Schlachtabfälle im Weichspüler – Das Ekelpaket aus der Waschmaschine

Schlachtabfälle

Über manche Dinge machen sich die allermeisten Menschen überhaupt keine Gedanken. Beispiel Weichspüler. Ja genau: die Weichspüler die man in die Waschmaschine kippt.

Allerdings dürfte den meisten Menschen der „Appetit“ auf Weichspüler deutlich vergehen, wenn Sie wissen, was sich in den Weichspülern befindet.

Wie es aussieht, haben wir es hier wieder einmal mit einem Produkt der Industrie zu tun, welches uns viel verspricht, aber seine eklatanten Schattenseiten verschweigt.

Was also genau sind Weichspüler, die die Wäsche so schön kuschelig weich und herrlich duftend werden lassen, sodass Mutti kein schlechtes Gewissen mehr zu haben braucht?

Oder muss Mutti gerade wegen der Weichspüler ein besonders schlechtes Gewissen haben?

Das „Ekelpaket“ Weichspüler

Ein Beitrag der Sendung „Marktcheck“ (Sendung des SWR Fernsehens vom 25. Juni 2019) zeigte es sehr deutlich[1]: Basis für den weichmachenden Effekt der Weichspüler sind tierische Fette, die zum überwiegenden Teil aus Schlachtabfällen stammen.

Der darin enthaltene Talg liegt sich als Film um und über die Gewebefasern, was letztendlich das Gefühl von Weichheit vermittelt. Der gleiche Talg schützte die Tiere zu deren Lebzeiten vor natürlichen Umwelteinflüssen, wie Kälte, Regen, Schnee etc.

Gleichzeitig bewirkt dieser Vorgang, dass die damit behandelte Wäsche oder Handtücher etc. deutlich weniger saugfähig sind als unbehandelte Wäsche, Handtücher etc. Dies ist nur logisch, da die tierischen Fette der Weichmacher wasserabweisend sind. Sie schützen quasi mehr oder weniger unfreiwillig das Gewebe vor Nässe. Mit einem derartig behandelten Handtuch zum Beispiel kann man sich dann nicht ganz so gut abtrocknen wie mit einem unbehandelten Handtuch.

Die tierischen Fette haften sich allerdings nicht nur als „Weichmacher“ an die Fasern von Kleidung und Tüchern, sondern bilden in der Regel einen „wunderschönen“ Belag in der Waschmaschine selbst.

Da es sich hier um biologisches Material handelt, darf man davon ausgehen, dass diese Rückstände in der Waschmaschine Nährboden für einen bakteriellen Befall sind. Bei einem häufigen Gebrauch der Waschmaschine plus Weichspüler wird garantiert, dass dieser Belag fast permanent feucht gehalten wird, was dann zur Ausbildung eines Biofilms führt.

Die Sache mit dem Biofilm

Biofilme sind eine hochkomplexe Lebensform von Mikroorganismen, die nicht nur Bakterien, sondern auch Algen, Pilze, Protozoen etc. beinhalten. Sie bieten optimale Lebensbedingungen für Mikroorganismen, also auch für pathogene Keime. Die optimierten Lebensbedingungen gehen sogar soweit, dass Biofilme einen wirksamen Schutz gegen Umwelteinflüsse aufbauen, die eine Bekämpfung, zum Beispiel mit Antibiotika, exponentiell erschweren.

Eine kurze und übersichtliche Erklärung, was Biofilme sind und was sie zu leisten vermögen, können Sie hier nachlesen: Biofilme — die bevorzugte Lebensform der Bakterien: Flocken, Filme und Schlämme | Hans-Curt Flemming.

Meine stinkende Waschmaschine…

Wenn also die Waschmaschine zu stinken beginnt, dann liegt es nicht an der stinkigen Wäsche, sondern vielmehr an einem Aufbau von Biofilmen in wenig zugänglichen Arealen der Waschmaschine, die aber regelmäßig mit Weichspülern in Kontakt kommen. Der Film vom SWR zeigt dann auch einen dementsprechend entstandenen Biofilm in einer Waschmaschine.

