{"id":3336,"date":"2020-02-16T01:35:39","date_gmt":"2020-02-15T23:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=3336"},"modified":"2023-10-10T19:20:38","modified_gmt":"2023-10-10T17:20:38","slug":"cytotec-todesfaelle-geburtseinleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/cytotec-todesfaelle-geburtseinleitung\/","title":{"rendered":"Cytotec zur Geburtseinleitung &#8211; Todesf\u00e4lle durch nicht zugelassenes Medikament?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mediziner verwenden in der Geburtshilfe ein Medikament (Cytotec), welches f\u00fcr diesen Zweck nicht zugelassen ist. Und es kam und kommt wohl dabei zu Todesf\u00e4llen bei M\u00fcttern&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Der generische Name von Cytotec lautet Misoprostol. Die Substanz wurde Anfang der siebziger Jahre von Searle, heute Teil von Pfizer, entwickelt und auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Substanz ist ein synthetisch hergestelltes Prostaglandin. Diese Substanz besitzt eine Zulassung zur Therapie und Pr\u00e4vention von <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/Inhalt\/Magengeschwuer.htm\">Magengeschw\u00fcren<\/a> und Zw\u00f6lffingerdarmgeschw\u00fcren. Daneben ist diese Substanz in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bekannt f\u00fcr den Einsatz, f\u00fcr den es keine offizielle oder inoffizielle Zulassung gibt, was in medizinischen Kreisen mit dem Begriff \u201eOff Label\u201c bezeichnet wird. In diesem Fall soll durch die Gabe von Cytotec die Weheneinleitung erfolgen.<\/p>\n<p>Es gibt noch weitere Off Label Verwendungen, wie medikament\u00f6ser Schwangerschaftsabbruch, Behandlung von Blutungskomplikationen nach der Geburt etc.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den beiden letztgenannten Off Label Anwendungen ist die Gabe von Cytotec zur Weheneinleitung anscheinend ein g\u00e4ngiges Therapieschema &#8211; trotz fehlender offizieller Zulassung. Begr\u00fcndet wird dies mit der sogenannten \u201e\u00e4rztlichen Therapiefreiheit\u201c.<\/p>\n<p>Dieser Therapiefreiheit zufolge darf ein Arzt nach eigenem Ermessen auf therapeutische Verfahren oder Medikamente zur\u00fcckgreifen, f\u00fcr die es keine offiziellen Empfehlungen oder Leitlinien gibt. Mit &#8222;eingeschlossen&#8220; ist hier die Anwendung von nicht zugelassenen Medikamenten f\u00fcr bestimmte Indikationen, also in diesem Fall ein Magenmittel zur Geburtseinleitung.<\/p>\n<p>Und wie es jetzt aussieht, hat der organisierte Versto\u00df gegen Zulassungsbestimmungen f\u00fcr pharmazeutische Substanzen zu einer Reihe von grauenhaften Resultaten gef\u00fchrt. Diese &#8222;grauenhaften Resultate&#8220; sind ja nichts Neues, sie werden &#8222;uns&#8220; halt immer nur h\u00e4ppchenweise serviert&#8230; Wie sollen sonst die ca. <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/medikamente-nebenwirkung-tod\/\">60.000 Toten durch Arzneimittel-&#8222;Neben&#8220;-Wirkungen<\/a> zustande kommen?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Cytotec &#8211; ein Mutterm\u00f6rder?<\/h2>\n<p>Ein Interview vom 12. Februar 2020 in der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> mit dem Wiener Professor f\u00fcr Geburtshilfe an der Universit\u00e4tsfrauenklinik Wien Dr. Husslein, berichtet von \u201e<strong>zahlreichen m\u00fctterlichen Todesf\u00e4llen unter Cytotec<\/strong>\u201c. Aber nicht nur die M\u00fctter sind gef\u00e4hrdet, sondern auch die Neugeborenen.<\/p>\n<p>Die Substanz scheint bei den Geburtshelfern (aus einer Reihe von Gr\u00fcnden) ein sehr gro\u00dfes Gefallen gefunden zu haben. Zum Einen wirkt die Substanz au\u00dferordentlich schnell und angeblich auch zuverl\u00e4ssig. Zum Anderen ist sie spottbillig im Vergleich zu den zugelassenen Alternativen, wie zum Beispiel Oxytocin, was nat\u00fcrlich f\u00fcr die \u201eWirtschaftlichkeit\u201c eine bedeutende Rolle spielt.