{"id":269,"date":"2019-12-16T10:42:39","date_gmt":"2019-12-16T08:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=269"},"modified":"2023-10-10T19:26:33","modified_gmt":"2023-10-10T17:26:33","slug":"tod-durch-pille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/tod-durch-pille\/","title":{"rendered":"Tod und lebenslange Behinderung durch \u201edie Pille\u201c \u2013 Der Skandal und wie Opfer um Entsch\u00e4digung k\u00e4mpfen"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema ist eigentlich seit Jahren bekannt. Verschiedene Medien (u.a. S\u00fcddeutsche Zeitung), sowie der Verein: \u201e<a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Coordination gegen BAYER-Gefahren<\/a>\u201c machen seit einigen Jahren auf das Risikopotential der \u201ePille\u201c aufmerksam.<\/p>\n<p>Betroffen scheinen zu sein: Maxim, Aida und Petibelle (Produkte der Bayer Tochter Jenapharm) sowie die Antibabypillen: Yaz, Yasmin und Yasminelle direkt aus dem Hause Bayer. Neben der klassischen Indikation der Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung werden die k\u00fcnstlichen Hormone auch zur Linderung von Menstruations-Beschwerden verordnet (Pr\u00e4menstruelles Syndrom: <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/pms\/\">PMS<\/a>).<\/p>\n<p>Zunehmend wird jedoch klar, dass die synthetischen Botenstoffe (Gestagine) im K\u00f6rper teils andere Signale ausl\u00f6sen als die biologischen Hormone. Die Wirkstoffe in den Pr\u00e4paraten binden nicht nur an die Testosteron- und Progosteron-Rezeptoren, sondern auch an weitere Rezeptoren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Direkt nach der Markteinf\u00fchrung im Jahr 2000 wurden bereits mehr als hundert F\u00e4lle von schweren Nebenwirkungen gemeldet. Dazu z\u00e4hlen Thrombosen, Lungen-Embolie, Schlaganfall und Herzstillstand. Frauen, die solche Komplikationen \u00fcberleben, sind anschlie\u00dfend oft Pflegef\u00e4lle.<\/p>\n<p>2001 kam es wohl zu den ersten tragischen Todesf\u00e4llen. Allein in Deutschland sind sieben Frauen nach der Einnahme einer Pille aus dieser Produktreihe verstorben. Das Patienten-Portal <a href=\"https:\/\/www.risiko-pille.de\/190-todesfaelle-in-zusammenhang-mit-yasmin-und-yaz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">risiko-pille<\/a> geht von mindestens 190 Sterbef\u00e4llen nach der Einnahme von Yaz und Yasmin bis zum April 2011 aus und beruft sich dabei auf die FDA (Food and Drug Administration der USA).<\/p>\n<h2>2,1 Milliarden Dollar Schadenersatz<\/h2>\n<p>Tausende der gesch\u00e4digten Frauen hatten in den USA eine Sammelklage gegen Bayer angestrengt. Es ging um die Nebenwirkungen des Pr\u00e4parates \u201eYaz\u201c und \u201eYasmin\u201c, die bei den Frauen schwerwiegende gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen verursacht hatten. Wegen der rigiden Gesetzgebung in den USA zahlte Bayer lieber freiwillig. Bis zum Oktober 2012 waren es in den USA insgesamt rund 13.500 Frauen, die auf Entsch\u00e4digung klagten oder sich privat mit Bayer einigten.<\/p>\n<p>In den USA belief sich der Schadensersatz bis zum Oktober 2019 auf 2,1 Milliarden Dollar. So viel war dem Konzern die Vermeidung eines Schuldspruches wert. In Deutschland wiesen die Gerichte entsprechende Einzelklagen bislang zur\u00fcck. Freiwillige Entsch\u00e4digungen leistet der Pharma-Riese hierzulande nicht, weil die Summen, die dabei gerichtlich verh\u00e4ngt w\u00fcrden, im Vergleich zu den US-Urteilen geradezu l\u00e4cherlich w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Der Expertenstreit zwischen unabh\u00e4ngigen Wissenschaftlern und dem Bayer-Konzern gibt zu denken: Der Zusammenhang zwischen der Einnahme dieser \u201ePille der zweiten Generation\u201c und den Todesf\u00e4llen ist bis heute angeblich nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Internationale Studien stimmen \u00fcberein: das Hormon Drospirenon erh\u00f6ht das Risiko, ein Blutgerinnsel entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Das BfArM registrierte fast 500 F\u00e4lle, in denen solche Pr\u00e4parate zu Thrombembolien f\u00fchrten. 