{"id":892,"date":"2023-06-23T11:05:38","date_gmt":"2023-06-23T09:05:38","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=892"},"modified":"2023-06-26T20:44:58","modified_gmt":"2023-06-26T18:44:58","slug":"elektromagnetische-felder-handy-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/elektromagnetische-felder-handy-industrie\/","title":{"rendered":"Krank durch elektromagnetische Felder, Handystrahlung, WLAN &#038; Co."},"content":{"rendered":"<p>Als ich diesen Beitrag im August 2011 schrieb, war das Thema im wahrsten Sinne des Wortes ein &#8222;Aufregerthema&#8220;.<\/p>\n<p>Elektromagnetische Wellen: Handystrahlung, Funkmasten, WLAN sollen krank machen? Die Wellen schlugen sehr hoch. Anscheinend wollte kaum jemand etwas davon h\u00f6ren, dass sein geliebtes (und sauteures) Handy ein ernsthaftes Problem sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Und niemand wollte h\u00f6ren, dass die WLAN-Wut (\u00fcberall und jederzeit online sein zu k\u00f6nnen) ebenfalls problematisch sein k\u00f6nnte. Die ersten Hinweise auf den gesundheitssch\u00e4dlichen Einfluss von EMFs lieferte die Navy-Studie des US-Milit\u00e4rs aus den Siebziger Jahren. Seit 2011 hat sich einiges getan: Studien liegen vor und mittlerweile wird man auch nicht mehr als &#8222;Spinner&#8220; abgetan, wenn man sich zu dieses Strahlungsquellen kritisch \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>2017 befand sogar italienisches Arbeitsgericht in Ivrea, dass Handy-Strahlung bei einem Kl\u00e4ger einen Gehirntumor verursacht habe. Damit sind die Wirkungen der EMFs zwar nicht medizinisch bewiesen, zeigt aber, dass die Risiken inzwischen \u00f6ffentlich anerkannt sind.<\/p>\n<h4>Zum Thema elektromagnetische Felder sind ziemlich viele Mythen und M\u00e4rchen unterwegs:<\/h4>\n<p>Auf der einen Seite wird angeblich reichlich Angst gesch\u00fcrt, auf der anderen Seite werden die Menschen, die sich dar\u00fcber Gedanken machen, l\u00e4cherlich gemacht. Ich denke, dass es bei dem Thema doch eine ganze Menge Unklarheiten gibt.<\/p>\n<p><strong>Also fangen wir einfach von vorn an:<\/strong><\/p>\n<p>Elektromagnetische Felder (EMF) sind elektromagnetische Wellen. Ein besonders bekannter Vertreter dieser Wellen ist &#8211; das sichtbare Licht (und das will wohl keiner von uns missen). Andere elektromagnetische Wellen, in einem anderen Frequenzbereich, werden f\u00fcr den mobilen Sprechverkehr per Mobiltelefon genutzt. . Diese nicht-ionisierende Strahlung ist zwar nicht so ganz so gef\u00e4hrlich wie ionisierende Strahlung (Z. B. R\u00f6ntgen, Beta-Strahlung, Radioaktivit\u00e4t), doch bei hoher Intensit\u00e4t und langer Expositions-Zeit sind ebenfalls Zell- und Organ-Sch\u00e4den zu erwarten. Diskutiert werden hier also Langzeitfolgen und nicht die sehr schnell einsetzenden Akut-Probleme durch die noch energiereicheren ionisierenden Wellen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>EMFs nehmen st\u00e4ndig zu. Immer mehr Elektroger\u00e4te pr\u00e4gen unseren Alltag und immer l\u00e4nger wird das Netz von emittierenden Stromkabeln. Als Beispiel mag hier die Zunahme unseres Kommunikations-Bed\u00fcrfnisses dienen. Gab es in Deutschland 1990 nur 300.000 Handy-Benutzer, sind es 20 Jahre sp\u00e4ter 110 Millionen Teilnehmer. Diese Zahl ist umso interessanter, da in Deutschland weniger als 90 Millionen Menschen leben, auch nach der Wiedervereinigung.<\/p>\n<p>Man muss also davon ausgehen, dass einige Teilnehmer mehr als nur ein Taschentelefon ihr Eigen nennen, vorausgesetzt: die Zahl von 110 Millionen ist richtig.<\/p>\n<h2>Mehr Mobil-Telefone (Handys) als Menschen<\/h2>\n<p>2014 \u00fcberschlug sich auch die globale Entwicklung der \u00a0Handy-Nutzung: In diesem Jahr gab es auf der Erde erstmals mehr Mobil-Telefone als Menschen. Experten sagen \u00a0bereits den Untergang des Festnetztelefons voraus. Insgesamt nimmt auch die Fernsprech-Aktivit\u00e4t zu.<br \/>\nZu ermessen ist dies an einer Statistik, nach der Erwachsene bis zu 110 Mal am Tag auf ihr Handy schauen.<\/p>\n<p>Diese \u201cExplosion\u201d im Mobilfunk wird nat\u00fcrlich begleitet und unterst\u00fctzt von der Industrie, die angemessen reagiert und immer mehr an der Leistungsf\u00e4higkeit der Sendemasten bastelt und deren Zahl stetig erh\u00f6ht. Wir alle wollen ja st\u00e4ndig erreichbar sein &#8211; ob das so ein Vorteil ist, dar\u00fcber sprechen wir ein anderes Mal.<\/p>\n<p>Aber mit mehr Leistung nimmt auch die Menge der elektromagnetischen Wellen im Funkfrequenzbereich zu. Kann das vielleicht sch\u00e4dlich sein?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1712\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/handy-strahlung.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/handy-strahlung.jpg 510w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/handy-strahlung-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<p>Wir wissen doch, dass alles Gift ist, wenn die Dosierung ausreichend hoch ist. Aber wo und wann fangen die elektromagnetischen Wellen an, \u201cgiftig\u201d zu wirken? Und warum sollten sie das?<\/p>\n<p>Und schon haben wir zwei Lager: Daf\u00fcr und dagegen.<\/p>\n<p>Die Einen sind die Gegner der Mobilfunkindustrie. Sie verweisen auf die Gef\u00e4hrlichkeit dieser nicht-ionisierenden Strahlung. Die Anderen z\u00e4hlen zum Lager der Bef\u00fcrworter, die von der Handy-Industrie als willkommene Verb\u00fcndete begr\u00fc\u00dft werden. Aber was haben sich die beiden Lager denn zu erz\u00e4hlen, wenn sie aufeinander treffen?<\/p>\n<p>Jeder behauptet inbr\u00fcnstig, dass die eigene Position die jeweils Richtige ist. Die EMF-Gegner malen den Teufel an die Wand. Die Bef\u00fcrworter sehen das alles weniger eng und erkl\u00e4ren die Unbedenklichkeit mit der des Lichts, das ja auch nicht gef\u00e4hrlich ist.<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es nat\u00fcrlich immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen oder solche, die sich als solche bezeichnen. Mal von den einen bezahlt, mal von den anderen. Insgesamt sind es rund 20.000 wissenschaftliche Arbeiten, die sich dem Thema widmen. Allerdings betrachten viele davon nur den thermischen Effekt der EMFs und vernachl\u00e4ssigen den Faktor \u201eFrequenz\u201c.<\/p>\n<p><strong>Dr. Henry Lai von der Universit\u00e4t Washington stellte fest, dass Handy-EMFs speziell das Erbgut der Gehirnzellen angreifen.