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Krankheiten und Beschwerden

Hautkrankheit oder Hautprobleme?

Allgemeine schulmedizinische Betrachtungen zu den verschiedensten Hautkrankheiten und Hautproblemen

Die Zahl der verschiedenen Diagnosen ist so gewaltig, dass ich hier nur die wichtigsten erwähnen kann. Erwähnung finden vor allem die Fälle, die auch häufig in der Praxis vertreten sind.

Missempfindungen, Gesundheitsstörungen, psychische Belastungen aber auch organische Erkrankungen zeigen sich besonders häufig durch Veränderungen der Haut (primär- und Sekundäreffloreszenzen).

Zu den Primäreffloreszenzen zählen u.a. Makula (Fleck), Papula (winzige Knötchen), Nodus (Knoten durch Substanzvermehrung), Urtica (Quaddel), Vesicula (Bläschen) und Pustula (gelbliche Ansammlung von Leukozyten in einem Hohlraum).

Sekundäreffloreszenzen entstehen meist aus den primären Erscheinungsformen oder deuten auf eine Hautstörung hin. Als Beispiele können Crusta (Kruste), Cicatrix (Narbe), Ulcus (Geschwür, Geschwulst) oder auch Rhagade (Hautrisse) genannt werden.

Akne (Acne vulgaris) stellt die häufigste Hauterkrankung dar. Der normale Verlauf während der Pubertät ist durch Pickel, Mittesser, fettige Haut, Pusteln und Papeln gekennzeichnet, wobei mehr Jungen als Mädchen erkranken. Durch eine Entzündung der Talgdrüsen (hauptsächlich hormoneller Genese) kommt es zu einer Überproduktion von Talg, die den Bakterien ein Eindringen in die verstopften Drüsen ermöglicht. Die Akne zeigt sich hauptsächlich im Bereich des Gesichts, Nackens und Dekolletés, kann aber am gesamten Körper auftreten. Der Verlauf ist harmlos, die typischen Anzeichen heilen selbständig, nur ausgeprägte Formen mit großen, eitrigen oder blutigen Wundbereichen können Narben hinterlassen. Neben der Acne vulgaris kommt es durch unterschiedliche Einflüsse (z.B. Kosmetika, Salben, Chemikalien) auch zu weiteren Akne-Formen, die dementsprechend bezeichnet werden (z.B. Acne medicamentosa).

Das Herpes simplex Virus zeigt sich vornehmlich im Bereich der Haut und Schleimhaut. Man unterscheidet Typ 1 und 2, wobei Typ 1 eine Infektion im Gesicht und Typ 2 im Genitalbereich auslöst. Es handelt sich um ein DNA-Virus, welches, einmal zum Ausbruch gekommen, im Körper verbleibt. Besonders geschwächte Menschen (z.B. durch Fieber, Stress, intensive Sonnenbestrahlung, Immunschwäche) erkranken häufig an Herpes. Durch Speichel (Tröpfcheninfektion) und Sexualkontakt übertragen, kommt es bei Ausbruch zu den typischen Symptomen mit juckenden und brennenden Bläschen auf geröteter Haut. Die Bläschen sind flüssigkeitsgefüllt, der Inhalt kann weitere Infektionen hervorrufen. Im Verlauf kommt es zu einer Eintrübung der Bläschen, die langsam verkrusten und dann abheilen. (Siehe auch: Gürtelrose)

Die Krätze (Skabies) entsteht durch Milbenbefall der Haut, der zu einem starken Juckreiz, besonders nachts im warmen Bett, führt. Bedingt durch Kratzen entwickeln sich Hautverletzungen, in die sich Bakterien einnisten und so Ausschläge verursachen können.

Unter dem Begriff Ekzem werden entzündliche, nicht ansteckende Prozesse der obersten Hautschicht zusammengefasst (z.B. Neurodermitis), die alle zu starkem Juckreiz führen. In der akuten Phase zeigt sich eine Rötung (Erythem), gelegentlich mit Schuppenbildung (Squama), Kruste, Bläschen oder Papula. Der betroffene Bezirk ist geschwollen und nässt. Ein Übergang zur chronischen Form zeigt sich durch eine Verdickung der Haut, vermehrte Schuppenbildung sowie grobem Hautbild (Risse und Falten).

