{"id":7098,"date":"2026-07-10T22:52:25","date_gmt":"2026-07-10T20:52:25","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=7098"},"modified":"2026-07-10T22:52:25","modified_gmt":"2026-07-10T20:52:25","slug":"testosteronspiegel-der-maenner-haben-sich-in-50-jahren-halbiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/testosteronspiegel-der-maenner-haben-sich-in-50-jahren-halbiert\/","title":{"rendered":"Testosteronspiegel der M\u00e4nner haben sich in 50 Jahren halbiert"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Meldungen, bei denen man zweimal hinschauen sollte. Nicht weil sie offensichtlich falsch w\u00e4ren, sondern weil die Gr\u00f6\u00dfenordnung beinahe zu gewaltig klingt: Der durchschnittliche Testosteronspiegel von M\u00e4nnern soll innerhalb von knapp f\u00fcnf Jahrzehnten um mehr als die H\u00e4lfte gesunken sein.<\/p>\n<p>Genauer gesagt: um <strong>54 Prozent zwischen 1972 und 2019<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Zahl stammt aus einer neuen systematischen Auswertung, die im Juli 2026 auf dem Jahreskongress der Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr menschliche Fortpflanzung und Embryologie, kurz ESHRE, in London vorgestellt wurde. Der Titel der Arbeit lautet: <strong>\u201eTemporal trends in total and free testosterone (1972\u20132019): a systematic review and meta-trend analysis\u201c (<a href=\"https:\/\/www.eshre.eu\/Annual-Meeting\/ESHRE-2026\/Main-programme\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>)<\/strong><\/p>\n<p>Federf\u00fchrend war Professor Hagai Levine von der Hebrew University in Israel. In die Analyse flossen sechs l\u00e4ngerfristige Untersuchungen mit insgesamt <strong>118.593 M\u00e4nnern<\/strong> aus Israel, den USA, Brasilien, Finnland und D\u00e4nemark ein. Alle sechs Studien berichteten sinkende Testosteronwerte. Zusammengenommen errechneten die Forscher einen R\u00fcckgang von rund 54 Prozent, wobei sich die Entwicklung nach dem Jahr 2000 offenbar noch beschleunigte.<\/p>\n<p>Das ist zun\u00e4chst eine Kongresspr\u00e4sentation. Eine vollst\u00e4ndig ver\u00f6ffentlichte Facharbeit mit allen Tabellen, Einschlusskriterien und statistischen Einzelheiten liegt derzeit noch nicht vor. Man sollte die Zahl daher nicht wie eine in Stein gemei\u00dfelte biologische Konstante behandeln. Als blo\u00dfes Zufallsprodukt l\u00e4sst sich die Entwicklung allerdings ebenfalls kaum abtun. Daf\u00fcr zeigen zu viele Untersuchungen aus verschiedenen L\u00e4ndern in dieselbe Richtung.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> <\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Nicht nur eine Frage des Alters<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich sinkt der Testosteronspiegel bei vielen M\u00e4nnern mit zunehmendem Alter. Darum geht es hier aber gerade nicht.<\/p>\n<p>Die entscheidende Beobachtung lautet: Ein heute 50-j\u00e4hriger Mann kann im Durchschnitt einen niedrigeren Testosteronwert aufweisen als ein 50-j\u00e4hriger Mann vor drei oder vier Jahrzehnten. Es handelt sich also nicht nur um einen Alterseffekt, sondern offenbar auch um einen <strong>Generationen- und Zeiteffekt<\/strong>.<\/p>\n<p>M\u00e4nner werden nicht einfach \u00e4lter. M\u00e4nner desselben Alters scheinen heute hormonell anders aufgestellt zu sein als fr\u00fchere Generationen.