Käse galt jahrzehntelang als Problemfall der Ernährung: zu viel Fett, zu viele Kalorien, zu riskant für Herz und Gefäße. Und nun das – eine große Langzeitstudie legt nahe, dass ausgerechnet fettreicher Käse mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein könnte.

27.670 Menschen wurden über 25 Jahre begleitet. Am Ende zeigte sich: Wer täglich größere Mengen Vollfett-Käse verzehrte, entwickelte seltener eine Demenz als diejenigen mit geringem Konsum. Besonders auffällig war der Effekt bei vaskulärer Demenz.

Ist das die Rehabilitierung des „bösen“ Milchfetts? Oder nur ein statistischer Zufall?

Die Studie liefert keinen Beweis für Schutz – aber sie stellt eine Frage, die nicht ins gewohnte Ernährungsschema passt. Und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Die Käse-Studie

Frisch aus der Druckerpresse kommt eine neue Studie mit einer etwas eigenartigen Aufgabenstellung. Die Autoren aus China und Schweden wollten herausfinden, ob Käse und Co. und deren Fettgehalt dazu beitragen könnte, das langfristige Demenzrisiko zu beeinflussen. [1]

Laut der neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde, könnte der Verzehr von fettreichem Käse und Sahne mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein. Die Studie beweist jedoch nicht, dass der Konsum von fettreichem Käse und Sahne das Demenzrisiko senkt, sondern zeigt lediglich einen Zusammenhang auf. Aber immerhin…

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So ein Käse?

Fettreiche Käsesorten enthalten mehr als 20 % Fett und umfassen beispielsweise Cheddar, Brie und Gouda. Fettreiche Sahne enthält typischerweise 30–40 % Fett und umfasst Schlagsahne, Doppelrahm und Clotted Cream (Streichrahm). Diese Produkte werden im Handel üblicherweise als „Vollfett“ oder „normal“ gekennzeichnet.

„Seit Jahrzehnten prägt die Debatte um fettreiche versus fettarme Ernährung die Gesundheitsempfehlungen und führt mitunter sogar dazu, dass Käse als ungesundes Lebensmittel eingestuft wird, dessen Verzehr eingeschränkt werden sollte“, so Dr. Emily Sonestedt von der Universität Lund in Schweden. „Unsere Studie ergab, dass einige fettreiche Milchprodukte das Demenzrisiko sogar senken können, was einige langjährige Annahmen über Fett und Gehirngesundheit infrage stellt.“

Forscher analysierten Daten von 27.670 Personen in Schweden mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren zu Studienbeginn. Die Studienteilnehmer wurden durchschnittlich 25 Jahre lang begleitet. Im Verlauf der Studie erkrankten 3.208 Personen an Demenz.

Die Teilnehmer dokumentierten eine Woche lang ihre Ernährung und beantworteten Fragen zur Häufigkeit des Verzehrs bestimmter Lebensmittel in den vergangenen Jahren. Sie sprachen außerdem mit den Forschern darüber, wie sie ihre Mahlzeiten zubereiteten.

Forscher verglichen Personen, die täglich 50 Gramm oder mehr fettreichen Käse aßen, mit Personen, die weniger als 15 Gramm täglich zu sich nahmen. 50 Gramm Käse entsprechen beispielsweise etwa zwei Scheiben Cheddar oder einer halben Tasse geriebenem Käse und wiegen ungefähr 51 Gramm. Eine typische Käseportion beträgt etwa 28 Gramm. Von denjenigen, die mehr fettreichen Käse aßen, entwickelten 10 % bis zum Ende der Studie eine Demenz. Von denjenigen, die weniger fettreichen Käse aßen, erkrankten 13 % an Demenz.

Nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Bildungsstand und allgemeiner Ernährungsqualität stellten die Forscher fest, dass Personen, die mehr fettreichen Käse aßen, ein um 13 % geringeres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, als diejenigen, die weniger fettreichen Käse aßen. Bei der Betrachtung spezifischer Demenzformen zeigte sich, dass Personen, die mehr fettreichen Käse aßen, ein um 29 % geringeres Risiko für vaskuläre Demenz hatten.

Die Forscher stellten außerdem fest, dass das Risiko für Alzheimer bei denjenigen geringer war, die mehr fettreichen Käse aßen, allerdings nur bei denjenigen, die die APOE e4-Genvariante nicht trugen – einen genetischen Risikofaktor für Alzheimer.

Aber auch hier scheint die Ernährung kleine „Wunder“ vollbringen zu können. Denn die Träger dieses Gens können viel für sich tun durch eine z.B. mediterrane Küche mit Fisch, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse und gesunden Fetten, also möglicherweise auch mit fetthaltigen Käsesorten. [2]

Forscher verglichen außerdem Personen, die täglich 20 Gramm oder mehr Sahne mit hohem Fettgehalt konsumierten, mit Personen, die keine Sahne zu sich nahmen. 20 Gramm Sahne mit hohem Fettgehalt entsprechen beispielsweise etwa 1,4 Esslöffeln Schlagsahne. Eine empfohlene Portionsgröße liegt bei etwa 1–2 Esslöffeln.

Nach entsprechenden Anpassungen stellten die Forscher fest, dass Personen, die täglich Sahne mit hohem Fettgehalt konsumierten, ein um 16 % geringeres Demenzrisiko hatten als Personen, die keine Sahne zu sich nahmen.

Andere Milchprodukte und Einschränkungen der Studie

Es wurden keine Zusammenhänge zwischen dem Demenzrisiko und dem Verzehr von fettarmem Käse, fettarmer Sahne, fettreicher oder fettarmer Milch, Butter oder fermentierten Milchprodukten wie Joghurt, Kefir und Buttermilch gefunden.

„Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Milchprodukte hinsichtlich der Gehirngesundheit nicht gleich Milchprodukte sind“, so Sonestedt.

„Während der Verzehr von mehr fettreichem Käse und Sahne mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden war, zeigten andere Milchprodukte und fettarme Alternativen nicht denselben Effekt. Weitere Forschung ist notwendig, um unsere Studienergebnisse zu bestätigen und genauer zu untersuchen, ob der Konsum bestimmter fettreicher Milchprodukte tatsächlich einen gewissen Schutz für das Gehirn bietet.“

Eine Einschränkung der Studie bestand darin, dass alle Studienteilnehmer aus Schweden stammten, weshalb die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Bevölkerungsgruppen übertragbar sind. Sonestedt merkte an, dass Käse in Schweden häufig roh verzehrt wird, während er in den Vereinigten Staaten oft erhitzt oder mit Fleisch gegessen wird. Daher sei es wichtig, dass auch in den Vereinigten Staaten Studien durchgeführt werden.

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Quellen: 

Ein Glas in Ehren – so beginnt vieles, was später teuer bezahlt wird. Alkohol gilt noch immer als sozialer Kitt, als Genussmittel, als harmlose Gewohnheit. Gleichzeitig wächst die Zahl der Studien, die nüchtern das Gegenteil zeigen: Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Krebsrisiko messbar. Nicht irgendwann. Nicht nur bei Missbrauch. Sondern dort, wo viele sich noch auf der sicheren Seite wähnen.