Aber die Palette an möglichen Unverträglichkeiten und Gefahren endet damit nicht. Die heile Welt der Werbung für Weichspüler kollidiert spätestens dann mit der Realität, wenn man sich die Warnhinweise vergegenwärtigt. Hier wird der Benutzer darauf hingewiesen, Augenkontakt mit dem Produkt zu vermeiden, nicht zu verschlucken, für Kinder unzugänglich zu machen etc. Dies gibt Grund für die Annahme, dass hier neben den tierischen Fetten weitere Inhaltsstoffe vorhanden sind, die weitaus weniger unbedenklich sind als die tierischen Fette.

Eine Toxikologin vom Umweltbundesamt sagte zur Frage der Inhaltsstoffe aus, dass hier kaum mit „französischen Parfüms“ gearbeitet wird, sondern alle Produkte Standardchemikalien enthalten, die zum Teil als besorgniserregend betrachtet werden müssen.

Diese Stoffe sind entweder Duftstoffe oder Konservierungsstoffe (wieder einmal!). Hier ist die Gefahr von Allergien und Hautreizungen deutlich erhöht. Sie bezeichnet einen Duftstoff als „vermutlich fortpflanzungsschädigend“, der in praktisch allen Produkten zu finden ist. Sie bringt den Rückgang der Fortpflanzungsfähigkeit von jungen Männern in Deutschland in Zusammenhang mit dem Gebrauch dieser Chemikalien. Der Stoff, von dem hier die Rede ist, ist Butylphenyl Methylpropional (Lilial).

Wir haben jetzt eine tolle Liste an „Vorteilen“ der Weichspüler, warum wir auf keinen Fall auf selbige verzichten können:

Biofilme mit Krankheitskeimen in der Waschmaschine

Wäsche und Handtücher, die weniger Feuchtigkeit aufnehmen können (was bei Funktionskleidung aus synthetischen Fasern für sportliche Zwecke dazu führt, dass der Schweiß während sportlicher Betätigung nicht mehr nach außen abgeführt werden kann)

Negative Einflüsse auf die Gesundheit, speziell auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern und Kontaktallergien…

Was also ist der Nutzen für den Verbraucher, den man auch als echten Nutzen bezeichnen darf?

Die befragte Toxikologin vom Umweltbundesamt sieht hier nur einen fragwürdigen Nutzen, dem gegenüber eine gediegene Palette an Nachteilen und gesundheitlichen Risiken entgegensteht. Wikipedia[2] zitiert hierzu eine Studie des Umweltbundesamts[3], wo diese Haushaltsprodukte als Produkte mit „fraglichem Nutzen“ kategorisiert werden.

Diese wenig geschäfts- und industriefreundliche Aussage der Studie wird von Wikipedia umgehend mit der Begründung relativiert, dass die Studie angeblich diese Feststellung nicht begründet – eine mehr als merkwürdige Vorgehensweise in einer Studie, die ja eigentlich genau dies leisten soll.

Beim genauen Studieren dieser Studie (siehe Link) wird man feststellen, dass man bei Wikipedia anscheinend des Lesens nicht mächtig ist. Oder aber man liest nur das, was man gerne lesen möchte. Denn die Unverträglichkeiten und gesundheitlichen Gefahren, sowie die Belastung der Umwelt durch die Produkte, inklusive Weichspüler, werden hier sehr wohl und ausführlich aufgeführt.

Nutzen? Wie es aussieht gibt es nur einen Nutzen für die Industrie/Hersteller dieser unappetitlichen und potentiell gefährlichen Produkte.

