Ich liebe Honig. Honig ist ein wertvolles Natur-Produkt. Die Bienen sammeln Nektar, den sie im Bienenstock mit körpereigenen Sekreten anreichern und zur Reifung in Waben speichern. So enthält der ursprüngliche Nektar neben pflanzlichen Zuckern, Spuren-Elementen, Vitaminen und Pollen auch Enzyme und antibakterielle Wirkstoffe.

Die gesunde Honig-Süße ist deswegen um ein Vielfaches teurer als Industrie-Zucker. Viele Verbraucher wissen das zu schätzen, doch schauen sie auch auf den Preis des Bienen-Produktes. Die Produzenten versuchen deshalb, die Kosten zu senken – und dabei bedienen sie sich zunehmend raffinierterer Tricks.

2022: Fast jeder dritte Honig beanstandet

In einer Untersuchung von ÖKOTEST aus dem Oktober 2022 erhielten 6 von 19 analysierten Honigen die Bewertung mangelhaft oder ungenügend. Getestet wurde auf Herkunft, natürliche und technisch-synthetische Rückstände sowie Enzym-Aktivität und Bestandteile gentechnisch veränderter Pflanzen.

Dabei kamen modernste Methoden zum Einsatz, wie die 13C-Isotopenanalyse, die NMR-Technik (Nuclear Magnetic Resonance) und die LC-HRMS (Liquid Chromatography High Resolution Accurate Mass Spectrometry). Schließlich wollten die Tester auch den immer ausgefeilteren Fälschungs-Tricks der Hersteller auf die Schliche kommen.

Das einzig Positive des Ergebnisses: Die 16 getesteten Bio-Honige waren frei von Pestiziden, wenn auch insgesamt nicht durchweg völlig unbedenklich.

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So bekam der Breitsamer Bio Akazien Honig aus deutscher Produktion die Note mangelhaft, weil laut Pollen-Analyse nur 5 % des Honigs von Akazien stammte. Laut Gesetz müssten es mindestens 20 % sein. Mit der Note 6 musste sich gar der Dennree Blütenhonig cremig begnügen, der sogar ein Bio-Siegel trägt. Grund dafür war das Vorhandensein von Hydroxymethylfural (HMF), das auf schlechte Lagerungsbedingungen hindeutet.

Zudem wurden in dem Honig Sirupmarker nachgewiesen, die eine Streckung mit Zuckerlösungen belegen. Zum negativen Gesamtbild kamen noch geringe Konzentrationen der toxischen Pyrrolizidinalkaloide (PA) hinzu, die in einigen Pflanzen wie dem Jakobskreuzkraut vorkommen.

Im Glück Honig aus Rapsblüten cremig (ungenügend) waren die bienengiftigen (!) Neonikotinoide  Acetamiprid und Thiacloprid (wahrscheinlich krebserregend) kritisch erhöht. In geringen Mengen fanden die Tester auch das Pestizid Carbendazim. Bestandteile aus genmanipulierten Pflanzen waren im Jeden Tag Blütenhonig cremig enthalten. Weil der Honig auch noch HMF und eine geringe Enzym-Aktivität aufwies, muss das Produkt unsachgemäß gelagert worden sein. All das führte zur Bewertung mangelhaft.

Wer hätte gedacht, dass ein Echter Deutscher Honig – Rapshonig cremig der Imkerei Högler gepanscht ist? Die Tester bestimmt auch nicht, allerdings entdeckten sie Sirupmarker in dem Produkt und gaben dem Honig die Note 5.

Dass im Honig kleinste Bienenteile oder Pflanzenreste zu finden sind, erscheint für das Natur-Produkt normal. Allerdings war der Anteil nicht wünschenswerter Sedimente in einem Honig sehr hoch, und zwar im Langnese Flotte Biene Bio-Blütenhonig cremig. Wegen der starken Verunreinigung bekam das Produkt die Note ungenügend.

Ein Sehr Gut ganz ohne Beanstandungen bekamen der Alnatura Akazienhonig, der DM Bio Akazienhonig sowie der Maribel Bio – Deutscher Blütenhonig cremig – Bioland von Lidl.

Trotz geringem PA-Gehalt erhielten die Note 1 auch der K-Bio Streichzarter Honig cremig von Kaufland, Gut Bio Honig cremig von Aldi, Gepa Faires Pfund Bio Honig cremig, der Rewe Mexikanischer Vielblütenhonig cremig und der Biophar Bio-Honig Fairtrade cremig.

