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Tamiflu ist vielen von Ihnen sicher noch im Zusammenhang mit der Schweinegrippe 2009 bekannt. Und das Mittel erfreut sich immer noch einer gewissen Beliebtheit unter Medizinern.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass der Coronavirus, die Vogelgrippe, die Schweinegrippe (und überhaupt die Grippe), uns nichts anhaben kann, wenn wir nur an die heilige Mutter Pharma glauben und alles schlucken, was uns von dort aufgetischt wird?

Mit der Schweinegrippe 2009 wurde uns damals auch gleich der Heilsbringer mit serviert: Die Schweinegrippe-Impfung und das Tamiflu. Das Zaubermittel Tamiflu, sollte uns im Fall der Fälle vor dem sicheren Verderben bewahren.

Auch die Namensgebung für das Medikament kommt aus dem Reich der Phantasie: Tami für das englische Verb „to tame“, was „zähmen“ heißt und „flu“ steht für „flunkern“. . . `Tschuldigung. . . für „Grippe“ natürlich. Jedenfalls:  Bereits 2009 schrieb ich in diesem Blog hier: Tamiflu – begehrt, aber wirkungslos.

Die „Fachwelt“: Schulmedizin, Presse, Politiker (selbst die Kanzlerin erwähnte den Markennamen Tamiflu) und der kleine Mann auf der Straße waren sich einig: Die Pharmakologie im Speziellen und die Medizin im Allgemeinen haben wieder einmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.

Kritische Stimmen wurden totgeschwiegen oder die Kritiker als nicht ernst zu nehmend bezeichnet.

Die ganze Diskussion um die Vorzüge des „Virustatikums“ (allen voran Tamiflu) wurde angeheizt durch Panikmache und politische Intervention: Die Bundesländer hatten vom Hersteller vorsorglich für etliche Millionen Euro Vorratspackungen eingekauft, um die Bundesbürger vor dem sicheren Ende zu bewahren.

Denn 2006 stellte man sich in den schillernsten Farben vor, dass das damalige Vogelvirus über Nacht zu einem Virus mutieren kann, das auch für den Menschen üble Folgen bereithält. Bayern allein soll dafür um die 22 Millionen Euro ausgegeben haben.

Und das sichere Ende kam dann auch, aber nicht für die Bürger, sondern für das Medikament.

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Wo Wissenschaftler ein neues Medikament „erfinden“ und in Fachzeitschriften „lobpreisen“, waren es ebenfalls Wissenschaftler, die dieses Produkt kritisch unter die Lupe nahmen – zum Glück. Ein internationales Gutachterteam von der Cochrane Collaboration setzte sich mit dem Präparat und seinen Wirkungen bzw. Nebenwirkungen unter anderen Gesichtspunkten auseinander.

Die Cochrane Gruppe besteht aus einer Reihe von Wissenschaftlern, die Studien nachverfolgen bzw. auswerten in Hinsicht auf deren Aussagekraft unter besonderen Gesichtspunkten. Für Tamiflu wurde eigentlich nur eine Analyse der vorhandenen Daten auf die Wirkungs- und Nebenwirkungsrate erhoben.

Das Datenmaterial, was seinerzeit von Roche, dem Hersteller von Tamiflu, veröffentlicht worden ist, zeigte dann auch beeindruckende Ergebnisse: Alles signifikant, wo man auch hinschaut. Besonders überzeugende Ergebnisse konnte ein Virologe aus dem Genfer Universitätsklinikum, Laurent Kaiser, vorweisen.

Er hatte 10 aktuelle Wirksamkeitsstudien untersucht und mehr als eindeutig feststellen können, dass unter einer Tamiflu-Gabe „signifikant“ weniger Patienten an Lungenentzündung erkrankten als ohne bzw. unter Plazebo.

Das Jefferson Team von der Cochrane Collaboration konnte hier feststellen, dass diese Ergebnisse „signifikant“ manipuliert worden waren. Denn alle Studien waren vom Hersteller selbst durchgeführt worden.

Aber da diese Ergebnisse so überzeugend waren, wurden sie von der gesamten Welt gläubig ins Abendgebet aufgenommen. Sogar die Cochrane Wissenschaftler gingen der Schlamperei zu Beginn auf den Leim. Erst 2009 bekamen sie vom britischen National Institute for Health Research den Auftrag, diesen ganzen Komplex noch einmal wissenschaftlich aufzurollen.

Denn es kam Kunde aus Japan, wo Ärzte, wie Keji Hayashi, die Wissenschaftler darauf aufmerksam machten, dass die veröffentlichten Daten mit der klinische Praxis nicht in Einklang zu bringen seien.

Dazu kommt noch, dass die Autoren der berühmten Tamiflu-Übersichtsstudie Angestellte und bezahlte Berater vom Tamiflu-Hersteller sind. Die 10 Studien, die untersucht worden sind, sind in 8 Fällen überhaupt nicht veröffentlicht worden. Nur 2 wurden als koscher genug befunden, den Weg in eine Veröffentlichung zu gehen. Warum also wird 80 Prozent des Studienmaterials unter den Teppich gekehrt und 20 Prozent stellvertretend für 100 Prozent verkauft?

Um dieser Frage nachzugehen fragte das Jefferson Team Kaiser um die vollständigen Daten. Der aber verwies diese an die Firma Roche, und die wollten eine Verschwiegenheitserklärung, falls man die richtigen Daten aushändigte. Anders ausgedrückt: Die Jefferson Gruppe durfte die Daten ansehen, durfte aber zu niemanden darüber Aussagen machen, geschweige Veröffentlichungen darüber erstellen. Aha? Gibt es hier etwas zu verheimlichen?