16 davon endeten t\u00f6dlich. In den Pillen der ersten Generation ist Drospirenon noch nicht enthalten. Deshalb wird inzwischen Frauen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes dazu geraten, lieber zu den alten und bew\u00e4hrten Verh\u00fctungspillen zu greifen.<\/p>\n<p>Doch der Bayer Konzern sieht keine Veranlassung dazu, das Medikament vom Markt zu nehmen. Dabei wussten die Forscher des Konzerns bereits seit 2008 vom erh\u00f6hten Thrombose-Gefahr der neuen Pr\u00e4parate. Im Vergleich zu den Vorg\u00e4nger-Medikamenten ist das Risiko einer Lungen-Embolie sogar doppelt so hoch. Darauf hatte das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2013 hingewiesen, nachdem der Sachverhalt offensichtlich geworden war.<\/p>\n<p>Ich hatte bereits zum Beispiel bereits 2011 meine Leserinnen und Leser im Beitrag: \u201eModerne\u201c Anti-Babypillen riskanter als \u201eAlte\u201c auf diese Zusammenh\u00e4nge hingewiesen.<br \/>\nNur auf Druck der EU-Kommission nahm Bayer ein konkreter Warnhinweis erst 2014 im Beipackzettel aufgenommen. Die deutsche Justiz sieht trotzdem keinen Beweis daf\u00fcr, dass Drospirenon das Leben einer Kl\u00e4gerin zerst\u00f6rte.<\/p>\n<p>Felicitas Rohrer \u00fcberlebte die Einnahme von Yasminelle nur knapp und ist seit 2009 berufsunf\u00e4hig. H\u00e4tte die Bayer-Strategen ihr Wissen nicht verheimlicht, h\u00e4tte sie die Pillen wom\u00f6glich gar nicht genommen. Das Landgericht Waldshut-Tiengen schmetterte die Klage ab, mit der Begr\u00fcndung, dass die junge Frau wahrscheinlich eine Reise-Thrombose erlitten hatte.<\/p>\n<p>Die Juristen ignorierten dabei \u201egro\u00dfz\u00fcgig\u201c, dass der Flug 4 Monate vor dem Eintreten der Thrombose stattgefunden hatte (https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/skandal-um-antibaby-pille-opfer-kaempfen-um-entschaedigung-100.html). Wenn Deutschland noch ein Rechtstaat ist, kann dieses Skandal-Urteil wohl kaum einer Revision standhalten.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>In der \u201eDritten Welt\u201c wird schon keiner vor Gericht ziehen<\/h2>\n<p>Die Kontrazeptiva der 2. Generation werden von Bayer sogar unter dem Deckmantel der Familienpolitik in der \u201eDritten Welt\u201c erneut vermarktet. Seit 1966 sind die Pr\u00e4parate mit dem Gestragen Levonorgestrel in Deutschland unter dem Markennamen \u201eJadelle\u201c im Handel. Das Medikament wirkt als Hormon-Depot f\u00fcr 5 Jahre und wird den Frauen mit einem Implantat eingesetzt.<\/p>\n<p>Der Anwendung in unterentwickelten Teilen der Erde mit mangelhafter Gesundheitsversorgung sei praktischer, argumentiert Bayer Health Care. Sogar das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterst\u00fctzt das Projekt. Ganz uneigenn\u00fctzig ist die Campagne aber nicht: Bayer verlangt Abnahmegarantien von 27 Millionen St\u00fcck der Implantate (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bukopharma.de\/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&amp;cntnt01articleid=335&amp;cntnt01returnid=64\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bukopharma<\/a>). Bereits in den 1990er Jahren hatte es Kritik und Proteste wegen schwerwiegender Komplikationen von Jadelle gegeben.<\/p>\n<h2>Die &#8222;neuen&#8220; Pillen: Noch gef\u00e4hrlicher?