Alexander S. Kekulé, Institutsdirektor und Professor für Medizinische Mikrobiologie in Halle, sprach im Zusammenhang mit der Impfung gegen die Schweinegrippe von einem GAU (Größter Anzunehmender Unfall).
Nach Meinung des Professors hat Deutschland den falschen Impfstoff bestellt, nämlich einen mit sog. Wirkungsverstärkern (Adjuvantien). Der Vorteil der Wirkungsverstärker: Die Hersteller brauchen weniger Virusmaterial für eine Impfdosis und können dadurch größere Mengen produzieren. Nachteil: Wirkungsverstärker sind aber immer auch ‚Nebenwirkungs-Verstärker‘.
Und genau die Adjuvantien wurden bisher lediglich an ein paar Tausend Menschen getestet. Diese Größenordnung ist bei Neueinführungen von Arzneimitteln üblich, heißt es. Aber: Seltene Nebenwirkungen können dabei nicht erkannt werden. Und häufige Nebenwirkungen kommen noch häufiger vor: Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle in bis zu 50% der Fälle, Mattigkeitsgefühl oder in bis zu drei Prozent der Fälle Schüttelfrost – als eigentlich Symptome einer Grippe, die Sie ja eigentlich nicht haben wollten…
Beim Bundesgesundheitsministerium (BGM) wollte man von “Risiken” anscheinend nichts wissen. Trotz Bedenken vieler Fachleute und des ‚Arznei-Telegramms‘ behauptete das BMG noch Anfang September, es gebe „keine klinischen Daten aus den USA“, die eine ausreichende Schutzwirkung nichtadjuvanzierter Impfstoffe belegen. Und so bestellte man eifrig adjuvanzierte, nebenwirkungsstärkere Impfstoffe: 50 Millionen Dosen ‚Pandemrix‘ und 18 Millionen Dosen ‚Celtura‘.
Die Bundeswehr ließ sich auf diese unklare Lage nicht ein. Für ihre Angehörigen ist gut genug, was ausreichend schützt und weniger gefährlich ist: Sie verzichtet bei den Impfstoffen auf die Zusätze von Verstärkern.
Frauen in der Schwangerschaft sind besonders gefährdet, sie sollen gegen die Schweinegrippe mit einem so genannten nichtadjuvanzierten Impfstoff geimpft werden. Für adjuvanzierten Vakzine (Impfstoffe), so die StiKo (Ständige Impfkommission), lägen nämlich keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor. Der von der StiKo empfohlene Impfstoff aber wurde für Deutschland nicht bestellt. Mit einer Ausnahme: Angehörige der Bundeswehr erhalten eine Vakzine, die kein Adjuvans enthält.
Und es gibt noch einen Risikofaktor über den nur wenig zu lesen ist: der Konservierungsstoff Thiomersal, “ein extrem toxisches und krebserregendes Konservierungsmittel, das zu 49,6 Prozent aus Quecksilber besteht… Thiomersal sollte eigentlich ab 2004 in Impfstoffen nicht mehr verwendet werden, ist aber leider in allen in Deutschland zur Injektion vorgesehenen Schweinegrippe-Impfstoffen enthalten und ist zu 5 Mikrogramm in Pandemrix, dem Schweinegrippe-Impfstoff, der staatlich empfohlen der Bevölkerung in Kürze gegeben werden soll. Bei zwei Impfungen sind es schon zweimal 5, also 10 Mikrogramm Thiomersal.” (www.toxcenter.de)
Ebensowenig liest man über die Gefahr, dass diese Verstärker (zumindest teilweise) im Nanobereich liegen und somit Nanopartikel sind.
Fazit: endlich wird einmal öffentlich über Impfungen diskutiert und nicht über alles der Mantel des Schweigens gebreitet. In diesem Zusammenhang sollte endlich auch einmal über den Nutzen der Grippeschutzimpfungen diskutiert werden, denn deren Nutzen wird neueren Studien angezweifelt.
Aufgrund der geplanten Zwangsimpfungen in den USA kam es zu zahlreichen Protestmärschen in New York, welchen vor allem Bedienstete des Gesundheitswesens folgten.
So wird in diesem Zusammenhang gegen das Vorhaben demonstriert, nach welchem all jene Personen, welche im Gesundheitswesen tätig sind, gegen die Schweinegrippe geimpft werden sollen.
