{"id":2446,"date":"2017-08-19T16:50:47","date_gmt":"2017-08-19T14:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/?p=2446"},"modified":"2022-12-04T23:53:53","modified_gmt":"2022-12-04T21:53:53","slug":"methadon-bei-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/methadon-bei-krebs\/","title":{"rendered":"Total irre! Methadon bei Krebs"},"content":{"rendered":"<p>Total irre! Und irre ist nicht der Einsatz des Methadon bei Krebs (oder dass dies untersucht wird). Irre (ist mal wieder), wie damit seitens der Pharmaindustrie und Schulmedizin umgegangen wird&#8230;<\/p>\n<p>Aber eins nach dem anderen.<\/p>\n<p>Methadon ist eine seit langem bekannte synthetische Substanz, die als Schmerzmittel und bei der Behandlung von Entzugssymptomen bei Drogens\u00fcchtigen eingesetzt wird. Die Substanz gilt als eine Art \u201eHeroinersatz\u201c. Inzwischen hat die WHO die Substanz in die \u201eListe der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO\u201c aufgenommen.<\/p>\n<p>Als stark wirksames Schmerzmittel hat die Substanz seit langem das Interesse der Onkologen gefunden. Es gibt eine gro\u00dfe Zahl von Studien, die das schmerzstillende Potenzial von Methadon bei von <a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/krebs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krebs<\/a> verursachten Schmerzen belegen. Was in diesem Zusammenhang eigenartig erscheinen mag, das ist die Tatsache, dass niemand so richtig nachgeschaut zu haben scheint, welche Wirkungen die Substanz auf das Krebsgeschehen aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Unter <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/tv\/stern-tv-studio-gespraech-zum-moeglichen-einsatz-von-methadon-in-der-krebstherapie--7516498.html?utm_source=social&amp;utm_medium=share&amp;utm_campaign=artikel-video\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Studie ist beantragt<\/a>, ein Videoclip, der einen Auszug aus einem Interview mit Onkologen und Biochemikern im \u201eStern\u201c zeigt, gesteht der \u201eMethadon-Gegner\u201c, Prof. Wick von der Universit\u00e4t Heidelberg, ein, dass es keine Studien gebe, die einen erweiterten Einsatz der Substanz bei Krebserkrankungen rechtfertigt.<\/p>\n<h2><!--more-->Evidenzbasiert weggeschaut<\/h2>\n<p>Wie es aussieht, ist die Gabe von Methadon als Schmerzmittel bei Krebspatienten eine etablierte Vorgehensweise (<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/28683172\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Opioids for cancer pain &#8211; an overview of Cochrane reviews.<\/a>). Das Eingest\u00e4ndnis des Professors aus Heidelberg, dass es keine Studien zu Methadon und Krebs gibt, ist das Eingest\u00e4ndnis der Schulmedizin, dass auch hier wieder einmal eine Substanz seit Jahren zum Einsatz gekommen ist, mehr oder weniger auf gut Gl\u00fcck, ohne ihre Effekte auf die Grunderkrankungen abzukl\u00e4ren. Denn es w\u00e4re ja durchaus denkbar, dass Methadon die Krebserkrankung erst einmal so richtig \u201eanheizt\u201c.<\/p>\n<p>Die Biochemikerin Dr. Claudia Friesen, Leiterin der Abteilung f\u00fcr Molekularbiologie der Universit\u00e4t Ulm, schien genau dieser Frage nachgegangen zu sein. Im Jahr 2008 ver\u00f6ffentlichte sie diese Arbeit:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18676827\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Methadone, commonly used as maintenance medication for outpatient treatment of opioid dependence, kills leukemia cells and overcomes chemoresistance.<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>In diesem Laborversuch konnten die Autoren zeigen, dass Methadon bei Leuk\u00e4miezellen eine Apoptose ausl\u00f6st. Weiter zeigten sie, dass zytostatikaresistente Tumorzellen unter Methadon durch die Aktivierung der Mitochondrien wieder auf eine Chemotherapie ansprachen. Es zeigte sich auch, dass gesunde Lymphozyten im Blut die Behandlung unter Methadon schadlos \u00fcberstanden. Daher empfehlen die Autoren den Einsatz von Methadon als Zusatzmedikation zu einer Therapie mit Zytostatika, um Resistenzen zu durchbrechen und ein h\u00f6heres Ma\u00df an Apoptose von malignen Zellen zu initiieren.<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 erkl\u00e4rten die Forscher den Mechanismus, der hinter diesen g\u00fcnstigen Wirkungen zu stecken scheinen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23633472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cell death sensitization of leukemia cells by opioid receptor activation.<\/a><\/p>\n<p>Wie es aussieht, erh\u00f6hen Zytostatika, wie Doxorubicin, die Zahl und Aktivit\u00e4t von Opioidrezeptoren auf den Leuk\u00e4miezellen. Durch die erh\u00f6hte Zahl der Rezeptoren kommt es zu einer verst\u00e4rkten Wirkung von Methadon, welches den Einstrom von Doxorubicin in die Zelle erh\u00f6ht und gleichzeitig die Entgiftung dieser Substanz durch die Zelle verhindert. Somit scheinen Zytostatika und Methadon sich gegenseitig in ihrer Wirkung zu verst\u00e4rken. Die Forscher fanden weiter, dass Methadon alleine signifikant das Wachstum von Tumoren hemmt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2014 zeigten die Forscher dann, dass diese Effekte auch bei bestimmten Formen von Gehirntumoren (Glioblastom) zu erwarten ist:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24626197\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Opioid receptor activation triggering downregulation of cAMP improves effectiveness of anti-cancer drugs in treatment of glioblastoma.<\/a><\/p>\n<p>Diese Entdeckung war sogar der \u201e\u00c4rztezeitung\u201c ein ausf\u00fchrlicher Beitrag wert: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/medizin\/krankheiten\/krebs\/zns-tumoren_hirntumor\/article\/870262\/glioblastom-methadon-loest-massensterben-krebszellen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Methadon l\u00f6st Massensterben von Krebszellen aus<\/a>.<\/p>\n<h2>Methadon \u2013 kein Allheilmittel<\/h2>\n<p>In dem oben zitierten Interview erf\u00e4hrt der Zuschauer gegen Ende des Beitrags, dass es wohl eine Studie geben wird, die den Einfluss von Methadon plus Zytostatika auf Gehirntumore untersuchen wird, nicht zuletzt aufgrund der in Ulm gemachten Erkenntnisse. Damit besteht die M\u00f6glichkeit, im Falle von positiven Ergebnissen, dass aufgrund additiver Effekte von Methadon und Zytostatika beide Komponenten weniger hoch dosiert werden k\u00f6nnen und damit weniger Nebenwirkungen verursachen. Ein solches Ergebnis w\u00e4re umso wichtiger, da Glioblastome als nur sehr schwer bis \u00fcberhaupt nicht therapierbar gelten.<\/p>\n<p>Aber Methadon ist keine Substanz, die man bedenkenlos zum Einsatz bringen darf. Die Liste der Nebenwirkungen in <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20221110084147\/https:\/\/www.drugs.com\/sfx\/methadone-side-effects.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drugs.com<\/a> ist beeindruckend lang. Es k\u00f6nnen gef\u00e4hrliche Ver\u00e4nderungen im EKG auftauchen, die zu lebensbedrohenden Herzrhythmusst\u00f6rungen f\u00fchren. \u00dcberdosierungen sind leicht m\u00f6glich, in Abh\u00e4ngigkeit von der individuellen Toleranz gegen\u00fcber Opioiden, die t\u00f6dlich enden k\u00f6nnen. M\u00fcdigkeit und Schwindel gelten ebenfalls als h\u00e4ufige Begleiterscheinung. Andere h\u00e4ufige Nebenwirkungen sind \u00d6deme, Erbrechen, \u00dcbelkeit, Halluzinationen, Euphorie, Gewichtszunahme, trockene Augen, Pupillenverengung, Hautausschlag, starkes Schwitzen etc. Eine Reihe dieser Nebenwirkungen sind nicht von vor\u00fcbergehender Natur, sondern bleiben dem Patienten erhalten, solange er auf den Einsatz von Methadon angewiesen ist.