Billige Brötchen für die Massen – mit leckeren Zusatzstoffen

Vor genau fünf Jahren veröffentlichte ich den Artikel „Billige Nahrungsmittel teuer bezahlt“. Das Fazit des Beitrags war, dass Nahrungsmittel, die nur noch den Charakter einer Ware haben, qualitativ so verbogen sind, dass der Kunde keinen gesundheitlichen Nutzen von ihnen erwarten darf.

Im Gegenteil. Die „Zutaten“ im Billig-Fertigungsprozess sind langfristig wahrscheinlich gesundheitsschädigend. Von daher steht zu befürchten, dass diese billigen Nahrungsmittel einen hohen Preis einfordern: den Verlust der Gesundheit.

In den vergangenen Monaten warteten einige Medien mit einem Artikel zu „billigen Brötchen“ auf, u.a. die Huffington Post oder auch der Stern. Da dachte ich mir schon: Nichts scheint sich geändert zu haben. Und wenn sich etwas geändert haben sollte, dann eher zum Negativen. Und so sieht es dann vermutlich auch aus.

Laut „Stern“ isst jeder Deutsche 80 kg Brot und Brötchen pro Jahr. Das ist das „Lebendgewicht“ vieler unserer Zeitgenossen (von den Übergewichtigen abgesehen). Auf dem Markt konkurrieren 3000 verschiedene Brotsorten. 22 Prozent der verkauften Brote/Brötchen kommen aus dem Discounter; 7 Prozent aus Backstationen.

Der „Marktanteil“ der klassischen gefertigten Backwaren liegt bei 48 Prozent. Das sieht eigentlich nicht schlecht aus. Zumindest würden eine Reihe von politischen Parteien ein 48-prozentiges Wahlergebnis frenetisch feiern. Für die Brötchen sieht so ein Ergebnis fast furchterregend aus, da es noch nicht lange her ist, wo man fast zu 100 Prozent traditionell gebackene Brötchen bekam. Mit anderen Worten: Der Trend weg vom traditionellen Backen hin zu industriell gefertigten Backprodukten hat schon längst zugeschlagen und wird auch an den 48 Prozent nagen. So vermerkt der „Stern“, dass vor 60 Jahren noch 55 Tausend Bäcker in der alten BRD ihrem traditionellen Handwerk nachgingen. Heute sind es nur noch 13 Tausend – und das im wiedervereinten Deutschland.

Wir erfahren weiter, dass die „Backindustrie“ 200 Stoffe benutzen darf, die zuvor unbekannt waren oder keine Bedeutung hatten. Und in einem Brot oder Brötchen dürfen 20 von diesen 200 Substanzen zum Einsatz kommen. Diese Substanzen haben wieder einmal nichts mit dem Bedürfnis der Kunden zu tun, sich gesund ernähren zu wollen. Vielmehr bewirken die Zusätze eine längere Lagerfähigkeit, besseres Aussehen des Brots durch vermehrte Gasbildung (die Brötchen sind schön groß und rund, aber innen fast hohl), ein besseres, weil braunes Aussehen, intensiveres Aroma und ein vergrößertes Teigvolumen beim Backen.

Billige Aufback-Brötchen mit Zusatzstoffen

Man gibt noch ein paar Aminosäuren, wie Cystein, in den Teig, aber nicht um den Kunden mit „gesunden Aminosäuren“ zu versorgen, sondern die Fertigungszeit (Knetzeit) zu verkürzen. Emulgatoren sind bei diesen Produkten kaum noch wegzudenken: E472e (Diacetylweinsäureglyceride) in unbeschränkter Menge sind zulässig. Man könnte bei diesen Zahlen einfach nur wieder brechen.

Eine wichtige Kategorie der Zusatzstoffe beim industriell gefertigten Brot sind Enzyme. Von der Enzymtherapie bei bestimmten Beschwerden halte ich sehr viel, siehe mein Beitrag: Enzyme in der Medizin. Und auch zu einzelnen Enzympräpraten (zum Beispiel Wobenzym, Karazym, Astrozym, Phlogenzym usw.) habe ich bereits im Einzelnen Stellung genommen. In der Medizin werden bestimmte Enzyme, in bestimmten Dosierungen, bei entsprechenden Indikationen eingesetzt. Enzyme im Brot und zum Frühstück im Brötchen haben allerdings keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Effekt.

