Einbruch der Geburtenzahlen seit 2022: Warum will niemand den Elefanten im Raum sehen?

Geburtenrückgang seit 2022 in Europa mit René Gräber, EU-Fertilitätsrate und Elefant im Raum

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber / Kategorie: Allgemein

Seit 2022 brechen in Europa die Geburtenzahlen ein. Nicht nur ein bisschen, wie manche behaupten. Die Zahlen sind so deutlich, dass man sie entweder ernst nimmt oder politisch wegmoderiert / einordnet.

Die Zahlen: In der EU wurden 2024 nur noch 3,55 Millionen Kinder geboren. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,34 Kindern pro Frau. Das ist kein Wert, mit dem eine Gesellschaft seine (eigene) Zukunft sichert. In Deutschland lag die Geburtenziffer 2024 bei 1,35. In der Schweiz wurden 2024 noch 78.256 Lebendgeburten registriert, die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau lag bei 1,29.

Man kann und muss darüber diskutieren, warum das geschieht. Man kann über Wohlstand, Wohnkosten, Karriereplanung, Zukunftsangst, Partnerschaftsprobleme, hormonelle Belastungen, Umweltgifte, chronischen Stress, Kinderwunschmedizin und gesellschaftliche Erschöpfung sprechen.

Man sollte sogar darüber sprechen. Sehr merkwürdig wird es aber, wenn bestimmte Fragen gar nicht gestellt werden sollen.

Schauen wir aber zunächst auf ein paar Details.

Geburtenzahlen und Fertilitätsrate: zwei verschiedene Dinge

Zunächst muss man sauber unterscheiden. Absolute Geburtenzahlen sagen, wie viele Kinder tatsächlich geboren wurden. Die Fertilitätsrate oder zusammengefasste Geburtenziffer sagt, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt bekommen würde, wenn das Geburtenverhalten des jeweiligen Jahres dauerhaft gelten würde.

Beides zeigt seit 2022 in vielen europäischen Ländern nach unten. Für die EU nennt Eurostat für 2021 noch eine Fertilitätsrate von 1,53 Kindern je Frau. 2022 waren es 1,46, 2023 nur noch 1,38 und 2024 schließlich 1,34. Das ist kein Absturz auf Null. Aber es ist ein klarer, kurzer und historisch auffälliger Rückgang.

Noch deutlicher wirkt es bei den absoluten Geburtenzahlen: 2021 wurden in der EU rund 4,09 Millionen Kinder geboren. 2024 waren es nur noch 3,55 Millionen. Das sind rund 540.000 Geburten weniger innerhalb von drei Jahren.

Eine halbe Million Kinder weniger? Und das in nur drei Jahren?

Die Schweiz als besonders interessanter Fall

Die Schweiz ist deshalb interessant, weil dort die Datenlage vergleichsweise gut ist und weil der Rückgang besonders scharf ins Auge fällt.

Der Schlussbericht von Prof. Konstantin Beck und Cristina Gianocca trägt den Titel „Geburtenrückgang – warum?“ und analysiert auf 264 Seiten die Entwicklung in der Schweiz, in Europa und weltweit. Der Bericht untersucht mehrere mögliche Erklärungen: veränderten Kinderwunsch, verschobene Familienplanung, Verhütung, Abtreibungen, Covid-Infektionen, Post-Covid-Effekte und die Covid-Impfkampagne.

Hier ist der Bericht als PDF zu lesen:
Schlussbericht „Geburtenrückgang – warum?“ von Beck und Gianocca

Prof. Beck hat dem Sender AUF1 dazu auch ein Interview gegeben:
https://www.youtube.com/watch?v=4I575aOSZaY

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass der Geburtenrückgang ab 2022 nicht einfach mit dem Hinweis auf einen schon vorher bestehenden Trend erledigt werden kann. Genau das ist der entscheidende Punkt. Natürlich gab es in vielen Ländern schon vor Corona demographische Probleme. Natürlich bekommen Frauen in modernen Gesellschaften später Kinder. Natürlich spielt auch der veränderte Kinderwunsch eine Rolle.