Seit Ende der 1990er Jahre sehe ich in der Praxis, wie regelmäßig „maßvoller Konsum“ und biologische Realität auseinanderklaffen. Die Leberwerte steigen schleichend, das Gehirn verliert Volumen, Entzündungsprozesse werden angefacht – und Krebs ist dabei kein Ausreißer, sondern Teil eines größeren Musters. Der Körper verzeiht viel, aber er vergisst nicht.

Besonders heikel: Niemand weiß im Voraus, ob er zu denjenigen gehört, die Alkohol scheinbar besser vertragen – oder zu denen, bei denen schon kleine Mengen zum Brandbeschleuniger werden. Diese individuelle Anfälligkeit erkennt man erst, wenn der Schaden da ist. Und dann ist es zu spät für Statistik-Tricks und Verharmlosungen.

In diesem Beitrag geht es deshalb nicht um Moral oder Verbote, sondern um Biologie, Zahlen und Konsequenzen. Um aktuelle Daten zum Krebsrisiko, um Leber, Gehirn und Stoffwechsel – und um praktikable Strategien, wie man den eigenen Alkoholkonsum realistisch einordnet und reduziert. Bewegung, gezielte Ernährung, Leberentlastung, Fastenphasen und klare Entscheidungen spielen dabei eine größere Rolle als jede offizielle Trinkempfehlung.

Der Jahreswechsel liefert dafür einen passenden Moment.

Was wissen / wussten wir eigentlich bisher?

Es ist bereits bekannt, dass Alkohol das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöht, selbst bei moderatem Konsum. Trotzdem ist Alkoholkonsum weit verbreitet, und es bleiben wichtige Fragen offen, wie die Häufigkeit und Menge des Alkoholkonsums das allgemeine Krebsrisiko beeinflussen. [i]

Aber auch andere gesundheitliche Probleme werden durch Alkoholkonsum in Gang gebracht: [ii] [iii] [iv]

Welche Strategien gibt es, den Alkoholkonsum zu reduzieren? Zum Beispiel dies: [v]

Studie: Sport reduziert das Verlangen nach Alkohol

Aber das alkoholbedingte Krebsrisiko ist nicht gleichmäßig verteilt. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind anfälliger, doch viele Alkoholrichtlinien betonen den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs immer noch nicht deutlich genug. Und wer weniger anfällig ist, weiß man erst, wenn es zu spät ist und man zu den Anfälligen gehört. Prost…

Im Dezember 2025 wurde eine Studie veröffentlicht, die dieser Frage nach dem Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum nachging. [vi]

A systematic review on the risk of developing cancer and frequency of alcohol consumption behaviors in US adults – ScienceDirect

Die Studie, der Alkoholkonsum und das Krebsrisiko

Um diese Frage zu beantworten, führten Forscher des „Charles E. Schmidt College of Medicine“ der „Florida Atlantic University“ eine umfassende systematische Übersichtsarbeit durch, um besser zu verstehen, wie unterschiedliche Mengen an Alkoholkonsum – übermäßiger, moderater und auch ein geringer Konsum – das Krebsrisiko bei Erwachsenen in den USA beeinflussen.

Das Team wertete 62 Studien mit Teilnehmerzahlen von 80 bis fast 100 Millionen Personen aus. Die Analyse berücksichtigte auch Begleiterkrankungen wie Fettleibigkeit und chronische Lebererkrankungen, die das Krebsrisiko erhöhen können, und untersuchte, wie soziale und demografische Faktoren zur Anfälligkeit beitragen.

 

Die in der Fachzeitschrift „Cancer Epidemiology“ veröffentlichten Ergebnisse bestätigen, dass sowohl die Häufigkeit als auch die Menge des Alkoholkonsums eine wichtige Rolle für das Krebsrisiko spielen. Starke Zusammenhänge wurden für Brust-, Darm-, Leber-, Mund-, Kehlkopf-, Speiseröhren- und Magenkrebs festgestellt. Alkoholkonsum war auch mit schlechteren Krankheitsverläufen verbunden, darunter fortgeschrittener Leberkrebs und eine geringere Überlebensrate bei Menschen mit alkoholischer Lebererkrankung.

Wer trägt das höchste Risiko durch Alkoholkonsum?

Ein höherer Alkoholkonsum war mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden, insbesondere bei Afroamerikanern, Menschen mit genetischer Veranlagung und Personen mit Übergewicht oder Diabetes. Faktoren wie ethnische Zugehörigkeit, Alter, Bildung und Einkommen beeinflussten das Risiko und die Anfälligkeit zusätzlich. Infolgedessen waren sozioökonomisch schwächere Gruppen sowie einige ethnische Bevölkerungsgruppen überproportional stark betroffen, selbst wenn ihr Alkoholkonsum ähnlich hoch oder niedriger war als der anderer Gruppen.

Im Gegensatz dazu hatten Menschen, die die Richtlinien der „American Cancer Society“ zum Alkoholkonsum und anderen gesunden Lebensstilfaktoren befolgten, tendenziell ein geringeres Krebsrisiko und eine niedrigere Sterblichkeitsrate. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung der Kombination von Mäßigung mit umfassenderen Änderungen des Lebensstils.

Getränkeart, Geschlechtsunterschiede und weitere Risikofaktoren

Die Studie ergab außerdem, dass die Art des alkoholischen Getränks in manchen Fällen eine Rolle spielen kann. So wurde beispielsweise Weißwein oder Bier mit einem höheren Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht, während dies bei Spirituosen oft nicht der Fall war. Deutliche Geschlechtsunterschiede zeigten sich ebenfalls. Regelmäßiger Alkoholkonsum war bei Männern mit einem höheren Risiko verbunden, während episodischer starker Alkoholkonsum bei Frauen ein größeres Risiko darstellte. Rauchen erhöhte das alkoholbedingte Krebsrisiko zusätzlich, wobei die Auswirkungen je nach Geschlecht und Trinkgewohnheiten variierten. Weitere Einflussfaktoren waren UV-Strahlung (die das Melanomrisiko an weniger exponierten Stellen erhöht) und die familiäre Vorbelastung, die beide den Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs verstärken können.

Zu den weiteren Risikofaktoren, die in den Studien identifiziert wurden, gehörten ein hoher oder niedriger BMI, geringe körperliche Aktivität, krebserregende Infektionen (z. B. Hepatitis-B- und -C-Virus, HPV, HIV oder Helicobacter pylori, ein Bakterium, das die Magenschleimhaut infiziert), ungesunde Ernährung, Hormonbehandlung und bestimmte Haar- oder Augenfarben.

„Biologisch kann Alkohol die DNA durch Acetaldehyd schädigen, den Hormonspiegel verändern, oxidativen Stress auslösen, das Immunsystem unterdrücken und die Aufnahme von Karzinogenen erhöhen“, sagte Dr. Lewis S. Nelson, Co-Autor, Dekan und Leiter der Gesundheitsabteilung des „Schmidt College of Medicine“. „Diese Effekte werden durch Vorerkrankungen, Lebensstilentscheidungen und genetische Veranlagungen verstärkt, die alle die Krebsentwicklung beschleunigen können.“

Auswirkungen auf Prävention und öffentliche Gesundheit

Basierend auf ihren Ergebnissen weisen die Forscher auf gezielte Ansätze hin, die dazu beitragen könnten, die durch Alkohol bedingte Krebsbelastung zu verringern. Dazu gehören maßgeschneiderte Aufklärungskampagnen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, strengere Alkoholrichtlinien und gezielte Interventionen für besonders gefährdete Personen und Gemeinschaften.