Mit gut schnitten ab der BioBio Land Honig cremig von Netto, der Edeka Bio Landhonig cremig und der Naturgut Bioland Honig cremig von Penny.

Befriedigend erhielt der Ener Bio Akazien Honig und den Wernet Bio Akazien-Honig.     

2019: Jeder vierte Honig ungenießbar

Die Honig-Qualität hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2019 die Test-Ergebnisse von 36 Honigen aus dem Einzelhandel. 10 der getesteten Produkte erhielten die Note mangelhaft und sollten daher gar nicht verzehrt werden. Grund für das schlechte Abschneiden sind mehrere Mängel, die die Lebensmittelchemiker anmahnten.

Einzelne Honige verdienten noch nicht einmal ihre Sortenbezeichnung, wie die Pollenanalyse ergab. Auch riskante Rückstände wurden in den Produkten gefunden. Zwar lagen die Werte für das Herbizid Glyphosat unterhalb der offiziellen Grenzen, dafür fanden die Tester kritische Mengen an Pyrrolizidinalkaloide (PA).

Insgesamt 10 Artikel enthielten Spuren gentechnisch manipulierter Pflanzen inform ihrer Pollen. Besonders chinesische Honige wiesen Hitzeschäden auf, die durch eine „malträtierende“ Verarbeitung des Honigs entstehen.

Nur 11 Honige bekamen die Note gut – zum Beispiel der „Lindenhonig“ von D’arbo und Dr. Krieger’s Bienenhonig“. Überraschend war, dass in den oberen Rängen sowohl teure Artikel als auch günstige Discounter-Produkte waren, wie beispielsweise der „Wald Honig“ von Aldi Nord und „Marlene aromatischer Waldhonig“ von Lidl. Auffallend war auch, dass nur ein Bio-Honig unter den Besten war (Rewe Bio Akazienhonig).

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Imker und Bienen in Schwierigkeiten

Die Honig-Produktion steckt aus mehreren Gründen in der Krise. Über die Gründe dazu versuche ich in den Beiträgen:

nachzugehen.

Viele Imker handeln einfach aus der Not heraus. Wegen der teils außergewöhnlichen Witterung müssen sie ihren Tieren zusätzlich Zuckerlösung anbieten.

Der Stress durch die Varroa-Milbe setzt den Bienenvölkern ebenfalls zu, denn die Spinnentiere übertragen einen Virus, der die Flügel der Bienen verkümmern lässt.

Oft sind die Imker auch gezwungen, den Bienen Wachs anzubieten. Und weil der teuer ist, strecken manche Produzenten das Natur-Produkt mit Stearin. Aber der aus Erdöl stammende Stoff ist für Insekten (mehr oder weniger) tödlich.

Kann man die Imker noch verstehen, wenn sie zu diesen Methoden greifen, hat die industrielle Honig-Produktion noch ganz andere Dimensionen auf Lager. Denn hier wird in großem Stil betrogen, was das Zeug hält. So wird auf dem Markt für Imkerei-Bedarf mittlerweile eine Vielzahl an Zuckerlösungen angeboten, um den fertigen Honig zu strecken.

Andere Hersteller lassen es gar nicht erst zur echten Honig-Produktion kommen. Besonders in China werden die Bienen nicht in annähernd natürlichen Behausungen gehalten. In den stählernen Wohnstätten der Insekten wird ihnen der gesammelte Nektar abgenommen und in einem technischen Prozess zu einer Art Kunst-Honig verarbeitet.

2024: Fast jeder fünfte Honig bedenklich

Was zunächst wie eine Verbesserung über die letzten Jahre aussieht, ist eher bedenklich. Zwischen 2019 und 2024 erwiesen sich etwa 18 % der untersuchten Honige als unzureichend. Der größte Skandal besteht darin, dass sogenannte „Potenz-Honige“ Sildenafil (Viagra) oder Tadalafil (Cialis) enthielten. Und weil das illegal ist, wurden die Arzneistoffe natürlich nicht deklariert. Der Verbraucher sollte denken, es handele sich um biogene Verbindungen, die das Liebesleben bereichern sollten.

