{"id":3344,"date":"2020-02-23T20:03:39","date_gmt":"2020-02-23T18:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=3344"},"modified":"2023-06-09T10:27:29","modified_gmt":"2023-06-09T08:27:29","slug":"medizin-studien-nicht-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/medizin-studien-nicht-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"93 Prozent aller Medizin-Studien an deutschen Unis werden nicht vorschriftsgem\u00e4\u00df ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<h3>Oder: Medizinische Forschung und die verheimlichten Studienergebnisse<\/h3>\n<p>Im Dezember 2019 erschien ein Beitrag in der \u201eTagesschau\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, der von einer extrem merkw\u00fcrdigen Praxis der medizinischen Forschung an deutschen Universit\u00e4ten berichtete: 93 Prozent aller medizinischen Studien werden nicht ver\u00f6ffentlicht. Die Untersuchung, die dies festgestellt haben will, kommt vom NDR, WDR und SZ.<\/p>\n<p>Wenn man sich ein wenig in der Welt der Wissenschaft auskennt, dann wei\u00df man (eigentlich), dass man keine scheu vor Ver\u00f6ffentlichungen hat. Im Gegenteil. Die Qualifikation eines Naturwissenschaftlers und der Grad seiner Bekanntheit w\u00e4chst mit der Zahl seiner Ver\u00f6ffentlichungen. Und selbst wenn man eine Hypothese nicht best\u00e4tigen kann, dann wei\u00df man wie es eben &#8222;nicht geht&#8220;. In unser so hoch gelobten &#8222;Medizin&#8220; sieht das aber ganz anders aus&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Da fragt man sich nat\u00fcrlich, warum man sich gerade in der Medizin weigert, mit den Ergebnissen an die \u00d6ffentlichkeit zu treten.<\/p>\n<p>Vielleicht hat dies auch etwas damit zu tun, dass die schulmedizinische Wissenschaft kaum als Wissenschaft im urspr\u00fcnglichen Sinne anzusehen ist, wie ich ausf\u00fchrlich hier darlege: <a href=\"https:\/\/www.renegraeber.de\/Schulmedizin-Studien-Report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unsere Schulmedizin \u2013 die einzig wahre Wissenschaft?<\/a><\/p>\n<p>Bislang kannten wir dieses Ph\u00e4nomen der &#8222;versteckten Studienergebnisse&#8220; nur seitens der Studien der Pharmaindustrie: <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/haelfte-der-nebenwirkungen-wird-verschwiegen\/\">Medikamente-Studien: Die H\u00e4lfte der Nebenwirkungen wird verschwiegen!<\/a><\/p>\n<p>Oder aber Studien werden ver\u00f6ffentlicht und als \u201emedizinischer Durchbruch\u201c gefeiert, wo in Wahrheit diese Studien bestenfalls Konkurrenzprodukte zu den M\u00e4rchen der Br\u00fcder Grimm sind (wobei wir den Br\u00fcdern Grimm und den M\u00e4rchen wirklich Unrecht tun):<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/renegraeber.de\/blog\/verfaelschte-medikamente-studien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verf\u00e4lschte Medikamente-Studien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/geschaeft-mit-wertlosen-studien\/\">Gekaufte Medizinstudien &#8211; Bis zu 90% sind manipuliert!<\/a><\/li>\n<li>Sch\u00f6ne Welt der Studien<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/vioxx-skandal-merck\/\">Der Skandal um Vioxx-Studien der Firma Merck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/mmr-impfung-autismus-2014\/\">MMR-Impfung und Autismus &#8211; Also doch!<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fr\u00fch \u00fcbt sich was ein Meister werden will<\/h2>\n<p>Jetzt also erfahren wir, dass die Mediziner an den Universit\u00e4ten bereits das praktizieren, was f\u00fcr ihre Kollegen der Pharmaindustrie schon lange gang und g\u00e4be ist.<\/p>\n<p>Und die Medizinstudenten erfahren nat\u00fcrlich aus erster Hand, wie man in der medizinischen \u201eForschung\u201c forscht und dann mit den Ergebnissen verf\u00e4hrt, bzw. zu verfahren hat.<\/p>\n<p><strong>Wie genau?<\/strong><\/p>\n<p>Laut Bericht der \u201eTagesschau\u201c gibt es inzwischen 445 Studien, die bereits seit einem Jahr abgeschlossen sind, aber deren Ergebnisse nicht in der EU-Datenbank ver\u00f6ffentlicht wurden. Dies ist das Untersuchungsergebnis f\u00fcr alle Studien, die seit dem Jahr 2004 an deutschen Universit\u00e4ten durchgef\u00fchrt und bei der EU entsprechend registriert wurden.