<\/p>\n<h3>Die Massachusetts Male Aging Study<\/h3>\n<p>Eine der bekanntesten Arbeiten, die in diesen Zusammenhang geh\u00f6rt, stammt aus den USA. Thomas Travison und seine Kollegen werteten Daten der Massachusetts Male Aging Study aus.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner waren in drei Erhebungszeitr\u00e4umen zwischen Ende der 1980er-Jahre und 2004 untersucht worden. Dabei zeigte sich ein deutlicher R\u00fcckgang des Gesamt- und freien Testosterons, der sich durch das zunehmende Alter der Teilnehmer allein nicht erkl\u00e4ren lie\u00df.<\/p>\n<p>Die Forscher ber\u00fccksichtigten unter anderem \u00dcbergewicht, Rauchen, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme. Dennoch blieb ein erheblicher zeitlicher R\u00fcckgang bestehen. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass es in der m\u00e4nnlichen Bev\u00f6lkerung einen altersunabh\u00e4ngigen R\u00fcckgang des Testosterons gegeben hatte, dessen Ursache durch die erfassten Gesundheits- und Lebensstilfaktoren nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4rt werden konnte.<\/p>\n<p>Das war im Jahr 2007. Die Entwicklung kommt also keineswegs \u00fcberraschend aus dem Nichts. Sie wurde nur lange erstaunlich wenig beachtet.<\/p>\n<h3>Finnische M\u00e4nner: gleiche Lebensjahre, andere Hormonwerte<\/h3>\n<p>Besonders eindrucksvoll ist eine finnische Untersuchung von Perheentupa und Kollegen.<\/p>\n<p>Die Forscher verglichen M\u00e4nner verschiedener Geburtsjahrg\u00e4nge miteinander. Bei den 60- bis 69-J\u00e4hrigen sank der durchschnittliche Testosteronwert von <strong>21,9 nmol\/l<\/strong> bei M\u00e4nnern der Geburtsjahrg\u00e4nge 1913 bis 1922 auf nur noch <strong>13,8 nmol\/l<\/strong> bei M\u00e4nnern, die zwischen 1942 und 1951 geboren worden waren.<\/p>\n<p>Das entspricht keinem kleinen Laborunterschied, sondern einem erheblichen Abstand.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist zudem: Der Unterschied blieb auch bestehen, nachdem die Forscher den Body-Mass-Index rechnerisch ber\u00fccksichtigt hatten. Die Autoren sprachen ausdr\u00fccklich von einem altersunabh\u00e4ngigen Geburtskohorteneffekt.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Die sp\u00e4ter geborenen M\u00e4nner hatten bei gleichem Alter erheblich niedrigere Hormonwerte.<\/p>\n<h3>Auch Israel meldet einen deutlichen R\u00fcckgang<\/h3>\n<p>Eine weitere gro\u00dfe Untersuchung wurde 2020 aus Israel ver\u00f6ffentlicht. Dabei analysierten die Forscher Testosteronmessungen aus den Jahren 2006 bis 2019.<\/p>\n<p>Auch dort zeigte sich ein deutlicher R\u00fcckgang \u00fcber die Zeit, und zwar in verschiedenen Altersgruppen. Bei 21-j\u00e4hrigen M\u00e4nnern sank der durchschnittliche Wert beispielsweise von etwa <strong>19,68 nmol\/l<\/strong> in den Jahren 2006 bis 2009 auf etwa <strong>17,76 nmol\/l<\/strong> zwischen 2016 und 2019.<\/p>\n<p>Der Trend blieb nach Ber\u00fccksichtigung des Alters und des BMI bestehen. Die Autoren hielten es deshalb f\u00fcr unwahrscheinlich, dass die Zunahme des \u00dcbergewichts allein den R\u00fcckgang erkl\u00e4ren k\u00f6nne.<\/p>\n<h2>\u00dcbergewicht, Diabetes und das metabolische Syndrom<\/h2>\n<p>\u00dcber die Ursachen wird nun gestritten. Das ist wissenschaftlich richtig und auch politisch vermutlich unvermeidlich.