Schlagwortarchiv für: Demenz

Über die Flut von Plastik und deren herbe Konsequenzen für Mensch und Tier hatte ich bereits berichtet: [1.]

Hat sich seitdem (Oktober 2017) etwas geändert? Ja, es hat sich was geändert, aber nicht zum Guten:

Eine neue Studie der University of New Mexico hat ergeben, dass das durchschnittliche menschliche Gehirn etwa 7 Gramm Mikroplastik enthält – das gleiche Gewicht wie ein Plastiklöffel. Forscher fanden heraus, dass die Menge dieser winzigen Plastikpartikel im Gehirn zwischen 2016 und 2024 deutlich zugenommen hat, wobei die höchsten Werte bei Menschen mit Demenz festgestellt wurden. [2.]

Zum Vergleich: Das durchschnittliche menschliche Gehirn eines Erwachsenen wiegt normalerweise zwischen 1.300 und 1.400 Gramm – ohne zusätzliche 7 Gramm Plastik…

Während Mikroplastik auch in Leber und Nieren nachgewiesen wurde, enthielt das Gehirn 7- bis 30-mal mehr Plastik, was ernsthafte gesundheitliche Bedenken aufwirft.

Die in „Nature Medicine“ veröffentlichte Studie legt nahe, dass sich Mikroplastik möglicherweise stärker im Gehirn ansammelt, da es nicht über dieselben Filtersysteme wie Leber und Nieren verfügt. Wissenschaftler glauben auch, dass Plastikpartikel leichter daran haften bleiben, da das Gehirn zu etwa 60 % aus Fett besteht. Obwohl die Blut-Hirn-Schranke vor schädlichen Substanzen schützen soll, waren die Forscher überrascht, große Mengen Mikroplastik darin zu finden.

Dies lässt die Möglichkeit aufkommen, dass diese Partikel langfristige Entzündungen im Gehirn verursachen könnten, ähnlich wie Asbest die Lunge beeinflusst.

Obwohl noch nicht klar ist, wie gefährlich Mikroplastik im Gehirn ist, sind Experten besorgt, weil die Belastung durch Plastik in unserer Umwelt immer weiter zu- statt abnimmt. Es gibt noch keine direkten Beweise dafür, dass Mikroplastik mit Krankheiten wie Demenz in Verbindung steht, aber die Tatsache, dass es bei Menschen mit Demenz stärker konzentriert ist, ist besorgniserregend. Kinder und ältere Erwachsene sind möglicherweise einem höheren Risiko ausgesetzt, da sich ihr Gehirn entweder noch in der Entwicklung befindet oder weniger geschützt ist.

Plastik verändert sich

Wenn Plastik mit der Zeit zerfällt, zerfällt es in immer kleinere Stücke, die schließlich klein genug sind, um in den menschlichen Körper zu gelangen. Die meisten Plastikteile, die die Wissenschaftler in Gehirn-, Nieren- und Lebergewebe fanden, waren extrem klein, weniger als 200 Nanometer.

„Das ist ungefähr so ??groß wie zwei nebeneinanderliegende COVID-Viren“, sagte Campen. Ein menschliches Haar ist etwa 80.000 bis 100.000 Nanometer breit und ein Blatt Papier ist im Vergleich dazu etwa 100.000 Nanometer dick.

Die Studien-Autoren untersuchten in ihrer Arbeit Proben von Leber-, Nieren- und Gehirngewebe von Menschen, die 2016 und 2024 gestorben waren und sich einer Autopsie unterzogen hatten. Dazu gehörten insgesamt 52 Gehirnproben, 28 aus dem Jahr 2016 und 24 aus dem Jahr 2024. Die Partikel wurden in allen Proben gefunden.

Zwischen 2016 und 2024 gab es keinen großen Unterschied zwischen den in Leber- und Nierengewebe gefundenen Plastikmengen. Proben aus dem Jahr 2016, die alle aus dem Teil des Gehirns stammten, der für Gedanken, Emotionen, Urteilsvermögen und Gedächtnis zuständig ist, wiesen jedoch wesentlich höhere Konzentrationen von Plastikpartikeln auf.

Und wie gelangt das Plastik ins Gehirn?

