Volksleiden Darm: Darmbeschwerden und Darmprobleme
Der bekannte Fastenarzt Franz Xaver Mayr ( F.X. Mayr Kur) sagt zu den
Darmproblemen der Neuzeit: "Chronische Darmstörungen sind das unbekannteste, weitverbreitetste und verhängnisvollste
Leiden des modernen Menschen".
Und in der Tat erzählen Witze von den Lieblingsthemen älterer Menschen: Essen, Wetter,
Krankheiten und der letztmalige Stuhlgang. Der Magen-Darm-Trakt ist ein komplexes Organ und kann unter Umständen sehr störanfällig sein.
Daneben gibt es einige Erkrankungen, die das Verdauungssystem betreffen.
von: Rene Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Häufige Erkrankungen des Darms
Häufig ist der Reizdarm bzw. der Reizmagen. Bei diesen Krankheitsbildern kommt es in bestimmten Situationen oder immer
wiederkehrend zu Verdauungsunregelmäßigkeiten mit Bauchschmerzen und
Blähungen. Eine "organische Ursache" für die Beschwerden kann beim Reizdarm-
bzw. Reizmagen-Syndrom durch die meisten Schulmediziner nicht gefunden werden;
Diese Erkrankungen gehören für die meisten Ärzte zu den "funktionellen Störungen", bei denen
eine psychosomatische Ursache vermutet wird.
Vornehmlich im Kindesalter, aber auch in allen anderen Altersklassen, kann es zu einer
Infektion des Magen-Darm-Trakts mit Bakterien,
Viren, Pilzen oder Parasiten kommen (Magen-Darm-Grippe =
Gastroenteritis).
Häufig findet man hier Noro-Viren oder Rotaviren, das Bakterium
Campylobacter jejuni, welches vor allem durch nicht durchgebratenes Geflügelfleisch übertragen wird,
Salmonellen (Salmonelleninfektion vor allem über Eier und
Eiprodukte), den Pilz Candida albicans oder Würmer und Amöben.
Die Symptome sind Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen; auch Reisedurchfall wird durch
Infektionen verursacht.
Neben den Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien (z.B.
Laktoseintoleranz, Zöliakie) können auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B.
Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) Durchfälle und Bauchschmerzen verursachen.
Manche Menschen reagieren negativ auf Getreide, ohne dass eine klassische Zölikalie, verbunden mit einer
Darmschleimhautentzündung, vorliegt. Die Beschwerden ähneln sich aber. Manchmal wird diese Form der
Unverträglichkeit von den Medizinern mit dem Reizdarmsyndrom verwechselt. Für die
Getreideunverträglichkeit scheinen Proteine verantwortlich zu sein, die die Pflanzen resistenter gegenüber
Schädlingen machen und in großem Maße in den modernen Zuchtformen vorkommen.
Ebenfalls häufig ist die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit). Hierbei kommt
es durch eine Funktionsstörung des unteren Speiseröhrenschließmuskels zu einem Rückfluss von saurem Magensaft in
die Speiseröhre (Ösophagus). Das führt zu Sodbrennen vor allem nach großen
Mahlzeiten, im Liegen oder beim Vornüberbeugen. Außerdem kann es zu Oberbauchschmerzen kommen. Die chronische
unbehandelte Refluxkrankheit kann zu Husten, Kehlkopfentzündung oder Asthma führen und erhöht
das Risiko, an einem Speiseröhrenkrebs (Ösophaguscarcinom) zu erkranken.
Auch häufig kommt es zu Magenschleimhautreizungen und Magenschleimhautentzündungen sowie einem Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcus ventriculi bzw. Ulcus
duodeni). Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kann durch eine
dauerhafte Einnahme von Schmerzmedikamenten (z.B. ASS, Ibuprofen), Rauchen,
übermäßigen Alkoholkonsum oder Stress entstehen.
Aber auch Autoimmunerkrankungen oder die
Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter
pylori können eine Gastritis hervorrufen. Bei einer chronischen
Gastritis steigt das Risiko ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür zu bekommen sowie das Risiko einen
Magenkrebs (Magencarcinom) zu entwickeln.
Blinddarmreizungen und Blinddarmentzündungen (genauer eine Entzündung
des Wurmfortsatzes = Appendizitis) treten vor allem im Kindes- und jungen Erwachsenenalter auf und äußern
sich durch Übelkeit, Erbrechen, eine erhöhte
Temperatur und Bauchschmerzen (im Krankheitsverlauf im rechten Unterbauch lokalisiert). Wird die
Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, kann es zu ernsthaften Komplikationen mit
Todesfolge kommen.
Die Divertikulitis wird oft als Appendizitis des älteren Menschen
bezeichnet. Dabei entzünden sich Darmausstülpungen (Darmdivertikel) des
Dickdarms und verursachen Schmerzen, die im linken Unterbauch lokalisiert sind. Hinzu können
Stuhlunregelmäßigkeiten kommen.
