{"id":696,"date":"2026-01-13T09:19:35","date_gmt":"2026-01-13T07:19:35","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=696"},"modified":"2026-01-13T20:14:26","modified_gmt":"2026-01-13T18:14:26","slug":"die-tamiflu-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-tamiflu-luege\/","title":{"rendered":"Der Tamiflu Skandal"},"content":{"rendered":"<p>Tamiflu ist vielen von Ihnen sicher noch im Zusammenhang mit der <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/tag\/schweinegrippe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweinegrippe<\/a> 2009 bekannt. Und das Mittel erfreut sich immer noch einer gewissen Beliebtheit unter Medizinern.<\/p>\n<p>Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass der Coronavirus, die Vogelgrippe, die Schweinegrippe (und \u00fcberhaupt die <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Grippe.htm\">Grippe<\/a>), uns nichts anhaben kann, wenn wir nur an die heilige Mutter Pharma glauben und alles schlucken, was uns von dort aufgetischt wird?<\/p>\n<p>Mit der Schweinegrippe 2009 wurde uns damals auch gleich der Heilsbringer mit serviert: Die <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/schweinegrippeimpfung-und-wirkverstarker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schweinegrippe-Impfung<\/a> und das <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/tamiflu-begehrt-aber-wirkungslos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tamiflu<\/a>. Das Zaubermittel Tamiflu, sollte uns im Fall der F\u00e4lle vor dem sicheren Verderben bewahren.<\/p>\n<p>Auch die Namensgebung f\u00fcr das Medikament kommt aus dem Reich der Phantasie: Tami f\u00fcr das englische Verb \u201eto tame\u201c, was \u201ez\u00e4hmen\u201c hei\u00dft und \u201eflu\u201c steht f\u00fcr \u201eflunkern\u201c. . . `Tschuldigung. . . f\u00fcr \u201eGrippe\u201c nat\u00fcrlich. Jedenfalls:\u00a0 Bereits 2009 schrieb ich in diesem Blog hier: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/tamiflu-begehrt-aber-wirkungslos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tamiflu &#8211; begehrt, aber wirkungslos<\/a>.<\/p>\n<p>Die &#8222;Fachwelt&#8220;: Schulmedizin, Presse, Politiker (selbst die Kanzlerin erw\u00e4hnte den Markennamen Tamiflu) und der kleine Mann auf der Stra\u00dfe waren sich einig: Die Pharmakologie im Speziellen und die Medizin im Allgemeinen haben wieder einmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.<\/p>\n<h2>Kritische Stimmen wurden totgeschwiegen oder die Kritiker als nicht ernst zu nehmend bezeichnet.<\/h2>\n<p>Die ganze Diskussion um die Vorz\u00fcge des \u201eVirustatikums\u201c (allen voran Tamiflu) wurde angeheizt durch Panikmache und politische Intervention: Die Bundesl\u00e4nder hatten vom Hersteller vorsorglich f\u00fcr etliche Millionen Euro Vorratspackungen eingekauft, um die Bundesb\u00fcrger vor dem sicheren Ende zu bewahren.<\/p>\n<p>Denn 2006 stellte man sich in den schillernsten Farben vor, dass das damalige Vogelvirus \u00fcber Nacht zu einem Virus mutieren kann, das auch f\u00fcr den Menschen \u00fcble Folgen bereith\u00e4lt. Bayern allein soll daf\u00fcr um die 22 Millionen Euro ausgegeben haben.<\/p>\n<p><strong>Und das sichere Ende kam dann auch, aber nicht f\u00fcr die B\u00fcrger, sondern f\u00fcr das Medikament.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Wo Wissenschaftler ein neues Medikament \u201eerfinden\u201c und in Fachzeitschriften \u201elobpreisen\u201c, waren es ebenfalls Wissenschaftler, die dieses Produkt kritisch unter die Lupe nahmen &#8211; zum Gl\u00fcck. Ein internationales Gutachterteam von der Cochrane Collaboration setzte sich mit dem Pr\u00e4parat und seinen Wirkungen bzw. Nebenwirkungen unter anderen Gesichtspunkten auseinander.