Die Forscher wissen nicht, wie Mikroplastik ins Gehirn gelangt. Generell wird angenommen, dass Mikroplastikpartikel in den Körper gelangen, wenn Menschen sie essen, trinken oder einatmen. Solche Partikel wurden in mehreren Teilen des menschlichen Körpers gefunden: Arterien, Herzen, Lungen, Blut, Plazenta, Muttermilch, Penis und Hoden, um nur einige zu nennen.

Dass die Partikel in höheren Konzentrationen im Gehirn gefunden wurden, war eine Überraschung, da die Blut-Hirn-Schranke das Gehirn vor derartigen Belastungen schützen sollte.

Die Forscher glauben, dass ein Grund für die höheren Konzentrationen von Mikroplastik im Gehirn darin liegt, dass Leber und Nieren dafür ausgelegt sind, Giftstoffe aus dem Körper zu filtern, sagte Marcus Garcia, Pharmaziearzt an der University of New Mexico und Teil des Forschungsteams.

„Wir glauben, dass Leber und Nieren ihre Arbeit tun. Andererseits verfügt das Gehirn nur über begrenzte Clearance-Systeme“, sagte er.

Eine andere Möglichkeit ist, dass das Gehirngewebe zu etwa 60 % aus Fett besteht, was bedeutet, dass die Kunststoffe besser daran haften könnten.

„Wer schon einmal eine Tupperware-Schüssel gesäubert hat, in der Speckfett oder Butter war, weiß, dass es schwierig ist, Fett von Plastik zu entfernen“, sagte Campen. „Es ist möglich, dass die Nanopartikel sich ihren Weg durch Lipide bahnen.“

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Quellen:

Käse galt jahrzehntelang als Problemfall der Ernährung: zu viel Fett, zu viele Kalorien, zu riskant für Herz und Gefäße. Und nun das – eine große Langzeitstudie legt nahe, dass ausgerechnet fettreicher Käse mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein könnte.

27.670 Menschen wurden über 25 Jahre begleitet. Am Ende zeigte sich: Wer täglich größere Mengen Vollfett-Käse verzehrte, entwickelte seltener eine Demenz als diejenigen mit geringem Konsum. Besonders auffällig war der Effekt bei vaskulärer Demenz.

Ist das die Rehabilitierung des „bösen“ Milchfetts? Oder nur ein statistischer Zufall?

Die Studie liefert keinen Beweis für Schutz – aber sie stellt eine Frage, die nicht ins gewohnte Ernährungsschema passt. Und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Die Käse-Studie

Frisch aus der Druckerpresse kommt eine neue Studie mit einer etwas eigenartigen Aufgabenstellung. Die Autoren aus China und Schweden wollten herausfinden, ob Käse und Co. und deren Fettgehalt dazu beitragen könnte, das langfristige Demenzrisiko zu beeinflussen. [1]

Laut der neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde, könnte der Verzehr von fettreichem Käse und Sahne mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein. Die Studie beweist jedoch nicht, dass der Konsum von fettreichem Käse und Sahne das Demenzrisiko senkt, sondern zeigt lediglich einen Zusammenhang auf. Aber immerhin…

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So ein Käse?

Fettreiche Käsesorten enthalten mehr als 20 % Fett und umfassen beispielsweise Cheddar, Brie und Gouda. Fettreiche Sahne enthält typischerweise 30–40 % Fett und umfasst Schlagsahne, Doppelrahm und Clotted Cream (Streichrahm). Diese Produkte werden im Handel üblicherweise als „Vollfett“ oder „normal“ gekennzeichnet.

„Seit Jahrzehnten prägt die Debatte um fettreiche versus fettarme Ernährung die Gesundheitsempfehlungen und führt mitunter sogar dazu, dass Käse als ungesundes Lebensmittel eingestuft wird, dessen Verzehr eingeschränkt werden sollte“, so Dr. Emily Sonestedt von der Universität Lund in Schweden. „Unsere Studie ergab, dass einige fettreiche Milchprodukte das Demenzrisiko sogar senken können, was einige langjährige Annahmen über Fett und Gehirngesundheit infrage stellt.“

Forscher analysierten Daten von 27.670 Personen in Schweden mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren zu Studienbeginn. Die Studienteilnehmer wurden durchschnittlich 25 Jahre lang begleitet. Im Verlauf der Studie erkrankten 3.208 Personen an Demenz.

