Medikamente – Nebenwirkung Tod

Deutschland ist doch Weltmeister. Nein – nicht im Fußball, dafür aber im Pillenschlucken. Kein Volk der Welt greift so oft zu Medikamenten wie die Deutschen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass jedes Jahr ca. 58.000 Deutsche an den Folgen von Medikamentennebenwirkungen versterben – so zum Beispiel Prof. Fröhlich.

Eine eindrucksvolle Reportage des SWR “Die Gesundheitsfalle – Tödliche Pillen” zeigt dazu erschreckende Beispiele.

Laut Prof. Fröhlich von der Universität Hannover sind die 58.000 Toten durch Medikamenten-Nebenwirkungen aber nur die Spitze des Eisbergs. Er vermutet, dass die Zahl der Todesfälle noch weitaus höher liegt. Diese Fälle werden aber entweder nicht als Todesursache durch Medikamenten-Nebenwirkung erkannt oder sie werden „umetikettiert“ in eine andere Todesursache. Dabei wurde noch nicht von den Betroffenen gesprochen, die durch medikamentöse Nebenwirkungen Dauerschäden erleiden.

Prof. Fröhlich erklärt, dass 10 Prozent der Krankenhausliegezeit, 5 Prozent aller Krankenhausaufnahmen und 15 Prozent der Krankenhausaufnahmen von älteren Patienten bedingt sind durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Damit sind diese Nebenwirkungen die am häufigsten auftretende Erkrankung, noch vor KrebsHerzkrankheiten oder Kreislauferkrankungen. Man könnte auch sagen, dass wir uns krank therapieren, zumindest aus medikamentöser Sicht.

Für die Pharmaindustrie scheinen allerdings noch andere Belange von Bedeutung zu sein. Um Umsätze und Profite zu steigern, werden Marketingmaßnahmen ergriffen, die sich in nichts von denen für den Verkauf von Waschmitteln unterscheiden. Der Konkurrenzkampf der einzelnen Firmen ist erbarmungslos.

70.000 verschiedene Medikamente wollen an den Patienten gebracht werden

Bei 70.000 verschiedenen Medikamenten, die aber zum großen Teil identisch sind, braucht es eben die “Hilfe” der Industrie.

Und da werden Ärzte auch schon einmal mit Reisen, Geld, 5-Sterne Essen und ähnlichem “überzeugt”. Als Gegenleistung erwartet man natürlich gesteigerte Verschreibungszahlen. Damit ist auf der Seite eines Arztes nicht mehr nur die medizinische Indikation allein der Entscheidungsgrund für den Einsatz eines Präparates, sondern materielle Interessen können dann eben auch eine Rolle spielen. Wen wundert es dann noch, wenn Herr Doktor auch mal großzügig über eine Kontraindikation hinwegsieht, bzw. ein Präparat verschreibt, obwohl es der Patient eigentlich nicht unbedingt benötigt?

Und für die Nebenwirkungen haben wir ja noch Medikamente, die die Nebenwirkungen von Medikamenten antagonisieren. Und für deren Nebenwirkung gibt es noch…

John Virapen, ehemaliger Eli Lilly Chef in Schweden, meinte in einem Interview:

„Wenn Sie glauben, dass die Pharmaindustrie um Ihr Wohlergehen besorgt ist, dann vergessen Sie das ruhig. Die sind nur um ihr eigenes finanzielles Wohlergehen besorgt“.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Rene Gräber

Datum: Dienstag, 27. Juli 2010 15:30
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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14 Kommentare

  1. 1

    Hallo,Ich nehme einen Betablocker,der mir die
    Lungenblaeschen verengte.Alle Medikamente haben zu viele Nebenwirkungen.Aber gegen meinen zu hohen Blutdruck finde ich keine Pflanze.
    Gruss Erika Roth

  2. 2

    Zitat Erika Roth: “Aber gegen meinen zu hohen Blutdruck finde ich keine Pflanze”

    Ein Blick ins Kräuterlexikon zeigt mindestens 30 Pflanzen auf, die gegen zu hohen Blutdruck eingesetzt werden können. Schauen Sie einfach mal hier: http://www.heilkraeuter.de/krank/blutdruck-zu-hoher.htm

    Viele Grüße
    Karin Björk

  3. 3

    Die Leute sollten lieber mal probieren ohne Medikamente auszukommen. Zumindestens diejenigen die Sie nicht zum überleben brauchen.

  4. 4

    [...] Medikamente: Nebenwirkung Tod [...]

