Krankheiten und Beschwerden

Enzündungen: Ursachen, Symptome, Therapien und Hausmittel

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Eine Entzündung (Inflammation) ist eine Reaktion des Körpers auf Reize mit dem Ziel, den Auslöser für die Schädigung und die Folgen zu beseitigen.

Entzündungen können ganz abgegrenzt vorkommen (z.B. Pickel) oder den ganzen Körper betreffen (z.B. Sepsis/ Blutvergiftung). Sie werden meist mit der Wortendung -itis und dem betroffenen Organ bezeichnet (z.B. Arthritis = Gelenkentzündung, Gastritis = Magenschleimhautentzündung).

Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfälle, Alzheimer und Krebs auf Entzündungsreaktionen im Körper zurückzuführen sind (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11005841).

Es gibt fünf typische lokale Zeichen dafür, dass gerade eine Entzündung abläuft: Rubor (Rötung), Calor (Hitze/Überwärmung), Tumor (Schwellung), Dolor (Schmerz) und Functio laesa (gestörte Funktion). Diese Zeichen sind bei einer Entzündung, die z.B. im Körperinneren abläuft, nicht immer gleich erkennbar. Allgemeine Entzündungssymptome können Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl sein.

Auslöser für Entzündungsreaktionen gibt es viele: Verletzungen, Reibung, Wärme, UV-Strahlung, Säuren, Vergiftungen, körpereigene Enzyme im Ungleichgewicht, Allergene und natürlich Bakterien, eine Viruserkrankung, Parasiten oder Pilzerkrankungen.

Die Entzündungsreaktion selbst beginnt mit einer kurzen Phase der Minderdurchblutung, um dann lokal mit einer Mehrdurchblutung zu reagieren. So können Entzündungszellen aus dem Blut (=weiße Blutkörperchen) an den Entzündungsherd gelangen und die Auslöser und untergegangene Gewebsteile aufnehmen und abbauen.

Eines unserer wichtigsten Enzyme, das an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt ist, ist die Cyclooxygenase-2 (COX-2). Denn sie hilft dabei Prostaglandine und Zytokine zu produzieren, die ihrerseits dafür nötig sind, Krankheitskeime zu bekämpfen und Infektionen zu heilen. Doch kommt es bei einigen Menschen zu einer unkontrollierten Überproduktion von COX-2, so dass bei ihnen chronische Entzündungen und Schmerzen die Folge sind.

Oft erhalten Patienten mit rheumatischen Erkrankungen oder Arthrose heute deshalb so genannte selektive COX-2-Hemmer. Diese können allerdings sehr vielschichte Nebenwirkungen haben. Denn COX-2 scheint nicht nur bei Entzündungsreaktionen wichtig zu sein, sondern auch bei der Magengesundheit eine entscheidende Rolle zu spielen. Außerdem binden die Medikamente zwar an das Enzym, doch ändern sie nichts an dem Grundproblem, nämlich daran, dass COX-2 bei den erkrankten Personen zu häufig hergestellt wird.

Bevor die COX-2-Hemmer auf den Markt kamen, waren Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) die Mittel der Wahl. Doch bei ihnen traten noch weitaus häufiger Magenschleimhautschäden und Nierenprobleme während einer Langzeittherapie auf. Denn die Medikamente hemmten nicht nur die Aktivität von COX-2, sondern außerdem von einem nahe verwandten Enzym, das die Magensäureproduktion reguliert.

Auf der anderen Seite sind zahlreiche Vitalstoffe bekannt, die Entzündungsreaktionen nebenwirkungsfrei im Körper minimieren, so dass eine gesunde Ernährung in jedem Fall der Medikamenteneinnahme vorzuziehen ist.

siehe auch: Antibiotika - Blasenentzündung - Bindehautentzündung - Bronchitis - Brustspannung - Eiterungen - Erkältung - Fieber - Furunkel - Gelenkentzündung - Grippe - Husten - Milchstau - Mittelohrentzündung - Mundschleimhautentzündung - Nasennebenhöhlenentzündung - Nervenentzündung - Nierenbeckenentzündung - OhrenentzündungScheidenentzündung - Schleimbeutel-Entzündung - Sehnenscheidenentzündung - Sonnenbrand - Venenentzündung - Virusinfektion - Zahnfleischentzündung

Sprache der Symptome

Eine Entzündung ist aber auch ein sichtbar gewordener Konflikt. Auf der körperlichen (siehe oben), aber auch auf der seelischen Ebene, wenn Sie zu Entzündungen neigen.

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    Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass entzündliche Prozesse in den Gefäßen zur Verengung der Arterien führen können. Körpereigene Abwehrzellen lagern sich an den betroffenen Stellen an. Dort kommt es dann zur “Pfropfenbildung”.
     

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Entzündungen in Frage kommen.

Ernährung Grundsätzlich sollte man bei jeglicher Art von Entzündung seine Ernährung auf GESUND umstellen. Dazu gehört: keine Süßigkeiten, kein Weißmehl und keine Weißmehlprodukte, kein Zucker und kein Schweinefleisch. Verzichten Sie ebenfalls auf Eier und Milch.
Orthomolekular-Medizin

Vitamin C, Vitamin E, Wobenzym N, Alpha-Liponsäure, Grünlippmuschel sind interessant und wirksam.

Omega-3-Fettsäuren sind sehr interessant und entzündungshemmend.
Vitamin E wirkt einem altersbedingten Anstieg von COX-2 entgegen.

Heilpflanzen

Auch die in verschiedenen Pflanzen enthaltenen Polyphenole und Flavonoide minimieren die Bildung verschiedener Entzündungsfaktoren. In Frage kommen unter anderem: Helmkraut - Baikalhelmkraut, Echinacea, Ingwer, Propolis, Myrrhe, Berufskraut, Teebaumöl, Schwarzkümmelöl.

Extrakte der Mariendistel scheinen bei chronischen Entzündungen ebenso wirkungsvoll zu sein wie solche aus dem Küchenkraut Rosmarin.
Die entzündungshemmende Wirkung der Katzenkralle, einer Liane mit zahlreichen Heilwirkungen, konnte in Tierversuchen und Zellkulturen nachgewiesen werden.

Äußerlich: Umschläge mit Ringelblumen-Tee.

Säure-Basen-Haushalt Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam -Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Gerade bei immer wiederkehrenden Entzündungen sollte man auch an Störfelder denken.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.09.2011 aktualisiert.

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