{"id":3578,"date":"2022-10-17T10:24:15","date_gmt":"2022-10-17T08:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=3578"},"modified":"2023-10-12T19:35:05","modified_gmt":"2023-10-12T17:35:05","slug":"wie-toedlich-ist-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wie-toedlich-ist-corona\/","title":{"rendered":"Wie t\u00f6dlich war und ist Corona wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>Wir werden tagt\u00e4glich mit Zahlen und Statistiken zu Corona regelrecht bombardiert. Diese Zahlen sind zum Teil widerspr\u00fcchlich andere Zahlen einfach nur un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>Und die Verwirrung scheint von der Regierung dazu genutzt zu werden, mit selbst gefertigten Variablen von fragw\u00fcrdiger Signifikanz (R-Wert) die fragw\u00fcrdigen Ma\u00dfnahmen wie Lockdown, Mundschutz, Abstandsregeln etc. zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Der folgende Beitrag wurde erstmalig am 16.5.2020 erstellt und grundlegend am 15.9.21 mit aktuellen Zahlen erg\u00e4nzt, sowie am 25.10.2022 mit den neuen Ergebnissen der Studie von Prof. Ioannidis und seiner Forschergruppe erweitert (Abschnitt: Eine neue Studie von Professor Ioannidis).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Los geht es mit der Frage:<\/p>\n<h2>Wie t\u00f6dlich ist das SARS-Corona-Virus-2 wirklich?<\/h2>\n<p>Stand September 2021: Es gibt es einige epidemiologische Studien, die versucht haben, die Mortalit\u00e4t, Letalit\u00e4t und die Ausbreitung von Covid-19 zu charakterisieren.<\/p>\n<p>Diese Studien sind nach meinem Daf\u00fcrhalten die wichtigsten und die geeignetsten Mittel, um die Gef\u00e4hrlichkeit des Virus zu bestimmen.<\/p>\n<p>Denn Untersuchungen am Virus selbst und die Bestimmung der RNA-Sequenzen sind meines Erachtens nur sehr bedingt bis \u00fcberhaupt nicht in der Lage, hierzu Aussagen zu machen.<\/p>\n<h2>Wie t\u00f6dlich ist COVID 19? Welche Studien liegen dazu vor?<\/h2>\n<p>Die ersten und bekanntesten Studien waren bereits im Jahr 2020:<\/p>\n<ul>\n<li>die Heinsberg-Studie,<\/li>\n<li>die Santa Clara Studie von Professor Ioannidis,<\/li>\n<li>\u201eDiamond Princess\u201c Kreuzschiff und<\/li>\n<li>2 Studien von Besatzungen von Flugzeugtr\u00e4gern (Charles de Gaulle und USS Theodore Roosevelt)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede dieser Studien konnte zu Beginn der &#8222;Pandemie&#8220; zwar nur als eingeschr\u00e4nkt repr\u00e4sentativ angesehen werden, da immer spezifische Beschr\u00e4nkungen auftreten.<\/p>\n<p>Zum Beispiel die Betroffenen von der \u201eDiamond Princess\u201c hatten ein nicht repr\u00e4sentativ hohes Durchschnittsalter von 60 Jahren. Das komplette Gegenteil, ein unrepr\u00e4sentativ niedriges Durchschnittsalter, lag auf den Flugzeugtr\u00e4gern vor. Dies hatte Auswirkungen auf den durchschnittlichen Gesundheitsstatus dieser Stichproben. Und auch die Santa Clara Studie zeigte Tendenzen einer \u00dcberrepr\u00e4sentation von wei\u00dfen Frauen im Alter von 19-64 Jahren.<\/p>\n<p>Auch die Heinsberg-Studie zeigt diesbez\u00fcgliche \u201eSchw\u00e4chen\u201c, da sie in einem \u201eHotspot\u201c f\u00fcr Covid-19-Infektionen durchgef\u00fchrt wurde. Dies muss bei der Interpretation der Ergebnisse mit ber\u00fccksichtigt werden &#8211; und wurde auch ber\u00fccksichtigt, wie die Beschreibung der Methodik offen legt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Was sagen die Daten dieser Studien?<\/h2>\n<h3>Unterschiedliche Symptomatik<\/h3>\n<p>Mindestens die H\u00e4lfte der Infizierten auf dem Kreuzfahrtschiff und dem Flugzeugtr\u00e4ger \u201eCharles de Gaulle\u201c zeigten keine Symptome. Bei dem amerikanischen Flugzeugtr\u00e4ger waren es sogar \u00fcber 60 Prozent. Bei der Heinsberg-Studie waren es dagegen nur 22,2 Prozent.<\/p>\n<h3>Letalit\u00e4t (Sterblichkeit)<\/h3>\n<p>Die Letalit\u00e4t ist definiert als Zahl der Todesf\u00e4lle der Covid-19-Infizierten in Prozent. Die hier im Internet kursierenden Zahlen zu Letalit\u00e4t rangieren von 0,28 Prozent aus der Studie von Professor Ioannidis bis hin zu fast 16 Prozent in Belgien. Da fragt man sich nat\u00fcrlich sofort, woher kommen diese Unterschiede und was es deren Ursache?