCHE GERÄTE RAUSKOMMEN, hat man Zeit um zu googeln. WIR SIND DIE MEISTER UNSERES SELBST… wenn ich könnte, und ich wohne in Zürich, würde ich mich selbst rausschmeissen aus meiner Krankenkasse… jedes Jahr steigt sie????WARUM. Warum wohl… Schweiz, das jammeriland nr.1.ganz brav die Veranstaltung/Verantwortung abgeben.. bis das System zusammenbricht.. es bleibt spannend….

  15. 15

    Hallo . Du bist was Du isst ,hat meine Oma früher gesagt.
    Ich bin nun 67 , selbst schon 5 mal Opa und war vor 3 Jahren ziemlich krank . Brusttumor , leichten Schlaganfall
    und das Allgemeinbefinden war bescheiden . Habe eine Krankenhausrisikoversicherung und 20 Jahre keinen Arzt gesehen . Das wollte ich vor 3 Jahren auch nicht und habe mich schlau gemacht . Ich kam über jüdische Rezepte und einen Bericht im Internet darauf das es in Israel kaum Krebs gibt . Bei den Jüdischen Rezepten war auffällig das Cocher Salt meist unterstrichen ist . Meeressalz hat 84 Minerale (19%) MSM und Infos von Otto Warburg (Internet)
    weniger Transfette , wenig Getränke mit Kohlensäure und paar Kilo weniger . Mein Tumor ist weg ich fühle mich gut und will auch die nächsten 20 Jahre kein Schulmediziner sehen . Frohes Fest. Gruss Bernhard Schiffel

  16. 16

    Thank you Mr.Rene Graeber,
    Merry Christmas and a Happy New Year.

  17. 17

    Meine Negative Erfahrung ist der Versuch, mir einen Neurostimulator einzusetzen. Hat zum Einen rein gar nichts gebracht und zum anderen habe ich jetzt Geh Beschwerden und Muskelkrämpfe. Im Prospekt wurde so getan als hätte man das schon x-Male erfolgreich implantiert. Meine Recherchen und die meiner Frau ergaben NICHTS.

  18. 18

    Hippokrates, und Galenus gab es schon lange vor jeglicher Schulmedizin. Hildegard von Bingen wußte so manches was uns noch heute beeindruckt. Paracelsus sagte die Dosis macht Gift oder Medizin. Antibiotika werden ohne Rücksicht auf Verträglichkeit, Virus oder Bazille und Gewicht des Patientten verordnet,während in der Veterinärmedizin davon meist nur in kritischen Fällen Gebrauch gemacht wird, dann aber nach genauem Gewicht des Patienten. Der gute Tierarzt bekommt neue Patienten, der schlehcte kann zumachen. In der Humanmedizin ist der Koelge in der Nachbarstat meist auch nicht viel besser und der Patient muß erst lernen, Verantwortung für seine Gesundheitz iu übernehmenund dies enicht beim Arzt abzugebne. Ihre Kolumnen sind eine echte Bereicherung, machen Sie so weiter!

  19. 19

    Danke für die so guten Informationen. Ich lese sie sehr gerne. Ein sehr großer Einsatz, welchen ich sehr schätze. Happy New Year!

  20. 20

    Lieber Herr Gräber. Dies ist ein wenig ab vom Thema, aber ich suche gerade nach Ihrer Mailadresse, darum heute hier:
    Mittwoch kam um 22.45 Uhr ein ZDF Zoom zum Thema Nachweis der Wirksamkeit der Homöopathie. Ich habe meinen Unmut über den relativ einseitigen Tenor der Sendung bereits dem ZDF und ZDF Zoom übermittelt. Man könnte fast fragen, welche Industrie diesen „Servicebeitrag“ bezahlt hat. Der Autor lässt sich wieder hinreißen, das Beispiel vom Tropfen im Meer zu bringen, greift Ärzte an, die Homöopathie der Schulmedizin vorziehen und ganz schlimm fand ich, dass einem Medizinstudenten der Raum gegeben wurde, vom Schwachsinn der Homöopathie zu reden! Ich habe mir erlaubt, neben Dr. Bendig auch Sie für eine Gegendarstellung zu gewinnen. Falls Sie also angefragt werden, das kam von mir. So eine Tendenz, die am Ende ein Verbot der Homöopathie und Naturheilkunde fordert, dem müssen wir widersprechen!
    Herzlich, freundliche Grüße
    Karola Bady

    Antwort René Gräber:
    Vielen Dank! Ich habe mittlerweile darüber berichtet und auch im Homöopathie-Newsletter bereits aufmwerksam gemacht. Mittlerweile sieht es jede Woche fast so aus, dass es einen „Aufreger“ gibt: Versuche die Homöopathie zu diskreditieren, die Vitalstoffe, Medizinskandale, usw…

  21. 21

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    wieder ganz herzlichen Dank für Ihre unermüdlichen Recherchen, die ich immer sehr schätze.
    Habe von einem Nachbarn erfahren, daß seine Frau seit Weihnachten im Koma liegt (wird die nächsten Tage aufgewckt)
    Grund:sie bekam im Krankenhaus zwei computergesteuerte Spritzen (wofür weiß ich leider nicht). Diese müssen wohl verunreinigt gewesen sein, kurz darauf bekam Sie eine Sepsis und sie wird seitdem künstlich beatmet. Wie es weitergeht?????
    Dies zum Thema „Katastrophenmedizin“
    Liebe Grüße
    Ursula

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