{"id":5107,"date":"2023-02-17T13:14:54","date_gmt":"2023-02-17T11:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=5107"},"modified":"2023-03-30T00:38:08","modified_gmt":"2023-03-29T22:38:08","slug":"kinder-aus-kuenstlicher-befruchtung-kraenklicher-als-andere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/kinder-aus-kuenstlicher-befruchtung-kraenklicher-als-andere\/","title":{"rendered":"Sind Kinder aus k\u00fcnstlicher Befruchtung kr\u00e4nklicher als andere?"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die weibliche Eizelle durch ein Spermium befruchtet wird, verschmilzt instantan das Erbgut von Mutter und Vater. Bei der nat\u00fcrlichen Befruchtung geschieht dies im Eileiter, danach wandert die Eizelle in die Geb\u00e4rmutter und nistet sich dort ein.<\/p>\n<p>In den sogenannten entwickelten L\u00e4ndern ist das gegenw\u00e4rtig bei bis zu f\u00fcnf Prozent der Babys nicht so. Bei ihnen haben Mikroskop und Pipette eine Befruchtung erzwungen, ein Segen f\u00fcr viele Paare, die auf nat\u00fcrlichem Wege keine Kinder kriegen k\u00f6nnen. Allein in Deutschland haben auf diese Weise \u00fcber 250.000 Kinder das Licht der Welt erblickt, so jedenfalls weist es zum Beispiel das <em><a href=\"https:\/\/www.deutsches-ivf-register.de\/jahrbuch.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IVF-Register: Jahrbuch 2016<\/a><\/em> aus. Weltweit sind es sogar mehr als acht Millionen Menschen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2018-07\/kuenstliche-befruchtung-medizin-fortpflanzung-genetik-louise-brown\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Louise Brown<\/a> ist inzwischen schon \u00fcber 40 Jahre alt. Sie ist der erste durch k\u00fcnstliche Befruchtung gezeugte Mensch. Im Jahre 2010 bekam <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/robert-edwards\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robert Edwards<\/a> f\u00fcr die Erfindung der <em>In-vitro-Fertilisation<\/em> (IVF) den Nobelpreis f\u00fcr Medizin.<\/p>\n<p>2018 erschien im<em><a href=\"http:\/\/www.onlinejacc.org\/content\/72\/11\/1267\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Journal of the American College of Cardiology<\/a><\/em> eine Studie mit der brisanten Aussage, dass k\u00fcnstlich gezeugte Kinder tendenziell weniger gesund sind als Kinder, die durch sexuelle Aktivit\u00e4t ihrer Eltern gezeugt wurden. Jugendliche, die durch eine IVF-Behandlung geboren wurden, h\u00e4tten bereits massive Gef\u00e4\u00dfprobleme, die sich sp\u00e4ter als lebensgef\u00e4hrlich entpuppen k\u00f6nnten. Sollte darin m\u00f6glicherweise eine Rache der Natur f\u00fcr den menschlichen Eingriff gesehen werden, so \u00e4hnlich, wie es uns zum Beispiel der Klimawandel gerade vor Augen f\u00fchrt?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser und anderen Fragen gingen \u00c4rzte im Schweizer Inselspital Bern nach und untersuchten unter diesem Aspekt gesunde Jugendliche, denn bereits 2012 wurde durch die Studie<em><a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/CIRCULATIONAHA.111.071183?url_ver=Z39.88-2003&amp;rfr_id=ori:rid:crossref.org&amp;rfr_dat=cr_pub%3dpubmed\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Circulation von Scherrer et al.<\/a><\/em> aufgezeigt, dass die Gef\u00e4\u00dfe von sogenannten Petrischalenkindern deutlich fr\u00fcher altern. Vor allem Ultraschallmessungen haben gezeigt, dass deren Blutgef\u00e4\u00dfe insgesamt steifer waren. Es schienen auch bestimmte Schichten der Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde etwas dicker zu sein, was durchaus mit einer beginnenden Gef\u00e4\u00dfverkalkung zu erkl\u00e4ren war und durch die etwas h\u00f6heren Blutdruckwerte eine Best\u00e4tigung fand.