WARNUNG vor Antibiotika der Fluorchinolone-Gruppe!

Medikamente sollten eigentlich den Patienten helfen. Für eine Reihe von ihnen jedoch sind sie keine Hilfe, sondern Tödliche Medikamente. Und eine Gruppe unter diesen hat ein besonders fragwürdiges Profil: Die Fluorchinolone, die zur Klasse der Antibiotika gehören.

Was genau das Problem mit diesen Fluorchinolonen ausmacht, das habe ich in diesem Beitrag diskutiert: Fluorchinolone mit Nebenwirkungen – Ein ärztliches Rezept für Desaster.

Die Zeitschrift „Stern“ macht in einer neuen Ausgabe auf diese Problematik aufmerksam. Hier werden zwei junge Frauen zitiert, die wegen relativ banalen Infektionen beziehungsweise Entzündungen Ciprofloxacin, ein Fluorchinolon, verschrieben bekommen hatten. Laut Aussage der Zeitschrift litten beide Frauen unter einer Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Blase. Und ich habe auch immer wieder solche „armen“ Patientinnen in der Praxis, die genau das selbe Schicksal erlebten.

Es ist unglaublich wie leichtfertig Antibiotika der Gruppe der Fluorchinolone immer noch verschrieben werden! Vor allem Frauen mit Blasenentzündungen sollten aufpassen! Bild: 123rf.com – Jupiter8

Die Verschreibung von Antibiotika generell bei Entzündungen ist für mich bereits eine fragwürdige Praxis. Denn Entzündungen sind nicht notwendigerweise nur durch bakterielle Infektionen bedingt. Bei einer Virusinfektion zum Beispiel, die eine entsprechende Entzündung auslöst, ist ein Antibiotikum vollkommen wirkungslos.

Der übermäßige Einsatz, auch der „prophylaktische“ bei nicht gesicherten Indikationen, ist mit eine Ursache für immer häufiger auftretende Resistenzentwicklungen. Dazu zwei Beiträge von mir:

Ciprofloxacin hat eine Unmenge an Nebenwirkungen, die nicht nur während der Behandlung auftreten, sondern zu allem Unheil auch nach Beendigung der Antibiotikatherapie weiter bestehen bleiben!

Deshalb sind alle Fluorchinolone in den USA mit einer sogenannten „Black Box Warning“ versehen, die vor diesen einschlägigen Nebenwirkungen warnt. Ziel dieser Maßnahme ist, dass weder Arzt, noch Patient diese Warnung übersehen, denn sie sind einfach zu gravierend: Ciprofloxacin Side Effects in Detail – Drugs.com. UNd auch in Deutschland gab es sogar mehrere Rote Hand Briefe an die Ärzte, die vor dem Einsatz der Fluorchinolone warnten. Aber was passiert?

Die medikamentöse Vernichtung der Gesundheit

Für die beiden im „Stern“ zitierten Frauen hatte die medikamentöse Behandlung ihrer Störungen katastrophale Folgen. Die Blasen- und Nebenhöhlenprobleme waren zwar „vom Tisch“. Dafür taten sich Abgründe an Nebenwirkungen auf, gegen die die auskurierten Entzündungen das kleinere Problem darstellten.

Bedingt durch das Antibiotikum kam es bei einer Frau zu massiven gastrointestinalen Problemen mit Resorptionsstörungen und damit einhergehenden Schmerzen. Inzwischen leidet die Frau an einem massiven Nährstoffmangel.

Die zweite Frau erlitt Schmerzen am ganzen Körper, Herzrasen, Muskelzuckungen, die sich stetig verschlimmerten. Der „Stern“ beschreibt ihren Zustand heute so, dass ihre Armmuskulatur so schwach ist, dass sie nicht mal in der Lage ist, eine Wasserflasche zu öffnen.

Für beide Frauen ist jetzt der Gang zum Arzt oder auch teilweise ins Krankenhaus Routine/Notwendigkeit geworden.

Ich kenne auch genug Patienten die mit Sehnenabrissen zu tun hatten, sowie massiven psychischen Störungen.

Die evidenzbasierte Reaktion der behandelnden Ärzte

Beide Frauen beschreiben die Reaktion der sie behandelnden Ärzte als vollkommen ablehnend. Für die Ärzte gelten Fluorchinolone als extrem wirksam, was zu stimmen scheint, und gleichzeitig als besonders verträglich, was ein absolutes Ammenmärchen ist. Die eben zitierte „Black Box Warning“ in den USA gibt bereits Grund für diese Vermutung. Denn solche Warnungen werden auch dort nicht aus Langeweile für entsprechende Medikamente vergeben.