Hier bewirken Enzyme, wie Pentosanasen, Proteinasen, Heimicellulasen, Cellulasen, Xylanasen, Lipoxigenasen, Glucoseoxidase, Phospholipasen und so weiter die oben erwähnten Vorteile für die Produktion und das Aussehen der Ware, Faktoren, die Kosten senken und die Attraktivität beim Käufer verbessern. Die Frage ist hier, in welchen Mengen kommen diese Enzyme ins Brot, wie hitzeresistent sind sie (Amylasen zum Beispiel vertragen mehr als 90 °) und sind damit auch noch im Frühstücksbrötchen aktiv und wo kommen die eingesetzten Enzyme her. Denn die benötigten Mengen an Enzymen werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf einer ökologisch geführten „Enzym-Farm“ produziert, sondern mit Hilfe von genetisch modifizierten Organismen (GMOs).

Ein Enzymprodukt, Novamyl, wurde zum Beispiel in dem Artikel der „Huffington Post“ explizit erwähnt: Das Enzym kommt von der Firma Novozymes. Die Firma bestätigt auf ihrer Webseite (novamyl.com/en/enzyme-for-baking/Pages/default.aspx), dass es beim Einsatz von Enzymen beim Backen um Kostenreduktion und eine verlängerte Haltbarkeit der Backwaren geht. Und natürlich werden Enzyme als „natürliches Werkzeug“ angepriesen. Denn Enzyme gibt es ja in der Natur. Ohne sie geht nichts. Aber auf die Frage, ob die oben erwähnten Enzyme, die meist nicht im Organismus vorkommen, sondern in Pflanzen und Bakterien, keinen Einfluss auf den Organismus des Konsumenten haben, gibt es keine Antwort.

Auf die Frage nach der Enzymproduktion durch GMOs schweigt die Webseite der Firma sich aus. Ich als Betreiber einer solchen Firma würde in meiner Internetpräsenz besonders darauf hinweisen, dass alle meine Produkte explizit GMO-frei sind. Wer diesen Anspruch erheben kann, der verzichtet nicht darauf noch einmal besonders hinzuweisen. Da frage ich mich, warum man bei Novozymes darauf verzichtet hat? Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass eine solche Behauptung eine derart grobe Lüge wäre, dass das vielleicht sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Also übt man sich lieber im Schweigen und hofft, dass niemand nachfragt?

Ein ähnliches Szenario habe ich bei einem anderen Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen gefunden. Foodchem aus dem fernen China stellt Verdickungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Aminosäuren, Säureregulatoren, Konservierungsmittel etc. her. Auch hier ist kein Hinweis auf der Firmen-Webseite (foodchem.cn/products/) auf eine Produktion mit oder ohne GMOs zu finden. Auch hier schweigt sich der Hersteller über diesen Punkt aus. Unter „Additivesfood.com“ (additivesfood.com/soy-lecithin-granular-gmo/) preist die Firma ein gentechnisch produziertes Soja-Lecithin an, das auf der Firmenseite (de.foodchem.cn/products/Soy-Lecithin) ohne Verweis auf die gentechnische Produktion beschrieben wird.

Möglich wird diese Unterschlagung von Informationen durch die Tatsache, dass Enzyme im Brot nicht der Ernährung dienen und damit nicht offizieller, rechtlich geregelter Bestandteil des Brots sind, sondern nur Zusätze bei der Produktion. Und die sind nicht anzeigepflichtig. Prima!

Aber auch ohne juristische Genehmigung sind diese Enzyme im Brot und werden somit in die Mägen der Kunden geschleust. Wenn auch die eigentlichen Bestandteile, die das Brot ausmachen, nicht durch GMOs produziert worden sind, also GMO-frei sind, wird der Kunde über die Enzyme dennoch mit GMOs belastet. Laut „Huffington Post“ denkt die EFSA jetzt doch darüber nach, den Einsatz von Enzymen anmeldepflichtig zu machen und vielleicht sogar auf den Etiketten zu vermerken. Das wäre ja schon ein kleiner Fortschritt. Für den Magen des Verbrauchers indes ändert das wenig, außer, dass der jetzt weiß, dass er GMOs mit dem frühstücksbrötchen verzehrt. Dafür hat er einen etikettierten, vermehrten Anreiz, die Discounter Billig-Brötchen zu vermeiden und wieder zurück zum traditionellen Bäcker zu gehen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Auf dieser fundamentalen Täuschung aufbauend, dementiert Aldi Süd auch jede GMO-Belastung, und das fast zurecht:

Grundsätzlich handelt Aldi Süd keine Produkte, welche unter die europäische gesetzliche Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel fallen. Die Gentechnikfreiheit unserer Produkte wird von unseren Lieferanten vertraglich garantiert und regelmäßig durch unabhängige Institute überprüft. Es sind demnach keine gentechnisch veränderten Organismen in unseren Produkten enthalten.