Heraus kam das im Verlauf der Überprüfung durch das  Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA). Die Freien Wähler hatten im Landtag eine Anfrage an Umweltministerin Katrin Eder gerichtet, wie es mit der Qualität von Honig aussieht. Geantwortet hat die Grünenministerin mit den Ergebnissen der LUA-Studie. Der zufolge waren 135 von 746 Honigen zu beanstanden. Neben einem Bußgeld musste ein Produkt aus den Supermarktregalen genommen werden.

Gepanschter Honig ist auch noch schwierig zu entdecken

Lebensmittel-Kontrolleure haben es zunehmend schwer, gepanschten Honig zu entdecken. Doch die Nachweis-Methoden verbessern sich in dem Maße, in dem die Praktiken der Honig-Fälscher raffinierter werden. Die 2015 eingeführte NMR-Analyse kann den biochemischen Fingerabdruck des Honigs erkennen.

Doch die immer weiter verbesserten Tricks der industriellen Honig-Produzenten setzen die Behörden stetig unter Zugzwang. Der Wettlauf hat Ähnlichkeiten mit den Verhältnissen beim Doping im Leistungssport. Ein Unterschied besteht nur darin, dass die Honig-Panscher noch dreister sind. Sie lassen ihre Proben von den offiziellen Analytikern freiwillig überprüfen, um festzustellen, wie weit sie gehen dürfen.

Die Chinesen – Schon wieder…

Die Chinesen wissen bereits: Reis-Sirup kann bislang kaum als Zusatz-Stoff identifiziert werden. Die Zuckerlösung wird im Internet als “Rice Syrup Pass“ unverhohlen angeboten. Fälschungen können aber auch durch eine Pollen-Analyse entlarvt werden. Damit konnte bisher immerhin die Herkunft des Honigs eindeutig geklärt werden.

Doch die Produzenten können diesen Marker inzwischen sogar durch die Zugabe von entsprechenden Pollen nach ihren Wünschen modulieren.

Auf die Machenschaften chinesischer Honig-Exporteure haben die USA mit Strafzöllen reagiert. Doch auch dagegen wussten sich die Hersteller zu helfen. Die Export-Bilanzen aus anderen Ländern liefern dafür eindeutige Indizien. Denn nach der Verhängung der Einfuhrzölle schnellte die Ausfuhr von Honig aus Vietnam, Indien und Thailand sprunghaft in die Höhe.

Seit Inkrafttreten eines Handelsabkommens zwischen der Ukraine und er EU kam plötzlich eine erhebliche Menge auch aus dem osteuropäischen Land. Im vergleichbaren Maße nahm der Honig-Export aus China in diese Länder zu. Die Handelsströme lassen nur einen Schluss zu: Um die Zölle zu umgehen, wird ein Umweg über Drittstaaten genommen.

Update August 2025: Honig-Mafia jetzt auch im ZDF

Die ZDF-„frontal“-Sendung vom 5. August 2025 bestätigt, was unabhängige Tests und Insider seit Jahren wissen: Der Honigmarkt ist durchsetzt von systematischem Betrug. In der Sendung wurden Supermarkt-Honige mit bis zu 20?% Zuckersirup gestreckt – und trotzdem bestanden sie alle gängigen EU-Labortests. Selbst die hochgelobte NMR-Technologie versagte teilweise. Die Doku zeigt, wie professionelle Panscher gezielt Laboranalysen umgehen, wie Importe aus China über Drittländer getarnt werden – und wie machtlos die Kontrolleure bislang sind.

Was sich wie ein Wirtschaftskrimi anhört, ist längst Realität. Die Betrugsstrategien gleichen dem Doping im Profisport: immer raffinierter, immer schwieriger nachzuweisen. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Verbraucher und die Imker, die ehrlich arbeiten.

Fazit

Ein hoher Preis und das Bio-Siegel sind keine Garantie für hochwertigen Honig. Naturbelassener guter Honig ist nicht zwangsläufig teuer. Auch Billig-Honig kann durchaus qualitativ in Ordnung sein. Ich vertraue dennoch auf unsere Imker vor Ort und kaufe dort direkt. Entweder man kennt jemanden (rumfragen!) oder man geht mal auf einen Wochenmarkt.

Und dann noch ein Tipp für Imker: Beschäftigen Sie sich mal mit den Effektiven Mikroorganismen, siehe: Effektive Mikroorganismen: Die EM-Technologie unter der Lupe

Imker berichten über eine deutlich bessere Widerstandskraft der Völker! Bleibt nur zu hoffen, dass die Imkerinitiative „HarmHoney“ weitere Verbesserungen bringt. Ziel ist es, die Testverfahren zu standardisieren, um die Produktqualität der zahlreichen Artikel übersichtlicher zu machen.