Die Teilnehmer dokumentierten eine Woche lang ihre Ernährung und beantworteten Fragen zur Häufigkeit des Verzehrs bestimmter Lebensmittel in den vergangenen Jahren. Sie sprachen außerdem mit den Forschern darüber, wie sie ihre Mahlzeiten zubereiteten.

Forscher verglichen Personen, die täglich 50 Gramm oder mehr fettreichen Käse aßen, mit Personen, die weniger als 15 Gramm täglich zu sich nahmen. 50 Gramm Käse entsprechen beispielsweise etwa zwei Scheiben Cheddar oder einer halben Tasse geriebenem Käse und wiegen ungefähr 51 Gramm. Eine typische Käseportion beträgt etwa 28 Gramm. Von denjenigen, die mehr fettreichen Käse aßen, entwickelten 10 % bis zum Ende der Studie eine Demenz. Von denjenigen, die weniger fettreichen Käse aßen, erkrankten 13 % an Demenz.

Nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Bildungsstand und allgemeiner Ernährungsqualität stellten die Forscher fest, dass Personen, die mehr fettreichen Käse aßen, ein um 13 % geringeres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, als diejenigen, die weniger fettreichen Käse aßen. Bei der Betrachtung spezifischer Demenzformen zeigte sich, dass Personen, die mehr fettreichen Käse aßen, ein um 29 % geringeres Risiko für vaskuläre Demenz hatten.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass das Risiko für Alzheimer bei denjenigen geringer war, die mehr fettreichen Käse aßen, allerdings nur bei denjenigen, die die APOE e4-Genvariante nicht trugen – einen genetischen Risikofaktor für Alzheimer.

Aber auch hier scheint die Ernährung kleine „Wunder“ vollbringen zu können. Denn die Träger dieses Gens können viel für sich tun durch eine z.B. mediterrane Küche mit Fisch, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse und gesunden Fetten, also möglicherweise auch mit fetthaltigen Käsesorten. [2]

Forscher verglichen außerdem Personen, die täglich 20 Gramm oder mehr Sahne mit hohem Fettgehalt konsumierten, mit Personen, die keine Sahne zu sich nahmen. 20 Gramm Sahne mit hohem Fettgehalt entsprechen beispielsweise etwa 1,4 Esslöffeln Schlagsahne. Eine empfohlene Portionsgröße liegt bei etwa 1–2 Esslöffeln.

Nach entsprechenden Anpassungen stellten die Forscher fest, dass Personen, die täglich Sahne mit hohem Fettgehalt konsumierten, ein um 16 % geringeres Demenzrisiko hatten als Personen, die keine Sahne zu sich nahmen.

Andere Milchprodukte und Einschränkungen der Studie

Es wurden keine Zusammenhänge zwischen dem Demenzrisiko und dem Verzehr von fettarmem Käse, fettarmer Sahne, fettreicher oder fettarmer Milch, Butter oder fermentierten Milchprodukten wie Joghurt, Kefir und Buttermilch gefunden.

„Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Milchprodukte hinsichtlich der Gehirngesundheit nicht gleich Milchprodukte sind“, so Sonestedt.

„Während der Verzehr von mehr fettreichem Käse und Sahne mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden war, zeigten andere Milchprodukte und fettarme Alternativen nicht denselben Effekt. Weitere Forschung ist notwendig, um unsere Studienergebnisse zu bestätigen und genauer zu untersuchen, ob der Konsum bestimmter fettreicher Milchprodukte tatsächlich einen gewissen Schutz für das Gehirn bietet.“

Eine Einschränkung der Studie bestand darin, dass alle Studienteilnehmer aus Schweden stammten, weshalb die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Bevölkerungsgruppen übertragbar sind. Sonestedt merkte an, dass Käse in Schweden häufig roh verzehrt wird, während er in den Vereinigten Staaten oft erhitzt oder mit Fleisch gegessen wird. Daher sei es wichtig, dass auch in den Vereinigten Staaten Studien durchgeführt werden.

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Quellen: 

Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn (sog. Plaques)  sollen die Ursache für die Demenzerkrankung „Alzheimer“ sein.