<\/p>\n<p>Dies entspricht laut Statistik nur sieben Prozent der Studien, die an 35 medizinischen Hochschulen in Deutschland durchgef\u00fchrt und dann auch ver\u00f6ffentlicht wurden. Im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die einen Durchschnitt von 63 Prozent ver\u00f6ffentlichter Studienergebnisse haben, ist dies das untere Ende der Liste.<\/p>\n<p>Das Spektrum der medizinischen Hochschulen umfasst von \u201efast vorbildlich\u201c bis \u201eregungslos\u201c, wenn es um die Ver\u00f6ffentlichungspraxis geht. M\u00fcnster wird hier als positives Beispiel genannt, weil es immerhin 61 Prozent seiner Studien ver\u00f6ffentlicht. Ich denke, es ist bezeichnend, dass 61 Prozent in der medizinischen Forschung bereits als \u201evorbildlich\u201c eingestuft werden.<\/p>\n<p>Dann kommt das Mittelfeld mit 20-30 Prozent ver\u00f6ffentlichter Studien, wie zum Beispiel Leipzig, D\u00fcsseldorf, W\u00fcrzburg und Regensburg.<\/p>\n<p><strong>Und dann gibt es noch 17 Universit\u00e4ten in Deutschland, die nichts ver\u00f6ffentlichen.<\/strong><\/p>\n<p>Gegenstand der Studien sind Erkrankungen wie Depression, Parkinson, Krebs etc.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Warum wird geforscht, aber nicht ver\u00f6ffentlicht?<\/h2>\n<p>Diese Frage stellten sich nat\u00fcrlich auch die Autoren dieser Recherche. Die Antwort war ein bunter Blumenstrau\u00df an Ausreden. Die Universit\u00e4t Freiburg zum Beispiel meinte, dass die Ver\u00f6ffentlichung in der EU-Datenbank sehr aufwendig sei. Da frage ich mich, warum dann der Aufwand zu forschen, wenn man Aufwand scheut?<\/p>\n<p>Eine weitere \u201esehenswerte\u201c Ausrede ist, dass es angeblich keine gesetzliche Verpflichtung zur Ver\u00f6ffentlichung g\u00e4be. Gibt es die nicht?<\/p>\n<p>Falls es sie nicht gibt, dann gibt es auch keine gesetzliche Verpflichtung zur Forschung. Warum wird dann dennoch geforscht?<\/p>\n<p>Laut \u201eTagesschau\u201c-Bericht scheinen die Forschungs-Mediziner nicht zu wissen, wovon sie reden. Denn laut Angaben des BfArM m\u00fcssen solche \u201erelevanten ergebnisbezogenen Informationen\u201c \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein. Und das ist nur machbar, indem diese Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Nicht nur das BfArM, sondern auch das europ\u00e4ische Gegenst\u00fcck, die EMA, sieht es als eine Verpflichtung an, Studienergebnisse entsprechend zu ver\u00f6ffentlichen, also in der EU-Datenbank.<\/p>\n<p>Danach kommt die Wende auf Seiten der deutschen Universit\u00e4ten. Zuerst ist die Ver\u00f6ffentlichung zu m\u00fchsam oder nicht verpflichtend. Dann aber gibt man zu, dass man weder M\u00fchen noch Verpflichtungen scheut, die Ergebnisse auf einer anderen Datenbank, der \u201ePharmNet.Bund\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, hoch zu laden und zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Wenn man sich die Beschreibung dieser Datenbank bei Wikipedia<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> anschaut, dann wird relativ schnell klar, dass diese Datenbank f\u00fcr andere Zwecke bestimmt ist als f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von wissenschaftlichen Studienergebnissen.<\/p>\n<h2>Schlecht gebr\u00fcllt L\u00f6we<\/h2>\n<p>Wie also sieht die Situation aus? Die medizinische Forschung forscht. Danach verschwinden die Ergebnisse und nur sieben Prozent werden so ver\u00f6ffentlicht, wie die Vorgaben es erfordern.<\/p>\n<p>Die forschenden Medizinhochschulen geben bei der Frage, warum sie nichts ver\u00f6ffentlichen, an, das alles zu m\u00fchsam und auch nicht verpflichtend ist. Danach stellt sich heraus dass sie doch ver\u00f6ffentlichen, aber in einer Datenbank ihrer eigenen Wahl.<\/p>\n<p><strong>Gehe ich jetzt recht in der Annahme, dass diese Hochschulforschung zu einem erheblichen Anteil von Steuergeldern finanziert wird? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Oder wird diese Forschung inzwischen \u00fcberwiegend von der Pharmaindustrie finanziert?<\/strong><\/p>\n<p>Das letztere Szenario w\u00e4re eine Erkl\u00e4rung, warum die Hochschulforschung sich sagen lassen muss, was ver\u00f6ffentlicht wird und was nicht. Und es w\u00e4re eine Erkl\u00e4rung, dass diese Forschung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu 93 Prozent keine vorzeigbaren Ergebnisse f\u00fcr die Pharmaindustrie produziert, weshalb die Studien zur\u00fcckgehalten werden.