Vielleicht erreicht ja auch eine neue EU-Verordnung ihr Ziel, dem Verbraucher die Wahl einfacher zu machen. Die Hersteller müssen jetzt die genaue Herkunft des Honigs angeben. Bei gemischten Honigen sollen die prozentualen Anteile mit den dazugehörigen Herkunftsländern angegeben werden. So entgeht man der Falle, chinesische Rohstoffe untergejubelt zu bekommen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 5.8.2025 überarbeitet und aktualisiert.

Und wieder eine besorgniserregende Entdeckung: deutlich erhöhte Werte des Weichmachers Di-n-hexyl-Phthalat (DnHexP) im Urin von Kindergartenkindern in Nordrhein-Westfalen. Dazu muss man natürlich wissen was das Zeug eigentlich ist und welche Problem das nach sich ziehen kann.

Weiterlesen

Elektromagnetische Felder: Handystrahlung, WLAN & Co.  – diesen Beitrag hatte ich 2011 veröffentlicht und seitdem mit neuen Ergebnissen und Ereignissen komplettiert. Von daher erscheint dieses 5G-Thema nahezu endlos zu sein.

Aber endlos scheinen auch die Ereignisse zu sein, die sich um das Thema EMF, Mobilfunk, WLAN etc. ranken. Es ist eine alte Geschichte, die sich immer wieder und wieder zu wiederholen scheint, und dass in einem vorhersehbaren und voraussagbaren Verlauf. Denn es dreht sich nur um eins: Geld!

Und wenn es sich ums Geld dreht, dann wird vieles viel transparenter. Gesundheitliche Konsequenzen sind jetzt zweitrangig, da potenziell geschäftsschädigend, wenn man auf solche „Nebensächlichkeiten“ auch noch achten will. Sicherheitsstudien sind lästig und teuer und beschneiden deshalb den Gewinn.

Dafür investiert man lieber in ein voluminöses Marketing, welches die alten und neuen Produkte im rosaroten Glanz erscheinen lässt. Kritiker, als Störenfriede des geschäftlichen Erfolgs, werden in entsprechender Manier abgefertigt. Wie so etwas abläuft, das habe ich in meinem oben angegebenen Beitrag erläutert.

Aber jetzt erscheint am Horizont ein neues Monster, das noch schwerwiegendere Folgen zu haben scheint als das, was wir bereits zu erdulden haben. Und das ist eine neue Art von Mobilfunk:

5G Mobilfunk

5G steht für „5. Generation“. Es handelt sich hierbei um ein absolut „tolles“ neues Konzept, das zwischen 10 und 100 mal schneller Signale transferiert im Vergleich zu der Geschwindigkeit eines aktuellen 4G-Netzwerks. Wenn das kein Vorteil ist! Aber wo liegt der Unterschied zum 4G-Netzwerk?

Das neue Netzwerk ist nicht nur schneller, sondern benutzt auch keine Mikrowellen mehr, da dieser Bereich praktisch vollständig belegt ist. Das neue Netzwerk geht in den Millimeterwellenbereich, das eine höhere Frequenz benutzt. Das alte, momentan im Gebrauch befindliche 4G-Netzwerk benutzt Frequenzen wie 700, 850, 1800, 1900, 2100, 2300 und 2600 Megahertz. Das neue 5G-Netzwerk operiert mit Frequenzen zwischen 30 und 300 Gigahertz.

Der Nachteil dieses hohen Frequenzbereichs ist, dass die Reichweite deutlich eingeschränkt ist. In der Praxis muss diese Einschränkung kompensiert werden, indem man in viel kürzeren Abständen entsprechende Sender/Empfängermasten aufbaut, was zu einer Vervielfachung dieser Sendemasten führen wird.

Und wo mehr Sendemasten aufgebaut werden, da wird es auch ein entsprechend höheres Maß an elektromagnetischer Aktivität geben. Auch muss die Intensität der Strahlung enorm erhöht werden, damit die Signale auch Betonwände durchdringen können. Wenn das 5G-Netz einmal so ausgebaut ist, wie sich Investoren das erhoffen, dann werden wir praktisch überall mit der Strahlung konfrontiert.

