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Der Mund- und Rachenraum, erster
Abschnitt des Verdauungskanals und der
Atemwege, ist im gesunden Zustand dicht
mit symbiotischen Bakterien besiedelt,
die auf der Schleimhaut eine
Schutzschicht bilden.
Ist diese Mundflora gestört,
kann es zu Entzündungen, Aphthen,
Mundfäule oder Soor
kommen.
Dabei sind die Aphten besonders
häufig:
Aphten sind kleine
Schleimhautdefekte im und am Mund, selten auch
des Genitalbereichs. Es handelt sich um
Ulzerationen (auch Mundgeschwüre genannt), die
z.T. auch Hinweis auf eine Organerkrankung
geben können (z.B. des Darms).
Aphten weisen ein
typisches Aussehen auf: weißliche Punkte oder
Bläschen unterschiedlicher Größe (< 1 cm bis
über 3 cm), umgeben von einem hochroten
Saum.
Als
Auslöser werden in der Schulmedizin genetische
Ursachen diskutiert. Daneben werden
Stress, Depression, Überarbeitung,
Schlafprobleme,
Fehlernährung (z.B. in Form von Vitaminmangel),
Verletzungen im Mund und eine Abwehrschwäche
verantwortlich gemacht.
Besonders einige
Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Morbus Crohn oder eine
Allergie, weisen
vermehrt die Bildung von Aphten auf.
Die
Defekte erscheinen plötzlich in der
Schleimhaut, wobei schon Tage vorher ein
Missempfinden im betroffenen Bezirk den
Ausbruch ankündigt.
Danach zeigen sie
sich durch starke Schmerzen, die besonders das
Essen, Sprechen und Schlucken beeinträchtigen
können. Weiterhin sind Aphten durch Juckreiz und Brennen
gekennzeichnet.
Nach
schulmedizinischer Auffassung bedarf es
keiner Therapie, da die Defekte nach ein bis
zwei Wochen selbständig abheilen.
Differentialdiagnostisch
sollten Herpes-Erkrankungen und normale
Verletzungen der Mundschleimhaut ausgeschlossen
werden. Zudem können Windpocken (Varizellen)
bei Kindern eine ähnliche Klinik
aufweisen.
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