<\/p>\n<p>Dies mag mit ein Grund gewesen sein, warum der Heidelberger Professor sich gegen einen derzeitigen umfassenden Einsatz von Methadon in der Onkologie aussprach.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Oder steckt die Pharmaindustrie dahinter?<\/h2>\n<p>Methadon ist eine alte Substanz, die schon 1937 von H\u00f6chst entwickelt wurde. F\u00fcr sie gibt es keinen Patentschutz mehr, und die leichte Herstellung macht die Substanz sehr preiswert.<\/p>\n<p>Im Interview fragte dann der Moderator den Heidelberger Professor, der unter anderem auch in den Diensten der Firma Roche steht (<a href=\"http:\/\/www.yamedo.de\/blog\/bekanntes-krebsmedikament-mehr-schaden-als-nutzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avastin<\/a>), ob an der nur z\u00f6gerlichen Zurkenntnisnahme der Ergebnisse aus der Ulmer Molekularbiologie nicht vielleicht auch ein negatives Interesse der Pharmaindustrie steckt. Denn hier w\u00fcrde das preiswerte Methadon unter Umst\u00e4nden die Dosierung, und damit den Umsatz von Zytostatika drastisch reduzieren, was zwar im Sinne der Patienten, aber nicht im Sinne der Industrie ist.<\/p>\n<p>Ganz l\u00e4sst sich dieser Gedanke nicht verwerfen. Methadon als Schmerzmittel ist ein willkommenes Medikament, da es bei Schmerzen bei Krebserkrankungen h\u00e4ufig keine Alternativen mehr gibt, oder die Alternativen mit noch mehr Nebenwirkungen verkn\u00fcpft sind als unter Methadon.<\/p>\n<p>Die Tatsache aber, dass Methadon alleine schon in der Lage zu sein scheint, das Tumorwachstum einzuschr\u00e4nken, und in Kombination mit Zytostatika verst\u00e4rkt zytotoxisch zu wirken und Resistenzen beseitigt, sollte in der schulmedizinischen Onkologie Grund zu einem verst\u00e4rkten Interesse sein.<\/p>\n<p><strong>Stattdessen zieren sich hier von der Industrie bezahlte Medizinprofessoren, diesen interessanten Entdeckungen auf den Grund zu gehen. Dies ist umso bemerkenswerter, da die gesamte schulmedizinische Onkologie bis heute zwar dauernd von \u201e<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/wenn-die-pharmaindustrie-als-wohltaeter-auftritt\/\">Durchbr\u00fcchen<\/a>\u201c redet, die aber bislang keinen evidenzbasierten Einfluss auf die Krebs-Statistik gehabt haben. Die Zahl der F\u00e4lle steigt. Die Zahl der Krebstoten steigt. Da kann es mit den \u201eDurchbr\u00fcchen\u201c nicht weit her sein.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir dann sehen m\u00fcssen, wie mit neuen Ideen verfahren wird, wie ablehnend diese Medizinrichtung Alternativen gegen\u00fcbersteht, dann wird schnell klar, warum die Onkologie eine derart katastrophale Bilanz haben muss&#8230;<\/p>\n<h2>Klinikum stellt Forscherin kalt<\/h2>\n<p>Aber die Geschichte geht noch weiter!<\/p>\n<p>&#8222;Klinikum stellt Forscherin kalt&#8220;. Dies ist die \u00dcberschrift der Online-Ausgabe der \u201e<a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/lokales\/ulm_neu_ulm\/klinikum-spricht-mit-forscherin-15401444.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdwest Presse<\/a>\u201c. Die Nachrichten stammen vom 10. Juli 2017. Man k\u00f6nnte das Geschehen auch als Reaktion auf das \u201eStern\u201c-Interview interpretieren.<\/p>\n<p><strong>Denn die Solidarit\u00e4t der Medizinprofessoren, wenn es darum geht, alternative Behandlungsmethoden zu verhindern, scheint grenzenlos zu sein. Diesmal ist es der klinische Direktor der Universit\u00e4t Ulm, Professor Kaisers, der alles von der Webseite der Universit\u00e4t Ulm entfernen lie\u00df, was sich auf die Forschungsarbeit der dort t\u00e4tigen Biochemikerin, Dr. Claudia Friesen bezog.