<\/h2>\n<p>Auch die \u201eneuen Pillen\u201c sind nicht unproblematisch, sondern anscheinend eher noch gef\u00e4hrlicher weil sie hoch dosiertes \u00d6strogen enthalten. Im Vergleich zu den Vorg\u00e4nger-Pr\u00e4paraten ist das Risiko einer Lungen-Embolie sogar doppelt so hoch. Darauf hatte das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits 2013 hingewiesen. Ich hatte bereits zum Beispiel bereits 2011 meine Leserinnen und Leser im Beitrag: \u201eModerne\u201c Anti-Babypillen riskanter als \u201eAlte\u201c auf diese Zusammenh\u00e4nge hingewiesen.<\/p>\n<p>Zudem erh\u00f6hen diese Pr\u00e4parate das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um etwa das Dreifache. Dies betrifft vor allem Frauen, die erst kurze Zeit zu diesem Verh\u00fctungsmittel greifen. Insbesondere w\u00e4hrend der ersten zw\u00f6lf Monate sei das Risiko am gr\u00f6\u00dften. Dies \u201eschlussfolgerten\u201c Forscher vom Fred Hutchinson Krebszentrum in Seattle (Quelle: Cancer Research, 2014; 74(15): 4078).<\/p>\n<p>In Frankreich wurde die <a href=\"http:\/\/www.arznei-telegramm.de\/html\/2013_02\/1302023_02.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eAkne-Pille\u201c Diane-35 vom Markt genommen<\/a>, nachdem sie als Ursache von Thrombosen anerkannt worden war. Eigentlich nur ein \u201eKosmetik-Produkt\u201c, verschrieben viele \u00c4rzte das Pr\u00e4parat auch zur Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung. F\u00fcr mich ein Wahnsinn erster Klasse&#8230; Der &#8222;bessere&#8220; Part ist aber anscheinend, dass die Diane 35 seit 2015 wieder auf dem Markt ist&#8230; (aerzteblatt.de\/nachrichten\/55360).<\/p>\n<p>Am deutlichsten (n\u00e4mlich um das 2,7-Fache), erh\u00f6ht \u201edie Pille\u201c das Risiko f\u00fcr Brustkrebs, die hoch dosiertes \u00d6strogen enthalten, w\u00e4hrend Pillen mit einem geringeren \u00d6strogengehalt die Wahrscheinlichkeit lediglich um das 1,6-Fache steigern. Antibabypillen, die Ethylacetat (Essigs\u00e4ureethylester) enthalten, besitzen ein ebenso hohes Gef\u00e4hrdungspotential: Wer diese einnimmt, hat ein 2,6-mal h\u00f6heres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Untersuchung, an der 1.102 von Brustkrebs betroffene Frauen teilnahmen, fanden die Forscher aus Seattle heraus, dass die meisten Erkrankten die Pille erst weniger als ein Jahr verwendeten. Frauen, die erst k\u00fcrzlich mit der Einnahme einer Antibabypille begonnen haben, besitzen also laut dieser Studie ein 50 Prozent h\u00f6heres Krebsrisiko \u2013 unabh\u00e4ngig davon, f\u00fcr welchen Pillentyp sie sich entscheiden.<\/p>\n<h2>Minipille und Mikropille sollten das Problem l\u00f6sen, aber&#8230;<\/h2>\n<p>Neue Pr\u00e4parate der dritten und vierten Generation erwecken gerne den Anschein, als w\u00fcrde die Pille immer harmloser. Sie hei\u00dfen <i>Minipille<\/i> oder <i>Mikropille<\/i> und kommen in bunten Verpackungen daher, als w\u00e4ren es Bonbons. Sie haben durchaus einen niedrigeren \u00d6strogengehalt, keinesfalls aber ein geringeres Risiko. Im Gegenteil.<\/p>\n<p><b>Neuere Studien aus Europa und den USA belegen, dass das Thromboserisiko um einiges gr\u00f6\u00dfer ist als bisher ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/b> Gerne warb die Pharmaindustrie mit der guten Vertr\u00e4glichkeit und den kosmetischen Vorteilen der neuen Pille. Dick war gestern, heute macht die Pille sch\u00f6n \u2013 ganz nebenbei&#8230; F\u00fcr mich ein absurdes Schaust\u00fcck des Pharmamarketings&#8230;<\/p>\n<p>Die neuen Pr\u00e4parate wirken tats\u00e4chlich nicht mehr wassereinlagernd und auch \u201ehautkl\u00e4rend\u201c. Ein schickes Etui, ein Schminkspiegel noch dazu und fertig war die Illusion ein neues <strong>Kosmetikprodukt<\/strong> in der Hand zu halten. Den pickelgeplagten Teenies d\u00fcrfte selten klar gewesen sein, wie hoch das Risiko einer Thrombose ist und was das f\u00fcr sie bedeuten kann.