<\/p>\n<p>Die Cochrane Gruppe besteht aus einer Reihe von Wissenschaftlern, die Studien nachverfolgen bzw. auswerten in Hinsicht auf deren Aussagekraft unter besonderen Gesichtspunkten. F\u00fcr Tamiflu wurde eigentlich nur eine Analyse der vorhandenen Daten auf die Wirkungs- und Nebenwirkungsrate erhoben.<\/p>\n<p>Das Datenmaterial, was seinerzeit von Roche, dem Hersteller von Tamiflu, ver\u00f6ffentlicht worden ist, zeigte dann auch beeindruckende Ergebnisse: Alles signifikant, wo man auch hinschaut. Besonders \u00fcberzeugende Ergebnisse konnte ein Virologe aus dem Genfer Universit\u00e4tsklinikum, Laurent Kaiser, vorweisen.<\/p>\n<p>Er hatte 10 aktuelle Wirksamkeitsstudien untersucht und mehr als eindeutig feststellen k\u00f6nnen, dass unter einer Tamiflu-Gabe \u201esignifikant\u201c weniger Patienten an Lungenentz\u00fcndung erkrankten als ohne bzw. unter Plazebo.<\/p>\n<p><strong>Das Jefferson Team von der Cochrane Collaboration konnte hier feststellen, dass diese Ergebnisse \u201esignifikant\u201c manipuliert worden waren. Denn alle Studien waren vom Hersteller selbst durchgef\u00fchrt worden<\/strong>.<\/p>\n<p>Aber da diese Ergebnisse so \u00fcberzeugend waren, wurden sie von der gesamten Welt gl\u00e4ubig ins Abendgebet aufgenommen. Sogar die Cochrane Wissenschaftler gingen der Schlamperei zu Beginn auf den Leim. Erst 2009 bekamen sie vom britischen National Institute for Health Research den Auftrag, diesen ganzen Komplex noch einmal wissenschaftlich aufzurollen.<\/p>\n<p>Denn es kam Kunde aus Japan, wo \u00c4rzte, wie Keji Hayashi, die Wissenschaftler darauf aufmerksam machten, dass die ver\u00f6ffentlichten Daten mit der klinische Praxis nicht in Einklang zu bringen seien.<\/p>\n<p><strong>Dazu kommt noch, dass die Autoren der ber\u00fchmten Tamiflu-\u00dcbersichtsstudie Angestellte und bezahlte Berater vom Tamiflu-Hersteller sind. Die 10 Studien, die untersucht worden sind, sind in 8 F\u00e4llen \u00fcberhaupt nicht ver\u00f6ffentlicht worden.<\/strong> Nur 2 wurden als koscher genug befunden, den Weg in eine Ver\u00f6ffentlichung zu gehen. <strong>Warum also wird 80 Prozent des Studienmaterials unter den Teppich gekehrt und 20 Prozent stellvertretend f\u00fcr 100 Prozent verkauft? <\/strong><\/p>\n<p>Um dieser Frage nachzugehen fragte das Jefferson Team Kaiser um die vollst\u00e4ndigen Daten. Der aber verwies diese an die Firma Roche, und die wollten eine Verschwiegenheitserkl\u00e4rung, falls man die richtigen Daten aush\u00e4ndigte. Anders ausgedr\u00fcckt: Die Jefferson Gruppe durfte die Daten ansehen, durfte aber zu niemanden dar\u00fcber Aussagen machen, geschweige Ver\u00f6ffentlichungen dar\u00fcber erstellen. Aha? Gibt es hier etwas zu verheimlichen?<\/p>\n<p><strong>Wenn die Datenlage so eindeutig \u201esignifikant\u201c ist, warum wird dann nicht damit in der wissenschaftlichen Weltgeschichte umhergeschmissen wie in K\u00f6ln zum Karneval mit Kamellen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Jefferson Gruppe zog aus diesem Verhalten die Konsequenzen und ver\u00f6ffentlichten die L\u00fccken und Ungereimtheiten der Kaiser-Ver\u00f6ffentlichung. Sie erstellten eine neue Bewertung des Pr\u00e4parat auf der Grundlage von Studien, die vollst\u00e4ndig ver\u00f6ffentlicht worden waren.<\/p>\n<h2>Tamiflu nicht besser als Placebo?