<\/p>\n<p>Bei acht der 52 Petrischalenkinder wurde Bluthochdruck festgestellt, w\u00e4hrend nur einer von 40 Jugendlichen der Kontrollgruppe davon betroffen war. Einige \u00c4rzte aus Harvard haben dies bereits in etwa so kommentiert:<\/p>\n<p><em>Wenn das Risiko f\u00fcr jugendlichen Bluthochdruck tats\u00e4chlich circa sechsmal h\u00f6her als normal ist, hat dies enorme Konsequenzen f\u00fcr die Lebenserwartung der Petrischalenkinder.<\/em><\/p>\n<p>Bei der In-vitro-Fertilisation werden meistens gleich mehrere Embryos in die Geb\u00e4rmutter gesetzt. In der Folge kommt es oft zu Zwillingsschwangerschaften, die mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Fr\u00fchgeburten und Bluthochdruck in der Schwangerschaft verbunden sind. Es gibt Studien, die dar\u00fcber hinaus auf eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Fehlbildungen an Gliedma\u00dfen und auch f\u00fcr angeborene Herzfehler hinweisen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/pdf\/10.1002\/bdra.20645\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Clinical and Molecular Teratology<\/em>: K\u00e4ll\u00e9n et al., 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fertstert.org\/article\/S0015-0282(12)00287-7\/fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>American Society for Reproductive Medicine<\/em>: Wen et al., 2012<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcbrigens leiden auch \u201eRetortenm\u00e4use\u201c unter Gef\u00e4\u00dfproblemen und sterben deutlich fr\u00fcher, siehe dazu: <em><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3859389\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Journal of Clinical Investigation: Rexhaj et al., 2013<\/a><\/em><\/p>\n<p>Dass auch M\u00e4use im Zusammenhang mit k\u00fcnstlicher Befruchtung zu Diabetes neigen, haben diese Arbeiten gezeigt:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/28323978\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endocrinology: Cerny et al., 2018<\/a> <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/diabetes.diabetesjournals.org\/content\/63\/10\/3189.long\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diabetes: Chen et al., 2014<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Und der erh\u00f6hte Blutdruck wurde hier wissenschaftlich best\u00e4tigt:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.fertstert.org\/article\/S0015-0282(16)63075-3\/fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fertility and Sterility: Guo et al., 2017<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Was bei all vdiesen Bem\u00fchungen um Aufkl\u00e4rung zu kurz kommt, ist eine Erkl\u00e4rung der Ursachen dieser Zusammenh\u00e4nge. Ein gewiss richtiger Ansatz liegt in der Einsicht, dass die zur Anwendung kommenden Techniken bei der k\u00fcnstlichen Befruchtung zu einer Manipulation an den Embryonen f\u00fchren, und zwar just zu jenem Zeitpunkt, an dem diese extrem vulnerabel gegen\u00fcber jeglichen externen St\u00f6rungen sind, so jedenfalls sieht es Yutang Wang an der australischen <em>Federation University<\/em>.<\/p>\n<h2>Das Kulturmedium steht unter Verdacht<\/h2>\n<p>Die soeben befruchtete Eizelle befindet sich zur Teilung ein paar Tage lang in einem N\u00e4hrmedium, um erst etwas sp\u00e4ter als Zellhaufen in die Geb\u00e4rmutter eingepflanzt zu werden. Was am Anfang noch eine einfache Salzl\u00f6sung war, ist heute ein komplexes Gebr\u00e4u aus Glukose, Lactat und\/oder hormonell wirksamen Substanzen. Allein deren Hersteller wissen (hoffentlich), wie sich diese So\u00dfe genau zusammensetzt. Des undurchsichtigen Themas angenommen haben sich:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/humrep\/article-abstract\/33\/9\/1645\/5055923?redirectedFrom=fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Human Reproduction: Zandstra et al., 2018<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.onlinejacc.org\/content\/72\/11\/1275\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Journal of the American College of Cardiology: Weinrauch et al., 2018<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Vermutet werden epigenetische Ver\u00e4nderungen innerhalb dieser Fl\u00fcssigkeiten. Anders als die Genetik, die sich mit dem komplexen Code in der langen DNA befasst, besch\u00e4ftigt sich die Epigenetik mit allen anderen Aspekten der Vererbung, zum Beispiel mit der Frage, wie das Erbgut eingepackt ist oder wo \u00fcberall kleine Kohlenstoffgruppen an den Bauelementen der DNA h\u00e4ngen. Solche Dinge entscheiden beispielsweise dar\u00fcber, ob ein bestimmtes Gen \u00fcberhaupt aktiv ist oder eben nicht.