So vermutet ein Beitrag die Online-Ausgabe der Daily Mail (The roll out of 5G wireless service is ‚a massive health experiment‘ | Daily Mail Online), dass im Zuge der Einführung der 5G-Technologie in den USA mindestens 800.000 Sendemasten aufgebaut werden (müssen).

In der Schweiz standen 2019 schon 200 5G-Antennen, die aber bis zur optimalen Funktion der Technologie auf geschätzte 15.000 ausgebaut werden müssen. Man darf also davon ausgehen, dass die neuen Sendemasten an jeder Straßenecke zu finden sein werden, um einen 5G-Betrieb zu ermöglichen. Zudem träumen Investoren davon, Funklöcher mit mobilen Relay-Einheiten aufzufüllen. Dann könnten zum Beispiel Fahrräder und Autos zu beweglichen Sendern werden.

Ob diese geballte Strahlung auch mit gesundheitlichen Nachteilen verbunden sein wird, darüber gibt es selbstverständlich keine zuverlässigen Aussagen oder Studien. Auch hier wird wieder einmal die Vermutung zum Dogma, dass alles schon nicht so schlimm sein wird.

5G – Millimeterwellen sind ein Tsunami

So langsam erwächst die Technologie den Kinderschuhen. In Spanien, Deutschland, der Schweiz und Italien hat die Vermarktung bereits begonnen. In Italien ließen sich die bietenden Investoren die Verfügung über die 5G-Frequenzen 6,5 Mrd. Euro kosten und streben eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern ZTE an.

Dann könnte mehr Profit eingestrichen werden, weil die Chinesen die Infrastruktur billiger einrichten können. Die gigantische Investitions-Summe lässt erahnen, wie hoch die Gewinnchancen eingeschätzt werden – und mithin auch der ungebremste Ausbau. In Frankreich und Portugal allerdings ist die Einführung des schnellen Netzes ins Stocken geraten, weil sich die Bürger dagegen wehrten.

Das europäische Vorzeige-Projekt für 5G soll Smart City in Lyon werden. In dem künstlich erschaffenen Stadtteil wird eine total vernetzte und digital gesteuerte Organisation unseres Lebens getestet. Autonome Taxis fahren herum und künftig sollen chirurgische Operationen ferngesteuert werden können. Geschäftliche Meetings werden als holographische Projektionen stattfinden.

Das alles funktioniert aber nur, wenn in Smart City 5G eingeführt worden ist. Dann reagieren die fahrerlosen Autos endlich auch auf Ampelsignale. Mit der schmalen 4G-Version kommt all die Technik noch nicht zurecht, weil sie für das ferngesteuerte Leben zu langsam ist.

Alle Bedenken und das Vorsorge-Prinzip sind für die Macher relevant, wenn man an die Versuchsaufbauten in den USA, Großbritannien, Südkorea (rechtzeitig zur Winterolympiade 2018), Australien, Finnland und Estland. Im nächsten Jahr werden die Philippinen ein weiteres Testgebiet für 5G werden. Ich bin überzeugt, dass hier keine Untersuchungen zu gesundheitsrelevanten Aspekten durchgeführt werden.

Nun ist es kein Wunder, dass die Investoren alle Risiken abstreiten. Dazu gehören auch solche, die in früheren Jahren mit der Gefahr elektromagnetischer Strahlung Geld verdienen wollten. So hatte der Schweizer Telekommunikations-Riese Swisscom 2004 ein Patent angemeldet, in dem es um die Abschirmung der Emission ging. Irgendwann wurde der Antrag zurückgezogen.

Laut Konzernsprecher Christian Neuhaus ließ sich die Begründung mit (erwiesenen!) Strahlenschäden nicht mehr aufrechterhalten. Zum genauen Inhalt der Dokumente kann der Herr nichts sagen. Schließlich seien alle Papiere dazu längst vernichtet worden (geht so ein seriöser Konzern mit seinen Unterlagen um?).

Dieser Vorgang klingt danach, als wären die Risiken im Grunde ein offenes Geheimnis. Ausgesprochen wird deswegen nicht, weil niemand in der Diskussion mit dem Pauschal-Argument der Zukunftsarbeitsplätze erschlagen werden will.

Doch ausgerechnet in den Abruzzen, wo der Gang der Dinge am weitesten fortgeschritten ist, regt sich hartnäckiger Widerstand. Fast täglich finden dort Versammlungen der Initiative „Stop 5G“ statt. Was die Aktivisten am meisten aufregt, ist die Tatsache, dass die Technologie klammheimlich und ohne Vorabinformation eingeführt wurde.