<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht ist ohne Zweifel ein wichtiger Faktor. Fettgewebe ist kein passiver Energiespeicher. Es greift aktiv in den Hormonstoffwechsel ein. Unter anderem kann dort \u00fcber das Enzym Aromatase Testosteron vermehrt in \u00d6strogene umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Hinzu kommen Insulinresistenz, chronisch erh\u00f6hte Entz\u00fcndungswerte, Fettleber, Schlafapnoe und Bewegungsmangel. Auch Diabetes und das metabolische Syndrom gehen h\u00e4ufig mit niedrigeren Testosteronwerten einher.<\/p>\n<p>Professor Levine sch\u00e4tzt, dass m\u00f6glicherweise ein Viertel bis die H\u00e4lfte des beobachteten R\u00fcckgangs durch \u00dcbergewicht und Stoffwechselst\u00f6rungen erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnte. Andere Fachleute halten sogar einen noch gr\u00f6\u00dferen Anteil f\u00fcr m\u00f6glich. Bewiesen ist eine solche vollst\u00e4ndige Erkl\u00e4rung bisher jedoch nicht.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich ist f\u00fcr mich, dass mehrere Entwicklungen zusammenwirken&#8230;<\/p>\n<h2>Endokrine Disruptoren: Hormone aus der Umwelt<\/h2>\n<p>Ich habe auch hormondisruptive Substanzen in Verdacht wie Weichmacher etc.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahrzehnten ist die Belastung mit hormonell wirksamen Substanzen zu einem ernsthaften Forschungsgebiet geworden.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren beispielsweise bestimmte Phthalate, Bisphenole, Pestizide, PFAS und andere Industriechemikalien. Solche Stoffe k\u00f6nnen hormonelle Signalwege beeinflussen, die Testosteronproduktion st\u00f6ren oder bereits w\u00e4hrend der Schwangerschaft und fr\u00fchen Kindheit in die Entwicklung des m\u00e4nnlichen Fortpflanzungssystems eingreifen.<\/p>\n<p>Das bedeutet nicht, dass jede Kunststoffverpackung einen Testosteronmangel verursacht. So simpel funktioniert Biologie nicht. Die m\u00f6gliche Wirkung entsteht vielmehr durch langfristige Belastung, Stoffgemische, empfindliche Entwicklungsphasen und individuelle Unterschiede.<\/p>\n<p>Die neue Meta-Auswertung beweist nicht, dass endokrine Disruptoren den 54-prozentigen R\u00fcckgang verursacht haben. Sie macht die Frage aber dringlicher. Wer sie vorschnell beiseiteschiebt, weil sich nicht jede einzelne Chemikalie sauber einem bestimmten Hormonwert zuordnen l\u00e4sst, verwechselt fehlende Vollst\u00e4ndigkeit mit Entwarnung.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<h2>Was au\u00dferdem den Testosteronspiegel dr\u00fcckt<\/h2>\n<p>Der moderne Mann lebt hormonell nicht unbedingt in einer besonders g\u00fcnstigen Umgebung.<\/p>\n<p>Viele bewegen sich zu wenig, verlieren Muskulatur, schlafen schlecht und verbringen ihre Tage unter Kunstlicht vor Bildschirmen. Dazu kommen Alkohol, chronischer Stress, bestimmte Medikamente, Schlafapnoe und eine Ern\u00e4hrung, die zwar reich an Kalorien, aber nicht zwingend reich an Vitalstoffen ist.<\/p>\n<p>Auch extreme Di\u00e4ten k\u00f6nnen problematisch sein. Testosteron wird aus Cholesterin gebildet. Eine dauerhaft sehr fettarme Ern\u00e4hrung kann deshalb ung\u00fcnstig sein. Eine Meta-Analyse kontrollierter Ern\u00e4hrungsstudien kam zu dem Ergebnis, dass fettarme Ern\u00e4hrungsformen im Vergleich zu fettreicheren Varianten das Gesamt- und freie Testosteron leicht senken k\u00f6nnen. Die Zahl der untersuchten M\u00e4nner war allerdings gering, weshalb daraus keine pauschale Empfehlung f\u00fcr besonders fettreiche Kost abgeleitet werden sollte.