{"id":2517,"date":"2017-11-23T16:56:16","date_gmt":"2017-11-23T14:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=2517"},"modified":"2022-11-09T14:49:42","modified_gmt":"2022-11-09T12:49:42","slug":"sacklers-pharmafirma-millionen-tote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/sacklers-pharmafirma-millionen-tote\/","title":{"rendered":"Eine Pharmafirma, die wahrscheinlich f\u00fcr Millionen Tote verantwortlich ist"},"content":{"rendered":"<p>Der Vorsitzende der amerikanischen \u00c4rztekammer verk\u00fcndete im Jahr 2017 die traurige Nachricht, dass mehr Amerikaner heute verschreibungspflichtige Opioide konsumieren als Zigaretten rauchen (<a href=\"https:\/\/www.scientificamerican.com\/article\/surgeon-general-report-tackles-addiction\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Surgeon General Report Tackles Addiction &#8211; Scientific American<\/a>). Die damit verbundene Abh\u00e4ngigkeit von diesen Substanzen kostet die Vereinigten Staaten fast 200 Milliarden USD jedes Jahr. Wer darf sich da noch wundern, wenn Opioide in den USA heute die f\u00fchrende Todesursache bei den unter 50-J\u00e4hrigen ist?<\/p>\n<p>Ich ver\u00f6ffentlichte dazu auch folgenden Beitrag: <a href=\"http:\/\/www.naturheilt.com\/medikamente\/opioide-schmerzmittel.html\">Opioide \u2013 Der Nummer 1 Killer f\u00fcr alle unter 50<\/a>. Die Zahlen, die hier zur Sprache kommen, gelten (bislang noch) f\u00fcr die USA, die im Laufe der letzten Jahre unter einer Flut von \u201eOpium-Toten\u201c begraben wird.<\/p>\n<p>Scheint aber kaum jemanden zu interessieren. Man stelle sich nur einmal vor, die Todesopfer-Zahlen w\u00fcrden t\u00e4glich in den Nachrichten pr\u00e4sentiert&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine aufschlussreiche Webseite der amerikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde NIH (<a href=\"https:\/\/www.drugabuse.gov\/related-topics\/trends-statistics\/overdose-death-rates\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Overdose Death Rates | National Institute on Drug Abuse (NIDA)<\/a>) bringt eine Reihe von Grafiken, die den Anstieg der Drogentoten unter verschiedenen Bedingungen in den USA zwischen 2002 und 2015 dokumentieren.<\/p>\n<p>Nahezu alle Grafiken unter verschiedenen Aspekten (Todesfolge aufgrund medikament\u00f6ser Therapie, Todesfolge aufgrund verschreibungspflichtiger Opioide, Todesfolge aufgrund verschreibungspflichtiger Schmerzmittel auf Opioid-Basis etc.) zeigen eine dramatische Steigerung in dem erw\u00e4hnten Zeitraum.<\/p>\n<p>Auch die Statistiken f\u00fcr Herointote ist auff\u00e4llig stark in diesem Zeitraum gestiegen. Grund daf\u00fcr scheint die Tatsache zu sein, dass verschreibungspflichtige Opioide die optimale Einstiegsdroge f\u00fcr eine Heroinabh\u00e4ngigkeit darstellen, die dann die entsprechenden Zahlen in den Statistiken hinterl\u00e4sst. Laut NIH gibt es \u00fcber 200.000 belegte Todesf\u00e4lle in der Zeit zwischen 2002-2015. Wenn man dann bedenkt, dass es so etwas wie eine \u201eDunkelziffer\u201c gibt, dann wird die ganze Sache noch unheimlicher.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Der Trick, der selbst die Rauschgift-Mafia alt aussehen l\u00e4sst<\/h2>\n<p>Bei solchen Zahlen fragt man sich nat\u00fcrlich sofort: Wie kann es bei den strengen Gesetzesauflagen zu so einer Sucht-Epidemie kommen?