So soll nach CBS sogar mit einer Entlassung all jener gedroht worden sein, welche dieser Aufforderung nicht nachkommen. Die Mitarbeiterin Paula Smith betont hingegen die Sinnlosigkeit dieser Kampagne gegenüber CBS mit der Tatsache, dass sie selbst eine Impfung erhalten soll, obwohl sie niemals in Kontakt mit Patienten in ihrem Berufsfeld kommt.
(vgl.: http://www.cbsnews.com/blogs/2009/09/29/taking_liberties/entry5349581.shtml)
So kam es auch in Albany zu ausgedehnten Demonstrationen, welche vor allem den Selbstentscheid der betreffenden Person betonten. Sasan Donlean, welche als Ärztin eine Führungsposition des Stony Brook Universitätskrankenhauses innehat, versteht diese Proteste durchaus. Jedoch müsse sich an die Gesetze gehalten werden, da diese nicht umsonst auf große Sicherheitsvorteile ausgerichtet seien. In New York wird die Entscheidung wiederum anders begründet. So sei diese Grippeschutzimpfung unerlässlich für den Schutz zahlreicher Menschenleben, da die Mitarbeiter sich bei einer Wahlmöglichkeit in der Regel nicht impfen lassen würden.
Mehr zu diesem ganzen Wirr-Warr um die Schweinegrippe lesen Sie in meinem kompletten Bericht: Die Grippe-Lüge
Der Schreck saß bei vielen Menschen tief, als zu Beginn diesen Jahres die ersten Meldungen über einen angeblich äußerst aggressiven neuen Grippeerreger die Runde machten. Die sogenannte Schweinegrippe sei möglicherweise gefährlicher, als alle bislang bekannten Grippe-Viruserkrankungen, hieß es aus Fachkreisen – und schnell waren Warnungen hinsichtlich einer drohenden Pandemie ausgesprochen.
An der Entwicklung einer Grippeschutzimpfung wird seither fieberhaft gearbeitet.
Weitere Einzelheiten, die nun ans Licht kommen, sind jedoch weit bedenklicher: so steht beispielsweise Sir Roy Anderson, der als Berater für die Sicherheit von Arzneimitteln für die britische Regierung tätig ist, auch auf der Gehaltsliste von GlaxoSmithKline, der Firma, die antivirale Mittel an Regierungen weltweit verkauft. Anderson empfahl in einem Radiointerwiew das von GalaxoSmithKline produzierte Relenza – und kurbelte nicht zuletzt damit Galaxo-Smith-Klines Rekordgewinn von 2,4 Milliarden Euro (der erwartungsgemäß noch steigen wird), an. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – doch der bittere Beigeschmack bleibt….
Die Firma GlaxoSmithKline bringt die ersten 50 Millionen Dosierungen des Grippeimpfstoffes gegen die Schweinegrippe auf den Markt, gestützt auf die Musterzulassung der Vogelgrippevakzine Pandemrix, einem monovalenten, inaktivierten Spaltvirusimpfstoff. Die Besonderheit: Das Vogelvirusantigen wurde durch das Schweinsvirusantigen ersetzt.
Der betreffende Impfstoff enthält, verglichen mit trivalenten Impfstoffen gegen Grippe bei 45 µg, nur 3,75 µg Antigen und wird auf Hühnereiern gezogen. Weiterer Teil des Impfstoffes ist das wirkverstärkende Adjuvans AS03, bestehend aus Squalen, Vitamin E und Polysorbat, das nie zuvor Teil eines erprobten Impfstoffes gewesen ist. Adjuvanzien verstärken nicht nur die Immunogenität verstärken, sondern auch mögliche Immunreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle und Nebenerscheinungen wie Kopfschmerzen und Fieber sowie die Wahrscheinlichkeit gefährlicher Wirkungen wie des Guillain-Barré-Syndroms.
Das Beispiel des FSME-Impfstoffs Ticovac beweist die Schadwirkung derartiger Hilfsstoffe. Die Folge: Als gut verträglich beworbene Medikamente werden kurz nach Einführung wieder vom Markt genommen.
Konventionelle Produktionsverfahren von Vakzinen, mit wechselnden Antigenen produziert, stützen sich auf langjährige Erfahrungen, während Impfstoffe mit Wirkverstärkern kaum empirisch hinsichtlich ihrer Wirkung belegt sind. Unterschiedlichste Patente zahlreicher Firmen und antigensparende Technologien beherrschen den aktuellen Markt. Dabei ist eine Beschleunigung der Produktion verzichtbar – Pandemie-Vakzine enthalten nur ein einziges Antigen. Bei Grippeimpfungen werden dreimal so große Antigenkapazitäten ausgeschöpft.