Diese Theorie ist seit der Überführung eines namhaften Neurobiologen als Daten-Fälscher nun endgültig widerlegt:

Die wahre Ursache von Alzheimer (Teil I)

Alzheimer – Die Wahrheit Teil II
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In meinem Beitrag zur Alzheimer-Krankheit verwies ich bereits auf neuere Studien, dass die Theorie der Amyloid-Plaques, die ja für Alzheimer verantwortlich sein sollten, nach einem handfesten Wissenschafts-Skandal aber nicht mehr haltbar ist.

In einer Ausgabe der Fernsehzeitschrift TV Hören und Sehen (Ausgabe: 37/2008) las ich von der „sensationellen“ Entdeckung, dass das entzündungshemmende Medikament CNI-1493 die Auswirkungen von Alzheimer lindern kann. Weiter hieß es, dass die Amyloid-Plaques im Gehirn jetzt für die entzündlichen Reaktionen verantwortlich seien, die man bei Alzheimer Patienten fand.

CNI-1493 habe in Tierversuchen nachgewiesen, dass es die Amyloid-Eiweiße so verändern würden, dass sich diese nicht mehr zusammenlagern könnten. Außerdem schütze CNI-1493 vor der giftigen Wirkung der Proteine der Amyloid-Plaque.

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Es verdichten sich ernst zu nehmende Hinweise, dass der Genuss von grünem Tee die Entwicklung von Alzheimer und andere Formen von Demenz verhindern kann. Dies behaupten jedenfalls die Forscher der Universität von Newcastle. Weiter noch vermuten sie, dass der grüne Tee sogar vor Krebs und Diabetes Typ 2 schützen kann.

Das würde im Einklang stehen mit Forschungsergebnissen, die ich an anderer Stelle erwähnt habe, nämlich über Angiogenese und die Verhinderung der Entwicklung von Tumorgewebe. Grüner Tee wurde hier erwähnt und seine Fähigkeit, den Aufbau von Blutgefäßen für einen Tumor zu hemmen.

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Alzheimer ist für die Pharmaindustrie ein tolles Umsatzgebiet, besonders dann, wenn man praktisch jede Form der Demenz als Alzheimer interpretiert und dann die entsprechenden medikamentösen Empfehlungen herausgibt. Es wird Zeit, dieses System näher zu beleuchten.

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DocChecNews.com bringt die medizinische Sensation: Es gibt nach mühevoller Kleinarbeit und weiteren 27 Jahren eine neue Betrachtungsweise des Morbus Alzheimer aus den USA, und das unter der Berücksichtigung von modernen Diagnoseverfahren.

Und wie sehen die Resultate dieser 27-jährigen Kleinarbeit aus?

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Krebserkrankungen gehören zu den Erkrankungen, die häufig auftreten, oft tödlich enden, meist mit intensiven Schmerzen einhergehen und deren Therapie mit Zytostatika nebenwirkungsreich und oft auch unwirksam ist. So sterben immer noch ca. 50 Prozent aller Krebskranken, und das, obwohl die medizinische Wissenschaft nicht aufhört, sieben-Meilen-Sprünge-Erfolge in ihrem Fortschritt im „Kampf gegen den Krebs“ zu feiern.

Dieses Szenario ist natürlich ein permanentes Thema in den einschlägigen Massenmedien. Damit ist es interessant, der Frage nachzugehen, was diese Massenmedien zu sagen haben zu einem Thema, bei dem es soviel medizinischen Fortschritt zu geben scheint, der sich aber irgendwie in der Praxis noch nicht so recht durchsetzen kann.

In den USA ist man genau dieser Frage einmal nachgegangen.
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Eine beginnende Alzheimer-Erkrankung oder eine klinische Depression – beides kann zu Gedächtnislücken und Verwirrtheit führen.

Vergesslichkeit und Konzentrationsschwächen bei älteren Menschen müssen also nicht zwangsläufig Vorboten einer Alzheimer-Erkrankung sein. Eine vernünftige Diagnose ist trotzdem wichtig, um mögliche schwerwiegendere Erkrankungen auszuschließen. Denn: auch eine Depression ist oft behandlungsbedürftig. Sie wird bei älteren Menschen aber häufig nicht erkannt.
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