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Heroin und andere Rauschgifte beziehungsweise deren Dealer vom Staat unnachgiebig verfolgt werden, kommt es zu einer Opioid-Epidemie, geradeso als wenn Pablo Escobar und Konsortien immer noch die F\u00e4den in den H\u00e4nden hielten. Aber Pablo ist tot. Und das ist gut so, denn damit ist Platz f\u00fcr die modernen Drogen-Dealer, die das Gesch\u00e4ft viel effektiver und vor allem weniger gewaltt\u00e4tig in der Gesellschaft verankern. Man kann sogar soweit gehen, und sich als Wohlt\u00e4ter der Gesellschaft ausgeben und feiern lassen.<\/p>\n<p>Und in diesem Zusammenhang taucht der Name \u201eSackler\u201c auf.<\/p>\n<h2>Darf ich vorstellen: Die Familie Sackler<\/h2>\n<p>Wie haben es die modernen Drogenbarone geschafft, sich und ihre Produkte gesellschaftsf\u00e4hig werden zu lassen? Und Sie werden gleich feststellen, dass der Begriff &#8222;Drogenbaron&#8220; eine neue Definition braucht.<\/p>\n<p>Das Erfolgsrezept ist relativ einfach: Anstatt Bomben und Pistolen benutzen Pablos Nachfolger die Medien. In diesen bewerben sie ihre Produkte mit falschen Angaben und Versprechungen. Wenn n\u00f6tig, werden Schmiergelder gezahlt, um Einschr\u00e4nkungen zu verhindern und Zulassungen zu erleichtern. So zahlte Arthur Sackler, einer der Begr\u00fcnder von Purdue Pharma, 1959 fast 300.000 USD an einen gewissen Henry Welch, dem damaligen Chef der Abteilung f\u00fcr Antibiotika in der FDA, damit dieser ihm half, einige seiner Medikamente im Markt durchzusetzen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1995, und jetzt im Zusammenhang mit der Opioid-Welle, wurde der FDA Pr\u00fcfer, Dr. Curtis Wright, von der Sackler Familie \u201emotiviert\u201c , bei der Zulassung von OxyContin (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oxycodon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oxycodon<\/a>) dem Beipackzettel die Bemerkung zuzuf\u00fcgen, dass dieses Pr\u00e4parat signifikant sicherer sei als vergleichbare Schmerzmittel. Kurz danach k\u00fcndigte der Pr\u00fcfer bei der FDA und tauchte zwei Jahre sp\u00e4ter als Angestellter bei Purdue wieder auf.<\/p>\n<p>Im Jahr 2015 ging die FDA dann soweit, das Purdue-Produkt als retardierte Form sogar f\u00fcr Kinder ab elf Jahren zuzulassen (<a href=\"http:\/\/www.aappublications.org\/content\/36\/10\/22.2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FDA approves OxyContin for children 11 and older | AAP Gateway<\/a>). <strong>Angesichts der seit Jahren ansteigenden Zahlen an Drogentoten aufgrund von verschreibungspflichtigen Opioiden ist die Entscheidung der FDA, jetzt auch noch Kinder mit ins Drogenboot zu holen, kaum nachvollziehbar.<\/strong> Es zeigt aber, wie effektiv die Drogenbarone heute ihren Markt verteidigen und ausweiten, ungeachtet der sich daraus ergebenen Konsequenzen.<\/p>\n<p>Und Motivation zu solchen heroischen Taten haben diese Leute allemal. Die Sacklers, die Purdue Pharma als Familienunternehmen besitzen, haben sich mit der Zulassung von OxyContin im Jahr 1995 ins Reich der Milliard\u00e4re katapultiert. Im Jahr 2015 wurden sie zu den Top 20 Milliard\u00e4ren weltweit gelistet.<\/p>\n<p>Wie bereits angedeutet sind Schmerzmittel vom Typ Oxycodon die Einstiegsdroge f\u00fcr eine Heroinabh\u00e4ngigkeit, beziehungsweise \u201ek\u00f6nnen es sein\u201c. Solche gesch\u00e4ftssch\u00e4digenden \u00c4u\u00dferungen stammen nicht von mir, sondern von der bereits zitierten amerikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde NIH (<a href=\"https:\/\/www.drugabuse.gov\/publications\/drugfacts\/heroin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DrugFacts: Heroin | National Institute on Drug Abuse (NIDA)<\/a>).<\/p>\n<p>Der Missbrauch von Schmerzmitteln per se f\u00fchrt nicht notwendigerweise zum Heroinkonsum und dann in die Abh\u00e4ngigkeit. Der Missbrauch von verschreibungspflichtigen Opioiden ist dagegen fast eine Garantie f\u00fcr diese Konsequenz. Rund 80 Prozent der Heroinabh\u00e4ngigen hat mit Schmerzmitteln wie Oxycodon begonnen.<\/p>\n<p><strong>Kein Wunder also, wenn die Opferzahlen ganz ohne Pablo in die H\u00f6he schnellen, denn mit Oxycodon hat die amerikanische Gesellschaft eine legale Einstiegsdroge, bei der die Schulmedizin bereitwillig und vor allem \u201eevidenzbasiert\u201c Hilfestellung leistet, neue Patienten zu schaffen und alte Patienten an sich zu binden.<\/strong><\/p>\n<p>Pablo w\u00fcrde sich im Grab herum drehen, wenn er w\u00fcsste, welches Potenzial er \u00fcbersehen hat.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/app.getresponse.com\/view_webform_v2.js?u=93&#038;webforms_id=BWWwC\"><\/script><\/p>\n<h2>Schade, dass man\u00a0diesen &#8222;Schmutz&#8220;\u00a0nicht den Naturheilkundlern und Heilpraktikern anlasten kann!<\/h2>\n<p>An dieser Stelle w\u00fcrde ich gerne die Diskussion um die Gef\u00e4hrlichkeit von Naturheilkunde, Hom\u00f6opathie und Pflanzenheilkunde wieder aufnehmen &#8211; oder die angeblich &#8222;<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/heilpilze-auf-abschussliste\/\">gef\u00e4hrlichen Heilpilze<\/a>&#8222;. Klar: gef\u00e4hrlich f\u00fcr die &#8222;big&#8220; Pharmaindustrie, weil die <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/nahrungsergaenzung\/heilpilze-mykotherapie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heilpilze n\u00e4mlich eine \u00fcberzeugende Wirkung<\/a> haben!<\/p>\n<p>Auch schade, dass man diesen Pharma-Dreck (mit den ganzen Toten) nicht den Naturheilkundlern und Heilpraktikern anlasten kann. Und wenn sich mal wieder eine &#8222;Expertengruppe&#8220; aus Medizinern berufen f\u00fchlt eine ganze Berufsgruppe wie die Heilpraktiker zu diskreditieren und gleich deren komplette Abschaffung fordert, dann findet so etwas immer ein gro\u00dfes Medienecho. Und die\u00a0Pharmaskandale? Also bitte! Man will es sich doch nicht mit seinen Anzeigenkunden verscherzen!<\/p>\n<p>Aber\u00a0lassen wir das lieber.\u00a0Dann doch lieber beim n\u00e4chsten grippalen Infekt eine ordentliche Portion Oxycodon. Das beseitigt zwar nicht den Infekt, aber nach ein paar Tabletten Oxycondom\u2026 \u00e4hh -codon merkt man ihn nicht mehr so deutlich. Wenn das keine evidenzblasierte\u2026.\u00a0 &#8212; ich schreibe mal lieber nicht weiter&#8230;<\/p>\n<h2>Zur\u00fcck zur evidenzbasierten Wirtschaftspolitik der modernen Drogendealer&#8230;<\/h2>\n<p>Indem Purdue gezielte Falschinformationen \u00fcber ihr Produkt und dessen Suchtpotenzial an die \u00c4rzteschaft ausgeteilt hat (\u00fcber Werbung, \u00fcber TV-Spots, \u00fcber ein Heer von Pharmareferenten, \u00fcber <a href=\"http:\/\/renegraeber.de\/blog\/pharmaindustrie-beim-doktor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gekaufte \u201eMietm\u00e4uler\u201c<\/a> etc.), hat sich der Umsatz von Oxycodon von 48 Millionen USD im Jahr 1996 auf 1,5 Milliarden im Jahr 2002 vervielfacht.