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) entsteht als Spätfolge einer Windpockeninfektion (ca. 20 % aller an Windpocken erkrankten Erwachsenen) durch das Varizella-Zoster-Virus. Dabei werden Dermatome (von Hautnerven versorgte Hautareale) befallen, es zeigen sich örtlich begrenzte, sehr schmerzhafte, mit viraler Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf gerötetem Grund. Ca. eine Woche nach Ausbruch färbt sich die Flüssigkeit der Bläschen trüb-gelb, die Rötung klingt ab, die befallene Haut weist vermehrt Pusteln und trockene Stellen auf. Der Heilungsprozess dauert ca. drei Wochen, danach haben sich die Bläschen in helle Narben umgewandelt.

Die Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung, die in Schüben verläuft, nicht heilbar ist und sich meist zuerst im Gesicht zeigt. Der Auslöser ist noch nicht bekannt, man vermutet ein gestörtes Gefäßnervensystem mit fehlerhafter Blutversorgung des Gesichts. Daneben können u.a. heiße und scharfe Speisen, Kaffe, Alkohol, Medikamente und intensive Sonneneinstrahlung die Entstehung begünstigen. Es zeigt sich ein gerötetes Gesicht, welches brennt oder stechend schmerzt. Die Rötungen gehen in Flecken über (Schmetterlingsareal), dazu kommt es zu Schuppungen, Pusteln, Papeln, Schwellungen und Ödemen. Die Haut verdickt sich, wird grobporiger, ähnlich einer Akne, aber ohne Mitesser. Über Jahre kann sich besonders bei Männern die markante Knollennase (Rhinophym) ausbilden.

Beim Lupus erythematodes (Wolfsröte, Lupus) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung (der Körper bekämpft sich selbst), die im gesamten Körper vorkommen kann und deren Erscheinen wahrscheinlich genetisch bedingt ist. Neben der Haut können auch Bindegewebe und Gefäße betroffen sein. Bei Befall der Haut (cutaner Lupus) zeigt sich ein typisches Schmetterlingserythem im Gesicht. Daneben kommt es zu Fieber, Gewichtsverlust, allgemeiner Schwäche, Haarausfall und auch selten zu einer Lymphknotenschwellung. Ca. 80 Prozent der Erkrankten weisen zusätzlich eine Polyarthtitis (Gelenksentzündung) im Bereich der Finger, Hand- und Kniegelenke auf. Bei Befall von Organen (z.B. Nieren) kann es zu einem tödlichen Verlauf kommen.

Das Basaliom (Hautkrebs, siehe auch Krebsleiden) ist ein Tumor der Oberhaut und entsteht meist durch häufiges und intensives Sonnenbaden. Es zeigt sich zu 80 Prozent im Gesicht-Hals-Bereich, dort in Form kleiner Knötchen, die nach innen wachsen und nach außen bluten können. Durch seine winzigen, rötlichen Knötchen ähnelt das Basaliom einem Ausschlag, löst aber normalerweise keinen Juckreiz aus, sondern zeigt sich eher symptomlos. Durch seine geringe Fähigkeit zur Metastasierung weist das behandelte Basaliom eine gute Heilungstendenz auf.

Hautkrankheiten und Hautprobleme im Verständnis der Naturheilkunde

Eine Hautkrankheit entsteht nach naturheilkundlicher Vorstellung von "innen nach außen", also müssen sie auch von innen nach außen geheilt werden. 

Hautprobleme (vor allem chronische Hautprobleme), werden als eine Reaktion betrachtet, bei der die Haut versucht, Giftstoffe (Toxine) aus dem Körper zu schaffen, weil der dafür bestimmte Weg (Darm und Niere) dazu nicht in der Lage sind.

In diesem Sinne ist die Haut ein "Entgiftungsventil", das durch naturheilkundliche Maßnahmen unterstützt werden sollte.

Wenn Sie mit irgendwelchen Salben das Symptom zudecken (angeblich heilen), verlagert sich die Krankheit (wieder) nach innen.