Es stimmt sogar: Die Fließband-Bäcker haben mit ihrem Billig-Brot keine GMO-Bestandteile, die zum Brot dazugehören. Und Organismen gehören ebenfalls nicht ins Brot. Darum ist es GMO-frei. Aber die Enzyme und andere Stoffe, die zur Produktion dazugehören, können gentechnisch produziert worden sein, ohne das man das angeben müsste.

Ob sie es sind, ich kann diese Frage nicht beantworten, da keine Angabepflicht besteht. Das Schweigen im Walde von Herstellerseite aus lässt bei mir zumindest den Verdacht aufkeimen, dass hier GMOs zum Einsatz kommen. Nur so etwas zuzugeben, das wäre für sich selbst und für die industriellen Backfabriken als Kunden ein Image-Schaden. Denn die Verbraucher hierzulande würden das nicht zu schätzen wissen, um es vorsichtig auszudrücken.

Fazit

Toll aussehende und duftende Brote und billige Brötchen sind durch gekonnte chemische Eingriffe auf Kundenakzeptanz getrimmt worden. Welche gesundheitlichen Folgen durch diese Maßnahmen entstehen können interessiert frühestens dann, wenn die entsprechenden Probleme auftreten. Wenn es dann so weit ist, dann haben die Firmen (hoffentlich) ihre Investitionskosten wieder eingespielt.

Ob wir es auch in diesem Bereich mit GMO zu tun haben ist anzunehmen. Das Schweigen von Enzymherstellern zu dieser Frage ist fast wie ein Eingeständnis anzusehen.

Fazit vom Fazit: Noch mehr unorganische Belastungen zusätzlich zu dem, was wir sonst noch auszuhalten haben, beschert man uns seit geraumer Zeit bei einem in Deutschland anerkannten Grundnahrungsmittel, dem Brot und Brötchen. Es ist kaum zu glauben, dass solche Entwicklungen und die parallel dazu verlaufenden steigenden Zahlen von chronischen Erkrankungen von niemanden in einen Zusammenhang gebracht werden. Würde das geschehen, dann wäre das das Ende von einer Reihe von Industriezweigen. Und das ist ja gleichbedeutend mit dem Ende der Welt. Dann lieber einen Haufen von chronisch Kranken und chronisch Toten.

Auf die Frage: „Was soll ich denn überhaupt noch essen?“, kann ich nur mit meinem Beitrag antworten, den ich bereits vor Jahren verfasst habe: Gesunde und richtige Ernährung.

Quelle Bild: fotolia © duckman76

Datum: Montag, 11. Juli 2016
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44 Kommentare

  1. 1

    Die Unsitte fing mit den Backstationen an. Dann kamen die Preback Abbäcker. Das Brötchen musste groß und warm sein, doch mit dem abkühlen wurde matschig. Ein richtig gebackenes Brötchen bleibt etwa 4 Stunden knusprig. Und ist kompakter. Nur das verkauft sich schlechter. Deshalb stirbt der Qualitätssicherung aus. Alle Kunden kennen im Winter das Problem, man schneidet ein Brötchen auf und die Krume ist kalt, Da hat der Bäcker ein Brötchen aus dem Froster verkauft und aufgebacken. Aber warum fängt er denn um Mitternacht oder früher an? Als die Qualität noch richtig Handwerklich war, fingen die Bäcker um 4 Uhr an und die Brötchen kamen um 7 in den Laden. Das Brot meist um 9 die Teilchen noch später. Heute muss alles um 4 Uhr da sein, deshalb kann ein traditionelles Brötchen auch um 8 Uhr nicht mehr knusprig sein. Doch dann darf man sich auch nicht mehr über Chemie bekagen.