<\/strong> Daraufhin analysierte er 85 Studien, die sich mit DNA-Sch\u00e4den durch hochfrequente EMFs befassen. Er wollte wissen, wie viele der Studien negative EMF-Einfl\u00fcsse nachwiesen und wie viele dies in Abrede stellen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Untersuchungen hinterfragte Dr. Lai im Hinblick auf die Finanziers der wissenschaftlichen Arbeiten. \u00dcber 70 % der Studien, die die Handy-Strahlung verharmlosen, waren durch Industrie und Milit\u00e4r gesponsert. <strong>80 % der Arbeiten, die vor den EMFs warnen, wurden unabh\u00e4ngig finanziert.<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kommen alle Studien h\u00f6chst wissenschaftlich immer und immer wieder zu den gleichen widerspr\u00fcchlichen Ergebnissen. Das einzige dauerhaft auftretende Muster in diesem Szenario ist eigentlich, dass die Gegner zu schlechten Ergebnissen kommen, die Bef\u00fcrworter hingegen zu guten und unbedenklichen Ergebnissen.<\/p>\n<p>B\u00f6se Zungen behaupten, dass eine solche Vorgehensweise der Relativit\u00e4tstheorie entspricht: Wenn objektive Sachverhalte pl\u00f6tzlich auf den Kopf gestellt werden, dann ist das relativ zu sehen. Nat\u00fcrlich hat das nichts mit dem alten Einstein und seiner Theorie zu tun. Aber dieses Relativieren von objektiven Bedingungen ist ein weiteres interessiertes Missverst\u00e4ndnis. Wozu dieser Trick mit der Relativit\u00e4t?<\/p>\n<p>Na klar: Um sein eigenes Interesse der wissenschaftlichen Betrachtungsweise unterzujubeln und zu Ergebnissen zu kommen, die dem Betrachter angenehm sind.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Wer mir mein Handy mies macht, ist Terrorist<\/h2>\n<p>Was sind aber nun die Interessen der beiden Parteien? Die Interessen der Bef\u00fcrworter sind nicht schwer auszumalen: Die Industrie will Handys verkaufen und monatliche Geb\u00fchren einstreichen. Und (wir) die Nutzer wollen diese Sachen ja anscheinend nicht nur einmal, sondern manche sogar mehrfach. Anders k\u00e4me die Zahl von 110 Millionen sonst ja nicht zustande.<\/p>\n<p>Was aber treibt die Gegner in ihre Gegnerschaft? Diese mit irgendwelchen finanziellen Interessen in Verbindung zu bringen, d\u00fcrfte reichlich schwer fallen. Die Industrie, die den mobilen Sprechverkehr unterbinden will, muss noch erfunden werden. So tun sich die Bef\u00fcrworter dann auch schwer, dieses Gesch\u00fctz aufzufahren. Einfach weil sie von vorn herein wissen, dass ein solcher Schuss ein Blindg\u00e4nger sein wird.<\/p>\n<h2>Aber was ist dann die Motivation dieser Leute?<\/h2>\n<p>Ah, jetzt wei\u00df ich es! Wenn es nicht Geld ist, dann kann es nur Dummheit, Ideologie oder sonstige Formen des Schwachsinns sein. Und da man den Dummen dumm kommen kann, wird deren Argumentation auch regelm\u00e4\u00dfig mit den d\u00fcmmsten Kalauern abgetan. Ihre Bef\u00fcrchtungen, dass die elektromagnetischen Wellen k\u00f6rperliche Sch\u00e4den anrichten k\u00f6nnten, werden regelm\u00e4\u00dfig mit dem sich stoisch wiederkehrenden Argument gekontert, dass man daf\u00fcr bislang noch keine evidenzbasierten Beweise h\u00e4tte.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Genau so argumentiert die Pharmaindustrie auch, wenn es um ihre nebenwirkungsreichen Medikamente geht. Bis solche &#8222;Zugpferde&#8220; wie <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/avandia-evidenzbasiertes-desaster-2011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Avandia<\/a>, <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/vioxx-skandal-merck\/\">Vioxx<\/a> &amp; Co. vom Markt genommen werden m\u00fcssen (die Links f\u00fchren zu meinen Beitr\u00e4gen \u00fcber diese Medikamente bzw. deren Geschichte).<\/p>\n<p>Das alles nat\u00fcrlich trotz angeblich evidenzbasierter Vertr\u00e4glichkeit, die die Industrie festgestellt haben wollte. Hier hatte sich nach einigen Jahrzehnten erst gezeigt, dass diese Medikamente eine Mogelpackung waren. Und sp\u00e4ter wurde ruchbar, dass die Firmen schon vom ersten Tag an von den Problemen gewusst hatten.<\/p>\n<p>Sollte es sich mit dem mobilen Funk-Tsunami auch so verhalten? Immerhin gibt es auch noch keine evidenzbasierten Beweise, dass diese Flut an Funksignalen keine Sch\u00e4den anzurichten vermag.<\/p>\n<h2>\u00dcber den Versuch, Licht ins elektromagnetische Dunkel zu bringen<\/h2>\n<p>Was man (noch) nicht hat, kann man sich besorgen. Was liegt unter solchen Bedingungen n\u00e4her, als evidenzbasierte Fakten zu produzieren. Wie? Ganz einfach: Untersuchungen unter definierten Bedingungen. Im Labor, an Zellen und mit geeigneten elektromagnetischen Quellen.<\/p>\n<p>Eine solche wissenschaftliche Arbeit kam 2018 zum Abschluss. Im Rahmen des National Toxicology Program (NTP) des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums f\u00fchrten Forscher 2 Studien an Ratten und an M\u00e4usen durch. Die Tiere wurden 2 Jahre lang 9 Stunden am Tag einer hochfrequenten Strahlung ausgesetzt, die den Grenzwert f\u00fcr Menschen \u00fcbertraf.<\/p>\n<p>Ob diese Ergebnisse aufgrund dieser starken Exposition auf die Auswirkungen unserer Alltags-Strahlung \u00fcbertragbar sind, ist umstritten. Ber\u00fccksichtigt werden muss dabei allerdings, dass viele Menschen ihr Handy heute dauernd in unmittelbarer N\u00e4he lagern.<\/p>\n<p>Unter dem Einfluss der Wechselfelder entstanden bei m\u00e4nnlichen Ratten signifikant mehr Herz-Tumore und weibliche Ratten und ihre Neugeborenen wiesen ein niedrigeres K\u00f6rpergewicht auf als die Vergleichstiere. DNA-Ver\u00e4nderungen und Herzsch\u00e4den waren bei beiden Geschlechtern der Nager zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Hingegen scheinen M\u00e4use gegen die EMFs etwas resistenter zu sein. DNA und Herz waren g\u00e4nzlich unbesch\u00e4digt, w\u00e4hrend einige Tumor-Arten h\u00e4ufiger auftraten als bei den Kontroll-Tieren. Dabei handelte es sich um Krebs der Prostata, Leber und Pankreas. Zudem fanden die Forscher bei den Tieren Neurinome.<\/p>\n<p>Diese Tumore, die von den Nervenh\u00fcllen (Myelinscheiden) ausgehen sind beim Menschen gutartig. Diese Befunde betrafen beide Nagerarten (<a href=\"https:\/\/www.medicalnewstoday.com\/articles\/320840.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.medicalnewstoday.com\/articles\/320840.php<\/a>).<\/p>\n<p>Dass die DNA \u00fcberhaupt durch EMFs beeintr\u00e4chtigt werden kann, war f\u00fcr Wissenschaftler ein unerwartetes Resultat. Bis dahin gingen Molekular-Biologen davon aus, DNA sei gegen\u00fcber hochfrequenten Wechselfeldern v\u00f6llig inert (<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/02\/02\/health\/cell-phones-cancer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/02\/02\/health\/cell-phones-cancer.html<\/a>). Dies zeigt, wie hoch der Bedarf an Forschung auf diesem noch Gebiet ist.<\/p>\n<h4>Bereits 2008 ver\u00f6ffentlichte eine Gruppe aus M\u00fcnchen in Kooperation mit der Medizinischen Universit\u00e4t Wien (MUW) eine Untersuchung an isolierten Zellen.<\/h4>\n<p>Ein Abstract wurde in PubMed ver\u00f6ffentlicht unter dem Titel: <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18278508\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS 1950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes.<\/a><\/p>\n<p>Die verantwortlichen Wissenschaftler waren Prof. Franz Adlkofer und Prof. Hugo R\u00fcdiger. Die Zielsetzung der Studie war, das unl\u00e4ngst eingef\u00fchrte UMTS der dritten Generation als standardisierte Form des Funkverkehrs abzukl\u00e4ren &#8211; und auf biologische Effekte zu untersuchen.<\/p>\n<p>Die Forscher beklagten, dass die Einf\u00fchrung erfolgte, ohne diese Effekte und vielleicht auch m\u00f6glicher genver\u00e4ndernde\u00a0Reaktionen durch die hohen Frequenzen abzukl\u00e4ren. Es lagen hier berechtigte Bef\u00fcrchtungen vor, da das Kommunikationssystem der zweiten Generation bei Testen &#8222;in vitro&#8220; negative Effekte auf Zellen gezeigt hatte.<\/p>\n<p>Die Untersuchungsmethode sah dann also so aus, dass die Forscher Fibroblasten (spezielle Bindegewebszellen) und Lymphozyten (wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen) kultivierten und dann mit UMTS-typischen Wellen beschallten (bei einer Frequenz von 1,950 MHz). Die herbeigef\u00fchrte Beschallung fand dabei sogar noch unterhalb des gesetzlichen Sicherheitslimits statt.<\/p>\n<p>Diese \u201eStandard-Absorptionsrate\u201c (SAR) betr\u00e4gt 2 W\/kg. Nach der kontrollierten Emission untersuchten die M\u00fcnchner Wissenschaftler, welche DNA-Sch\u00e4den auftraten (Micronucleus-Test und Comet-Assay).<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler versuchten, eine Dosis-Wirkungs-Relation f\u00fcr genver\u00e4ndernde Effekte festzustellen. Es gab zwei Testkammern, in denen die zu untersuchenden Zellkulturen untergebracht waren. Eine Testkammer wurde mit EMF beschallt, die andere war isoliert und verhinderte eine Exposition der Zellen gegen\u00fcber EMF. Das Team wusste zum Zeitpunkt der Auswertung nicht, welche Kammer die \u201cPlacebo-Kammer\u201d war und welche die EMF-Kammer.<\/p>\n<p>Als Ergebnis konnten die Forscher berichten, dass schon eine Beschallung von 24 Stunden mit SAR-Werten von 0,05 W\/kg, die weit unter dem Sicherheitslimit liegen, statistisch signifikante Erh\u00f6hungen von DNA-Sch\u00e4den in den Fibroblasten verursachte. Bei einer Verdopplung von SAR auf 0,1 W\/kg zeigte sich ein signifikanter Effekt schon nach nur 8 Stunden. \u00dcberraschenderweise zeigten sich keine oder nur schwache Effekte bei den Lymphozyten.<\/p>\n<p><strong>Die Forscher schlossen aus ihren Beobachtungen, dass UMTS genetische Ver\u00e4nderung in menschlichen Zellen verursachen kann, allerdings sind nicht alle Zellen gleich stark betroffen.<\/strong><\/p>\n<p>Doch wie ist das bei so geringen Emissionen m\u00f6glich? Bei genauer Betrachtung des Grenzwertes SAR f\u00e4llt auf, dass es hier nur um die Erw\u00e4rmung eines K\u00f6rpers im EMF geht. So ist zwar eine Aufheizung des Gehirns nach einem 15-min\u00fctigen Handy-Telefonat feststellbar. Schon eine Temperatur-Erh\u00f6hung von 1 \u00b0 C bedeutet f\u00fcr das Gehirn eine Gefahr.<\/p>\n<p>Und das kann durch die Benutzung eines Handys bei einem l\u00e4ngeren Telefonat durchaus erreicht werden. Doch neben dem rein thermischen Effekt ist gerade auch die Frequenz eines Wechselfeldes von entscheidender Bedeutung. Und das bleibt vom SAR unber\u00fccksichtigt. \u00dcberhaupt sind die Grenzwerte lange vor der Einf\u00fchrung der Mobil-Telefone festgelegt worden und auf ganz andere St\u00f6rquellen standardisiert.<\/p>\n<p>Zudem sind Menschen gegen\u00fcber den EMFs offenbar unterschiedlich empfindlich. Einige \u00c4rzte sprechen inzwischen von der Elektrosensibilit\u00e4t als einer eigenst\u00e4ndigen Krankheit. Im Freiburger Appell fordert eine \u00c4rztegruppe aus dem Kreis der &#8222;Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.&#8220; eine Absenkung des Grenzwertes SAR.<\/p>\n<p>Sie weisen auf Risiken hin wie \u201eEin- und Durchschlafst\u00f6rungen, chronische Ersch\u00f6pfung, Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne, Schwindel, Tinnitus, Blutdruckentgleisungen und Arrhythmien, Konzentrations- und Ged\u00e4chtnisprobleme, Lern- und Verhaltensst\u00f6rungen, bei Kindern ein immer h\u00e4ufigeres Auftreten von ADHS.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt auch Hinweise darauf, dass EMFs nicht nur die Zellkern-DNA sch\u00e4digen, sondern speziell das Erbgut der Mitochondrien. Die Zell-Organellen sind unsere \u201eZellkraftwerke\u201c, die einen Gro\u00dfteil der Stoffwechsel-Energie bereitstellen. Ist dieser Prozess beeintr\u00e4chtigt, hat das nat\u00fcrlich enorme Wirkungen auf den Organismus.<\/p>\n<p>Daneben beeinflussen EMFs h\u00f6chstwahrscheinlich auch die Informations\u00fcbertragung zwischen den Zellen, die daf\u00fcr ihre eigenen biologisch erzeugten elektrischen Felder nutzen. \u00dcberdies wird auch eine Sch\u00e4digung von intrazellul\u00e4ren Proteinen durch die Wechselfelder diskutiert.<\/p>\n<p>Seit 1961 ist eine Schw\u00e4chung von Bio-Membranen durch EMFs bekannt. Dadurch erh\u00f6ht sich ihre Durchl\u00e4ssigkeit, sodass sie keine sichere Barriere f\u00fcr Toxine mehr bieten. Allan Frey, der diese Fakten durch seine Experimente ans Licht brachte, wollte damals die Auswirkungen des Radars \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Heute legen seine Forschungen nahe, dass die Blut-Hirn-Schranke (Hirnh\u00e4ute) durch den Einfluss von EMFs permeabler werden und Giftstoffe verst\u00e4rkt ins Gehirn gelangen (Dr. Robert Becker: Body Electric: Electromagnetism and the Foundation of Life, William Morrow and comp., New York, 1985).