Fluorchinolone gelten aufgrund ihrer vehementen und häufig auftretenden Nebenwirkungen als Mittel der letzten Wahl! Das heißt, dass sie nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Antibiotika nicht mehr wirken können und schwere Infektionen Leben und Gesundheit des Patienten bedrohen. Fluorchinolone als Mittel der 1. Wahl einzusetzen ist ein kapitaler Behandlungsfehler, der aber von den meisten Ärzten als solcher nicht wahrgenommen wird. Professor Glaeske von der Universität Bremen, ein Arzneimittelexperte, kritisiert das Verordnungsverhalten der Ärzte bei Antibiotika prinzipiell, wie zum Beispiel bei: Zu viele Antibiotika für Kinder.

Aber es werden nicht nur zu viele Antibiotika verordnet, sondern dann auch noch die falschen Antibiotika. Denn der Marktanteil von Fluorchinolonen mit 16 Prozent liegt viel zu hoch für ein Reservemedikament. Diese Zahlen belegen, dass viele Ärzte diese Antibiotika-Klasse viel zu häufig und viel zu schnell verordnen. In absoluten Zahlen: Laut „Stern“ werden in Deutschland täglich 16.000 Packungen mit Fluorchinolonen verordnet, eine Nummer, die für ein Reservemedikament extrem hoch ausfällt.

Der traurige „Nachbrenner“ kommt zuletzt und als Tüpfelchen auf dem i: Da die verschreibenden Ärzte offensichtlich der Legoland-Werbung der Pharmaindustrie glauben und Fluorchinolone als unbedenklich betrachten, können demzufolge auftretende Nebenwirkungen nur einem verwirrten Geisteszustand des Patienten zu verdanken sein. Deshalb wurde den beiden im „Stern“ zitierten Frauen nahegelegt, sich „einen guten Psychiater“ zu besorgen. Und damit sind diese Patienten von ihren Ärzten zu Patienten mit physischen und psychischen Problemen verwandelt worden, was aus ökonomischer Sicht gesehen ein besonders nachhaltiges Modell darstellt. Und genau so kenne ich das auch von meinen Patientinnen!

Fazit

Der Zynismus der Schulmedizin scheint grenzenlos zu sein. Die dazu gehörige Ignoranz nicht minder. Kaum einer der Halbgötter in Weiß scheint so recht zu wissen, welche pharmakologischen Eigenschaften Fluorchinolone besitzen und welches Gefahrenpotenzial von ihnen ausgeht. Dieses evidenzbasierte Unwissen übersetzt sich dann in ungerechtfertigte, leichtfertige Verschreibungen. Die daraus resultierenden Nebenwirkungen, die auch nach dem Absetzen des Präparats fortbestehen (können), werden nicht selbstkritisch auf die eigene Verschreibung zurückgeführt, sondern auf den Geisteszustand des betroffenen Patienten.

Fazit vom Fazit: Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz – nie war der Spruch wertvoller als für die schulmedizinische Praxis der medikamentösen Behandlung mit Antibiotika.

Datum: Mittwoch, 16. Mai 2018
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27 Kommentare

  1. 1

    Hallo, sehr interessant und gut geschrieben. Weiter so
    Grüsse aus Rheinhessen Mathias

  2. 2

    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht diese Medikamente nicht zu nehmen das ist meine Erfahrung für alle meine Beschwerden bekam ich immer wieder ein neues Antibiotika bis ich mich entschlossen habe diese nicht mehr zu nehmen!

  3. 3

    Mit Interesse verfolge ich Ihre Berichte und kann Ihnen voll und ganz zustimmen. Was in der Bevölkerung noch mehr verbreitet werden müsste, ist die Tatsache, dass es möglich ist, Erreger zu eliminieren, pathologische Zustände zu korrigieren über sprachliche Menueführung. Dies soll keine Werbung darstellen, sondern nur eine Info, auch für Sie, sich mit http://www.cobimax.com und Bernd Laudenbach zu befassen. Ich selbst bin seit 2003 in der Lage, mit meinem eigenen Körper, mit anderen Menschen, Tieren und Pflanzen auf diese Weise Verbesserungen anzukurbeln. Herzliche Grüße, Inge Friedrich