Wurde klinisch geprüft, wird real angewendet: In Masse auftretende, unvorhergesehene Nebenwirkungen, könnten eine Situation herbeiführen, die ein rasches Gegensteuern schwierig, wenn nicht gar unmöglich machen.
Der Schweinegrippe-Impfstoff wird (zweimal) an 25 Millionen Deutsche, auch an Schwangere, verimpft. Letztere werden in den USA mit dem adjuvansfreien Pandemie-Vakzin geimpft, in Deutschland dagegen verzichtet man auf eine Testung wirkverstärkter Vakzine.
Die Behauptung, adjuvantierte Vakzine seien zusätzlich gegen Varianten des Virusstammes wirksam sein, ist klinisch nicht belegt. Was diese Impfung nutzlos machen könnte. Außerdem im Impfstoff enthalten: Thiomersal, ein quecksilberhaltiges Konservierungsmittel, das die Logistik- und Lagerkosten verringern soll, – ein Mittel, das in modernen Impfstoffen bislang nicht mehr enthalten war.
Qualitätskriterien passé: Die knappe Erprobung bestimmte einzig das Surrogatkriterium Antikörpertiter. Und eine Studie, die Wirkungen der Pandemie-Impfung auf patientenwichtige Endpunkte wie die Häufigkeit von Asthmaanfällen, Pneumonien oder Todesfällen untersuchte, existiert derzeit nicht. Umso mehr verwundert es, dass sich das Gesundheitsministerium der Industrie beugt, investierte sie doch bereits einen hohen Betrag an Steuergeldern für eine wissenschaftliche Weiterentwicklung pandemiespezifischer Impfstoffe.
Eine Milliarde Euro sind für die bundesweite Impfung eingeplant. Und der geringe Antigengehalt führt nicht dazu, den Preis in Grenzen zu halten, im Gegenteil: Mit 18 Euro pro Impfung liegt dieser deutlich über den Kosten für eine saisonale “normale” Grippeschutzimpfung.
Wie ist das zu erklären? Die Konditionen dieser Großaufträge sind nicht öffentlich transparent und zugänglich. Schließlich werden diese Bedingungen von Verantwortlichen ausgehandelt, die nur zu leicht in Interessenskonflikte geraten könnten.
Winterzeit ist Grippezeit. Deshalb empfehlen Ärzte allen Personen ab 60 Jahren, sich schon im Herbst mittels Grippeschutzimpfung vor den gefährlichen Grippeviren zu schützen. Denn laut Robert-Koch-Institut konnten seit 2001 während der Grippesaison allein in Deutschland 5.300 influenzabedingte Todesfälle verhindert werden.
Diese Zahlen beruhen allerdings auf zwei Studien, die nicht die durch Influenza hervorgerufenen Todesfälle bewerten, sondern die Gesamtsterblichkeit beziehungsweise die Todesrate bei allen Atemwegserkrankungen einbeziehen. Die Werte wurden dennoch zusammengerechnet und ergaben eine 30-prozentige Reduzierung der tödlichen Grippeinfektionen.
Allerdings ist es nicht unbedingt sinnvoll, den Mittelwert aus diesen beiden sehr unterschiedlichen Studien anzugeben. Auch hat die eine Untersuchung eine Verminderung der Sterblichkeit um unwahrscheinliche 50 % ergeben, ohne auch nur die tatsächliche Zahl der tödlichen Grippefälle mit einzubeziehen.
Frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ führten Kritiker nun aktuelle Studien durch, die diese hohe Erfolgsrate überprüfen sollten. Denn es fehlen bisher nicht nur nach dem Zufallsprinzip erstellte Kontrolldaten, auch wurden viele Faktoren nicht ausreichend beachtet.
Heraus kamen bei den neuerlichen Untersuchungen einige Ergebnisse, die den hohen “Grippeschutz” durch eine Grippeschutzimpfung nicht bestätigen konnten. Beispielsweise konnte gezeigt werden, dass die Sterblichkeitsrate trotz Grippeimpfung gerade bei älteren Personen kaum gegeben ist.