  2. 2

    Es gab vor ein paar Jahren bei der ARD einen Film übers Brot, bei dem von über 1000 Zusatzstoffen die Rede war. Man kann die miteinander mischen, alle in einer geringen Menge, in der sie nicht angegeben werden müssen, oder sie wie oben vermerkt als Produktionsprozesstoffe deklarieren. Im weiteren ist der heutige Weizen nicht mehr derjenige wie er vor 100 Jahren angepflanzt wurde.

  3. 3

    und deshalb backe ich meine Brötchen und Brot alleine.

  4. Roswitha Schikfelder
    Donnerstag, 14. Juli 2016 14:55
    4

    Ich kaufe meine Backwaren immer
    im Backbord. Hier wird alles selber gemacht.
    Ist auch als Backlehrstube ausgezeichnet.
    Oder bei Bäcker Troll.
    Er backt auch für die Naturklinik
    in Essen Steele.
    Chinesische Medizin

  5. 5

    Ich esse schon lange keine Brötchen mehr. Vor 20 oder 25 Jahren waren sie wenigstens noch schön knusprig. Heute schmecken sie nach gar nichts mehr. Man hat das Gefühl als würde man auf Pappe und Leder herumkauen.

  6. 6

    Ich kann @ Battenberg nur zustimmen. So wird´s bei mir auch gemacht.

  7. 7

    Billig ( vordergründig ), leicht zu kauen, gut abschluckbar, macht denkfaul und dick, verführt zum Endlosessen. Was ist das, na, na……Fakebrötchen?!

  8. 8

    Schon seit mindestens 15 Jahren esse ich kein Brot und keine Pizza mehr, weil ich die darin enthaltene Hefe nicht vertrage. Immer wieder versuche ich es mal wieder, muss es aber meist büßen. Eine Ausnahme gab es vor Jahren: Nach dem Brötchen eines Thüringer Bäckers ging es mir tatsächlich auch noch nach Stunden gut. Die sonstigen „Broterscheinungen“ blieben aus. Dies hat mich zu der Annahme gebracht, dass Hefe nicht gleich Hefe ist. Möglicherweise liegt meine Unverträglichkeit aber ja auch an anderen Zusatzsstoffen. Die Auswahl ist anscheinend groß genug.

  9. 9

    Kaufe zu 95% nur Roggenbrot und zu 80% bio.
    Es gibt JEDE Menge Weißbrötchen, und wenn man da den Kilopreis mit dem „teuren“ Bio-Roggen-Brot vergleicht–oh, die meisten weißen ung’sunden Weckerl haben einen höheren Kilopreis!
    Was arg ist: dieses billige Glump! denn nur weils eben billig ist, wird es gekauft. in rauhen Mengen. unsre Migranten sind da an erster Stelle… schad.

  10. 10

    Selst beim normalen Bäcker ist man nicht mehr sicher vor zig Zusatzstoffen, es reicht ja schon wenn man die Fa. Bäko anliefern sieht, da weiss man das ist viel Chemie drin… Da ich seit einem Jahr eine Histaminintoleranz habe, muss ich wirklich aufpassen was ich esse und es geht auch ohne viel Chemie! Man muss nur aufpassen und sich mit der Zutatenliste, wo eh nicht alles deklariert ist befassen und schon lässt man den Chemiecocktail im Regal liegen. Es werden immer mehr Menschen am Darm krank und die Medizin weiß sich nicht zu helfen…außer mit Tabletten. Ich bin auch ein Kind der 60 er das mit Fertiggerichten groß geworden ist und das Ende vom Lied ist dann das der Darm im Alter oder auch schon eher nicht mehr mitmacht. Mir tun nur die Kinder von heute leid, die so schon früh zum Allergiker werden, denn Allergiker tun sich wirklich schwer noch einigermassen verträgliche Lebensmittel zu finden oder Hofläden oder Bauern ihres Vertrauens. Traurig aber REALITÄT! Lieber gebe ich mein Geld für Bioware aus, esse weniger und mit Genuss und mir gehts damit wirklich besser. Schade das soviele Verbraucher sich nicht informieren.