Wenn die Datenlage so eindeutig „signifikant“ ist, warum wird dann nicht damit in der wissenschaftlichen Weltgeschichte umhergeschmissen wie in Köln zum Karneval mit Kamellen?

Die Jefferson Gruppe zog aus diesem Verhalten die Konsequenzen und veröffentlichten die Lücken und Ungereimtheiten der Kaiser-Veröffentlichung. Sie erstellten eine neue Bewertung des Präparat auf der Grundlage von Studien, die vollständig veröffentlicht worden waren.

Tamiflu nicht besser als Placebo?

Das Ergebnis war „signifikant“: Tamiflu schneidet nicht besser ab als ein Plazebo – ein Ergebnis, das der Einschätzung der japanischen Wissenschaftler um Keji Hayashi entspricht.

Nachdem das Kind für Roche in Bausch und Bogen in den Brunnen gefallen war, wurde die Firma rege. Sie versprach, die fehlenden Daten nachzureichen, allerdings unter recht komplizierten Bedingungen – passwortgeschützte Webseite, unvollständige Daten wiederum etc. Das zögerliche Herausrücken der Originaldaten muss leider die Frage zulassen: Werden die Daten erst einmal wieder zurechtgeschrieben, um die gewünschten Ergebnisse zu liefern?

Die ersten veröffentlichten Daten wurden von Jefferson und seiner Gruppe als manipuliert erkannt, und „Schwupps“ waren die Daten von mehr als der Hälfte der Studienteilnehmer verschwunden (2691 von 4813). Auch im Reich der Nebenwirkungen konnten die Jefferson Leute eine Reihe von bunten Kühen begegnen.

Die offizielle Darstellung für Tamiflu sieht so aus, dass es keine und wenn, dann unbedeutende Nebenwirkungen gegeben hat. Zurück aus dem Märchenwald zeigten sogar die unvollständigen Daten, dass es 10 schwere Zwischenfälle bei 9 Patienten gegeben hatte.

Auch hier hatten die japanischen Wissenschaftler das gleiche Bild geliefert: Kinder unter Tamiflu zeigten gehäuft psychotische Veränderungen. Naja, und wenn man sich nicht anders zu helfen weiß, setzt man noch einen oben drauf. So behauptet Roche stock und steif der Süddeutschen Zeitung gegenüber, dass es keine Datenlücken gibt. Wörtlich: „Roche glaubt, dass es alle Daten zur Verfügung gestellt hat. . . „

Aber glauben heißt ja nicht wissen. Warum also weiß Roche nicht, ob sie alle Daten abgegeben hat. Da bleibt doch nur die Vermutung: Roche glaubt nicht, Roche weiß, dass sie NICHT alle Daten zur Verfügung gestellt hat – oder?

Danach geht man in die Offensive und teilt den Gutachtern mit, dass die Firma darüber entscheidet mit welchem Material die Gutachter zu arbeiten haben. Der Kommentar von Tom Jefferson: „Eine verkehrte Welt! Seit wann entscheiden die Begutachteten, was der Gutachter sehen darf – und was nicht?“

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Aber es gab ja noch: Relenza!

Aber auch Glaxo hat eine glorreiche Vergangenheit in Sachen Datenmanipulation und – unterdrückung (Avandia unlängst). Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Datenlage für Relenza, das Glaxo Pendant zu Tamiflu, vermutlich auch nicht alles ganz in Ordnung ist.

Tut mir leid, aber der gute Wille ist mir bei solchen Machenschaften abhanden gekommen. Die größte Studie mit Relenza in den USA zeigte im Vergleich zu Plazebo übrigens keinen besseren Effekt. Auch sie verschwand in den Katakomben der medizinischen Geheimwissenschaften und wurde nie veröffentlicht.

Fazit der Jefferson Gruppe: Wo man auch hinschaut, man sieht manipulierte Daten. Medizinisch-wissenschaftliche Studien . . . Hollywood für Weißkittel. Mein Fazit: Nichts Neues für mich. Wenn Sie möchten schauen Sie sich auch mal die Reportage von Frontal21 DAS PHARMAKARTELL an. Spätestens dann dürfte einiges klarer werden…

Tamiflu: Die „wahren“ Wirkungen enthüllt

Die wahren Wirkungen von Tamiflu enthüllten die englischen Forscher Peter Doshi und Carl Heneghan, die immer wieder nachfragten und recherchierten.

In den letzten Jahren wurden sie nicht müde Daten zu sammeln und auf die Herausgabe der Studiendaten zu Tamiflu zu drängen. Und: die Auswertungen belegen das Täuschungsmanöver des Pharmariesen.

Das Cochrane-Netzwerk hat zusammen mit dem British Medical Journal die 550 Seiten umfassende Dokumentation veröffentlich und Regierungen und Verantwortliche der Gesundheitspolitik dazu aufgerufen, die Grippemittel nicht weiter einzusetzen. Die umfangreiche Analyse zeigt, dass die enthaltenen Neuraminidasehemmer bei Grippe praktisch wirkungslos sind. Dies wurde bereits seit 2009 in mehreren Fachpublikationen aufgezeigt.

Nebenwirkungen: von Übelkeit bis Schizophrenie

Keine der propagierten Wirkungen wie Schutz vor Bronchitis, Mittelohrinfektion, Nebenhöhleninfektion oder Lungenentzündungen sind nachweisbar. Unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen waren um fünf Prozent erhöht, ein Prozent der Personen erkrankte gar an Schizophrenie.

Diese Ergebnisse sind wahrhaftig „zum Kotzen“ und erzeugen bei mir größte Übelkeit! Paradox ist zudem, dass durch die Medikamenteneinnahme das Immunsystem geschwächt wird, da die körpereigenen Antikörper reduziert werden.  