<\/p>\n<h4>Eins l\u00e4sst sich bereits im Sommer 2020 mit Gewissheit feststellen:<\/h4>\n<p>L\u00e4ge hier mit Covid-19 ein \u00fcberdurchschnittlich gef\u00e4hrliches Virus vor, dann d\u00fcrfte es keine so geringen Letalit\u00e4tszahlen geben wie zum Beispiel in der Santa Clara Studie. Vielmehr d\u00fcrfte man erwarten, dass die Letalit\u00e4t bei allen L\u00e4ndern und auch den Studien in etwa gleich ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Es ist auch auffallend, dass die offiziellen Zahlen zur Letalit\u00e4t der verschiedenen L\u00e4nder signifikant h\u00f6her ausfallen als die Zahlen, die durch die Studien von \u201eDiamond Princess\u201c, Heinsberg Studie und eben erw\u00e4hnter Santa Clara Studie ermittelt werden konnten.<\/p>\n<p>Ein Grund, der zu dieser Verzerrung f\u00fchren k\u00f6nnte, ist der \u201eErhebungsmodus\u201c f\u00fcr die Zahlen, die zur Berechnung dienen. In den Studien sind diese Zahlen genau nachvollziehbar. Hier wei\u00df man, wie viel getestet worden ist, wie viele Teilnehmer getestet worden sind und dass daraus gewonnene Ergebnis. Das Ergebnis sind Zahlen, die zwar ein wenig voneinander differieren, aber nicht dieses Ausma\u00df an Unterschieden annehmen wie es f\u00fcr die verschiedenen L\u00e4nder vorliegt.<\/p>\n<p><strong>Man kann hier davon ausgehen, dass es bei den einzelnen L\u00e4ndern:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Unterschiede in der Gewinnung dieser Zahlen kommt,<\/li>\n<li>Unterschiede in der Zahl der Tests und<\/li>\n<li>Unterschiede, wo getestet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Denn, wenn jemand nur in Krankenh\u00e4usern und Arztpraxen testet, wo die Schwerkranken geh\u00e4uft vorkommen, der wird auch eine deutlich h\u00f6here Letalit\u00e4t in seinen Berechnungen erhalten.<\/p>\n<p>Es gibt einen neuen Beitrag, der die Basis der Berechnung der Letalit\u00e4t und deren Ergebnisse in den verschiedenen Studien diskutiert: <a href=\"https:\/\/www.bigdata-insider.de\/data-science-liefert-valide-erkenntnisse-zu-covid-19-a-929855\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Data Science liefert valide Erkenntnisse zu COVID-19<\/a>:<\/p>\n<p><strong>Die Sterblichkeit betr\u00e4gt:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Heinsberg-Studie<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> 0,37 Prozent<\/li>\n<li>der beiden Flugzeugtr\u00e4ger 0,06 Prozent<\/li>\n<li>Santa Clara Studie<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> 0,12 bis 0,2 Prozent<\/li>\n<li>Kreuzfahrtschiff-Studie<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> 0,5 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus der ermittelten Letalit\u00e4t l\u00e4sst sich dann statistisch berechnen, wie hoch die Infektionsrate f\u00fcr zum Beispiel Deutschland sein m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Bei einer Letalit\u00e4t von 0,37 Prozent (Heinsberg-Zahlen) und den Zahlen f\u00fcr Deutschland von der Johns Hopkins Universit\u00e4t vom 30. April 2020 (6467 Tote) erg\u00e4be dies eine Infektionsrate von \u00fcber 1,7 Millionen B\u00fcrgern. In der Johns Hopkins Statistik sind jedoch nur 161.500 Infektionen ausgewiesen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><em>Zwischen-\u00dcberlegung [Hypothese]<\/em><\/strong><em>: Ist der Unterschied zwischen den Infektionszahlen von Johns Hopkins von 161 Tausend Infizierten und der 11 mal h\u00f6her ausfallenden Berechnung darin zu suchen, dass nicht alle 6467 Covid-Tote an\/durch Covid-19 gestorben sind? <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Denn w\u00e4re die 161 Tausend die richtige Zahl, dann w\u00e4ren bei einer Letalit\u00e4t von 0,37 nur 598 Menschen durch SARS-CoV-2 gestorben. Die anderen 5869 sind durch andere Ursachen (Vorerkrankungen etc.) verstorben\u2026 <\/em><\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck zur Letalit\u00e4t:<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer niedrigeren Letalit\u00e4t, wie zum Beispiel die aus der Santa Clara Studie, w\u00fcrde die Infektionsrate noch h\u00f6her ausfallen (0,28 Letalit\u00e4tsrate und 6467 Tote erg\u00e4be \u00fcber 2,3 Millionen Infizierte). Die Letalit\u00e4tsrate in Deutschland hat sich seit dem 30. April etwas erh\u00f6ht, was auch die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr erh\u00f6hte Infektionsraten mit sich bringt.<\/p>\n<h2>Neuere Daten und Studien zur T\u00f6tlichkeit<\/h2>\n<p>Und es gibt weitere neue Studien, die sich mit der Mortalit\u00e4t\/Letalit\u00e4t (IFR = infection fatality rate) und der Frage der Herdenimmunit\u00e4t besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Denn hier scheint es inzwischen eine Entwicklung zu geben, die nicht nur vollkommen neu ist, sondern auch die \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c von SARS-CoV-2 in einem vollkommen neuen Licht erscheinen l\u00e4sst.