  4. 4

    Ich bin Altenpflegerin und weiß wie hartnäckig die Bekämpfung gegen mrsa im zb.Wundbereich sein kann ganz zu schweigen die schutzmaßnahmen die nicht von allen kollegen durchgeführt werden können weil die leitung des heimes sich nicht mit der pflegeführenden kraft einig ist über den standart der schutzmaßnahmen .wo kommt der Abwurf hin? …jeden tag woanders …dort beginnt der Schutz schon in Frage gestellt…ich denke das ist weder unwissenheit noch ignoranz der ärzte und patienten ich denke das ist systematischer mord am menschen….ich will nicht politisch werden aber wo sollen die menschen alle hin wenn niemand mehr durch normale beendung des lebens geht…oder bei künstlicher befruchtung mehrfachgeburten passieren..oder arbeitskraft durch maschienen ersetzt werden ??? Zu viele menschen aug der welt darum werden Krebsheilmittel B17 nicht bekannt gemacht nicht wie vermutet es kaum gewinn bringt??oder niemand sich selbst und seinem leiden ein ende bereiten darf?? Sondern wie in den heimen noch viele jahre durch peg am leben erhalten wird? Hier kämpfen viele mächte um den profit schlechthin…die patienten sind aber auch beratungsresistent wie noch nie …der körper lann sich selbst heilen wenn ihm die möglichkeit dazu gegeben wird.mich hat eine kinderärztin beschimpft daß ich meinem kind kein A.biotikum geben wollte das ist 20 jahre her….

  5. 5

    Wie immer, danke für die Aufklärung die sie betreiben!

    Meinem Kind wurden Augentropfen aus der chinol-AB Gruppe für eine Mittelohrentzündung verschrieben.
    Er hat bislang mit (fast 5) noch nie AB’s gehabt (er war bislang auch weder oft, noch schwer krank. Er ist nicht geimpft).

    Bei Ohrentropfen hatte ich generell nicht so große Bedenken (einfach weil die Wirkstoffmenge minimal ist und im Vgl. zu möglichen Komplikationen punkto Hörverlust schien mir das Risiko der AB Tropfen ok zu sein).
    Vor allem war es seine erste Mittelohrentzündung (nur kurz heftiger Schmerz, dann hat sich Flüssigkeit/Eiter entleert), da war meine Unsicherheit auch noch recht hoch punkto „was zu tun ist“ (wir haben schwerhörige Kinder nach Mittelohrentzündungen im Bekanntenkreis. Allerdings wurden die alle mit ABs schulmedizinisch behandelt. Und fast jeder kennt jemanden der nach Mittelohrentzündungen in der Jugend auf einem Ohr weniger hört – allein in meiner Familie 2 Personen die 60+ sind. Damals wurde sicher nicht mit AB behandelt).

    Also was tun?

    Ich hab erst beim Abholen in der Apo gesehen, was er da verschrieben bekommen hat. Und ich habe eine „gefloxte“ Freundin. Also habe ich nach stundenlanger Recherche beschlossen ihm die Tropfen nicht zu geben.

    Keine Ahnung, ob ich da nicht überreagiert habe, aber mir schien die mögliche Nebenwirkung „Knorpelschäden“ grad bei so feingliedrigen Knochen im Ohrbereich dann doch zu heikel. Vor allem fand ich nur Studien, die zeigten, dass das Trommelfell im Tierversuch wieder schön zugeheilt ist. Aber vom restlichen Ohr war nichts zu lesen. (und was nützt ihm ein schönes Trommelfell, wenn die Schäden weiter drinnen entstehen?)

    Sein Infekt war auch ohne AB’s am nächsten Tag besser/schmerzfrei und ist (mit Hilfe vieler Vitamine, hochdosiertem Vit C, Otovowen usw..) komplikationslos ausgeheit.

    Dennoch frage ich mich: wäre diese AB Wirkstoffgruppe bei Mittelohrenentzündungen das Risiko wert/ergo die Nebenwirkungen geringer als die zu erwartende Wirkung?