Die Autoren kamen auch zu dem Schluss, dass die Ergebnisse Grund für die Annahme gaben, dass das durch Alkohol bedingte Krebsrisiko nicht allein durch Alkohol verursacht wird, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, verhaltensbezogener und sozialer Faktoren.

Und hier gibt es ein komplexes „Zusammenspiel“ zwischen Exposition, Anfälligkeit und sich daraus ergebenden gesundheitlichen Konsequenzen. Das macht die Beurteilung der individuellen Anfälligkeit schwierig. Wie ich bereits erwähnte, kann man die eigene Anfälligkeit nur dadurch herausfinden, indem man den Selbstversuch startet. Nur sind die daraus folgenden Ergebnisse mitunter lebensgefährlich. Und damit ist diese Option eben keine Option.

Diese umfassendere Perspektive zeigt zudem, dass wirksame Prävention über die Reduzierung des Alkoholkonsums hinausgeht; sie erfordert die Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen, Gewohnheiten und zugrunde liegenden Gesundheitszustände, die dessen Auswirkungen verstärken.

Fazit

Alkoholkonsum hat nichts mit einer gesunden Lebensführung zu tun. Auf Alkohol verzichten ist aber auch nicht gleichbedeutend mit „gesund leben“, wenn andere Faktoren zu einem gesunden Leben ignoriert werden, wie gesunde Ernährung, körperliche Bewegung, Stressmanagement, mentale Gesundheit etc.

Fazit vom Fazit: Bringt uns das Glas Sekt zum Jahreswechsel um? Wohl kaum. Denn dann wäre wohl die halbe Menschheit nicht mehr anwesend. Was uns aber umbringen könnte, ist, wenn der Sekt jeden Tag fließt und jeder Tag Jahreswechsel ist. Jeder Tag Jahreswechsel ohne Alkohol dagegen wäre schon wieder ein Schritt in Richtung Gesundheit.

[i]       Mehr Krebstote durch Alkohol: US-Zahlen verdoppelt – Deutsche Statistik unklar
(https://www.yamedo.de/blog/alkohol-krebs-todesfalle-statistik/)

[ii]      Das „Problem“ Alkohol im Zusammenhang mit den Leberwerten
(https://www.leberwerte-lexikon.de/alkohol-leberwerte/)

[iii]     Die Leber und der Alkohol: Leberkrankheiten durch Alkohol
(https://www.gesund-heilfasten.de/leberkrankheiten-durch-alkohol/)

[iv]    Alkohol: schon geringe Mengen schaden dem Gehirn
(https://www.yamedo.de/blog/alkohol-schadet-dem-gehirn/)

[v]     Studie: Sport reduziert das Verlangen nach Alkohol
(https://www.der-fitnessberater.de/blog/sport-reduziert-verlangen-nach-alkohol/)

[vi]    A systematic review on the risk of developing cancer and frequency of alcohol consumption behaviors in US adults – ScienceDirect
(https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1877782125002164?via%3Dihub)

Handelt es sich bei Pizzen um eine gesunde Ernährung? Angesichts der Tatsache, dass es sich hier oft um wahre Kalorienbomben handelt, darf man das wohl erst einmal in Frage stellen. Was man von den gängigen Pizzen zu erwarten hat, hatte seinerzeit ein Öko-Test untersucht, zu dem ich einen entsprechenden Beitrag verfasst hatte: [1]

Salamipizza im Öko-Test (https://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/kalorienbombe-salamipizza/)

Jetzt untersuchte Öko-Test die Kartons, in denen die Pizzen ausgeliefert werden, auf problematische Stoffe und entdeckte einen alten Bekannten in ungeahnter Häufigkeit: Von zehn untersuchten Pizzakartons waren neun mit BPA und acht mit BPS belastet.[2][3][4]

Das Bisphenol-Problem: Jetzt auch in der Pizza

Untersucht hatte Öko-Test Pizzakartons auf Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS).[4] Zu diesen Substanzen, besonders zu BPA, hatte ich ebenfalls einiges geschrieben: [2] [3] [4] [5] [6]

Chemikalie Bisphenol A auch in Konservendosen enthalten (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/bisphenol-a-in-konservendosen/)

Das Problem mit Plastik – Unfruchtbar durch Bisphenol A (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/unfruchtbar-durch-bisphenol-a/)

Wir Plastik-Menschen: Nanoplastik, Bisphenol A (BPA) und Phthalate in JEDER Zelle! Plastik im Blut, Gehirn und jeder Zelle (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/plastik-im-blut-alle-mit-bisphenol-a-bpa-belastet/)

Gift in Tomaten in Dosen – Öko-Testbericht 2023 (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/gift-in-tomaten/)

Alarmierend viel Plastikhormon im Blut von Kindern (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/plastikhormon-im-blut-von-kindern/)

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EU-Verbot mit fataler Lücke

Wir erfahren im Beitrag von Öko-Test, dass beide Substanzen ab dem 20. Januar 2025 in Verpackungsmaterialien für Lebensmittel nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen. Die schlechte Botschaft ist jedoch, dass dieses Verbot für Papier nicht gilt.[1][4]

Und damit dürfte das Verpackungspapier und die Kartons, aus denen sie gefertigt werden, nach wie vor problematisch bleiben. Toll!

Öko-Test Ergebnisse: Besorgniserregend

Darauf hin hatte Öko-Test eine Reihe von leeren Pizzakartons besorgt und untersuchen lassen. Fünf Stück haben sie bekannten Pizzaketten wie Domino’s oder Vapiano abgekauft, fünf bezogen sie von Online-Großhändlern.[4] Das Ergebnis:

Die Testsieger und Verlierer

Von den zehn Kartons war nur der von „Pizza Hut“ völlig unbelastet – der einzige unter den zehn, der weder BPA noch BPS aufwies.[3][5] Der Karton von „Call a Pizza“ war BPS-frei und obwohl BPA im Karton gefunden wurde, ging es nicht auf die Pizza über.[5]

BPS ist im Gegensatz zu BPA weniger gut dokumentiert, inzwischen jedoch ebenfalls als reproduktionstoxisch eingestuft. Die EU-Chemikalienverordnung REACH zählt beide Verbindungen zu den „besonders besorgniserregenden Stoffen“.[4]

Da fragt man sich schon, warum dann nicht auch Packpapier bzw. Papier allgemein unter diesen BPA/BPS-Bann fallen? Oder sind die Substanzen im Papier nicht mehr so „besorgniserregend“?

Der Übergang der Gifte in die Pizza

Ok, gut und schön… BPA und BPS sind in der Verpackung. Aber wer isst schon die Verpackung?