<\/strong><\/p>\n<p>Mitte M\u00e4rz 2020 hatte Professor Ioannidis eine vor\u00fcbergehende Berechnung der IFR f\u00fcr SARS-CoV-2 durchgef\u00fchrt, die auf den Daten des Kreuzfahrtschiffs \u201eDiamond Princess\u201c beruhten. Nach eigenen Aussagen war die Datenlage zu diesem Zeitpunkt \u201erelativ d\u00fcnn\u201c:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.statnews.com\/2020\/03\/17\/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.statnews.com\/2020\/03\/17\/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber bereits zu diesem Zeitpunkt ging er von einer IFR von 0,125 % aus. Zu diesem Zeitpunkt vertrat die WHO immer noch die Ansicht, dass die IFR bei \u00fcber 1,0 % (teilweise gab es Sch\u00e4tzungen von 3-5 %) l\u00e4ge.<\/p>\n<h2>Ergebnisse zur Sterblichkeit im Juli und Oktober 2020<\/h2>\n<p><strong>Eine Arbeit von Professor Ioannidis von Mitte Juli 2020 zeichnete dann ein anderes, genaueres Bild: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC7947934\/pdf\/BLT.20.265892.pdf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.05.13.20101253v3<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Das Ergebnis: Die durchschnittliche IFR der in dieser Arbeit untersuchten Studien lag bei 0,24%. Da jedoch die meisten Studien in Covid-19 Epizentern (Heinsberg war auch ein Hotspot) mit hohen Todesraten durchgef\u00fchrt worden waren, lag hier eine nicht repr\u00e4sentative Selektion vor. Dies ber\u00fccksichtigend zeigten Menschen unter 70 Jahren eine IFR von 0,04%. (0 bis 0,57%). Die Unterschiede in der IFR innerhalb der Population beruhen nach seiner Ansicht auf der Altersstruktur etc. Interessant der letzte Satz (\u00fcbersetzt): \u201e<em>Sch\u00e4tzungen der IFR-Werte, die aus serologischen Studien abgeleitet werden konnten, sind tendenziell wesentlich geringer als die urspr\u00fcnglichen Spekulationen in den fr\u00fchen Tagen der Pandemie.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20220318010349\/https:\/\/www.who.int\/bulletin\/online_first\/BLT.20.265892.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.who.int\/bulletin\/online_first\/BLT.20.265892.pdf<\/a><br \/>\nIm Oktober 2020 ver\u00f6ffentlichte Ioannidis die Ergebnisse einer Metastudie \u00fcber 61 Arbeiten, die sich mit der Seropr\u00e4valenz und der Sterblichkeit von Covid-19 befassen. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 1 Milliarde Menschen infiziert und etwa 1,5 Millionen an der Virus-Erkrankung gestorben. Daraus ergibt sich eine Sterblichkeitsrate von nur 0,15 %. Der Wert blieb bis zum Februar 2021 konstant.<\/p>\n<h2>Ergebnisse und Auswertungen aus dem M\u00e4rz 2021<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/eci.13554\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reconciling estimates of global spread and infection fatality rates of COVID?19: An overview of systematic evaluations &#8211; Ioannidis &#8211; 2021 &#8211; European Journal of Clinical Investigation &#8211; Wiley Online Library<\/a><\/p>\n<p>Diese Arbeit wurde im M\u00e4rz 2021 ver\u00f6ffentlicht. Hier untersuchte Professor Ioannidis die Aussagef\u00e4higkeit verschiedener Studien zur IFR, die h\u00e4ufig mit sehr widerspr\u00fcchlichen Ergebnissen aufwarten konnten.<\/p>\n<p>Er untersuchte hier 6 systematische Auswertungen. Jeder dieser Auswertung basierte auf 10 bis 338 Studien aus 9 bis 50 L\u00e4ndern. Grund f\u00fcr diese Bandbreite waren unterschiedliche Bewertungskriterien, die in diesen Studien zur Anwendung kamen.<\/p>\n<p>2 dieser 6 Auswertungen zeigten betr\u00e4chtliche Datenfehler, wo Bewertungskriterien verletzt worden waren und selektive Datenerhebung durchgef\u00fchrt wurde. So wurden zum Beispiel Studien mit geringen Todeszahlen ausgeschlossen. Dies f\u00fchrte bei der Berechnung zu k\u00fcnstlich aufgeblasenen IFR-Raten.<\/p>\n<p>Es gab noch andere Verzerrungen. So ist die globale Repr\u00e4sentativit\u00e4t der Daten niedrig, da zwischen 78 und 100 % der Belege nur aus Europa oder den USA kommen. Die beiden bereits erw\u00e4hnten problematischen Auswertungen f\u00fchren jeweils nur eine einzige Studie aus einem anderen Kontinent auf.