Wortführerin der Initiative ist die Biologin Fabiana Manservini, die immer wieder auf Studien zu den gefährlichen Strahlen hinweist. Diese Arbeiten zeigen, dass schon 3G- und 4G-Emissionen bei Ratten Tumore an Hörnerven und im Gehirn auslösen. Ohne jeden Beweis ist die Annahme berechtigt, dass mehr Strahlung mit höherer Intensität auch zu mehr Gesundheitsschäden führt.

Die Studien sind eindeutig

Das belegen noch weitere Studien über Frequenzen im 4G-Bereich gab es eine Reihe von Studien, die keine positiven Effekte von dieser elektromagnetischen Strahlung berichteten. Jetzt haben wir mit 5G eine deutlich energiereichere Strahlung, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch schädlicher sein wird als das, was wir bislang auf uns haben einwirken lassen müssen.

So sind diese elektromagnetischen Strahlen in der Lage, bis zu zwei Millimeter tief in die Haut des Menschen einzudringen. Sie werden ebenfalls von der Oberfläche der Hornhaut des Auges resorbiert. Und was sich nahezu utopisch anhört, das ist die Möglichkeit, dass diese Form von elektromagnetischen Wellen in der Lage ist, bakterielle Resistenzen zu verstärken. Dazu gibt es zwar keine Science-Fiction Serie aus Hollywood, aber eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahr 2016, die diese Möglichkeit in den Bereich des Machbaren rückt: Millimeter waves or extremely high frequency electromagnetic fields in the environment: what are their effects on bacteria? – PubMed – NCBI.

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Diese Arbeit zeigte, dass Bakterien und auch andere Zellen über elektromagnetische Felder mit extrem hoher Frequenz untereinander kommunizieren. Die 5G-Wellen beeinflussen E. coli und andere Bakterien, in denen sie deren Wachstum unterdrücken und Eigenschaften und Aktivitäten verändern. Die Autoren betonen, dass diese Veränderungen nicht auf Temperatureffekten beruhen. Die wichtigsten Strukturen, die von 5G-Wellen beeinflusst werden, sind Wasser, Zellmembranen und das Genom. Die Beobachtung der Autoren hat gezeigt, dass diese Form der Wellen zu einer erhöhten Bereitschaft zur Antibiotikaresistenz führt. Darüber hinaus scheinen diese Wellen die Wirkungen von Chemikalien auf die Zellen zu verstärken und damit die Integrität der Zellen zu gefährden.

Bei solchen Beobachtungen muss man sich sofort die Frage stellen, welche Effekte diese Wellen auf menschliche/tierische Zellen haben. Denn ich kann mir vorstellen, dass ungünstige Einflüsse auf die Zellmembran von entsprechend negativen Konsequenzen begleitet werden.

Wird es dazu Studien geben? Lieber nicht, denn die könnten geschäftsschädigend ausfallen. Dies ist meine Prophezeiung, wie die Industrie mit dieser Fragestellung umgehen wird, ganz ohne Kristallkugel und Magier-Ausbildung.

Im Jahr 2011 wurde bereits die elektromagnetische Strahlung von Handys als „möglicherweise krebserzeugend“ eingestuft. Wer verbreitete diese schlechten Nachrichten? Antwort: Die International Agency for Research on Cancer (IARC), die Abteilung für Krebsforschung der WHO.

Inn den USA erschien ein Bericht des „National Toxicology Program“, der die Einflüsse von Handystrahlung bewertete (Peer Review Report: Draft NTP Technical Reports on Cell Phone Radiofrequency Radiation; March 26-28, 2018). Der Report stellte anhand einer Reihe von Studien an Mäusen und Ratten fest, dass 2G und 3G Handys DNA-Schäden und Tumore am Herzen, im Gehirn, in der Prostata, in der Leber und in der Speicheldrüse verursachen können.

Es besteht so gut wie keine Wahrscheinlichkeit, dass entsprechende Untersuchungen für die 5G-Strahlung viel bessere Ergebnisse liefern wird. Dafür ist die Energie, mit der diese Strahlung auf Strukturen und Gewebe auftrifft, viel zu hoch. Und diese Strahlung kommt 24 Stunden am Tag in erster Linie von den dicht gestaffelt aufgestellten Sendemasten.