<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Folge der Interaktion mit biologischen Feldern<\/h2>\n<p>Eine Folge der Interaktion mit biologischen Feldern hat Dr. Martin Pall, herausgearbeitet, der lange Jahre an der Washington State University t\u00e4tig war. Er forschte an spannungsabh\u00e4ngigen Calcium-Kan\u00e4len, die den Einstrom des Erdalkalimetalles in die Zellen steuern. Unter dem Einfluss von EMFs \u00f6ffnen sich die Transport-Proteine und lassen einen \u00dcberschuss von Kalzium in die Zelle (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25879308\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25879308<\/a>).<\/p>\n<p>Die enorme Konzentration von Kalzium wiederum hat f\u00fcr Zelle weitreichende Konsequenzen. So bewirken die Erdalkali-Ionen eine \u00dcber-Produktion Von Stickstoffmonoxid (NO) und dessen Superoxid, das wiederum zu Peroxynitrit zerf\u00e4llt. Peroxynitrit reagiert zu einer ganzen Reihe freier Radikale wie reaktiven Stickstoffspezies, Hydroxylradikale, Carbonatradikale und\u00a0NO2-Radikalen.<\/p>\n<p>Alle diese aggressiven Verbindungen sch\u00e4digen Zellen und besonders die DNA mit schwerwiegenden Folgen. Krebs und Mutationen sind auf diese Weise vorprogrammiert. Gesch\u00e4digte Mitochondrien funktionieren nicht mehr richtig und der gesamte Energiestoffwechsel ist beeintr\u00e4chtigt. Der Alterungs-Prozess ist beschleunigt und die Neigung zu chronischen Krankheiten nimmt zu.<\/p>\n<p>Peroxynitrite ver\u00e4ndern Proteine durch Nitrierung. Wird beispielsweise die Aminos\u00e4ure Tyrosin zu Nitrotyrosin umgewandelt, k\u00f6nnen die Struktur-Proteine ihre Aufgaben nicht mehr korrekt erf\u00fcllen. Wissenschaftler sehen hier einen Zusammenhang zu Erkrankungen wie Amyotropher Lateralsklerose, Herzsch\u00e4den, Darmentz\u00fcndungen und septischen Lungenerkrankungen (<a href=\"https:\/\/app.box.com\/s\/iyjuzrxtkx3gpblu4vmt0wjrgsxykuzc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/app.box.com\/s\/iyjuzrxtkx3gpblu4vmt0wjrgsxykuzc<\/a>).<\/p>\n<p>Doch den gef\u00e4hrlichsten Effekt der EMFs sehen Wissenschaftler in den DNA-Br\u00fcchen, die von den Peroxynitriten ausgel\u00f6st werden (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3780531\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3780531\/<\/a>).<\/p>\n<p>EMFs erh\u00f6hen die Konzentration der gef\u00e4hrlichen <strong>Oxidanzien<\/strong>. Das ergab eine Sichtung mehrerer Studien. Wahrscheinlich h\u00e4ngt der Effekt damit zusammen, dass der K\u00f6rper die aggressiven Verbindungen nicht mehr ausreichend entsorgen kann. Die Folgen sind <strong>Kopfschmerzen<\/strong>, <strong>Abgeschlagenheit<\/strong> und <strong>geistige Einschr\u00e4nkungen<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2213879X17300731\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2213879X17300731<\/a>).<\/p>\n<p>Speziell die niederfrequenten Strahlen k\u00f6nnten nach Meinung vieler Wissenschaftler den enormen Anstieg chronischer Erkrankungen verursachen (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/8944624\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/8944624<\/a>). Besonders die erh\u00f6hten Fallzahlen bei Gehirntumoren k\u00f6nnten damit zu erkl\u00e4ren sein.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen der EMFs auf Proteine sind im Grunde nicht verwunderlich, weil die meisten biologischen Molek\u00fcle elektrisch geladene Ionen sind. Viele Proteine k\u00f6nnen durch Ladungsverschiebungen ihre Gestalt ver\u00e4ndern, wie das Beispiel der Calcium-Kan\u00e4le zeigt. F\u00fcr die Regulation der biochemischen Gleichgewichte sind solche Mechanismen von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n<p>Die entsprechenden Details sind noch bei Weitem nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. Das Gleiche gilt f\u00fcr weitere denkbare Auswirkungen von EMFs auf biomolekulare Prozesse.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Paul H\u00e9roux von der Universit\u00e4t in Montreal vermutet einen \u00e4hnlichen Einfluss der Wechselfelder auf die ATP-Synthase. Das Enzym dient der Energie-Bereitstellung in den Mitochondrien und ist dort in einem Komplex mit einer Protonen-Pumpe angesiedelt. Der Protonen-Fluss \u00fcber eine Membran liefert die Energie f\u00fcr den Prozess.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie der Calcium-Kanal k\u00f6nnte die Protonen-Pumpe durch EMFs beeintr\u00e4chtigt werden. Die Folge w\u00e4re eine herabgesetzte Synthese von ATP, was letztlich weniger Stoffwechsel-Energie bedeutet. Dass dies auch gesundheitliche Folgen h\u00e4tte, leuchtet ein.<\/p>\n<h2>Alzheimer seit 1990 plus 300 %, ADHS plus 819 %, Depressionen plus 300 % usw.<\/h2>\n<p>So stieg in den USA die Alzheimer-Erkrankung seit 1990 um fast 300 % an, ADHS sogar um 819 %. Bei Z\u00f6liakie betrug die Wachstumsrate gar 1111 %, bei Diabetes und Depressionen immerhin rund 300 %. Hyperthyreose und Lupus schnellten um 800 % in die H\u00f6he und Osteoarthritis und Schlaf-Apnoe um \u00fcber 400 %. Bipolare St\u00f6rungen, Autismus, das Fatigue-Syndrom und Fibromyalgie sind in der Liste ebenfalls vertreten, allerdings mit geringen Wachstumsraten.<\/p>\n<p>Die Studie von Adlkofer und R\u00fcdiger konnte zwar noch keine abschlie\u00dfende Antwort auf die Sch\u00e4dlichkeitsfrage geben. Aber immerhin zeigte sie einen Einfluss, der zuvor von den EMF-Bef\u00fcrwortern hartn\u00e4ckig geleugnet wurde. Es bleibt aber zu fragen, warum Lymphozyten augenscheinlich von EMF nicht zu beeinflussen sind, Fibroblasten dagegen deutlich empfindlicher sind.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind eine Reihe von Zellen bekannt, die sehr empfindlich auf EMF reagieren. Die WHO sieht unter anderem eine Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die Gehirnzellen (<a href=\"http:\/\/www.iarc.fr\/en\/media-centre\/pr\/2011\/pdfs\/pr208_E.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.iarc.fr\/en\/media-centre\/pr\/2011\/pdfs\/pr208_E.pdf<\/a>). Einige Wissenschaftler warnen vor den m\u00f6glicherweise verheerenden Auswirkungen der EMFs auf das <strong>kindliche<\/strong> <strong>Gehirn<\/strong>. Genauere Aussagen hierzu lassen sich schwer treffen, weil Studien an Kindern unm\u00f6glich sind. Die Forscher verweisen jedoch auf das <strong>Vorsorge-Prinzip<\/strong>, demzufolge \u2013 gerade bei Kindern \u2013 schon aus reiner Vorsicht Schutzma\u00dfnahmen erforderlich sind (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7642138\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7642138\/<\/a>).<\/p>\n<p>In der Internationalen Krebsforschungs-Agentur IARC der WHO wird das Gef\u00e4hrdungs-Potenzial der Handy-Emissionen bereits gleichgesetzt mit dem einiger Pestizide, Schwermetalle und Rauchgase. Die Krebsspezialisten Robert Nagourney und John West gehen davon aus, dass sich EMF auf viele K\u00f6rperzellen negativ auswirkt.<\/p>\n<p>Sie untersuchten eine junge Frau, die an einem <strong>Brustkrebs<\/strong> erkrankt war, der direkt von mehreren Herden ausging, obwohl bei ihr keine Veranlagung vorlag. Nach eingehender Befragung und Untersuchung stellte sich heraus, dass die Frau ihr Handy immer im BH transportierte und das Muster der Krebszellen genau mit der Form und der Lage ihres Mobiltelefons \u00fcbereinstimmte.<\/p>\n<p>Auch wenn dies nat\u00fcrlich kein Beweis f\u00fcr die Gef\u00e4hrlichkeit der EMF ist, so sollte es doch eine Warnung sein, das Handy nicht im BH, aber m\u00f6glichst auch sonst nirgendwo direkt am K\u00f6rper aufzubewahren.<\/p>\n<p>Eine Studie aus dem Jahr 2009 untersuchte 150 M\u00e4nner, die ihre Mobiltelefone regelm\u00e4\u00dfig seit mehreren Jahren am G\u00fcrtel trugen. Es stellte sich heraus, dass die <strong>Knochendichte in dem Beckenbereich abgenommen<\/strong> hatte, in der das Handy getragen wurde (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19816295\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19816295<\/a>).<\/p>\n<p>Andere Untersuchungen zeigen, dass durch Handys in der Hosentasche die <strong>Spermienqualit\u00e4t\u00a0bei M\u00e4nnern<\/strong> negativ beeinflussen (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19649291\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19649291<\/a>).\u00a0Untersuchungen zufolge reduziert sich die Motilit\u00e4t der Keimzellen um 8 % (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24927498\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24927498<\/a>).<\/p>\n<p>Daneben kommen in den Chromosomen der Spermien verst\u00e4rkt <strong>DNA-Br\u00fcche<\/strong> vor (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4074720\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4074720<\/a>\/). All das f\u00fchrt zu <strong>eingeschr\u00e4nkter Fruchtbarkeit<\/strong>.<\/p>\n<p>Eine Untersuchung aus 2015 belegt die <strong>Zunahme von Fehlgeburten<\/strong> durch Handystrahlung (<a href=\"https:\/\/jehse.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s40201-015-0193-z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/jehse.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s40201-015-0193-z<\/a>).<\/p>\n<p>Eine israelische Gruppe stellte fest, dass sich in den vergangenen 30 Jahren die Anzahl von <strong>Tumoren der Ohrspeicheldr\u00fcse<\/strong> drastisch erh\u00f6ht hat, w\u00e4hrend Krebs in anderen Speicheldr\u00fcsen relativ stabil blieb (<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/21150362\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/21150362<\/a>).<\/p>\n<p>Da die meisten Menschen beim Telefonieren das Handy genau vor den Bereich der Ohrspeicheldr\u00fcse halten, besteht m\u00f6glicherweise ein Zusammenhang zu EMF.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei:\u00a0Die Fibroblasten-Studie\u00a0machte einen Anfang und fing so damit an, das lang beschworene M\u00e4rchen von der absoluten Unbedenklichkeit der EMF zu zersetzen. Wen wundert es da, dass die Gegenreaktion nicht lange auf sich warten lie\u00df? Mich nicht.<\/p>\n<p>Dr. Dietrich Klinghardt vom Sophia Health Institute in Woodinville\/Washigton vermutet, dass EMFs auch die unz\u00e4hligen Zellen unseres Mikrobiom sch\u00e4digen. Dies k\u00f6nnte eine Verschiebung der Besiedlung mit den wichtigen Symbionten zur Folge haben. Pathogene Keime k\u00f6nnten dann die \u00dcberhand gewinnen. Auch darin d\u00fcrfte eine Gefahr f\u00fcr unsere Gesundheit lauern.<\/p>\n<p>Schon 2004 wurden die Ergebnisse einer EU-Studie ver\u00f6ffentlicht, die bekannt wurde unter der Bezeichnung \u201cREFLEX\u201c (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070929204258\/http:\/www.verum-foundation.de\/cgi-bin\/content.cgi?id=euprojekte01\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Risk Evaluation of Potential Environmental Hazards From Low Energy Electromagnetic Field Exposure Using Sensitive in vitro Methods<\/a>). Neben EU-Geldern finanzierte sich das Projekt aus Mitteln der Stiftung f\u00fcr Verhalten und Umwelt sowie des Verbandes der Cigartettenindustrie. Unter der Federf\u00fchrung von Prof. Franz Adlkofer waren an der Forschung 10 wissenschaftliche Institute und Labore beteiligt.<\/p>\n<p>Die 4 Jahre dauernde Arbeit weist den umfangreichen Schaden nach, den EMFs auf den genetischen Stoffwechsel aus\u00fcben. Dies geschieht schon bei Intensit\u00e4ten, die unterhalb des Grenzwertes von 2 W\/kg liegen, und zwar in einem Versuch schon bei 0,3 W\/kg. So kommt es zu <strong>Br\u00fcchen eines oder beider Str\u00e4nge der DNA<\/strong> in den getesteten menschlichen Bindegewebszellen und bei bestimmten wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen von Ratten.<\/p>\n<p>In den Bindegewebszellen wurden zudem <strong>Chromosomen-Ver\u00e4nderungen sowie eine Fehlverteilung der Chromosomen<\/strong> w\u00e4hrend der Zellteilung festgestellt. In Endothelzellen des Menschen und in Stammzellen von M\u00e4usen kam es zu einer gest\u00f6rten Genexpression. Aus solchen Effekten resultieren etliche Erkrankungen des Nervensystems, Mutationen und embryonale Fehlbildungen sowie maligne Tumore.<\/p>\n<p>Tierversuche sind in mancher Hinsicht aufschlussreicher als Studien mit Menschen. Die Tiere k\u00f6nnen EMFs unter stark kontrollierten Bedingungen ausgesetzt werden und im Anschluss sind post-mortem-Untersuchungen m\u00f6glich. Auch wenn die Ergebnisse nicht im ganzen auf den Menschen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, erm\u00f6glichen diese Experimente dennoch weitergehende Schlussfolgerungen.<\/p>\n<p>Ein Versuch mit Ratten zeigt auf, wie EMFs auf Herz und Kreislauf der Tiere einwirkt. So stieg der <strong>Blutdruck<\/strong> (systolisch und diastolisch) und die <strong>Herzraten-Variabilit\u00e4t<\/strong> nahm ab. Auf die Blutfette hatten die EMFs auch Einfluss. Die (g\u00fcnstigen) HDL-Werte sanken, w\u00e4hrend die (ung\u00fcnstige) <strong>LDL<\/strong>-Fraktion und auch das Gesamt-<strong>Cholesterin<\/strong> zugenommen hatte. Infolgedessen lie\u00dfen sich Anzeichen daf\u00fcr nachweisen, dass <strong>arteriosklerotische Prozesse<\/strong> in Gang gesetzt wurden. Au\u00dferdem war bei den Tieren das Kreislauf-Hormon Stickstoffmonoxid (NO) im Herzgewebe erh\u00f6ht (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33146629\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33146629\/<\/a>).<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Zersetzung von zersetzenden Studienergebnissen<\/h2>\n<p>Es dauerte daher dann auch nicht lange und ein Prof. Alexander Lerchl aus der Jacobi Universit\u00e4t Bremen meldete sich in der Fachzeitschrift zu Wort, in der die REFLEX-Studie ver\u00f6ffentlicht worden war. Der ehemalige Strahlenschutzbeauftragte bezweifelte die Richtigkeit der statistischen Daten und damit die gesamte Aussagekraft der Untersuchung.<\/p>\n<p>Damit aber noch nicht genug: Er informierte den Rektor der MUW \u00fcber betr\u00fcgerische Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten in dieser Arbeit und \u00e4hnlich gelagerten Arbeiten der gleichen Forschergruppe. Letztendlich wurde der Gruppe vorgeworfen, eine ganze Reihe von Ver\u00f6ffentlichungen zu EMF und deren Sch\u00e4dlichkeit mit erfundenen Daten zu Ungunsten der EMF (und damit der Industrie) durchgef\u00fchrt zu haben.<\/p>\n<p>Dreh- und Angelpunkt in diesem ganzen Drama war eine Laborangestellte, die man als notorische L\u00fcgnerin und Erfinderin von Daten bezeichnete. Es wurde ihr auch unterstellt, zu wissen, in welcher der Kammern eine EMF-Beschallung erfolgte und in welcher keine Beschallung stattfand. Man hatte also seinen perfekten S\u00fcndenbock gefunden.<\/p>\n<p>Denn man sollte wissen: Den Professoren wissenschaftliches Fehlverhalten nachzuweisen w\u00e4re deutlich schwerer geworden. Aber eine &#8222;kleine&#8220; Laborangestellte?<\/p>\n<p>Und noch eine \u201csch\u00f6ne\u201d Begebenheit tat sich auf: Zwei Tage, nachdem der Rektor der MUW die Autoren aufgefordert hatte, die Arbeiten zur\u00fcckzuziehen, tauchte ein recht brisanter Tatbestand auf: Der vom Rektor eingesetzte Vorsitzende der Ethikkommission, die \u00fcber diesen Fall zu entscheiden hatte, entpuppte sich als ein Rechtsanwalt, der f\u00fcr die Mobiltelefonindustrie t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Damit war die scheinbare \u201cUnabh\u00e4ngigkeit\u201d dieser Kommission enttarnt, bzw. die Aufgabe dieser Kommission als \u201cInquisition\u201d eindeutig. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wurde dann auch noch die Presse, in diesem Fall sogar der \u201cSpiegel\u201d (spiegel.de\/spiegel\/0,1518,555365,00.html), eingeschaltet, der sich gen\u00fcsslich \u00fcber die verf\u00e4lschte Wissenschaft der EMF-Gegner auslie\u00df.<\/p>\n<p>Erst im M\u00e4rz 2021 bekamen die Vertreter der REFLEX-Studie vor Gericht Recht. Das Bremer Oberlandesgericht untersagte Prof. Lerchl bei einer Strafandrohung in H\u00f6he einer Bu\u00dfgeldzahlung von 250.000 Euro die Falschbehauptungen. Indirekt erkl\u00e4rten die Richter damit die Aussagen der REFLEX-Studie f\u00fcr wissenschaftlich korrekt.<\/p>\n<h2>Wenn es schon in der Zeitung steht, muss es ja stimmen &#8211; oder?!<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Damit war jedem klar, dass EMF-Gegner nicht nur einen Knall haben, sondern auch noch zu bl\u00f6d sind, ihre Machenschaften ausreichend zu tarnen. Im Falle der Laborassistentin wurde dem Leser durch die Brust ins Auge vermittelt, dass hier auch ein gewisses kriminelles Potential mitschwimmt.<\/p>\n<p>&#8222;Aha, hab ich doch immer gesagt, dass die Handy-Gegner Kriminelle sind, Terroristen vielleicht sogar, die nicht wollen, dass ich meine Oma anrufen kann, gell?&#8220; Eine Gegendarstellung von Prof. Adlkofer wurde vom Spiegel nicht gedruckt.<\/p>\n<p>Prof. Adlkofer \u00e4u\u00dfert an anderer Stelle dazu:<\/p>\n<blockquote><p>\u201c<em>Selbst wenn die Handy-Industrie mit ihrer \u201cKriegsspiele-Strategie\u201d, die sie erfolgreich in den Staaten in den 90er Jahren angewandt hat, Erfolg haben sollte in Sachen Unglaubw\u00fcrdigmachen und Abwertung der Wiener Forschungsergebnisse, dann ist dieser vermeintliche Sieg mittlerweile gegenstandslos geworden. Denn mittlerweile &#8211; wie in der Dokumentation demonstriert &#8211; sind mehrere Ver\u00f6ffentlichungen erschienen, die genau unsere Ergebnisse reproduzieren konnten.<\/em>\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Ebenfalls merkw\u00fcrdig ist, dass &#8211; nachdem der industriefreundliche Vorsitzende der Ethikkommission durch einen neutraleren Kandidaten ersetzt wurde &#8211; die Kommission zu vollkommen gegenteiligen Ergebnissen in der Beurteilung der Wiener Forschungsergebnisse kam. Die &#8222;gef\u00e4lschte&#8220; Statistik war nicht mehr gef\u00e4lscht und der Vorwurf des vors\u00e4tzlichen Betrugs wurde als falsch zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>In der Folge sind noch weitere Scharm\u00fctzel zwischen professoralen Gegnern und Bef\u00fcrwortern der Handy-Industrie vorgekommen, die ein eher besch\u00e4mendes Bild auf die Wissenschaft werfen, bzw. auf die, die sie betreiben. Hier wurde offensichtlich nicht nur verleumderisch kriminelles Potenzial den EMF-Gegnern unterstellt &#8211; was selbst eines gewissen kriminellen Potenzials nicht entbehrt.<\/p>\n<p>Hier wurde und wird die Wissenschaft so &#8222;zurechtgeb\u00fcgelt&#8220;, dass die Interessen der Industrie mal wieder die Oberhand gewinnen sollen. Und die Bef\u00fcrworter sind Professoren und Universit\u00e4tsrektoren in Wien, Berlin und Bremen (und anderswo).<\/p>\n<h2>Mein Fazit vom August 2011<\/h2>\n<p>Ob Pharmaindustrie oder Handy-Industrie, wenn\u00b4s ums Geld geht, dann ist man sich wohl auch als Professor nicht zu sch\u00e4big, in die Trickkiste von Demagogen und Hetzern zu greifen. Denn die m\u00f6gliche\u00a0Wirklichkeit scheint zu teuer zu sein, auch f\u00fcr die beteiligten Personen. W\u00e4hrend die Gegner finanziell mit leeren H\u00e4nden dastehen (was nur logisch und vollkommen normal ist), wird es f\u00fcr die Pro-Professoren nicht zu deren Schaden sein, wenn sie ihre professorale Kompetenz meistbietend verh\u00f6kern.<\/p>\n<p>Es bleibt mir eigentlich nur \u00fcbrig, die Frage zu stellen, wem das Ganze am Ende schadet? Den Nutzen hat die Mobilfunkindustrie, aber wenn diese elektromagnetischen Felder wirklich unsere Zellen und unser Genmaterial sch\u00e4digen, wird die Anzahl der &#8222;Verlierer&#8220; in dieser Angelegenheit un\u00fcbersehbar zahlreich sein.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich k\u00e4mpfen wir da an mehreren Fronten, denn auch die von der Wissenschaft und der Industrie so hei\u00dfgeliebten Nanopartikel sind nicht ganz ohne: <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/nanoteilchen-schaedigen-erbgut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forscher entdecken: Nanopartikel sch\u00e4digen das Erbgut<\/a>.<\/p>\n<p>Uns allen w\u00fcnsche ich mehr Forschung unter neutralen Bedingungen beziehungsweise die Anerkennung und Publikmachung bereits vorhandener Ergebnisse, und nat\u00fcrlich Konsequenzen daraus. Auch wenn wir dann vielleicht nicht mehr immer und \u00fcberall erreichbar sind.<\/p>\n<p>Und selbst, wenn die Ergebnisse noch so unklar und widerspr\u00fcchlich sind, so kann doch jeder selber einige Sicherheitsvorkehrungen treffen: Das Handy immer mehr als 15 Zentimeter vom K\u00f6rper entfernt aufbewahren. EMF treten auf, sobald das Handy eingeschaltet ist, selbst wenn gerade kein Telefongespr\u00e4ch stattfindet.<\/p>\n<h4>Weitere Erg\u00e4nzungen seit Juni 2011:<\/h4>\n<h2>WLAN Strahlung ist ein Risiko!<\/h2>\n<p>In der Einleitung deute ich es ja bereits an: Es \u00e4ndert sich etwas. Der\u00a0Einfluss Elektromagnetischer Felder (EMF) auf Mensch und Umwelt ist nicht mehr wegzudiskutieren. Die Debatte gewinnt zunehmend an Bedeutung und auch an\u00a0 &#8222;Substanz&#8220;, denn die drahtlose Funk\u00fcbertragung ist eine Technologie, die unseren Alltag zunehmend begleitet.<\/p>\n<p>Immer mehr sind wir umgeben von Handys und Schnurlos-Telefonen, die zur Grundlast der EMFs durch Starkstromkabel hinzukommen. Doch besonders die Wi-Fi-Direct-Technology der WLAN-Endger\u00e4te macht Experten wachsendes Kopfzerbrechen. Besonders gef\u00e4hrdet sind Kinder und schwangere Frauen und deren Leibesfrucht, wie Mediziner, Physiker und Biologen bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p>So fordert der US-Wissenschaftler Martin Blanks von der Columbia University\u00a0bereits jetzt einen wirksamen Schutz vor den EMFs. In einer Verlautbarung der Forschergruppe EMFScientist fordert er zudem eine Untersuchung der Wirkung des Elektrosmogs auf die DNA.<\/p>\n<p>Eine Ver\u00e4nderung des Genoms k\u00f6nnte Krebs ausl\u00f6sen und Erbkrankheiten verursachen. Das bef\u00fcrchten Blanks und viele weitere internationale Wissenschaftler. Die Organisation <a href=\"http:\/\/www.emfscientist.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EMFScientist<\/a> f\u00fchrt die Arbeit des weltweiten Forschernetzes zusammen.<\/p>\n<p>Die EU hat es bis heute nur \u201eEmpfehlungen\u201c zum Schutz vor Elektrosmog herausgegeben. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnte schon 2011 die Gefahren durch EMFs an. Wissenschaftler des Forschungs-Komitees der WHO fanden in Studien Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass EMFs potenziell karzinogen sind. Gest\u00fctzt wurde dieser erhebliche Verdacht durch eine Studie aus 2016 (<a href=\"https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/biorxiv\/early\/2016\/05\/26\/055699.full.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/biorxiv\/early\/2016\/05\/26\/055699.full.pdf<\/a>).<\/p>\n<p>Die offiziellen Warnungen aus den Vorjahren erhalten dadurch noch mehr G\u00fcltigkeit. Doch bei Warnungen ist es bislang geblieben, konkrete Ma\u00dfnahmen haben die Verantwortlichen der WHO bisher nicht auf den Weg gebracht, denn handfeste Beweise g\u00e4be es nach Meinung der UN-Organisation nicht. Somit folgt die WHO dem Standpunkt der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP).<\/p>\n<p>Die ICNIRP ist eine formal unabh\u00e4ngige Institution, die sich mit den Auswirkungen der EMFs auf Mensch und Umwelt befasst. Zwischen WHO und der ICNIRP besteht eine enge Kooperation. Der eingetragene Verein hat seinen Sitz in Oberschlei\u00dfheim, wo auch das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz beheimatet ist.<\/p>\n<p><strong>Kritiker werfen der Vereinigung vor, eine Lobby der Handy-Produzenten zu sein<\/strong>. Belege sehen Mobilfunk-Gegner im Agieren des ehemaligen ICNIRP-Vorsitzenden Michael Repacholi. Der australische Strahlenschutz-Experte bewies 1997 mit Tierexperimenten die karzinogene Wirkung der Handy-Strahlen. Heute vertritt er vehement Meinung, Elektrosmog von Mobilfunkger\u00e4ten sei nicht gesundheitssch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>Die geringe Strahlungsintensit\u00e4t, die in Tierversuchen Sch\u00e4digungen hervorriefen, lassen Zweifel am Grenzwert von 2 W\/kg aufkommen. Die heutigen Smartphones liegen zwar mit Werten zwischen 0,2 W\/kg und 1,4 W\/kg unterhalb des Limits, doch weit oberhalb von 0,05 W\/kg und 0,1 W\/kg aus den Tierversuchen von Schwarz, Kratochvil et al.<\/p>\n<p>Ach ja&#8230; das Ganze erinnert mich schon sehr an die <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pharmaindustrie<\/a>&#8230;<\/p>\n<h2>Fazit vom Juni 2023<\/h2>\n<p>Die Gef\u00e4hrdung durch EMFs wird durch Studien zunehmend untermauert. Daher muss man sich Gedanken dar\u00fcber machen, wie dieses Risiko und der Einfluss von Chemikalien in Nahrung und Umwelt zusammenwirken. Neben Interaktionen beider Faktoren ergibt sich bestimmt eine Kumulation zu einer steigenden Gesamtbelastung f\u00fcr die Gesundheit. Die heute jungen und besonders die j\u00fcngsten Menschen werden diese Folgen tragen m\u00fcssen, wenn sie \u00e4lter sind (<a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11281409\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/11281409\/<\/a>).<\/p>\n<h2>Fazit: Schutz gegen Strahlung\/WLAN und Co.<\/h2>\n<p>Und so bleibt den Menschen nichts anderes \u00fcbrig, als sich selber nach allen M\u00f6glichkeiten vor den elektromagnetischen Feldern zu sch\u00fctzen. Ratsam ist ein Verzicht auf WLAN-Ger\u00e4te im Haushalt und wieder die alten kabelgest\u00fctzten Systemen zu verwenden. Junge Familien richten sich so ein, dass ein Baby-Fon \u00fcberfl\u00fcssig wird. Daneben sollten Kompaktleuchtstofflampen abgeschafft und durch andere Leuchtmittel ersetzt werden.<\/p>\n<p>Achten Sie beim Kauf eines Handys oder Smartphones auf die Emissions-Werte. Viele Hersteller machen dazu in der Produktbeschreibung Angaben. Ansonsten k\u00f6nnen Sie sich dar\u00fcber beim Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz informieren.<\/p>\n<p>Mikrowellenger\u00e4te geh\u00f6ren abgeschafft!<br \/>\nExperten raten inzwischen dazu, aufgrund der zunehmenden Grundlast durch elektromagnetische Felder, den Strom im Schlafzimmer nachts abzuschalten. Die Verwendung eines batteriebetriebenen Weckers ist sinnvoller.