Warum ein HEILPRAKTIKER die ärtzliche Therapie erklären muss

Die besten Geschichten schreibt die Praxis immer noch selbst.

Der letzte Freitag war wieder so ein Tag, an dem ich mich fragte, ob die behandelnden Ärzte den Patienten einen Befund erklären oder ein Medikament, das sie diesen verschreiben.

1. Beispiel vom Freitag:

Eine Patientin kommt mit dem MRT Befund von ihrem Arzt, wegen Ihres lädierten und schmerzenden Knies. Sie war deswegen schon seit zwei Wochen bei mir in Behandlung (Akupunktur), die eine zufriedenstellende Besserung zeigte. Ich sollte der Patientin den MRT Befund erklären, weil Sie es bei Ihrem Arzt NICHT VERSTANDEN hat.

2. Beispiel vom Freitag:

Eine andere Patientin bekommt ein Medikament vom Arzt verordnet, dass sie aber nicht nehmen möchte, nachdem sie zu Hause den Beipackzettel gelesen hat.

Dies ist ein sehr typischer Fall: Arzt verordnet Medikament – Patient nimmt es aber nicht. So etwas nennt man in der Medizin eine schlechte „Patienten-Compliance“.

Es kann doch nicht sein, dass ich auch noch die Patientenberatung und Aufklärung übernehmen muss für Befunde, Diagnosen und Medikation, die die Patienten von Ihrem Hausarzt oder Facharzt erhalten.

Ich mache das zwar gerne, weil ich so auch immer wieder auf dem Gebiet der „klassischen“ Medizin gefordert bin – aber zu denken gibt es mir dennoch. (Ich empfehle allen meinen Kollegen sich mit den Medikamenten und Verfahren der Schulmedizin intensiv vertraut zu machen. Hierzu ist es ratsam ein oder zwei Ärtzezeitungen zu abonnieren und zu lesen, damit man weiß, was „los“ ist.)

Dabei bilden wir uns in Deutschland doch ein, einen sehr guten Versorgungsstandard zu haben…

Dennoch ist die Realität eine ganz andere: knapp acht Minuten widmet sich ein Arzt in Deutschland im Durchschnitt seinen Patienten zu – pro Konsultation.

In fast allen westlichen Industriestaaten nehmen sich die Ärzte mehr Zeit – in Großbritannien sind es z.B. elf Minuten und in den USA sogar 19 Minuten.

Andere Statistiken zeigen zudem, dass die Qualität der Versorgung zudem selbst in weniger reichen Ländern als Deutschland BESSER ist als bei uns.

Deutschland hat im Vergleich eine sehr hoh Zahl an chronisch Kranken, obwohl wir in Europa am meisten pro Kopf für die Patienten ausgeben.

Könnte das vielleicht daran liegen, dass Deutschland führend in der Medizintechnik ist und der größte Medikamenten-Exporteur?

Könnte es sein, dass unser Gesundheitssystem deswegen so teuer ist, weil wir so viele Apparate benutzen und zu viele Medikamente verordnen?

Ein Beleg dafür sind Schätzungen, dass immer noch (trotz Zuzahlungen) ca. 40% der Medikamente weggeworfen werden (siehe Beispiel meiner Patientin oben).

Könnte es sein, dass die Lobbyisten in Berlin zu stark sind, um eine wirkliche Wende im Gesundheitswesen herbeizuführen? In diesem Zusammenhang sollten Sie auch meinen Artikel: „Pharmaindustrie zeigt Stärke“ lesen. Oder Sie lesen gleich die Rubrik: Medikamentenskandal.

René Gräber

René Gräber

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