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Verwahrungen zeigen die 4 weniger problematischen Auswertungen eine einheitliche Bewertung der globalen Ausbreitung der Pandemie. Die beiden problematischen Auswertungen k\u00e4men zu \u00e4hnlichen Ergebnissen nach der Beseitigung der offensichtlichen Fehler und Verzerrungen.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung:\u00a0<\/strong>Alle systematischen Erhebungen durch Seropr\u00e4valenz-Daten laufen darauf hinaus, dass SARS-CoV-2-Infektionen global weit verbreitet sind. Unter Einbeziehung verbleibender Unw\u00e4gbarkeiten und unter Ber\u00fccksichtigung der verf\u00fcgbaren Belege darf man davon ausgehen, dass die globale IFR bei 0,15 % liegt. Bis zum Februar 2021 gab es zwischen 1,5 Milliarden bis 2,0 Milliarden Infektionen mit deutlichen Unterschieden in der IFR und Ausbreitung dieser Infektionen auf den verschiedenen Kontinenten, L\u00e4ndern und Orten.<\/p>\n<p>Mein Fazit: Auch nach der letzten Ver\u00f6ffentlichung von Professor Ioannidis, wo er bereits den Durchschnittswert von 0,15 % f\u00fcr die IFR angab, hat sich an diesem Wert nichts ge\u00e4ndert. Damit darf man sich langsam von dem Gedanken verabschieden, dass diese urspr\u00fcnglich angenommene geringe Rate f\u00fcr die Infektionsmortalit\u00e4t, die in etwa der der Grippe (Influenza) entspricht, ein zu niedriger vorl\u00e4ufiger Wert gewesen sei. Im Gegenteil. Diese 0,15 % IFR haben Bestand und zeigen, dass wir es hier wohl mit einer Pandemie zu tun haben, die allj\u00e4hrlich seit Menschengedenken stattfindet: Eine Grippe.<\/p>\n<h2>Ergebnisse und Auswertungen im Juli 2021<\/h2>\n<p>Folgende Arbeit erschien am 13. Juli 2021. Co-Autor ist auch hier Professor Ioannidis:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10654-022-00853-w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infection fatality rate of COVID-19 in community-dwelling populations with emphasis on the elderly: An overview | medRxiv<\/a><\/p>\n<p>Diese Arbeit greift noch einmal die Frage nach der Unterschiedlichkeit der IFR-Daten f\u00fcr Covid-19 in Bezug auf Alter und Lokalisierung und deren m\u00f6glichen Ursachen auf. Von daher untersuchten die Autoren die IFR-Daten bei \u00e4lteren, nicht in Wohnheimen lebenden, selbstst\u00e4ndigen Personen und anderen Altersgruppen auf Basis von Seropr\u00e4valenz-Studien.<\/p>\n<p>In die Auswertung wurden 23 Seropr\u00e4valenz-Studien aus 14 L\u00e4ndern einbezogen. Hier zeigte sich folgendes IFR-Bild:<\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndige, nicht im Wohnheim lebende Personen \u00fcber 70 Jahre: 2,4 %.<\/p>\n<p>Alle \u00fcber 70 Jahre alten Personen: 5,5 %.<\/p>\n<p>Anmerkung: Dies l\u00e4sst gewisse R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die IFR in den Wohnheimen\/Altenheim zu, die \u00fcberproportional hoch ausfallen m\u00fcsste, aber im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter untersucht wurde.<\/p>\n<p>60-69 Jahre: 0,59 %.<\/p>\n<p>50-59 Jahre: 0,27 %.<\/p>\n<p>40-49 Jahre: 0,082 %.<\/p>\n<p>30-39 Jahre: 0,031 %.<\/p>\n<p>20-29 Jahre: 0,014 %.<\/p>\n<p>0-19 Jahre: 0,0027 %.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung der Autoren<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die IFR der selbstst\u00e4ndig, nicht in einem Altenheim etc. lebenden \u00e4lteren Menschen liegt weit niedriger als urspr\u00fcnglich verzeichnet. Bei der jungen und j\u00fcngsten Generation liegen die IFR-Werte extrem niedrig.<\/strong><\/p>\n<h2>Studien zur zellul\u00e4ren Immunit\u00e4t gegen SARS-CoV-2<\/h2>\n<p>Dies ist ein vollkommen neuer Themenkomplex, der mit der Beobachtung begann, dass bei vielen Infizierten ohne Symptome oder mit nur leichten Symptomen praktisch keine Antik\u00f6rper zu finden waren. Umgekehrt tauchten Antik\u00f6rper fast nur bei denen auf, die deutliche Symptome zeigten beziehungsweise deren Infektionsverlauf als kritisch bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Es stellt sich sofort die Frage, wie kann jemand infiziert sein, keine Antik\u00f6rper haben, aber dennoch nicht schwer erkranken? Die Antwort ist gar nicht so schwer, wenn man sich von der Fokussierung auf die Bildung von Antik\u00f6rpern l\u00f6st. Diese Fokussierung ist das Konzept von Impfungen, die ja f\u00fcr einen Schutz durch Antik\u00f6rperbildung sorgen sollen. Aber das Immunsystem besteht nicht nur aus einem Komplex an humoralen Immunantworten, sondern auch aus einem zellul\u00e4ren Komplex. Und dies scheint hier bei SARS-CoV-2 von entscheidender Bedeutung zu sein.