<\/p>\n<p>Der K\u00f6rper braucht weder Dauerfastfood noch hormonelle Askese. Er braucht ausreichend Energie, hochwertige Fette, Eiwei\u00df, Mikron\u00e4hrstoffe, Bewegung, Schlaf und eine funktionierende Stoffwechsellage.<\/p>\n<p>Eigentlich keine spektakul\u00e4re Erkenntnis. Nur offenbar eine, die in unserer Lebensweise zunehmend unter die R\u00e4der kommt.<\/p>\n<h2>Was ein niedriger Testosteronspiegel bedeuten kann<\/h2>\n<p>Testosteron wird gern auf Libido und Muskelaufbau reduziert. Das greift deutlich zu kurz.<\/p>\n<p>Das Hormon spielt eine Rolle bei:<\/p>\n<ul>\n<li>Muskelmasse und Kraft<\/li>\n<li>Knochendichte<\/li>\n<li>Blutbildung<\/li>\n<li>Sexualfunktion und Spermienproduktion<\/li>\n<li>Energie und Antrieb<\/li>\n<li>Fettverteilung<\/li>\n<li>Stoffwechsel<\/li>\n<li>Stimmung und Belastbarkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein einzelner niedriger Laborwert beweist allerdings noch keinen behandlungsbed\u00fcrftigen Testosteronmangel. Die Werte schwanken im Tagesverlauf und k\u00f6nnen durch Schlafmangel, akute Erkrankungen, Kaloriendefizite oder starke Belastungen vor\u00fcbergehend sinken.<\/p>\n<p>Gemessen werden sollte deshalb morgens, m\u00f6glichst unter vergleichbaren Bedingungen und bei auff\u00e4lligem Ergebnis ein zweites Mal. Neben dem Gesamt-Testosteron k\u00f6nnen je nach Situation auch SHBG, freies oder berechnetes Testosteron, LH, FSH, Prolaktin, Schilddr\u00fcsenwerte und Stoffwechselparameter sinnvoll sein.<\/p>\n<h2>Testosteron einfach spritzen?<\/h2>\n<p>Die naheliegende Antwort der Reparaturmedizin lautet auch hier: Wenn etwas fehlt, f\u00fchren wir es von au\u00dfen zu. Das kann bei einem eindeutig diagnostizierten Hypogonadismus medizinisch sinnvoll sein. Es ist aber keine harmlose Lifestyle-Therapie.<\/p>\n<p>Von au\u00dfen zugef\u00fchrtes Testosteron kann die k\u00f6rpereigene Hormonachse bremsen. Die Aussch\u00fcttung von LH und FSH sinkt, die Hoden produzieren weniger eigenes Testosteron und die Spermienbildung kann deutlich zur\u00fcckgehen oder zeitweise ganz zum Erliegen kommen.<\/p>\n<p>Gerade M\u00e4nner mit Kinderwunsch sollten deshalb nicht leichtfertig mit Testosteronpr\u00e4paraten behandelt werden. Andrologen warnen ausdr\u00fccklich davor, die vermeintliche L\u00f6sung aus sozialen Medien mit einer echten Therapie zu verwechseln. Der Wert mag auf dem Laborzettel steigen, aber die Fruchtbarkeit kann dabei abst\u00fcrzen.<\/p>\n<h2>Was M\u00e4nner selbst tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>Vor einer Hormonersatztherapie sollte nach den Ursachen gesucht werden. Bei \u00dcbergewicht kann bereits eine deutliche Gewichtsreduktion den Testosteronspiegel verbessern. Entscheidend ist vor allem der Abbau des viszeralen Bauchfetts. Krafttraining ist besonders wertvoll, weil Muskulatur den Stoffwechsel verbessert und altersbedingtem Muskelverlust entgegenwirkt.<\/p>\n<p>Ebenso wichtig sind guter Schlaf und die Abkl\u00e4rung einer m\u00f6glichen Schlafapnoe. Wer nachts st\u00e4ndig Atemaussetzer hat, lebt hormonell im Dauerstress.