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Krankheiten und Beschwerden

Trockene Haut: Ursachen, Symptome, Therapien

Die Haut des Menschen kann einen unterschiedlichen Feuchtigkeits- und Fettgehalt aufweisen. Meist ist sie gemischt, besitzt fettreiche und fettarme Partien sowie Stellen, die eine prall gefüllte Zellstruktur aufweisen oder eher trocken und schuppig sind.

Vielfach empfinden Menschen besonders trockene Haut als unangenehm. Vor allem im Gesicht empfinden das Betroffene als unangenehm. Dabei kann trockene Haut mehr sein, als nur ein ästhetisches Problem.

Ursachen für trockene Haut

Neben dem altersüblichen Abbau und dem nachlassenden Speicherungsvermögen von Zellen können viele verschiedene Ursachen zu einer trockenen Haut führen.

Hierzu zählen:

  • eine Störung des Wasserhaushalts (z.B. bei Flüssigkeitsmangel),
  • Diäten,
  • eine falsche Ernährung,
  • Untergewicht,
  • ein erhöhter Alkoholkonsum,
  • die Hautpflege mit aggressiven Substanzen,
  • zu häufiges Waschen,
  • der Aufenthalt in sehr kalten Regionen oder in überwärmten Räumen,
  • zu starke Sonnenbestrahlung,
  • eine Strahlentherapie bei Krebsleiden,
  • eine niedrige Luftfeuchtigkeit (Heizungsluft, Klimaanlage),
  • einige Medikamente, sowie
  • berufliche Faktoren (z.B. Arbeiten mit Desinfektionsmitteln im Krankenhaus, Berufe wie Frisör oder Bäcker).

Zu den eine trockene Haut verursachenden Erkrankungen zählen unter anderem:

erblich bedingte Störungen (z.B. eine reduzierte Fettproduktion der Talgdrüsen, mangelndes Speichervermögen),

hormonelle Faktoren (z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Zollinger- Ellison-Syndrom),

Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus),

Hautkrankheiten (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte),

Allergien (z.B. Hausstauballergie, Pollenallergie),

Durchblutungsprobleme (z.B. AVK), sowie

Darmprobleme (z.B. Colitis ulcerosa),

Magenprobleme (z.B. Gastritis),

Nierenprobleme (Funktionsstörungen, Entartung),

Gallenblasenprobleme (z.B. Cholestase) oder

Leberprobleme (unter anderem Leberfibrose, Leberzirrhose).

Symptome und Anzeichen für trockene Haut

Typisch für eine trockene Haut sind das glanzlose, raue oder spröde Aussehen, die geminderte Elastizität, Schuppenbildungen, ein Spannungsgefühl sowie der wiederkehrende Juckreiz.

Die Haut wird feinporig und sehr dünn. Manipulationen führen schnell zu Verletzungen (z.B. Risse durch Kratzen). Auch bilden sich Rötungen, Entzündungen, Pusteln oder Ekzeme.

Trockene Haut kann sich überall am Körper ausbilden. Vor allem sind aber das Gesicht sowie einige prädestinierte Stellen betroffen. Hierzu zählen die Hände und Füße (meist Innenflächen), die Unterschenkel, der Hüftbereich, die Leisten, die Analfalte, die Ellenbogen und die Schulterblätter.

Häufig lässt sich das Problem bei einer körperlichen Untersuchung bereits gut erkennen. Durch intensive Befragung erhält der Arzt zusätzliche Informationen über Ernährung, Lebensgewohnheiten und das Waschverhalten. Zum Ausschluss einer organbedingten Störung werden Blutwerte ausgewertet und eine Allergie-Diagnose durchgeführt. Daneben können auch bildgebende Verfahren genutzt werden (z.B. Spiegelung, Ultraschall, Röntgen).

Die klassische schulmedizinische Therapie 

Die anschließende Therapie richtet sich nach der Diagnose. Ziel ist immer, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Bei organbedingten Störungen müssen diese erst behandelt werden (z.B. Einstellen des Zuckerwertes bei Diabetes).

Die Haut bedarf einer Pflege von innen und außen. So können eine Ernährungsumstellung (vitaminreich, gesund) und ausreichende Flüssigkeitszufuhr das Hautbild verbessern.

Bei trockener, kalter Luft sollte die Creme einen hohen Fettanteil besitzen, eine Wasserbasis wirkt eher strukturschwächend. Auch die Zufuhr von Vitamin A und E (als Tablette oder Wirkstoff in Salben und Cremes) stellt eine unterstützende Maßnahme dar.

Rauchen und Alkohol schädigen die Zellstruktur und sollten gemieden werden.

Massagen und Bewegung fördern die Durchblutung. Eine vorgeschädigte Haut sollte mit milden Waschlotionen (pH-neutral) gereinigt werden, beim Abtrocknen ist die Tupfmethode dem Reiben vorzuziehen. Auf parfümhaltige Substanzen sollte verzichtet werden. Durch weite Kleidung wird ein permanentes Reiben auf der Haut verhindert.

siehe auch folgende Themen: Augenringe -Dermatosen - Ekzeme -Hautprobleme (allgemein) - Hautpflege - Hautalterung -Hautpilze -Neurodermitis - Nesselsucht - Schuppen - Stoffwechselprobleme - Tränensäcke



Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei trockener Haut in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Zitrone für die Hautpflege. Auf 30 ml Jojoba-, Mandel- oder Weizenkeimöl geben Sie 7 Tropfen Zitronenessenz.
Bachblüten Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
Ernährung Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält, was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum? Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit Jahren befolgt.
Medizinische Massagen Die Massage unterstützt die Durchblutung der Haut. Zudem erhält die Haut einen schützenden Ölfilm, je nach Qualität des benutzten Massageöls. 
Orthomolekular-Medizin Empfohlene Tagesdosis:
Vitamin E
: 200 mg
Gamma-Linolensäure
 (GLS): 2-4 Kapseln Nachtkerzenöl
Essentielle Fettsäuren
 : 1-2 Esslöffel kaltgepresstes Leinsamen-, Sesam-, Mais- oder Distelöl.
Phytotherapie Elastizität: Nachtkerzenöl, Borretschöl, Schwarzkümmelöl, Colostrum
Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
Schüssler-Salze

Trocken: Natrium chloratum
Trocken und schuppend
 : Kalium sulfuricum

Siehe auch: Hautpflege, Hautalterung

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

Sonstiges aus der Naturheilkunde

Seifen, Dusch-Gels und Deos bringen der Haut nichts, sie kosten nur und riechen dafür etwas (und das auch nur  synthetisch). Was der Körper ausscheidet, ist wasserlöslich. Also reicht in der Regel ganz normales, klares Wasser.  Der Verfasser Hermann Kaufmann braucht seit Jahren keine solchen Chemikalien mehr (Kernseife oder Borax tut den selben Dienst) und hat eine makellose Haut. 

Viel baden und schwimmen in chloriertem Wasser (Hallen- oder Freibäder) ist für die Haut auch nicht gesund. Zu häufiges und zu heißes Baden oder Duschen mit übertriebenem Einsatz von Seife und Gels. Ebenso: antiseptische Seifen; diese zerstören hilfreiche Hautbakterien und verursachen Hautausschläge.

Bei trockener, gereizter Haut ist ein Kartoffelbad eine Wohltat: Lösen Sie etwa 500 Gramm Kartoffelstärke in kaltem Wasser auf und geben es dem Vollbad bei. Die wertvollen Inhaltstoffe der Kartoffel legen sich wie einen Schutzfilm auf die Haut, die dann nur noch abgetupft wird.