    lg anna

  6. 6

    Dieser Artikel trifft es doch wieder mal bei mir super genau.
    Ich habe (hoffe hatte!!) seit 40 Jahren die BE’s mit Einnahme aller existierenden Antibiotika inkl. meist Ciprofloxacin. Am besten halfen noch die alten Nifurantin, aber nur max. 2×1, bei mehr kriegte ich massives Hautkribblen – also allergische Erscheinungen. Da gibt es ja auch noch die mit Vit. B6, aber die dürfen ja nicht mehr verordnet werden. Die Wirkung dieser hielt einige Tage an, dann war alles wieder wie vorher. Hinzu kamen die netten Pilzchen im Genitalbereich – Einnahme Antimykotika – weitere Schwächung des Immunsystems. Ein Kreislauf ohne Ende.Resultat – bis auf 2 AB war ich gegen alle resistent.Ich hätte ein Bündnis mit dem lieben Gott – so einmal mein Hausarzt. Er wüsste jetzt nicht mehr weiter mit mir – als Internist – super!!
    Die Ärzte kann man zu 95 % alle vergessen. Gekauft von der Big-Pharma. Man wird immer kränker mit deren „Hilfe“ = Symptombehandlung, aber ja keine Ursachensuche!! Das ist zu viel Arbeit, zu viel UNWISSEN und bringt kein Geld!!!
    Vor ca. einem Jahr hatte ich die Nase endgültig gestrichen voll und recherchierte ich das Internet durch.
    Versuche mit D-Mannose hatte ich vorher schon getätigt, half aber allein nicht. So stieß ich auch auf das Forskolin, welches ich nunmehr seit über 1 Jahr regelmäßig einnehme. Da mein Immunsystem auch zum Teufel war, fing ich gleichzeitig vor 1 Jahr damit an, dieses aufzubauen. Mein Mann und ich (ich 62 J.alt,mein Mann 72) nehmen nun täglich sehr viele Vitalstoffe ein. Hier mal eine Aufzählung (u.a. mit zur Senkung des Cholesterinspiegels – funktioniert auch!!):
    Beta-Glucan, Astaxanthin, Basenpulver, Forskolin, D-Mannose, Ingwer, Kurkuma, Weihrauch, ein gutes Multivitaminpräparat, Krillöl, Phosphatidylserin, Reishi-Pilze, Ubiquinol, MTH5-Quatrefolic, Vit. B12, OPC, Magnesium Chaleat, Acetyl-L-Carnitin, R-Alpha-Liponsäure, zusätzl. Vit. B3, Pyridoxal-5′-Phosphat, Vit. E, Vit. C hochdosiert, Vit.D + K2, Sango-Korallenpulver, Kokosöl nativ, Leinöl und MSM – das meiste in Kapselform.
    Das ist ein ganzer Packen, aber ich denke und merke es natürlich auch – seit der Einnahme geht es uns beiden sauwohl und auf die „kompetenten“ Ärzte kann man getrost verzichten, wenn man nicht krank werden will.
    Meine BE ist seit dem endlich weg – seit 40 Jahren – ohne AB!!!
    Ebenso haben wir beide die Cholesterinsenker komplett abgesetzt und die Säureblocker haben wir bereits sind schrittweise reduziert bishin zum völligen Absetzen. Da bei meinem Mann der Übergang Speiseröhre/Magen nicht mehr richtig schliesst, nimmt er an den z. Zt. 4 Säureblocker freien Tagen stattdessen einen kleinen Löffel Basenpulver für abends. Funktioniert super.
    Hut ab vor solchen Therapeuten wie Sie sind, die vor allem dem Mund aufmachen und den ganzen verpazten Müll der Ärzte und Pharmaindustrie auszubaden haben.
    EINEN SUPER DANK FÜR DIE WUNDERBAREN NEWSLETTER UND INFORMATIONEN !!!
    So viel Frechheit der Pharmabranche ist einfach nicht mehr fassbar!!

  7. 7

    Das habe ich mit Schrecken gelesen. Ich hatte sehr oft mit Blasenentzündung zu uns und habe dieses Antibiotika bekommen. Ich leide seit ca. 20 Jahren an Sodbrennen, kann das damit zu tun haben? (Hernie ist ausgeschlossen worden)

  8. 8

    Anne, ich kann ihnen nur zustimmen. Und Herrn Graeber bewundere ich, alles was er schreibt stimmt meiner Meinung nach.
    Habe AB bekommen wegen meiner BE, drei verschiedene, seither geht es mir sehr schlecht. Ich habe dies meiner neuen Ärztin erzählt, daraufhin sagte sie zu mir: Meine Beschwerden kämen nicht von den AB, sie hätte schliesslich studiert. Ich konnte es nicht fassen, heisst das sie hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen? Ich habe mir daraufhin einen anderen Arzt gesucht. Parallel gehe ich jetzt zu einer HP, dies kostet mich natürlich bei meiner kleinen Rente eine Stange Geld. Bekomme dort Infusionen und ähnliches wie Sie Anne.
    Der Urologe verschrieb mir Nifurantin, 3×100 bei einem Gewicht von 43 kg. Die Ärzte haben alle keine Lust mehr und informieren sich nicht, bzw. ist es natürlich einfach ein AB Rezept zu verschreiben und dann haben die ihre Ruhe. Anderes kennen die ja leider nicht, bzw. wird ihnen nicht gelehrt.