Wissenschaftler aus der Universität in Jerusalem sprechen sich vehement gegen die neue Technologie aus. Sie sehen hier als besonders gefährdet an: Säuglinge, Schwangere, Senioren, Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind und Individuen, die hypersensitiv auf diese Strahlung reagieren. Sie vermuten aufgrund des Effekts der Strahlung auf Strukturen von Zellen, dass bei einem flächendeckenden Ausbau des 5G-Netzes die Zahl neurologischer Störungen exponentiell ansteigen wird.

Die Wissenschaftler zeigten zudem, dass die Schweißporen der Haut die 5G-Strahlung wie eine Antenne „schlucken“. Dieses Aufnehmen der Strahlung verändert die Wahrnehmung der Haut für Hitze insofern, als diese Strahlung vom Betroffenen selbst als Hitze wahrgenommen werden kann, was zu schmerzhaften Empfindungen führt. Für den Betroffenen ist es so, als wenn er eine heiße Platte berührt, ohne aber eine heiße Platte zu berühren (Environmental Health Trust » Blog Archive Letter to the FCC from Dr. Yael Stein MD in Opposition to 5G Spectrum Frontiers – Environmental Health Trust).

Das bisschen, was wir wissen…

Die Telekommunikations-Industrie wird kein Interesse an Studien und Belege haben, die sich mit gesundheitlichen Fragen auseinandersetzen. Das hat sie in der Vergangenheit ausgiebig bewiesen.

Um hier mehr an Wissen zu bekommen, sind wir auf die Aktivitäten und die Bereitwilligkeit von industrieunabhängigen Forschungsinstituten angewiesen. Immerhin dürfen wir hier davon ausgehen, dass es keine finanziellen Motive gibt, zu falsch negativen Ergebnissen zu kommen. Hier würde ich eher die Studien verdächtigen, die von der Industrie finanziert sind und zu den entsprechenden Legolandergebnissen kommen.

Electric Sense fasst das, was an wissenschaftlicher Erkenntnis zu diesem Thema bereits vorliegt, in einer Übersicht zusammen:

DNA Einzel- und Doppelstrangbrüche

Dies ist ein Türchen, über das die Entstehung von malignen Zellen erfolgt.

Oxidative Schädigung

Gewebeschäden und Zellschäden, auch hier kann der Boden für die Entstehung von malignen Zellen bereitet werden.

Störung des Zellmetabolismus

Einschränkung der Energieproduktion in den Mitochondrien der Zellen mit entsprechend physiologischen Konsequenzen.

Erhöhung der Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke

Mit Erhöhung der Permeabilität verliert die Blut-Hirn-Schranke ihre Schutz- und Filterfunktion: das Gehirn wird vermehrt mit toxischen Substanzen überflutet.

Reduktion von Melatonin (Schlafhormon)

Dies betrifft eine Reihe von physiologischen Funktionen, vor allem aber hat es einen nachhaltigen Einfluss auf die Schlafqualität. Hier sind vermehrt Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen zu erwarten (Melatonin & Schlafstörungen und Krebs).

Störungen des Glucose Metabolismus im Gehirn

Dies wird einen negativen Einfluss auf die generelle Leistungsfähigkeit des Gehirns haben. Hier besteht die Möglichkeit für die Entwicklung von Demenz und/oder anderen neurologischen Störungen.

Bildung von Stressproteinen

Diese Proteine sind Teil der Selbsterhaltungs- und Überlebensstrategien von Zellen und werden vom Immunsystem zur Überwachung von Infektionen und Erkrankungen herangezogen. Die Bildung dieser Proteine ist auf jeden Fall ein Alarmzeichen!

Aber nicht nur der Mensch oder die Tiere sind in der Lage, diese Stressproteine zu bilden. Pflanzen sind auch in der Lage dazu. Und da die 5G-Strahlung von Pflanzen absorbiert wird (übrigens Regen absorbiert ebenfalls diese Strahlung), sind bereits entsprechende Veränderungen bei einigen Pflanzen beobachtet worden.

Folgende Arbeit aus dem Jahr 2013 (Effect of millimeter waves with low intensity on total activity and isoenzyme composition of peroxidase of cells of wheat seedling shoots) stellte fest, dass die Strahlung bei Weizenkeimen zu einer Veränderung der enzymatischen Aktivitäten führte. Die Autoren wiesen sogar nach, dass die Bewässerung mit bestrahltem Wasser (wie es mit Regen der Fall ist, der dieser Strahlung ausgesetzt ist) ebenfalls einen Einfluss auf das enzymatische Profil zu haben scheint.