<\/p>\n<p>Handys direkt am K\u00f6rper zu tragen ist ein hohes Risiko f\u00fcr die Kontamination mit EMFs. Es gibt bereits Taschen mit Strahlenschutz f\u00fcr die Mobiltelefone, um die Strahlenbelastung zu reduzieren (z.B. von eWall oder Faraday Defense). Helfen kann dabei die Nutzung von Handy-Lautsprechern, die eine Distanz zum Ger\u00e4t erm\u00f6glichen. Das Ger\u00e4t sollte auch nicht eingeschaltet auf dem Nachttisch liegen.<\/p>\n<p>Bestimmte Vitalstoffe wie Magnesium sch\u00fctzen die empfindlichen Kalzium-Kan\u00e4le. Freier Wasserstoff ist hilfreich, der als Raumluftbegasung, als Injektion oder oral verabreicht wird. Molekularer Wasserstoff eliminiert speziell die Peroxynitrite, die infolge der EMF-Belastung entstehen.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit die Strahlen zu verhindern, ist die Anhebung des Nrf2-Levels. NRf2 ist ein Transkriptions-Faktor, der bestimmte Gene aktiviert und deren Produkte im K\u00f6rper erh\u00f6ht. Diese Verbindungen erh\u00f6hen den Anteil an biogenen Antioxidantien, die vor den sch\u00e4dlichen Einfl\u00fcssen der EMFs sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Verzehr einiger Lebensmittel erh\u00f6ht die Produktion von NRf2. Dazu geh\u00f6ren Kreuzbl\u00fcter mit einem hohen Gehalt an Sulforaphan und alle Gem\u00fcsesorten mit phenolischen Inhaltsstoffen, Lycopin (Tomate, Paprika, aber bitte BIO!) und <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/sekundaere-pflanzenstoffe\/carotinoide.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Carotinoiden<\/a>.<\/p>\n<p>G\u00fcnstig sind auch die Schwefelverbindungen der Lauchgew\u00e4chse und Lebensmittel einem hohen Anteil an <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/omega-3-fettsaeuren.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Omega-3-Fetts\u00e4uren<\/a>. Intensives Krafttraining kann die Konzentration von NO erh\u00f6hen und die Aussch\u00fcttung von NRf2 steigern. \u00dcber richtiges Krafttraining schreibe ich \u00fcbrigens hier: <a href=\"https:\/\/www.der-fitnessberater.de\/krafttraining-muskeltraining\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erfolgreiches Krafttraining<\/a>.<\/p>\n<p>Wenn es nach den Werbeversprechungen der Industrie geht, sind die Handys und Smartphones der dritten und vierten Generation in Bezug auf die EMFs absolut sicher. Besser beraten ist, wer einige Vorsichtsma\u00dfnahmen beachtet. Nutzen Sie Ihr Handy so wenig wie m\u00f6glich und schalten Sie es aus, wann immer es Ihnen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Ihre Kinder sollten gar kein Handy bekommen<\/strong>, erst ab einem Alter, indem eine sinnvolle Handhabung der Ger\u00e4te gew\u00e4hrleistet ist. Ich meine, dass vor dem 12. Lebensjahr die Kinder vor diesen Ger\u00e4ten unbedingt gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen!<\/p>\n<p><strong>Kleinkinder ben\u00f6tigen den weitreichendsten Schutz vor EMFs.<\/strong> Setzen Sie die Kleinen nicht noch der Strahlung eines Babyphones aus!<\/p>\n<p><strong>Tragen Sie Ihr Handy nicht direkt und dicht am K\u00f6rper.<\/strong> Auch ohne Verbindung besteht ein Risiko. Es gilt: mit dem Abstand zum Ger\u00e4t nimmt die Intensit\u00e4t der Strahlung ab. Dicht am K\u00f6rper getragen treten h\u00f6here Strahlenwerte auf als in der N\u00e4he des Kopfes! Insbesondere w\u00e4hrend des Anw\u00e4hlens ist die Sendeleistung besonders hoch. Also: In diesem Moment weg damit vom Ohr!<\/p>\n<p>Hohe Intensit\u00e4ten treten auch bei sehr schlechtem Empfang auf. Dann ist die Sendeleistung des Smartphones besonders stark. Brechen Sie das Gespr\u00e4ch ab, gerade auch im Auto. Dann ist ein Telefonat sowieso sehr schwierig und Sie warten am besten auf g\u00fcnstigere Bedingungen. Unterlassen Sie das Telefonieren im Auto, Zug oder Flugzeug!<\/p>\n<p>Mit einem Headset k\u00f6nnen Sie ein gewisses Ma\u00df an Sicherheit erzielen, weil Sie so das Handy nicht direkt am K\u00f6rper und besonders dem Kopf halten m\u00fcssen. Besonders geeignet sind Blue Tooth Headsets, weil hier kein Draht als Antenne wirken kann. Beim Schreiben von SMS oder E-Mails ist die Distanz des Smartphones zum Kopf gr\u00f6\u00dfer. Nutzen Sie diese Form der Informations-\u00dcbertragung \u00f6fter!<\/p>\n<p><strong>Verkabeln Sie ihre Telefone<\/strong> (wieder) oder achten Sie darauf, dass die Schnurlos-Telefone immer in der Basisstation stecken und diese dann auch tats\u00e4chlich nicht strahlen.<br \/>\nVerlassen Sie sich nicht auf billige Strahlenschutz-Produkte wie Folien oder Sicherheits-Aufkleber. Sie erreichen damit h\u00f6chstens das Gegenteil. Der Empfang wird eventuell schlechter und das Ger\u00e4t schraubt automatisch die Sendeleistung hoch!<\/p>\n<p><strong>Schalten Sie am Besten das WLAN zu Hause ab<\/strong> \u2013 zumindest aber in der Nacht. Wenn Sie nat\u00fcrlich in einem Mehrfamilienhaus wohnen, wird die Sache umso schwieriger. Vielleicht kl\u00e4ren Sie mal ihre Nachbarn auf? Sie k\u00f6nnen ihnen ja mal diesen Artikel ausdrucken und geben. Denn: Die dramatische Zunahme chronischer Erkrankungen (siehe oben) betrifft Menschen!<\/p>\n<p><strong>Am besten verzichten Sie auf alle \u201esmarten Technologien\u201c im Haushalt<\/strong>. Wenn Strom- und Heizungsleistung einfach \u00fcbertragen werden, ist das zwar praktisch, aber mit einer unn\u00f6tigen Anhebung des EMF-Levels verbunden.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrend zum Thema:\u00a0<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/studie-elektrosmog-schaedigt-kinderhirne\/\">Studie: Elektrosmog sch\u00e4digt Kinderhirne (naturheilt.com)<\/a><\/p>\n<p>Wenn Sie gerne mehr zu solchen Themen und auch Hilfe und Tipps lesen m\u00f6chten, fordern Sie doch meinen kostenlosen Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: 123rf.com, Monika Wisniewska<\/p>\n<p>Beitrag wurde am 24.06.2015 erstellt und letztmalig am 23.06.2023 \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich diesen Beitrag im August 2011 schrieb, war das Thema im wahrsten Sinne des Wortes ein &#8222;Aufregerthema&#8220;. Elektromagnetische Wellen: Handystrahlung, Funkmasten, WLAN sollen krank machen? Die Wellen schlugen sehr hoch. Anscheinend wollte kaum jemand etwas davon h\u00f6ren, dass sein geliebtes (und sauteures) Handy ein ernsthaftes Problem sein k\u00f6nnte. 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