Aber die Frage lautet: Erklärt das den Knick seit 2022 vollständig?

Und wenn nicht: Was fehlt in der Erklärung?

Der Reflex der neuen „Einordnung“ und des betreuten Denkens lautet: „Alles war sowieso schon im Trend!“, oder „Die Geburten gingen doch schon vorher zurück.“

Also wie immer: Bitte gehen Sie weiter — es gibt nichts zu sehen.

Diese Sätze sind ungefähr so erhellend wie die Feststellung, dass ein Patient schon vor dem Herzinfarkt nicht ganz gesund war. Aber damit ist der akute Vorfall  noch nicht erklärt.

Gerade bei statistischen Entwicklungen ist die Frage entscheidend, ob ein bestehender Trend sich fortsetzt oder ob er sich plötzlich beschleunigt. Genau diese Beschleunigung ist der Punkt. In mehreren europäischen Ländern sieht man ab 2022 eine auffällige Verschärfung. Eurostat, nationale Statistikämter und der Bericht von Beck/Gianocca liefern dazu genügend Material, um mindestens eines zu sagen: Diese Entwicklung verdient eine nüchterne, unabhängige Untersuchung.

Stattdessen wird mal wieder so getan, als sei die Frage selbst schon verdächtig. Das ist keine Wissenschaft, dass ist Propaganda.

Die unbequeme Frage nach der Covid-Zeit

Die Jahre 2020 bis 2022 waren kein normaler Zeitraum. Gesellschaften wurden in einen Ausnahmezustand versetzt. Menschen wurden isoliert, verunsichert, wirtschaftlich belastet, medizinisch unter Druck gesetzt und über Monate mit Angstbotschaften beschallt. Ich hatte dazu hinreichend in den Newslettern berichtet… Viele Leser kamen gerade in der Corona-Zeit dazu.

Und es war früh bekannt / verdächtig, dass wir mit diesen Gentech-Spritzen auch in diesem Bereich ein Problem haben würden:

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

 

 

Klar könnte sein: Paare verschieben Kinderwünsche. Beziehungen zerbrechen. Stress verändert Hormonachsen und Angst ist nicht gerade ein Fruchtbarkeitsprogramm. Auch Infektionen können reproduktionsmedizinisch relevant sein. Covid selbst steht ebenfalls im Raum, ebenso Post-Covid-Folgen. Aber wenn man sich die Zahl der Geburten im 2. Weltkrieg in Deutschland ansieht erkennt man, dass Krieg und Angst dies nicht beeinflussen muss. Das Statistische Reichsamt meldete für 1943 im Deutschen Reich (ohne „eingegliederte“ Ostgebiete) 1.318.091 Lebendgeborene, 79.222 mehr als 1942. Tabellen nennen für 1944 rund 1,215 Millionen Lebendgeborene bei einer rohen Geburtenrate von 17,6 je 1.000 Einwohner.

Bis 2022 gab es noch etwas anderes: eine beispiellose Impfkampagne, auch bei Menschen im reproduktiven Alter und später auch mit Empfehlungen für Schwangere.

Darf man dazuFragen stellen?

In einer freien Wissenschaft müsste die Antwort lauten: Natürlich. Man muss sie sogar stellen.

Dabei geht es um biologische Plausibilität, Pharmakovigilanz, Schwangerschaftsrisiken, Zyklusstörungen, Fehlgeburten, Fertilität und belastbare Individualdaten.

Der zeitliche Zusammenhang ist auffällig und die Größenordnung ist erheblich. Die gesellschaftliche Bedeutung ist enorm. Und die Daten, die eine Klärung ermöglichen könnten, müssten von Behörden konsequent, transparent und unabhängig ausgewertet werden.

Genau hier beginnt das Problem. Wenn eine Hypothese falsch ist, sollte sie sich an guten Daten widerlegen lassen. Wenn sie richtig ist, darf man sie nicht aus politischer Bequemlichkeit unterdrücken. Beides setzt voraus, dass man hinsieht.