Ich hatte bereits in meinen Beiträgen zu Bisphenol erörtert, dass die Substanzen von den Materialien, in denen sie stecken, übergehen können in Lebensmittel. Von trockenen Lebensmitteln beispielsweise weiß man, dass sie nicht sonderlich gefährdet sind – aber eine saftige, fettende Pizza stellt für die Verpackung eine andere Herausforderung dar.[4]

Migration trotz Coating

Um das zu verhindern, hat die Nahrungsmittelindustrie ein „Coating“ erfunden, das diesen Transfer verhindern soll. Öko-Test gab eine Analyse in Auftrag, die speziell dafür entwickelt wurde, den Kontakt einer Pizza mit ihrem Karton zu simulieren.[4]

Von neun Kartons mit BPA zeigte sich bei vier Kartons ein Transfer in die simulierte Pizza. Für BPS, das in acht Kartons nachgewiesen wurde, zeigten alle acht Kartons einen Transfer.[5] Oder mit anderen Worten: Bisphenol A und S wissen, wie sie von der Verpackung in die Lebensmittel wandern können.

Extremfall „Italia“: 45.000% Grenzwertüberschreitung

Die Produktserie von „Italia“ war laut Öko-Test am extremsten von dem Substanztransfer betroffen. Wer eine ganze Pizza aus dem Italia-Karton isst und 60 Kilogramm schwer ist, überschreitet den BPA-Tageshöchstwert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit um das 45.000-Fache.[8]

Der Grenzwert für Unbedenklichkeit, auch TDI (tolerierbare Tageslimit) genannt, wurde 2023 von der EFSA deutlich gesenkt, nachdem die immunologischen Schäden der Substanzen bekannt wurden.[4] Das deutsche Pendant zur EFSA, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist da industriefreundlicher und bestimmt einen 1000-fach höheren TDI. Toll!

Woher stammen die Bisphenole? Altpapier als Problemquelle

Die Produktion der Kartons basiert nicht auf der Verwendung von Bisphenol. Vielmehr gelangen die Substanzen über wiederverwertetes Altpapier in die Verpackungen. Denn Thermopapier wird häufig falsch im Altpapier entsorgt und enthält Bisphenole als Farbentwickler – beispielsweise Kassenbons oder Parktickets. So gelangen die Bisphenole in recycelte Kartonagen.[1]

Von BPA zu BPS: Gift bleibt Gift

Seit 2020 ist Bisphenol A in Thermopapier verboten, was den Gehalt an Chemie in den Verpackungen reduziert. Die Hersteller haben jedoch bereits einen Ersatz gefunden – BPS.[9][10] Also ein Gift durch ein anderes ausgetauscht und schon brummt der Laden wieder. Toll!

Daher sind Verbote von Einzelsubstanzen nicht effektiv, denn organische Verbindungen wie Bisphenole können in ihrer chemischen Struktur mit gleichen Eigenschaften einfach modifiziert werden.[9]

Zwischennote: Es ist schon eigenartig, dass man keine Grenzwerte für Substanzen aufstellt, deren physiologischen Effekte vollkommen unbekannt sind. Genauer gesagt sollten solche Substanzen so lang verboten werden, bis klar gezeigt wird, dass sie unschädlich sind.

Die problematischsten Pizzakartons im Test

Die vier schädlichsten Pizzen/Kartons aufgrund ihrer Last an Bisphenolen sind laut Öko-Test „L’Osteria Pizzakarton“, „Pizzakarton Cuboxale“, „Pizzakarton Italia“ und „Pizzakarton Positano“. Drei der vier am meisten belasteten Kartons stammen vom EU-Marktführer Cuboxal.[8]

Verbrauchertipps: So reduzieren Sie das Risiko

Pizzakartons sind nur für den Transport von etwa 30 Minuten gedacht. Sie sollten die Pizza zu Hause schnellstmöglich aus dem Karton herausnehmen.[2][7]

Nutzen Sie BPA-freie Mehrwegboxen, die es im Onlinehandel für rund zehn Euro gibt, um auch generell Papiermüll zu vermeiden.[7][9]

Fazit

Bitte eine Pizza mit ganz viel Bisphenol A und einer Prise Bisphenol S – oder umgekehrt.

Quellenliste:

[1] Salamipizza im Öko-Test (https://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/kalorienbombe-salamipizza/)

[2] Chemikalie Bisphenol A auch in Konservendosen enthalten (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/bisphenol-a-in-konservendosen/)

[3] Das Problem mit Plastik – Unfruchtbar durch Bisphenol A (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/unfruchtbar-durch-bisphenol-a/)

[4] Wir Plastik-Menschen: Nanoplastik, Bisphenol A (BPA) und Phthalate in JEDER Zelle! Plastik im Blut, Gehirn und jeder Zelle (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/plastik-im-blut-alle-mit-bisphenol-a-bpa-belastet/)

[5] Gift in Tomaten in Dosen – Öko-Testbericht 2023 (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/gift-in-tomaten/)

[6] Alarmierend viel Plastikhormon im Blut von Kindern (https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/plastikhormon-im-blut-von-kindern/)

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2016, World Science Festival in New York. Auf der Bühne: Matthew Liao, Bioethiker an der New York University. Thema des Panels: „Human Engineering and Climate Change“. Liao erzählt dort ganz beiläufig, man könne Menschen mithilfe biomedizinischer Verfahren so verändern, dass sie Fleisch nicht mehr vertragen. Wörtlich:

„Possibly we can use human engineering to make it the case that we’re intolerant to certain kinds of meat … there’s this thing called the Lone Star tick, where if it bites you you’ll become allergic to meat … that’s something that we can do through human engineering.“

Die Argumentation: Der Fleischkonsum sei schlecht fürs Klima, viele Menschen seien nicht willens, auf Steak und Burger zu verzichten – also könne man den Menschen selbst verändern. Die Idee klingt wie eine Science-Fiction-Variante der Klimapolitik. Doch sie wurde von einem Professor für Bioethik auf einem weltweit beachteten Festival ausgesprochen – und zwar ernst gemeint als Denkanstoß.

Der Hintergrund: Alpha-Gal-Allergie

Liao bezieht sich auf ein reales biologisches Phänomen: In den USA verbreitet die Lone-Star-Zecke eine Fleischallergie, die sogenannte Alpha-Gal-Allergie. Nach einem Biss reagieren Betroffene teils heftig auf Rind- und Schweinefleisch. Die Forschung hat den Mechanismus identifiziert: Bestimmte Zuckerreste (Alpha-Gal) auf tierischen Eiweißen lösen eine Immunreaktion aus.

Das Beispiel zeigt: Fleischallergien sind möglich – und mit biomedizinischen Methoden auch künstlich herstellbar. Das ist zwar „nur“ Liao’s „Gedankenspiel“ – aber das wird längst Gehör gefunden haben.

Bioethik oder Biopolitik?

Tja… Man kann diesen Auftritt als intellektuelles Spiel begreifen. Aber die Botschaft ist klar: Statt beim Konsum oder bei der Produktion von Lebensmitteln anzusetzen, denkt man über Eingriffe in den Menschen selbst nach. Nicht die Industrie, nicht das System – sondern der einzelne Körper soll angepasst werden.