Fazit

Der nicht zu leugnende Nutzen von Weichspülern ist, dass man sich in unsichtbaren Schlachtabfällen wohlig räkeln kann, mehr aber auch nicht. Die Negativliste ist länger und ungleich dramatischer.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen, Nachlassen der Fortpflanzungsfähigkeit, Belastung der Umwelt, erhöhte Infektionsgefahr aufgrund von Biofilmen im eigenen Heim etc. ist der Preis, den man für das Bad in den Schlachtabfällen zu bezahlen hat.

Der einzige und wirkliche Nutzen ist für die Industrie gegeben, die wieder einmal Abfälle für teures Geld innerhalb der Bevölkerung entsorgen kann, ganz ähnlich wie das Fluor in den Zahnpasten. Das also ist das „französische Parfüm“ des armen Otto Normalverbrauchers!

Fazit vom Fazit:

Weitere besonders interessante Beiträge zu diesem Thema aus anderen Quellen, die man bei Wikipedia anscheinend auch nicht gelesen hat, sind:

Quellen:

[1]     Was Weichspüler in der Wäsche anrichtet | Marktcheck | SWR Fernsehen | SWR

[2]     Weichspüler – Wikipedia

[3]     UMWELTMEDIZINISCHERINFORMATIONSDIENST

Bild: fotolia.com – svetovid

René Gräber

René Gräber

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9 Kommentare Kommentar hinzufügen

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    Hallo René, von Herzen Danke für diesen Bericht und die Aufklärung. Unfassbar, was alles möglich und erlaubt ist.
    Aus meinem Haushalt ist Weichspüler seit 28 Jahren verbannt, weil damals mein Baby mit Rötungen und Juckreiz reagiert hat (und mit wer weiß was noch).
    Deinen Artikel werde ich natürlich wieder teilen.
    Herzlichst, Corinna

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    Andreas Bendler

    8. Juli 2019 um 18:38

    In meine Waschmaschine kommt seit vielen Jahren nur noch ein Schnapsglas mit aktivierter EM-Lösung (=Effektive Mikroorganismen® nach Prof. Higa). Ich brauche nur noch die Hälfte an Waschmittel, die Maschine verkeimt nicht und die Wäsche wird top.
    Danke für den Artikel, den ich gerne teile.

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    Ich fülle das Weichspüler-Fach der Waschmaschine mit Essig-Essenz. Damit werden die Kalkablagerungen im Gewebe verhindert, die Farben aufgefrischt und die chemischen Ablagerungen (mit weißen Spuren in dunkler Wäsche) vermieden.

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    Es gibt auch vegane Weichspüler. Benutze es gerne für Baumwoll-Pullover, die sich meist nach dem Waschen hart anfühlen.

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    einfach nur ekelhaft…..was einem so verschwiegen und untergejubelt wird.

    mein weichspüler ist essig und wenn es sein muß, für den duft, einige tropfen duftöl.

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    Schmidlin Elisabeth

    14. Juli 2019 um 16:48

    Lieber Herr Gräber
    Ich bin schon lange „Fan“ von Ihnen. Nur seit Sie via FID kommen, überlege ich, Ihre Mitteilungen zu künden. Kann man Ihre Infos auch „ohne Fid“ bekommen?
    ZUm Schlachtabfall: Das Bild zeigt, was übrig bleibt, wenn man die sogenannten „guten Stücke“ abgeschmitten hat. Früher hat man zu jedem Stück Fleisch auch Knochen bekommen für Suppe usw. Jetzt greift man lieber zur Büchse mit viel Chemie.
    „Grussig“ und giftig wird das Gerippe mit Fleischresten erst, wenn wir es vergammel lassen. Und daran sollte auch der Metzger kein Interees haben, kostet Platz und es beginnt zu vergammeln und das bringt hygienische Probleme für den Metzger.

