Die Endung
....itis deutet
auf eine Entzündung hin, was hier
allerdings nicht zutrifft. Der Begriff
hat sich jedoch, wie viele falsche
medizinische Begriffe und Theorien,
eingebürgert und so bleiben wir halt
dabei. Die Zellulitis ist eine Erkrankung
des Binde- und Fettgewebes, das unter der
Haut liegt. Bei dieser
Stoffwechselstörung lagern sich
Fettmoleküle, Schlacken, Toxine und
Wasser in den Zellen ab, die dadurch auf
die extreme Größe von 1,5 cm anwachsen
können. Die normale Größe einer solchen
Zelle beträgt etwa 1,5
mm!
Die Frau besitzt etwa doppelt so
viele Fettzellen wie der Mann, darum ist
die Zellulitis auch vorwiegend ein
Frauenproblem. Aber Männer kennen dieses
Phänomen genauso gut, das kann jeder
Masseur bestätigen.
Mögliche
Folgen
Die Zellulite wird in drei
Kategorien eingeteilt. Wenn die
Orangenhaut durch Zusammenschieben der
Haut sichtbar wird, ist dies die erste
Stufe. Bei der zweiten Stufe sind die
Dellen ohne Verschiebung sichtbar. Bis
hierher kennt die Naturheilkunde Mittel
und Wege, das Problem weitestgehend zu
lösen. Die dritte Stufe ist äußerst
schmerzhaft und kann durch
Naturheilmittel wenigstens gelindert
werden.
Im folgenden finden Sie
naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Cellulite oder Orangenhaut in Frage
kommen.
Diese
Therapieform ist bestens geeignet, Energien
wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert
auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne
Nadeln durchgeführt. Als Stoffwechselpunkte
werden in der Akupunktur folgende
Punkte bezeichnet: Blase 27,28,29,31,32,33
und 37; Gallenblase 30; Magen 32, 33 und
36.
Da
Salz, auch Meersalz, enorme Mengen von
Wasser im Körper bindet, sollten Sie
weitestgehend darauf verzichten. (In fast
allen Ratschlägen wird das Salz ganz
verboten. Ohne Salz können wir aber die
dringend benötigte Salzsäure im Magen nicht
herstellen, was wiederum zu
Verdauungsproblemen führen kann.)
Was
Sie jedoch gänzlich streichen sollten
sind: Zucker und alle Süßigkeiten, Alkohol,
Nikotin, Kaffee und Schwarztee.
Ebenso
Schweinefleisch in jeglicher Form und fette
Esswaren. Halten Sie sich eher an vegetabile
Nahrungsmittel und Vollwertkost. Ein Glas
Selleriesaft vor jeder Mahlzeit ist
besonders wirksam.
Lassen
Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine
Mischung herstellen:
Je 20 ml
Löwenzahn, Faulbaum, Mariendistel und
Traubensilberkerze, je 10 ml Erdrauch und
Fenchel.
Manuelle
Lymphdrainage entstaut das Gewebe. In der
eigenen Praxis habe ich mit dem Produkt
„Fanghi d’Alga GUAM“ beste Erfahrungen
gemacht. Es ist in der Drogerie
erhältlich.
Mit
dieser Art Lymphbürstung bringen Sie Ihr
System wieder in Gang: Nehmen Sie eine nicht
zu harte Stiel-Bürste aus Naturborsten.
Beginnen Sie am rechten Fuss und machen Sie,
mit nur sehr leichtem Druck, einen Strich
Richtung Bauch. Daneben den Zweiten. Pro
Bahn immer nur einen Strich ziehen. Dann das
linke Bein, den rechten Arm, dann den
linken. Nun sind Sie froh über die
Stiel-Bürste, weil Sie auch den Rücken von
den Schultern bis zur Lendenwirbelsäule (die
Rückseite vom Bauch) streichen. Dann die
Körpervorderseite, immer nur einen Strich.
Das Zentrum dieser Art Bürstung ist nicht
das Herz, sondern der Bauch! Nach einigen
Tagen werden Sie merken, wie Ihr Stuhl
plötzlich schleimig wird. Dies ist alte,
verschlammte Lymphflüssigkeit, die Sie nun
auszuscheiden beginnen!
Zur
Entgiftung und Entschlackung nehmen Sie 3mal
täglich eine Tasse folgenden Tees: Maisbart,
Goldrutenkraut, Schachtelhalmkraut,
Honigkleekraut und Hauhechelwurzel zu
gleichen Teilen. Jeweils 1 TL auf eine Tasse
und 5 Minuten ziehen lassen.
Efeusaponine können auch zur Behandlung von
Cellulitis herangezogen werden. Es zeigen sich
hier die gleichen antiödematösen Effekte wie
bei Aescin (Roßkastanie). Trinken Sie täglich 2
Tassen schluckweise, mit den ausgekochten
Blättern können Sie an den betroffenen Stellen
Wickel machen. In seltenen Fällen kann es
allerdings zu allergischen Hautreaktionen
kommen.
Pflanzenkapseln: Ananas, Papaya, Blasentang.
Als Stoffwechselstimulans gelten Ginseng,
Taigawurzel, Bamboutabaschir.
Um den Stoffwechsel allgemein ankurbeln: Brenn
essel-, Zinnkraut-,
Löwenzahn-Tee.
Ganz
allgemein: kohlenhydrat- und säurearme
Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte
pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin
unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf
dieser Seite befolgen.
Tote
Zähne stören grundsätzlich den ganzen
Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in
diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
Sonstiges
Auch
wenn’s Ihnen schwer fällt: bewegen Sie sich!
Waldlauf, gehen mit zügigem Schritt (auf
Neudeutsch: Powerwalking), Schwimmen,
Radfahren.
Weitere Beschwerden und Krankheiten finden Sie auch unter der entsprechenden
Buchstabengruppe: