Darmprobleme

Verdauungsprobleme? Die besten natürlichen Lösungen für Darm & Magen

Der Tod sitzt im Darm.“ Diese drastische Aussage stammt nicht etwa von einem reißerischen Gesundheitsblog, sondern von Paracelsus, einem der einflussreichsten Ärzte der Medizingeschichte. Und je mehr wir über den Darm lernen, desto mehr gibt ihm die Wissenschaft recht.

Ein träger, überlasteter oder gereizter Darm beeinflusst weit mehr als nur die Verdauung – er kann Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Infektanfälligkeit und sogar psychische Beschwerden verursachen. Doch warum kämpfen heute so viele Menschen mit Verstopfung, Blähungen oder Durchfall? Liegt es nur an falscher Ernährung, oder steckt mehr dahinter?

Seit über 25 Jahren arbeite ich mit Patienten, die genau diese Fragen stellen. Manche suchen die Lösung in Medikamenten, andere setzen auf Hausmittel – doch oft liegt die wahre Ursache in Bereichen, die kaum jemand beachtet. In diesem Grundsatzbeitrag gehe ich auf die Symptome, aber auch Heilmittel aus dem Bereich Akupunktur, Heilpflanzen, Ernährung, Vitamine, Probiotika, Homöopathie und noch mehr ein.

Beginnen wir erst einmal mit den Verdauungsstörungen – grundsätzlich.

Verdauungsstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Krämpfe, Verstopfung oder Durchfall können auf harmlose Ursachen zurückzuführen sein, aber auch ernstere Erkrankungen anzeigen. Eine funktionierende Verdauung ist essenziell für Gesundheit und Wohlbefinden – doch was passiert, wenn sie ins Ungleichgewicht gerät?

Im Wesentlichen müssen wir zwei Problembereiche unterscheiden:

Verstopfung (Obstipation)

Verstopfung ist eine der häufigsten Beschwerden des Darms. Sie liegt vor, wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche erfolgen und der Stuhl hart und trocken ist, sodass starkes Pressen notwendig wird.

Typische Symptome: Verstopfung ist eine der häufigsten Beschwerden des Darms. Sie liegt vor, wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche erfolgen und der Stuhl hart und trocken ist, sodass starkes Pressen notwendig wird.

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Unvollständige Entleerung

Häufige Ursachen:

  •  Bewegungsmangel
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • Psychischer Stress
  • Medikamenteneinnahme (z. B. Opiate, Antidepressiva)
  • Hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, Schilddrüsenunterfunktion)

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Wann sollte eine Verstopfung ärztlich abgeklärt werden?

Tritt zusätzlich Blut im Stuhl, plötzlicher Gewichtsverlust, Erbrechen oder starke Bauchschmerzen auf, sollte eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden. Mögliche Ursachen könnten z. B. Reizdarmsyndrom, Divertikulitis oder Darmkrebs sein.

Durchfall (Diarrhoe)

Durchfall liegt vor, wenn mehr als drei flüssige Stühle pro Tag mit einem Wassergehalt von über 75 % auftreten. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Durchfall.

Akuter Durchfall: Verstopfung ist eine der häufigsten Beschwerden des Darms. Sie liegt vor, wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche erfolgen und der Stuhl hart und trocken ist, sodass starkes Pressen notwendig wird.

Plötzlich auftretend:

  • Oft begleitet von Übelkeit, Blähungen, Fieber und Darmkrämpfen
  • Häufig durch Infektionen oder Lebensmittelvergiftungen verursacht

Chronischer Durchfall: Verstopfung ist eine der häufigsten Beschwerden des Darms. Sie liegt vor, wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche erfolgen und der Stuhl hart und trocken ist, sodass starkes Pressen notwendig wird.

Wiederkehrende oder langanhaltende Beschwerden

Kann auf Erkrankungen wie Reizdarm, Morbus Crohn oder Schilddrüsenüberfunktion hinweisen

Mögliche Ursachen:

  • Falsche Ernährung (z. B. fettreiche Kost, Alkohol)
  • Unverträglichkeiten (z. B. Laktose, Gluten)
  • Medikamente (z. B. Antibiotika, Abführmittel-Missbrauch)
  • Stress oder äußere Faktoren wie Klimawechsel
  • Infektionen (z. B. Escherichia coli, Salmonellen, Parasiten)
  • Erkrankungen wie Morbus Crohn, Gallenblasenentzündung oder Darmkrebs

Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Durchfall kann schnell zu einem gestörten Elektrolythaushalt und Kreislaufproblemen führen. Alarmzeichen sind:

  • Blut im Stuhl
  • Starke Bauchkrämpfe
  • Fieber über 39°C
  • Anhaltender Gewichtsverlust
  • Länger als zwei Wochen bestehende Beschwerden

Die Rolle des Darms für die Gesundheit

Nicht nur, was wir essen, sondern auch, was der Körper tatsächlich verwerten kann, bestimmt unsere Gesundheit. Eine schlechte Verdauung kann zu Mangelerscheinungen führen, selbst wenn genügend Nahrung aufgenommen wird.

Der menschliche Darm ist etwa 8 Meter lang und spielt eine zentrale Rolle bei der Nährstoffaufnahme:

  • Dünndarm: Aufspaltung der Nahrung und Aufnahme von Nährstoffen
  • Dickdarm: Wasserentzug und Formung des Stuhls

Auch die Konsistenz gibt Hinweise auf die Verdauung: Ein zu harter oder zu weicher Stuhl, aber auch ein stark verschmutzendes Toilettenpapier, können auf Verdauungsprobleme hindeuten.

Ausführlich zum „guten“ Stuhlgang lesen Sie in meinem Grundsatzartikel: Stuhlgang: Der normale Stuhl, Farbe, Konsistenz und mehr

Naturheilkundliche Betrachtungen zu Verdauungsstörungen

Wir leben nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was der Körper daraus aufnehmen kann. Das macht auch erklärbar, dass wir letztlich mit vollem Magen Mangelerscheinungen haben. Wir verhungern sozusagen mit vollem Bauch. Denaturierte, industrialisierte Esswaren belasten den Organismus mehr, als sie nützen.

Der Darm eines erwachsenen Menschen ist etwa 8 Meter lang. An den Magen schließt sich zuerst der ungefähr 12 cm lange Zwölffingerdarm an. Anschließend gelangt der Nahrungsbrei in den ca. 6 Meter langen Dünndarm und dann in den etwa 2 Meter langen Dickdarm.

Der Dünndarm ist der wichtigste Teil für die Nährstoffverwertung. Hier wird die Nahrung in ihre chemischen Bestandteile aufgespalten. Die verwertbaren Teile werden durch die Darmschleimhaut in die Blut- und Lymphbahnen geschleust und die nicht verwertbaren werden im Dickdarm durch Wasserentzug eingedickt und ausgeschieden.

Der Stuhlgang erfolgt im Idealfall zwischen 1 bis 3-mal täglich. Sehr viele sind jedoch froh, wenn sie wenigstens 3-mal wöchentlich gehen können (siehe schulmedizinische Definition oben).

Bei noch seltenerer Darmentleerung sollten Sie etwas dagegen tun. Bewegungsmangel, falsche Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen, Hektik und Stress sind die häufigsten Ursachen für die Darmträgheit. Verschobene Tagesabläufe (Schichtarbeit), Reisen, fremde Kost und Bettlägerigkeit beeinflussen ebenfalls die Darmtätigkeit und können so zur Verstopfung führen.

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Sprache der Symptome

Nach Louise Hay spiegeln Verdauungsstörungen oft emotionale und mentale Herausforderungen wider. Schwierigkeiten, Erlebnisse oder Gefühle zu „verdauen“, können sich körperlich ausdrücken. Verstopfung deutet darauf hin, dass jemand an alten Überzeugungen, Ängsten oder belastenden Erfahrungen festhält.

Durchfall hingegen kann ein Zeichen für Überforderung und die Angst sein, etwas loszulassen. Magenprobleme stehen häufig für ungelöste Konflikte oder das Gefühl, eine Situation nicht akzeptieren zu können. Auch Stress und negative Gedanken können die Verdauung belasten. Ein bewusster Umgang mit Emotionen, Vergebung und Loslassen können laut Hay dazu beitragen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.

Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel

Klar: Es gibt zahlreiche Verfahren aus der Naturheilkunde und Hausmittel, die bei Verdauungsstörungen helfen können. Nach dem, was ich weiter oben ausgeführt habe, sollte aber klar sein: Die Ursache muss gefunden und behandelt werden.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu Heilverfahren, die helfen können:

Akupunktur

Akupunktur kann bei Verdauungsstörungen sehr wirkungsvoll sein, da sie das Gleichgewicht im Körper unterstützt und die Funktion des Magen-Darm-Trakts reguliert. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Verdauungsprobleme oft auf eine Störung von Milz, Magen oder Leber zurückgeführt.

Blähungen und Völlegefühl entstehen häufig durch eine Schwäche der Milz-Qi-Energie oder eine Leber-Qi-Stagnation. Akupunkturpunkte wie Ren 12 (Zhongwan) und Leber 3 (Taichong) können helfen, die Verdauung zu harmonisieren.

Verstopfung wird oft mit einer Schwäche von Milz und Dickdarm in Verbindung gebracht. Punkte wie Dü 25 (Tianshu) oder Ma 36 (Zusanli) können die Darmtätigkeit anregen.

Durchfall kann auf eine Milz-Yang-Schwäche oder eine feuchte Hitze im Darm hindeuten. Hier kommen Punkte wie Milz 9 (Yinlingquan) oder Ma 25 (Tianshu) zum Einsatz.

Die Wirkung der Akupunktur beruht darauf, Blockaden zu lösen, die Energiezirkulation (Qi) zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren. Begleitend werden oft Kräutertherapie und eine typgerechte Ernährung empfohlen.

Aromatherapie

Aromatherapie kann Verdauungsstörungen sanft und effektiv lindern, indem sie das vegetative Nervensystem beruhigt, die Magen-Darm-Tätigkeit reguliert und Krämpfe löst. Ätherische Öle wirken über die Inhalation, sanfte Bauchmassagen oder die innere Anwendung (nur unter fachkundiger Anleitung).

Geeignete ätherische Öle bei Verdauungsbeschwerden

Pfefferminzöl: Krampflösend, fördert die Verdauung und lindert Blähungen. Ideal für Bauchmassagen (mit Trägeröl verdünnt) oder als Tee.

Fenchelöl: Unterstützt die Magen-Darm-Tätigkeit, hilft gegen Blähungen und Völlegefühl. Besonders bei Reizdarm und Verdauungsschwäche wirksam.

Kümmelöl: Fördert die Verdauung, entspannt die Darmmuskulatur und reduziert Blähungen. In Kombination mit Fenchel und Anis besonders effektiv.

Ingweröl: Regt die Magensaftproduktion an, hilft bei Übelkeit und fördert die Durchblutung des Verdauungstrakts.

Kamillenöl: Wirkt beruhigend, entzündungshemmend und entspannend auf den Darm, besonders bei Krämpfen und Reizmagen.
Anwendungsmöglichkeiten

Anwendung: Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten…

Bauchmassage: 2-3 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Pfefferminz oder Fenchel) mit einem Trägeröl (z. B. Mandelöl) mischen und sanft im Uhrzeigersinn auf den Bauch massieren.

Inhalation: Einige Tropfen auf ein Taschentuch oder in einen Diffuser geben, um das Nervensystem zu entspannen und die Verdauung zu fördern.

Warme Kompressen: Ein paar Tropfen in warmes Wasser geben, Tuch eintauchen und auf den Bauch legen – besonders angenehm bei Krämpfen.

Aromatherapie kann Verdauungsprobleme sanft regulieren, sollte aber bei chronischen Beschwerden immer mit einer ganzheitlichen Betrachtung kombiniert werden.

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Bachblüten

Bachblüten können bei Verdauungsstörungen helfen, wenn emotionale Ursachen eine Rolle spielen. Nach der Lehre von Dr. Edward Bach entstehen viele körperliche Beschwerden durch seelische Dysbalancen. Die richtige Blüte kann helfen, innere Spannungen zu lösen und die Verdauung positiv zu beeinflussen.

Geeignete Bachblüten bei Verdauungsproblemen:

Agrimony (Odermennig) – Für Menschen, die ihre Sorgen hinter einer fröhlichen Fassade verstecken und unter stressbedingten Magen-Darm-Problemen leiden.

Centaury (Tausendgüldenkraut) – Hilft Menschen, die sich zu viel aufladen, oft „alles schlucken“ und dadurch Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Reizmagen entwickeln.

Cherry Plum (Kirschpflaume) – Unterstützt bei innerem Druck, der sich in krampfartigen Beschwerden oder Durchfall äußert.

Crab Apple (Holzapfel) – Die „Reinigungsblüte“, hilfreich bei Unverträglichkeiten, Entgiftungssymptomen und einem Gefühl der inneren „Unreinheit“.

Impatiens (Drüsentragendes Springkraut) – Für ungeduldige Menschen, die oft hastig essen und dadurch Verdauungsprobleme wie Sodbrennen oder Blähungen bekommen.

Mimulus (Gefleckte Gauklerblume) – Bei Ängsten, die sich in Magen-Darm-Problemen wie nervösem Durchfall oder Reizdarmsyndrom zeigen.

Rock Water (Felswasser) – Für Menschen mit sehr strengen Ernährungsgewohnheiten, die sich durch Perfektionismus und Selbstdisziplin selbst unter Druck setzen.

Anwendung

Vier Tropfen der passenden Blüte in ein Glas Wasser geben und über den Tag verteilt trinken oder direkt auf die Zunge träufeln. Die Bachblüten können auch individuell kombiniert werden, je nach emotionaler Situation.

Da Verdauungsbeschwerden oft mit Stress, Ängsten oder unterdrückten Emotionen zusammenhängen, kann die Bachblütentherapie eine sanfte Unterstützung sein, um die seelische Balance wiederherzustellen.

Ernährung

Eine gezielte Ernährung kann Verdauungsstörungen nachhaltig verbessern, indem sie den Magen-Darm-Trakt entlastet, die Darmflora stärkt und Entzündungen reduziert. Entscheidend ist, welche Art der Verdauungsprobleme vorliegt – ob Verstopfung, Blähungen, Durchfall oder Reizdarm. Eine Liste „gesunder“ Lebensmittel, habe ich in meinem Grundsatzbeitrag für Sie zusammengestellt: Liste – Gesunde Lebensmittel mit Tabellen

Grundprinzipien einer verdauungsfreundlichen Ernährung:

Ballaststoffreiche Kost – Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte fördern eine gesunde Darmbewegung und wirken vorbeugend gegen Verstopfung. Lösliche und unlösliche Ballaststoffe dienen günstigen Darmbakterien als Nahrung. Darunter sind besonders solche, die kurzkettige Fettsäuren wie Buttersäure (Butyrat) produzieren. Die Verbindung hat zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit. Als Nährstoff für die Zellen in der Darmschleimhaut stärkt Butyrat die Darmbarriere. Das schützt nicht nur den Verdauungstrakt, sondern den gesamten Organismus.

Ausreichend Flüssigkeit – Wasser und ungesüßte Kräutertees (z. B. Fenchel, Kamille, Pfefferminze) unterstützen die Verdauung und verhindern eine zu feste Stuhlkonsistenz.

Gesunde Fette – Hochwertige Öle (z. B. Leinöl, Olivenöl, Kokosöl) unterstützen die Darmschleimhaut und wirken entzündungshemmend.

Probiotische Lebensmittel – Joghurt, und Kefir stärken die Darmflora und können Blähungen oder Durchfall regulieren. Sauerkraut und Kimchi sind Pre- und Probiotika zugleich. Die Lebensmittel beinhalten nicht nur positive Keime, sondern auch viele Ballaststoffe.

Schleimhautschonende Ernährung – Haferflocken, Kartoffeln, Zucchini und Bananen sind leicht verdaulich und beruhigen gereizte Schleimhäute.

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Spezielle Empfehlungen bei Beschwerden:

Blähungen: Langsames Essen, Vermeidung von stark blähenden Lebensmitteln (z. B. Kohl, Hülsenfrüchte in großen Mengen, kohlensäurehaltige Getränke). Anis-, Fenchel- oder Kümmeltee kann helfen.

Verstopfung: Mehr Ballaststoffe, Flohsamenschalen oder Chiasamen in Wasser quellen lassen, dazu ausreichend Flüssigkeit.

Durchfall: Leicht verdauliche Lebensmittel wie Reis, gedünstete Möhren und geriebener Apfel. Gerbstoffhaltiger Schwarztee kann beruhigen.

Sodbrennen: Vermeidung von zu fettreichen Speisen, Kaffee, Alkohol und scharfen Gewürzen. Basische Lebensmittel wie Kartoffeln oder Mandeln können neutralisierend wirken.

Heilpflanzen

Heilpflanzen können die Verdauung auf natürliche Weise regulieren, indem sie die Magensaftproduktion anregen, Krämpfe lösen oder die Darmflora unterstützen. Je nach Beschwerden kommen unterschiedliche Pflanzen zum Einsatz:

  • Fenchel, Anis, Kümmel– Helfen bei Blähungen und fördern eine entspannte
  • Pfefferminze– Wirkt krampflösend, beruhigt Magen und Darm und kann Übelkeit lindern.
  • Kamille – Entzündungshemmend und beruhigend, besonders hilfreich bei Gastritis oder nervösem Magen.
  • Löwenzahn – Regt die Gallenproduktion an und unterstützt die Fettverdauung.
  • Ingwer– Fördert die Magensaftsekretion, hilft gegen Übelkeit und wirkt entzündungshemmend.
  • Schafgarbe– Unterstützt die Leber und hilft bei krampfartigen Beschwerden.
  • Süßholzwurzel– Beruhigt die Magenschleimhaut, kann bei Sodbrennen und   Magengeschwüren eingesetzt werden.

Diese Heilpflanzen können als Tee, Tinktur oder in Kapselform eingenommen werden und bieten eine sanfte Unterstützung für den Verdauungstrakt.

Homöopathie

Homöopathie kann bei Verdauungsstörungen individuell abgestimmt eingesetzt werden, um den Körper sanft zu regulieren. Nux vomica hilft zum Beispiel bei Sodbrennen, Völlegefühl und Reizdarm durch Stress oder ungesunde Ernährung. Lycopodium wird oft bei Blähungen, Völlegefühl und Unverträglichkeiten empfohlen, besonders wenn Beschwerden nachmittags schlimmer werden. Okoubaka unterstützt die Entgiftung nach Magen-Darm-Infekten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Die Wahl des passenden Mittels erfolgt nach den individuellen Symptomen und der Konstitution und sollte aber von jemandem bestimmt werden, der sich mit Homöopathie auskennt. Denn die Mittelwahl ist nicht immer einfach. Weitere Mittel bei Verdauungsproblemen finden Sie in meinem Beitrag: Homöopathie bei Magenstörungen und Darmprobleme

Orthomolekulare Medizin

Eine gezielte orthomolekulare Therapie kann Verdauungsstörungen effektiv regulieren, indem sie den Körper mit essenziellen Mikronährstoffen versorgt, die Entzündungen reduzieren, die Darmbarriere stärken und die Verdauungsenzyme unterstützen.

Vitamin B1 (Thiamin): Fördert die Kohlenhydratverdauung und unterstützt die Nervenfunktion im Darm.
Therapeutische Dosierung: 50–200 mg täglich

Vitamin B6 (Pyridoxin): Hilft bei der Bildung von Verdauungsenzymen und reguliert die Darmbewegung.
Therapeutische Dosierung: 50–100 mg täglich

Vitamin B12 (Methylcobalamin): Fördert die Regeneration der Darmschleimhaut und unterstützt die Nervenversorgung des Magen-Darm-Trakts. Therapeutische Dosierung: 1000–5000 µg täglich

Vitamin C: Unterstützt die Magensäureproduktion, reduziert Entzündungen und fördert die Entgiftung.
Therapeutische Dosierung: 1000–5000 mg täglich (aufgeteilt in mehrere Dosen)

Vitamin D3: Reguliert das Immunsystem des Darms und stärkt die Darmbarriere.
Therapeutische Dosierung: 4000–8000 IE täglich

Magnesium: Entspannt die Darmmuskulatur, fördert die Peristaltik und hilft bei Verstopfung.
Therapeutische Dosierung: 300–600 mg täglich (z. B. als Magnesiumcitrat)

Zink: Wichtig für die Darmheilung, das Immunsystem und die Enzymproduktion.
Therapeutische Dosierung: 25–50 mg täglich

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): Reduzieren Entzündungen im Verdauungstrakt und unterstützen die Darmflora.
Therapeutische Dosierung: 2000–4000 mg täglich

L-Glutamin: Regeneriert die Darmschleimhaut, unterstützt die Darmbarriere und hilft bei Leaky Gut.
Therapeutische Dosierung: 5–10 g täglich

Probiotika: Stärken die Darmflora und regulieren das Mikrobiom, wichtig bei Blähungen, Reizdarm oder nach Antibiotika.
Therapeutische Dosierung: 10–50 Milliarden KBE täglich

Verdauungsenzyme (z. B. Bromelain, Papain, Lipase, Amylase): Verbessern die Nährstoffaufnahme und entlasten den Magen-Darm-Trakt.
Therapeutische Dosierung: 1–2 Kapseln zu den Hauptmahlzeiten

Betaine HCl: Unterstützt die Magensäureproduktion bei Hypochlorhydrie und verbessert die Eiweißverdauung.
Therapeutische Dosierung: 300–600 mg pro Mahlzeit (individuell anpassen)

Curcumin: Entzündungshemmend, schützt die Darmschleimhaut und unterstützt die Leber.
Therapeutische Dosierung: 1000–2000 mg täglich (mit Piperin für bessere Aufnahme)

Quercetin: Stabilisiert die Mastzellen im Darm, wirkt entzündungshemmend und hilft bei Unverträglichkeiten.
Therapeutische Dosierung: 500–1000 mg täglich

Aloe Vera: Beruhigt die Darmschleimhaut, fördert die Regeneration und unterstützt die Verdauung.
Therapeutische Dosierung: 50–100 ml Saft täglich (ohne Aloin)

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Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt beeinflusst die Verdauung maßgeblich. Eine Übersäuerung kann Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung oder eine gestörte Darmflora begünstigen. Ist das Milieu zu sauer, wird die Verdauung träge, und Entzündungen im Magen-Darm-Trakt können sich verstärken.

Eine basenreiche Ernährung kann helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Verdauung zu unterstützen. Besonders basenbildende Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kräuter, Mandeln und hochwertige Öle wirken regulierend. Säurebildende Nahrungsmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Zucker und Weißmehl sollten nur in Maßen konsumiert werden. Ausreichendes Trinken, am besten stilles Wasser oder Kräutertees, unterstützt zudem die Entsäuerung. Bewegung und Stressabbau helfen zusätzlich, den Stoffwechsel zu entlasten. Eine ausgeglichene Säure-Basen-Balance kann langfristig zu einer besseren Verdauung und einem allgemein besseren Wohlbefinden beitragen.

Eine ausführliche Liste basischer Lebensmittel finden Sie hier: Basische Lebensmittel – Eine ausführliche Tabelle

Zahnstörfeld

Zahnstörfelder sind chronische Entzündungen oder Belastungen im Kieferbereich, die den gesamten Körper beeinflussen können. Besonders wurzelbehandelte Zähne, tote Zähne oder Narben nach Zahnextraktionen können stille Entzündungen verursachen. Ich habe dazu ausführlich in folgenden Beiträgen Stellung genommen:

Da Zähne über Meridiane mit Organen verbunden sind, können Störfelder im Magen-Darm-Meridian Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung oder Reizmagen begünstigen. Symptome sind oft unspezifisch, darunter chronische Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Versteckte Zahnstörfelder lassen sich durch DVT (Digitale Volumentomographie) oder Neuraltherapie identifizieren.

Eine Kombination aus Zahnsanierung, Entgiftung und Darmsanierung kann helfen, den Körper zu entlasten. Ganzheitliche Zahnmedizin spielt eine wichtige Rolle bei der Ursachenforschung chronischer Beschwerden.

Weitere Hausmittel

✅ Empfehlenswert – alte Weisheiten, die noch heute wirken
  • Sauerkrautsaft auf nüchternen Magen – Eine hervorragende Methode, um die Verdauung anzuregen, den Darm mit natürlichen Milchsäurebakterien zu versorgen und Blähungen entgegenzuwirken.
  • Flohsamenschalen mit warmem Wasser – Seit Jahrhunderten bewährt gegen Verstopfung, da sie den Stuhl regulieren und sanft die Darmwand reinigen.
  • Warme Haferschleimsuppe – Besonders bei gereiztem Magen oder Magengeschwüren als beruhigender Schutzfilm für die Schleimhäute geschätzt.
  • Apfelessig mit Honig – Ein altes Mittel zur Förderung der Magensäureproduktion, besonders nützlich bei träger Verdauung oder Blähbauch nach fettigem Essen. Mehr zum Apfelessig hier: Apfelessig – ein uraltes Heilmittel
  • Fenchel-, Anis- und Kümmeltee – Der klassische Dreiklang gegen Blähungen, Völlegefühl und Magenkrämpfe, schon von den alten Kräuterfrauen empfohlen. Ist ja auch oben bei den Heilpflanzen dabei.
  • Kohlwickel auf den Bauch – Entzündungshemmend und entgiftend, besonders wirksam bei Darmträgheit und unterschwelligen Entzündungen.
  • Bittersalz als morgendlicher Verdauungsstarter – Mild abführend und anregend für Leber und Galle, eine bewährte Methode aus der alten Naturheilkunde. Aber Vorsicht mit dem Bittersalz: Bittersalz – Dosierung, Anwendung und Nutzen
⚠ Fragwürdig – könnte helfen, könnte aber auch schaden:
  • Holzkohle (Aktivkohle) als inneres Reinigungsmittel – Hilft tatsächlich bei akuten Vergiftungen oder Blähungen, kann aber auch wichtige Nährstoffe binden und den Darm austrocknen. Mehr zur Aktivkohle hier: Aktivkohle – Kohletabletten – Ein gutes altes Hausmittel
  • Bier als Verdauungshilfe – Wurde früher als magenfreundliches Mittel empfohlen, kann bei manchen tatsächlich anregen, belastet aber Leber und Bauchspeicheldrüse.
  • Heiße Milch mit Butter gegen Verstopfung – Funktioniert gelegentlich, ist aber für viele Menschen (besonders mit Laktoseintoleranz) eher eine Belastung.
  • Schwarzbrot mit Kümmel und Senf bei träger Verdauung – Eine alte Arbeiter-Methode, die durchaus wirkt, aber für empfindliche Mägen zu heftig sein kann. Ich persönlich esse manchmal gerne ein Knäckebrot mit Senf und Meerrettich, nicht wegen Verdauungsproblemen, sondern für mein Darm-Immmunsystem.
  • Schweineschmalz mit Zwiebeln bei Magenproblemen – Eine überlieferte Bauernweisheit, die vielleicht gegen Magensäuremangel hilft, aber für moderne Ernährungsgewohnheiten eher problematisch ist.
❌ Kurioses – Finger weg!
Es gibt Mittel der „alten Naturheilkunde“ die heute absurd erscheinen und auch keiner Prüfung mehr standhalten. Also Finger weg.
  • Warme Asche aus dem Kaminwasser trinken – Sollte angeblich den Magen „erwärmen“ und entgiften, dürfte aber eher belastende Stoffe enthalten.
  • Schnecken in Milch auflösen gegen Magenprobleme – Eine mittelalterliche Methode zur Beruhigung des Magens, die schon beim Gedanken daran Übelkeit verursacht.
  • Roter Ton mit Urin gegen Durchfall – In manchen alten Schriften erwähnt, aber absolut keine gute Idee, da die Keimbelastung immens ist.
  • Brennnesselsud mit Rinderblut als Stärkungstrank für den Darm – Fand sich in alten Volksheilkundebüchern, heute ein absolutes No-Go.
  • Ein Löffel Schwefel auf nüchternen Magen zur Darmreinigung – Mag in der Alchemie gut geklungen haben, führt aber höchstwahrscheinlich zu massiven Magen-Darm-Reizungen.
Manche dieser alten Hausmittel sind wahre Schätze der Naturheilkunde, andere gehören ins Reich der skurrilen Überlieferungen. Es zeigt sich: Unsere Vorfahren hatten ein Gespür für wirksame Substanzen – aber auch so manche Ideen, die man besser nicht wiederbelebt.
Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend, wirkt eine Fußreflexzonenmassage.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:

Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Dieser Beitrag wurde im Jahr 2006 erstellt und letztmalig am 24.03.2025 umfassend überarbeitet.

Beitragsbild: 123rf.com – PAPAN SAENKUTRUEANG

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