<\/p>\n<p>Eine Studie aus der Universit\u00e4t von T\u00fcbingen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.researchsquare.com\/article\/rs-35331\/v1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.researchsquare.com\/article\/rs-35331\/v1<\/a><\/p>\n<p>Die Wissenschaftler hier fanden eine bereits bestehende zellul\u00e4re Immunit\u00e4t bei Individuen, die bislang nicht mit dem SARS-CoV-2 infiziert waren. Und die H\u00e4ufigkeit dieser zellul\u00e4ren Immunit\u00e4t war f\u00fcr mein Daf\u00fcrhalten \u201eatemberaubend\u201c: 81 % der untersuchten Probanden ohne bisherigen Kontakt zu SARS-CoV-2 zeigten diese zellul\u00e4re Immunit\u00e4t. Grundlage hierf\u00fcr ist die \u00c4hnlichkeit der T-Zell-Epitope von alten, bekannten &#8222;Erk\u00e4ltungs-Coronaviren&#8220; und SARS-CoV-2. Dies ist eine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung, warum laut Worldometer nur 1% der &#8222;aktiven F\u00e4lle&#8220; weltweit schwere Verl\u00e4ufe zeigen.<\/p>\n<h2>Studie aus Schweden best\u00e4tigt Hintergrundimmunit\u00e4t<\/h2>\n<p>Bereist Ende Juni 2020 best\u00e4tigte eine Arbeit aus Schweden die Hintergrundimmunit\u00e4t durch die Memory-T-Zell-Antwort, ohne dabei Antik\u00f6rper zu bilden. Die Autoren sagen in ihrer \u201eein-Satz-Zusammenfassung\u201c: \u201e<em>SARS-CoV-2 induziert robuste memory-T-Zell-Antworten bei Antik\u00f6rper-seronegativen und Antik\u00f6rper-seropositiven mit asymptomatischer oder milder Covid-19.<\/em>\u201c Quelle: <a href=\"https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/10.1101\/2020.06.29.174888v1.full.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/10.1101\/2020.06.29.174888v1.full.pdf<\/a><\/p>\n<p>Sie schlie\u00dfen weiter aus ihren Beobachtungen, dass eine nat\u00fcrliche Exposition beziehungsweise Infektion in der Lage zu sein scheint, wiederkehrende Episoden von schwerer Covid-19 auch in seronegativen Individuen zu verhindern. Grund hierf\u00fcr scheint zu sein, dass diese T-Zell-Antwort auch noch Monate nach der Infektion nachweisbar war. Und daher lautet ein weiterer Schluss der schwedischen Forscher, d<strong>ass wir es hier m\u00f6glicherweise mit einem bislang unbekannten Ausma\u00df an Herdenimmunit\u00e4t gegen SARS-CoV-2 zu tun haben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Fragen zur Herdenimmunit\u00e4t<\/h2>\n<p>Wenn also sehr viele Menschen in einer Population bereits eine zellul\u00e4re Immunit\u00e4t gegen SARS-CoV-2 besitzen (laut T\u00fcbinger Arbeit ca. 80 %), dann wird das Postulat von Professor Drosten, der eine fast 70-prozentige \u201eDurchseuchung\u201c als f\u00fcr notwendig annimmt, sehr fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise w\u00fcrde das Erreichen der Herdenimmunit\u00e4t von knapp 70 % auf nat\u00fcrlichem Wege mit entsprechend hohen Letalit\u00e4tszahlen unter den Infizierten einhergehen. Und das wiederum ist die Begr\u00fcndung f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer entsprechenden Impfung, um die Herdenimmunit\u00e4t von knapp 70 % ohne hohe Todesraten zu erreichen. Soweit die Hypothese, f\u00fcr die es bislang nicht nur keine Evidenz gibt, sondern jetzt sogar komplett widerlegt zu werden scheint.<\/p>\n<p>Diese britische Studie von Ende April 2020 (<a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.04.27.20081893v1.full.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.04.27.20081893v1.full.pdf<\/a>) ging ebenfalls von einer Herdenimmunit\u00e4t aus, die bei einer Immunisierung der Bev\u00f6lkerung von 60-70 % liegt. Die Autoren stellten jedoch fest, dass es eine individuelle Variation zu geben scheint, mit der Individuen infiziert werden. Das hei\u00dft, dass nicht jeder gleich schnell und gleich stark diese Infektion bekommt, selbst wenn die \u00e4u\u00dferen Bedingungen vergleichbar sind.<\/p>\n<p>Und die Mechanismen, die hinter diesem Ph\u00e4nomen stehen, scheinen ma\u00dfgeblich zu sein daf\u00fcr, wie schnell eine Immunit\u00e4t gegen das Virus entsteht. Sie bezeichnen dies als \u201eselektive Immunisierung\u201c. Und hierf\u00fcr scheint es eine gro\u00dfe Variationsbreite innerhalb der Bev\u00f6lkerung zu geben. Und je gr\u00f6\u00dfer diese Variationsbreite ist, desto geringer f\u00e4llt der Wert f\u00fcr eine Herdenimmunit\u00e4t aus.