Fälle von Listeriose nach dem Verzehr von Käse

Am 19.02.2010 vermeldete das Online-Magazin der Zeitschrift „Focus“ eine traurige Neuauflage des Käseskandals. In den „News“ der Rubrik Gesundheit stand zu lesen, dass sich zwei weitere Deutsche nach dem Verzehr von bakteriell belastetem Käse mit Listerien infizierten. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte, ist ein Mann im Raum Lüneburg betroffen. Der 71jährige liegt seit über einem Monat mit grippeähnlichen Symptomen und Hirnhautentzündung in der Klinik. Auf dem Weg der Besserung befindet sich dagegen ein 67jähriger aus dem Kreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz.

Das Koblenzer Landesuntersuchungsamt bestätigte den Verdacht, dass es sich um denselben Erreger handelte, wie bei den vorhergehenden Fällen. Denn bereits 2009 erkrankten mehr als sechzehn Menschen in Deutschland und Österreich an Listeriose, sechs davon starben. Sie hatten Sauermilchkäse des österreichischen Herstellers Prolactal gegessen. In Deutschland befanden sich Harzer Käse und Bauernkäse mit Edelschimmel der Marke „Reinhardshof“ im Sortiment von Lidl. Daraufhin hatte der Discounter die betreffenden Sorten aus allen Filialen zurückgerufen und vor dem Verzehr gewarnt. Das Unternehmen Prolactal nahm die Produkte ebenfalls aus dem Verkauf und hat auf seiner Webseite eine gebührenfreie Info-Hotline zum Thema Sauermilchkäste eingerichtet.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet besser auf den Verzehr von Rohmilchkäse. Zwar ist eine Listeriose glücklicherweise äußerst selten, denn ein intaktes Immunsystem schützt vor den überall in der Umwelt vorkommenden Erregern. Jedoch kann die Krankheit bei Menschen mit schwacher Immunabwehr, bei Älteren, Kindern oder Schwangeren dann leider so dramatisch verlaufen, wie in den oben geschilderten Fällen.

René Gräber

René Gräber

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