Milliardenverluste für viele Staaten

Deutschland hatte bereits im Zuge der Vogelgrippe 2007 mit der Bevorratung der Grippemittel begonnen und gab schätzungsweise 500 Millionen Euro aus, die USA etwa 1,3 Milliarden. Viele andere Staaten bestellten von Roche Tamiflu (Oseltamivir) oder von GlaxoSmithKline Relenza (Zanamivir). Der weltweite Umsatz betrug für die Herstellerfirmen wohl mehr als 10 Milliarden Euro.

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Zweifel an der Wirksamkeit bereits seit 2009!

Völlig unverständlich erscheint die Anschaffung der Grippemittel auch deshalb, weil seit 2009 die Wirksamkeit bereits stark angezweifelt wurde (siehe mein Beitrag oben), denn nur 40 % der Daten waren veröffentlicht, der Großteil wurde von Roche mit fadenscheinigen Ausreden zurückgehalten.

Dabei sollte allein schon die Verweigerung der Datenherausgabe Anlass zum Misstrauen geben, ohne ausreichend positive Belege viele Millionen zu investieren. Erst 2013 (!) machte Roche unter dem Druck der Forscher um Peter Doshi die Daten zugänglich, die das ganze Ausmaß der Wirkungslosigkeit und Gefährlichkeit offenbarten.

Da weder die WHO, die europäische oder amerikanische Seuchenschutzbehörde noch die europäische Arzneimittelagentur die Datensätze anforderten und die Regierungen sich auf die unfähigen Behörden beriefen, konnte die Geldverschwendung weitergehen. Doshi bezeichnete den Totalausfall politischer und regulatorischer Organe treffend als „Multiorganversagen“. Ich kann mich dieser Beurteilung nur anschließen.

Regierungen ziehen KEINE Konsequenzen

Viele Führungspersonen haben nicht den Mut zu sagen, dass es gegen eine Epidemie kein wirksames Medikament gibt. Einzelne Stimmen fordern jetzt zwar die zukünftige Verpflichtung von Pharmafirmen und Gesundheitsbehörden zur lückenlosen Veröffentlichung aller Daten.

Doch offenbar hat der Skandal trotz seiner enormen finanziellen Verluste noch immer zu keinem Umdenken geführt. Dies legt etwa die Reaktion der bayrischen Gesundheitsbehörden nahe, die sich auch jetzt auf die positive Beurteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berufen.

Auch die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kordula Schulz-Asche, Dr. Harald Terpe, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/1227), lässt eigentlich keine anderen Schlüsse zu:

Frage: Plant die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Cochrane-Collabortation den vorsorglichen Ankauf und die weitere Bevorratung von Tamiflu und Relenza auf Bundesebene einzustellen und ein entsprechendes Vorgehen mit den Bundesländern abzustimmen?
Antwort: Aufgrund der bestehenden Vorräte an Neuraminidasehemmern bei Bund und Ländern besteht derzeit bundesweit keine Notwendigkeit, über die weitere Bevorratung mit Neuraminidasehemmern zu entscheiden.

Da bleibt nur die Hoffnung, dass verantwortungsbewusste Menschen wie Peter Doshi nicht schweigen, bis sich etwas ändert. Und man darf sich schon mal fragen, WER in diesem Land eigentlich das sagen hat?

FAZIT: Der Fall der Grippemittel Tamiflu und Relenza zeigt klar und deutlich: Die Pharmaindustrie ist anscheinend nur auf maximale Gewinne aus. Doch es ist nicht nur die Nutzlosigkeit der Medikamente und die Millionen die dafür ausgegeben wurden.

Der wirkliche Skandal sind teilweise sehr gefährlichen Nebenwirkungen. Konsequenzen: keine. Die betroffenen Patienten und die Steuerzahler haben halt Pech gehabt. Ich wünschte dieser (wohl teuerste) Medizinskandal wäre ein Einzelfall. Leider gibt es weitere zahlreiche fragwürdige Pharmaprodukte, beispielsweise Impfstoffe mit Quecksilber oder Cholesterinsenker mit Statinen. Wann wird endlich mal „aufgeräumt“?

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Dieser Beitrag wurde von mir erstmalig am 7. Januar 2011 veröffentlicht und letztmalig am 18.3.2015 ausführlich überarbeitet und am 13.1.2026 geringfügig ergänzt.

Weitere Informationen zum Thema:

Die Schulmedizin ist für viele das Maß aller Dinge – dabei zählt sie längst selbst zu den Hauptursachen für Krankheit und Tod. Platz drei, gleich hinter Krebs und Herzinfarkt. Kein Scherz. Und nein, nicht wegen fehlender Therapie, sondern WEGEN dieser.

Wer sich seit Jahrzehnten mit Naturheilkunde beschäftigt, dem ist klar: Es geht nicht nur um Nebenwirkungen. Es geht um ein ganzes System, das Ärzte mit Geld, Geschenken und Einfluss gefügig macht. Ein System, das Heilung oft behindert, statt sie zu fördern.

In diesem Beitrag geht es nicht um Theorien, sondern um Zahlen. Um dokumentierte Milliardenbeträge, die an Ärzte fließen – nicht für Forschung, sondern für Vorträge, Mahlzeiten, Produkteinführungen. Es geht um ein Gesundheitswesen, in dem nicht die beste Therapie zählt, sondern die mit dem besten Sponsor.

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Welche Blüten diese marode Praxis zu treiben in der Lage ist, hatte ich bereits in etlichen Beiträgen beschrieben.