Das wirft (wieder einmal) eine Menge Fragen auf:

  • Wer entscheidet, dass Menschen „umprogrammiert“ werden dürfen?
  • Was ist mit Wahlfreiheit und Selbstbestimmung?
  • Und: Ist es überhaupt Aufgabe der Bioethik, solche Szenarien als „Lösung“ für Weltprobleme zu diskutieren?

Ein gefährlicher Paradigmenwechsel

Solche Vorschläge markieren einen Trend: Die Debatte verschiebt sich vom Gestalten der Umwelt hin zum Gestalten des Menschen. Das klingt modern, technisch, machbar – aber es hat Konsequenzen. Die Grenze zwischen medizinischer Therapie (Krankheiten heilen) und sozialtechnischem Experiment (Menschen an politische Ziele anpassen) wird fließend.

Die Pointe: Während Politiker und Wissenschaftler seit Jahren predigen, dass Aufklärung, freiwilliger Verzicht und bewusste Ernährung der Schlüssel seien, diskutiert man parallel über „Human Engineering“ – sprich: Eingriffe, die Freiheit durch Biologie ersetzen.

Und wenn wir uns erinnern, was in der Corona-Zeit plötzlich alles möglich war UND wie viel Menschen bereitwillig mitgemacht haben, dann versteht man, dass solche Ideen längst nicht nur theoretische Gedankenspiele sind.

Fazit

Matthew Liao hat keine Blaupause für eine Fleischallergie-Impfung geliefert. Aber er hat gezeigt, wie weit Teile der akademischen Bioethik schon denken: Nicht Systeme ändern, sondern den Menschen. Das mag als intellektuelles Experiment gedacht sein. Doch es zeigt, wie gefährlich leichtfertig die Idee eines „designten Menschen“ inzwischen ausgesprochen wird. Und das war bereits 2016!

Wir müssen in den kommenden Jahren mehr denn je aufpassen was zu unserem angeblichen Wohl alls ausgerollt werden wird…

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Ich liebe Honig. Honig ist ein wertvolles Natur-Produkt. Die Bienen sammeln Nektar, den sie im Bienenstock mit körpereigenen Sekreten anreichern und zur Reifung in Waben speichern. So enthält der ursprüngliche Nektar neben pflanzlichen Zuckern, Spuren-Elementen, Vitaminen und Pollen auch Enzyme und antibakterielle Wirkstoffe.

Die gesunde Honig-Süße ist deswegen um ein Vielfaches teurer als Industrie-Zucker. Viele Verbraucher wissen das zu schätzen, doch schauen sie auch auf den Preis des Bienen-Produktes. Die Produzenten versuchen deshalb, die Kosten zu senken – und dabei bedienen sie sich zunehmend raffinierterer Tricks.

2022: Fast jeder dritte Honig beanstandet

In einer Untersuchung von ÖKOTEST aus dem Oktober 2022 erhielten 6 von 19 analysierten Honigen die Bewertung mangelhaft oder ungenügend. Getestet wurde auf Herkunft, natürliche und technisch-synthetische Rückstände sowie Enzym-Aktivität und Bestandteile gentechnisch veränderter Pflanzen.

Dabei kamen modernste Methoden zum Einsatz, wie die 13C-Isotopenanalyse, die NMR-Technik (Nuclear Magnetic Resonance) und die LC-HRMS (Liquid Chromatography High Resolution Accurate Mass Spectrometry). Schließlich wollten die Tester auch den immer ausgefeilteren Fälschungs-Tricks der Hersteller auf die Schliche kommen.

Das einzig Positive des Ergebnisses: Die 16 getesteten Bio-Honige waren frei von Pestiziden, wenn auch insgesamt nicht durchweg völlig unbedenklich.

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So bekam der Breitsamer Bio Akazien Honig aus deutscher Produktion die Note mangelhaft, weil laut Pollen-Analyse nur 5 % des Honigs von Akazien stammte. Laut Gesetz müssten es mindestens 20 % sein. Mit der Note 6 musste sich gar der Dennree Blütenhonig cremig begnügen, der sogar ein Bio-Siegel trägt. Grund dafür war das Vorhandensein von Hydroxymethylfural (HMF), das auf schlechte Lagerungsbedingungen hindeutet.

Zudem wurden in dem Honig Sirupmarker nachgewiesen, die eine Streckung mit Zuckerlösungen belegen. Zum negativen Gesamtbild kamen noch geringe Konzentrationen der toxischen Pyrrolizidinalkaloide (PA) hinzu, die in einigen Pflanzen wie dem Jakobskreuzkraut vorkommen.

Im Glück Honig aus Rapsblüten cremig (ungenügend) waren die bienengiftigen (!) Neonikotinoide  Acetamiprid und Thiacloprid (wahrscheinlich krebserregend) kritisch erhöht. In geringen Mengen fanden die Tester auch das Pestizid Carbendazim. Bestandteile aus genmanipulierten Pflanzen waren im Jeden Tag Blütenhonig cremig enthalten. Weil der Honig auch noch HMF und eine geringe Enzym-Aktivität aufwies, muss das Produkt unsachgemäß gelagert worden sein. All das führte zur Bewertung mangelhaft.

Wer hätte gedacht, dass ein Echter Deutscher Honig – Rapshonig cremig der Imkerei Högler gepanscht ist? Die Tester bestimmt auch nicht, allerdings entdeckten sie Sirupmarker in dem Produkt und gaben dem Honig die Note 5.

Dass im Honig kleinste Bienenteile oder Pflanzenreste zu finden sind, erscheint für das Natur-Produkt normal. Allerdings war der Anteil nicht wünschenswerter Sedimente in einem Honig sehr hoch, und zwar im Langnese Flotte Biene Bio-Blütenhonig cremig. Wegen der starken Verunreinigung bekam das Produkt die Note ungenügend.

Ein Sehr Gut ganz ohne Beanstandungen bekamen der Alnatura Akazienhonig, der DM Bio Akazienhonig sowie der Maribel Bio – Deutscher Blütenhonig cremig – Bioland von Lidl.

Trotz geringem PA-Gehalt erhielten die Note 1 auch der K-Bio Streichzarter Honig cremig von Kaufland, Gut Bio Honig cremig von Aldi, Gepa Faires Pfund Bio Honig cremig, der Rewe Mexikanischer Vielblütenhonig cremig und der Biophar Bio-Honig Fairtrade cremig.

Mit gut schnitten ab der BioBio Land Honig cremig von Netto, der Edeka Bio Landhonig cremig und der Naturgut Bioland Honig cremig von Penny.

Befriedigend erhielt der Ener Bio Akazien Honig und den Wernet Bio Akazien-Honig.     

2019: Jeder vierte Honig ungenießbar

Die Honig-Qualität hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2019 die Test-Ergebnisse von 36 Honigen aus dem Einzelhandel. 10 der getesteten Produkte erhielten die Note mangelhaft und sollten daher gar nicht verzehrt werden. Grund für das schlechte Abschneiden sind mehrere Mängel, die die Lebensmittelchemiker anmahnten.