<\/p>\n<p><strong>Das hei\u00dft mit anderen Worten, dass die Sch\u00e4tzung von 60-70 % (siehe Drosten) auf der Annahme einer Population beruht, die ein homogenes Muster f\u00fcr Infizierbarkeit besitzt, die es aber nicht gibt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Autoren berechneten daraus einen CV-Wert (Koeffizient f\u00fcr Variation) von 0-4. Mit steigendem CV-Wert sinkt der Schwellenwert f\u00fcr die Herdenimmunit\u00e4t (HIT = herd immunity threshold) von \u00fcber 60 % auf weniger als 10 %. Erreicht CV=3, dann sehen die Autoren eine Pandemie als erledigt an.<\/p>\n<p>Diese Arbeit war vor den weiter oben diskutierten Arbeiten erschienen. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine oder kaum Diskussionen zur zellul\u00e4ren Immunit\u00e4t gegen SARS-CoV-2. Die in dieser Arbeit postulierte Variation scheint eng mit der ausgepr\u00e4gten zellul\u00e4ren Immunit\u00e4t verbunden zu sein. Nur so l\u00e4sst sich die unterschiedliche Infizierbarkeit innerhalb der Bev\u00f6lkerung erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.05.19.20104596v1.full.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.05.19.20104596v1.full.pdf<\/a><\/p>\n<p>Diese Arbeit aus Schweden, erschienen Mitte Mai 2020, geht explizit der Frage nach der Herdenimmunit\u00e4t f\u00fcr SARS-CoV-2 nach. Die Autoren hier ermittelten einen Wert von 17 % f\u00fcr den Gro\u00dfraum von Stockholm.<\/p>\n<p>Auch hier kritisieren die Autoren \u201e<em>vereinfachte homogene Herangehensweisen<\/em>\u201c bei der Beurteilung von Vorg\u00e4ngen in einer Population, die zu den entsprechenden Fehlschl\u00fcssen gef\u00fchrt h\u00e4tten. Die hier ermittelten HIT-Werte seien seitdem durch differenziertere Arbeiten stetig nach unten revidiert worden. Und auch der sogenannte \u201eR0-Wert\u201c wiese nicht die Homogenit\u00e4t auf, mit der er bei der Berechnung der Herdenimmunit\u00e4t und anderer Variablen zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Die Autoren kritisieren auch den britischen Epidemiologen Ferguson, der in einer Ver\u00f6ffentlichung von Mitte M\u00e4rz (Quelle im Anhang der hier diskutierten Arbeit aus Schweden) Hunderttausende von Toten f\u00fcr Gro\u00dfbritannien durch SARS-CoV-2 prophezeit hatte. \u00c4hnlich unrealistische Einsch\u00e4tzungen hatte selbiger Ferguson bereits bei der Schweinegrippe im Jahr 2009 vom Stapel gelassen.<\/p>\n<p>Die Autoren kritisieren, dass die Basisreproduktionszahl vollkommen \u00fcberbewertet wird, neben der Tatsache, dass hier eine homogene, f\u00fcr die gesamte Population geltende Reproduktionszahl angenommen wird. Sie sagen:<\/p>\n<p>\u201e<em>Der HIT-Wert wird nicht nur durch den durchschnittlichen R0-Wert beeinflusst, sondern durch seine unterschiedliche Verteilung. Und einfach nur einen durchschnittlichen R0-Wert f\u00fcr eine gegebene Population zu verwenden, wie Ferguson dies f\u00fcr Covid-19 hin getan hat, f\u00fchrt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu unrealistischen \u00dcberbewertungen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Wie kommt es zu einer unterschiedlichen Verteilung der R0-Werte innerhalb einer Population?<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche und sehr plausible Antwort w\u00e4re zum Beispiel die unterschiedliche Infizierbarkeit der Individuen einer Population. Und die wiederum beruht auf dem Ausma\u00df einer bereits bestehenden Kreuzimmunit\u00e4t bedingt durch das zellul\u00e4re Immunsystem der Betroffenen.<\/p>\n<h2>Eine neue Studie von Professor Ioannidis<\/h2>\n<p>Am 13. Oktober 2022 ver\u00f6ffentlichte die Forschergruppe um Professor Ioannidis eine neue Arbeit, die man als \u201eNachschlag\u201c zu seinen bereits durchgef\u00fchrten Arbeiten bez\u00fcglich IFR von SARS-CoV-2 ver\u00f6ffentlicht hatte.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>Grundlage dieser neuen Arbeit waren die Daten von 31 Seropr\u00e4valenz-Studien aus der Zeit ohne \u201eCorona-Impfungen\u201c, die in den USA durchgef\u00fchrt worden waren. Die Ergebnisse wurden nach Altersgruppen dargestellt. Und so sieht das Ergebnis in grafischer Darstellung aus:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4826\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination-700x401.