{"id":3092,"date":"2019-06-03T18:19:25","date_gmt":"2019-06-03T16:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=3092"},"modified":"2024-02-04T10:02:39","modified_gmt":"2024-02-04T08:02:39","slug":"vergiftete-kinder-schwangerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/vergiftete-kinder-schwangerschaft\/","title":{"rendered":"Frankensteins Grusellabor &#8211; Wie die &#8222;Industrie&#8220; ungeborene Kinder bereits in der Schwangerschaft vergiftet"},"content":{"rendered":"<h3>Oder: Wenn Neugeborene das Licht der Chemiewelt erblicken<\/h3>\n<p>Es gibt eine sehr interessante Studie, die einen eindrucksvollen Einblick in \u201eFrankensteins Grusellabor\u201c der sch\u00f6nen &#8222;Chemiewelt&#8220; gibt (<a href=\"https:\/\/ehp.niehs.nih.gov\/doi\/10.1289\/EHP358\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK zur Studie<\/a>). Eine Chemiewelt in dem ungeborenes Leben gedeihen soll, aber nicht kann.<\/p>\n<p>Interessant ist auch, dass sich hier nicht irgendwelche Esoteriker oder Alternative \u00e4u\u00dfern, sondern Kinder\u00e4rzte, Gyn\u00e4kologen, p\u00e4diatrische Neurologen, Endokrinologen, Neurotoxikologen, Epidemiologen etc. Nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber hier die Liste der Organisationen, die an dieser Studie beteiligt waren:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG)<\/li>\n<li>Child Neurology Society<\/li>\n<li>Endocrine Society<\/li>\n<li>International Neurotoxicology Association<\/li>\n<li>International Society for Children&#8217;s Health and the Environment<\/li>\n<li>International Society for Environmental Epidemiology<\/li>\n<li>National Council of Asian Pacific Islander Physicians<\/li>\n<li>National Hispanic Medical Association<\/li>\n<li>National Medical Association<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir haben es hier also mit eher schulmedizinisch ausgerichteten Verb\u00e4nden zu tun, was den Stellenwert dieser Aussagen doch noch einmal in einem anderen Licht erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Was sagt also die Studie?<\/p>\n<h2>Unakzeptabel hohe Risiken f\u00fcr neurologische Entwicklungsst\u00f6rungen bei Kindern<\/h2>\n<p>Sie beginnt mit einer Aussage mit Paukenschlag-Charakter. Die Autoren stellen n\u00e4mlich fest, dass die Kinder in Amerika heute einem unakzeptabel hohen Risiko f\u00fcr neurologische Entwicklungsst\u00f6rungen ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Diese beeinflussen das Gehirn und das Nervensystem in einer Art und Weise, dass diese zu Autismus, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-\/Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung), intellektuelle Einschr\u00e4nkungen und andere Lern- und Verhaltensst\u00f6rungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Die Ursache f\u00fcr diese St\u00f6rungen sind komplex und unterschiedlicher Natur, wie zum Beispiel genetisch, sozial und umweltbedingt.<\/p>\n<p>Heute gibt es jedoch gen\u00fcgend wissenschaftlich begr\u00fcndete Hinweise, dass der Umweltfaktor an Bedeutung zugenommen hat. Inzwischen hat die Zahl von toxischen Chemikalien und Umweltverschmutzung signifikant zugenommen, sodass auch das Risiko f\u00fcr neurologische Entwicklungsst\u00f6rungen bei Kindern im gleichen Ma\u00dfe zugenommen hat.<\/p>\n<p>Die Chemikalien, von denen hier die Rede ist, sind in einer Reihe von Haushaltsprodukten zu finden und haben inzwischen auch die Umwelt \u201eerobert\u201c.<\/p>\n<p>Einige der Chemikalien, mit denen Kinder und Schwangere regelm\u00e4\u00dfig in Kontakt kommen, sind heute praktisch in allen K\u00f6rpern von Amerikanern wiederzufinden, so eine \u00dcbersichtsarbeit der CDC. Die meisten Chemikalien f\u00fcr industrielle und allgemein kommerzielle Verwendung, wie in Haushaltsprodukten, werden so gut wie gar nicht auf gesundheitliche und neurologische Toxizit\u00e4t untersucht.<\/p>\n<p><strong>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass unter diesen Bedingungen das gegenw\u00e4rtige System in den Vereinigten Staaten zur Beurteilung von wissenschaftlicher Evidenz und gesundheitsbezogener Beurteilung von Umweltchemikalien vollkommen unbrauchbar ist.<\/strong><\/p>\n<p>Um das unakzeptabel hoch ausfallende Vorkommen von neurologischen Entwicklungsst\u00f6rungen bei amerikanischen Kindern zu reduzieren, schlagen die Autoren vor, den Kontakt mit Chemikalien zu eliminieren beziehungsweise signifikant zu reduzieren.