Als Ursache wird häufig eine Übersäuerung des Organismus gesehen. Was die Nieren, die Leber und die Lungen nicht ausscheiden können, versucht der Körper über die Haut auszuscheiden. Sehr viele junge Menschen haben eine unschöne, vernarbte oder unreine Haut. Kein Wunder, bei der Mangelernährung.

siehe auch folgende Themen zum Thema Hautprobleme: Aphten - Augenringe - Bindehautentzündung - Dermatosen - Entzündungen - geschwollene Lymphknoten - Haarprobleme - Hautpflege - Hautalterung - Hühneraugen - Juckreiz - Leberflecke - MilchschorfMundschleimhautentzündung - Nasenbluten - Narbenprobleme - trockene Haut - Hautpilze - Nagelpilze -Nesselsucht - ScheidenentzündungScheidenpilze - Schuppen - Warzen - wildes Fleisch - Wundheilung



Im folgenden finden Sie Naturheilverfahren und Alternative Therapieverfahren, die bei Hautkrankheiten in Frage kommen.

Blütenessenzen

Liegen seelische Ursachen zu Grunde, kann die Bachblütentherapie unterstützend wirken.

Ernährung

Die Frage einer "Diät" und Umstellung der Ernährung ist bei Hauterkrankungen nach meiner Erfahrung fast immer nötig.

Grundsätzlich empfehle ich auf Schweinefleisch, Milch (und auch Milchprodukte), Eier in jeder Form (auch im Kuchen) zu verzichten. Da jedes Sojaprodukt mittlerweile "genverseucht" ist, ist Soja keine Alternative mehr.


HILDEGARD VON BINGEN

Maulbeerblätter: Eine Hand voll Maulbeerblätter in einem Liter Wasser 3 Minuten gut auskochen. Mit dem entstandenen Tee die juckenden Hautstellen waschen oder darin baden. Sie können auch eine Kompresse machen und nach einer Stunde erneuern. Sie können auch den Maulbeerblätter-Tee in der Sauna auf den Steinen verdampfen lassen und so inhalieren.

Orthomolekular-Medizin

Eine Haarmineralanalyse gibt Aufschluss über eventuelle Mineralstoffmängel.

Bei den verschiedenen Hauterkrankungen kommen zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren, Spurenelemente in Betracht. Hier kommt es allerdings auf die genaue Art der Beschwerden an, z.B.

Biotin (Haarausfall, brüchige Fingernägel)

Ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren (insbesondere Linolsäure und GLA) führt zu Ekzemen, Haarproblemen, Leberprobleme (Leberstoffwechsel), Untergang von Nierengewebe, erhöhte Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung und Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen bei Kindern, sowie Herzprobleme und Kreislaufprobleme.

Ein Mangel an Folsäure zeigt sich unter anderem in Mundschleimhautentzündungen und Haarausfall.

Der gesamte Stoffwechsel von Haut und Schleimhäuten ist stark von der Versorgung hochwertiger Fettsäuren abhängig (v.a. Acetylcoenzym A). Hierfür ist die Pantothensäure wichtig.

Phytotherapie

Aus dem Bereich der Pflanzenheilkunde stehen zahlreiche Pflanzen zur Verfügung:

  • Dulcamara (Tee) bei chronischen Ekzemen
  • Calendula (Salbe, Umschlag) bei verschiedenen Arten von Wunden
  • Walnußblätter (leichte Entzündungen)
  • Stiefmütterchen äußerlich (Milchschorf, leichte Ekzeme im Kopfbereich)
  • sonstige äußerliche Ekzeme: Haferstrohbäder
  • Ulmenrinde in Form von Tabletten oder Pulver bei Hautentzündungen

 

Säure-Basen-Haushalt

Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert. 
 

Schüssler Salze

Hautjucken: Magnesium phosphoricum D 6

Hautschrunden, rissige Haut, übermäßige Hornhaut: Calcium fluoratum D 12

Hautrisse bei trockener Haut: Natrium chloratum D 6

Haut ist gerötet und fleckig: Ferrum phosphoricum D 12

unreine Haut: Silicea D 12

Hühneraugen: Schmerzen beim Gehen und mit weißer Kruste: Kalium chloratum

mit gelblicher Auflagerung und gelblicher Kruste: Natrium sulfuricum

stak verhärtete Hühneraugen: Silicea

sonstige Hausmittel

Bei Hautunreinheiten mischen Sie Brennnesselgeist im Verhältnis von 1:5 mit Apfelessig und massieren die betroffene Stelle damit ein.

 

Viele Naturheiler haben ausgzeichnete Erfahrungen mit der Eigenharntherapie.

 

Bei Hautentzündungen Auflagen mit Kompressen, die in schwarzem Tee getunkt wurden, besser noch grüner Tee.