  11. 11

    Hat schon mal jemand nachgeforscht ob es Verbindungen zwischen den Herstellern der Zusatzstoffe und Pharmaunternehmen gibt ? Die gibt es bestimmt ! Wenn diese beiden sich zusammen tun, können sie zuerst die Zusatzstoffe an Backwarenhersteller verkaufen und sich anschließend noch an Medikamenten die den – an den Backwaren erkrankten Menschen – verschrieben werden müssen eine goldene Nase verdienen. Wie perfide ist dass denn ? Werde mein Brot so oft ich kann selbst backen, meine Ernährung versuchen umzustellen und irgendwann ohne Brot leben – ohne Fleisch geht es ja auch ???? Und dass schon seit 4 Jahren ….

  12. 12

    Ich kaufe meine Dinkelweckchen und Dinkelbrot beim Ebner-Begg. Auch sein Nussbrot schmeck so gut, dass ich es manchmal ohne Aufstrich oder Beilage esse. Er bäckt nur mit Bio-Getreide.

  13. 13

    Meide schon seit Jahren Produkte, die mit Weizenmehl hergestellt wurden. Esse nur Roggenbrot, Roggenbrötchen bzw. Roggenvollkornbrötchen. Kaufe nur beim Bäcker, auch wenn die Ware etwas teurer ist, ein. Man ist außerdem viel schneller und länger satt.

    Danke Ihnen für Ihre Newsletter. Immer wieder lesenswert.

    Wünsche Ihnen eine recht gute Zeit.

  14. 14

    irgendwann habe ich begriffen, dass ich Gluten schlecht vertrage, wenn auch ich noch nicht es zwingend meiden muss. Der moderne Weizen, der heute überall angebaut wird enthält zu viel an Gluten, so dass mit den Jahrzehnten auch der gesunde Mensch
    Darmprobeme bekommen wird. Daher habe ich schon immer gerne Brot selbst gebacken – in der Vergangenheit mit Dinkel.
    Die Hausfrau, die gerne und die tollsten Kuchen bäckt wird sehr schnell feststellen, dass Brot backen kein großes
    Kunstwerk darstellt – ist leichter wie Kuchen.
    Daher habe ich mir inzwischen ein sehr leckeres glutenfreies Brot ausgedacht:
    (das gekaufte schmeckt wie Spülwasser )

    Nehme zu gleichen Teilen:
    Buchweizenmehl
    glutenfreier Hafer
    Maismehl oder Hirse-mehl
    und mahle noch ev. Reis in der Getreidemühle – füge es hinzu

    eine Hand voll geschroteter Gold-Leinsamen
    Hefe, 1Tl. Salz, 1 Tl. Honig
    mit viel Wasser verrühren (mehr wie üblich )Nüsse gerne und Fenchel-Gewürz sowie
    zerstoßene Koriander hinzu.
    Sehr lange gehen lassen – ich mache es über Nacht, wie jeder guter Brotteig liegt es am langen gehen.

    Danach in zwei kleinere Brotformen füllen
    und 1 Stunde in den Backofen.
    Dieses glutenfreie Brot bröselt nicht,
    wenn man es nie einfriert und bleit sehr lange frisch.
    So frisch, dass es besser schmeckt, wenn man es noch tostet.

  15. 15

    Bin selbstständiger Bäcker -Konditor und ja leider fehlt heute die Wertschätzung für unser Handwerk,Lebensmittel im allgemeinen haben keinen Stellenwert mehr in unserer Gesellschaft. Billiger ist besser. Ich backe immer noch traditionell ohne Emulgatoren und Konservierungsmittel aus Überzeugung. Täglich konsumieren
    wir so viel Schrott, wenn verwunderts, das wir dabei krank werden. Ja selber backen ist immer noch eine gute Option da weiß man was drin ist. Es gibt noch Bäckereien die Ihr Handwerk verstehen und nicht nur auf Umsatz aus sind. Leider verschwinden die zunehmend. Ich bin immer noch der Überzeugung Brot ist gesund und nährt. Gluten-unverträglichkeit wird sich noch stärker ausbreiten. Ich empfehle auf alte Getreidearten zu achten unverändert wie Ur-Dinkel, Roggen, Aemmer, Einkorn, Kamut,Buchweizen etc.da gibt’s noch ein paar gute Lösungen.
    Immer Interessant euer Newsletter und Kommentare