Und zu Erinnerung an die „Corona-Zeiten“: dort war das Scheunentor für Korruption und Bestechung so offen wie noch nie:

Tja… Jetzt, wo Corona vorbei zu sein scheint (obwohl einige „Experten“ aus der Schulmedizin diesen „glorreichen Zeiten“ nachzutrauern scheinen, da sie anscheinend immer noch die Genspritzen zum Einsatz bringen wollen), scheint sich in dieser Hinsicht immer noch nicht viel gebessert zu haben. Oder doch? Sind jetzt doch einige Leute wach geworden?

Ein Blick über den großen Teich lohnt sich: In den USA deutet sich ein Kurswechsel an. Donald Trump verfolgt eine deutlich andere Linie als sein Vorgänger – und mit Robert F. Kennedy Jr. steht nun ein erklärter Pharmakritiker an der Spitze des Gesundheitsressorts.

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Grafik zeigt Einfluss der Pharmaindustrie: Milliarden an Ärzte, veränderte Therapien durch Geschenke, Korruption in der Medizin

Der USA Report

Medizinische „Experten“ in den USA, von Neurochirurgen bis zu Anästhesisten und Onkologen, haben in den letzten Jahren von der Pharma- und Medizingeräteindustrie individuelle Zahlungen in Milliardenhöhe erhalten, die nichts mit Forschung zu tun haben, wie eine Reihe neuer Studien zeigt.

Die Zahlungen wecken bei Forschern und Vertretern der öffentlichen Gesundheit Bedenken darüber, wie sich der Einfluss der Industrie negativ auf die Patientenversorgung auswirken könnte.

Die „Sunshine Act-Datenveröffentlichung: Diskussionspunkte für Ärzte“ der „American Medical Association“ legt nahe, dass die Aufrechterhaltung von Beziehungen zur Industrie, einschließlich der von Unternehmen finanzierten medizinischen Ausbildung, nicht unbedingt bedeutet, dass das Urteil der Ärzte unangemessen beeinflusst wurde.

Es gibt jedoch Belege dafür, dass diese Art von nicht forschungsbezogenen, direkten Beziehungen die medizinische Entscheidungsfindung auf eine Weise beeinflussen, die den Pharma- und Geräteherstellern zugutekommt.

Es wurde nachgewiesen, dass sie die Gesundheitskosten für die Verbraucher erhöhen und zu impliziter Voreingenommenheit führen, indem sie das Verhalten der Ärzte zugunsten bestimmter Produkte und Dienstleistungen der Industrie beeinflussen, die nicht unbedingt gut für die Gesundheit der Patienten sein müssen. Sie können beispielsweise Verschreibungsgewohnheiten ändern und auch in Entscheidungen darüber einfließen, welche medizinischen Geräte verwendet werden sollen.

Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten sind nach dem „Physician Payments Sunshine Act“ verpflichtet, Zahlungen, Wertgegenstände und Anlageinteressen im Wert von 10 USD oder mehr an Gesundheitsdienstleister zu melden. Einige Bundesstaaten, Krankenhäuser und akademische Einrichtungen haben ihre eigenen Regeln, die bestimmte Geschenke und Zahlungen der Branche beschränken, aber es gibt keine Bundesgesetze, die einschränken, was ein einzelner Anbieter annehmen darf.

Allein von 2020 bis 2023 überstieg der Gesamtwert der allgemeinen (nicht forschungsbezogenen) Zahlungen der Pharma- und Medizinprodukteindustrie an Ärzte 8 Milliarden USD, wie aus den nach Interessengruppen kategorisierten Aufzeichnungen der „Open Payments Database“ hervorgeht. Die Zahl der Ärzte, die diese Zahlungen erhalten, stieg in diesem Zeitraum ebenfalls um 28 %, siehe:
https://openpaymentsdata.cms.gov/

Oder mit anderen Worten: Corona und seine „Pandemie“ hat sich für die ehrbare Ärzteschaft finanziell noch einmal dick und fett gelohnt. Zumindest in den USA.

Und in Deutschland? Meine Vermutung ist, dass es hier kaum anders verlaufen sein dürfte als in den Staaten. Nur spricht man nicht so gerne darüber, wie man überhaupt nicht gerne über Corona und seine den Planeten rettenden Injektionen spricht. RKI und PEI entpuppten sich ja nicht als ein Hort der Transparenz…

„Wir haben ein systemisches Problem.“

Da diese Zahlungen anhalten, schlagen Experten weiterhin Alarm.

„Das Geld ist so verlockend, dass es mich in gewisser Weise nicht überrascht, und es gibt keine Aufsichtsbehörde“, sagt Dr. Lisa Cosgrove von der „University of Massachusetts-Boston“, deren Forschung sich auf ethische, medizinische und rechtliche Fragen in der organisierten Psychiatrie aufgrund der Beziehungen zwischen Wissenschaft und Industrie konzentriert. „Wir haben ein systemisches Problem.“

Allgemeine Zahlungen können von Beratungs- und Vortragshonoraren bis hin zu Geschenken, Reisen und Mahlzeiten reichen. Sie umfassen auch Lizenzgebühren und Lizenzgebühren aus dem Verkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten, die auf dem geistigen Eigentum einer Person basieren.

Pharma- und Medizinprodukteunternehmen leisten diese Zahlungen häufig an einzelne Mediziner im Rahmen von von der Industrie gesponserten Werbeaktivitäten, Beratungsfunktionen oder der medizinischen Fortbildung. Dies steht im Gegensatz zu den Finanzmitteln der Industrie für die medizinische Forschung, die häufig an Institutionen gehen.