  5. 5

    Das ist ja erschreckend! Nun könnte man sagen, dass jeder selbst verantwortlich dafür ist, wieviele und welche Pillen er schluckt, aber gerade bei älteren Personen kann das auch anders aussehen. Danke für die Information und die Aufklärung!

  6. 6

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    vielen Dank für Ihren wertvollen Newsletter. Ich bin schon seit einiger Zeit überzeugte Anwenderin von Naturheilverfahren und stehe mit Schulmedizinern seit Längerem auf Kriegsfuß. Es sind in unserer Familie einige schwere Krankheiten diagnostiziert worden, die sich nach langem recherchieren und Befunde ins Ausland schicken, als harmlos erwiesen haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dieses System nicht geschaffen wurde, um uns zu helfen, sondern um uns zu beherrschen und zu manipulieren!
    Wir werden es vielleicht noch erleben, dass wir zwangsweise zu Vorsorgeuntersuchungen geschickt werden, oder uns sonst gewisse Leistungen oder gar Pensionen oder Ähnliches gekürzt werden. Wir werden ganz sicherlich auch nicht immer älter werden, dafür wird dann schon gesorgt werden!
    Ich bin froh, dass es solche Menschen, wie Sie noch gibt und bewundere Ihren Mut, da Sie sicherlich auch von allen Seiten bekämpft werden, nehme ich an! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und freue mich schon auf den nächsten Newsletter!

  7. 7

    Klingt ja echt schrecklich. Allerdings sind manche Medikamente leider Notwendig in gewissen Situationen.

  8. 8

    [...] Unser Erretter von Not und Übel, und hoffentlich bald vom Ehec (nämlich die Pharmaindustrie), produziert im Duett mit der Schulmedizin jedes Jahr 58.000 Tote durch Medikamentennebenwirkungen. [...]

  9. 9

    Ich finde Ihre Beiträge sehr gut und hilfreich. Eines ist mir nicht klar und zwar, ob das Coenzym Q10 nun gut oder schädlich ist.
    Der Zweifel ensteht, weil unter Ihrer Rubrik “Medikamente – Nebewirkung Tod” ein Link angegeben ist, der alle Vorzüge dieses Produktes beschreibt.

  10. 10

    Verzicht auf Medikamente, tägliche Bewegung und eine vernünftige Ernährung sind der Garant für eine Gesundheit bis ins hohe Alter .. und wer ein paar Zipperlein zu beklagen hat, sollte sich erst einmal im Fundus der Natur schlau machen, bevor er gleich zum Arzt rennt.

  11. 11

    Wer sagt denn dass ich die Tabletten nehmen MUSS?
    Ich nehme die Hinweise des Arztes ernst und entscheide als mündiger Mensch selber. Ich selbst bin zuallererst für mich und mein Wohlergehen verantwortlich, der Arzt ist mein wichtigster Helfer. Aber er ist nicht mein Vormund. Allerdings verhalten sich manche Ärzte so. Da grenzt die Formulierung “die Tabletten MUESSEN Sie aber nehmen schon an den Tatbestand der Körperverletzung. Allerdings werden die Ärzte bei einem solchen Verhalten stark durch die staatlichen Regulierungen und die Pharmazie gestärkt, wenn nicht gar genötigt. Dennoch: Auch Ärzte sind mündig und nicht hörig. So wie ich. Ich muss natürlich etwas für mich tun. Das fängt bei der Aneignung von Wissen an und endet beim Essen und der Bewegung.

  12. 12

    [...] 58.000 Tote jährlich durch Medikamenten-Nebenwirkungen [...]

  13. 13

    “Die Medizin ist ein unersättlicher Markt geworden, der sich immer mehr aufbläht. Und jeder Gesunde ist ein Kranker, der es noch nicht weiss.” (Artikel aus dem Beobachter).Immer mehr Menschen wenden sich der Naturheilkunde zu, weil sie durch schulmedizinische Behandlung noch kränker wurden (noch mehr Medikamente und unnötige Operationen). Jahrzehntelang wurde uns die Eigenverantwortung entzogen und manche sind “Arzthörig”. Um diese Tendenz Einhalt zu gebieten, müssen wir selbst tätig werden. Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung ist gefragt. Nicht alles den Ärzten überlassen sondern nachfragen. So sehe ich auch meine Aufgabe in Zukunft und halte auch in diesem Sinne Vorträge. Von Herr Gräber bekomme ich sehr viel gute Infos, die ich nutze. Danke auch dafür.

  14. 14

    Zu Nebenwirkungen von Arzneimitteln im Alter siehe auch die PRISCUS – Liste, die in Deutschland veröffentlicht wurde.

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