Bei fast jedem Menschen findet man Hämorrhoiden. Das sind Gefäßaussackungen im Analbereich, die die
Kontinenz auch für Darmgase gewährleisten. Hämorrhoiden werden zu einer Erkrankung, wenn der Blutabfluss aus
dem Gefäßpolster nicht mehr möglich ist und eine dauerhafte Schwellung besteht. Die Schleimhaut kann an
dieser Stelle einreißen, es kommt zu Blutauflagerungen auf dem Stuhl und am Toilettenpapier, im
Krankheitsverlauf kann es zu Jucken, Brennen und Nässen kommen.
Darmkrebs betrifft vor allem ältere Menschen und kommt
häufiger im Dick- als im Dünndarm vor. Erste Anzeichen können Stuhlunregelmäßigkeiten und verdeckte (okkulte)
Blutbeimengungen sein. Später ist sogar ein Darmverschluss (Ileus) möglich. Eine Vorstufe von Darmkrebs
können Darmpolypen (Schleimhautwucherungen) sein.
siehe auch: After-Juckreiz - Drei-Monatskoliken
- Darmsanierung - Eiweissverdauung - Gallensteine - Heißhunger - Lebensmittelvergiftung - Leberschrumpfung - Leberschwäche - Milzleiden - Würmer beim
Menschen
Sprache
der Symptome
Gibt es etwas, was Sie einfach nicht „verdauen“ können?
Weitere mögliche Ursachen
Die Haupt-Ursache für jegliche Art von Darmproblemen
und Darmbeschwerden sind grundsätzlich immer falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress.
Natürlich sind die Lehrbücher zu den verschiedensten
Darmproblemen lang und für eine spezifische naturheilkundliche oder alternative Therapie ist eine genauere
Diagnose wichtig.
Ein weitere Störquelle ist das latente Problem der
Darmflora, die durch Medikamente (vor allem Antibiotika) und falsche Ernährung stark beeinflusst wird.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Darmbeschwerden in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Die Akupunktmassage eignet
sich, wenn die Darmprobleme vor allem durch Stress verschlechtert werden. Das erkennt man daran,
dass die Symptome alle besser sind, wenn man Urlaub hat.
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| Aromatherapie |
Eine Kur mit Teebaumöl kann hilfreich
sein.
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| Bachblüten |
Wenn seelische Probleme zugrunde liegen können Bachblüten eine Therapie
unterstützen.
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| Ernährung |
Es gibt viele Dinge, die ich empfehle zu meiden. Vor allem aber Schweinefleisch, Milch und
Eier.
Bei den Heilverfahren liegt das Fasten eindeutig vorne - bei fast allen Darmbeschwerden.
Allgemein sei hier nur auf eine gesunde
Ernährung verwiesen.
Resistente Stärke kann die Darmgesundheit
fördern.
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| Fußreflexzonenmassage |
Die Fußreflexzonenmassage eignet sich, wenn die Darmprobleme vor allem durch
Stress verschlechtert werden. Das erkennt man daran, dass die
Symptome alle besser sind, wenn man Urlaub hat. Ich hatte Patienten, die ihre funktionellen
Darmprobleme (ohne weitere Befunde) lediglich mit dieser Therapie über die Fußreflexzonen gut im
Griff hatten.
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| Klassische Homöopathie |
Darmprobleme in Folge von Antibiotika erfordern oft Sulfur D4.
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| Heilpflanzen |
Salbei, Ingwer,
Kamille, Schwarzkümmelöl, Flohsamen, Weizenkleie, Heilerde. Bei
Blähungen: Knoblauch, Fenchel, Kümmel.
Es gibt unzählige Heilpflanzen die helfen. Da kommt es aber auf die spezifischen Beschwerden
an.
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| Probiotika |
Lactobacillus acidophilus verbessert nachweislich die
Verdauungsfunktion. Darüberhinaus wirkt L. acidophilus bei Durchfall in Folge Antibiotika.
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| Schüsslersalze |
Bei den Schüssler Salzen kommen in Frage:
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Zahnstörfeld
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Wurzelbehandelte Zähne ("Tote Zähne") stören grundsätzlich
den ganzen Organismus. Toxine bedeuten einen weiteren Störfaktor toter beziehungsweise
wurzelgefüllter Zähne.
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| Sonstiges |
Grundsätzlich empfehle ich bei jeglicher Art von Darmbeschwerden mehr Bewegung
und verordne wenigstens einen täglichen Spaziergang.
Zur Stimulierung der Verdauung ist nämlich die Bewegung der Eingeweide wichtig
und dazu trägt die Erschütterung des Gehens und Laufens bei.
Der Effekt lässt sich mit einem sog. Rebound (Minitrampolin) vervielfachen.
Eine Minute leichtes Hüpfen entspricht fünf Minuten gehen. Hüpfen oder wippen Sie täglich
zweimal drei bis fünf Minuten.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 26.02.2013 aktualisiert.

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