<\/p>\n<p>Sicher, Akne ist l\u00e4stig, ein Blutgerinnsel in den Venen jedoch, ein sogenannter Thrombus, kann durchaus den fr\u00fchen Tod bringen. Mitunter wandert er unbemerkt von den Beinen in die Lunge und l\u00f6st dort eine <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/embolie\/\">Embolie<\/a> aus. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! In Frankreich starben vier junge und sonst gesunde Frauen an den Folgen einer <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/thrombose\/\">Thrombose<\/a>. Sie hatten die Minipille geschluckt. Die gibt es dort f\u00fcr M\u00e4dchen nun wenigstens nicht mehr auf Kassenrezept.<\/p>\n<p>Beim Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel (BfArM) sind inzwischen 28 Todesf\u00e4lle registriert, die mit der modernen Antibabypille in Verbindung gebracht werden (daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/Verhuetungspillen-Weniger-Pickel-hoeheres-Risiko,pille130.html).<\/p>\n<p>Dennoch ist sie in Deutschland weiterhin ein Kassenschlager. Laut EU-Beschluss muss inzwischen zwar im Beipackzettel auf das erh\u00f6hte Risiko der Mikropillen hingewiesen werden, doch damit verh\u00e4lt es sich, wie mit dem Kleingedruckten im Kaufvertrag. Es findet selten die geb\u00fchrende Beachtung. Eindringliche Warnschilder, wie sie seit Jahren auf Zigarettenschachteln Vorschrift sind, suchen wir vergeblich.<\/p>\n<h2>Je &#8222;moderner&#8220; die Pille desto h\u00f6her das Risiko?<\/h2>\n<p>Ein Gutachten der Europ\u00e4ischen Arzneimittelaufsicht (EMEA) sch\u00e4tzt die Gefahr noch h\u00f6her ein als das BfArM (<a href=\"http:\/\/www.arznei-telegramm.de\/html\/2013_11\/1311103_03.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>). Die Untersuchung der europ\u00e4ischen \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde belegt, dass die modernen Pillen das Risiko einer Thrombose um das Drei- bis Vierfache erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Je moderner die Pille, desto gr\u00f6\u00dfer scheint die Thrombosegefahr.<\/p>\n<p>Die Pille mit Drospirenon ist beispielsweise doppelt so riskant wie das Vorg\u00e4ngerpr\u00e4parat mit Levonorgestrel. Studien zeigen, dass vierzehn von 10.000 Frauen, die die Mikropille einnehmen, eine Thrombose entwickeln. Allein in Deutschland verh\u00fcten derzeit etwa sieben Millionen Frauen mit der Pille.<\/p>\n<p>2019 zeichnete sich bei den Verschreibungen ein neuer Trend ab. Die h\u00f6heren Risiken der \u201emodernen Pillen\u201c hatten sich auch (!) in \u00c4rztekreisen herumgesprochen und die Pr\u00e4parate wurden seltener verordnet. Nicht allerdings zugunsten alter Mittel, die seltener zu Komplikationen f\u00fchren. Statt derer gingen noch modernere Pillen \u00fcber die Apo-Theke.<\/p>\n<p>Doch Medikamente wie Maxim von Jenapharm sind in ihren Nebenwirkungen den Drospirenon-haltigen Pharmaka mindestens ebenb\u00fcrtig. Das beklagte der Pharma-Experte Prof. Gerd Glaeske im Oktober 2019 gegen\u00fcber dem TV-Magazin plusminus.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>&#8222;Unkomplizierte&#8220; Sterilisation mit Folgen<\/h2>\n<p>L\u00e4ngst hat sich das Risiko der \u201ePille\u201c herumgesprochen und viele Frauen suchen nach Alternativen. Viele denken sogar an eine Sterilisation, scheuen aber den Eingriff. Daher bietet Bayer seit einigen Jahren eine \u201eSterilisation soft\u201c an. Unter dem Namen \u201eEssure\u201c vertreibt der Pharmariese nun die kleinen, mit Drahtfedern ummantelten Plastik-St\u00e4bchen.