Wundheilung
| Grundsätzliches |
Der Organismus schließt
normalerweise unnatürliche
Körperöffnungen (Wunden) mit der
Blutgerinnung innerhalb von wenigen
Minuten, um ein Eindringen körperfremder
Stoffe zu verhindern. Die nachfolgende
Reparaturarbeit dauert dann allerdings
etwas länger. Allerdings sollte selbst
ein tiefer Schnitt innerhalb von 10-15
Tagen verheilt
sein.
Viele Naturheilkundige raten
von den häufig
angewendeten Wund- oder Heilsalben
(wie zum Beispiel die bekannte
Bepanthen Wund und Heilsalbe) ab. Die in
der Regel relativ fetthaltigen Salben
schliessen die Wunde fast luftdicht ab,
wodurch wird das Abfliessen des Wundsekrets
eher behindert wird. Es besteht zudem die
Gefahr, dass anaerobe Keime gedeihen können.
Die meisten Salben sind ohnehin nur für
intakte, aber wunde Haut
geeignet.
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Wundheilung mit
Fliegenmaden
(Maggot-Therapie) |
In der "Kriegsmedizin" wurde
eine uralte Therapie der Wundversorgung
wieder aufgenommen. Diese
naturheilkundliche Methode wurde
angeblich schon von den Ureinwohnern
Australiens und den Maya-Indianern
angewandt. Dabei werden sterile
Fliegenmaden auf chronische Wunden
gesetzt. Die Maden beginnen nun, das
absterbende Gewebe und die Wundsekrete zu
fressen, lassen das gesunde Gewebe aber
unbehelligt.
Weil im abgestorbenen Gewebe
keine Nervenenden mehr sind, läuft das
alles völlig schmerzlos ab. Die speziell
für diese Aufgabe gezüchteten Maden
wirken entzündungshemmend,
antibakteriell, desinfizierend und
heilungsfördernd.
Die Wunde wird mit einem
feuchten aber luftdurchlässigen Verband
abgedeckt. Nach ein paar Tagen haben die
Maden, von ursprünglich einigen
Millimeter Länge, ihr Körpervolumen
verzehnfacht und werden abgelesen. Diese
Methode ist speziell geeignet für
diabetische Gangrän (fressendes/faulendes
Geschwür), Wundliegen, offene
Beingeschwüre, Wundinfekte arterieller
Verschlusskrankheiten und vor allem bei
Antibiotika-Resistenzen oder
-Allergien.
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Im folgenden finden Sie
naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Wundheilung in Frage kommen.
Zusätzlich finden Sie bei
jedem Therapieverfahren allgemeine Bemerkungen oder auch
Rezepte, sowie Bezugsquellen.
| Ernährung |
Um den Heilungsprozess der
Wundheilung zu beschleunigen sollten Sie
alle Nahrungsmittel weglassen, die das
Immunsystem und die Reperaturprozesse im
Körper beeinträchtigen.
Dazu gehören Schweinefleisch,
Weißmehlprodukte und alle Arten von
Süßigkeiten. Essen Sie vermehrt frisches
Obst und Gemüse.
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Medizinische
Massagen |
Eine Manuelle Lymphdrainage kann den
Heilungsprozess unterstützen.
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Ortholmolekular-Medizin |
| Vitamin
C |
Fördert die Bildung
von Kollagen (festes
Gerüsteiweiss der Sehnen,
Knochen und des Bindegewebes)
und Elastin (elastisches
Gerüsteiweiss der Sehnen und
Blutgefässe).
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Vitamin B1
(Thiamin) |
Ein Mangel von
Vitamin B1 kann die
Biosynthese von Kollagen
stören.
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Vitamin A
bzw. Betacarotin |
Sorgt für ein
"starkes"
Narbengewebe.
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| Vitamin
E |
Ist besonders
heilsam bei wund gelegenen
Stellen, diabetischen
Geschwüren und
Geschwürbildung nach
Operationen.
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| Phytotherapie |
Bambou tabashir, Schachtelhalm,
Schwarzkümmelöl.
äusserlich: Teebaumöl
Umschläge mit Ringelblumen-Tee
haben sich gut bewährt.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und
säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr
Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr
Organismus
übersäuert.
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| Homöopathie |
für jede Wunde: Arnica D
4
Ruta D 4
Hypericum D 3
3mal täglich 10 Tropfen
Arnica D 200 (zu Beginn der
Behandlung eine Gabe, aber nur, wenn eine
schwere Wunde mit Blutungen
vorliegt)
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| Sonstiges |
Eigenharntherapie: Machen
Sie mit einer sterilen Gaze, mit Ihrem
Urin getränkt, eine
Kompresse.
Zur Wundheilung hat sich auch
die Low-Level-Lasertherapie
bewährt, ebenso die Magnetfeldtherapie.
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