Einzelne Honige verdienten noch nicht einmal ihre Sortenbezeichnung, wie die Pollenanalyse ergab. Auch riskante Rückstände wurden in den Produkten gefunden. Zwar lagen die Werte für das Herbizid Glyphosat unterhalb der offiziellen Grenzen, dafür fanden die Tester kritische Mengen an Pyrrolizidinalkaloide (PA).

Insgesamt 10 Artikel enthielten Spuren gentechnisch manipulierter Pflanzen inform ihrer Pollen. Besonders chinesische Honige wiesen Hitzeschäden auf, die durch eine „malträtierende“ Verarbeitung des Honigs entstehen.

Nur 11 Honige bekamen die Note gut – zum Beispiel der „Lindenhonig“ von D’arbo und Dr. Krieger’s Bienenhonig“. Überraschend war, dass in den oberen Rängen sowohl teure Artikel als auch günstige Discounter-Produkte waren, wie beispielsweise der „Wald Honig“ von Aldi Nord und „Marlene aromatischer Waldhonig“ von Lidl. Auffallend war auch, dass nur ein Bio-Honig unter den Besten war (Rewe Bio Akazienhonig).

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Imker und Bienen in Schwierigkeiten

Die Honig-Produktion steckt aus mehreren Gründen in der Krise. Über die Gründe dazu versuche ich in den Beiträgen:

nachzugehen.

Viele Imker handeln einfach aus der Not heraus. Wegen der teils außergewöhnlichen Witterung müssen sie ihren Tieren zusätzlich Zuckerlösung anbieten.

Der Stress durch die Varroa-Milbe setzt den Bienenvölkern ebenfalls zu, denn die Spinnentiere übertragen einen Virus, der die Flügel der Bienen verkümmern lässt.

Oft sind die Imker auch gezwungen, den Bienen Wachs anzubieten. Und weil der teuer ist, strecken manche Produzenten das Natur-Produkt mit Stearin. Aber der aus Erdöl stammende Stoff ist für Insekten (mehr oder weniger) tödlich.

Kann man die Imker noch verstehen, wenn sie zu diesen Methoden greifen, hat die industrielle Honig-Produktion noch ganz andere Dimensionen auf Lager. Denn hier wird in großem Stil betrogen, was das Zeug hält. So wird auf dem Markt für Imkerei-Bedarf mittlerweile eine Vielzahl an Zuckerlösungen angeboten, um den fertigen Honig zu strecken.

Andere Hersteller lassen es gar nicht erst zur echten Honig-Produktion kommen. Besonders in China werden die Bienen nicht in annähernd natürlichen Behausungen gehalten. In den stählernen Wohnstätten der Insekten wird ihnen der gesammelte Nektar abgenommen und in einem technischen Prozess zu einer Art Kunst-Honig verarbeitet.

2024: Fast jeder fünfte Honig bedenklich

Was zunächst wie eine Verbesserung über die letzten Jahre aussieht, ist eher bedenklich. Zwischen 2019 und 2024 erwiesen sich etwa 18 % der untersuchten Honige als unzureichend. Der größte Skandal besteht darin, dass sogenannte „Potenz-Honige“ Sildenafil (Viagra) oder Tadalafil (Cialis) enthielten. Und weil das illegal ist, wurden die Arzneistoffe natürlich nicht deklariert. Der Verbraucher sollte denken, es handele sich um biogene Verbindungen, die das Liebesleben bereichern sollten.

Heraus kam das im Verlauf der Überprüfung durch das  Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA). Die Freien Wähler hatten im Landtag eine Anfrage an Umweltministerin Katrin Eder gerichtet, wie es mit der Qualität von Honig aussieht. Geantwortet hat die Grünenministerin mit den Ergebnissen der LUA-Studie. Der zufolge waren 135 von 746 Honigen zu beanstanden. Neben einem Bußgeld musste ein Produkt aus den Supermarktregalen genommen werden.

Gepanschter Honig ist auch noch schwierig zu entdecken

Lebensmittel-Kontrolleure haben es zunehmend schwer, gepanschten Honig zu entdecken. Doch die Nachweis-Methoden verbessern sich in dem Maße, in dem die Praktiken der Honig-Fälscher raffinierter werden. Die 2015 eingeführte NMR-Analyse kann den biochemischen Fingerabdruck des Honigs erkennen.

Doch die immer weiter verbesserten Tricks der industriellen Honig-Produzenten setzen die Behörden stetig unter Zugzwang. Der Wettlauf hat Ähnlichkeiten mit den Verhältnissen beim Doping im Leistungssport. Ein Unterschied besteht nur darin, dass die Honig-Panscher noch dreister sind. Sie lassen ihre Proben von den offiziellen Analytikern freiwillig überprüfen, um festzustellen, wie weit sie gehen dürfen.

Die Chinesen – Schon wieder…

Die Chinesen wissen bereits: Reis-Sirup kann bislang kaum als Zusatz-Stoff identifiziert werden. Die Zuckerlösung wird im Internet als “Rice Syrup Pass“ unverhohlen angeboten. Fälschungen können aber auch durch eine Pollen-Analyse entlarvt werden. Damit konnte bisher immerhin die Herkunft des Honigs eindeutig geklärt werden.

Doch die Produzenten können diesen Marker inzwischen sogar durch die Zugabe von entsprechenden Pollen nach ihren Wünschen modulieren.

Auf die Machenschaften chinesischer Honig-Exporteure haben die USA mit Strafzöllen reagiert. Doch auch dagegen wussten sich die Hersteller zu helfen. Die Export-Bilanzen aus anderen Ländern liefern dafür eindeutige Indizien. Denn nach der Verhängung der Einfuhrzölle schnellte die Ausfuhr von Honig aus Vietnam, Indien und Thailand sprunghaft in die Höhe.

Seit Inkrafttreten eines Handelsabkommens zwischen der Ukraine und er EU kam plötzlich eine erhebliche Menge auch aus dem osteuropäischen Land. Im vergleichbaren Maße nahm der Honig-Export aus China in diese Länder zu. Die Handelsströme lassen nur einen Schluss zu: Um die Zölle zu umgehen, wird ein Umweg über Drittstaaten genommen.

Update August 2025: Honig-Mafia jetzt auch im ZDF

Die ZDF-„frontal“-Sendung vom 5. August 2025 bestätigt, was unabhängige Tests und Insider seit Jahren wissen: Der Honigmarkt ist durchsetzt von systematischem Betrug. In der Sendung wurden Supermarkt-Honige mit bis zu 20?% Zuckersirup gestreckt – und trotzdem bestanden sie alle gängigen EU-Labortests. Selbst die hochgelobte NMR-Technologie versagte teilweise. Die Doku zeigt, wie professionelle Panscher gezielt Laboranalysen umgehen, wie Importe aus China über Drittländer getarnt werden – und wie machtlos die Kontrolleure bislang sind.

Was sich wie ein Wirtschaftskrimi anhört, ist längst Realität. Die Betrugsstrategien gleichen dem Doping im Profisport: immer raffinierter, immer schwieriger nachzuweisen. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Verbraucher und die Imker, die ehrlich arbeiten.