<\/p>\n<p>In jeder Praxis kann der Gyn\u00e4kologe die scheinbar ungef\u00e4hrlichen kleinen Stangen in den Eileiter einsetzen. Ganz ohne Hormone f\u00fchren sie dort zu Vernarbungen, die den Eileiter verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Doch die unkomplizierte Sterilisation hat in den USA schon zu\u00a0tausenden Beschwerden gef\u00fchrt. Nebenwirkungen wie Schmerzen, Blutungen, \u00dcbelkeit und Allergien sollen auf das Konto von Essure gehen. Eine Entfernung der Geb\u00e4rmutter war in einigen F\u00e4llen unausweichlich. Bei anderen Frauen kam es trotz Essure zu Schwangerschaften.<\/p>\n<p>Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat mehrere dieser F\u00e4lle dokumentiert, in denen es dann zum Tod der F\u00f6ten und auch der Schwangeren kam. Nach einer Z\u00e4hlung von Madris Tomes, die fr\u00fcher f\u00fcr die FDA arbeitete, sind schon \u00fcber 300 F\u00f6ten durch Essure zu Tode gekommen (Quelle u.a. edition.cnn.com\/2016\/02\/29\/health\/fda-essure-birth-control-device\/)<\/p>\n<h2>Noch eine Nebenwirkung: Depressionen<\/h2>\n<p>Im November 2106 offenbarte eine d\u00e4nische Studie noch ganz andere Nebenwirkungen. Die Daten-Analyse umfasste Informationen von rund 1 Million Frauen, deren Krankengeschichte im Psychiatric Central Research Register\/D\u00e4nemark gespeichert war. Die Arbeit zeigt, dass vorher gesunde Frauen Depressionen entwickeln k\u00f6nnen, wenn sie synthetische Hormone einnehmen. Die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr war um 23 % erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Betroffen waren vor allem j\u00fcngere Frauen, die wohl an einem zu niedrigen Serotonin-Spiegel litten, der durch die Gestagine verursacht worden war. Infolgedessen mussten die Patientinnen erstmalig in ihrem Leben eine Medikation mit Antidepressiva starten. Die \u00c4rzte verordneten dann Pr\u00e4parate aus der Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) (<a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamapsychiatry\/fullarticle\/2552796\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamapsychiatry\/fullarticle\/2552796<\/a>).<br \/>\n2017 ver\u00f6ffentlichte das d\u00e4nische Team eine Folgearbeit zu dem Thema.<\/p>\n<p>Die Untersuchung weist auf schwere Depressionen hin, die besonders in der ersten Zeit der Einnahme auftreten k\u00f6nnen. Im Verlauf der Arbeit beobachteten die d\u00e4nischen Wissenschaftler 500.000 Frauen \u00fcber einen Zeitraum von etwa 8 Jahren. Dabei stellten die Forscher fest, dass sich das Suizidrisiko aufgrund der Depressionen verdoppelt. Besonders hoch ist die Gefahr laut der Studie bei j\u00fcngeren Frauen (<a href=\"https:\/\/ajp.psychiatryonline.org\/doi\/10.1176\/appi.ajp.2017.17060616\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ajp.psychiatryonline.org\/doi\/10.1176\/appi.ajp.2017.17060616<\/a>).<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur EMA \u00e4nderte nach Kenntnisnahme der Studie ihre Risikobewertung. Darauf folgte 2018 eine Anweisung des Bundesinstitutes f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) f\u00fcr die Hinweise auf allen Beipackzettel der Kontrazeptiva. K\u00fcnftig muss das Suizidrisiko als Warnhinweis angegeben sein.<\/p>\n<p>Dann muss auf den Beipackzetteln das m\u00f6gliche Auftreten von \u201eDepressionen und depressiven Verstimmungen\u201c sowie \u201eSelbstt\u00f6tungsgedanken\u201c gewarnt werden. Bei einigen Pr\u00e4paraten sind Depressionen schon l\u00e4nger als Nebenwirkung vermerkt und unter Experten auch nicht erst seit gestern bekannt. Nun reagierten die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden endlich und macht diese Information endlich zur Pflicht.<\/p>\n<p>Die Erkenntnis, dass Kontrazeptiva Depressionen f\u00f6rdern, ist \u00fcbrigens gar nicht so neu. Schon 1981 wies eine Metaanalyse von 12 Studien zu dem Thema darauf hin. In 9 der 12 untersuchten Arbeiten wurde festgestellt, dass 16 bis 56 % aller Frauen unter Depressionen litten, wenn sie die \u201ePillen\u201c schluckten (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/7037718\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/7037718<\/a>).