Triggerpunkte und
Myogelosen
Myofasziale Triggerpunkte unterhalten chronische
Schmerzen
Was sind Triggerpunkte?
Ein Triggerpunkt ist ein “Zentrum erhöhter Reizbarkeit im
Gewebe, das bei Druck empfindlich reagiert und bei
Überempfindlichkeit übertragene Schmerzen verursacht.”
Durch Überbelastung oder Schonhaltung bei Schmerzen wird die
Muskulatur mangelhaft mit Sauerstoff versorgt.
Das führt dazu, dass dieser Muskel nicht mehr richtig
ernährt und mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Das hat zur
Folge, daß der Muskel sich an dieser unterversorgten Stelle
dauerhaft verkrampft.
Mehr und ausführlicher zur Theorie der Triggerpunkte lesen
Sie im Artikel: Myogelosen
Ist eine solche Verspannung erst einmal dauerhaft vorhanden,
so kann der Muskel erst recht nicht mehr versorgt werden und
das Zentrum des Schmerzgeschehens, der inzwischen entstandene
Triggerpunkt unterhält sich selbst.
Der Teufelskreis ist geschlossen:
Unterversorgung - Verspannung - noch mehr Unterversorgung -
noch mehr Verspannung etc. etc.
Die folgende Schonhaltung, die daraufhin eingenommen wird,
unterstützt wiederum die Verspannung anderer Muskelgruppen und
birgt die Gefahr der Entstehung neuer Triggerpunkte.

Was kann die Ursache für
Triggerpunkte sein?
- Zahnfehlstellung (z.B. gekippte oder in Lücken
“reingewachsene” Zähne)
- Zahnverlust
- Zahnärztliche Behandlung (z.B. neuer Zahnersatz, zu
hohe oder zu niedrige Füllungen, Kieferorthopädie,
Zahnentfernungen)
- Operationen
- Unfall
- fehlerhafte Körperhaltung (z.B. am Arbeitsplatz oder
einseitige Belastung z.B. beim Sport)
- fehlerhafte Schlafhaltung (auch durch sogenannte
orthopädische Kopfkissen!)
- Mangelernährung
- Psychische Faktoren
- Rücken
- Nacken
- Schulter
- Schläfenregion
- Augenregion
- Stirn
- Zähne
- Ohren
- Hinterkopf
Wie können die Triggerpunkte
behandelt werden?
Triggerpunkte können sowohl mit klassischer Massage, als
auch ein spezieller Triggerpunkt-Massage therapiert werden.
Manchmal werden dazu auch Stäbchen verwendet, wie bei der
Stäbchenmassage.
Dr. med. Bauermeister hat aus der Erkenntnis der Osteopathie und der Triggerpunkt-Lehre
die "Trigger
Osteopraktik" begründet - die vor allem an der Beseitigung
der Triggerpunkte ansetzt.
Wenn zahlreiche und wenig "aktive" Triggerpunkte bestehen,
so ist eine der oben angeführten Massagetechniken durchaus
empfehlenswert.
Allerdings muss ich erwähnen, dass bei den meisten
chronischen Schmerzpatienten so viele stark aktive
Triggerpunkte vorhanden sind, dass eine Massage extrem
schmerzhaft ist; dies bedeutet für die Patienten nur ein
unnötige Qual.
Zur Beseitigung der Triggerpunkte bieten sich
zwei wesentlich schmerzlosere Verfahren an:
1.
Triggerpunkt-Akupunktur
Bei der Triggerpunkt-Akupunktur werden die Nadeln im
Triggerpunkt platziert. Diese Art der Akupunktur ist auch in der Traditionell Chinesische Medizin bekannt: dort
werden die Triggerpunkte als Ashi-Punkte bezeichnet.
Ashi-Punkte werden in der Akupunktur bei chronischen
Schmerzsyndromen immer mit behandelt.
2.
Neuraltherapie
Die Akupunktur der Triggerpunkte muss häufiger wiederholt
werden, bis die Erfolge dauerhaft sind. Eine elegantere und
schnellere Lösung ist die Infiltration (Injektion) der
betroffenen Punkte mittels Neuraltherapie und Procain. Diese
Methode wurde ausführlich von englischen Ärzten Travell
& Simons beschrieben. Die Literatur dazu ist immer
noch erhältlich.
Fazit:
Die Triggerpunkttherapie mittels einer Kombination aus
Neuraltherapie, Akupunktur und Massage bringt Schmerzpatienten schnelle
und auch dauerhafte Erleichterung.
Es ist allerdings
nur eine symptomatische Therapie, wenn die URSACHEN die zur
Ausbildung der Triggerpunkte geführt haben, nicht beseitigt
werden.
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