<\/strong> Wie \u00fcblich wird als Argument die Sorge um die Patienten vorgeschoben, die durch einen \u201e<em>unkritischen Einsatz von Methadon au\u00dferhalb klinischer Studien<\/em>\u201c gef\u00e4hrdet zu sein scheinen. Denn: \u201e<em>Der unkontrollierte Einsatz weckt bei den Patienten unrealistische Erwartungen, die sich nachteilig f\u00fcr die Patienten auswirken k\u00f6nnen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Ach! Das ist ja was ganz Neues! Es ist schon eigenartig, solche Aussagen zu h\u00f6ren beziehungsweise zu lesen. Denn die Forschungsarbeit von Dr. Friesen beinhaltet keinen Aufruf zu einem solchen unkontrollierten Einsatz. <strong>Des Weiteren hat Methadon \u00fcber Jahrzehnte hinweg sich eines gro\u00dfz\u00fcgigen Einsatzes erfreuen d\u00fcrfen, wenn es darum ging, die Schmerzen von Krebspatienten zu lindern. Diese Gro\u00dfz\u00fcgigkeit ging sogar soweit, dass die Schulmedizin und ihre Vertreter heute zugeben m\u00fcssen, dass es keine kontrollierten Studien zum Einsatz von Methadon bei Krebserkrankungen gibt. Aber damit haben die Herren Professoren offensichtlich keine Probleme. Auch die Frage, ob Methadon nicht vielleicht krebserzeugend wirkt oder eine bestehende Krebserkrankung unterst\u00fctzt, scheint bislang niemand gestellt zu haben.<\/strong><\/p>\n<p>Da ist es mehr als eigenartig, wenn positive Ergebnisse diesbez\u00fcglich \u00fcber alle Geb\u00fchr problematisiert werden. Zumindest wirft dieses Verhalten einiges an Fragen auf, die der gute Professor offensichtlich scheut, weil er sie wohl nicht ad\u00e4quat beantworten kann oder will. Denn laut Artikel lehnte Professor Kaisers ein Gespr\u00e4ch trotz dreimaliger Anfrage ab. Begr\u00fcndung: Keine Zeit.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<h2>Eine Wende?<\/h2>\n<p>Inzwischen hat die \u201eS\u00fcdwest Presse\u201c einen weiteren Artikel ver\u00f6ffentlicht, datiert auf den 11.7.2017. Hier scheint sich eine Wende abzuzeichnen: <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/lokales\/ulm_neu_ulm\/klinikum-spricht-mit-forscherin-15401444.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Methadon in Krebstherapie: Ulmer Klinikum will Studienreihe f\u00f6rdern<\/a>.<\/p>\n<p>Demnach hat es ein Treffen der Klinik\u00e4rzte gegeben, die sich mit Dr. Friesen ausgesprochen hatten. Offensichtlich hat man in Ulm einsehen m\u00fcssen, dass man die Ergebnisse der Forschungsarbeit von Dr. Friesen nicht (ohne sich l\u00e4cherlich zu machen), so einfach unter den Teppich kehren kann. Denn die verschiedenen Ver\u00f6ffentlichungen der Forscherin im Verlauf von rund zehn Jahren sprechen eine nur zu deutliche Sprache, als dass man deren Ergebnisse einfach vom Tisch fegen k\u00f6nnte. Dass es keine klinische Studien dazu gibt, steht au\u00dfer Zweifel. Dass klinische Studien dazu gemacht werden m\u00fcssen, wird ebenfalls von niemanden angezweifelt. Dass man sich jetzt darauf geeinigt hat, eine solche klinische Studie durchzuf\u00fchren, kann man als Erfolg von und f\u00fcr Dr. Friesen werten.<\/p>\n<p>Die einzig sch\u00e4dliche Wirkung von Methadon bei Krebs, die bislang bekannt ist, ist laut Professor Kaisers die \u00fcbergro\u00dfe Zahl an Anrufen im Klinikum, die die Telefonanlage lahmgelegt hatte. Und es g\u00e4be Berichte von niedergelassenen Onkologen, deren Patienten ultimativ die Gabe von Methadon von ihrem Arzt verlangt hatten. Man sieht, dass die Einw\u00e4nde des Professors alles andere als sachlicher Natur sind.<\/p>\n<p><strong>Ich darf an dieser Stelle mal darauf verweisen, dass die Schulmedizin nicht selten ihre ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten \u201eDurchbr\u00fcche\u201c vermarktet, bevor die entsprechende Zulassung f\u00fcr das neue Produkt\/die neue Substanz durch ist. Aber da geht es dann auch meist um sogenannte \u201eUmsatztr\u00e4ger\u201c der Pharmaindustrie.