<\/p>\n<p>Und so vermutet auch der \u201eTagesschau\u201c-Bericht folgendes: \u201e<em>Manchmal komme in Studien zum Beispiel heraus, dass ein Medikament nicht so gut wirkt, wie man zuvor gedacht habe, oder es habe mehr Nebenwirkungen, als man angenommen habe<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Diese Worte kommen angeblich aus dem Mund von J\u00fcrgen Windeler, dem Leiter des IQWiG. Es ist bemerkenswert, dass dieser industrienahe Ersatz f\u00fcr Dr. Sawicki sich zu so einer \u201eVermutung\u201c versteigt. Nur ein Wort st\u00f6rt mich hier massiv. Und das ist das Wort \u201emanchmal\u201c. Denn \u201emanchmal\u201c reicht nicht aus, um 93 Prozent zur\u00fcckgehaltener Studien zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Aber immerhin fordert er Konsequenzen, indem die \u00f6ffentliche F\u00f6rderung von der Ver\u00f6ffentlichung fr\u00fcherer Studien abh\u00e4ngig gemacht wird. Im Klartext hei\u00dft das, dass die Universit\u00e4tskliniken, die forschten ohne zu ver\u00f6ffentlichen, in der Zukunft von der F\u00f6rderung ausgeschlossen werden sollen.<\/p>\n<p>Kein Problem oder? Wenn dann die Pharmaindustrie zu 100 Prozent helfend zur Seite springt, dann hat sie beide F\u00fc\u00dfe in den T\u00fcren der Kliniken und Labore der Universit\u00e4ten.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die forschende Hochschulmedizin forscht ohne Studienergebnisse zu ver\u00f6ffentlichen. In Deutschland werden nur sieben Prozent der Studien ver\u00f6ffentlicht. Die Ausreden f\u00fcr diese Nachl\u00e4ssigkeit sind ph\u00e4nomenal einf\u00e4ltig bis kindisch. <strong>Es gibt Grund f\u00fcr die Annahme, dass die Studienergebnisse in \u00fcber neun von zehn F\u00e4llen keine marktgerechten Ergebnisse ergeben haben.<\/strong><\/p>\n<p>Ein fiktives Szenario, dass ich mir sehr gut vorstellen k\u00f6nnte sieht wie folgt aus: Man forscht \u00fcber Alzheimer und Plaques und stellt fest, dass das alte Dogma von Plaques als Ursache f\u00fcr Alzheimer hinf\u00e4llig ist (was sowieso schon als erwiesen gelten muss).<\/p>\n<p>In der Naturwissenschaft w\u00fcrden solche Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht und zur allgemeinen Diskussion\u00a0 gestellt. In der Schulmedizin verschwinden solche Ergebnisse, da sie dieser Wissenschaft nicht in den Kram passen und das Gesch\u00e4ft sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Die Heimlichtuerei in der Schulmedizin und ihrer Forschung hat einen neuen H\u00f6hepunkt erreicht. Wer kann einer solchen Medizin und Forschung noch trauen, die sich scheut, ihre eigenen Ergebnisse \u00f6ffentlich zu machen?<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass wir per Gesetz eine Impfpflicht verpasst bekommen. Denn auch in Sachen Impfungen gibt es keine hieb- und stichfeste Wissenschaft, sondern nur als Dogma gehandelte Hypothesen.<\/p>\n<p>Nun: Man kann aber immer etwas tun. Wenn Sie dazu mehr &#8222;Input&#8220; w\u00fcnschen, dann fordern Sie meinen kostenlosen Newsletter an, den ich mit folgendem plakativen Satz beginne&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/newsletter\/\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3199\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px.jpg\" alt=\"\" width=\"610\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px.jpg 610w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px-300x195.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/medizinstudien-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Medizinische Forschung: Unis verheimlichen Studienergebnisse | tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/www.pharmnet-bund.de\/static\/de\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 PharmNet.Bund &#8211; Startseite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/PharmNet.Bund\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 PharmNet.Bund \u2013 Wikipedia<\/a><\/li>\n<li>Beitragsbild: istock<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Medizinische Forschung und die verheimlichten Studienergebnisse Im Dezember 2019 erschien ein Beitrag in der \u201eTagesschau\u201c[1], der von einer extrem merkw\u00fcrdigen Praxis der medizinischen Forschung an deutschen Universit\u00e4ten berichtete: 93 Prozent aller medizinischen Studien werden nicht ver\u00f6ffentlicht. 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