  16. 16

    solange die Menschen nicht verstehen, daß es einen Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit gibt,wird der Trend Lebensmittel möglichst billig und nicht möglichst gut einzukaufen weiterbestehen,viele Menschen sparen bei den Lebensmitteln, dafür bezahlen sie mit ihrer Gesundheit.Niemand ist gezwungen Billigbrötchen und zu Tode gequälte Hühner zu kaufen, aber es passiert.Am Ende ist es keine Frage des Geldes sondern des Bewusstseins und der Aufklärung,dieser Weg ist oft mühsam, und der sogenannte Verbraucher oft auch zu bequem…will sagen, wir schaffen uns unsere Probleme selbst.
    Ich lese Ihre Beiträge immer gern, und stimme mit Ihnen in Vielem überein,danke für die guten Informationen

  17. 17

    Richtig und wichtig ist es, Ergebnisse von unabhängigen Untersuchungen mitzuteilen,
    die Fakten zu konstatieren, auf die gesundheitschädigenden Konsequenzen eines solchen Produkts und Konsums hinzuweisen- das allein bringt jedoch KEINE Änderung zum „Guten“.Solidarischer Zusammenhalt, organisierte, konzertierte Offensive gegen die Urheber und Betreiber solcher unheilen Entwicklungen, sowie eine grundlegende Systemreform wären längst von Nöten.
    Doch „niemand tut was“

  18. 18

    Die meisten Brötchenkäufer gehen nach dem Motto „Geiz ist geil“ ihre Brötchen einkaufen. Wenn ein Discounter pro Brötchen 9 Cent verlangt: was erwartet man als Verbraucher denn dafür? Bioware und Getreide vom ökologisch kontrollierten Feld bestimmt nicht. Der Bäckermeister in meiner Nähe verlangt 40 Cent pro Stück. Man kann die „Handdrückprobe“ durchführen! Sein Brötchen mit der Hand zusammendrücken, das Geräusch hören und sehen wie das Brötchen sich wieder regelrecht aufrichtet. Das mal mit einem Discounter-Brötchen durchführen! SIE ahnen es? Genau! Kein Geräusch und es bleibt platt wie eine Flunder.

  19. 19

    In meiner Kindheit und Jugendzeit kostete ein Brötchen 4 Pfennige. Der Bäcker war bereits um 4 Uhr in der Backstube. Wenn er dann 100 Brötchen verkaufte, hatte er einen Umsatz von 4,00 DM. Ich sage Umsatz-nicht Gewinn. Trotzdem habe ich bis heute diese 4 Pfennig-Brötchen vom Bäckermeister Wilde in der Kaiser-Friedrich-Str. in Berlin Charlottenburg in sehr guter Erinnerung.

  20. 20

    spiegel.de/gesundheit/diagnose/pharma-industrie-an-diese-aerzte-zahlten-pharmafirmen-geld-a-1102854.html

    Guckt Euch das auch an….

  21. 21

    Ha llo, seit über 30 Jahren sind wir in DE. Wir kaufen immer in keiner Bäckerei in Idstein, Grunerstraße und wir sind sehr zufrieden. Wir vermeiden die FRISCHE
    Waren bei „Schäfer“, „Huth“, „Kaiser“ u. ä.
    Schöne Grüße an Sie und Leser
    Withold

  22. 22

    Wer natürlich und Natur verbunden lebt, zur Linderung und Heilung den Garten Gottes wählt, kommt gar nicht auf die Idee sich Brot oder Brötchen von Supermarktketten zu kaufen. Leider ist auch das ehrbare Bäckerhandwerk überwiegend dabei Fertigteigprodukte mit gleichen Chemieanteilen zu verarbeiten um zu überleben. Den Demeter- bzw. Bio-Bäcker sucht man mit der Lupe, also selber backen, es macht Spaß und ist gesund!

  23. 23

    Bei Vollkorn auf die Phytinsäure aufpassen!

  24. 24

    Heute kann mann niemanden mehr glauben.Geld ist Macht.

  25. 25

    Backe seit 2008 mein Vollkornbrot selber,
    jeder der davon ißt ist begeistert. Da weiß ich was ich habe.

  26. 26

    Letzthin habe ich beim Bäcker „Flughafe Beck“ nachgefragt,nach einem reinen Dinkelbrotvollkornbrot. Zwei gab es. Ich fragte nach den Zutaten und die Verkäuferin druckte mir eine „Quittung“ aus der Kasse aus. Fazit da gehe ich nicht mehr hin. Zuviele Zutaten, die nicht ins Brot gehören. Wie sieht es denn in der Schweiz aus, René Gräber?
    Ich mache mir jetzt das Tassenbrot selber.