Die meisten medizinischen Spezialisten erhalten kostenlose Proben, kleine Geschenke und gelegentlich Mahlzeiten. Dennoch können selbst bescheidene Geschenke – die den größten Teil der allgemeinen Zahlungen ausmachen – medizinische Entscheidungen beeinflussen, sagt Cosgrove.

So zeigt beispielsweise ein kürzlich im „BMJ-Journal Heart“ veröffentlichter Bericht, dass Ärzte, die von der Industrie gesponserte Mahlzeiten im Wert von durchschnittlich 17 Dollar pro Mahlzeit erhielten, mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit Medicare-Empfängern ein neues Herzinsuffizienzmedikament verschreiben. Eine Zunahme der Zahl kostenloser Mahlzeiten für Ärzte war der Studie zufolge auch mit mehr Medicare-Rechnungen für dieses Medikament und höheren Kosten verbunden, siehe: https://heart.bmj.com/content/111/4/147.long

„Verbindungen zur Industrie untergraben die Patientenversorgung und das Vertrauen der Öffentlichkeit“, sagt Dr. Adriane Fugh-Berman, Professorin an der „Georgetown University“ und Direktorin von „PharmedOut“. Die Organisation, ein Projekt des Georgetown University Medical Center, informiert medizinisches Fachpersonal und Studenten über Marketingpraktiken für Arzneimittel und Medizinprodukte; siehe: How Pharma Grooms Patients and Advocacy Groups to Sell Drugs | A PharmedOut Webinar – YouTube
(https://www.youtube.com/watch?v=PD_tBqHDouY)

„Das ist ein sehr schlechtes System. Kommerziell bereitgestellte Informationen dienen immer kommerziellen Zwecken“, sagt sie. „Sie sind nicht objektiv und die beste Möglichkeit für Ärzte, voreingenommene kommerzielle Informationen zu vermeiden, besteht darin, den Kontakt mit der Industrie und von der Industrie bereitgestellte Informationen zu vermeiden. Sie sollten keine Geschenke jeglicher Art annehmen, egal ob es sich um Mahlzeiten oder Geld von diesen Unternehmen handelt.“

Fugh-Bermans Forschung hat gezeigt, dass Industriegeschenke jeglicher Größe mit teureren Rezepten und mehr Markenrezepten sowie einer größeren Anzahl von Medikamenten verbunden sind, die einem Patienten verschrieben werden, was das Risiko von Nebenwirkungen erhöht: Influence of pharmaceutical marketing on Medicare prescriptions in the District of Columbia | PLOS One

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Der schwindelerregende Überblick:

  • Neurologie: Fast 8.000 Neurochirurgen in den USA erhielten zwischen 2019 und 2023 allgemeine Zahlungen von Pharma- und Chirurgiegeräteherstellern in Höhe von rund 479 Millionen US-Dollar, darunter 45 Zahlungen von jeweils über 1 Million US-Dollar.

Characteristics of reported industry payments to neurosurgeons from 2019 to 2022: The impact of COVID-19 – PubMed
(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39893930/)

Die häufigsten Zahlungen erfolgten für Essen und Getränke. Den größten Beitrag zum Gesamtbetrag leisteten laut der Anfang dieses Monats veröffentlichten Studie Zahlungen für Lizenzgebühren und Lizenzen, Beratungshonorare, Akquisitionen und Reisevergünstigungen.

  • Medizinische Onkologie: Etwa 19.500 medizinische Onkologen in den USA erhielten von 2017 bis 2023 mehr als zwei Millionen allgemeine Zahlungen in Höhe von insgesamt mehr als 600 Millionen US-Dollar. Die höchste Gesamtzahlungssumme erhielt die Hämatologie-Onkologie, und von der Industrie gesponserte Konferenzen führten zu Transaktionen mit hohem Wert. Aktienzahlungen spielten in der Hämatologie eine wichtige Rolle.

„Die stetig steigenden Gesamtzahlungen, insbesondere in der Hämatologie-Onkologie, unterstreichen die anhaltenden finanziellen Verbindungen zwischen der Industrie und der Onkologiepraxis“, stellt eine Gruppe von Forschern fest. „Dies spiegelt ein Einflusspotenzial wider, das zwar nicht durchgängig problematisch ist, aber einer ständigen Prüfung bedarf, um Innovation mit unvoreingenommener klinischer Entscheidungsfindung in Einklang zu bringen.“

The physician payments Sunshine Act and medical oncology: a seven-year financial analysis | Medical Oncology
(https://link.springer.com/article/10.1007/s12032-024-02563-7)

  • Anästhesiologie: Drei Viertel aller aktiv praktizierenden Anästhesisten in den USA erhielten von 2014 bis 2023 fast 300 Millionen US-Dollar an nicht forschungsbezogenen Industriezahlungen. Auf das oberste 1 % der Anästhesisten entfielen etwa drei Viertel der Gesamtzahlungen, wobei Schmerzmediziner im Durchschnitt achtmal höhere Zahlungen erhielten als Allgemeinanästhesisten.

Fast die Hälfte aller nichtärztlichen Anästhesisten erhielt von 2021 bis 2023 ebenfalls 7,2 Millionen US-Dollar, wobei die Zahlungsbeträge und die Zahl der Fachkräfte, die allgemeine Zahlungen erhielten, jedes Jahr deutlich anstiegen.

„Diese Studie zeigte große finanzielle Beziehungen zwischen Industrie und Anästhesieanbietern, mit einer unverhältnismäßigen Konzentration der Zahlungen auf eine Minderheit der Anbieter“, sagt der Forscher in einer Studie, die März 2025 im „Journal of Clinical Anesthesia“ veröffentlicht wurde.