<\/p>\n<p>Diese \u201eWirtschaftlichkeit\u201c wird allerdings teuer erkauft. Und wer zahlt hier? Nat\u00fcrlich die Patientin und\/oder ihr Kind. Denn die von der Substanz ausgel\u00f6sten starken Wehen (Wehensturm) k\u00f6nnen in extremen Kontraktionen der Uterusmuskulatur enden, sodass es zu Rissen kommen kann. Zudem ist auch das Kind gef\u00e4hrdet, dass unter diesen extremen Wehen einen Sauerstoffmangel erleiden kann.<\/p>\n<p>Prinzipiell scheint dies einen Problem aller Wehen einleitenden Medikamente zu sein, aber unter Cytotec mit Abstand das h\u00e4ufigste.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte jetzt argumentieren, dass die Entbindung in einem Krankenhaus erfolgt, wo notfallm\u00e4\u00dfig schnell eingeschritten werden kann. Laut Professor Husslein scheint die Realit\u00e4t anders auszusehen. F\u00fcr ihn ist es nicht nur unsinnig, durch ein nicht zugelassenes Medikament eine Notfallsituation zu provozieren, um dann entsprechend zu intervenieren, sondern die Sache mit der Intervention scheint auch nicht so zu klappen, wie dies von den Bef\u00fcrwortern der Cytotec-Therapie postuliert wird.<\/p>\n<p>Und auch die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c l\u00e4sst in dem Interview erkennen, dass man in der Redaktion \u00fcber Datenmaterial aus Frankreich, Deutschland, D\u00e4nemark und den USA verf\u00fcgt, demzufolge unter Cytotec \u201eviele F\u00e4lle\u201c von Kindern mit Hirnsch\u00e4digungen und Todesfolgen von Mutter und Kind dokumentiert sind.<\/p>\n<p>Und weil man mit Cytotec billig und schnell seinen therapeutischen Effekt erh\u00e4lt, pocht die \u00c4rzteschaft auf ihre \u201e\u00e4rztliche Therapiefreiheit\u201c, mit der sie ein nicht zugelassenes Medikament so einsetzen kann, als wenn es eine Regulierungszulassung h\u00e4tte. Und das hei\u00dft (in Zahlen ausgedr\u00fcckt), dass in Deutschland wohl jede zweite Klinik Cytotec zum Einsatz bringt.<\/p>\n<p>Was bei diesem permanenten Insistieren auf der \u201e\u00e4rztlichen Therapiefreiheit\u201c \u00fcberhaupt keine Beachtung findet, das ist die vom Gesetzgeber zwingend vorgeschriebene Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung des Patienten zu einer solchen Behandlung.<\/p>\n<p>Dies hei\u00dft mit anderen Worten: <strong>Der Arzt muss bei einer Behandlung mit einem Off Label Medikament den Patienten genauestens dar\u00fcber informieren, dass das Medikament nicht f\u00fcr die Indikation zugelassen ist und welche m\u00f6glichen Risiken und Nebenwirkungen daraus entstehen k\u00f6nnen.<\/strong> Der n\u00e4chste Schritt ist, das Einverst\u00e4ndnis\/die Einwilligung des Patienten einzuholen.<\/p>\n<p>Und genau das ist es, was die Schulmediziner anscheinend gerne zu vergessen scheinen: Keine Information und Aufkl\u00e4rung, keine Einwilligungserkl\u00e4rung. Das alles kostet Zeit und st\u00f6rt den Betriebsablauf. Und wenn die Patientin keine Einwilligungserkl\u00e4rung abgeben will, dann muss man die teuren Medikamente zum Einsatz bringen. Das l\u00e4sst sich dann wohl nicht mit der \u201eWirtschaftlichkeit\u201c vereinbaren.<\/p>\n<p>Laut Professor Husslein hat in diesem Fall der behandelnde Arzt oder das Krankenhaus das Nachsehen bei einer juristischen Auseinandersetzung. Doch auch das scheint die Schulmediziner nicht weiter zu st\u00f6ren. Ich sch\u00e4tze, man vertraut hier darauf, dass Patienten sich scheuen, \u00fcber ein Gericht gegen die Mediziner vorzugehen.<\/p>\n<h3>Der Hersteller selbst warnt vor dem Einsatz in der Geburtshilfe<\/h3>\n<p>Einen Tag zuvor hatte die ARD zu diesem Thema einen Beitrag<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> auf ihrer Webseite ver\u00f6ffentlicht. Auch hier wird Professor Husslein zitiert und wir erfahren die entsprechenden Informationen, die wir auch von der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c bekommen haben.<\/p>\n<p>Interessant jedoch ist, dass der Hersteller Searle bereits vor 20 Jahren vor genau diesen Nebenwirkungen warnte und daher den Einsatz in der Geburtshilfe als Kontraindikation bezeichnete. Die franz\u00f6sische Gesundheitsbeh\u00f6rde ANSM verschickte mehrere Warnbriefe, in denen das Risiko-Nutzen-Verh\u00e4ltnis von Cytotec f\u00fcr die Geburtseinleitung als unbewiesen beschrieben wurde. Und sogar die FDA warnt seit etlichen Jahren vor den Nebenwirkungen und damit dem Einsatz von Cytotec zur Geburtseinleitung.<\/p>\n<p>Aber es kommt noch besser.<\/p>\n<h2>Jeder dosiert wie es ihm gef\u00e4llt<\/h2>\n<p>Laut ARD-Beitrag empfiehlt die WHO eine H\u00f6chstdosierung von 25 Mikrogramm, verabreicht werden aber bis zum Vierfachen dieser Dosierung. Wie viel genau dosiert wird, das ist dann auch wieder von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Das hei\u00dft mit anderen Worten, dass diese Off Label Anwendung so diffus und willk\u00fcrlich gehandhabt wird, dass noch nicht einmal ein allgemein verbindliches Dosierungsschema vorzuliegen scheint.<\/p>\n<p>Oder mit anderen Worten: Jeder dosiert so, wie es ihm gerade gef\u00e4llt &#8211; der Gipfel der schulmedizinischen Evidenzbasiertheit.<\/p>\n<p>Ein weiterer \u201eTreppenwitz\u201c in diesem Theater ist die Klage von Pfizer, dass Cytotec von der \u00c4rzteschaft regelrecht missbraucht wurde, weswegen die Firma \u201eaus ethischen Gr\u00fcnden\u201c die Substanz im Jahr 2006 vom Markt genommen hat. Und die Firma gibt sogar unumwunden zu, dass es f\u00fcr Cytotec zur Geburtseinleitung keine ausreichenden Studien gibt.<\/p>\n<p>Dies trifft insbesondere f\u00fcr Studien zur Dosisfindung zu, weswegen jeder im Rausch der \u201e\u00e4rztlichen Therapiefreiheit\u201c seine Lieblingsdosis zum Einsatz bringen kann.<\/p>\n<p>Das alles sollte doch fruchtbarer Boden f\u00fcr Komplikationen ohne Ende sein, und scheint es auch wirklich zu sein. Aber wir haben ja eine Bundesaufsichtsbeh\u00f6rde, die solchen Ausw\u00fcchsen entgegentritt, das BfArM. Nur, wenn man dem ARD-Bericht Glauben schenken darf, wei\u00df diese Bundesbeh\u00f6rde angeblich von NICHTS.<\/p>\n<p>Ist das nicht toll? Die Beh\u00f6rde wei\u00df nichts von Todesf\u00e4llen von M\u00fcttern, Todesf\u00e4llen von Kindern, von Uterusrissen etc.? Daf\u00fcr wissen unsere Parlamentarier (allen voran der &#8222;Gesundheits&#8220;-Minister Spahn) usw. bestens, wie man uns vor den schrecklichen Gefahren der Masern sch\u00fctzen muss.<\/p>\n<h4>Woran liegt dies?<\/h4>\n<p>\u00c4rzte sind nicht gesetzlich verpflichtet, Nebenwirkungen den Beh\u00f6rden zu melden. Selbstverst\u00e4ndlich wird jemand, der mit einer nicht zugelassenen Substanz therapiert, auch im Rahmen der glorreichen \u201e\u00e4rztlichen Therapiefreiheit\u201c mit Dosisfindung wie die Ziehung der Lottozahlen, keine Veranlassung sehen, seine \u00dcbeltaten auch noch beh\u00f6rdlich publik zu machen.<\/p>\n<p>Denn es k\u00f6nnte ja sein, dass vielleicht nicht der Patient, aber die Aufsichtsbeh\u00f6rde juristisch aktiv wird. Da muss man nat\u00fcrlich prophylaktisch aktiv werden und sich still verhalten.<\/p>\n<p>Und weil keine unliebsamen Wirkungen berichtet werden, wei\u00df die Beh\u00f6rde nichts. Und man kann frech behaupten, dass es keine unliebsamen Wirkungen gibt, denn sonst w\u00fcsste die Aufsichtsbeh\u00f6rde davon.