<\/p>\n<p>Dies ist umso bemerkenswerter, da es sich bei der Substanz nicht um eine Eigenentwicklung der Firma Purdue handelt, sondern um eine frei verf\u00fcgbare Substanz. Purdue hat es einfach verstanden, eine gef\u00e4hrliche Substanz, die von den Gesundheitsbeh\u00f6rden mit Restriktionen belegt ist, mithilfe der Schulmedizin und unter dem Vorwand von medizinischen Leistungen gesellschaftsf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p>Das wichtigste Instrument hierbei sind und waren die eigenen Pharmareferenten, die von der Firma f\u00fcr gute Verkaufszahlen dementsprechend f\u00fcrstlich belohnt wurden. In eigens durchgef\u00fchrten Verkaufsseminaren wurden sie auf Einw\u00e4nde von \u00c4rzten vorbereitet, die sich vor allem auf das Sucht- und Abh\u00e4ngigkeitspotenzial des Pr\u00e4parats bezogen. Hier gab es ja den Beipackzettel, wo die FDA best\u00e4tigt, dass Oxycodon viel sicherer ist als andere Schmerzmittel.<\/p>\n<p>Und es\u00a0gibt\u00a0von der Firma zusammen geschusterte Studien von \u201eMietm\u00e4ulern\u201c, die das \u201ebeweisen\u201c etc. Zum schlechten Schluss kommt man in der Firma zum schlechten Schluss, dass weniger als ein Prozent der Schmerzpatienten unter Oxycodon eine Heroinabh\u00e4ngigkeit entwickeln. Dieses freche Ergebnis des Pharmamarketings steht im eindeutigen Gegensatz zu den 80 Prozent der Heroinabh\u00e4ngigen, die mit Oxycodon und \u00e4hnlichen Pr\u00e4paraten ihre Abh\u00e4ngigkeit eingeleitet hatten.<\/p>\n<p>Ein direkter Vergleich der Zahlen von Schmerzpatienten (ohne Krebspatienten) und Schmerztabletten auf Opioid-Basis zeigt eine Pr\u00e4valenz von 26 Prozent f\u00fcr Abh\u00e4ngigkeitsentwicklungen und einen von 550 Todesf\u00e4llen unter Opioid-Therapie in den ersten 2,5 Jahren nach Ersteinstellung (<a href=\"http:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMp1515917?af=R&amp;rss=currentIssue%00=article\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reducing the Risks of Relief \u2014 The CDC Opioid-Prescribing Guideline \u2014 NEJM<\/a>).<\/p>\n<h2>Purdue vom Dach geholt<\/h2>\n<p>Nicht nur Pablo Escobar hat seine gewaltt\u00e4tigen Spielchen so weit getrieben, dass er seine Karriere durch Gewalt auf einen Dach beenden musste. Auch Purdue wurde im Jahr 2007 (fast) \u201evom Dach geholt\u201c.<\/p>\n<p>Hier war es nicht rohe Gewalt, sondern die Gewalt einer Strafzahlung von 634 Millionen USD, die die Firma zu leisten hatte, da man ihr nachweisen konnte, Oxycodon in betr\u00fcgerischer Absicht beworben und in den Markt gebracht zu haben. W\u00e4hrend Pablo bei seinem unfreiwilligen Spaziergang auf dem Dach sein Leben verlor, verlor Purdue gerade einmal zehn Prozent der Profite vom Oxycodon-Verkauf w\u00e4hrend der vier Verhandlungsjahre (<a href=\"http:\/\/money.cnn.com\/2007\/07\/20\/news\/companies\/purdue\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Purdue Pharma settle with Feds over painkiller marketing<\/a>).<\/p>\n<h2>Und heute, zehn Jahre sp\u00e4ter, hat sich nichts ver\u00e4ndert. Im Gegenteil!<\/h2>\n<p>Die Ums\u00e4tze und die Opfer nehmen zu, wie die Statistik belegt. W\u00e4hrend Heroin verboten ist, werden Opioide als wesentlich unbedenklicher beworben und betrachtet, denn es sind ja die Schulmediziner, die diese Opioide verschreiben. Und die m\u00fcssen es ja wissen, denn die haben ja studiert.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde an dieser Stelle gerne noch einmal die Gef\u00e4hrlichkeit der Hom\u00f6opathie ins Visier nehmen und \u2026 laut Statistiken von Edzard Ernst \u2026 oder doch nicht? Vielleicht ein andermal. N\u00e4mlich sp\u00e4testens dann, wenn bewiesen ist, dass Hom\u00f6opathie ein extrem hohes Abh\u00e4ngigkeitspotenzial hat und Oxycodon nur Gutes tut. Es ginge mit dem Teufel zu, wenn man das nicht so hingebogen bek\u00e4me, oder?