Ten-year analysis of non-research industry payments to anesthesiologists in the United States between 2014 and 2023 – ScienceDirect
(https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0952818025000029?via%3Dihub#s0070)

  • Orthopädische Chirurgie: Von 600 Leitern von Fellowship-Programmen für orthopädische Chirurgie (FPDs) erhielten 99 % zwischen 2015 und 2021 nicht forschungsbezogene Industriezahlungen in Höhe von insgesamt mehr als 340 Millionen US-Dollar, inflationsbereinigt. Die meisten davon waren Lizenzgebühren oder Lizenzen (246,6 Millionen US-Dollar, 72,4 %) und Beratung (53,6 Millionen US-Dollar, 15,7 %). Die höchsten jährlichen Industriezahlungen gab es in der Wirbelsäulen- und Schulter-/Ellenbogenchirurgie, wo fast 40 % der Programmleiter jeweils über 100.000 US-Dollar erhielten.

Viele dieser Spezialisten besitzen Patente und haben ein Gerät miterfunden und erhalten dann Lizenzgebühren und Zahlungen vom Hersteller des Geräts, sagt Dr. Jerry Avorn, Professor für Medizin an der „Harvard Medical School“ und Autor von „Rethinking Medications: Truth, Power, and the Drugs You Take.“

„Wenn ich ein künstliches Kniegelenk bekommen würde, würde ich gerne wissen wollen, ob mein Orthopäde mehr Geld verdient, weil er für das Gerät Lizenzgebühren erhält, und nicht, weil es … das Beste für mein Knie ist“, sagt er. [19]

JAAOS – Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons
(https://journals.lww.com/jaaos/abstract/2025/01150/nature_and_magnitude_of_industry_payments_to.11.aspx)

  • Radiologie: US-amerikanische Radiologieärzte erhielten zwischen 2017 und 2021 Lizenzgebühren und Eigentumsgebühren in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar. Von den rund 3.000 Neuroradiologen einer anderen Studie, die im November letzten Jahres veröffentlicht wurde, erhielten 48 % zwischen 2016 und 2021 mindestens eine Zahlung aus der Industrie, darunter auch Forschungsgelder. Geschenke waren die häufigste Zahlungsart, während Vortragshonorare 36 % des Gesamtwerts der Zahlungen ausmachten. Die Industriezahlungen waren stark konzentriert, wie die Studie zeigt: Die 5 % bestbezahlten Neuroradiologen erhielten fast die Hälfte aller Zahlungen, was 84 % des Gesamtwerts entspricht.

Proportion of industry payment value by category in radiology relative to other specialties – Clinical Imaging
(https://www.clinicalimaging.org/article/S0899-7071(24)00167-0/abstract)

  • Endokrine Chirurgie: Mehr als 400 Mitglieder der „American Association of Endocrine Surgeons“ erhielten zwischen 2014 und 2020 allgemeine Zahlungen in Höhe von fast 5,9 Millionen US-Dollar, wobei die durchschnittliche Zahlung in diesem Zeitraum bei 701 US-Dollar lag. Die häufigsten Kategorien waren Verpflegung und Getränke, Reise- und Unterkunftskosten sowie Beratungsgebühren.

Show Me the Money: Industry Payments to American Association of Endocrine Surgeons Members – Journal of Surgical Research
(https://www.journalofsurgicalresearch.com/article/S0022-4804(24)00517-1/abstract)

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  • Mehrere Fachgebiete: Ärzte aus fünf Fachgebieten (Allergologen/Immunologen, Dermatologen, Gastroenterologen, HNO-Ärzte und Lungenfachärzte) erhielten im Jahr 2023 22,6 Millionen US-Dollar – fast das Vierfache des Betrags, der 2017 gezahlt wurde – für Dupilumab-bezogene Werbeveranstaltungen im Zusammenhang mit Dupilumab, einem Ekzemmedikament. Marketingbezogene Rednerhonorare machten die größte Kategorie der Zahlungen aus.

Während die durchschnittliche Zahlung von 280 US-Dollar um etwa 100 US-Dollar zurückging, stieg die Anzahl der Transaktionen und Ärzte, die Zahlungen erhielten, wobei die höchste Einzelzahlung mehr als 34.000 US-Dollar betrug. Frühere Studien haben von der Industrie finanzierte Mahlzeitenzahlungen mit einer Zunahme der Verschreibungen von Dupilumab in Verbindung gebracht.

„Da die Indikationen für Dupilumab weiter zunehmen, ist es für Ärzte von entscheidender Bedeutung, sich des Ausmaßes der Industriezahlungen und der möglichen Auswirkungen auf das Verschreibungsverhalten der Ärzte und ihre Empfehlungen an die Patienten bewusst zu sein“, sagen die Forscher. Trends in Dupilumab-Related Payments to Physicians Across Five Specialties – Zoe Hsiao, Sina J. Torabi, Edward C. Kuan, 2025

Fazit

Es blieb alles beim Alten. Schlimmer noch. In den Staaten hat die Korruption in der Schulmedizin und Pharmaindustrie zugenommen, was Hand in Hand geht mit den Vorkommnissen während der „Pandemie“.

Es bleibt zu wünschen übrig, dass dieser Trend von der neuen Administration in Washington, besonders vom Gesundheitsministerium, trocken gelegt wird. Denn unter diesen Voraussetzungen profitieren nur Ärzte und Pharma, auf Kosten von Leben und Gesundheit der Bevölkerung.

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Im Kern geht es um Folgendes: „Experten“ (Mediziner, u.a.), welche wissenschaftliche Studien für die bekanntesten Medizinzeitschriften prüfen, haben Geld von Pharmafirmen erhalten – insgesamt über 1 Milliarde Dollar in drei Jahren.

Und das ist ziemlich grob! Das Spiel läuft also anscheinend so:

Teil 1 des „Spiels“:

Pharmafirma XYZ erstellt eine Studie zu einem Medikament. WIE diese „Studien“ ablaufen und ablaufen könnten (ich muss aufpassen was ich schreibe), hatte ich in unzähligen Beiträgen in den letzten Jahren dokumentiert. Hier eine kleine Auswahl:

Diese „Studien“ werden dann bei Fachmagazinen eingereicht, die diese „Studien“ veröffentlichen sollen. Diese Magazine wollen natürlich ordentlich arbeiten und lassen die Studien begutachten – das nennt sich „Peer-Review-System“.

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Und genau jetzt kommt Teil 2 dieses perfiden Spiels:

Teil 2 des Spiels: Die verborgenen Interessenkonflikte im Peer-Review-System

Das Peer-Review-Verfahren gilt als das Rückgrat der wissenschaftlichen Qualitätssicherung. Es ist der Prozess, der sicherstellen soll, dass nur fundierte und glaubwürdige Studien den Weg in renommierte Fachzeitschriften finden.

Doch eine aktuelle Analyse (Studie) offenbart: Diese Grundfesten der Wissenschaft sind noch mehr ins Wanken geraten. Mehr als die Hälfte der Peer-Reviewer von vier der weltweit angesehensten medizinischen Journale (BMJ, JAMA, Lancet und NEJM) haben innerhalb von drei Jahren finanzielle Zuwendungen von Pharma- oder Medizinprodukteunternehmen erhalten. Der Gesamtwert dieser Zahlungen beläuft sich auf beeindruckende 1,06 Milliarden Dollar.

Die Dimension des Problems

Die Untersuchung stützt sich auf Daten aus der US-amerikanischen Open Payments-Datenbank, in der finanzielle Zuwendungen von Unternehmen an Ärzte und Forschungseinrichtungen offengelegt werden. Die Forschergruppe verglich die Listen der Peer-Reviewer aus dem Jahr 2022 mit den Zahlungsdaten der Jahre 2020 bis 2022. Die Ergebnisse sind alarmierend: 59 Prozent der Reviewer haben Zahlungen erhalten. Allein 1 Milliarde Dollar floss an Einzelpersonen oder Institutionen für Studienärztetätigkeiten, während weitere 64,2 Millionen Dollar als „allgemeine Zahlungen“ verbucht wurden. Letztere umfassen Honorare, Geschenke, Reisekosten und sogar Mahlzeiten.

Einzelne Gutachter bekamen im Durchschnitt 7.614 US-Dollar (maximal 43.069 US-Dollar) für Geschenke, Reisen oder Honorare. Für Forschungsarbeiten kassierten sie durchschnittlich 153.173 US-Dollar, in Einzelfällen sogar bis zu 835.637 US-Dollar.

So sieht dann „unabhängige Wissenschaft“ aus?

Peer-Review-Verfahren – Ein WITZ?

Das Peer-Review-System gilt seit Jahrzehnten als Bollwerk gegen wissenschaftliche Fehltritte. Gutachter überprüfen Manuskripte anonym und beurteilen sie nach Kriterien wie methodischer Strenge, Plausibilität usw. Ihre Empfehlungen beeinflussen maßgeblich, ob ein Artikel veröffentlicht wird oder nicht.

Doch diese Untersuchung zeigt: Die Neutralität der Peer-Reviewer ist nicht garantiert. Interessenkonflikte entstehen, wenn Reviewer finanzielle Beziehungen zu Unternehmen haben, deren Produkte oder Technologien Gegenstand der begutachteten Forschung sind.

Solche Zahlungen beeinflussen die Gutachter? Studien werden plötzlich besser bewertet? Änderungen passen oft genau zu den Wünschen der Geldgeber? Alles Zufall?

Wer´s glaubt wird seelig!

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Transparenz? Fehlanzeige!

Die Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE) verlangen, dass Peer-Reviewer potenzielle Interessenkonflikte offenlegen. Theoretisch sollen sie sich bei Befangenheit von der Begutachtung eines Manuskripts zurückziehen. Doch die Praxis sieht anders aus. Die Offenlegung erfolgt nicht routinemäßig – weder gegenüber den Autoren noch der Öffentlichkeit. Die Reviewer bleiben anonym, und ihre finanziellen Verstrickungen bleiben verborgen.

Dieses intransparente System lässt Raum für Manipulationen. Wenn Gutachter die Inhalte von Studien ändern oder ihre Empfehlungen zugunsten bestimmter Interessen lenken, kann dies weitreichende Konsequenzen haben. Ihre Einflussnahme reicht oft weiter als die eines Co-Autors, bleibt jedoch im Verborgenen.

Die Verantwortung der Herausgeber

Auch die Herausgeber der Fachzeitschriften stehen in der Verantwortung. Ihre Entscheidungen für oder gegen eine Publikation basieren maßgeblich auf den Empfehlungen der Peer-Reviewer. Wenn diese jedoch durch finanzielle Interessenkonflikte gefärbt sind, kann dies die wissenschaftliche Integrität ganzer Journale untergraben.

Es stellt sich die Frage, warum diese Verflechtungen nicht längst systematisch offengelegt wurden? Während Autoren dazu verpflichtet sind, ihre Interessenkonflikte zu deklarieren, bleibt die Rolle der angeblichen „Gutachter“ weiterhin im Dunkeln!

Fazit

Es stinkt gewaltig! Mit dieser Art von Wissenschaft werden Medikamente auf den Markt gedrückt, die nicht das Wohl der Patienten, sondern die Gewinne der Unternehmen im Blick haben. Peer-Reviewer kassieren Millionen, während ihre Unabhängigkeit fragwürdig bleibt.

