Akne
Akne (Akne vulgaris) gilt als häufigste Hauterkrankung weltweit, an der nahezu jeder Mensch mindestens einmal in
seinem Leben leidet.
Typisch ist der Beginn in der Pubertät, wobei Jungen häufig stärker gekennzeichnet sind als Mädchen (bei ihnen
setzt die Akne jedoch früher ein). Spätestens im dritten Lebensjahrzehnt verschwinden die als Makel (oder auch
psychische Belastung) empfundenen Hautzeichen meist wieder spurlos (bei ca. 70 Prozent der Betroffenen).
Bei der Akne vulgaris entzünden sich die in der tiefen Haut gelegenen kleinen Talgdrüsen. Hauptsächlich sind das
Gesicht und der Nacken betroffen, in einigen Fällen entwickeln sich die Anzeichen aber auch in der Achsel
(Schweißdrüsen = Acne inversa), an den Armen, auf dem Rücken oder im Scham- und Leistenbereich.
Als Ursache für die Entstehung gilt in der Schulmedizin eine Hormonschwankung, die sich vor allem
während der Pubertät, der monatlichen Regel oder der Schwangerschaft entwickelt. Durch einen Anstieg männlicher
Androgene werden die Talgdrüsen zu einer vermehrten Produktion angeregt. Normalerweise wird das gebildete Fett über
die Ausführungsgänge (Poren) ausgeschieden.
Bei der Akne sind die Poren verengt, das Fett verbleibt unter der Haut und führt zu Ansammlungen (kleine weiße
Erhebungen). Durch den Stau werden Entzündungen (eindringende Bakterien = Propionibacterium acnes, Staphylococcus
epidermidis) begünstigt, es bilden sich Komedone (Mittesser) und Pickel.
Die zu Beginn gerötete Haut entwickelt wunde, zum Teil juckende Erhebungen. Es zeigen sich eitrige oder
flüssigkeitsgefüllte Pickel, die ihren Inhalt bei Berührung entleeren können und so weitere Reizungen hervorrufen.
Daher sollte man nie Pickel durch Drücken oder Quetschen eröffnen. Der Heilungsprozess liegt zwischen einigen Tagen
und mehreren Wochen.
Schwere Formen der Akne (z.B. Acne conglobata, Acne fulminans) sind gekennzeichnet durch andauernde Reizungen,
die Pickel eröffnen sich spontan und können dabei auch bluten. Die meist langwierige Ausheilung führt zu
Narbenproblemen oder farblich veränderten Hautarealen (z.B. braune oder weiße
Flecken).
Neben den Hormonschwankungen können auch der Aufenthalt in stark verschmutzter Umgebung, sehr kalkhaltiges
Wasser, bestimmte Medikamente (Acne medicamentosa), Kosmetikprodukte (Acne cosmetica), fettreiche Ernährung sowie
ein ungenügendes Waschverhalten eine Entzündung begünstigen.
Das klinische Bild liefert meist eindeutige Hinweise. Zum Ausschluss von Unverträglichkeiten,
Allergien oder schweren Formen der Akne werden Abstriche von der Haut genommen und
das Blutbild ausgewertet.
Die schulmedizinische Therapie richtet sich nach der Schwere der Hautreizung. Meist wird nur
eine eine lokale Behandlung mit antiseptischen (bakterienhemmenden) Lotionen oder Cremes verordnet. Alternativ
"angehauchte" Ärzte verordnen auch mal kamillehaltige Präparate. Die Einnahme von oralen Antikontrazeptiva
(„Pille“) bessert bei einigen ebenfalls das Hautbild - das ist nicht zu leugnen. Daneben werden in der
schulmedizinischen Therapie Mittel mit Salizylsäure oder Zink eingesetzt, die die entzündeten Stellen abtrocknen
sollen. Schwere Formen der Akne werden oft mit Kortison oder Antibiotika behandelt
werden.
Sprache der Symptome
Eine alte Weisheit besagt: „Wer Hautprobleme hat, hat auch Darmprobleme.“ Demzufolge wäre es
ratsam, einmal die Verdauung unter die Lupe zu nehmen und (auch bei Jugendlichen), eine Darmsanierung zu prüfen. Die Haut ist aber auch unsere äußerste Grenze
zur Umwelt. Wo haben Sie Schwierigkeiten, sich gegenüber der Umwelt abzugrenzen? Siehe auch: Die Haut als Spiegelbild der Seele.
siehe auch: Hautkrankheit
- Hautpflege - Abszess - Furunkel - Stoffwechselstörungen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Akne in Frage kommen.
| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden: Cajeput, Knoblauch, Lavendel.