  9. 9

    Ich hatte ebenfalls das „Vergügen“ Ciprofloxacin einnehmen zu dürfen mit der Folge, bereits nach der ersten Tablette nachts zu halluzinieren. Froh, als die Nacht vorbei war und die Wirkung nachließ, las ich dann den Beipackzettel etwas genauer. Die Nebenwirkung Halluzination ist nicht häufig, kommt aber bei diesem Mittel vor. Von den anderen weit schlimmeren Nebenwirkungen abgesehen. Der Arzt damals, dem ich Vorhaltungen machte und einen Auszug aus einer Ärtzefachzeitschrift vor die Nase hielt, die vor diesen Flourchinolonen warnte, nahm es locker zur Kenntnis mit den Worten: „Es kann schon mal vorkommen, dass ein Patient dieses Antibiotikum nicht verträgt.“
    Als ein Internist mir Jahre später bei einer Blasenentzündung wieder solch‘ ein Antibiotikum verschreiben wollte, habe ich fluchtartig die Praxis verlassen und das Problem mit Blasen- und Nierentee und viel Wassertrinken selbst kuriert.

  10. 10

    Antibiotica – ich nehme seit 5 Jahren keine Antibiotica mehr ein. Ich habe mich auch von allen allopathischen Medikamenten verabschiedet. Alles was ich an Midikamenten brauche besorge ich mir „homöopathisch“. Seitdem fühle ich mich pudelwohl. Selbst mein Apotheker sagte „Sie schauen gut aus und machen einen lebendigeren Eindruck, als früher.

  11. 11

    Meiner Schwester wurde während einer Grippeerkrankung Ciprofloxacin gespritzt. Seit dieser Zeit leidet sie schwer an Blasenkrämpfen.
    Für mich kommen seit Jahren nur homöopathische Mittel oder andere Naturheilmittel in Frage. Damit komme ich gut zurecht.

  12. 12

    Im März 2016 bekam ich bei einer Bronchitis Moxifloxacin verschrieben. Nach 3 Tagen Einnahme bekam ich Schmerzen in der Ferse des rechten Fußes, konnte nicht mehr auftreten. Kein Arzt hat sich das bis heute angesehen. Spreche ich es an wird abgebrochen oder zu anderen Themen gegangen. Ich kann fast nicht mehr laufen. Ca. 3/4 Jahr später wurde mir ein anderes derartiges Medikament verschrieben und die Schmerzen wurden schlimmer. Nach wie vor kein Interesse bei den Ärzten. Durch die Verlagerung beim Gehen hat sich Ende Septrmbrt 2017 der Ischiasnerv eingeklemmt. Inzwischen denke ich über eine Pflegebeantragung nach. Ich kann einfach nicht mehr – Schmerzen Tag und Nacht, kann kaum noch schlafen. Habe versucht mit den Ärzten zu reden – keinerlei Unrechtsbewußtsein – abgewimmelt.

    Antwort René Gräber:
    Gerade bei den Fluorchinolonen sind Sehenabrisse ja eine der gefürchteten Nebenwirkungen. Gerne sind da auch die Achillessehen betroffen.

  13. 13

    Oje, ja das wurde mal im TV gezeigt. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich schon 3 mal Ciprofloxacin gegen Blasenentzündung verschrieben bekam, und das in 3 Jahren 2 mal! Vor kurzem war ich beim Urologen, der hat mit mir geschimpft, weil die Leute nicht gleich zum Facharzt gehen, damit sie gezielt gegen den Erreger behandelt werden können. Er sagte, da muss man sich nicht wundern, wenn es immer mehr Antibiotikaresistenz gibt. Zum Glück habe ich keine schlimmen Nebenwirkungen bemerkt.

  14. 14

    Hallo Herr Graeber, vielen Dank für diese wichtige Information! Und nochmals vielen Dank für Ihre unermüdlichen Recherchen! Wäre es nicht an der Zeit, diese Zwangskrankenversicherung in Frage zu stellen und damit dieser Pharmaindustrie den Geldhahn zuzudrehen? Niemand ist mit der symptomatischen Medizin GEHEILT worden, was ja ursprünglich mal die Berufung des Arztes war, aber wir zahlen immer brav weiter. Warum eigentlich?