Fazit

Ein hoher Preis und das Bio-Siegel sind keine Garantie für hochwertigen Honig. Naturbelassener guter Honig ist nicht zwangsläufig teuer. Auch Billig-Honig kann durchaus qualitativ in Ordnung sein. Ich vertraue dennoch auf unsere Imker vor Ort und kaufe dort direkt. Entweder man kennt jemanden (rumfragen!) oder man geht mal auf einen Wochenmarkt.

Und dann noch ein Tipp für Imker: Beschäftigen Sie sich mal mit den Effektiven Mikroorganismen, siehe: Effektive Mikroorganismen: Die EM-Technologie unter der Lupe

Imker berichten über eine deutlich bessere Widerstandskraft der Völker! Bleibt nur zu hoffen, dass die Imkerinitiative „HarmHoney“ weitere Verbesserungen bringt. Ziel ist es, die Testverfahren zu standardisieren, um die Produktqualität der zahlreichen Artikel übersichtlicher zu machen.

Vielleicht erreicht ja auch eine neue EU-Verordnung ihr Ziel, dem Verbraucher die Wahl einfacher zu machen. Die Hersteller müssen jetzt die genaue Herkunft des Honigs angeben. Bei gemischten Honigen sollen die prozentualen Anteile mit den dazugehörigen Herkunftsländern angegeben werden. So entgeht man der Falle, chinesische Rohstoffe untergejubelt zu bekommen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 5.8.2025 überarbeitet und aktualisiert.

Eine kurze Sequenz aus meiner Online-Sprechstunde zum Thema „Darmsanierung – Was wirklich funktioniert und was nicht!“.

Bitterstoffe – oft unterschätzt, aber essenziell für eine gesunde Verdauung

Bitterstoffe gelten als natürliche Verdauungshelfer, die früher fester Bestandteil unserer Ernährung waren – heute aber leider häufig fehlen. Dabei sind sie entscheidend für die Anregung von Speichel, Magensäure, Galle und Enzymen, also für einen reibungslosen Verdauungsablauf.

In diesem Video stelle ich Ihnen drei bewährte, natürliche Bitterstoffquellen vor, die Sie einfach wieder in Ihren Alltag integrieren können:

  • Enzian – ein traditioneller Klassiker mit besonders intensiver Wirkung

  • Löwenzahn – weit verbreitet, oft unterschätzt, aber sehr vielseitig in der Anwendung

  • Artischocke – fördert gezielt die Gallenproduktion und hilft bei der Fettverdauung

Bitterstoffe unterstützen nicht nur die Verdauung, sondern auch Leber, Galle und das allgemeine Wohlbefinden.

Erfahren Sie, wie Sie diese natürlichen Helfer gezielt nutzen können – ob als Tee, Tinktur oder frisches Lebensmittel – und entdecken Sie die Kraft der Bitterstoffe neu für Ihre tägliche Ernährung und Darmgesundheit.

Wer sich für das Thema Darmsanierung interessiert, hier einige meiner Artikel dazu:

Die komplette Aufzeichnung der Online-Sprechstunde finden Sie übrigens hier:

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Dieser Beitrag wurde am 09.07.2025 erstellt.

Eine kurze Sequenz aus meiner Online-Sprechstunde zum Thema „Darmsanierung – Was wirklich funktioniert und was nicht!“.

Unerwünschte Mikroben im Darm – was tun bei bakterieller oder pilzbedingter Überwucherung? 
In diesem Video stelle ich Ihnen drei natürliche und wirkungsvolle Substanzen vor, die bei einem Ungleichgewicht im Darm gezielt unterstützen können:

  • Oreganoöl – bekannt für seine starke antimikrobielle Wirkung

  • Berberin – ein bewährter Pflanzenstoff mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten

  • Caprylsäure – eine mittelkettige Fettsäure, z.?B. aus Bio-Kokosöl, die gezielt gegen Hefepilze wie Candida wirken kann

Erfahren Sie, wie diese natürlichen Helfer zur Reduktion unerwünschter Mikroorganismen beitragen und die Balance Ihres Mikrobioms auf natürliche Weise unterstützen können.

Wer sich für konkrete Anwendererfahrungen mit ätherischem Oreganoöl interessiert, findet in diesem Foren-Beitrag eine ausführliche Diskussion: Erfahrungen mit Oregano Öl (ätherisch) gesucht

Unbedingt auf die Qualität und Reinheit der Produkte sowie auf eine individuell abgestimmte Dosierung.

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Dieser Beitrag wurde am 07.07.2025 erstellt.

Immer wieder tauchen in der internationalen Forschung und im Bereich der funktionellen Medizin neue Substanzen auf, die das Potenzial haben sollen, Heilungsprozesse gezielt zu unterstützen. Eine davon ist BPC 157, ein synthetisches Peptid, das ursprünglich aus Bestandteilen des menschlichen Magensafts abgeleitet wurde – und aktuell kontrovers diskutiert wird.

Da stellt sich sofort die Frage:

Was ist BPC 157?

BPC steht für Body Protection Compound. BPC 157 ist ein sogenanntes Pentadecaptid (eine Kette aus 15 Aminosäuren) das aus einem natürlichen Magensaftbestandteil synthetisiert wurde. In vorklinischen Studien (hauptsächlich an Tieren) zeigte es entzündungshemmende, gewebeprotektive und regenerationsfördernde Effekte.

Der postulierte Wirkmechanismus: BPC 157 fördert die Freisetzung körpereigener Wachstumsfaktoren durch die Aktivierung von Blutplättchen an der Entzündungsstelle. Diese Wachstumsfaktoren regen dann Regenerationsprozesse in Gewebe, Nerven, Sehnen, Muskeln und Schleimhäuten an.

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Mögliche Einsatzgebiete (laut präklinischer Forschung)

In der internationalen Literatur und funktionellen Medizin wird BPC 157 in folgenden Zusammenhängen diskutiert:

  • Sehnen- und Muskelverletzungen – bei Zerrungen, Tendopathien oder Muskelrissen
  • Rotatorenmanschette und Gelenke – etwa bei Knie-, Schulter- oder Sprunggelenksproblemen
  • Schleimhautregeneration – z.?B. bei Colitis, Reizdarm, Magenschleimhautreizung oder Leaky-Gut
  • Neuroprotektion – erste Tiermodelle deuten auf eine Schutzwirkung bei Nervenschäden hin
  • Entzündungshemmung und Regeneration – möglicherweise auch bei chronisch-entzündlichen Prozessen

Erfahrungsberichte aus funktionellen Praxen im Ausland beschreiben teils schnelle Fortschritte bei schlecht heilenden Verletzungen und Schleimhautschäden. Auch im Sportbereich wird BPC 157 als leistungsfördernd diskutiert.

Warum ich es in der Praxis nicht einsetze

Trotz der interessanten Mechanismen und experimentellen Ansätze:
BPC 157 ist in Deutschland nicht zugelassen. Es handelt sich um eine nicht verkehrsfähige Substanz, die rechtlich nicht als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft oder angewendet werden darf.

Zudem steht BPC 157 auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) – unter der Kategorie S0 – nicht zugelassene Substanzen. Für Sportler ist die Einnahme also verboten und kann zu Sperren führen.