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination-700x401.png 700w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination-300x172.png 300w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination-768x439.png 768w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination-800x458.png 800w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/c-19-prevaccination.png 1143w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p>Im Jahr 2020 standen deutlich weniger Studien zur Verf\u00fcgung, um die IFR zuverl\u00e4ssig zu bestimmen. Im Oktober 2020 ver\u00f6ffentlichte Ioannidis vorl\u00e4ufige Ergebnisse in einem WHO Bulletin<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a>, in der er weltweit eine IFR von 0,23 % angab. Interessant auch, dass dieser Beitrag auf der WHO-Webseite nicht mehr existiert, sondern nur noch als archivierte Seite in der \u201eWayback-Machine\u201c.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2021 ver\u00f6ffentlichte die Ioannidis-Gruppe eine weitere Studie<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>, die mehr Studiendaten umfasste und wo die neuen Berechnungen eine IFR von rund 0,15 % weltweit ergaben. Diese Werte entsprechen in etwa der IFR von Influenza:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/blog\/who-revision-der-pandemie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die WHO und die Revision der Pandemie<\/a><\/p>\n<p><strong>Hier ein Vergleich der \u201ealten\u201c IFR-Werte f\u00fcr Covid-19 mit den aktuellen Werten aus der neuen Ver\u00f6ffentlichung:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4827\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/tabelle-IFR-C19.png\" alt=\"\" width=\"634\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/tabelle-IFR-C19.png 634w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/tabelle-IFR-C19-300x74.png 300w\" sizes=\"(max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><\/p>\n<p>Die neue Arbeit zeigt eine weltweite IFR von nur 0,03 % f\u00fcr die Altersgruppe 0-59 und 0,07 % f\u00fcr die Altersgruppe 0-69 Jahre.<\/p>\n<p>Die neuen Zahlen bedeuten eine deutliche Korrektur zu deutlich geringeren Werten, die bei den Kindern und Jugendlichen sogar um den Faktor 9,0 geringer ausfallen. Mit Ausnahme der \u00fcber 60-J\u00e4hrigen zeigte sich in allen Altersklassen eine deutlich reduzierte IFR.<\/p>\n<p>Ein Vergleich mit der Grippe, der lange Zeit bei den \u201eZeugen Coronas\u201c als \u201eVerharmlosung von Covid-19\u201c galt und wohl auch immer noch gilt, zeigt, dass auch hier keine gro\u00dfen Unterschiede in Bezug auf die \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c zu sehen sind. Denn laut WHO Lagereport<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a> vom M\u00e4rz 2020 liegt die IFR f\u00fcr die saisonale Grippe angeblich \u201edeutlich unter 0,1 %\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Frage, woran es liegen mag, dass die neuen Werte deutlich unter den alten Werten liegen, gibt es zwei m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen. Eine Erkl\u00e4rung w\u00e4re, dass wir heute mehr aussagekr\u00e4ftige Studien in Bezug auf IFR haben als noch vor zwei Jahren, die das Bild vervollst\u00e4ndigen. Eine weitere Erkl\u00e4rung w\u00e4re, dass mit dem (zu erwartenden) Auftreten von Varianten, deren Gef\u00e4hrlichkeit im zunehmenden Ma\u00dfe abgenommen hat, was dann in einer verringerten IFR zum Ausdruck kommt. Eine dritte Erkl\u00e4rung w\u00e4re, dass beides zutrifft.<a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a><\/p>\n<h2>Fazit und \u00dcberlegungen<\/h2>\n<p><strong>Das, was wir bislang an kontrollierten epidemiologischen Studien haben, gibt keinen Grund f\u00fcr die Annahme, dass die \u201eCorona-Pandemie\u201c gef\u00e4hrlicher ist, als die immer wieder auftretenden schweren Grippewelle alle zwei bis drei Jahre.<\/strong><\/p>\n<p>Ohne die obigen Zahlen gekannt zu haben, war mir dies eigentlich bereits im M\u00e4rz 2020 klar. Warum? Weil bei einer wirklichen &#8222;Seuche&#8220; (und wir hatten COVID-19 bereits im Land), zahlreiche Menschen h\u00e4tten sterben m\u00fcssen &#8211; sehr zahlreich. Und dann h\u00e4tte jeder einen gekannt, der daran verstorben ist und zwar ziemlich schnell. Aber das war damals nur meine subjektive Meinung, f\u00fcr die mich teilweise manche schon am liebsten gekreuzigt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Sehr merkw\u00fcrdig finde ich, dass die Zahlen aus kontrollierten Studien viel einheitlicher ausfallen, als die Zahlen, die wir von &#8222;offizieller Seite&#8220; pr\u00e4sentiert bekommen. Man darf dabei davon ausgehen, dass diese Zahlen nicht wissenschaftlich-statistisch sauber erhoben worden sind &#8211; um es mal vorsichtig zu formulieren.