  27. 27

    Guten Tag, da kann ich nur beipflichten.
    Ich esse selten Brötchen, aber bei Brot ist
    es auch nicht besser.Mein Oberbauch bläht sich wie ein Luftballon auf, z.Zt. lasse ich weg, um zu testen.
    Werde wieder umsteigen und Brot selber backen.

  28. 28

    Guten Tag,
    ich backe Brot und Brötchen schon seit 20 Jahren selbst. Ich habe überhaupt kein Vertrauen zu Bäckern und Co. Mein Getreide kaufe ich beim Bio-Bauern und mahle auch das Getreide selbst. Da weiß ich, was drin ist. Die Chemie-Brote und -Brötchen können mir gestohlen bleiben.

  29. 29

    Ich esse schon lange kein Brot und keine Produkte mit Mehl mehr. Bringt nichts und verhindert nur, dass man genug gesundes Gemüse und Obst essen kann, weil man vom Brot vollgestopft ist. Brot gibt es zwar schon lange aber nicht schon immer. Ich esse nur natubelassene Lebensmittel unverarbeitet. Schon das Aufwärmen von Lebensmittel zerstört diese.

  30. 30

    Hatte vor 2 Wochen ausnahmsweise Brötchen im Supermarkt gekauft 🙁 ich esse sehr gerne Brot
    Ich habe dann nur eines gegessen und den Rest im Kühlschrank aufbewahrt. Nach 8 Tagen landeten sie dann leider im Müll, von wo ich sie 3 Tage später entsorgte(da ich im Bungalow-selten bin)und war erschrocken, dass sie kein bißchen fest oder schimmlig waren.
    Wie können wir etwas degegen tun?
    Die Infos gebe ich immer gerne weiter und hoffe, dass viele es lesen und sich selbst schützen
    Es gibt noch einen wichtigen Tipp an die Menschen
    Viele vertragen nur Roggen-oder nur Weizenbrot,pur
    Das ist leider zu wenig bekannt. Bei den Mondleuten Paungger-Poppe kann man das nachlesen und ich selbst mache auch Beratungen und demnächst auch Vorträge in und um Berlin und gerne in weiteren Orten

  31. 31

    Lieber Herr Gräber, vielen Dank für diese Infos. Ich backe darum alles selbst, da weiß ich immer, was drin ist. Und die wichtigste Zutat ist immer mit drin :Liebe. Es ist gar nicht so schwer. Inzwischen habe ich soviel Routine, dass es fast nebenher läuft. Und dieser Duft! Das Gefühl, das die Hände am Teig haben. Ich genieße das.
    Herzliche Grüße

  32. 32

    Danke liebe Gabriele Feil für das Rezept!
    Ich bin schon jahrelang am Backen, habe seit nahezu 30 Jahren eine Getreidemühle und werde gleich mal das glutenfreie Brot ausprobieren.
    Und an Herrn Graeber ein herzliches Dankeschön für seine allzeit interessanten und informativen Newsletter

  33. Karl-Dieter Schmauder
    Samstag, 16. Juli 2016 14:40
    33

    Aber liebe Leute, bedenkt doch mal, unsere Bevölkerung wird doch so schon zu alt. Wer soll denn die Renten noch bezahlen. Deswegen werden auch die Politiker nicht eingreifen. Außerdem sagen Hausarzt und Pharmaindustrie danke. Da ja die Pharma inzwischen offiziell weben darf, könnte bald auf den Brötchen-Tüten der Satz stehen – Falls Sie Gluten, Enzyme etc, nicht vertrage, Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker. Gute Appetit.

  34. 34

    Vielen Dank,lieber Rene, vielen Dank liebe freundinnen und freunde.Es wurde alles gesagt und es stimmt hunderprozentig, leider lesen nur die Leute darüber, die es eh schon wissen.Ich esse seit Jahren keine Semmeln mehr, sie schmecken nach Papier und beim Brot bin ich sehr wählerisch.

    Schönen Sonntag!