So lag bei einer zufallsbedingt kontrollierten Studie die durch Blutproben diagnostizierte Influenza von über 70-jährigen bei 5,2 % gegenüber einer Rate von 6,8 % bei Personen, die nur ein Placebo erhalten hatten. Bei jüngeren Probanden hingegen war der Effekt der Impfung etwas deutlicher.
Eine groß angelegte Observationsstudie fand weiterhin heraus, dass das Sterberisiko von Geimpften zwar fast halbiert gegenüber nicht geimpften Personen während der Grippesaison ist. Doch dies trifft auch auf die Influenza-freie Zeit zu. Die Autoren sprechen deshalb von einem „healthy user effect“. Dies bedeutet, dass Patienten, die sich impfen lassen ohnehin mehr auf ihre Gesundheit achten, als nicht geimpfte Personengruppen und dadurch seltener erkranken. So sinkt auch die Mortalitätswahrscheinlichkeit.
Wurden Faktoren wie sozioökonomischer Status und Hilfsbedürftigkeit bei einer Studie mit einberechnet, so ist das Sterberisiko statistisch nicht mehr auffällig gegenüber den Personengruppen vermindert, die sich nicht impfen lassen.
Bei ambulant erworbener Pneumonie, der Lungenentzündung, die oft durch Influenzaviren hervorgerufen wird, gab es eine ähnliche aktuelle Studie. Auch diese zeigte keinen statistisch signifikanten Impfschutz, wenn einzelne Faktoren berichtigt wurden.
Um nun die tatsächliche Wirkung der Grippeschutzimpfungen aufzuzeigen, sind viel weitere medizinische Studien nötig, die die Placebokontrolle und eine zufällige Auswahl der Patienten mit einschließen. Denn die Annahme, eine Impfung würde die Sterberaterate um bis zu 50 % senken, ist so nicht haltbar.
Seit ich mich eingehender mit den pharmazeutischen Medikamenten und Verfahren beschäftige, desto größer wird anscheinend der “Sumpf”…
Nach der ZDF Info Sendung der Redaktion Frontal21 (ich berichtete im Artikel: Die Pharmaindustrie), dachte ich, es könne wohl nicht mehr schlimmer kommen.
An Sylvester 2007 laß ich einen Bericht u.a. in der Züricher Neuen Zeitung:
Am Vorabend der alljährlichen Verleihung des Medizinnobelpreises erschütterte eine Nachricht zunächst die Hörer des schwedischen Radios und dann den Rest der Welt.
Die schwedische Oberstaatsanwaltschaft, welche zur “Reichseinheit für Korruption” gehört, prüft, ob eine Untersuchung gegen die Nobelstiftung eingeleitet werden soll.
Der Oberstaatsanwalt Christer von der Kwast schließt Verbindungen zwischen dem Pharmakonzern Astra Zeneca und Personen die in engem Bezug zur Nobelstiftung stehen nicht aus.
Astra Zeneca besitzt Patente für den Impfstoff (u.a. Gardasil), der die Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) verhindern soll. Dieses Virus ist ist zum Teil an der Entstehung des gefürchteten Gebärmutterkrebses beteiligt.
Entdeckt hat dieses Virus, der deutsche Virologe Harald zur Hausen der für diese Entdeckung die Hälfte des diesjährigen Nobelpreises im Bereich Medizin bekam.
Durch die “Honorierung” dieser Entdeckung könnten immer mehr Länder die Gebärmutterhalskrebs-Impfung (auch HPV-Impfung genannt), in ihre Impfvorsorgeprogramme aufnehmen. Dadurch würde der Pharmakonzern AstraZeneca profitieren, weil sich die Gewinne beim Verkauf des Impfstoffes erhöhen würden.
Vermutlich als Folge des Nobelpreises wird die Verordnung der Impfstoffe nochmals in die Höhe schnellen, was für AstraZeneca ein riesiges Geschäft bedeuten dürfte.
Wie der schwedische Radiosender Sveriges Radio (SR) recherchierte, gehört Astra Zeneca zu den Hauptsponsoren zweier Tochtergesellschaften der Nobelstiftung. Die Nobel Media ist zuständig für die richtige Vermarktung der Medienrechte des Nobelpreises und kontrolliert deren Einhaltung.
Des Weiteren unterstützt Astra Zeneca Presseberichten zufolge die Nobel Web, welche die Rechte im Internet “wahrt”.
