|
Darmträgheit und Verstopfung ist ein
weit verbreitetes Problem, wobei vor allem ältere Menschen (über 60 Jahre) betroffen sind.
Gekennzeichnet ist die Verstopfung (Obstipation) durch Pressen zur Stuhlentleerung, hartem
Stuhlgang, dem Gefühl der unvollständigen Entleerung und der Blockierung, der Notwendigkeit
zur manuellen Unterstützung zur Stuhlentleerung und weniger als drei mal Stuhlgang pro
Woche.
Die Beschwerden können durchaus so stark sein, dass die Patienten
starke Bauchschmerzen bekommen
können.
Die "chronische habituelle Obstipation", die
häufigste Form, wird verursacht durch eine faserarme Kost mit mangelnder Flüssigkeitszufuhr,
mangelnde Bewegung und eine Unterdrückung des Defäkationsreizes (z.B. in Stresssituationen).
Beim Reizdarmsyndrom,
bei dem keine organischen Ursachen für die Beschwerden gefunden werden können, kommt die
Obstipation häufig neben anderen Beschwerden vor.
Verstopfung kann auch ein Symptom bei Elektrolytstörungen (z.B.
Kaliummangel durch Missbrauch von Abführmittel), organischen Darmerkrankungen (z.B. Adenom, Divertikulitis, Analfissuren), nervlichen Störungen (z.B. Multiple Sklerose) und hormonellen Ursachen (z.B. Schwangerschaft) sein.
Auf Reisen leiden viele Menschen unter einer "passageren
Obstipation", diese situative Form kann auch bei Schichtarbeit oder Fieber
auftreten.
Auch Medikamente (z.B. Antidepressiva) können eine Verstopfung
hervorrufen.
siehe auch: After-Juckreiz
|