Auch als Therapeut bin ich verpflichtet, mich an geltendes Recht zu halten. In meiner Praxis kommt BPC 157 nicht zum Einsatz.

Was bedeutet das für Patienten?

Viele Menschen mit chronischen Sehnenbeschwerden, Darmproblemen oder schlecht heilenden Verletzungen sind verständlicherweise auf der Suche nach neuen Lösungen. BPC 157 mag ein vielversprechender Forschungsansatz sein – aktuell fehlt jedoch die rechtliche Grundlage für eine Anwendung in der Praxis. Auch solide Humanstudien sind bislang kaum verfügbar.

Statt auf nicht zugelassene Substanzen zu setzen, arbeite ich in solchen Fällen mit bewährten naturheilkundlichen Verfahren – darunter:

  • gezielte orthomolekulare Therapie (z.B. Vitamin C, Aminosäuren, Spurenelemente)
  • Heilpflanzen mit entzündungshemmender Wirkung
  • Bewegungstherapie und manuelle Verfahren
  • Mikrobiom-orientierte Darmsanierung bei Schleimhautproblemen
  • Fasten und Ernährungstherapie zur systemischen Regeneration

Diese Methoden sind legal, sicher, gut erprobt – und aus meiner Erfahrung häufig ebenso effektiv, wenn man den gesamten Menschen betrachtet.

Fazit:
BPC 157 ist eine experimentelle Substanz mit interessanter Perspektive – aber in Deutschland nicht zugelassen und daher nicht Bestandteil meiner Praxisarbeit. Ich setze weiterhin auf natürliche, regulierte und bewährte Verfahren zur Förderung der Heilung.

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Wenn man lange genug in der Naturheilkunde tätig ist dann weiß man: Die Fragen ändern sich nicht wirklich. Was mir aber wirklich auffällt: es kommen immer mehr Fragen dazu.

Jüngst wurde ich wieder gefragt: „Was kann ich anstelle von Daosin nehmen?“ Eine berechtigte Frage, die zeigt, wie viele Menschen inzwischen mit einer Histaminintoleranz kämpfen. Dieses Problem war vor fast 30 Jahren so gut wie nicht vorhanden. Heute? Tja…

Doch wie so oft ist die eigentliche Frage nicht: Was nehme ich stattdessen?, sondern: Wie finde ich die Ursache?

Daosin und die DAO-Problematik

Daosin ist ein Markenname. Es handelt sich dabei um ein Mittel, das Diaminoxidase (DAO) enthält – ein Enzym, das beim Abbau von Histamin im Darm hilft. Daosin wird häufig bei Histaminintoleranz eingesetzt, um die DAO-Aktivität zu unterstützen und Symptome zu lindern. Der Markenname gehört zur Firma STADA.

Es gibt auch andere Präparate mit Diaminoxidase von verschiedenen Herstellern, die unter anderen Markennamen verkauft werden.

Wer eine Histaminintoleranz hat, dem fehlt oft genau dieses Enzym oder es funktioniert nur eingeschränkt. Daosin soll helfen, dieses Defizit auszugleichen, indem es vor histaminreichen Mahlzeiten eingenommen wird.

Ein Segen? Ja. Eine Dauerlösung? Nein. Denn wer dauerhaft auf ein Präparat angewiesen ist, um essen zu können, behandelt Symptome – aber nicht die Ursache.

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Die Schulmedizin und ihre Grenzen

Die klassische Medizin betrachtet Histaminintoleranz oft als Randproblem. Sie bietet Antihistaminika an, die Rezeptoren blockieren, oder Daosin, um das Enzym von außen zuzuführen. Selten wird jedoch gefragt: Warum produziert der Körper nicht genug DAO? Die Sache mit dem DAO habe ich auch hier genauer beleuchtet: Diaminoxidase (DAO) erklärt: Enzymaktivität, Histaminabbau und Intoleranz

In meiner Praxis sehe ich oft, dass es nicht mit einer simplen Tablette getan ist. Eine gestörte Darmflora, entzündliche Prozesse oder eine überlastete Leber sind häufige Ursachen. Wer hier nur auf ein Präparat setzt, flickt ein Leck im Boot, ohne das Loch zu stopfen.

Natürliche Alternativen zu Daosin

Vorab: Ausführlich zur Histaminintoleranz habe ich hier geschrieben: Histaminintoleranz – Naturheilkunde und Naturheilmittel, die überzeugen

Glücklicherweise gibt es viele Wege, die eigene DAO-Produktion zu unterstützen.

1. Die richtigen Nährstoffe zuführen

DAO ist ein enzymatisches Arbeitstier – aber wie jeder Handwerker braucht es gutes Werkzeug. Folgende Stoffe sind essenziell:

  • Vitamin B6 (enthalten in Kartoffeln, Fisch, Bananen) – unerlässlich für die Enzymproduktion
  • Kupfer (Leber, Kakao, Nüsse) – ein Kofaktor für DAO
  • Magnesium (Mandeln, grünes Blattgemüse) – wichtig für viele enzymatische Prozesse

2. Histaminabbau natürlich fördern

Es gibt Pflanzenstoffe, die den Histaminabbau unterstützen:

  • Quercetin – ein natürliches Antihistaminikum (reichlich in Kapern, Zwiebeln, Äpfeln)
  • Luteolin – stabilisiert Mastzellen (enthalten in Sellerie, Brokkoli, Kamille)
  • Probiotika – aber Achtung: Nicht alle helfen! Besonders Bifidobacterium longum kann Histaminabbau unterstützen.

3. Den Darm in Ordnung bringen

Die meisten DAO-Probleme sind „Darmprobleme“. Wer hier ansetzt, hat oft nachhaltigen Erfolg:

  • Gluten und Zucker reduzieren – beides kann Darmentzündungen fördern
  • fermentierte Lebensmittel (bei Verträglichkeit) – stärken die Darmschleimhaut
  • Natürliche Bitterstoffe (Artischocke, Enzian, Löwenzahn) – fördern die Verdauung und Leberfunktion

4. Den Stress nicht vergessen

Histamin ist nicht nur ein Nahrungsproblem, sondern auch ein Stressproblem. Chronischer Stress kann die Mastzellen überaktivieren und Histamin freisetzen. Meditation, Spaziergänge im Wald oder einfache Atemübungen sind oft unterschätzte Helfer.

Fazit: Selbsthilfe statt Dauermedikation

Ja, Daosin kann helfen – aber es ist keine Lösung für die Wurzel des Problems. Wer Histaminintoleranz wirklich in den Griff bekommen will, muss ansetzen: Bei der Ernährung, dem Darm, den Nährstoffen und dem Lebensstil.

Mein Rat nach 25 Jahren Praxis: Verlasse dich nicht auf eine Kapsel. Höre auf deinen Körper, finde die Ursache – und gib ihm, was er wirklich braucht.

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Eine kurze Sequenz aus meiner Online-Sprechstunde zum Thema „Übersäuerung & Entsäuerung“.

Die komplette Aufzeichnung der Online-Sprechstunde finden Sie hier:
Video Online Sprechstunde „Die biologische Entgiftungstherapie“ mit René Gräber

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