<\/p>\n<p>Und jetzt kommt der geniale Unterschied zu Pablo: W\u00e4hrend dieser pers\u00f6nlich zur Verantwortung gezogen wurde, wurde von der Familie Sackler als Purdue-Besitzer niemand pers\u00f6nlich angeklagt und zur Verantwortung gezogen. Nat\u00fcrlich hatte niemand von denen mit Bomben geschmissen. Aber wie es aussieht ist die Produktion von Opfern und Toten durch gesch\u00e4ftliche Aktivit\u00e4ten von einer Strafverfolgung ausgenommen.<\/p>\n<p>Bislang gibt es nur \u00e4u\u00dferst seltene Ausnahmef\u00e4lle, wo Eigner oder Manager von Pharma-Unternehmen pers\u00f6nlich gerichtlich verfolgt und verurteilt wurden. Das Ganze hat also System und ist alles andere als eine Ausnahme. Auch hier h\u00e4tte Pablo viel lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Der Heiligenschein der Pharmaindustrie<\/h2>\n<p>\u201eTue Gutes und sprich dar\u00fcber\u201c ist eine Devise, die in der Pharmaindustrie weit verbreitet ist. Nach dieser Devise handeln und handelten auch die Sacklers. Die Liste an humanit\u00e4ren Projekten und philanthropen Unternehmungen ist nahezu endlos und immer mit dem Namen \u201eSackler\u201c gekennzeichnet. Ein sehr eindrucksvoller Artikel (der noch l\u00e4nger ist als mein l\u00e4ngster Beitrag) beschreibt ausf\u00fchrlich den Werdegang von Familie und Firma und deren Verstrickung in die heute existierende Opioid-Krise (<a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2017\/10\/30\/the-family-that-built-an-empire-of-pain\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Family That Built an Empire of Pain | The New Yorker<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Bezeichnend ist hier, dass die Familie Sackler einen der Mafia \u00e4hnlichen Schweigekult an den Tag legt: Keine \u00f6ffentlichen Aussagen \u00fcber die Herkunft des Familienverm\u00f6gens.<\/strong> Denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommen ein Gro\u00dfteil der 14 Milliarden USD Verm\u00f6gen aus den Verk\u00e4ufen von Oxycodon als einzigem Blockbuster Pr\u00e4parat der Firma Purdue.<\/p>\n<p>Gleichfalls hat es die Familie verstanden, ihren Familiennamen mit dem Namen der Firma nicht \u00f6ffentlich in Verbindung zu bringen. Nur Insider wussten bisher, was diese beiden Namen miteinander zu tun haben. W\u00e4hrend andere Million\u00e4re und Milliard\u00e4re, wie die Fords, Hewlett, Packards, Johnsons etc. mit stolz ihren Namen auf ihre Produkte heften, haben die Sacklers in nahezu schamhafter Weise eine Verbindung ihres Namens mit ihrem Produkt zu vermeiden gewusst.<\/p>\n<p>Stattdessen gibt es das moralische Ablenkungsman\u00f6ver durch Philanthropie und G\u00f6nnertum, das perfekte Feigenblatt f\u00fcr evidenzbasiert dreckige Machenschaften. Aber die USA ist stolz auf Hollywood. Und Schein z\u00e4hlt mehr als Sein, so auch hier.<\/p>\n<h4>Der amerikanische Journalist Christopher Glazek \u201ew\u00fcrdigt\u201c die Familie Sackler so:<\/h4>\n<blockquote><p>\u201e<em>Die Familienoberh\u00e4upter haben in der modernen \u00c4ra drei Marketing-Triumphe durchziehen k\u00f6nnen: Der Erste war der Verkauf von Oxycodon; der Zweite das Ber\u00fchmtmachen des Namens Sackler; und der Dritte ist die Sicherstellung, dass f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit das Erste und das Zweite nichts miteinander zu tun haben.