<\/h2>\n<p>Das Ergebnis war \u201esignifikant\u201c: Tamiflu schneidet nicht besser ab als ein Plazebo &#8211; ein Ergebnis, das der Einsch\u00e4tzung der japanischen Wissenschaftler um Keji Hayashi entspricht.<\/p>\n<p>Nachdem das Kind f\u00fcr Roche in Bausch und Bogen in den Brunnen gefallen war, wurde die Firma rege. Sie versprach, die fehlenden Daten nachzureichen, allerdings unter recht komplizierten Bedingungen \u2013 passwortgesch\u00fctzte Webseite, unvollst\u00e4ndige Daten wiederum etc. Das z\u00f6gerliche Herausr\u00fccken der Originaldaten muss leider die Frage zulassen: Werden die Daten erst einmal wieder zurechtgeschrieben, um die gew\u00fcnschten Ergebnisse zu liefern?<\/p>\n<p>Die ersten ver\u00f6ffentlichten Daten wurden von Jefferson und seiner Gruppe als manipuliert erkannt, und &#8222;Schwupps&#8220; waren die Daten von mehr als der H\u00e4lfte der Studienteilnehmer verschwunden (2691 von 4813). Auch im Reich der Nebenwirkungen konnten die Jefferson Leute eine Reihe von bunten K\u00fchen begegnen.<\/p>\n<p>Die offizielle Darstellung f\u00fcr Tamiflu sieht so aus, dass es keine und wenn, dann unbedeutende Nebenwirkungen gegeben hat. Zur\u00fcck aus dem M\u00e4rchenwald zeigten sogar die unvollst\u00e4ndigen Daten, dass es 10 schwere Zwischenf\u00e4lle bei 9 Patienten gegeben hatte.<\/p>\n<p>Auch hier hatten die japanischen Wissenschaftler das gleiche Bild geliefert: Kinder unter Tamiflu zeigten geh\u00e4uft psychotische Ver\u00e4nderungen. Naja, und wenn man sich nicht anders zu helfen wei\u00df, setzt man noch einen oben drauf. So behauptet Roche stock und steif der S\u00fcddeutschen Zeitung gegen\u00fcber, dass es keine Datenl\u00fccken gibt. W\u00f6rtlich: \u201eRoche glaubt, dass es alle Daten zur Verf\u00fcgung gestellt hat. . . \u201e<\/p>\n<p>Aber glauben hei\u00dft ja nicht wissen. Warum also wei\u00df Roche nicht, ob sie alle Daten abgegeben hat. Da bleibt doch nur die Vermutung: Roche glaubt nicht, Roche wei\u00df, dass sie NICHT alle Daten zur Verf\u00fcgung gestellt hat &#8211; oder?<\/p>\n<p>Danach geht man in die Offensive und teilt den Gutachtern mit, dass die Firma dar\u00fcber entscheidet mit welchem Material die Gutachter zu arbeiten haben. Der Kommentar von Tom Jefferson: \u201eEine verkehrte Welt! Seit wann entscheiden die Begutachteten, was der Gutachter sehen darf &#8211; und was nicht?\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&amp;webforms_id=pL1KE\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n<h2>Aber es gab ja noch: Relenza!<\/h2>\n<p>Aber auch Glaxo hat eine glorreiche Vergangenheit in Sachen Datenmanipulation und \u2013 unterdr\u00fcckung (Avandia unl\u00e4ngst). Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Datenlage f\u00fcr Relenza, das Glaxo Pendant zu Tamiflu, vermutlich auch nicht alles ganz in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Tut mir leid, aber der gute Wille ist mir bei solchen Machenschaften abhanden gekommen. Die gr\u00f6\u00dfte Studie mit Relenza in den USA zeigte im Vergleich zu Plazebo \u00fcbrigens keinen besseren Effekt. Auch sie verschwand in den Katakomben der medizinischen Geheimwissenschaften und wurde nie ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>Fazit der Jefferson Gruppe:<\/strong> Wo man auch hinschaut, man sieht manipulierte Daten. Medizinisch-wissenschaftliche Studien . . . Hollywood f\u00fcr Wei\u00dfkittel. Mein Fazit: Nichts Neues f\u00fcr mich. Wenn Sie m\u00f6chten schauen Sie sich auch mal die <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/die-pharmaindustrie-wie-wir-patienten-belogen-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reportage von Frontal21 DAS PHARMAKARTELL<\/a> an. Sp\u00e4testens dann d\u00fcrfte einiges klarer werden&#8230;<\/p>\n<h2>Tamiflu: Die &#8222;wahren&#8220; Wirkungen enth\u00fcllt<\/h2>\n<p>Die wahren Wirkungen von Tamiflu enth\u00fcllten die englischen Forscher Peter Doshi und Carl Heneghan, die immer wieder nachfragten und recherchierten.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren wurden sie nicht m\u00fcde Daten zu sammeln und auf die Herausgabe der Studiendaten zu Tamiflu zu dr\u00e4ngen. Und: die Auswertungen belegen das T\u00e4uschungsman\u00f6ver des Pharmariesen.<\/p>\n<p>Das Cochrane-Netzwerk hat zusammen mit dem British Medical Journal die 550 Seiten umfassende Dokumentation ver\u00f6ffentlich und Regierungen und Verantwortliche der Gesundheitspolitik dazu aufgerufen, die Grippemittel nicht weiter einzusetzen. Die umfangreiche Analyse zeigt, dass die enthaltenen Neuraminidasehemmer bei Grippe praktisch wirkungslos sind. Dies wurde bereits seit 2009 in mehreren Fachpublikationen aufgezeigt.<\/p>\n<h2>Nebenwirkungen: von \u00dcbelkeit bis Schizophrenie<\/h2>\n<p>Keine der propagierten Wirkungen wie Schutz vor Bronchitis, Mittelohrinfektion, Nebenh\u00f6hleninfektion oder Lungenentz\u00fcndungen sind nachweisbar. Unangenehme Nebenwirkungen wie \u00dcbelkeit und Erbrechen waren um f\u00fcnf Prozent erh\u00f6ht, ein Prozent der Personen erkrankte gar an Schizophrenie.<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse sind wahrhaftig &#8222;zum Kotzen&#8220; und erzeugen bei mir gr\u00f6\u00dfte \u00dcbelkeit! Paradox ist zudem, dass durch die Medikamenteneinnahme das Immunsystem geschw\u00e4cht wird, da die k\u00f6rpereigenen Antik\u00f6rper reduziert werden. <strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>Milliardenverluste f\u00fcr viele Staaten<\/h2>\n<p>Deutschland hatte bereits im Zuge der Vogelgrippe 2007 mit der Bevorratung der Grippemittel begonnen und gab sch\u00e4tzungsweise 500 Millionen Euro aus, die USA etwa 1,3 Milliarden. Viele andere Staaten bestellten von Roche Tamiflu (Oseltamivir) oder von GlaxoSmithKline Relenza (Zanamivir). Der weltweite Umsatz betrug f\u00fcr die Herstellerfirmen wohl mehr als 10 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Zweifel an der Wirksamkeit bereits seit 2009!<\/h2>\n<p>V\u00f6llig unverst\u00e4ndlich erscheint die Anschaffung der Grippemittel auch deshalb, weil seit 2009 die Wirksamkeit bereits stark angezweifelt wurde (siehe mein Beitrag oben), denn nur 40 % der Daten waren ver\u00f6ffentlicht, der Gro\u00dfteil wurde von Roche mit fadenscheinigen Ausreden zur\u00fcckgehalten.<\/p>\n<p>Dabei sollte allein schon die Verweigerung der Datenherausgabe Anlass zum Misstrauen geben, ohne ausreichend positive Belege viele Millionen zu investieren. Erst 2013 (!) machte Roche unter dem Druck der Forscher um Peter Doshi die Daten zug\u00e4nglich, die das ganze Ausma\u00df der Wirkungslosigkeit und Gef\u00e4hrlichkeit offenbarten.<\/p>\n<p>Da weder die WHO, die europ\u00e4ische oder amerikanische Seuchenschutzbeh\u00f6rde noch die europ\u00e4ische Arzneimittelagentur die Datens\u00e4tze anforderten und die Regierungen sich auf die unf\u00e4higen Beh\u00f6rden beriefen, konnte die Geldverschwendung weitergehen. Doshi bezeichnete den Totalausfall politischer und regulatorischer Organe treffend als &#8222;Multiorganversagen&#8220;. Ich kann mich dieser Beurteilung nur anschlie\u00dfen.