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Blasenentzündungen

Hilfe aus dem Schatz der Naturheilkunde bei akuter Blasenentzündung und bei chronischer Blasenentzündung

Grundsätzliches Die Harnblase fasst etwa ¾ Liter. Wenn Bakterien in die Harnblase eindringen, kann sich die Schleimhaut entzünden, es entsteht eine Zystitis. Die kommt bei Frauen viel häufiger vor als bei Männern, aufgrund des viel kürzeren Harnleiters. Anzeichen sind häufiger Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen.
Sprache der Symptome Immer wiederkehrende Blasenentzündungen deuten auf ein unerledigte Problem hin. Die Blase weint die Tränen, die man sich zu weinen nicht zugesteht. Der psychische Druck wird nach unten in die Blase geschoben.  Wodurch stehe ich unter Druck, welchen Ballast schleppe ich noch mit mir herum? Auch ein Partnerschaftskonflikt (vor allem im Bereich der Sexualität) ist zu prüfen.
Mögliche Ursachen

Kälte, zuviel Kaffee oder Schwarztee, Gebärmuttersenkung. Eine infektiöse Blasenentzündung ist nicht auszuschliessen. Wenn die Entzündung nicht in einigen Tagen abklingt, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Kohlensäurehaltiges Mineralwasser kühlt die Blase.

Trinken Sie deshalb keine solchen Wässer. Nasskalte Füsse, langes Sitzen auf kaltem Untergrund, synthetische Unterwäsche, stark gewürzte und gesalzene Speisen und gestauter Harn können ebenfalls ursächlich sein. Die für eine Blasenentzündung zumeist verantwortlichen Erreger (das Bakterium Escherichia coli) stammen aus dem Anal- und Darmbereich, wo sie als Bestandteil der Darmflora wichtige Aufgaben erfüllen. Bei einer chronischen Blasenentzündung kann eine Darmsanierung sinnvoll sein.

Risikofaktoren für eine chronische Blasenentzündung und rezidivierende (wiederkehrende) Harnwegsinfekte sind: Stress (-> Stressabbau), falsche Intimhygiene, Schwangerschaft, Zuckerkrankheit, Harnabflussstörungen (Blasensteine, Prostatabeschwerden), Blasen-Dauer-Katheter und andere neurologische Störungen.

Mögliche Folgen Im Bodensatz des Urins können oft kleine Eiterkörperchen gefunden werden. Auch eine rötlich- bis braunfärbung kann vorkommen. Die Nieren können mit beeinflußt werden.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Blasenentzündung in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Nur geeignet bei wiederkehrender chronischer Blasenentzündung - nicht geeignet bei akuter Blasenentzündung.
Akupunktur

Bei Harnwegsinfektionen und auch einer Blasenentzündung sind folgende Alarmpunkte und Zustimmungspunkte druckempfindlich:

KG 3 - Alarmpunkt der Blase
KG 4 - Alarmpunkt des Dünndarms
B 28 - Zustimmungspunkt des Blasenmeridians
B 23 - Alarmpunkt des Nierenmeridians

Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Bachblüten Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. In diesem Fall können Bachblüten helfen. Zur Akuttherapie ungeeignet.
Ernährung

auf ausreichende Trinkmenge mit neutraler Flüssigkeit achten: Wasser und Kräutertee. Im allgemeinen ca. 2 bis drei Liter täglich.

Zusätzlich eine "reizarme Kost" ohne Kaffee, Alkohol (vor allem kein Rotwein) und ohne scharfe Gewürze.

Vermeiden Sie wie bei allen Entzündungen vor allem Zucker, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Schweinefleisch.

Trinken Sie zusätzlich mehrmals täglich etwas frischen verdünnten Zitronensaft.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Kamille, Zinnkraut, Storchenschnabel, Sonnenhut, Pappel.
Gemmo-Therapie Johannisbeer-Knospenmazerat. Stündlich 1-2 Stösse in den Mund sprayen.

 

Homöopathie

Hinweis zur "Selbstbehandlung"

Um eine akute Entzündung zu heilen, muß die richtige Arznei zügig zum Einsatz kommen. Sie sollten keinen Tag mit erfolglosem Ausprobieren von Arzneien verstreichen lassen; nach der ersten, spätestens aber nach der zweiten Arzneiwahl muß es zu einer deutlichen Besserung und danach zu einer zügigen Ausheilung der Beschwerden (nach ein bis zwei Tagen) kommen. Ist dies nicht möglich sowie im Falle immer wiederkehrender Blasenentzündungen wenden Sie sich an einen homöopathischen Fachmann.