<\/em>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Doppelmoral der Familie Sackler bildet den fruchtbaren Boden f\u00fcr t\u00e4glich \u00fcber 140 Todesopfer von Oxycodon. <strong>Ein Vergleich mit den Todesopfern vom 11. September stellt sich dann so dar: Das, was der 11. September in einem Tag an Todesopfern produzierte, produziert Oxycodon in drei Wochen.<\/strong> Es w\u00e4re doch gelacht, wenn die Familie Sackler nicht diese Bilanz auf zwei oder nur eine Woche herunterschrauben k\u00f6nnte! Jedenfalls w\u00e4re das mit einem signifikanten Umsatzzuwachs verbunden. Und das ist es doch, worauf es ankommt!<\/p>\n<p>Kein Wunder also, wenn die Familie ihren Namen mit diesem schmutzigen Gesch\u00e4ft nicht verbunden sehen will, obwohl er es ist, und die Bem\u00fchungen zur Reinwaschung anscheinend kein Ende nehmen wollen, verbunden nat\u00fcrlich mit einer als penetrant zu bezeichnenden, wiederholten Namensnennung, um von der wahren Verbindung abzulenken.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Drogenmafia und Pharmaindustrie &#8211; es gibt da einige Parallelen, die keinesfalls zuf\u00e4llig sind. Der Unterschied ist, dass die Pharmaindustrie nicht legale Substanzen mit Genehmigung der Beh\u00f6rden und Unterst\u00fctzung der gesamten Schulmedizin und Einverst\u00e4ndnis der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr teures Geld verscherbeln kann, ohne eine Strafverfolgung bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Die Leistung ist hier auch, dass die Toten, die dieses System produziert, und weswegen illegale Drogen verboten sind, unter dieser Pr\u00e4misse keine so gro\u00dfe Rolle mehr zu spielen scheinen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle noch einmal die Frage zur Gef\u00e4hrlichkeit von Hom\u00f6opathie und Naturmedizin \u2026 Wo, bittesch\u00f6n, sind wir heute, dass kaum ein Hahn nach \u00fcber 200.000 Toten in einem Land (USA) in einem Zeitraum von 13 Jahren mehr kr\u00e4ht, aber sich selbst ernannte geniale Kleingeister dar\u00fcber aufregen, dass die Alternativmedizin potentiell gef\u00e4hrlich ist. Wo sind hier die 200.000 Toten in 13 Jahren Hom\u00f6opathie???<\/p>\n<p>Das erinnert mich an die Sacklers, die \u00fcber ihre \u201eguten Taten\u201c und das sie umgebende Palaver von der gef\u00e4hrlichen Realit\u00e4t ihres Tuns ablenken wollen. So lenkt die Schulmedizin mit ihrem dummen Geschw\u00e4tz \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit von Hom\u00f6opathie und Naturmedizin, die es evidenzbasiert nicht gibt, auch nur von ihrer eigenen Gef\u00e4hrlichkeit ab, wof\u00fcr der nahezu vorbehaltlose Einsatz von Oxycodon durch die Schulmedizin einer von vielen evidenzbasierten Beweisen ist (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/medikamente-zum-krankwerden-2012\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die besten Medikamente zum Krankwerden?<\/a>).<\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Wenn ihr\u00a0in den &#8222;Medizinbetrieb&#8220; geratet, dann m\u00fcsst ihr verdammt gesund sein, um da wieder heil rauszukommen!<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Bild: fotolia.com Africa Studio<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorsitzende der amerikanischen \u00c4rztekammer verk\u00fcndete im Jahr 2017 die traurige Nachricht, dass mehr Amerikaner heute verschreibungspflichtige Opioide konsumieren als Zigaretten rauchen (Surgeon General Report Tackles Addiction &#8211; Scientific American). 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