Das Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien
Tausende von Ärzten erhalten Geld von Seiten der Pharmaindustrie für die Mitarbeit an zumeist wertloser Forschung.
Über diesen Sachverhalt berichteten u.a. Jürgen Dahlkamp und Udo Ludwig in einem Beitrag auf Spiegel-Online bereits im Jahr 2005.
In ihrem Bericht zeigen Dahlkamp und Ludwig, wie die die deutsche Medizin-Forschung aufblüht und selbst in kleineren Orten Mediziner zum Wohle der Menschheit versuchen medizinische Fortschritte zu erzielen.
Die schlechte Nachricht der beiden Journalisten besteht darin, dass die Mediziner anscheinend nur scheinbar forschen – sozusagen gegen Scheine, Geldscheine. Dieses “Abkassieren” veranlasste das Landgericht Bochum jedoch auch dazu, dass die betreffenden Mediziner ihre ”Studien” vor Gericht wieder fanden.
Und auch vor erfundenen Arzneimittelstudien schreckt man nicht zurück. Laut Becker-Brüser (Arzt und Apotheker), sind bis zu 90 Prozent der Studien in irgendeiner Form manipuliert.
Und dann war ja da noch der Lipobay Skandal, der Fall Astra Zeneca und Bayer Vital, die Abzocke im Fall Lucentis und so weiter und so weiter.
Aufgeschreckt durch diese Vorfälle schuf das Gesundheitsministeriumund ein Institut um diesen “Missbrauch” zu bekämpfen: das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, kurz IQWiG. Dieses Institut soll Schlupflöcher schließen und den Verbraucherschutz stärken.
So gut es von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt damals auch gemeint war: nach eigenen Angaben besitzt das Institut weder die notwendigen Mittel noch rechtlichen Befugnisse dazu seinen Aufgaben wirkungsvoll nachzukommen.
Mittlerweile werden solche “Geschäftspraktiken” wie oben beschrieben als “normal” betrachtet und nicht mehr nur als “Spitze des Eisbergs in der Pharmaindustrie“.
Erfundene Arzneimittelstudien und wissenschaftliche Erkenntnisse von beeinflussten Medizinern lassen einen hohen Umsatz und Marktwert des betreffenden Medikamentes zu.
Eine Verbesserung der Lage ist aufgrund der Hilflosigkeit des Gesundheitsministeriums und des ausgeprägten Lobbyismus der Pharmaindustrie wohl nicht in Sicht.
Den ganzen schmierigen Skandal lesen Sie unter:
spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,336730,00.html
Weitere Skandale und Ungeheuerlichkeiten finden Sie unter:
http://www.naturheilt.com/medikamentenskandal/











Freitag, 8. Januar 2010 17:13
Das ist ja alles nichts Neues! Pharmavertreter und etliche niedergelassene Ärzte arbeiten Hand in Hand bei der Ausplünderung der Krankenkassen.
Verschreiben Mediziner ein Medikament, das ihnen von Pharmareferenten angeboten wird, erhalten sie pro Patient bis zu 1000 Euro für das Ausfüllen eines Bogens, in dem sie dem Unternehmen über die Behandlungsergebnisse berichten. Nach einer internen Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die die Zeitschrift Stern im Januar veröffentlichte, befanden sich zwischen August 2004 und Dezember 2006 mehr als eine Million Patienten in Anwendungsbeobachtungen. Mehr als 30000 Ärzte und damit jeder vierte niedergelassene Mediziner nahmen etwa an den AWBs des Herstellers Astra Zeneca für das Magenmittel Nexium teil.
Die Frage ist, wann den Herrschaften endlich das Handwerk gelegt wird??
Um was es mit den AWBs wirklich geht, machte Novartis in einem firmeninternen Protokoll deutlich: »Marktführerschaft: Mehr Patienten durch AWBs«. Im letzten Jahr betraf dies insbesondere die Bluthochdruck-Mittel Diovan und Codiovan. Pharmavertreter sollten Ärzte für beide Medikamente zu insgesamt 35000 AWBs gewinnen. Den Schaden für die gesetzlichen Kassen durch die AWBs beziffern Kritiker pro Jahr auf 930 Millionen Euro.
Mittwoch, 27. Januar 2010 10:42
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Montag, 7. Juni 2010 21:11
[...] neue Medikamente sind ein Geschäft und da wurde auch schon mal mit wertlosen und gekauften Medizinstudien oder sogar mit erfundenen Arzneimittelstudien [...]
Mittwoch, 30. Juni 2010 16:21
[...] es ein Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien gibt, ist bereits länger bekannt. Langzeitbeobachtungen von verschiedenen Medizinstudien zeigen [...]
Montag, 12. Juli 2010 15:08
[...] Das Geschäft mit wertlosen und gekauften Medizinstudien [...]