In welcher Höhe die Unterstützung angesiedelt ist, bleibt weiter geheim, da der Sponsoring-Vertrag bis jetzt nicht veröffentlicht wurde. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich dabei um mehrere Millionen handelt.
Zugleich stehen laut SR mehrere Personen, die maßgeblich an der Vergabe des Medizinnobelpreises beteiligt sind, auf der Lohnliste von Astra Zeneca, wie etwa: Bo Anglin, der bei Astra Zeneca als Verwaltungsrat angestellt ist.
Gegenüber dem SR äußerte Bo Anglin, dass er sich nicht im Klaren darüber gewesen sei, dass Astra Zeneca Profit aus dem Umstand schlagen könnte, dass zu Dr. Dr. zur Hausen den Nobelpreis erhält…
In jeder Satire-Show zu diesem Thema käme jetzt der Kommentar: “Ja Klaaaaaar!” oder “Aber Siiiiicher doch!”
Vielleicht fragen Sie sich als Leser:
“Na, für eine gute Sache wird man auch mal ein bischen nachhelfen dürfen… und Sponsorengelder braucht das Nobelkommitee doch auch…”
Ja, wenn es eine hundertprozentige “Gute Sache” wäre, würde ich hier vermutlich gar nicht schreiben und die Dinge auf sich beruhen lassen.
Aber: Die Studienlage, die Effektivität des Impfstoffes (z.B. Gardasil und Cervarix) und die Umstände WIE es zur Markteinführung der Gebärmutterhalskrebs-Impfung kam lassen mehr als aufhorchen…
Jährlich sind etwa 6500 Patientinnen (gem. Robert Koch Institut) von der Diagnose Gebärmutterhalskrebs betroffen. Die häufigste Variante von Gebärmutterhalskrebs ist das Zervixkarzinom.
ABER: “nur” 1,7 Prozent aller Krebstodesfälle bei Frauen entfallen nach Auskunft des Krebsforschungszentrums (DKfZ) in Heidelberg auf den Gebärmutterhalskrebs.
Auf der Seite des deutschen Krebsforschungszentrums ist zur Ursache von Gebärmutterhalskrebs zu lesen:
Heute gilt es als gesichert, dass eine Infektion mit den so genannten humanen Papillomviren (HPV) an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt ist. Doch nicht alle Untertypen dieser Virusart sind gefährlich: Nur die als Hochrisikotypen bezeichneten Erreger, allen voran die HPV-Typen 16 und 18, haben die Fähigkeit, Zellen zum unkontrollierten Wachstum anzuregen. Diese beiden Virustypen sind in über 70 Prozent der Gewebeproben nachweisbar, die aus Zervixkarzinomen entnommen werden. Damit die Zellen entarten, muss jedoch eine chronische Infektion (Persistenz) mit diesen Viren vorliegen, was nur bei wenigen Frauen der Fall ist. Selbst dann müssen die Viren im Durchschnitt über 15 Jahre in den Zellen überdauern, bis es zur Bildung eines Zervixkarzinoms kommt. Die langsame Entwicklung des Tumors trägt dazu bei, dass frühe Stadien des Gebärmutterhalskrebses rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden können.
(http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/risikofaktoren.php)
Das bedeutet: gegen 30 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs kann der Impfstoff überhaupt nichts ausrichten, weil er nicht gegen alle humanen Papillomaviren (HPV) wirkt.
Als weitere Risiken für Gebärmutterhalskrebs gelten übrigens auch: Rauchen, weitere Infektionen im Genitalbereich (Herpes, Chlamydien), die “Pille”, schwaches Immunsystem, mit jeder Schwangerschaft. Auch dagegen hilft die Impfung NICHT.
Aber die meisten Frauen mit denen ich sprach, dachten genau das: “Mit der Impfung gibt es keinen Gebärmutterhalskrebs mehr!”
Und genau das ist falsch!
Auch geht es “nur” um Gebärmutterhalskrebs, NICHT um Erkrankungen des Gebärmutterkörpers, wie etwa das Endometriumkarzinom oder Sarkome des Uterus. Nur dagegen soll sich die Impfung als wirksam zeigen… – auch das wissen viele überhaupt nicht.
Die Euphorie war aber groß, als der Impfstoff Gardasil oder Cervarix gegen Warzenviren auf dem Markt kam. Erstmals schien eine Impfung gegen Krebs möglich zu sein.