<\/p>\n<p>Hinzu kommen:<\/p>\n<ul>\n<li>ausreichend Eiwei\u00df und hochwertige Fette<\/li>\n<li>eine gute Versorgung mit Zink, Magnesium und Vitamin D<\/li>\n<li>weniger Alkohol<\/li>\n<li>Behandlung von Insulinresistenz und Fettleber<\/li>\n<li>regelm\u00e4\u00dfige intensive Bewegung<\/li>\n<li>m\u00f6glichst geringe Belastung durch unn\u00f6tige hormonaktive Chemikalien (Entgiftung!)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei geht es nicht um die Illusion, man k\u00f6nne s\u00e4mtliche Umweltstoffe vermeiden. Man kann aber Lebensmittel nicht st\u00e4ndig in Plastik erhitzen, Duftstoffe und Chemikalien wahllos verwenden und anschlie\u00dfend behaupten, Exposition spiele grunds\u00e4tzlich keine Rolle.<\/p>\n<p>Zwischen Panik und Gleichg\u00fcltigkeit liegt noch immer die Vernunft.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die neue Auswertung liefert eine beunruhigende Gr\u00f6\u00dfenordnung: Der durchschnittliche Testosteronspiegel von M\u00e4nnern k\u00f6nnte zwischen 1972 und 2019 um mehr als die H\u00e4lfte gesunken sein. Ich halte das f\u00fcr sehr wahrscheinlich, denn meine Praxiserfahrung best\u00e4tigt diese Zahlen.<\/p>\n<p>Die genaue Zahl muss nach Ver\u00f6ffentlichung der vollst\u00e4ndigen Arbeit noch kritisch gepr\u00fcft werden. Die grunds\u00e4tzliche Entwicklung ist jedoch nicht neu. Studien aus den USA, Finnland, D\u00e4nemark und Israel zeigen seit Jahren einen altersunabh\u00e4ngigen R\u00fcckgang.<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht, Diabetes und Stoffwechselst\u00f6rungen geh\u00f6ren mit Sicherheit zu den wichtigsten Ursachen. Ob sie alles erkl\u00e4ren, ist offen. Endokrine Disruptoren, Umweltbelastungen, schlechter Schlaf, Bewegungsmangel, Medikamente und ver\u00e4nderte Ern\u00e4hrungsweisen geh\u00f6ren ebenfalls auf den Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<p>Die Nachricht lautet: <strong>Mit der m\u00e4nnlichen Stoffwechsel-, Hormon- und Fortpflanzungsgesundheit stimmt etwas grunds\u00e4tzlich nicht mehr.<\/strong><\/p>\n<p>Und wer bei einem R\u00fcckgang um mehr als 50 Prozent lediglich mit den Schultern zuckt, hat m\u00f6glicherweise nicht nur ein Testosteronproblem.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Meldungen, bei denen man zweimal hinschauen sollte. Nicht weil sie offensichtlich falsch w\u00e4ren, sondern weil die Gr\u00f6\u00dfenordnung beinahe zu gewaltig klingt: Der durchschnittliche Testosteronspiegel von M\u00e4nnern soll innerhalb von knapp f\u00fcnf Jahrzehnten um mehr als die H\u00e4lfte gesunken sein. Genauer gesagt: um 54 Prozent zwischen 1972 und 2019. Die Zahl stammt aus einer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":7099,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3,520,518],"tags":[187,546],"class_list":["post-7098","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-krankheiten","category-laborwerte","category-umweltgifte","tag-hormone","tag-testosteron"],"modified_by":"Ren\u00e9 Gr\u00e4ber","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7098"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7098\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7102,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7098\/revisions\/7102"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}