<\/strong> Unregistrierte Indikationserweiterungen von bereits zugelassenen Substanzen ist eine andere Form dessen, was man jetzt in der Ulmer Universit\u00e4tsklinik so vehement ablehnt. Wie man hier sieht (<a href=\"https:\/\/naturheilt.com\/blog\/boese-buben-pharmaindustrie-beim-schummeln-erwischt\/\">Die \u201eb\u00f6sen Buben\u201c der Pharmaindustrie beim Schummeln erwischt<\/a>) hat die Schulmedizin normalerweise nur wenig Probleme damit, Substanzen \u201eunkontrolliert\u201c und nicht registriert bei nicht zugelassenen Indikationen einzusetzen.<\/p>\n<p>Dass es mit einiger Wahrscheinlichkeit genau damit zu tun hat, best\u00e4tigte Professor Kaisers in Form einer Dementierung: \u201e<em>Klinikchef Kaisers dementierte Annahmen, das Medikament k\u00f6nnte von der Industrie abgelehnt werden, weil es nicht die Ums\u00e4tze wie aktuelle Krebsmedikamente bringen k\u00f6nnte: &#8218;F\u00fcr diese Behauptungen gibt es keinerlei Rechtfertigung.&#8216; <\/em>\u201c<\/p>\n<p>Ob dem wirklich so ist, das l\u00e4sst sich nur schwer be- oder widerlegen. Aber eine unkritische, vehemente Verneinung eines solchen Sachverhalts schafft Raum f\u00fcr die entsprechenden Zweifel. Oder mit anderen Worten: W\u00e4re der Einsatz von Methadon bei Krebs lukrativ, dann s\u00e4he die Diskussion und Unterst\u00fctzung ganz anders aus\u2026<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Methadon ist f\u00fcr mich sicher nicht der Heilige Gral bei der Behandlung von Krebserkrankungen. Es k\u00f6nnte aber eine wichtige Erweiterung des Behandlungsspektrums werden, vorausgesetzt, die schulmedizinische Onkologie entschlie\u00dft sich, ihre Resistenzen gegen alternative Therapiekonzepte abzubauen.<\/p>\n<p>Wie engstirnig und realit\u00e4tsfremd die Schulmedizin hier agiert,\u00a0zeigt die Tatsache, dass Methadon schon lange bei Krebspatienten zum Einsatz kommt, wenn auch bei einer anderen Indikation. Das bedeutet, dass es von Seiten der Schulmedizin hier keine Einw\u00e4nde gegen Methadon zu geben scheint. \u00c4ndert sich jedoch die Indikation und damit das Therapieschema, dann wird aus einer bisher bew\u00e4hrten Substanz ein Etwas, was urpl\u00f6tzlich so unbekannt ist, dass die Schulmedizin nach evidenzbasierten Belegen\/Studien ruft.<\/p>\n<p><strong>Wie wenig evidenzbasiert die Schulmedizin Methadon selbst bei Krebs und Schmerzen einsetzt, das zeigt die anfangs zitierte Metaanalyse aus dem Cochrane Institut.<\/strong> Denn hier k\u00f6nnen wir in der Schlussbemerkung lesen, dass die Behandlung vieler Patienten mit Krebsschmerzen gezeigt hat, dass die Bewertung von Methadon h\u00e4ufig in ihrer Wirkung \u00fcbersch\u00e4tzt wird, besonders in Bezug auf die Einsch\u00e4tzung bei der WHO als \u201eunverzichtbares Medikament\u201c. Weiter sagen die Autoren, dass die meisten Patienten Nebenwirkungen durch Methadon erfahren, die weitere \u00e4rztliche Hilfe notwendig werden lassen. Zwischen 1-2 von zehn Betroffenen k\u00f6nnen die auftretenden Nebenwirkungen nicht tolerieren und m\u00fcssen anderweitig behandelt werden.<\/p>\n<p>Fazit vom Fazit: Sollte Methadon in Kombination mit Zytostatika die Dosis von beiden Substanzen reduzieren und dabei die Effektivit\u00e4t auf Tumore erh\u00f6hen, dann w\u00e4re dies Grund genug f\u00fcr eine ernsthafte \u00dcberpr\u00fcfung in Form von dementsprechenden Studien. F\u00fcr Patienten mit einem Glioblastom w\u00e4re es mehr als nur eine Hoffnung.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Total irre! Und irre ist nicht der Einsatz des Methadon bei Krebs (oder dass dies untersucht wird). Irre (ist mal wieder), wie damit seitens der Pharmaindustrie und Schulmedizin umgegangen wird&#8230; Aber eins nach dem anderen. 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