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Gifte oder Giftstoffe sind Substanzen, die durch Stoffwechselvorgänge, das Eindringen in den Körper oder das
Berühren des Körpers Schaden zufügen können.
Eine Intoxikation (=Vergiftung) kann einen vorübergehenden oder dauerhaften Schaden anrichten oder zum Tod führen, je nach
Toxizität (=Giftigkeit) der Substanz. Es gibt akute und chronische Vergiftungen.
Die im Körper gebildeten Stoffwechselabbauprodukte (z.B. Ammoniak, Harnstoff) werden von der Leber und der Niere
abgebaut und ausgeschieden. Ist diese körpereigene Entgiftung gestört, kommt es zur Vergiftung durch diese
Stoffwechselprodukte. In diesem Fall kann der Mediziner von außen über einen gewissen Zeitraum die ausgefallenen
Organfunktionen ersetzen.
Im Falle der Niere heißt diese therapeutische Entgiftung Dialyse, bei der Leber gibt es das MARS-System, das,
ähnlich wie bei der Dialyse die Niere imitiert wird, die Leber simulieren soll.
Von Entgiftung spricht man in der Medizin auch, wenn ein körperlicher Entzug von Drogen durchgeführt wird. Die
Suchtmedizin beschreibt die Entgiftung als Phase in der das Suchtmittel (z.B. Alkohol, Heroin) plötzlich oder langsam
abgesetzt wird.
In der Naturheilkunde sprechen wir von einer Entgiftung um im Körper abgelagerte Gifte zu neutralisieren und zur
Auscheidung zu bringen. Dies wird auch häufig Ausleitung genannt. Eine Ausleitung und Entgiftung braucht Zeit, nämlich 4 –
18 Monate! Bedenken Sie, wie viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte Sie dem Körper diese Gifte zugemutet haben. Eine Entgiftung
ohne Säure-Basen-Haushalt ist nicht denkbar. Entgiftung ist deshalb immer auch Milieu-Therapie.
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