<\/p>\n<h3>Dieses war der erste Streich, doch der n\u00e4chste folgt sogleich<\/h3>\n<p>13. Februar 2020 &#8211; die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c meldet sich mit einem weiteren Beitrag<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> zu Wort. Hier geht es jetzt um die Reaktion der Betroffenen schulmedizinischen Disziplinen auf die Vorw\u00fcrfe, Cytotec geradezu fahrl\u00e4ssig zum Einsatz zu bringen. Aber, es gibt kein Grund f\u00fcr \u00dcberraschungen. Die Reaktion ist die, die von diesen Leuten zu erwarten war:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e<em>In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung nehmen am Donnerstag mehrere Fachgesellschaften Stellung: die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Geburtshilfe und Gyn\u00e4kologie, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Perinatale Medizin, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Pr\u00e4natal- und Geburtsmedizin sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Die \u00c4rzte betonen, dass der in Cytotec enthaltene Wirkstoff Misoprostol in der Geburtshilfe nicht umstritten sei, weshalb ihn fast alle Perinatalzentren verwenden\u00a0w\u00fcrden.<\/em>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich haben diese Beitr\u00e4ge nicht nur behandelnde \u00c4rzte und Kliniken erreicht, sondern auch Patienten. Und die sind jetzt besorgt und verunsichert und rufen dauernd an und st\u00f6ren den Praxisbetrieb. Und warum? Und wof\u00fcr? F\u00fcr nichts und wieder nichts, denn Misoprostol sei das \u201eeffektivste Medikament zur Geburtseinleitung\u201c. Aha&#8230;<\/p>\n<p>Die abgelieferte Begr\u00fcndung ist dementsprechend &#8222;evidenzblasiert&#8220; umwerfend. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es keine Berichte \u00fcber unerw\u00fcnschte Wirkungen seitens der Aufsichtsbeh\u00f6rden (wie weiter oben in meinem bisherigen Beitrag diskutiert).<\/p>\n<p>Zudem sei man ja auch &#8222;wissenschaftlich&#8220; unterwegs. Und in dieser Eigenschaft wei\u00df man zu berichten, dass es mehr als 80 \u201erandomisiert-kontrollierte Studien\u201c gibt (und noch einige Dutzend obendrauf), die \u201eunstrittig\u201c evidenzbasiert die Wirksamkeit und Vertr\u00e4glichkeit von Cytotec dokumentieren sollen.<\/p>\n<p>Wie kann es sein, dass eine extrem \u201eunstrittig\u201c, evidenzbasiert gut dokumentierte Substanz keine Arbeit zur Dosisfindung besitzt? Das ist das kleine Einmaleins der Pharmakologie bei der Beurteilung einer pharmakologischen Substanz f\u00fcr eine bestimmte Indikation. Ist nicht die Tatsache, dass jede Klinik ihr Cytotec anders dosiert, und das bei der gleichen Indikation, der \u201eunstrittig\u201c evidenzbasierte Beleg, dass nichts belegt ist, dass der wichtigste Teil der Dokumentation f\u00fcr die Substanz fehlt?<\/p>\n<p>Dementsprechend werden die einschl\u00e4gigen Zeugen zitiert, wie zum Beispiel eine Leiterin der Geburtshilfe von der Uni-Frauenklinik Innenstadt in M\u00fcnchen, wo j\u00e4hrlich 2500 Kinder geboren werden. Und die haben unter Cytotec \u201ekeinen einzigen Fall\u201c von kindlichen Sch\u00e4digungen oder Problemen bei der Mutter gesehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich steht hier fest: Wer glaubt, ein Medikament ohne entsprechende Dosisfindungsstudien einsetzen zu k\u00f6nnen, der wird daraus resultierende Probleme auch nicht mit der Substanz in Verbindung bringen. Da sind dann andere &#8222;Faktoren&#8220; schuld. Da l\u00e4sst es sich dann durchaus leicht behaupten, dass es \u201ekeinen einzigen Fall\u201c gegeben hat. Ich w\u00fcrde da die &#8222;absoluten&#8220; Fallzahlen der Klinik sehen wollen, also alle Komplikationen und Todesf\u00e4lle um die Situation beurteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Cytotec wird \u201efl\u00e4chendeckend\u201c bei der Weheneinleitung eingesetzt, obwohl es f\u00fcr diese spezifische Indikation keine Zulassung hat. Die Substanz ist f\u00fcr die Schulmedizin interessant, da sie st\u00e4rker wirkt als zum Beispiel Oxytocin, schneller therapeutische Resultate (die Wehen und dann die Geburt) bringt und zudem nur ein Bruchteil dessen kostet, was es an zugelassenen Medikamenten f\u00fcr diese Indikation gibt.