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Verdauungsstörungen und Verdauungsprobleme

Magen und Darm zählen zu den wichtigsten Organen des Menschen. Nicht selten zeigen sich Beschwerden wie Krämpfe, Verstopfung oder Durchfall. Die Ursachen für diese Verdauungsstörungen können vielfältig sein und geben z.T. auch Hinweis auf eine Organerkrankung.

Die Verstopfung (Obstipation) zählt zu den häufigsten Beschwerden des Darms. Dabei wirken Bewegungsmangel, unausgeglichene Ernährung (z.B. ungenügend Ballaststoffe oder Flüssigkeit) und psychischer Stress besonders fördernd.

Meist liegt keine pathologische (krankhafte) Erkrankung vor. So ist ein Toilettengang alle drei Tage bei sonst guter körperlicher Konstitution völlig ausreichend. Nach schulmedizinischer Sich liegt eine "wirkliche Verstopfung" nur vor, wenn der Betroffene weniger als drei Mal pro Woche den Darm entleeren kann. Der Stuhl ist sehr hart und trocken und kann nur durch starkes Pressen ausgeschieden werden.

Es herrscht ein andauerndes Völlegefühl, teilweise ist der Enddarm vollständig blockiert, eine Entleerung kann nur mit mechanischer Hilfe (z.B. durch den Finger) erfolgen. Kommt es zusätzlich zu Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, Erbrechen oder kolikartigen Schmerzen im Unterbauch sollte die Verstopfung ärztlich abgeklärt werden, um die Gefahr einer Organerkrankung (z.B. Reizdarm-Syndrom, Divertikulitis, Morbus Crohn, Darmkrebs) auszuschließen.

Bei einem Durchfall (Diarrhoe) kommt es zu häufigen (mehr als drei Mal täglich), flüssigen (über 75 % Wassergehalt) Stuhlgängen.

Neben der akuten Diarrhoe, die plötzlich und meist in Kombination mit Fieber, Übelkeit, Blähungen und Darmkrämpfen auftritt, zeigt sich die chronische Form immer wiederkehrend.

Durchfälle verursachen durch den verschobenen Elektrolythaushalt Kreislaufstörungen, führen zu Schweißausbrüchen und einem allgemeinen Schwächegefühl.

Ursachen können falsche Ernährung (z.B. fettreiche Kost), Lebensmittelvergiftungen (z.B. Salmonellen), Unverträglichkeiten oder Allergien, Laxantien-Abusus (übermäßige Einnahme von Abführmitteln), plötzlicher Ortswechsel, Stress und auch bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika) sein. Daneben rufen auch viele Organerkrankungen eine Diarrhoe hervor. Beispiele sind u.a. eine Infektion mit Escherichia coli, Dickdarmkrebs, Morbus Crohn, Gallenblasenprobleme (z.B. Cholezystitis) und Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion).

Naturheilkundliche Betrachtungen zu Verdauungsstörungen

Wir leben nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was der Körper daraus aufnehmen kann. Das macht auch erklärbar, dass wir letztlich mit vollem Magen Mangelerscheinungen haben. Wir verhungern sozusagen mit vollem Bauch. Denaturierte, industrialisierte Esswaren belasten den Organismus mehr, als dass sie ihm nützen.

Der Darm eines erwachsenen Menschen ist etwa 8 Meter lang. An den Magen schließt sich zuerst der ungefähr 12 cm lange Zwölffingerdarm an. Anschließend gelangt der Nahrungsbrei in den ca. 6 Meter langen Dünndarm und dann in den etwa 2 Meter langen Dickdarm.

Der Dünndarm ist der wichtigste Teil für die Nährstoffverwertung. Hier wird die Nahrung in ihre chemischen Bestandteile aufgespalten. Die verwertbaren Teile werden durch die Darmschleimhaut in die Blut- und Lymphbahnen geschleust und die nicht verwertbaren werden im Dickdarm durch Wasserentzug eingedickt und ausgeschieden.

Der Stuhlgang erfolgt im Idealfall zwischen 1- bis 3-mal täglich. Sehr viele sind jedoch froh, wenn sie wenigstens 3-mal wöchentlich gehen können (siehe schulmedizinische Definition oben).

Bei noch seltenerer Darmentleerung müssen Sie etwas dagegen tun. Bewegungsmangel, falsche Ernährung mit zuwenig Ballaststoffen, Hektik und Stress sind die häufigsten Ursachen für die Darmträgheit. Verschobene Tagesabläufe (Schichtarbeit), Reisen, fremde Kost und Bettlägerigkeit beeinflussen ebenfalls die Darmtätigkeit und können so zur Verstopfung führen.

Sprache der Symptome

Eine perfekte Verdauung: Etwa eine Stunde nach dem Essen erfolgt die Entleerung des Darmes. Dann nämlich, wenn der Magen seinen aufgelösten Brei in den Zwölffingerdarm entlässt.

Folglich muss unten etwas raus, sonst kommt es bereits zu ersten Stauungen. Ein gesunder Stuhl löst sich vom After und das war's. Das Paper ist nur zur Kontrolle. Wenn es schmiert und Sie mehr als ein einziges Blättchen brauchen, stimmt was mit der Verdauung nicht. Oder haben Sie jemals ein Tier gesehen, das Klosett-Papier benützt?

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Verdauungsstörungen in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Anis, Basilikum, Bergamotte, Bergbohnenkraut, Estragon, Fenchel, Gewürznelke, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Lavendel, Muskatnuss, Origano, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Thymian, Wacholder, Ysop, Zimt, Zitrone, Zwiebel, Zimt.

Blütenessenzen Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

Ernährung

Die Ernährung hat natürlich einen direkten Einfluß auf die Verdauung.

Generell ernähren wir uns in der sog. westlichen Welt: zu süß, zu salzig, zu fett. Zusätzlich essen wir zu wenig Ballaststoffe, was die Verdauung zusätzlich belastet, weil der Speisebrei zu lange im Darm verbleibt.

Essen Sie mehr Gemüse und Obst - beginnen Sie jedoch langsam damit, da Ihre Verdauung ein Übermaß an Gemüse und Rohkost nicht gewöhnt ist. Beginnen Sie mit einem Apfel zum Frühstück und gewöhnen Sie sich an zu jeder Mahlzeit etwas Gemüse oder Obst zu essen.

Phytotherapie

Verdauungsfördernde Pflanzen: Ananas & Papaya, Tausendgüldenkraut, Engelwurz, Enzian, Lindenblüten, Cayenne, Holzkohle, Wermut, Artischocken, Brennessel, Bockshornklee, Schwarzkümmelöl.

Angelikawurzel (Engelwurz) enthält ätherische Öle, Cumarine und Phenocarbonsäuren. Sie regen die Produktion von Speichel und Verdauungssäften an.  
Die Inhaltsstoffe können die Haut empfindlicher für Sonnenlicht machen. Während der Anwendung von Angelikawurzeln keine Sonnenbäder nehmen.

Säure-Basen-Haushalt Ohne einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt kommt es zur lokalen Übersäuerung, vor allem im Bereich der Muskulatur. Bei länger bestehender Übersäuerung bilden sich sog. Triggerpunkte (lokal druckschmerzhafte Punkte) aus.
Wirbelsäulensegmente Bei Verdauungsbeschwerden sollten Sie prüfen lassen, ob der 6. Brustwirbel nicht eine Fehlstellung hat. Hier nämlich verlassen die Nerven die Wirbelsäule, die den Magen innervieren.
Zahnstörfeld

Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

sonstiges

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend, wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.
 

 

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