Das “mediale” Trommelfeuer der Pharmafirmen war bereits im Vorfeld der Zulassung für den Gebärmutterhalskrebs-Impfstoff groß. Nach der Zulassung des Impfstoffs ging es richtig los. In der Bild-Zeitung war im Herbst 2006 u.a. zu lesen:
“Es ist ein Durchbruch im Kampf gegen Krebs!” (…) Prof. Lutz Gissmann (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg) hat den Impfstoff „Gardasil“ mit entwickelt: >>Die Spritze ist der sicherste Schutz vor einer Infektion.<< Damit ist Gebärmutterhals-Krebs so gut wie ausgeschlossen.
(Quelle: www.bild.de/BTO/tipps-trends/gesund-fit/aktuell/2006/10/11/krebs-s-e-x-impfung/krebs-s-e-x-impfung.html)
Die Aussage von Herrn Gissmann als Mitarbeiter des DKFZ ist in der Tat beachtlich gewesen. Prof. Gissmann hat den Impfstoff mitentwickelt und propagiert diesen im Namen des DKFZ? Ich würde gerne wissen ob und welche Mitarbeiter des DKFZ auf der Gehaltsliste des DKFZ stehen.
Im Jahr 2007 avancierte der Impfstoff Gardasil in Deutschland mit 267 Miollionen Euro zum umsatzstärksten Medikament in den niedergelassenen Praxen – obwohl Gardasil erst seit März 2007 von allen Kassen bezahlt werden muss.
Soweit hört sich das ja noch alles ganz plausibel an… Aber: bei dem Datum März 2007 gehen bei mir die Alarmglocken an!
Bis zum März 2007 lief die Kostenerstattung für Impfstoffe durch die Krankenkassen folgendermaßen: die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts bewertet den Impfstoff und gab dann eine Empfehlung ab, nach denen sich die meisten Kassen richteten und zahlten.
Seit April 2007 sieht es jedoch anders aus:
Seit April 2007 gilt eine weitere Stufe der Gesundheitsreform und die Versicherten haben keinen Anspruch auf die Erstattung einer Impfung, auch wenn diese von der Impfkommission (Stiko) empfohlen wird. Seit April 2007 darf nämlich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), in dem Kassen und Ärzte vertreten sind, auch die Wirtschaftlichkeit einer Therapie prüfen.
Blockbuster Gebärmutterhalsimpfung: Zu hoher Preis für Gardasil?
Was den Preis für diese Impfung angeht: Gardasil bricht alle Rekorde!
Noch nie in der Medizin-Geschichte war eine Impfung so teuer: mit rund 450 Euro kostet die Immunisierung im Schnitt gut dreimal mehr als jede andere bisherige von den Kassen finanzierte Impfung.
Kritikwürdig: zum Zeitpunkt, als Gardasil auf den Markt kam, war Deutschland das einzige Land in Europa, in dem Pharmafirmen den Preis für ihre Produkte beliebig hoch festsetzen konnten! In anderen Ländern ist der Impfstoff wesentlich billiger.
Trotz der sehr hohen Impfkosten wäre diese Impfung zu empfehlen, wenn darüber ausreichend Studien und vor allem Langzeitbeobachtungen vorliegen würden.
Mangelhafte Nutzen und Risikobeurteilung für die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?
Noch ist der Nutzen der Impfung nicht erkennbar, da noch keine Ergebnisse vorliegen, ob sie wirklich langfristig Krebserkrankungen verhindert – obwohl dies von den Medien und den Pharmareferenten ganz anders dargestellt wird.
Ergänzung 2.Juni 2009: Mittlerweile gibt es zunehmende Berichte über erhebliche Nebenwirkungen nach der Impfung. Vor wenigen Wochen hatten 13 angesehene Medizinprofessoren den gemeinsamen Bundesausschuss in einem offenen Brief auf die nicht ausreichende wissenschaftliche Datenlage hingewießen.
Kein sicherer oder nachgewießener Schutz…
Mehr als 100 verschiedene Warzenviren gibt es. Sie werden auch Humane Papillomviren kurz HPV genannt. Vermutet wird, dass 16 von ihnen Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Dieser Impfstoff schützt allerdings nur gegen zwei von diesen 16 Viren. Keinen Schutz bietet der Impfstoff vor den anderen 14 Viren.