<\/p>\n<p>Und die Tatsache, dass bis heute nicht unterschieden wird, ob die Opfer \u201ean\u201c oder \u201emit\u201c SARS-CoV-2 gestorben sind, gibt auch Grund zu der Annahme, dass hier bei der Pr\u00e4sentation der Daten entsprechend unzul\u00e4ssige Manipulationen vorgenommen worden sein k\u00f6nnten. Dies geschah wissentlich oder unwissentlich, denn anders ist mir das derzeit nicht erkl\u00e4rlich.<\/p>\n<p>So hohe (bisher ungeahnte) Infektionszahlen sind zun\u00e4chst einmal f\u00fcr die meisten Menschen (die sich mit sowas bisher nie besch\u00e4ftigt haben) schockierend. Bei einer n\u00e4heren Betrachtung sind sie jedoch sehr beruhigend. Denn es zeigt, dass diese Infektionswelle zwar durchs Land gezogen ist und einige Besonderheiten aufweist, die ich hier im Beitrag nicht ber\u00fccksichtigt habe, denn hier geht es vor allem um die Sterblichkeit.<\/p>\n<p>Erst als durch die Tests ein gewisses Bewusstsein kreiert wurde, dass es da <em>m\u00f6glicherweise<\/em> ein neues und damit gef\u00e4hrliches Virus gibt, fing man an, Gegenma\u00dfnahmen mit Lockdown, Abstandsregeln, Mundschutz etc. einzuf\u00fchren. Doch zum Zeitpunkt, als dies geschah, war die Ausbreitung der Infektion l\u00e4ngst erfolgt und an vielen Orten bereits wieder auf dem R\u00fcckzug.<\/p>\n<p>Dennoch glauben die Verantwortlichen in der Regierung (bis heute), dass ihre Ma\u00dfnahmen ma\u00dfgeblich zur Eind\u00e4mmung der \u201ePandemie\u201c beigetragen h\u00e4tten.<\/p>\n<p><strong>Diesen &#8222;Lock-Down&#8220;-Fragen bin ich bereits u.a. in folgenden Beitr\u00e4gen nachgegangen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/corona-in-schweden\/\">Corona: Schweden hat nicht mehr Todesopfer daf\u00fcr aber kaum wirtschaftliche Sch\u00e4den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/corona-israel-studie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corona \u2013 Der gro\u00dfe Lockdown-Bluff? Interessante Studien aus Israel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich rate Menschen generell auf ein gutes und stabiles Immunsystem zu setzen. Dies ist meines Erachtens die beste Vorsorge gegen jede Mikrobe (zumindest die in Nordeuropa vorkommen). Dazu geh\u00f6ren auch die Erk\u00e4ltungen und Grippen, mit denen wir jedes Jahr konfrontiert werden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Quellen:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Streeck_et_al_Infection_fatality_rate_of_SARS_CoV_2_infection2.pdf<\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/ije\/article\/50\/2\/410\/6146069?login=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 COVID-19 Antibody Seroprevalence in Santa Clara County, California | medRxiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><a href=\"https:\/\/www.sciencenews.org\/article\/coronavirus-outbreak-diamond-princess-cruise-ship-death-rate\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Cruise ship outbreak helps pin down how deadly the new coronavirus is | Science News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a><a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2022.10.11.22280963v1.full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Age-stratified infection fatality rate of COVID-19 in the non-elderly informed from pre-vaccination national seroprevalence studies | medRxiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210927174055\/https:\/www.who.int\/bulletin\/online_first\/BLT.20.265892.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wayback Machine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/eci.13554\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Reconciling estimates of global spread and infection fatality rates of COVID?19: An overview of systematic evaluations &#8211; Ioannidis &#8211; 2021 &#8211; European Journal of Clinical Investigation &#8211; Wiley Online Library<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.who.int\/docs\/default-source\/coronaviruse\/situation-reports\/20200306-sitrep-46-covid-19.pdf?sfvrsn=96b04adf_4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 20200306-sitrep-46-covid-19.pdf<\/a><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich hatte diesen Beitrag erstmals am 16.5.2020 ver\u00f6ffentlicht und letztmalig am 25.10.2022 mit aktuellen Studiendaten erg\u00e4nzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir werden tagt\u00e4glich mit Zahlen und Statistiken zu Corona regelrecht bombardiert. 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