<\/p>\n<p>Epigenetische Ver\u00e4nderungen sind in der Tat \u00fcberaus dynamische Prozesse und es sieht heute sehr danach aus, dass Embryonen auf Basis einer k\u00fcnstlichen Befruchtung sehr oft bestimmte epigenetische Ver\u00e4nderungen zeigen, siehe dazu:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/humupd\/article\/20\/6\/840\/2952650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Human Reproduction Update: Lazaraviciute et al., 2014<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Epigenetische Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen die Genvariante eines Elternteils total ausschalten. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das <em>Beckwith-Wiedemann-Syndrom<\/em>. Wenn ein Kind so zur Welt kommt, verf\u00fcgt sein Blut \u00fcber eine sehr hohe Konzentration eines bestimmten Wachstumsfaktors. In der Folge entwickelt sich das Kind zu schnell, es hat eine auffallend gro\u00dfe Zunge, kriegt m\u00f6glicherweise Probleme mit dem Herz und ist pr\u00e4destiniert f\u00fcr bestimmte Krebsarten.<\/p>\n<p>Kinder, die durch k\u00fcnstliche Befruchtung zustande kamen, tragen das f\u00fcnffache Risiko (1:3.000), am Beckwith-Wiedemann-Syndrom zu erkranken, siehe dazu:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.fertstert.org\/article\/S0015-0282(13)00181-7\/fulltext?code=fns-site\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fertility and Sterility: Vermeiden &amp; Bernardus, 2013<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.fertstert.org\/article\/S0015-0282(15)01924-X\/pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fertility and Sterility: Qin et al., 2016<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Das Alter der Eltern ist durchaus relevant<\/h2>\n<p>Das Alter der Paare, die sich f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Befruchtung entscheiden, steigt seit Jahren stetig an. Wir wissen, dass die Qualit\u00e4t von Eizellen und Spermien mit zunehmendem Alter schlechter wird. Diese Aussage ist deshalb so ernsthaft, weil dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung des Kindes steil anw\u00e4chst:<\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0028-1090593\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">American Journal of Perinatology: Nassar &amp; Usta, 2009<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Viele Menschen, die sich der k\u00fcnstlichen Befruchtung zuwenden, tun dies deshalb, weil sie unter einer Grunderkrankung leiden, die ihnen die nat\u00fcrliche Zeugung eines Kindes verwehrt. Auch die damit verbundenen genetischen Defekte werden an diese Kinder weitergereicht, was alles andere als einen guten Start ins Leben bedeuten kann.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p><strong>Beitragsbild:<\/strong> pixabay.com &#8211; LjNovaScotia<\/p>\n<p>Dieser Beitrage wurde am 17.02.2023 erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die weibliche Eizelle durch ein Spermium befruchtet wird, verschmilzt instantan das Erbgut von Mutter und Vater. Bei der nat\u00fcrlichen Befruchtung geschieht dies im Eileiter, danach wandert die Eizelle in die Geb\u00e4rmutter und nistet sich dort ein. In den sogenannten entwickelten L\u00e4ndern ist das gegenw\u00e4rtig bei bis zu f\u00fcnf Prozent der Babys nicht so. 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