<\/p>\n<h2>Regierungen ziehen KEINE Konsequenzen<\/h2>\n<p>Viele F\u00fchrungspersonen haben nicht den Mut zu sagen, dass es gegen eine Epidemie kein wirksames Medikament gibt. Einzelne Stimmen fordern jetzt zwar die zuk\u00fcnftige Verpflichtung von Pharmafirmen und Gesundheitsbeh\u00f6rden zur l\u00fcckenlosen Ver\u00f6ffentlichung aller Daten.<\/p>\n<p>Doch offenbar hat der Skandal trotz seiner enormen finanziellen Verluste noch immer zu keinem Umdenken gef\u00fchrt. Dies legt etwa die Reaktion der bayrischen Gesundheitsbeh\u00f6rden nahe, die sich auch jetzt auf die positive Beurteilung des Bundesinstituts f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berufen.<\/p>\n<p>Auch die Antwort der Bundesregierung auf die <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/013\/1801384.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kleine Anfrage der Abgeordneten Kordula Schulz-Asche, Dr. Harald Terpe, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Fraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN (Drucksache 18\/1227)<\/a>, l\u00e4sst eigentlich keine anderen Schl\u00fcsse zu:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Frage: Plant die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Cochrane-Collabortation den vorsorglichen Ankauf und die weitere Bevorratung von Tamiflu und Relenza auf Bundesebene einzustellen und ein entsprechendes Vorgehen mit den Bundesl\u00e4ndern abzustimmen?<\/em><br \/>\n<em>Antwort: Aufgrund der bestehenden Vorr\u00e4te an Neuraminidasehemmern bei Bund und L\u00e4ndern besteht derzeit bundesweit keine Notwendigkeit, \u00fcber die weitere Bevorratung mit Neuraminidasehemmern zu entscheiden.<\/em><\/p>\n<p>Da bleibt nur die Hoffnung, dass verantwortungsbewusste Menschen wie Peter Doshi nicht schweigen, bis sich etwas \u00e4ndert. Und man darf sich schon mal fragen, WER in diesem Land eigentlich das sagen hat?<\/p>\n<p><strong>FAZIT:<\/strong> Der Fall der Grippemittel Tamiflu und Relenza zeigt klar und deutlich: Die Pharmaindustrie ist anscheinend nur auf maximale Gewinne aus. Doch es ist nicht nur die Nutzlosigkeit der Medikamente und die Millionen die daf\u00fcr ausgegeben wurden.<\/p>\n<p>Der wirkliche Skandal\u00a0sind\u00a0teilweise sehr gef\u00e4hrlichen Nebenwirkungen. Konsequenzen: keine. Die betroffenen Patienten und die Steuerzahler haben halt Pech gehabt. Ich w\u00fcnschte dieser\u00a0(wohl teuerste) Medizinskandal\u00a0w\u00e4re ein\u00a0Einzelfall. Leider\u00a0gibt es weitere zahlreiche\u00a0fragw\u00fcrdige Pharmaprodukte, beispielsweise Impfstoffe mit Quecksilber oder <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/cholesterinsenker-statine-pruefstand\/\">Cholesterinsenker mit Statinen<\/a>. Wann wird endlich mal &#8222;aufger\u00e4umt&#8220;?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde von mir erstmalig am 7. Januar 2011 ver\u00f6ffentlicht und letztmalig am 18.3.2015 ausf\u00fchrlich \u00fcberarbeitet und am 13.1.2026 geringf\u00fcgig erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen zum Thema:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/die-grippe-luge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Grippe-L\u00fcge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/medikamentenskandal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medikamentenskandale<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tamiflu ist vielen von Ihnen sicher noch im Zusammenhang mit der Schweinegrippe 2009 bekannt. Und das Mittel erfreut sich immer noch einer gewissen Beliebtheit unter Medizinern. 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