Weiterhin verspricht die Impfung nur dann einen Erfolg, wenn die Mädchen vor der Pubertät, und vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden, da dann die Sicherheit besteht, dass die Mädchen noch nicht mit einem Warzenvirus (der an den Genitalien durch Geschlechtsverkehr übertragen wird) infiziert sind. Aber auch andere Infektionswege (z.B. Petting) sind durchaus möglich.
Diese junge Altersgruppe der Mädchen wurde in den Studien aber gar nicht berücksichtig, sondern auch Mädchen und Frauen im Alter zwischen 16- 22 Jahren.
Im “Arzneimitteltelegramm” ist zu lesen:
Da eine Infektion auch über die Haut erfolgen kann, können auch präpubertäre Mädchen bereits infiziert sein. Um valide Aussagen zu erhalten, hätte daher genau diese Gruppe in den Zulassungsstudien untersucht werden müssen. Stattdessen wurden – vermutlich, um rascher Ergebnisse zu erhalten – 16- bis 23-Jährige eingeschlossen. Und wahrscheinlich aus Marketinggründen wurden die Studien so konzipiert, dass als klinischer Endpunkt nur der Einfluss der Vakzine auf Dysplasien durch die enthaltenen HPV-Typen 16 und 18 festgelegt wurde und nicht auf die Gesamtrate der Zervixdysplasien.
(Quelle: www.arznei-telegramm.de)
Weiteres Problem: noch ist überhaupt nicht geklärt, ob diese Impfung eine lebenslange Immunität vor diesen Viren bietet. Auch hier sind keine langfristigen Untersuchungsergebnisse vorhanden.
Kritiker reklamieren vor allem z.B. auch für das Mittel Cervarix:
Auch fast ein Jahr nach der Zulassung umfassen die veröffentlichten Daten der entscheidenden Zulassungsstudie nur einen durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 15 Monaten.
Auf Grund der fehlenden Langzeitstudien und der noch offenen Frage hinsichtlich der eventuell erforderlichen Auffrischungsimpfungen und vor allem auf Grund der noch nicht endgültig geklärten Nebenwirkungen sollte jedes Mädchen im vorpubertären Alter und dessen Eltern sehr vorsichtig sein mit dieser “voreiligen Vorsorge”, die von den Herstellern der Impfstoffe massiv beworben werden.
Meine Kritikpunkte:
1. Auch bei dieser Impfung gewinne ich ganz verstärkt den Eindruck, dass hier ein Mittel in den Markt regelrecht “reingedrückt” wurde, um die Kosten-Nutzen-Analyse des Bundesausschusses ab April 2007 zu umgehen
2. Die reißerischen Berichterstattungen der Bild-Zeitung (siehe oben) und die intensiven Werbemaßnahmen der Herstellerfirma führten zu einem regelrechten Ansturm der Presse und der Patienten auf die Krankenkasse. Motto: “Zahlen Sie die Impfung – oder zahlen Sie nicht?” Als Folge zahlt die Techniker Kasse den Impfstoff Gardasil bereits BEVOR die Stiko ihre Empfehlung abgegeben hatte. Andere Kassen zogen natürlich nach. Kassenvertreter beklagen selbst: “Ein absurder Wettlauf”. Was in der Bevölkerung populär sei wird eben bezahlt…
3. Interessenkonflikte. Vom damaligen Vorsitzenden der Impfkommission, Heinz-Josef Schmitt, wird bekannt, dass er kurz vor der Empfehlung für die Gebärmutterhalskrebs-Impfung einen mit 10.000 Euro dotierten Preis des Gardasil-Herstellers Sanofi angenommen hat. Zufall? Ebenso wie die Aussage von Prof. Lutz Gissmann des DKFZ, der den Impfstoff mit entwickelt hatte? Ebenso gibt es fragwürdige Verflechtungen bei der Ständigen Impfkommission (STIKO), die ja eine unabhängige Bewertung der Impfstoffe durchführen soll.
4. Im Jahr 2007 und auch noch 2008 läuft eine intensive Werbekampagne für die Impfung – auch im Fernsehen. Das wäre insofern nicht verwerflich, sondern in Ordnung, wenn die Studienlage geklärt wäre und nicht der Eindruck entstünde, dass die Impfung das “Allheimittel” sei… Alleine zu verschweigen, dass die Impfung HÖCHSTENS 70% Prozent der Gebärmutterhalskrebstumore verhindern KANN, halte ich für …. naja …