<\/p>\n<p><strong>Sie verlangen nach einer M\u00f6glichkeit, Chemikalien zu kontrollieren, zu beurteilen und auf toxisches Potenzial zu untersuchen.<\/strong> Sie sehen diese Ma\u00dfnahme als extrem notwendig an, um eine gesunde Entwicklung von Gehirn und Nervensystem von ungeborenem Leben und Kindern nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<h2>Unsere angeblich &#8222;gesunde Chemie&#8220;<\/h2>\n<p>Im Folgenden geben die Autoren eine Auswahl der neurotoxischen Chemikalien, f\u00fcr die ein Einfluss auf eine Reihe von Entwicklungsst\u00f6rungen bekannt ist, wie Lernst\u00f6rungen, Verhaltensst\u00f6rungen, Intelligenzdefizite, ADHS, Autismus etc.:<\/p>\n<ul>\n<li>Organophosphat-Pestizide<\/li>\n<li>Polybromierte Diphenylether (PBDE) Flammschutzmittel<\/li>\n<li>Verbrennungsbedingte Luftverschmutzung, die in der Regel folgende Gifte enth\u00e4lt: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Stickstoffdioxid, Feinstaub, Blei, Quecksilber, polychlorierte Biphenyle etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Reihe dieser Substanzen, wie zum Beispiel PCB, sind inzwischen verboten, aber inzwischen auch so verbreitet, dass man sie weltweit in lebender und toter Materie anzutreffen vermag. Andere Substanzen aus diesem Katalog unterliegen sogenannten \u201eProduktionsrestriktionen\u201c, die aber eher kosmetischen Charakter besitzen, als dass sie effektiv ein Beitrag zur Verhinderung der Umweltverschmutzung sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Autoren f\u00fchren weiter aus, dass soziale Randgruppen und untere Schichten im sozialen Gef\u00fcge besonders betroffen sein werden beziehungsweise bereits sind von Belastungen mit Blei, Organophosphat-Pestiziden, PBDE und Luftverschmutzung.<\/p>\n<p>Ein erster kleiner Erfolg scheint sich abzuzeichnen bei der Bleibelastung der amerikanischen Population durch das Verbot von bleihaltigem Benzin, bleihaltigen Farben und anderen entsprechend aufbereiteten Produkten.<\/p>\n<p>Dennoch betrachten die Autoren Blei als einen der f\u00fchrenden Ursachen f\u00fcr vermeidbare F\u00e4lle von mangelnder Intelligenz, ADHS und Verhaltensst\u00f6rungen bei Millionen von Kindern. F\u00fcr die Wissenschaftler gilt es als gesichert, dass es keine sicheren Grenzwerte f\u00fcr Blei bei ungeborenen Kindern, S\u00e4uglingen und heranwachsenden Kindern gibt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Tricks der chemischen Industrie<\/h2>\n<p>Die Autoren erw\u00e4hnten bereits, dass das, was uns an Chemikalien im Alltag zugemutet wird, keiner strengen Kontrolle oder sogar Zulassung unterliegt. Die chemische Industrie darf also brauen und kochen, was sie will und was f\u00fcr sie gut ist, ohne dabei auf die Sch\u00e4den f\u00fcr Umwelt und Menschen achten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Das giftige Spiel geht immer munter weiter!<\/h2>\n<p>Unter der Unter\u00fcberschrift \u201e<em>bedauernswerter Ersatz<\/em>\u201c diskutieren die Autoren eine weitere \u201eUnzul\u00e4nglichkeit\u201c, die in der chemischen Industrie heute \u00fcblich ist. Hier werden Substanzen, die als toxisch f\u00fcr Menschen und Umwelt eingestuft werden und dann vom Markt genommen werden m\u00fcssen, einfach durch sehr \u00e4hnlich gebaute Substanzen ersetzt, deren Struktur so \u00e4hnlich ist, dass die gew\u00fcnschte Wirkung erhalten bleibt, aber auch deren Toxizit\u00e4t sich kaum von der urspr\u00fcnglichen Substanz unterscheidet.<\/p>\n<p>Da Tests und Zulassung der neuen Substanz nicht vonn\u00f6ten sind, hat die Industrie hier einen billigen Ersatz geschaffen, der das Gesch\u00e4ft aufrecht erh\u00e4lt, aber die toxische Last nur in Ausnahmef\u00e4llen verringert.<\/p>\n<p>Diese Praxis endet nicht selten in dem, was die Autoren als \u201ebedauernswerten Ersatz\u201c bezeichnen, wo der Zyklus von Belastung und toxischen Effekten weder vom neuen beginnt.