Wer immer noch glaubt, dass es in der Medizin weitgehend mit „rechten Dingen“ zugehe, glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann. Dieser Glaube würde nicht schaden – aber die Einnahme von bestimmten Medikamenten?

Auch dazu hatte ich bereits mehrfach berichtet:

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Deutschland ist doch Weltmeister. Nein – nicht im Fußball, dafür aber im Pillenschlucken. Kein Volk der Welt greift so oft zu Medikamenten wie die Deutschen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass jedes Jahr ca. 58.000 Deutsche an den Folgen von Medikamentennebenwirkungen versterben – wie zum Beispiel Prof. Fröhlich annimmt.

Aber es scheint keinen zu interessieren. Stattdessen diskutierten wir zum Beispiel im September 2017 über Dieselautos, was mich zu folgender Grafik/Frage veranlasste:

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Der sogenannten „Wissenschaft“ bringen die meisten Menschen immer noch ein hohes Vertrauen entgegen. Vor allem auch in der Medizin.

Die medizinische Forschung verbinden wir mit der Hoffnung auf bessere Gesundheit und Heilung von lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Massen-Medien und auch sogenannte „Gesundheitspolitiker“ zitieren täglich neue Studien-Ergebnisse, denen viele Menschen Glauben schenken möchten.

Dabei gibt es riesige Probleme mit eben diesen Studien.

Da ist zum einen das Problem, das Tausende von Ärzten Geld von Seiten der Pharmaindustrie für die Mitarbeit an „zumeist wertloser Forschung“ erhalten. Über diesen Sachverhalt berichteten u.a. Jürgen Dahlkamp und Udo Ludwig in einem Beitrag auf Spiegel-Online bereits im Jahr 2005. Weiterlesen

In diesem Beitrag geht es um die angeblichen Durchbrüche und Erfolge der konventionellen Krebstherapie.

Eine Krebserkrankung gehört zu den Krankheiten, deren größter Schrecken auch darin liegt, dass die Gesellschaft darauf „harmloser“ reagiert als zum Beispiel auf die nächste „Horror-Schweinegrippe“ oder „Corona-Pandemie“.

Jedes Jahr sterben erheblich mehr Menschen durch Krebs als durch eine Grippe. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Heilungschancen, trotz großspurigem Marketinggetöse, bei einer Reihe von Krebsarten eher sehr dürftig ausfallen.

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Die Überschrift ist provokativ – das ist klar. Wenn man sich aber einige Fakten anschaut, dann kann man nur hoffen, dass dies keine gewollte Kausalität ist.

Worum geht es? Es geht zunächst um süchtig machende, verschreibungspflichtige Medikamente. Ich hatte bereits über Opioide als legale Einstiegsdrogen berichtet, deren Legalität dadurch gewährleistet ist, dass man sie als „Schmerzmittel“ wie die Kamellen im Kölner Karneval verschreibt: Opioide – Der Nummer 1 Killer für alle unter 50.

Doch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sollen die Opioide auch vom legalen Weg abgekommen und auf dem Schwarzmarkt gelandet sein. Dafür haben offensichtlich die Pharma-Unternehmen gesorgt. Wie anders ist es zu erklären, dass McKesson und Cardinal Health 12,3 Millionen Einzeldosen an eine Dorf-Apotheke in Mount Gay-Shamrock (kaum 1.800 Einwohner) geliefert haben? Und 9 Millionen Opioid-Tabletten erhielt das 400-Seelen-Städtchen Kermit/West Virginia in nur 2 Jahren.

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Wir alle wissen und glauben ganz fest, dass die Pharmaindustrie zu unserer aller Wohl da ist und da zu sein hat. Das Geschäftliche an solchen „Institutionen“ ist natürlich nebensächlich oder auch nur ein notwendiges Übel. Sind wir uns da einig?

Aber dennoch scheinen die angesprochenen Firmen sich nicht an diese Erwartungshaltung zu halten: Immer wieder verstoßen sie gegen Auflagen oder wenden Tricks an, um Verkaufsschranken zu unterlaufen. Das allerdings geht nicht immer reibungslos über die Bühne; immer wieder fliegt die eine oder andere Firma mit ihren speziellen Machenschaften auf – und wird bestraft.

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Manche Wahrheiten sollte man im Fernsehen nicht verpassen, so wie die folgende Dokumentation „Das Pharmakartell“ von der Redaktion von Frontal21, ausgestrahlt im Dezember 2008 in ZDF INFO.

Sehen Sie, wie Staatsanwaltschaften ins Leere laufen, Menschen bedroht und Redaktionen „gekauft“ werden, sowie gefährliche Medikamente in den Markt „gedrückt“ werden…

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Im Jahr 2009 hatten wir bereits eine Pandemie, die sogenannte Schweinegrippe-Pandemie.

Und mir war damals eins klar: Nach der Schweinegrippe ist vor der Schweinegrippe. In der derzeitigen Situation (Corona-Grippe) hätte ich mir gewünscht, dass wir alle mehr aus der Geschichte gelernt hätten.

Denn damals war das Szenario ganz ähnlich: Ausgangspunkt für diese Schweinegrippe-Pandemie waren offizielle Prognosen, dass hunderte von Millionen Menschen erkranken und fast ebenso viele sterben würden, wenn keine geeigneten Maßnahmen ergriffen würden. Die „geeigneten Maßnahmen“ erwiesen sich dann als Impfungen gegen die Schweinegrippe, die den Pharmafirmen übrigens rund 18 Milliarden USD zusätzliche Einnahmen bescherten.

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