  15. 15

    Ich leide an einer Erbkrankheit, Kartagener-Syndrom genannt (wer sich informieren will: gleichlautende Webseite). Diese Krankheit impliziert u.a. chronische und akute Entzündungen der Atemwege im weitesten Sinn (Lunge/Bronchien, Nasennebenhöhlen, Ohren). Das heißt ich bin gezwungen, 4-6 Mal im Jahr Antibiotika zu nehmen weil die Infektionen im akuten Zustand sehr bedrohlich sind. Habe ich AB mal zu spät genommen, bekam ich Lungen- und Rippenfellentzündungen oder akute Sinusitiden oder Mittelohrentzündungen. Ich nehme, nein, ich nahm Chinolone seit 1986, meine Bonbons haben -fast – immer sehr gut geholfen (das ist das fatale bei diesen Entzündungen). Im Beginn der Jahrtausendwende bekam ich richtige Probleme, die mich beinahe in den Selbstmord getrieben hätten. Es begann mit diffusen Rückenschmerzen (keine Ursache erkennbar), mit tauben Stellen auf der Haut, mit Brennen, als habe mir jemand Salz in eine Wunde gestreut, es ging weiter mit noch mehr Mißempfindungen (Nagel im Fuß, Messer im Rücken), das Laufen von Flüssigkeiten am Bein herunter – was natürlich nur mein Gefühl war – war nicht wirklich das Schlimmste. Die „Rückenschmerzen“ wurden immer schlimmer, raubten mir den Schlaf, machten mich depressiv (ich bin „eigentlich“ eine Powerfrau, Depressionen – ich? Never…). Da gab es diverse Momente, in denen ich mein Leben beenden wollte. Meine Zehen wurden taub, dann meine ganzen Füße. Zwei große Sehnen im Schultergelenk rissen – komplizierte OP erforderlich, Sehne
    am Daumengelenk riss ein, OP erforderlich. Machte ich Ärzte auf meine Schmerzen und Mißempfindungen aufmerksam sagten die spätesens nach diversen Untersuchungen ohne Befunde: gehen sie mal zu einem guten Psychologen, sie haben nichts!!(Auf so einen Kommentar sagte ich mal: wie können sie das sagen? Sie können nur sagen: sie haben nichts gefunden. Daraufhin stand im Arztbericht: die Patientin war sehr erbost, weil ich ihr keine Diagnose bieten konnte!
    Und immer dachte ich: es ist, als ob ich durch irgendwas vergiftet werde. Ich dumme Nuss kam nie darauf, dass es das Cipro war… Bis mich mal eine ebenfalls Kartagener-Kranke Patientin fragte, wie ich denn die Cipros vertrage. Oh, sagte ich, super. Ich bekomme immer Magenschmerzen und Durchfall, auch einen Pilz, aber sonst alles okay. Die Kollegin sagte: schaue Dir doch mal die und die Seite im Netz bzw. Facebook an. Ja, was soll ich sagen: seitdem weiß ich, was mich vergiftet hat. Die Schäden sind vielfältiger, als ich es jetzt hier schildern will, und das erfuhr ich durch das Lesen auf dieser Cipro-Seite. Ich war erstaunt und irgenwie erleichert, dass ich so viele meiner „Befindlichkeitsstörungen“ hier wieder fand.So lange, wie ich diesen Dreck schon genommen habe, müsste ich eigentlich tot sein und wenn ich denn mal sterbe, bin ich Sondermüll. Gegen die schlimmen Schmerzen bekomme ich endlich Cannabis, Valoron und Konsorten haben mich fertig gemacht. Aber ganz ohne Schmerzmittel ertrage ich es nicht.
    Es wurde in den letzten Monaten so viel über Chinolone oder explizit Ciprofloxacin oder Tavanic etc. berichtet, es stand ein Artikel im Spiegel, im Stern war ein Kommentar eines Arztes unter der Rubrik: Diagnose und im RTL kam eine Betroffene zu Wort. Hat sich etwas an der Verschreibepraxis geändert? NEIN. Hat es die Ärzte aufgerüttelt? Nein. Die haben alle keinen Fernseher und lesen weder Stern noch Spiegel. Oder es ist ihnen egal. Hauptsache die Kohle fliest. Und Rote-Hand-Briefe? Keine Zeit, die kommen in den dafür vorgesehenen Ordner. Ich war vor drei Wochen in einer Reha auf Sylt. Dort brauchte ich leider wieder ein Antibiotikum und kam mit der Apothekerin ins Gespräch. Die sagte dann: ich kenne die Problematik um das RESERVERANTIBIOTIKUM Ciprofloxacin. Eine Ärztin hier auf der Insel verschreibt es schon bei der banalsten Blaseninfektion. So sieht es aus!
    Insofern, 10000000Dank für das Aufgreifen dieser Ungeheuerlichkeit. Und wenn nur 5 Leute vom FLox gerettet werden, hat sich alles gelohnt!

  16. 16

    Guten Abend !
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur meine Meinung hier kundtun.Die allzu leichtfertige
    Verordnung von Breitspektrumantibiotika hat
    ja nun leider zu massiven Resistenzbildungen geführt.Es sollte doch im Notfall bei wirklich schweren Erkrg.noch wirken koennen.
    Selbst fahre ich sehr gut mit den Sanum-Mitteln u.mit Angocin Anti Infekt!
    Vor zig.Jahren hat man mir meine gesamte Darmflora ruiniert wegen eines banalen Infektes.Es hat monatelang gedauert bis das mit Floraaufbau wieder einigermaßen in Ordnung war!Von den Kosten u.Fehlzeiten einnal ganz zu schweigen!Man muß diesen Planeten der zum großen Teil aus „Bakterien“ besteht versuchen zu verstehen!!!
    Das geht nicht mit einem null-acht-fuenfzehn Denken!!! Ha Ha Ha Dreimal kurz gelacht!!!
    Regina !!!

  17. 17

    Wer gerne krank werden möchte darf sich gerne von einem Schulmediziner behandeln lassen. Der Erfolg wird sich einstellen.
    Bei Blasenentzündungen wird eine weitere Ursache oft vergessen, dass es Beziehungen gibt, welche beim Geschlechtsverkehr nachfolgend Entzündungen verursachen, weil sich die Körpersäfte gegenseitig nicht vertragen. Dann ist es gut, die Natur zu respektieren und die Konsequenzen einer Trennung zu befolgen.

  18. 18

    mir wird schwindelig und ich bekomme Herzrasen, wenn ich den Bericht und all diese Kommentare lese. Die Pharmaindustrie hat schon lange DAS Regierung übernommen und die Politik macht mit. Danke Herr Gräber das es sie gibt. Ich war schon vor ca. 40 Jahren gegen die ständige Gabe von Antibiotika.

  19. 19

    Ich kann bei Blasen- und Nierenbeckenentzündungen Bärentraubenblättertee empfehlen. Ich hatte über längere Zeit immer wieder Probleme mit den Nieren und Nierenkrämpfe, aber der Urologe konnte nichts finden. Habe dann auf einem Australienurlaub(!) diese Entdeckung gemacht und schwöre seither auf die Bärentraubenblätter (am besten ohne sonstige Kräuterbeimischungen, die einem gerne in den Apotheken empfohlen werden).

  20. 20

    Ich hatte gerade eine Nebenhöhlenentzündung.Ich hab das öfter aber beim Arzt war ich deswegen noch nie.Gerade jetzt im Frühsommer ist es doch bescheuert,wenn der den Auslöser nicht prüft:Allergie?? Viren??Bakterien??Ohne diese Klärung nehme ich keine Antibiotika,punkt.
    Zwiebelsud inhalieren.Im Netz gibt es ein Rezept für ein natürliches Antibiotikum auf Zwiebel-Curcuma-Ingwer-Basis mit schwarzem Pfeffer.Milch weg,das ist das A&O.Weg mit der Milch!
    Die einzige Blasenentzündung,die ich je hatte,war blutig und die habe ich allerdings einen Arzt behandeln lassen.Unwissend,dass die damaligen Sulfonamide genau wie Fluorchinolone Halluzinationen auslösen-was ich damals wie heute desaströs finde für jemanden,der (vor 10 Jahren) mal psychotische Episoden hatte.Ich würde die Verschreibung solcher Mittel rundweg ablehnen und mich immer auf diese „Hallus“ berufen.Ich darf das nicht,aus.Das ist natürlich auch eine Art Ausrede, weil ich nicht annehme,dass ich mit anderen Begründungen gehört würde.
    Blasenentzündungen machen mich sehr unsicher,weil ich mal gelernt habe,dass die ohne AB Nierenentzündungen auslösen (stimmt das?).Davor habe ich Angst und ich traue mir da (noch) keine eigene Entscheidung zu.Aber es ist schon super traurig,wieviel arme Schweine heute mit MRSA herumlaufen.Die Antwort der Ärzte? Antibiotika! Eine Freundin hat sich nach AB wg Lungenentzündung Chlostridium Difficile eingehandelt,2 „Runden“ AB bekommen und beobachtet,dass der Durchfall nach jeder Runde schlimmer (!).Vancomycin wollte sie nicht mehr nehmen und hat Ärger gekriegt.Drohung mit Darmdurchbruch uä.Mit Betteln und Flehen durfte sie dann 4 Wochen lang Hefepräparate und Symbiolact „probieren“ und siehe da: Der Durchfall ist weg.Die letzte Stuhlprobe auch und wird vom behandelnden Arzt einfach nicht besprochen.Der stellt sich anscheinend tot oder wie?Was soll das jetzt bringen? Aber ich hatte echt Schiss,dass die dem erzählt,woher sie den Tipp hat und ich dann Staatsurlaub mit extra gesiebter Luft machen darf….Ich verstehe nichts von Medizin.Aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir,dass es nicht iO sein kann,antibiotikaresistente Keime mit immer mehr A. zu beschiessen bis die gesunde Flora weg ist und der Chl.diff. auf überhaupt nichts mehr reagiert.Sie war und ist ja dauernd zur Kontrolle und die Ärzte waren ganz zufrieden.Kein Aufstand,es geht ihr gut.Aude sapere,kann ich da nur sagen.