    Antwort René Gräber:
    Ja, die Sache mit dem FID-Verlag. Als der Verlag an mich herangetreten ist, habe ich mir auch erst einmal einen „Überblick“ verschafft und war auch nicht begeistert.
    Da aber so Personen wie Dr. Wessinghage, Dr. Spitzbart und vor allem auch Prof. Froböse dort „mitmachen“, wollte ich mir das doch einmal vor Ort in Bonn anhören, was die Politik des Verlages ist und vor allem mit WEM man es wirklich zu tun hat.
    Ich muss sagen, dass ich mehr als überrascht war. Der Verlag agiert unabhängig und die Akteure dort empfinde ich als „ehrlich“.
    Ich habe mir auch erbeten das Callcenter des Verlags anzusehen und wie dort Kündigungen bearbeitet werden. Ich durfte im Callcenter auch mit einer Mitarbeiterin vor Ort sprechen (nach meiner Wahl). Ich habe dieser Mitarbeiterin sogar eine halbe Stunde zugeschaut wie und was sie mit den Kunden dort „bespricht“ und wie Kündigungen bearbeitet werden. Ich fand das alles ordentlich und professionell.
    Für meine Publikation darf ich schreiben, was und wie ich das möchte und muss für nichts Werbung machen (eine Grundvoraussetzung!).
    Wovon ich allerdings bis heute nicht begeistert bin, ist die ziemlich marktschreierische Werbung des Verlags für die Produkte – auch für meine Publikation.
    Aber das ist halt der Stil des Verlags und eine „Kröte“, die zu schlucken ist – im Sinne des guten „Ganzen“.
    Und das halt ich mehr denn je für notwendig, angesichts solcher Dinge wie ich diese u.a. hier beschreibe:
    https://renegraeber.de/blog/google-bestraft-naturheilkunde-webseiten/
    Das Wichtigste ist für mich aber: Es sind Produkte für die Gesundheit der Menschen.
    Wenn man auch nur einen Teil dessen umsetzt was ich publiziere, dann dient das den Menschen.
    Und für so etwas bin ich immer zu haben.
    Und auch klar: Sie finden viele Informationen von mir auch online, wie zum Beispiel in meinen kostenlosen E-Mail Newslettern:
    https://www.naturheilt.com/newsletter.htm

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    Hallo Rene‘,
    bin Allergiker und seit den 80ziger Jahren in Behandlung und schon damals wurde ich darauf hingewiesen die Wäsche 2X zu spülen und niemals Weichspüler zu benutzen.
    Denn Weichspüler ist nichts anderes als Seife, die ich wieder zufüge. Woraus wird Seife hergestellt aus Schlachtabfällen und auch aus toten Tieren. Seit über 30 Jahren ist das Wissen über die Weichspüler bekannt und auch seit dieser Zeit boomt die Herstellung. Auch in meinem Bekanntenkreis wird fleißig kuschelig weich weiter gespült.
    Bin weiter dran.
    Danke Barbara

  8. Avatar
    Hedda Schidlowski

    14. Juli 2019 um 20:35

    Danke lieber Rene Gräber für diese Nachricht, das ekelt mich sehr ich habe bis jetzt immer Weichspüler benutzt, aber jetzt wo Sie das mitgeteilt haben werde ich auf jeden Fall darauf verzichten. Ich Danke Ihnen herzlich für diese Arbeit, die Sie immer für uns machen.
    Dankeschön
    Hedda

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    Anouschka Mueller

    14. Juli 2019 um 20:40

    Wenn meine Nachbarin auf Ihr Balkon die „frische“ Wäsche aufhängt muss ich, im Ersgeschoß, Fenster und Türen schießen weil der eklige Gestank mein ganzen Wohnung vergiftet, Leider ist meine Terrasse dann auch est mal nicht zu benutzen. Beim Edeka kann ich nicht am Regal beim Katzenfutter weil direkt nebenan das Wäschepulver gelagert ist, der wiederliche Gestank ist dort nicht auszuhalten.Ich bin Allergisch auf Chemische Duftstoffe und leide sehr darunter, es macht mich sogar Krank.
    Ich benutze auch Effektive Microorganismen, Natron od. Baby Waschmiddel ohne Duft-und Konservierungsstoffe.

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