<\/p>\n<p>Treten Probleme auf, dann werden sie organisiert von Verb\u00e4nden der Schulmedizin wegdiskutiert und geleugnet. Denn man will keinesfalls auf ein so billiges Medikament verzichten. Ein weiterer Punkt ist die juristische Seite, die von der \u201e\u00e4rztlichen Therapiefreiheit\u201c eine Aufkl\u00e4rungspflicht und Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung seitens der Patientin erforderlich macht, die von der Schulmedizin anscheinend ebenfalls ignoriert wird.<\/p>\n<p>Denn die Aufkl\u00e4rung \u00fcber m\u00f6gliche Nebenwirkungen und Risiken st\u00f6rt den Therapie-Betrieb. Dies wird jetzt besonders deutlich, wo diese Aufkl\u00e4rung \u00fcber die entsprechenden Beitr\u00e4ge erfolgt ist und die Reaktion von Betroffenen nach sich gezogen hat: Die Frauen rufen an und fragen nach den Hintergr\u00fcnden beziehungsweise machen im Vorhinein klar, dass sie keine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung f\u00fcr den Einsatz von Cytotec geben werden. Ohne die derzeitge &#8222;Aufkl\u00e4rung&#8220; h\u00e4tte es diese &#8222;Gesch\u00e4ftssch\u00e4digung&#8220; nie gegeben.<\/p>\n<p>Tragisch wird das Ganze, wenn man wei\u00df, dass es in der Hom\u00f6opathie wunderbar Mittel gibt, die in zur Geburtshilfe eingesetzt werden k\u00f6nnen. Ich kenne einige Hebammen, die dazu absolut \u00fcberzeugend berichten. Und ich war auch pers\u00f6nlich dabei, wie sich u.a. nach einer Gabe von Caulophyllum der Muttermund deutlich weitete.<\/p>\n<p>Doppelt tragisch wird es, wenn man sieht, wie freiberufliche Hebammen (u.a. durch exorbitante Versicherungspr\u00e4mien) gezwungen werden aufzugeben oder sich in Kliniken anstellen lassen zu m\u00fcssen, in denen diese dann &#8222;weisungsgebunden&#8220; arbeiten m\u00fcssen. F\u00fcr Hom\u00f6opathie ist da nur noch wenig Platz&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDg4U\"><\/script><br \/>\n<strong>Vor allem wenn Sie f\u00fcr den Erhalt der Hom\u00f6opathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die &#8222;Politik&#8220; und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Hom\u00f6opathie zu verbieten und \/ oder abzuschaffen!<\/strong><\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Wer im Gesch\u00e4ft bleiben will, der braucht (dumme) Kunden.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/cytotec-interview-1.4793666\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Cytotec: &#8222;Die Anwendung ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich&#8220; &#8211; Panorama &#8211; SZ.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/br-recherche\/geburtseinleitung-medikament-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geburtseinleitung: Kleine Tablette, gro\u00dfes Risiko | tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/cytotec-reaktion-aerzte-geburtshilfe-1.4796714\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Cytotec: \u00c4rzte und Fachverb\u00e4nde reagieren auf Kritik &#8211; Gesundheit &#8211; SZ.de<\/a><\/li>\n<li>Beitragsbild: 123rf.com &#8211; Andrea Obzerova<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mediziner verwenden in der Geburtshilfe ein Medikament (Cytotec), welches f\u00fcr diesen Zweck nicht zugelassen ist. 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