<\/p>\n<h2>Auch der Darm wird angegriffen<\/h2>\n<p>Die hormonellen Wirkungen der k\u00fcnstlichen Botenstoffe wirken offensichtlich an mehr Stellen des K\u00f6rpers als jemals gedacht. Auf noch unbekanntem Weg f\u00fchren die Medikamente auch zu entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/morbus-crohn\/\">Morbus Crohn<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/colitis-ulcerosa\/\">Collitis ulcerosa<\/a>.<\/p>\n<p>Das belegt eine Studie, in der die Forscher die Vermutung \u00e4u\u00dfern, dem k\u00f6nnten drei Mechanismen zugrunde liegen: das Immunsystem wird geschw\u00e4cht, die Darmflora beeintr\u00e4chtigt und\/oder die Durchl\u00e4ssigkeit der Darmschleimhaut wird erh\u00f6ht (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/26658991\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/26658991<\/a>).<\/p>\n<h2>Die Leitsymptome der Nebenwirkungen erkennen<\/h2>\n<p>Frauen die Hormon-Pr\u00e4parate einnehmen, sollten darauf achten, ob sich ihre Stimmung zum Nachteil ver\u00e4ndert. Auch M\u00fcdigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzust\u00e4nde und Gewichtsabnahme geh\u00f6ren dazu. Ein Anstieg des Cortisol-Spiegels reduziert die Libido. Wenn diese Beschwerden nach dem Beginn einer Kontrazeptiva-Medikation einsetzen, ist eine Urin-Untersuchung sinnvoll.<\/p>\n<p>Der 24-Stunden-Sammelurin kann Hormon-Ungleichgewichte offenbaren. Alternativen zu den synthetischen Hormonen sind nat\u00fcrliche Pr\u00e4parate, die keine Nebenwirkungen haben. Doch sollten auch solche Mittel nicht beliebig angewendet, sondern nach \u00e4rztlichen Vorgaben eingenommen werden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>\u00dcber Verh\u00fctung sollten sich Paare mehr Gedanken machen, als einfach nur zur Pille oder vermeintlichen Alternativen zu greifen. Auch zur Linderung von Monatsbeschwerden gibt es bessere M\u00f6glichkeiten. Wenn die neuen, gef\u00e4hrlicheren Pillen schon nicht verboten werden, sollten zumindest die Krankenkassen nicht mehr daf\u00fcr aufkommen m\u00fcssen, wie dies in Frankreich der Fall ist.<\/p>\n<p>Mini- und Mikropille sollen die Problematik wohl eher verniedlichen, anstatt vern\u00fcnftig aufzukl\u00e4ren. Der Trend, die Pille zunehmend auch noch als \u201eLifestyle\u201c oder \u201eSch\u00f6nheitsdroge\u201c anzubieten, schl\u00e4gt dem Pharma-Fass mal wieder den Boden aus\u2026<\/p>\n<p>Nun: Man kann aber immer etwas tun. Wenn Sie dazu mehr &#8222;Input&#8220; w\u00fcnschen, dann fordern Sie meinen kostenlosen Newsletter an, den ich mit folgendem plakativen Satz beginne&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3199 size-full\" src=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px.jpg\" alt=\"\" width=\"610\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px.jpg 610w, https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/3-minuten-quer-610px-300x195.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstmals von mir 2010 erstellt und letztmalig am 16.12.2019 erg\u00e4nzt. Beitragsbild: 123rf.com &#8211; Andrea Obzerova<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema ist eigentlich seit Jahren bekannt. Verschiedene Medien (u.a. S\u00fcddeutsche Zeitung), sowie der Verein: \u201eCoordination gegen BAYER-Gefahren\u201c machen seit einigen Jahren auf das Risikopotential der \u201ePille\u201c aufmerksam. Betroffen scheinen zu sein: Maxim, Aida und Petibelle (Produkte der Bayer Tochter Jenapharm) sowie die Antibabypillen: Yaz, Yasmin und Yasminelle direkt aus dem Hause Bayer. 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