<\/p>\n<h2>Auch hierf\u00fcr liefern die Autoren einige Beispiele:<\/h2>\n<p>Als die amerikanische Regierung Organophosphat-Pestizide vom Markt verbannte, begannen die Hersteller andere Substanzen zu produzieren, wie zum Beispiel Neonicotinoide, eine Insektizidklasse, deren Wirkung neurotoxisch ist, und Pyrethroide, ebenfalls eine Insektizidklasse, mit \u00e4hnlich toxischem Potential. Jetzt stellt sich mehr und mehr heraus, dass diese beiden Klassen eine ernst zunehmende Bedrohung f\u00fcr ein sich entwickelndes Gehirn darstellen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel ist der sogenannte freiwillige Produktionsstopp von Flammschutzmitteln der amerikanischen Industrie. Statt weiter PBDE zu produzieren, ersetzten die Hersteller diese mit halogenierten Chemikalien und Chemikalien auf Organophosphat-Basis zur Produktion von Flammschutzmitteln. Viele dieser Ersatzstoffe sind ebenso neurotoxisch wie ihre Vorg\u00e4nger, sind aber nie von beh\u00f6rdlicher Seite evaluiert worden.<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel sind die <a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/weichmacher\/\">Phthalate (Weichmacher)<\/a>, die ebenfalls irgendwann einmal verbannt wurden, besonders in Produkten, die f\u00fcr Kinder gedacht sind. Die chemische Industrie reagierte darauf und ersetzte die verbannten Chemikalien mit (anderen) Phthalaten, die eine sehr \u00e4hnliche chemische Struktur mit ihren Vorg\u00e4ngern aufwiesen.<\/p>\n<p>Aber es ist kaum von der Hand zu weisen, dass alte und neue Phthalate in sehr \u00e4hnlicher Weise in der Lage sind, das endokrine System auf unphysiologische Weise zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Lottospiel mit der Gesundheit unserer Kinder<\/h2>\n<p>Diese Praxis seitens der chemischen Industrie verleitet die Autoren zu der Aussage, dass hier f\u00fcr die Gesundheit der Menschen und f\u00fcr eine gesunde Umwelt unter diesen Pr\u00e4missen keine Chancen bestehen. Sie sehen dieses Szenario als ein \u201eLottospiel mit der Gesundheit unserer Kinder\u201c an. Von daher erachten sie, dass es h\u00f6chste Zeit ist, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen.<\/p>\n<p>Dazu fordern sie ein Bewertungssystem, dass die neurotoxische Potenz neuer Substanzen \u00fcberpr\u00fcft. F\u00fcr eine Zulassung neuer Chemikalien sollen medizinisch-wissenschaftliche Kriterien ausschlaggebend sein, weniger gesch\u00e4ftliche Interessen. Wo toxische Materialien unumg\u00e4nglich sind, da sollten entsprechende Sicherheitsma\u00dfnahmen installiert sein.<\/p>\n<p>Die Autoren rufen chemische Industrie auf, neurotoxischen Substanzen freiwillig aus der Produktion zu nehmen (f\u00fcr mich ein guter, aber kaum realistischer Gedanke), und fordern von \u00c4rzten und Therapeuten, spezifisches Wissen \u00fcber Umweltgifte bei der Behandlung ihrer Patienten mit eingehen zu lassen.<\/p>\n<p>Vom Gesetzgeber fordern sie, dass es h\u00f6chste Zeit sei, entsprechende Schritte zu unternehmen, um vor allem die Bleibelastung f\u00fcr Kinder zu minimieren, die aus alten Best\u00e4nden von Farben und Wasserleitungen noch weiter die Umwelt verseuchen. Hierf\u00fcr sehen sie eine Kontrolle der Beh\u00f6rden \u00fcber die Industrie als notwendig an.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Wir haben hier einen interessanten Beitrag und eine interessante Arbeit von Schulmedizinern zum Thema neurotoxische Substanzen, die vor allem die Entwicklung von ungeborenem Leben und Kleinkindern gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Es ist kaum zu glauben, mit welcher Leichtfertigkeit (oder sollte man sagen Dreistigkeit, Skrupellosigkeit&#8230;?) die chemische Industrie ihre Produkte \u201ean den Mann bringt\u201c, ohne toxikologische Tests und Befunde, ohne Zulassung, vollkommen ungehindert und \u201ehemmungslos\u201c.<\/p>\n<p>Sollte eine Chemikalie sich als so extrem gef\u00e4hrlich erweisen, dass sie vom Markt genommen werden muss, werden flugs neue, sehr \u00e4hnliche Chemikalien in den Markt gebracht, die die alten ersetzen sollen, in der Regel aber auch deren toxisches Potenzial mit ersetzen. Es dauert dann wieder einige Jahre oder l\u00e4nger, bis auch diese neue Chemikalien als gef\u00e4hrlich klassifiziert und vom Markt genommen werden &#8211; worauf dann dieser Zyklus auf ein Neues beginnt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Wenn Neugeborene das Licht der Chemiewelt erblicken Es gibt eine sehr interessante Studie, die einen eindrucksvollen Einblick in \u201eFrankensteins Grusellabor\u201c der sch\u00f6nen &#8222;Chemiewelt&#8220; gibt (LINK zur Studie). Eine Chemiewelt in dem ungeborenes Leben gedeihen soll, aber nicht kann. 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