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| Bachblüten |
Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie können helfen, anders damit
umzugehen und bringen sie vielleicht einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r
Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
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| Ernährung |
Die Schulmedizin verneint einen
Zusammenhang zwischen Ernährung und Akne. Dennoch sehen wir in der Praxis ohne eine Änderung
"schlechter" Essgewohnheiten weniger gute Besserungen als bei der Einhaltung folgender
Ernährungsempfehlungen:
Strikte verboten ist der Verzehr von
Schweinefleisch in jeder Form, also auch Würste! Täglich 1 - 2 Glas Karottensaft trinken.
Meiden Sie auch Milch (die ist sowieso nur für Säuglinge und Kälber
bestimmt), Schokolade, Margarine, gesalzene Nüsse, Kartoffelchips, Weissmehl, Zucker und Cola-Getränke. Essen Sie stattdessen mehr Rohkost und frischen Fisch.
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Urtinktur
(Frischpflanzentropfen) |
Eine Mischung aus folgenden Urtinkturen kann helfen: Je 20 ml Johanniskraut, Erdrauch, Löwenzahn, Stiefmütterchen und je 10
ml Salbei und
Rosmarin.
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| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
Vitamin A: 50'000 bis 100'000 IE (hohe Vitamin A Dosen nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen).
Vitamin E: 800 mg zusammen mit Vitamin A. Vitamin B6: 50 mg zusammen mit 400 mg
Magnesium gilt als wirksames Mittel gegen prämenstruelle Akne-Ausbrüche. Jeweils eine Woche
vor und während der Menstruation nehmen. Zink: 50 - 100 mg und 200 µg Selen. Gamma-Linolensäure in Form
von 4 - 8 Kapseln Nachtkerzenöl. Chrom: 200 µg in Form
von chromreicher Nährhefe.
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| Heilpflanzen |
Dampfbad mit Kamille-, Lavendel- oder
Eukalyptusöl-Zusatz. Pusteln mit Teebaumöl betupfen. Bewährt sind auch Einreibungen Nachtkerzenöl.
Sie können Kompressen mit folgendem Tee machen: Kamille, Rosmarin und Thymian zu gleichen
Teilen. Diese Pflanzen enthalten entzündungshemmende Substanzen. Nehmen Sie einen Esslöffel von
dieser Mischung und brühen diese mit 1/4 Liter Wasser an. Zehn Minuten ziehen lassen und danach mit
einem Tuch eine Kompresse machen.
Lapacho-Tee-Kur: Ein gehäufter EL in 1 Liter kaltem Wasser aufsetzen und 5 Min. ziehen
lassen. Trinken Sie diesen Liter 4 Wochen lang zwischen den Mahlzeiten. Dann folgt eine Pause von 4
Wochen. Anschließend trinkt man nochmals 4 Wochen lang täglich einen Liter von diesem
Tee.
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| Sanum Therapie |
Alkala, Lipiscor, Notakehl, Mucokehl, Nigersan, Sanuvis, Zinkokehl, Latensin
schwach.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert.
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| Schüssler-Salze |
bei entzündeten Eiterpusteln: Silicea
bei kleinen rötlichen Pickeln: Natrium phosphoricum
bei verhärteten Aknepsteln: Calcium fluoratum
bei rötlich umschriebenen und geschwollenen Rötungen mit Papeln und Pusteln (Rosazea): Natrium sulfuricum bei Frauen während der Regel: Natrium phosphoricum
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| Wirbelsäulensegmente |
Eine Fehlstellung des dritten Halswirbels kann die Bildung von Akne und Pickel
begünstigen. Eventuell kann die dauernde Kopfneigung in der Schule damit im Zusammenhang
stehen.
Die Ausscheidungswirbel sind: L3 (Blase), L1 (Dickdarm), Th12 (Dünndarm), Th10 und 11 (Nieren), Th3
(Lunge). Achten Sie auf eine eventuelle Fehlstellung.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
bedenklich. Sie sollten diese durch einen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
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| Sonstiges |
Heisse Dampfkompressen öffnen die Poren. Am besten geschieht das Ausdrücken
von Pickeln mit einer sogenannten Extraktionsöse, die man in einer Apotheke kaufen oder
bestellen kann.
Make-up verstopft die Poren und macht das Ganze noch schlimmer.
Nicht jedermanns Sache, aber aus der Volksmedizin überliefert: Das Betupfen
der Stellen mit etwas Eigenurin - wann immer man
Wasser lassen muss. Keine Angst, frischer (gesunder) Urin riecht nicht
- niemand wird etwas merken.
Milde Sonnenbäder (UV-Lampe, Lichttherapie) regen die Selbstheilungsprozesse des Körpers
an.
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