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Die Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skelettsystems, bei der durch
eine verminderte Knochenmasse und einen veränderten Knochenaufbau eine erhöhte Gefahr für
Knochenbrüche besteht.
Es kann dann schon bei geringen Einwirkungen (z.B. ebenerdiger Sturz) eine
Fraktur auftreten.
Von einer manifesten Osteoporose spricht man, wenn bereits
eine Fraktur aufgetreten ist (z.B. Oberschenkelhalsfraktur).
Bei der präklinischen Osteoporose lässt sich ohne
eingetretende Fraktur eine verminderte Knochenmasse feststellen (durch die Densitometrie =
Knochendichtemessung).
Man kann die Osteoporose in eine primäre Osteoporose (es
liegt keine andere Erkrankung zugrunde) und eine sekundäre Osteoporose (eine
Grunderkrankung hat die Osteoporose ausgelöst) einteilen.
Die häufigste Form der primären Osteoporose ist die sog. postmenopausale
Osteoporose der Frau, die durch einen Mangel des Sexualhormons Östrogen verursacht
werden soll.
Eine sekundäre Osteoporose kommt bei hormonellen Erkrankungen (z.B.
Cushing-Syndrom, Schilddrüsenüberfunktion), bei
Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Zöliakie, Morbus Crohn), bei entzündlichen Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) oder bei länger andauernder Bettlägerigkeit, chronischem
Alkoholmissbrauch oder einer Cortison-Therapie vor.
Neben osteoporosebedingten Frakturen kommt es durch den Knochendichteverlust
auch zu einer Verformung der Wirbelsäule mit Größenabnahme und einem
Rundrücken.
Diese Veränderungen können durch Muskelverspannungen zu chronischen Schmerzen
führen.
Bei pathologischen Frakturen muss immer eine Tumorerkrankung (Krebsleiden) mit Tochtergeschwülsten in den Knochen (Knochenmetastasen)
ausgeschlossen werden.
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