Andere Arbeiten haben gesundheitlich negative Einflüsse bei Vögeln und Bienen ausmachen können. Grund hierfür sind neben den genetisch manipulierten Nutzpflanzen, die hierzulande noch nicht so verbreitet sind, unter Umständen auch negative Veränderungen in der Pflanzenphysiologie, provoziert durch die 5G-Strahlung und der jetzt noch aktiven 4G-Strahlung.

Weiterführend zum Thema: Studie: Elektrosmog schädigt Kinderhirne (naturheilt.com)

Fazit

Neues vom Handymarkt wird uns mit einiger Wahrscheinlichkeit als revolutionäre Neuigkeit verkauft, auf die wir alle unter schlaflosen Nächten gewartet haben. Wie konnten wir nur ohne 5G überleben?

Wenn wir einmal die industrielle Esoterik abstreifen und uns die Realität anschauen, dann müssen wir schnell sehen, dass diese neue Kommunikationstechnik nichts anderes ist, als eine Erweiterung des Markts.

Weil die 4G-Frequenzen so gut wie belegt sind, braucht der Markt einen neuen Frequenzbereich, der in diesem Fall höher liegt als der alte. Mit höherer Frequenz verbunden ist auch eine höhere Energie. Gleichzeitig ist damit auch verbunden, dass die Reichweite verkürzt ist, was ein deutliches Mehr an Sendemasten erforderlich macht. Früher konnte man vielleicht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wenn diese Sendemasten aufgestellt sind, dann werden wir vor lauter Sendemasten den Nachhauseweg nicht mehr finden.

Das Ganze ist dann weniger lustig, wenn man sich vor Augen hält, dass es für alle die, die an diesem Zirkus nicht teilhaben wollen, keinen Ausweg gibt. Egal ob man will oder nicht, man wird 24 Stunden am Tag mit dieser Strahlung bombardiert, und es gibt keinen Weg, sich dem zu entziehen. Die einzige Möglichkeit dazu besteht darin, in Gegenden auszuwandern, wo es noch keine drahtlose Kommunikation gibt.

Fazit vom Fazit: Zum Wohle der Profite der Industrie verwandeln wir unseren Planeten in eine riesige Mikrowelle. Und alle jubeln „Welch ein Fortschritt!“…

Was soll man da noch sagen? Tja, eigentlich nur noch, was ich oben auch schon mal schrieb: Fordern Sie meinen kostenlosen Naturheilkunde-Newsletter an… Beliebt ist unter anderem auch der Folgende, mit einem Spruch für den ich mittlerweile relativ bekannt bin:

Der Beitrag wurde am 26. August 2018 erstellt und am 1.5.2023 letztmalig aktualisiert und ergänzt.

Im Oktober 2013 Jahres brachte ich einen Beitrag zum Thema Energy Drinks und deren Einfluss auf das Nervensystem (Dumm durch Energy Drinks, Kaffee & Cola? Riskanter Kick – vor allem für Jugendliche).

Was da von Seiten der Wissenschaft zu lesen war, war mehr als Grund genug, sich den „Genuss“ von diesen Getränken abgewöhnen zu wollen.

Jetzt legt die Radiologie der Universität Bonn nach und liefert einen weiteren Beitrag gegen den Konsum von Energy Drinks. Leider ist dieser Beitrag von einer Qualität, dass man sich diesen ebenfalls gerne abgewöhnen möchte…

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Oder: Wenn Neugeborene das Licht der Chemiewelt erblicken

Es gibt eine sehr interessante Studie, die einen eindrucksvollen Einblick in „Frankensteins Grusellabor“ der schönen „Chemiewelt“ gibt (LINK zur Studie). Eine Chemiewelt in dem ungeborenes Leben gedeihen soll, aber nicht kann.

Interessant ist auch, dass sich hier nicht irgendwelche Esoteriker oder Alternative äußern, sondern Kinderärzte, Gynäkologen, pädiatrische Neurologen, Endokrinologen, Neurotoxikologen, Epidemiologen etc. Nur der Vollständigkeit halber hier die Liste der Organisationen, die an dieser Studie beteiligt waren:

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