  21. 21

    Hallo Herr Gräber,

    vielen Dank für diesen Artikel. Seit heute bin ich mir ziemlich sicher, einer der von massiven Nebenwirkungen Betroffenen zu sein. Ich kämpfe nach Einnahme von Cipro Basics seit 1 Jahr mit Gelenk- und Muskelschmerzen und vor allen Dingen mit Angst- und Panikattacken und Depressionen.
    Ihr Artikel hat mich veranlasst, genau über dieses Mittel zu recherchieren und die Zusammenhänge herzustellen.
    Vielen Dank dafür!

  22. 22

    Alle diejenigen, welche den Verdacht haben, dass bei ihnen ein Behandlungsfehler vorliegt, sollten wie folgt vorgehen.
    1. Den ärztlichen Dienst der Krankenkassen einschalten. Ist kostenlos. Wenn diese einen Anhaltspunkt für einen Behandlungsfehler finden, wird die Krankenakte angefordert.
    Ab diesem Zeitpunkt wirds spannend.
    Meldet sich dann nämlich plötzlich eine Haftpflichtversicherung und macht ein finanzielles Angebot, sollte sofort ein speziell auf diese Thematik spezialisierter Rechtsanwalt beauftragt werden. Alleine würde man nämlich allzu schnell über den Tisch gezogen.

  23. 23

    Hallo, das ist ein sehr interessanter Beitrag! Ich selber hatte eine angebliche Nierenbeckenentzündung und sollte Ciprofloxacin nehmen. Nach der 1. Tablette bekam ich einen kreislaufzusammenbruch und habe sie wieder erbrochen. Danach ging es wieder, meine Ärztin meinte es soll noch ein anderes Antibiotika ausprobiert werden!?? Meine Heilpraktikerin hat mir sehr gut geholfen.
    Vg Anja

  24. Ingrid Muckenhammer
    Samstag, 19. Mai 2018 8:26
    24

    Danke für den tollen Artikel, ihr „Fazit vom Fazit“ passt perfekt zum Artikel sowie sehr oft zu schulmedizinisch arbeitenden Ärzten. Danke für Ihre vielen tollten Artikel, Herr Graeber.

  25. 25

    Ich habe mit 18 Jahren meine erste Harnwegsentzündung bekommen. Nach mehreren Monaten „austesten“ von verschiedensten Antibiotika, die überhaupt keine Besserung brachten, musste ich mit der Krankheit leben. 30 Jahre lang !!! …..Schmerzen, Verzweiflung, verpatzte Urlaube. Enddiagnose: Das ist psychisch, ich würde mir die Krankheit einreden.
    Vor 5 Jahren habe ich meine Ernährung auf komplett basisch umgestellt, Bärentraubenblättertee, Yoga, grüne Smoothies usw. – seither bin ich gesund….dank auch Ihrer vielen Anregungen. Vielen Dank dafür!

  26. 26

    Man fragt sich warum manche Leute Cipro problemlos vertragen. Ich und eine Bekannte haben es schon genommen Cipro 500 und hatten keinerlei Nebenwirkungen. Könnte die Unverträglichkeit auch genetisch bedingt sein, was es bei anderen Medikamenten wie z.B. Ziagen (Wirkstoff Abacavir) auch gibt.??? Ich würde es von nun an allerdings auch nicht mehr nehmen. Vielen Dank. Ihre Berichte sind immer toll.

  27. 27

    Guten Tag. Vielen Dank für die Informationen, hat mir mehr geholfen als ein dutzend Arztbesuche!
    Hab vor 3 Jahren wegen einer Gehörgangsentzündung zweimal Ciprohexal verschrieben bekommen, wusst nur leider nicht wie brandgefährlich das Zeug ist: de.wikipedia.org/wiki/Fluorchinolone#Nebenwirkungen
    Packungsbeilagen lesen reicht leider nicht. Deshalb würde es mich freuen wenn sich möglichst Viele beteiligen das zu ändern:
    weact.campact.de/petitions/warnung-und-eingeschrankter-einsatz-fur-chinolone-antibiotika
    Ansonsten kann ich allen Leidensgenossen folgende Anlaufstellen empfehlen:
    fluorchinolone-forum.de/
    ciprohilfe.wordpress.com/
    Gute Besserung!

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