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Im folgenden ein paar
grundsätzliche Betrachtungen zu
Gelenkbeschwerden und Gelenkproblemen.
Ich gehe zuerst einmal auf die
Klassifizierung ein, wie die
Schulmedizin das Problem der
Gelenkerkrankungen
sieht.
Die Gelenke unseres Körpers sind
zum Teil starken Belastungen ausgesetzt.
Die Art und das Ausmaß der
Belastung (und damit auch der
möglichen Beschwerden und Erkrankungen),
bestimmen einige unterschiedliche
Faktoren: die Lage des Gelenks im Körper
(z.B. Handwurzelgelenk, Kniegelenk), die
Gelenkform, vorbestehende
Gelenkverletzungen (z.B. Bänderriss,
Knorpelschaden), Vorerkrankungen (z.B.
Übergewicht, rheumatische Erkrankungen)
und das Alter.
Echte Gelenke (Diarthrosen)
verbinden zwei Knochen beweglich
miteinander und bestehen aus dem
Gelenkspalt, einer Gelenkkapsel, Knorpel
(druckelastisches Bindegewebe) und meist
aus unterstützenden Bindegeweben
(Bänder), Schleimbeuteln oder
Gelenktaschen. Das Gelenk bildet eine
Gelenkhöhle, die mit Flüssigkeit
(Synovia) gefüllt ist.
Im
allgemeinen kann man degenerative
(abnutzungsbedingte) und entzündliche
Gelenkerkrankungen und
Gelenkbeeinträchtigungen durch Unfälle
und Verletzungen unterscheiden.
Viele der nicht unfallbedingten
Gelenkerkrankungen werden zum Formenkreis
der rheumatischen Erkrankungen
gezählt.
Die häufigste
degenerative
Gelenkerkrankung ist die Arthrose. Diese auch
als Gelenkverschleiß bekannte Erkrankung
betrifft vor allem ältere Menschen. Eine
Arthrose kann aber auch bei
Gelenküberbelastungen (z.B. durch
Leistungssport, Übergewicht)
auftreten. Typisch ist ein
fortschreitender Knorpelschwund z.B. im
Kniegelenk (Gonarthrose), Hüftgelenk
(Coxarthrose) oder den Wirbelgelenken
(Facettgelenksarthrose), der zu Schmerzen
und im Verlauf zu unterschiedlichen
Gelenkschäden führt.
Die häufigste
entzündliche
Gelenkerkrankung ist die
rheumatoide Arthritis. Sie
verläuft mit entzündlichen Schüben und
betrifft vor allem die Hand- und
Fingergelenke. Grundsätzlich kann aber
jedes Gelenk im Entzündungsschub
betroffen sein.
Andere Gelenkentzündungen (Arthritiden) können
nach einer Infektion der oberen
Luftwege (reaktive Arthritis), bei einer
direkten oder über den Blutweg erfolgten
Infektion des Gelenkes selbst, als
Begleiterkrankung der Schuppenflechte
(Psoriasis-Arthritis), im Rahmen von
Stoffwechselstörungen
(z.B. Gicht;
verursacht durch ausgefallene
Harnsäurekristalle im Gelenkspalt, häufig
ist das Großzehengrundgelenk betroffen) oder
bei genetisch bedingten Erkrankungen (z.B.
Morbus Bechterew)
auftreten.
Typisch für
Gelenkentzündungen sind
Schmerzen, eine Überwärmung und eine
Schwellung des betroffenen
Gelenks.
Am Fuß kann es vor allem durch
Überlastung und zu enges Schuhwerk zu
Gelenkveränderungen
kommen (z.B. Hallux valgus [Abweichen der
Großzehe zur Fußaußenseite],
Krallenzehen, Hammerzehen), die Schmerzen und eine
Bewegungseinschränkung verursachen
können.
Angeborene
Gelenkerkrankungen sind die
Hüftdysplasie (Hüftpfanne ist zu klein
für den Hüftkopf) oder die habituelle
Patellaluxation, bei der die Kniescheibe
durch eine Kapsel-Band-Schwäche oft ohne
große äußere Einwirkung
ausrenkt.
Von
Verletzungen sind
hauptsächlich das Kniegelenk, das
Fußgelenk und das Schultergelenk
betroffen. Typische Knieverletzungen
entstehen vor allem beim Ski fahren und
beim Fußball spielen. Betroffen sind
meist die Kreuzbänder und die
Knorpelscheiben (Menisken) des
Kniegelenks.
Das Schultergelenk wird häufig bei Stürzen auf
den Arm verletzt. Es kommt zur Verrenkung bzw.
zum Auskugeln(Luxation), zu Gelenkkapselrissen,
Muskeln- und Sehnenrissen oder
Nervenverletzungen.
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