Sie können keine Wärme ertragen, haben keinen Durst
Häufig trifft zu: Ihnen ist schnell zu warm, Sie vertragen keine warmen geschlossenen Zimmer und sind sehr berührungsempfindlich; Sie haben aufgedunsene Tränensäcke, Druck in der Blase, Harndrang, stechend brennende Schmerzen beim Urinieren, Mund und Hals sind trocken, Sie haben aber keinen Durst.
Das kann sein: Sie sind geschäftig, ruhelos, ungeschickt, lassen Sachen fallen und neigen zu Eifersucht. Apis D12 3mal halbstündlich 5 Globuli, anschließend 3mal stündlich, danach bei Bedarf alle 2 bis 3 Stunden; am folgenden Tag noch 3mal über den Tag verteilt.

Brennende Schmerzen, unerträglicher Harndrang

Das muss zutreffen: Starker Harndrang bei heftig brennendem Schmerz in Blase oder Harnröhre; der Urin geht jedoch nur tropfenweise ab.
Das kann sein: Sie sind überempfindlich gegen Berührung; trotz brennendem Durst mögen Sie nichts trinken. Cantharis D12 3mal halbstündlich 5 Globuli, anschließend 3mal stündlich, danach bei Bedarf alle 2 bis 3 Stunden; am folgenden Tag noch 3mal über den Tag verteilt.

Heftiger, aber vergeblicher Harndrang

Das muss zutreffen: Sie sind äußerst geräuschempfindlich, verkrampft, angespannt, gereizt und wütend; Sie können die Beschwerden nicht ertragen, weil Sie auch sonst keinerlei Einschränkungen ertragen können.
Häufig trifft zu: Sie haben starken Druck und Schmerzen in der Blase, es gehen jedoch nur wenige Tropfen ab; der Harndrang ist schlimmer in der Kälte, bei Konzentration und nach Kaffee; Wärme lindert und entspannt. Nux vomica D12 3mal halbstündlich 5 Globuli, anschließend 3mal stündlich, danach bei Bedarf alle 2 bis 3 Stunden; am folgenden Tag noch 3mal.

Heftige Schmerzen zu Ende des Urinierens

Häufig trifft zu: Sie sind sehr kälteempfindlich; Ihre Beschwerden treten auf, wenn Sie naß geworden sind. Das kann sein: Sie müssen häufig Wasser lassen; von der Blase geht ein Gefühl des Fröstelns aus. Sarsaparilla D12 3mal halbstündlich 5 Globuli, anschließend 3mal stündlich, danach bei Bedarf alle 2 bis 3 Stunden; am folgenden Tag noch 3mal.

Phytotherapie

Tee: 30 g Bärentraubenblätter, 20 g Kamillenblüten, 20 g Gundelrebenkraut, 20 g Pestwurz, 20 g Goldrutenkraut. Pro Tasse 1 TL, 5 Minuten ziehen lassen.

Kürbiskerne knabbern ist bei Blasenentzündung sehr zu empfehlen. 

Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.  Mehr dazu unter dem Stichpunkt "Übersäuerung". Eine Entzündung ist immer ein Säureherd. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Urin basisch wird.
Schüsslersalze

Am ersten Tag der Blasenentzündung sollten sie Ferrum phosphoricum einnehmen (Mit dem behandelnden Arzt absprechen). Vom zweiten Tag an nehmen sie dann Natrium phosphoricum. Bei einem chronischen Blasenkatarrh kommt Silicea in Frage.

 

Spagyrik Brennessel, Hirtentäschchen, Löwenzahn, Schachtelhalm, Spitzwegerich, Tartarus, Uva ursi, Wacholder. 
Störfelder

Bei einer chronischen Blasenentzündung sollte grundsätzlich auch an Störfelder gedacht werden. Potentielle Störfelder sind: Zähne, Nasennebenhöhlen und auch Narben. Bei Narben zuerst im Bereich der Meridiane denken.

Sonstiges

Magnettherapie: Magnet-Südpol 10 Minuten mit den Fingerspitzen halten.

Preiselbeersaft (3x tägl. 100 ml) wirkt stark entzündungshemmend auf die Schleimhäute (auch im Mund), erschwert den Bakterien das Einnisten in der Blasenwand und fördert deren Ausschwemmung. Preiselbeersaft gilt als ideale Langzeitvorbeugung gegen Blasenentzündungen. (Erhältlich im Bio-Laden)

Auf warme Füße achten! Wenn Sie das Problem chronisch kalte Füße bei einer chronischen Blasenentzündung abstellen, ist das schon fast die halbe Miete.