  35. 35

    Mensch, als ich vor ueber 30 Jahren in die USA bin gingen mir Brot und Butter am meisten ab! Hab viel selber gebacken und auch mal Butter gemacht – den Rahm sauern lassen, da schmeckt die Butter erst 🙂 Mit der Zeit bin ich dann auf Sauerteig umgestiegen, viel vertraeglicher als das Hefebrot! Mische verschiedene, bio- Mehlsorten zusammen, je nach Lust und Laune. Es sieht nicht immer wie ein Kunstwerk aus aber es schmeckt!
    Und Semmeln brauch ich nicht! Das ganze feine, weisse Zeug hat frueher schon die, die es sich leisten konnten krank gemacht (Diabetes war eine Krankheit der oberen Schicht!)

    Freut mich, dass soviele Kommentare hier auf Selbstversorung hinweisen und dass es noch echte Baecker zu geben scheint, wenn man nur sucht.

  36. 36

    Ich esse immer selbst gebackenes Brot. Da weiß ich und meine Familie was drinnen ist. Viele Bäcker verwenden auch Fertigteig, damit sie mithalten können, habe ich gehört. Ich bedanke mich auch für das glutenfreie Brotrezept. Ansonsten ist seit längerer Zeit mein Bestreben, mich zu 80 % pflanzlich zu ernähren.

  37. 37

    Ich backe meine Brötchen immer selber:
    Hier ist mein Lieblingsrezept, welches schnell geht auch das auch Berufstätige bzw. auch eine gestresste Hausfrau gut schaffen kann:
    .brigitte.de/rezepte/buttermilchbroetchen-10530820.html

    Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit.

  38. 38

    Wer sagt mir, dass der Bäcker nicht auch diese Zusatzstoffe verwendet? Für mich erweckt der Artikel den Anschein, schnell zum Bäcker zu gehen anstatt in den Supermarkt oder SB-Bäckerein. Aber ich denke, die verwenden alle diese Stoffe – auch der vermeindlich „tradtionelle“ Bäcker um die Ecke – um im Wettbewerb zu bestehen.

  39. 39

    Nora spricht es an …
    Kürzlich lief ein Film im Fernsehen der nicht mehr gesendet werden darf. Habe ihn selber gesehen , war sehr gut recherchiert.
    Man konnte dort sehen, dass die meisten Bäcker
    ebenfalls diese Zusatzstoffe verwenden.
    das Sicherste ist tatsächlich selber backen.

  40. 40

    Ich vertrage schon lange kein Brot/Brötchen mehr, bekam immer Durchfall. Und in der Verwandtschaft gab es bereits drei Darmkrebsfälle. Vielleicht liegt es nicht nur an Gluten und den vielen anderen Zusatzstoffen – inzwischen wurde ja bekannt, dass im Urin einiger Patienten Spuren von Glyphosat nachgewiesen werden konnten. Nicht nur die Felder sondern auch wir werden zunehmend vergiftet. Herr Schmauder trifft den Kern mit seinem Beitrag.

  41. 41

    Natürlich verwenden auch die Bäcker (leider)heutzutage Zusatz und Konservierungsstoffe. Bei meinem Brötchenbackrezept oben verwende ich natürlich nur Biomehl in der Hoffnung, daß es OHNE Glyphosat ist.

  42. 42

    Ich bin Gluten- u. Histaminintolerant,backe meine Brot schon lange Jahre selbst. Ich fragte unseren Dorfbäcker bezüglich der Zutaten. Beim Gespräch über Emzyme bekannte er, sie zu benutzen. Sie würden die Verarbeitung erleichtern und ja nach dem BAcken nicht mehr nachweisbar sein. Meine Antwort darauf: „Und, was haben sie mit dem Teig gemacht? Wie haben sie ihn verändert? Glaubst Du, das der Mensch diese veränderte Struktur unbeschadet vertragen kann?“ Er war etwas verunsichert… Ich kann mich den VorschreiberInnen nur anschließen: Bio, Selbstgebackenes und nur naturbelassene Zutaten!

  43. 43

    Die Billigbrötchen schmecken nur nach Mehlpappe

  44. 44

    Kann dem Kommentar von Hega nur zustimmen.
    Da wir morgens gerne etwas mit selbstgemachter Marmelade essen, backe ich jetzt regelmäßig „Hefezopf“. Das verträgt auch mein Mann als Diabetiker.

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