Der Elefant im Raum ist also nicht nur die Frage nach der Impfung. Der Elefant ist die Weigerung, diese Frage sauber zu prüfen.

Schwangerschaften & Pharmapolitik

Bei Arzneimitteln und Impfstoffen gilt normalerweise eine einfache Regel: Schwangerschaft ist ein besonders sensibler Bereich. Wer in dieser Lebensphase medizinisch eingreift, braucht sehr gute Daten. Hatten wir die bei den Gentech-Spritzstoffen?

In der Corona-Zeit wurden viele dieser Maßstäbe verschoben. Was früher vorsichtig, abwartend und streng geprüft worden wäre, wurde plötzlich mit großer Selbstsicherheit empfohlen. Wer nachfragte oder sich dem Druck nicht beugen wollte… na, wir wissen ja noch, was da los war.

Das rächt sich (nicht nur) jetzt. Denn bei einem so sensiblen Thema wie Fruchtbarkeit reicht es nicht, beruhigende Sätze zu verbreiten. Man muss die Daten offenlegen. Man muss Fehlgeburten, Totgeburten, Zyklusstörungen, Schwangerschaftsabbrüche, Geburtenverläufe und Impfzeitpunkte sauber zusammenführen. Und zwar nicht mit groben Durchschnittswerten, sondern mit Individualdaten, soweit datenschutzrechtlich möglich und anonymisiert.

Wenn eine Bevölkerung über Jahre deutlich weniger Kinder bekommt, sollte man nicht nur über Kita-Plätze und Elterngeld sprechen. Man sollte auch fragen, ob junge Menschen überhaupt noch gesund, stabil, fruchtbar und zuversichtlich genug sind, Kinder zu bekommen.

Das ist der Punkt, an dem Naturheilkunde, Umweltmedizin, Ernährungsmedizin und eine wirklich präventive Gesundheitsbetrachtung ins Spiel kommen. Fruchtbarkeit ist kein isolierter Laborwert. Sie ist Ausdruck des gesamten Milieus: hormonell, psychisch, metabolisch, immunologisch und sozial.

Ich schreibe dazu ja bereits seit vielen Jahren. Wer sich das ansehen möchte:

Und ganz besonders möchte ich auf das Fasten hinweisen:

Fazit

Der Einbruch der Geburtenzahlen seit 2022 ist real. Er ist statistisch sichtbar, gesellschaftlich schwerwiegend und politisch viel zu brisant, um ihn mit ein paar beruhigenden Standardsätzen zu entsorgen.

Natürlich gibt es mehrere mögliche Ursachen. Aber zu einer sauberen Analyse gehört, dass man nicht ausgerechnet jene Frage ausspart, die am unbequemsten ist: Welche Rolle spielten die Corona-Maßnahmen, die Covid-Erkrankungen und die Impfkampagne bei Menschen im reproduktiven Alter?

Man muss keine vorschnellen Schuldzuweisungen formulieren. Das wäre unseriös. Aber ebenso unseriös ist es, einen historischen Geburtenknick zu sehen und dann so zu tun, als sei Nachfragen bereits unanständig. Wissenschaft beginnt nicht mit Zustimmung. Sie beginnt mit der Bereitschaft, auch das zu prüfen, was politisch nicht passt.

Wenn in Europa innerhalb weniger Jahre Hunderttausende Kinder weniger geboren werden, dann ist das ein Alarmsignal. Und wer dieses Signal kleinredet, schützt nicht die Wissenschaft, sondern ein politisches Narrativ. Der Elefant steht längst im Raum. Die eigentliche Frage ist nur noch, wie lange man so tut, als wäre er ein Möbelstück.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:

 

 

Rene Gräber:

Ihre Hilfe für die Naturheilkunde und eine menschliche Medizin! Dieser Blog ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Ich (René Gräber) investiere allerdings viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Ich freue mich daher über jede Unterstützung! Helfen Sie bitte mit! Setzen Sie zum Beispiel einen Link zu diesem Beitrag oder unterstützen Sie diese Arbeit mit Geld. Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert