Infektionen

Ein Infekt, bzw. Infektionserkrankungen sind Krankheiten, die durch bestimmte Erreger (z.B. Bakterien, Pilze,
Viren, Parasiten) hervorgerufen werden.
Die weit verbreitete Ansicht: "Ich habe mich angesteckt" ist im Grund nicht zutreffend. Wenn Sie sich mit
einem Erreger infiziert haben (was Sie sowieso dauernd tun), kommt es auf Ihr Immunsystem an, ob Sie überhaupt
Symptome produzieren (wie oben unter Grundsätzliches beschrieben).
Der Ansatz einer naturheilkundlichen (und auch ganzheitlichen) Therapie ist also nicht die Vernichtung des
Erregers mittels eines Medikaments, sondern die Aktivierung des Immunsystems, sodass dieser spielend mit jedem
Erreger fertig wird. Mehr dazu unter dem Stichwort: Abwehrschwäche
Folgen wir aber mal wieder weiter der üblichen Erregertheorie, die je nach Fall natürlich auch eine Rolle
spielen.
Je nach Erreger kann jede Infektionserkrankung einen eigenen Zeitverlauf (z.B. subakut, akut, chronisch) und ein
eigenes Symptomspektrum (z.B. kaum bemerkbar oder tödlich) mit Befall unterschiedlicher Körperregionen (z.B. lokal
auf der Haut, im gesamten Körper als Blutvergiftung = Sepsis) haben.
Beim schwereren Verlauf einer Infektionserkrankung kommt es zu einer typischen Körperreaktion (Fieber, Abgeschlagenheit und Ruhebedürfnis, erhöhte Puls- und
Atemfrequenz, Durst). Eine lokal begrenzte Infektion geht meist nur mit einer lokalen Entzündungsreaktion einher
(Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, z.B. bei einem Hautfurunkel).
Die Erregerübertragung kann über unterschiedliche Wege erfolgen. Die häufigsten sind die Tröpfcheninfektion
(Übertragung auf dem Luftweg, z.B. durch Anniesen), Schmierinfektionen (z.B. fäkal-oral bei unzureichender
Händehygiene) oder Infektionen, die durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten (z.B sexuell übertragbare
Krankheiten) übertragen werden.
Wie gut ein Mensch eine Infektionserkrankung übersteht, hängt von der Abwehrlage des körpereigenen Immunsystems
ab. Ist die Abwehr geschwächt (z.B. bei Stress) können sich die Erreger häufig besser im
Körper vermehren und ein schwereres Krankheitsbild hervorrufen.
Als vorbeugende Maßnahme bietet die Schulmedizin gegen einige Erreger von Infektionserkrankungen das Impfen an, die vor dem eigentlichen Erregerkontakt das Immunsystem in eine gezielte Abwehrlage
versetzen (z.B. Masern- und Rötelnimpfung, Hepatitis A- und B-Impfung, jährliche Grippeschutzimpfung gegen Influenzaviren). Lesen Sie hierzu auch den Artikel Impfungen.
Zu den häufigsten Infektionserkrankungen in unseren Breiten zählen:
- Infektionen der oberen Atemwege und der Mandeln (meist durch Rhino- oder
Coxsackieviren, im Verlauf kann eine bakterielle Sekundärinfektion auftreten),
- die Magen-Darm-Grippe (= Gastroenteritis, meist durch Rota-
oder Noroviren bzw. Campylobacter jejuni oder Salmonellen)
- die Lungenentzündung (= Pneumonie, meist durch Pneumokokken,
Staphylokokken oder Viren ausgelöst)
- Harnwegsinfekte (z.B. Blasenentzündung oder
Nierenbeckenentzündung, meist durch Darmbakterien ausgelöst)
- Leberentzündungen (= Hepatitis, ausgelöst durch die
Hepatitisviren A, B, C, D, E)
- Hautinfektionen (z.B. Akne oder Furunkel, meist durch Staphylokokken ausgelöst)
- das Pfeiffersche
Drüsenfieber (übertragen durch das Epstein-Barr-Virus)
- die Tuberkulose (Lungen- und Systemerkrankung ausgelöst durch
das Mycobacterium tuberculosis)
- Pilzinfektionen des Darms und des Genitales (häufig durch Candida albicans)
Seltener kommt es zu einer Hirnhautentzündung (= Meningitis, ausgelöst durch Meningokokken), zu Syphillis
(Geschlechtskrankheit hervorgerufen durch Treponema pallidum), zu AIDS (Immunschwächeerkrankung, die
(vermeintlich)durch das HI-Virus hervorgerufen wird), zur echten Grippe (ausgelöst
durch Influenza-Viren), zu Masern und Röteln (Kinderkrankheiten, übertragen durch Viren) oder zu Scharlach (Erkrankung des Kindesalters
durch Streptokokkeninfektion). Zu nennen ist auch die Borreliose über deren Diagnose, Vorkommen und Therapie sich die Gelehrten noch
streiten.
Es gibt noch zahlreiche weitere Infektionserkrankungen, die sich in ihrer Verbreitung und der Häufigkeit ihres
Auftretens unterscheiden.
Einige Infektionserkrankungen kommen in unseren Breiten nur in Einzelfällen oder gar nicht vor (z.B. Malaria,
SARS, Hantaan-Viren-Infektionen, Ebola-Viren-Infektionen).
siehe auch: Abszesse - Adnexitis - Angina - Antibiotika - Antibiotikaresistenz - Aphten - Arthritis - Bronchitis - Durchfall - Entzündungen - Erkältung - Furunkel - geschwollene Lymphknoten -Grippe - Gürtelrose -Halsschmerzen - Husten - Kehlkopfentzündung - Knochenhautentzündung - Mundschleimhautentzündung - Mittelohrentzündung - Mykosen - Nagelbettentzündung - Nervenentzündung - Scheidenpilze - Virusinfektion

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative
Therapieverfahren, die bei Infektionen in Frage kommen können.
| Ernährung |
Bei Infektionen sollten Sie grundsätzlich Ihre Ernährung umstellen. Verzichten Sie auf Weißmehl, Gebäck, Kuchen,
Süßigkeiten (Zucker) und vor allem Schweinefleisch und auf Milch.
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| Orthomolekular-Medizin |
Ein Zink-Mangel sollte ausgeschlossen werden. Weitere Vitalstoffe sollten
geprüft werden. Mehr dazu in meinem Artikel: Immunsystem und Immunstärkung durch Vitalstoffe.
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| Phytotherapie |
Heilpflanzen mit nachgewiesenen immunstimulierenden
Wirkungen:
Arnika (Arnica montana)
Lebensbaum (Thuja occidentalis)
Benediktenkraut (Cnicus benedictus)
Mistel (Viscum album)
Blasentang (Fucus vesiculosus)
Oleander (Nerium oleander)
Brennessel (Urtica dioica)
Ringelblume (Calendula officinalis)
Echinacea (E. angustifolia, E. purpurea)
Sägepalme (Sabal serrulata)
Engelwurz, Ostasiatische (Angelica acutiloba)
Süßholz (Glyzyrrhiza glabra)
Eleutherokokkus (Acanthopanax senticosus)
Tragant, Gelber (Astragalus mongolicus)
Ginseng (Panax ginseng)
Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Indigo, Wilder (Baptisia tinctoria)
Zimt (Cinnamomum cassia)
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert. Mehr dazu im Beitrag Übersäuerung.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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